Ausgabe 
17.9.1931
 
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2Inctfcnnungcn: J. Hofmann II!., Mc; 5>. Steuer« Ich, Reichelsheim: Wagner, Hibba; mlll, Lteinheim. $. Hofmann 111., Meinr, R. Rich, ibenmühie. 2ner« im; 1 WidberS«

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I: 1. Preis: LH. eist: W. "Lrärr. irn, RMngShain- MngShain. An« ^Haufen; O-Decker,

2*/2 Jahre alt): Meder« Wagen, shausen; K Hari« reise: W. Dinge« rr II., Rudingshain; Aeblowsly. Rieder« Köhler, Dinger»« umch, Hai sie gesagt. Jahr 'rau^rncgcn elfen. RachRauch' lenllichen icr nich nach W :n!" ,

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Hausen; 2. Ä. Albrand, Dobcnhauscn I; Bürger­meister Decker, Wingershausen; St Fischer I I., Rudingshain.

Kühe (mit 1 bis 2 Kälbern): Ehrenpreis: K. Keblowfky, Rieder-Dessingen. I . PreiS: K.

Hartmann III., Rudingshain. 2. Preise: H Harth, Ober-Wockstadt; Ä. Hemberger, Wallcrnhausen. 3. Preise: R. Laubach, Ober-Wockstadt; R. Wäl­ler, Wallernhausen; Th. Decker, Wingershausen; Ed. Lingner, Wingershausen; W. Wingeseld, Wingershausen; L. Diesenbach II., DorSdors.

Kühe (mit 3 Kälbern): l. PreiS: W. Deu- belli., Rudingshain. 2.Preise: R. Decker, Win­gershausen; Ed Lingner, Wingershausen; R. bad), Ober-Wockstadt.

Kühe (mit mehr als 3 Kälber): I. PreiS: K Hartmann. Rudingshain. 2. «reise: H. Harth, Ober-Wockstadt; K .Hartmann III., Rudingshain: R. Laubach, Ober-Wockstadt; Ed. Köhler, Win­gershausen 3. Preise: F. Rötzcl, Wingershausen; K. Fischer ll., Rudingshain; L. Diesenbach, DorS- dors, K. Albrand, Dodenhausen I. Rnerkennun-

Buntes

Gorillajagb in Afrika.

