Ausgabe 
17.9.1931
 
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Rüstungsfrage nachgiebiger werden werde.

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worden sei.

praktisch wertlos sei. Man erklärt erneut, daß die Hauptbedingung eines amerikanischen Entgegen­kommens in der Schuldenfrage die vollkom­mene Klärung der europäischen Lage

gen die Verlängerung des Moratoriums als Trumpfkorte ausspielen werde, um insbesondere Pariser Zugeständnisse zu erhalten. Die

Der Schul streik der deutschen Kin­der in Dir sch au ist beendet. Die deutschen Kinder nehmen wieder am deutschen Unterricht teil. Der Ausgang des Schulstreiks ist ein Er­folg der einmütigen Haltung der deutschen Eltern, deren Druck die polnischen Behörden schließlich nachgeben muhten.

Die Gewerkschaften aller Richtungen wer­den bei der Reichsregierung auf die katastrophale Lage der rheinisch-westfälischen Eisen­industrie Hinweisen. Seit Sunt 1929 bis 1. August 1931 ist die Belegschaft im Bereich der nordwestlichen Gruppe der Eisen- und Stahl­industrie von 220 000 auf 1 33 000 ju* rückgegangen. Hinzu kommen noch die in der letzten Zeit angekündigten Entlassungen und Betriebsstillegungen, durch die weitere 8000 Ar­beiter brotlos werden.

Lvening Post" ist der Ansicht, dah Frankreich bei fortschreitender Krisis sicherlich in der Tribut- und

Der vor wenigen Tagen in der E h r e n a i k a in italienische Hände gefallene Führer der auf­ständischen Senussen, Omar el Muctar, ist zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Omar el Muctar hat das gegen ihn vorliegende Anklagematerial über Verrat und bewaffnete Auf- lehrmng bestätigt.

Washington, 16. Sept. (WTB.) Gegenüber täglichen Pressemeldungen über die Absichten der amerikanischen Regierung zur Reparationsfrage darf aus erster Quelle erneut feftgeftellt werden, dah weder ein positiver Schritt noch eine offizielle Aeuhe- rung hierüber vor Beginn des Kongresses im Dezember zu erwarten ist. Bekannt ist und nicht dementiert wird die Tatsache, dah von Reu- yorker Bankiers ein starker Druck auf das weihe Haus ausgeübt wird, baldigst die Ver­längerung des Hoover - Moratoriums anzukündigen. Feftfteht, dah die Regierung es a b - lehnt, diese Vorschläge und Anregungen zu dis­kutieren, bevor der Hoover-Plan vom Kongreh rati-

Curtius über das

Minderheiienschuhverfahren

Ein erster Gchriti zur Ver- waliungsreform in Hessen.

Wird das hessische Wirtschastsministcrinm aufgelöst'?

D a r m st a d l. 16. Sepl. sw HP.) 3n der gestrigen Versammlung der akademischen Land­wirte hat es Aeberraschung ausgelöst, als der Minister für öffentliche Arbeit und Wirtschaft, K 0 - teil erklärte, dah er der Umstellung der Landwirt­schaft im hohen Vogelsberg seine besondere Fürsorge angedeihen lassen wolle, auchwennerlneini-

fiziert und seine Wirkung auf Deutschlands Finanz- läge hinreichend erprobt ist. Präsident Hoover neige der Ansicht zu, dah angesichts des politi­schen Durcheinanders in Europa insbe­sondere im Hinblick auf die deutsch - franzö­sischen Meinungsverschiedenheiten eine weitere Verlängerung des Zahlungsaufschubs

Keine Initiative Hoovers vor der Dezembertagung des Kongresses

Oie Klärung der politischen Lage Europas Voraussetzung für ein neues Schuldenmoratorium.

