Mtag, 17. Juli 1951
181. Jahrgang
Ur. 165 Erster Matt
GietzenerAMger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Krantfutt am Main 11686
Große Ministerkonferenz in London.
Macdonalds Besuch in Berlin verschoben. - Reichskanzler und Außenminister fahren heute abend zu Vorbesprechungen nach Paris. - Am Montag Zusammenkunft der Minister in London. - Auch Amerika und Italien werden vertreten sein.
Die Einladung.
Macdonald wird auf der Konferenz den Vorsitz führen.
London, 16. Juli. (ZU.) fturi noch Mitternacht gab bas Auhcnarnt folgende Erklärung heraus: „Vie englische Regierung ist der Ansicht, daß es fehl notwendig ist, die TNinisterkonserenz unmittelbar elnzuberusen, die vorgesehen war, als die Einladungen zur Tagung des Sachoerständigenausschusses ergingen. Es ist wünschenswert, dah die Ministerkonferenz sich a m 2U o n l a g , den 20. Juli um 18 Uhr, in London versammelt. Der Besuch des Ministerpräsidenten Macdonald und des Außenministers Henderson in Berlin, der für Freitag vorgesehen war, ist mit Rücksicht auf die Ministerkonferenz bis auf weiteres oct- schoben worden.
Die Vorbereitungen für die Konferenz sind schon zietnlich west fortgeschritten. An der Konseren; nehmen teil die Vertreter Deutschlands, Groh- britanniens, Frankreichs, Jtaliens, Belgiens, Japans und der vereinigten Staaten. Vie britische Delegation wird aus dem Premierminister TNacdonald, dem Schohkanzler Snowden und Auhcnminister Henderson bestehen. Ulan erwartet, daß Rlacdonald auf der Konferenz den Vorsitz führen wird. Der Charakter der Konferenz wird als wirtschaftlich und finanziell bezeichnet. Der Zweck ist, der deutschen Krise zu begegnen und ihre Ausbreitung auf andere Länder zu verhindern. Die internationale Sachverständigenkonferenz tritt, wie vorgesehen, Freitag um 11 Uhr in whitehall zusammen. Sie Ist jedoch naturgemäß durch die so kur; daraus folgende Rlinisierkonseren; ihrer Bedeutung beraubt worden. Rian erwartet daher, datz die Sachverständigen ihre Arbeit beginnen und sich bann ; u r verfüg u n g der Minister ihrer Länder halten werden. Die volle Delegiertenliste liegt noch nicht vor. Ls verlautet jedoch, dah Grand! der Hauptvertreter Jtaliens auf der TNinisterkonserenz fein wird. Die erste Annahme der Einladungen zur TNinisterkonserenz ist heute noch mittags eingegangen. Sie kam von Japan. Die Einladung ist weiter schon von Belgien, Jtalien und den Bereinigten Staaten angenommen worden.
Wie die Londoner Konferenz zustande kam.
Laval forderte Vorbesprechungen mit Deutschland in Paris.
London. 17. Juli. (WTB. Funkspruch.) Lieber die Vorgeschichte der Ginberufung einer Ministerkonferenz nach London weih ein französischer Korrespondent deS „Daily Telegraph" au# Paris sorgende Einzelheiten zu berichten: Ministerpräsident Laval hatte sich dem britischen Vorschlag, am Montag eine internationale Konserenz in London abzuhalten, widersetzt. Während der Nacht zum Donnerstag aber erhielt Henderson aus London beunruhigende Meldungen über die Folgen, die eine Verschlimmerung der deutschen Krisi« aus di« ausländischen Märkte haben könnte, ilm Mitternacht teilte Henderson dem Ministerpräsidenten Laval telephonisch mit, dah Macdo - nald sich auherstande gesehen habe, die Einladung zur Londoner Ministerkonferenz auszuschieben. und auf eigene Derantwor- lung gehandelt habe. Gestern vormittag folgte dann eine zweistündige Konferenz im Arbeitszimmer Lavals im Innenministerium. Der Ministerpräsident erklärte sich grundsätzlich m i t einer internationalen Konferenz einverstanden, aber nur unter der Bedingung. dah die deutschen Minister erst nach Paris kämen und dah mit ihnen eine grundsätzliche Vereinbarung über den Plan finanziellen Beistandes, den die französische Negierung entworfen habe, erreicht werde. Infolgedessen wird zunächst eine Vorkonferenz zwischen den französischen und den deutschen Ministern in Paris abgehalten werden.