AuS einem BucheAbenteuer an der Elfenbein­küste" von AloysiuS Horn, daS in neuer illu­strierter Ausgabe demnächst im Insel-Verlag in Leipzig erscheint, werden imInsel-Schiss" einige fesselnde Iagdschilderungen abgedruckt. 3n einem Fall ist ein Gorilla die seltene Jagdbeute.Als ich bei den WpondiS der Dakele ankam", so er­zählt Horn,lah ich, daß räuberische Elefanten und GorillaS großen Schaden angerichtet hatten. Ein Schurke von einem Elefanten stattete ihnen nächtliche Desuche ab und galt für den gefähr­lichsten dieser Räuber. Die eingeborenen Jäger erzählten mir, daß nach ihm der unwillkommenste Dcsucher ein sehr grober, alter Gorilla war, vor dem man sich sehr fürchten muhte, da er Jäger, die ihn bi» zu seiner zwei Stunden entfernten Höhle verfolgten, angegriffen hatte. Wan hatte am Morgen sein Heulen gehört; er hielt sich also sicher in einem Wäldchen am Fuh eines kleinen Felsens am anderen Ufer deS Baches auf, der durch daS Wäldchen floh. Sie dachten, dah man ihn an diesem Morgen leicht erwischen könnte, und so machten wir uns auf und gingen entlang deS Daches zu dem erwähnten Platz. Ich stellte mich hinter einem alten gefallenen Daum auf, weil der Gorilla meistens dort vorbei- ging, wenn er aufgestört wurde. Lief er den Dakele in den Weg, fo wstrden fie ihn sicher erschiehen, für all den Schaden, den er auf ihren Plantagen anperichtet hatte. Ich nahm meinen Stand mit meinem getreuen Renchoro ein, und von unterem Platz auS konnten wir die vier Dakele fehen, die im Dusch am Rande der Lich­tung auf der Lauer lagen. Wir warteten eine gute Steile, ohne dah unS ein Ton die Anwesenheit deS Gorilla verriet. Ich wollte ge­rade diese Jagd aufgeben und mein Glück beim Ausfpüren deS bösen Elefanten versuchen, als wir einen Ton wie von rollenden Steinen auf der anderen Seite des DacheS hörten, und für Augen­blicke wurden Kops und Schultern deS Gorilla über den großen FelSblöcken sichtbar. Jetzt rollte 6r einen dieser großen Steine weg und mad)te fich an fein Frühstück, das au8 den In­fekten unter dem Fel-block bestand. Rachdem er sich an diesen Delikatessen gesättigt hatte, schaute er sich um, und da er die Lust rein glaubte, ging er vorsichtig zu einer alten Erdnußlichtung. Ak­er bi- etwa zwanzig Meter an den Platz heran- gekommen war, wo die Dakelefäge r versteckt lagen, stutzte er und horchte. Die Daiele feuerten, aber da er nur leicht verwundet war, lief er nicht weg, sondern stürzte mit einem großen Satz auf fie zu. Einen Mann samt Gewehr warf er zehn Fuß hoch in die Lust, die anderen stieß er mit eines Armbewegung zu Doden und gebrauchte die Knochef seiner Hände und die langen Arme fo schnell, daß man kaum sah, was Gorilla und waS Mann war, er schien mit ihnen Kegel zu spielen. Wider meine Erwartung gebrauchte et nicht die Zähne, obwohl sein Diß furchtbar ist und bei den Eingeborenen für giftig gilt. Dann sprang er auf uns zu, er hatte unS wohl gesehen. Ich schoß ihm unters Kinn, und Renchoro tat das gleiche. Der Gorilla überschlug sich und blieb auf der an­deren Seite deS alten gefallenen Daumes tot lie­gen. Er war fehr groß; unter denen, die ich in manchen Jahren gejagt habe, war er der größte, den ich lebend faß. Zum Glück ging das Aben­teuer auch für die Jäger weniger gefährlich aus. als eS zuerst den Anschein gehabt hatte. Der eine von ihnen war allerdings ganz verstört, doch kehrte fein Gedächtnis nach einer innerlichen Be­handlung mit Branntwein wieder zurück. Der ßcrbeigerufenc Medizinmann nahm sich der an­deren Jäger an, die er bald für gesund erklären

gen: K. Schmidt I., Eschenrod; Ad Wagner, Wallernhausen; H. Srk, Ober-Mockstadt; H. Lau- bad), Ober-Mockstadt; K Fischer II. Rudingshain.

Familien: Ehrenpreise: K. Hartmann III., Rudingshain; Altbürgermeifter Deubel, Rudings­hain: Th Dambmann, Rudingshain 2. Preise: K. Keblowsky, Rieder-Dessingen; Bürgermeister Decker, Wingershausen.

Ziegen.

Aeltere Ziegen 2. Preis: K Zörr, Ridda.

Zweijährige Zigen: 1.Preise: F. Appel, DorSdors; A. Kimpel, 'Bingenbeim. 2- Preise: L. Stein, Ridda; O- Repp. DorSdors.

ErftlingSziegen: I. PreiS: K. Schmidt, DorSdors. 2. Preise: L. Stein, Ridda; Filsinger. Rainhäuser Hos; F. Appel, DorSdors.

Zeitziegen: 1.PreiS: H. Klöß, Ridda.

Lämmer: I. Preise: W. Lahm, Echzell; HK. Schmidt, Dauernheim: K. Zörr, Ridda. 2-Preise: K.Brettbauer II, Rieder-Mockstadt. A. Kimpel. 'Bingenheim; H. Wetzstein, Ridda.

Allerlei.

konnte. Der erlegte Gorilla erwieS sich bei nähe- rer 'Betrachtung alS außerordentlich groß und fett von dem Futter, daS er auf den Plantagen ge­stohlen hatte. Der Häuptling verfprach. ihn bald abholen zu laffen, er sollte in einem Ameisen­haufen vergraben werden, dessen Dewohner seine Präparierung zum Skelett vornehmen würden. Im Dorf erquickten sich alle an einem reichlichen Mahl. Aber alS der Gorilla herbeigebracht wurde, zeigte eS fich, daß die Träger ibn deS leichteren Transports wegen in zwei Teile gc- schnitten hatten. Trotzdem erhielt er in England einen guten Preis, da er ein wahres Pracht­exemplar war.