Genf, 16.Sept. (WTB.) Sm 6. (Politischen) Ausschuß der Völkerbundsversammlung wurde die von deutscher Seite beantragte Aussprache über die Minderheitenfrage eröffnet. Reichsauhen- Minister Dr. C u r t i u s erklärte als erster Red­ner: Sm abgelaufenen Sahre hätten die Peti­tionen sich von 57 auf 204 erhöht. Dr. Curtius erkannte an, daß die Völkerbundsorgane sich ihrer Aufgabe hingebend und erfolgreich angenommen hätten. Dagegen sei von den in den Madrider Be­schlüssen vorgesehenen besonderen Mög­lichkeiten nur in beschränktem Maße Gebrauch gemacht worden. Die Petenten erhielten keine Kenntnis von den Aeuherungen ihrer Regie­rung und hätten keine Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Dr. Curtius regte auch an, dah die Dreier-Komitees ausgiebigeren Gebrauch von dem Rückfragerecht machen sollten, um das Ver­trauen der Minderheiten zur Tätigkeit der Ko­mitees zu erhalten. Auch sei eine größere Publizität besonders dann erwünscht, wenn ein Verfahren durch Zusagen der Regierung oder durch deren Mitteilung, dah sie mit der Minder­heit in Verhandlungen stehe, erledigt werde. Auch auf diesem Gebiet sei allerdings eine Besserung zu verzeichnen. Dr. Curtius appellierte zum Schluß an den Völkerbund und seine Organe, von diesen Anregungen einen liberalen Gebrauch zu machen. Sn der Folge werde noch vieles zu geschehen haben, um eine reibungslose Durchführung des Minderheitenschutzes zu sichern.

Das spanische Parlament hat nach einer Rede des Sozialisten Araquistain mit 170 gegen 152 Stimmen beschlossen, Spanien zu einerArbei­terrepublik" zu erklären.

Die Aussprache.

Der Vertreter Ungarns, Graf Apponhi, sprach der deutschen Delegation seinen Dank dafür aus, dah sie durch ihre erneute Snitiative eine Kontinuität geschaffen habe, die den Zweck habe, das Snteresse für das Schicksal der Min­derheiten wachzuhalten, und schloß mit einem warmen Dank an den deutschen Außenminister. Als Vertreter Spaniens sprach sich der in Katalonien gewählte Abgeordnete Miro grund­sätzlich im Sinne der deutschen Anregungen aus. Cs müsse vermieden werden, dah die mit Minder­heitenverpflichtungen belasteten Staaten ihre Sou­veränität ständig kontrolliert fühlten, und die gewünschte Publizität der Entscheidungen dürfe nur im Einvernehmen m i t den be­teiligten Staaten erfolgen. Die neue spa­nische Verfassung und das Statut für die Auto­nomie Kataloniens enthalte alle Grundsätze, die der Völkerbund für die Minderheiten aufgestellt habe. Der Erfolg dieser Regelung sei gewesen, dah die Minderheiten Spaniens in diesem Sahre darauf verzichtet hätten, an die Tür des Völker- bundes zu klopfen.

Enttäuschung bei den Minderheiten.

Die minderheitenfeindliche Einstellung des Bölkerbundssetretariats.

Genf, 16. Sept. (TU.) Zu der Minderheiten­rede Curtius wird von amtlicher Stelle erklärt, dah es hierbei vom deutschen Standpunkt wesent­lich darauf angekommen sei, die Minderheiten­frage von neuem in grundsätzlicher Form im Rahmen der Völkerbundsverhandlungen auf­zurollen und auf. die Rotwendigkeit einer entschei­denden Verbesserung des Beschwerde- Verfahrens vor dem Völkerbund hin-

Kleine politische Nachrichten.

Die Regierung von Mecklenburg-Schwerin hat auf Grund der Rotverordnung des Reichspräsi­denten verfügt, dah die bisherigen Dür- germeister vonBoizenburg undWtt- tenburg zunächst bis zum 1. April 1932 wei­ter im Amt bleiben. Dadurch wird die Wahl des Kommunisten Dr. Alexander zum Bürgermeister von Boizenburg (vgl. unsere gest­rige Randnote) und die Wahl des Rational­sozialisten Peymann zum Bürgermeister von Wittenburg vorläufigillusorisch gemacht.

zuweisen. Besonderer Wert sei auf die Ver­öffentlichung der Entscheidungen der Min- derheiten-Ausschüsse des Völkerbundsrates zu le­gen, da die bisherige völlige Geheimhaltung des gesamten Verfahrens und der Entscheidungen zu unhaltbaren Zuständen für die Minderheiten ge­führt habe.