Die Franzosen sind gerüstet.
Finanzielle (Garantien und Maßnahmen für eine politische vcruhigung.
Paris. 16. Juli. (WTB.) Lieber den Ministerrat. der heute nachmittag unter Vorsitz des Präsidenten der Republik im Glysee stattfand. wird folgendes Kommunique abgegeben:
Der Ministerrat hat die durch die deutsche Währungskrise in Guropa geschaffene Lage geprüft. Ministerpräsident Laval erstattete Bericht über die Llnterredungen, di« zwischen der französischen Regierung und den Staatssekretären Stimson und Henderson stattgefunden haben. Ruhenminister B r i a n d gab Kenntnis von der bevorstehenden Reise des Reichskanzlers Dr. Brüning und des
Reichsauhenministers Dr. Gurtius nach Paris. Rach der Llnterredung, die die Vertreter der deutschen Regierung und die der französischen Regierung haben werden, werden bereits am Samstag in Paris Besprechungen zwischen sämtlichen anwesenden Re- gierungsvertretern beginnen. Der Ministerrat hat die Aktionsmittel geprüft, für die Frankreich die Initiative ergreifen würde und die geeignet wären, in Guropa den Kredit und das Vertrauen wiederherzuste.len. Der Ministerrat bat bi« finanziellen Garanti enund d i e Mahnahmen für eine politische Beruhigung untersucht, die diese Aktionsmittel werden begleiten müssen.
Stimson vertritt Amerika.
Vermittler zwischen Berlin und Paris.
Washington, 16. Juli. (WTB.) Staatssekretär Stimson hatte heute eine telephonische Llnterredung mit Präsident Hoover, in deren Verlauf er angewiesen wurde, der am Montag in London beginnenden internationalen Konferenz als offizieller Vertreter der Regierung der Vereinigten Staaten beizuwohnen. Präsident Hoover soll
Berlin, 16. Juli. (OB.) wie wir erfahren, sieht fest, bah Reichskanzler Dr. Brüning und ReichLauhenrninisler Dr. Gurtius am Frei- tagabenb noch Paris fahren werden. Sie werben begleitet fein von dem Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Dr. Schäffer, dem Staatssekretär im Auswärtigen Amt Dr. von B ü - low, dem Vortragenden Legationsrot Dr. Reine- beck und den Legationsräten Graf Sorma und Baron von plefsen, die im Auswärtigen Amt als Referenten für Frankreich und England tätig find. Außerdem wird der TUinifterialbircftor Graf Schwerin van Krosigk vom Reichsfinanzministerium, der bekanntlich zu der Sochoer- ständigenkonferenz über die Durchführung des hoover-planes nach London gereift ist, von dort nach Paris herüberkommen. Die Herren werben am Samstagnachmittag in Paris eintreffen, und die Besprechungen dürften sich über den ganzen Sonntag erstrecken.
Am IHonlagoormittag erfolgt bann die Reife nach Landon, fo dah die deutschen Staatsmänner in der englischen Hauptstadt rechtzeitig zu der grohen Begierungsfonferen; eintreffen. Die Vorau ssehung für diese Konferenz ist natürlich, dah in Paris bereits eine grunb-
London, 17. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der französische Vorschlag finanziellen Beiftanbes für Deutschland, den der französische Ministerpräsident Laval heute zu veröffentlichen gedenkt, soll — wie ein französischer Korrespondent des „Daily Telegraph" aus Paris meldet — darauf hinausloufen, dah die Bank von Frankreich, die Bonk von England und die Bundesrefervebonk Deutschland einen kurzfristigen Kredit von 2 Milliarden gewähren würde, der allmählich durch eine Anleihe in gleicher höhe erseht werden solle, die Amerika, Frankreich, England, Jtalien und Belgien garantieren würden. Diese An- leihe soll in 1 0 Jahren zurückgezahlt wer- den. Als Gegenleistung für diesen Beistand würden von Deutschland weitgeh ende finanzielle Garantien verlangt werden.