Zurück zur Großmutter?

Die Enthüllungen der neuen Pariser Herbst­mode deuten darauf hin, daß man fich von der Bermännlichung der Frauentracht endgültig zu ihrem Gegenteil Aurüdgetoanbt hat. Man bringt nun eine Verweiblichung, die auf eine der aus­gesprochensten "Betonungen deS Weiblich-Allzu- weiblichen zurückgeht. nämlich auf die Epoche der französischen Kaiserin Eugenie, auf die Zeit um 1860, in der die Hochblüte der Krinvline herrschte. Run w rd es freilich nicht ganz so schlimm wer­den wie damals, man verzichtet auf die allzu unzeitgemäßen Riefenreifröcke und begnügt sich mit einer Uebcrfülle von Drapierungen, Dolan iS, von Rüschen, Dändcrn usw. Aber immerhin ist jener Stil, den wir auf immer begraben glaubten, in das "Blickfeld des modernen Menschen gerückt, und da wird man sich daran erinnern müssen, was unsere Großmütter zu leiden hatten. Das anschaulichste Bild jener Mode hat uns eine Hofdame der Kaiserin Sugcnie, Mme. Carette, in ihren Erinnerungen hinterlassen, aus denen w.r das Folgende anführen.In der ersten Hälfte des Kaiserreichs war die Mode recht sonderbar. Unsere Eleganten von heute, die ihr schlankes Körperchen möglichst eng einwickeln, würden sich entsetzen, müßten sie in jener Stoff- mässe erscheinen, welche, von einem Stahlkäfig gehalten, einen Umfang erreichte, der es nahezu unmöglich machte, daß drei Damen gleichzeitig in einem kleinen Boudoir Platz nahmen. Das alles baute sich aus weise angeordneten Ero­beren von Fransen, Rüschen, Spitzen, Plissees auf und endete in einer langen Schleppe, die ein Bewegen in überfüllten Salons sehr schwierig machte. Es war damals viel schwerer als heute, reizend zu erscheinen, und wenn der Charme der Erscheinung nicht verschwinden sollte, so bedurfte e- in dem Gleiten des Ganges, in den Bewe­gungen, in einer gewissen Rachgiebigkeit der Skulle außer der Anmut, welche aus der Schön­heit der Formen hervorgeht. auch noch einer beständigen Beobachtung feiner selbst Man be­greift das. sieht man die Bilder jener Zeit, man kraucht nur einige Züge boshaft zu betonen und die Karikatur ist fertig. Gehen war nicht leicht, wobei man zugleich die Unmenge Stoff, die einen von allen Seiten umgab, fort­bewegen mußte, zumal die enge Taille, die in der Mitte dieser Masse faß, wie losgelöst vom übr gen Körber schien; sich setzen aber, ohne daß die S:ahireisen eine falsche Richtung be­kamen. war geradezu ein Kunststück In den Wagen zu steigen, ohne die leichten Tüll- und Sbihenstoffe zu zerdrücken, erforderte viel Zeit, sehr ruhige Pferde und einen übergeduldigen Mann. Re.sen. sich hinlegen, mit seinen Kindern sbielen. ja nur ihnen die Hand geben das toaten Probleme, zu deren Lösung große Zärt­lichkeit und viel guter Wille gehörten. Um diese Zeit verlor sich denn auch der Brauch, Da­men den Arm zu bieten, um sie zu begleiten."

Wirtschaft.

OerReichsbankstatusMitteSeptembef

Berlin. 17. Sept. (WTD ) Rach dem Aus­weis der Reichsbank vom 15. September hat fich in der zweiten Sebtemberwoche die gefamte Sa- pktalankage der Dank In Wechseln und Schecks. Lombard- und Effekten um 120,0 Mil­lionen auf 3153,8 Millionen Mark verrin­gert. Im einzelnen haben die Bestände an Han­delswechseln und Scheck- um 152,6 Millionen auf 2868.8 Millionen Mark abgenommen, die Lom­bardbestände um 12,3 Millionen auf 163.7 Mil­lionen auf 163.7 Millionen Mark und die De- stände an Reichsfchatzwechseln um 14,1 Millionen auf 18.2 Millionen Mark zugenommen.