SnKreisenderMinderheiten-Der- t r e t e r hat die Rede des deutschen Auhenmini- sters enttäuscht. Es wurde erwartet, dah Curtius in weit stärkerem Mähe als es geschehen ist, die tatsächlichen Leiden der Min­derheiten und das völlige Fehlen des Völkerbundsschutzes für die Min­derheiten feststellen werde. Man vermißte einen Hinweis aus die erschütternde Lage der Millio­nen von Minderheiten, ihre seelische und mate­rielle Rotlage, sowie ihre Rechtlosigkeit. Wenig verständlich erschien ferner das den die Minder­heitenfragen bearbeitenden Stellen des Völker­bundssekretariats erteilte Lob, da in weitesten Minderheitenkreisen gerade die Leitung der Min- derheiten-Abteilung in letzter Zeit Gegenstand scharfer Kritik gewesen ist. Es ist in letzter Zeit wiederholt festgestellt worden, dah bei der Behandlung der Minderheitenfrage die Leitung dieser Abteilung sich ausschließlich von den Wünschen der Regierungen be­einflussen ließ, ohne daß den Minderheiten auch nur die Gelegenheit gegeben wurde, zu den laufenden Beschwerden Stel­lung zu nehmen. Auch wurde in der Rede des Ministers ein Hinweis auf die fortgesetzte DerletzungderMinderheiten-Schutz- verträge in zahlreichen Ländern vermißt.

Aus aller Welt.

Keine Nachricht von Dr. Krüger.

In Kopenhagen ist das mit großer Spannung erwartete Expeditionsschiff von Dr. Knud Ras­mussenSökongen" aus Thule eingetroffen. Die Annahme, daß man Kunde von Dem Darmstädter Geo­logen Dr. Krüger und seinem dänischen Begleiter Agge Bjare bekommen wird, bzw. dah sich die beiden Forscher an Bord befänden, traf nicht zu. Der Kapi­tän derSökongen" berichtet, dah beide Forscher im Sommer 1929 nach Grönland gekommen seien und von Kap York aus ihre Expeditionen nach dem Ellesmer-Land in dem arktischen Kanada antraten. Nachdem sie den ersten Winter wieder in Thule verbrachten, brachen sie im Februar 1930 erneut auf. Trotz der Verabredung, im August wieder nachKap York kommen zu wollen, um von dort an Bord derSökongen" nach Europa zurückzu- kehren, trafen s i e nicht ein und seit dem Ab­marsch von Thule hat man nichts mehr von den beiden Forschern gehört. Auf 23er- anlassung der Leitung der Kap York-Station wurde dann im Frühjahr 1931 eine Expedition ausgerüstet, die systematisch das von den bei­den Forschern bereiste Gebiet absuchte. Die Expedi­tion fand aber keine Spur von den beiden, so daß man damit rechnen müsse, daß sowohl Krüger wie auch Bjare umgekommen seien. Im übri­gen berichtet der Kapitän, dah dieser Sommer in Nordgrönland unerhört warm gewesen sei. Man habe viele Tage mit über 22 Grad Celsius im» Schatten gehabt. Weite Gebiete, die sonst unter Schnee begraben lagen, seien diesmal ohne Schnee gewesen, so dah ein Befahren mit Schlitten völlig unmöglich gewesen sei. c>

Gasexplosion in Köln.

Sn einem Haufe in Köln-Lindenthal explo­dierte nachts ein Gasofen. Eine Frau erlitt so schwere Vergiftungen, daß sie auf Dem Wege

Idier Gregor Strasser und der Chef des Sta- j bes, Röhrn, leiteten die Besprechungen. Auf der gemeinsamen Tagung zeichnete Adolf Hitler in mehrstündigem Vortrag ein Bild der innen- und außenpolitischen Lage und bestimmte die Grundsätze, die für den politischen Kamps der RSDAP. in den nächsten Monaten maßgebend sein sollen. Hitler erklärte dann, dah die Be­wegung sich überall in unaufhaltsam steigender Welle befinde, und daß die Autorität die innere Partekdisziplin und das Vertrauen zur Füh­rung fester denn je seien.

Amerika für eine fünfjährige Rüstungspaufe. Reuhork, 16. Sept. (WTB.) Das Staats­departement erklärte seine volle prinzi­pielle Zustimmung zu einer von Senator B 0 rah vorgeschlagenen fünfjährigen Rü­st ungspause. Eine solche würde, sofern sie allgemein erfolge, zum mindesten in dreifacher Hinsicht segensreich wirken. Erstens würde die Genfer Abrüstungskonferenz in einer viel freundlicheren Atmosphäre stattfinden. Denn die Ohren der Delegierten würden nicht durch das Hämmern in den Munitionsfabriken und Werften irritiert werden". Sodann gebe eine solche Pause bessere psychologische Vorbedingun­gen für die Besprechung der verschiedenen po­litischen Probleme. Die amerikanische Re­gierung erwarte von der Abrüstungskonferenz kein plötzliches Auf hören aller Rüstungen, son­dern lediglich einen ersten großen Schritt zur Beseitigung des Wettrüstens der Landheere und zur Beschränkung sämtlicher Rü­stungen. Drittens würde eine Rüstungspause an­gesichts der Weltwirtschaftslage ganz zweifellos durch die Einsparungen biri den Wehretats von großem Ruhen sein. Man habe zwar weder von Grandi noch von Dorah bisher Einzelheiten über ihre Vorschläge er­fahren, aber man werde gern für eine Rüstungs­pause eintreten, sobald die anderen Mächte mit­machten.

Sronfrcid? argwöhnt eine neue Lteberraschung.

Paris, 16. Sept. (TU.) Die letzten Nachrichten aus Washington, daß auf den amerikanischen Präsi­denten ein Druck dahin ausgeübt werde, das Hoo» verjähr auf 5 Jahre auszudehnen, werden von den Pariser Blättern allgemein als beunruhigend bezeichnet. DasJournal" schreibt, daß ein der­artiger Vorschlag die aufmerksamen Beobachter der Pariser und Londoner Konferenzen und des Ber­liner Besuchs Stimsons kaum überraschen werde. Amerika habe sich absichtlich jede Hand­lungsfreiheit gewahrt. Niemand könne es daran hindern, eine neue Initiative zu er­greifen. Die erste amerikanische Initiative habe Frankreich Sorgen genug bereitet, so i daß es eine zweite Ueberraschung 0 er - I hindern werde.

gen Wochen nicht mehr im Amte sei. Diese Bemerkung hat zu mancherlei Kombinationen verführt. Rach unserer Kenntnis der Sachlage schwe­ben schon seit einigen Wochen im Zusammen­hang mit den notwendigen Sparmaß­nahmen Erwägungen darüber, das Ministerium für Arbeit und wirtschaft demnächst a u f; u l ö s e n. Beschlüsse sind zwar noch nicht gefaßt, doch darf man die Worte des Ministers als Bestätigung dafür an-

Ä. L'L' -betten i°d°ch die ,leibe-

«nanimkiHfetlum «geteilt und die Landwirt,chnsts- wntzt auf eine Aloratdr.nnwuertangernng hin worin FS"" »ä: -«

Ung erhalten bleiben w . ber Ratifizierung des einjährigen Moratoriums

durch den Kongreß eine weitere zweijährige ver- Oas Mißlingen längerung des Zahlungsaufschubs möglich sei. Die

Ts, , P y - ^Rew gort Times" tritt für einen weiteren Zahlungs-

des Pfnemer-Putsches. aufschub mit den vielsagenden Worten ein, daß , - -. . späte Zahlungen immerhin besser seien als