An Reichsbanknoten und Renten- bankfcheinen zusammen sind 40,5 Millionen Mark in die Kaffen der Reichsbank zur^ckgeflof- fen, und zwar hat fich der Umlauf an ReichS- banknoten um 42,5 Millionen auf 4249.6 Mil­lionen Mark verringert, derjenige an Renten- bankfcheinen um 2.0 Millionen auf 412,4 Mil­lionen Mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbank- scheinen auf 15,2 Millionen Mark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 393,4 Millionen Mark eine Abnahme um 40,7 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckung-fähigen Devisen haben sich um 42,7 Millionen Mark auf 1728,2 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 1,6 Millionen auf 1372,1 Millionen Mark zugenommen und die Bestände an deckungS- fäßigen Devisen um 44,3 Millionen auf 356,2 Millionen Mark abgenommen.

e Deckung fr c r Roten durch Gold und deckungsfäßige Devisen beträgt 40,7 Prozent ge­gen 41,3 Prozent in der Borwoche.

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Verhütete Betriebsstillegung in der oberhesfischen Steinindustrie. Die noch vor einigen Tagen geplante und vom Hessischen Ministerium für Arbeit und Wirtschaft bereits genehmigte Stillegung deS großen Stein- bruchbetriebS der Mitteldeutschen Hartstein-Indu­strie bei Rieder-Ofleiden konnte verhütet werden, da dem Betrieb in den letzten Tagen auS dem Arbeitsbeschaffung-Programm der Reichsbahn Aufträge auf Steinlieferungen erteilt wurden. Der "Betrieb wird daher bis auf weitere- in der bisherigen Weise fortgefüßrt werden.

Reue Generalversammlung der Darmstädter Dolksbank. Der Borstand der Darmstädter Dolksbank beruft eine außer­ordentliche Generalversammlung der Genossen auf Freitag, 25. September, ein. Auf der Tagesord­nung stehen wieder die Anträge zur Beschluß» faffung über die Deckung deS Derlustes, die Sta­tutenänderung (Erhöhung des Geschäftsanteiles und der Haftsumme), Reusestsehung der Kredit- Höchstgrenze und AussichtsratSwahl. Inzwischen haben die Großgläubiger einen Ausschuß gebildet, der den Status noch einmal durchprüsen soll, da man zu der Auffassung kam, daß der Verlust ver­ringert werden kann, weil man bei der Ein­schätzung der Dubiosen zu pessimistisch vorgegan­gen ist.

'Insormationenüberd en Handels­verkehr mit Amerika. Der deutsche Gene­ralkonsul in Chikago Dr. H. F. Simon hält am Freitag, 2. Oktober, bei der Außenhandel-steile für das Rhein-Maingebiet in Frankfurt a. M. Sprechstunden über die wirtschaftlichen Verhält­nisse in seinem Amtsbezirk (Staaten Illinois, Iowa, Rebraska, Wisconsin, Minnesota, Rord- und Süd-Dakota) ab. Firmen, die an den Sprech­stunden teilnehmen wollen, mögen dies der Außen- handclsstelle in Frankfurt a. M., Börse, biS zum 26. September mitteilen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 17. Sept. (WTD) Ten­denz: schwach. Die heutige Effektenbörse eröffnete in schwacherHaltung. Vor allem verstimm­ten die andauernden Kursrückgänge an den Aus- lanbbörfen in den letzten Tagen und das stärkere Rachgeben deutscher Werte an diesen Plätzen. Hinzu kamen einige Verkäufe bzw. Realisationen des Publikums, denen sich auch die Spekulation mit kleinen Abgaben anschloß. Die Aufnahme­neigung für das herauskommende Material war demgegenüber außerordentlich gering. Die Aus­führungen Dr. Luthers über die Währungs­politik der Reichsbank blieben fo gut wie ohne Einfluß auf die Stimmung, ebenso der Medio- AuSweis der Reichsbank, der zwar eine leichte Verminderung der Rotendeckung aufweist, im übrigen aber keine wesentlichen Veränderungen brachte. Bei der Enge des Marktes genügten schon kleinste Derkaufsauf träge, um das Kurs­niveau herabzudrücken. Gegen die gestrige Abend- börfe ergaben sich recht markante Kurs­

rückgänge. Einen Spitzenverlust erlitten von Kaliwerken Salzdetfurth, die 8,5 v. & niedriger zur Rotiz kamen Slektrowerte lagen durchweg schwach, in erster Linie Licht A Kraft und 2bade, die 5 v. H. bzw. 5 Mark embüßten. Gesfürel verloren 3 v H. Siemens 3.5 v. H, AEG. und Schuckert bi- zu 2 v. H. IG -Farben eröffneten etwa 3 v. H.. Deutsche Linoleum 2.5 v. H^. Man­nesmann 2 v H. und ReichSbank 2,75 v 5\ nich­tiger. Zellftosf Waldhof. Zement Heidelberg, Schiffahrtsaktien und Bcmberg wurden biS zu 2 v. H. schwächer gehandelt. In Pfandbriefen kam ziemlich viel Material heraus, fo daß auch hier Die Kurse eine Abwärtsbewegung erfuhren. So­wohl Gold-, als auch LiquidationSpsandbriefe wurden b>S zu 1 v. H. niedriger gehandelt. ReichS- fchuldbuchforderungen flau und 3 v H. abge» schwächt. Deutsche und ausländische Renten bei nachgebenden Kursen fast gefchäft-ioS. TageSgeld mit 7 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Reuyork 4.86, Pari- 123.97, Madrid 53,90. Schwei., 24.89'Holland 12.04* Mailand 92,90.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Sept. (WTD.) DaS in der heu­tigen Morgenpresse verösfentlichte Währung-Pro­gramm Dr. Luther - hatte im Vormittag-Ver­kehr eine eher freundliche Stimmung au-geiöst. In der Tat wären diefe Ausführungen in nor­malen Zeiten ein große- Moment gewesen, heute wurden sie aber durch die sonstigen unsicheren Momente zurückgedrängt, so daß schon an der Vorbörse f ür Standardwerte 1 biS 2 Prozent nichtigere Kur-taxen zu hören waren und in der ersten offiziellen Rvnz Dttetngeli sogar Abschläge b i S zu 5 Prozent eintraten. Die herau-kommende Ware war nicht einmal so übermäßig groß, aber auch die Dörsenkreise reali­sierten eher, was sie von gestern übrig behal­ten hatten, so daß nur geringe Ausnahme­neigung bestand. In erster Linie verstimm­ten wohl die flauen AuSlandmeldungen und Mel­dungen über eine Dankkrife in Holland Auch der Reich-bankau-weis für die zweite Septem­berwoche zeigte schon einen Teil Der befürchteten Devifenabnahme (zirka 44 Millionen), obwohl er bereit- am Dien-tag abgefchlotten ist, fo daß die Auslandverkäufe von Anfang dieser Woche in ihm noch nicht berücksichtigt sein können. Die Ab­nahme deS Rotenumlaufe- um 40 Millionen und die Verringerung der gesamten Kapitalanlage um 126 Millionen wurde als normal angesehen. Die Rotendeckung liegt auch mit 40,7 Prozent immer noch über der 40-Grenze. "Besonder- schwach la­gen zu den ersten Kursen die Auslandwerte (Svenska minus 6 Mk. und Chade minus 5,5 Mk ), aber auch Rheinische Braunkohlen und die Kali- werte überfliegen die bereit- angegebene 5proz.» Grenze ein wenig. Ein ziemlich trübe- Bild bot auch heute der P f a n b b r 1 e f m a r 11, an dem beinahe alle- wieder angeboten war. Man glaubt daher auch für heute mit weiteren Abschwächungen von 1 bi- 2 Prozent rechnen zu müssen. Reichsschuldbuchforderungen wurden fo- gar 2 bis 3 Prozent unter gestern genannt. Der Geldmarkt ist heute kaum verändert, TageSgeld konnte man wieder mit zirka 9 biS 10 Prozent, MonatSgeld zirka 8 bis 10 Prozent, Warenwech­sel zirka 8,5 Prozent hören. Anleihen neigten eher weiter yur Schwäche. Auch im Verlaufe bröckelten die Kurse bei geringem Umsatz leicht ab, zumal noch die AuSlandmeldungen unter dem Eindruck der Vorgänge in England schwächer lau­teten und die Abschwächungen am Rentenmarkt verstärkten. Auch AuSlandrenten neigten über­wiegend zur Schwäche.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 17. Sept. Auftrieb: 66 Rin« der. 881 Kälber, 318 Schafe, 637 Schweine. Cs wur­den notiert: Kälber: beste Mast« und Saugkälber 50 bis 53 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 44 bis 49 Mark geringe Kälber 34 bis 43 Mark. Schafe: Mafttämmer und jüngere Maftbämmel (Weidemast) 40 bis 43 Mark, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 34 bis 39 Mark, fleischiges Schafoieh 28 bis 33 Mark. Schweine: oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 58 bis 60 Mark, von etwa 200 bis 240 Pfund 57 bis 60, von etwa 54 bis 58 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine mittelmäßig, ausverkauft.