Etne Unterredung mit dem gefluchteten gar keine.Sun" meint, daß Hoover insgeheim HelMwenrfUyrcr. oon Notwendigkeit überzeugt sei, das Feierjahr

Belgrad, 16. Sept. (TU.) DiePrawda" per» noch vor seinem Ablauf zu verlängern. Gewisse An- öffsntlicht eine Unterredung ihres Sonderbericht- ^jchen deuteten daraufhin, daß Hoover bei den erstatters mit dem Führer des mißglückten Heim- kommenden Abrüsiungsverhandlun- wehrputsches Dr. Pfriemer. Die Unterredung fand in der südslawischen Grenzstadt M a r b u r g an der > Drau statt. Dr. Pfriemer zeigte sich über die jüngsten Ereignisse sehr niedergeschlagen und er­bittert. Auf die Frage des Berichterstatters, warum der Putsch mißlungen sei, habe Pfriemer erklärt, daß die Dinge in Oesterreich heute ganz anders stehen würden, wenn nicht Verrat geübt worden wäre. Die häßlichste Rolle habe Baron Frank gespielt, der einerseits in alle Pläne der Heimwehren e i n g e w e i h t gewesen sei, anderseits aber mit der Regierung in Ver­bindung gestanden habe. Die Hauptursache des Mißerfolges sei sein Verrat gewesen. Wir ver­fügen in Steiermark, so fuhr Pfriemer fort, über IC 000 zu allem entschlossene Männer, und unsere erste Absicht war, die Durchführung eines konzentrischen Angriffes auf Graz, weshalb wir Obersteiermark bis zum Semmering besetzten. In Graz hatten wirDerbindungmit militärischen Kreisen, die ins Vertrauen gezogen waren. Im Falle eines Anfangserfolges sollten diese Militärs unsere Aktion unterstützen. Der 'weitere Plan sah im Verein mit der niederoster- ? reichischen Heimwehr den Marschaus Wien vor. Starhemberg in Oberösterreich hatte nur die 7 Rückendeckung zu bilden für den Fall, daß die

Regierung im Salzburggebiet Mobilmachung ange- ordnet hätte. MitTir 0 l bestand infolge der großen Entfernung keineVerbindung. Nach der Ein­nahme von Graz sollte die Blockierung oon Wien erfolgen. Wir waren dort auf Hindernisse gefaßt und wären im Falle von Schwierigkeiten auch einem Kampf großen Stiles nicht ausgewichen. Aber die Aktion mißlang, weil die Militärkreise nicht genügend von der Notwendigkeit des Putsches über­zeugt waren. Dr. Pfriemer schloß mit der Festste!« hing daß die Heimwehr vielleicht verfrüht los- geschlagen habe, daß sie aber dazu durch die Ent­wicklung der außenpolitischen Verhältnisse gezungen

_ÖL September -#3/ Uhr

zum Krankenhaus starb. Passanten, die an dem Hause vorbeikamen, horten einen furcht­baren Knall. Kurz darauf wurde auf dem zweiten Stockwerk ein Fenster geöffnet und den Passanten ein Hausschlüssel heruntergeworfen mit der Bitte um Hilfe, da die Bewohner des Hauses inihrerWohnungeingeschlossen seien. Die Türen waren verrammelt, so dah sie mit Gewalt eingedrückt werden mußten. Sn der Küche hatte die Explosion so gewütet, dah die Wände eingedrückt wurden.

Die Tragödie einer Familie.