Tchweinemarkt in Friedberg.

WSR. Friedberg, 16. Sept. Zum heutigen Iungtiermarkt waren 852 Ferkel aufgetrieben. Es wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 8 bis 12 Mk, für sechs bi- acht Wochen alte Tiere 12 bis 18 Mk., für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 18 bis 25 Mk. Der Handel war ziem­lich flott, doch verblieb geringer Ueberstand.

Kurszeiiel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschtostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 8 o.H., Lombardzinsfuß 10 0. H. (r = repartiert).

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41,5

71,65 11.75 36.25

18

49,25

142

HeNingsvr« . Gien. . . . «rag . . . vudaoetz . . Sofia . . . Holland . . C4U> ... . «openhage». <5tcdbolm . London. . , Buenos Lire« Neu»ort . . Brüllet. . . malten . . . Sarü . . . Schweiz . . Spanten . . Tanjtg. . . Japan . . . Stiv be Ian.. Siuojflatoie«. itflaton . .

10,592 59.18

12.47 73.43

169.88 112,51 112.54 112,63 20,459

1,118 4.209

58,53 22,03

16,50 c2,12 37,81 81,75 2,078 0,253 7,430

18,54

10.612 59.30

12.49

73.57

3,060

170,22

112,73

112,76

112.85

20,499

1,122 4,217

58.65 22.07

16,54 82,28

37,89 81,91

0,255 7,444

18.58

Banknoten

10,592

59.17

12.473

73,41

3,054

169,88

112,51

112,54

112,63

20.459

1,095

4.209

22.03

16.50

82.15

37.51

81.75

2,078

0.253

7,433

18,54

10,612 59.29

12.493

170.22 112,73 112,76 112.85 20,499

1.099 4.217 58.68 22.07

82.31 37,89 81,91 2,082 0,255

7,447 18,58

Serlio, 16 Zeptern der

Weib

Ärles

rfmertiantidte Roten.......

Belgische Noten.........

Tänriche Noten.........

Englilche Nctrn.........

ijtanjoffitfce Noten........

Hollondrjche Noten........

Italienische Noten........

4,20

58,42

112,30

20,405

169,51

22,06

4,22

58,66

112,74

20,485

170,19

22,14

Serie 1

<% beifll. Serie II.......

4% Vumän vereind.Renke 0.1903 *H%8hnniln.Detelnb.9lenteü.l91S !.^^"önische vereinh. Rente .

L Änatolict ......

1.65

11,75

4,75

13,13

1,75

1.65

12

4.75

13,1

14,75

20,25

120,5

39,25

32.75

34,75

11

35.75

20.25

121

39,25

33

10

33

20.25

115,5

37,6

Rabe...........

jranltußer fRaltfetuen . . . . 0

Ittaset..........0

imnttaftwerfe HLchg a.28.. . 6

sLSdeuÄcher fluäu , , , . 10

182

20

54^5

177

83

177,5

Norwegische Noten........

Terusch-Lefterreich, » 100 Schilling Kumdnildrt Noten........

Schwedische Noten........

Schweitzer Noten.........

Spanische Noten. ........ Ungarische Note» ........

112,28

59,03

2,48 112,38 81,92 37,27 72-65

112,72

59,27

2,50 112,82 82,24