Zu der Rachricht über die Auffindung der Lei­chen der Ehesrau Behling und ihrer beiden Söhne in Brünen bei Wesel teilt das Polizei­präsidium Essen mit: Die Feststellungen der Mordkommission ergaben einwandfrei, dah Mut­ter und Kinder im gegenseitigen Ein­verständnis gemeinschaftlich aus dem Leben geschieden sind. Vor Aus­führung der Tat hat Frau Behling noch einen längeren Brief für ihre Angehörigen geschrieben, in dem es u. a. ^um Schluß heißt:Wir haben beschlossen, gemeinsam zu sterben." Dazu wird bemerkt, dah der Schmiedemeister und Landwirt Hch. Behling sich seit einiger Zeit in schlech­ten finanziellen Verhält-« üll en be­fand und seinen geldlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Sn letzter Zeit sind häufiger Pfändungen erfolgt. Die Ehefrau ist erst am Abend vor ihrem Tode durch Ver­wandte über ihre wirkliche wirtschaft­liche Lage aufgeklärt worden. Sn Ver­zweiflung hierüber wird sie zu der unseligen Tat geschritten sein. Behling selbst ist gegen 8 Uhr abends zuletzt gesehen worden, als er sein Haus mit einem Fahrrade verlieh. Das Rad ist im freien Walde in der Nähe des Krieger­ehrenmals gefunden worden. Von Behling selbst fehlt bis jetzt jede Spur: es wird an­genommen, dah er sich ebenfalls ein Leid an­getan hat.

Sechs Todesopfer eines Flugzeugunglücks in Rumänien.

Zwischen Orsova und Turnseverin ist ein drei­motoriges Flugzeug der Cidana (Compagnie Inter­nationale de Navigation Adrienne) in einem hef­tigen Sturm abgestürzt. Während des Stur­zes fing der Aeroplan Feuer, und die sechs Snsassen verbrannten. Unter den Fahrgästen befand sich em Berliner Rechts­anwalt namens Brunner. Außerdem waren ein Wiener Passagier und zwei Belgrader als Fahrgäste im Flugzeug. Das Unglück ereignete sich eine Stunde nach dem Start von Belgrad.

verband der weiblichen Handels- und Vureau- angeffeliten.

Der Verband der weiblichen Handels- und Bureauangestellten hielt seine Hauptversammlung in Eisenach ab. Rach dem Tätigkeitsbericht be­trug die Mitgliederzahl im Suni 1931 über 94 000. Es konnten im letzten Berichtsjahre 13 325 Stellen vermittelt werden. Für geregelte Stellen* losen-Unterstützung wurden nahezu 300 000 Mk.» für Rotunterstützung 51 000 Mk. ausgegeben. Sn Entschließungen wurde Stellung genommen gegen den Abbau der Berufsschulen und der Unter­richtszeit in den Berufsschulen, gegen die Ver­suche, das Vermögen der Angestelltenversicherung zugunsten anderer Versicherungseinrichtungen zu kürzen, gegen das Bestreben, das Tarifwesen zu verschlechtern, zumal es elastisch genug fei, um sich den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Schneller als erwartet, ist der bereits gestern angesagte Witterungsumschlag eingetreten. Der durch die Warmluft verursachte Luftdruckfall hat den hohen Druck zum Abbau gebracht und über Mittel- und Südoeutschland eine flache Störung entstehen lassen. Dabei setzte in unserem Gebiet bereits in der letzten Rächt anhaltender Regen ein. Dom Ozean her rücken infolge des Tief­druckgebietes über Ssland weitere Staffeln feucht- warmer Luft heran, wodurch die Störungstätig­keit über dem Festlande gefördert wird. Wir haben also auch in unserem Bezirk noch mit Rie­derschlägen zu rechnen, die wohl später ihren zu­sammenhängenden Charakter ablegen und mehr in Schauer übergehen.

Aussichten für Freitag: Wolkiges und mildes Wetter, zeitweise noch Riederschlag.

Aussichten für Samstag: Weiterhin bewölkt, aber auch vorübergehend aufheitemd, Temperaturen wenig verändert, vereinzelte Re­genschauer.

Lufttemperaturen am 16. September: mittags 17,8 Grad Celsius abends 14,8 Grad: am 17. September: morgens 12,6 Grad. Maximum 18 Grad, Minimum 11,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. September: abends 15,8 Grad; am 17. Septem­ber: morgens 13,8 Grad Celsius. NiederschlägL 9,4 mm. Sonnenscheindauer 3% Stunden.

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