Die Anregung einer Anleihe von 2 Milliarden Mark soll von Finanzminister F l a n d i n stammen. Line solche Anleihe würbe natürlich einige Rückwirkung auf bic geplante öfterrei- chifch-deutfchc Zollunion haben. Die Franzosen fasten zwei Möglichkeiten ins Auge: Entweder würde die Anleihe an Deutschland direkt gewährt werden, oder durch Vermittlung einer Zentralbank wie ;. B. der Bank von England erfolgen. Jm letzten Falle wurde die Jlotroen- bigfeit einer Einberufung des französischen Parlaments umgangen werden. was die Frage der Garantien betrifft, fo wird etwas undeutlich von einem „politischen Moratorium" gesprochen, bas Deutschland ohne Verletzung seiner würde unterschreiben könnte. Ferner sogt der Korrespondent, die Schritte der deutschen Regierung und der Reichsbank hätten in Paris
auch den Schatzarnissekrelär Mellon, der gegenwärtig in Gap Ferrot weilt, beauftragt haben, an der Konferenz in London t e i lzu ne h men.
Als Zweck der Konferenz wurde dem Vertreter deS WTB. von hoher Regierungsseite in Washington bezeichnet: Fonmllierung eines sorgfältig überlegten, auf lange Sicht berechneten Planes zur Llnterstützung Deutschlands auf breitmöglich st er Grundlage sowie Beilegung der Differenzen zwischen Berlin und Paris, welche die tatkräftige internationale Zusammenarbeit bisher erschwerten. Gs handele sich um eine Rotkonferenz zur Bekämpfung eines RotzustandeS und Stimson werde sich an der Diskussion ebenso beteiligen wie die Mitglieder des Dölkerbundsrates bei ihren regelmäßigen Genfer Sitzungen. Ratürlich werde er jedoch keinerlei politische Bindungen eingeben; er werde vielmehr in freundschaftlichem Geiste zwischen Deutschland und Frankreich zu vermitteln suchen, denn beste "Drehungen zwischen Berlin und Paris seien Vorbedingung füf eine Rothilfe, die die deutschen Finanzen auf eine wirklich lebensfähige Basis stelle. Amerika erhoffe von der Londoner Konferenz eine wesentliche und erkennbare Besserung der politischen sowohl wie der wirtschaftlichen Lage.
fähliche be u t s ch - s r a n z ö s i s che Annähe- rung und Verständigung erfolgt. Sie gilt aber als wahrscheinlich, weil kaum anzunehmen ist, dah der Kanzler und der Reichsauhenminisler die pariser Reise antreten würden, wenn nicht Grund zu der Annahme vorläge, dah die Franzosen zum Entgegenkommen bereit sind. Jn der Tat werden in Berliner Kreisen die Aussichten dieser Besprechungen recht zuversichtlich beurteilt Jn Poris hat man nach den-gestrigen Vorgängen an der dortigen Börse wohl cingesehen, dah auch Frankreich auf die Dauer von den Schwierigkeiten, unter denen Deutschland leidet, nicht unberührt bleiben kann.
wie lange die Londoner Konferenz dauert, läht sich nicht sagen. Schon aus dem grohen Fragenkomplex, der dabei behandelt werden soll, läht sich schließen, dah die Konferenz eine ganze Reihe von Tagen in Anspruch nehmen wird. Ls ist fraglich, ob d e r K a n ; I e r s e l b st bis zum Schluh drüben bleiben wird. Jn unterrichteten Kreisen hält man es für durchaus möglich, dah et angesichts der ganzen Lage nach einigen Tagen wieder nach Berlin zurückkehrt und die Leitung der weiteren Verhandlungen dem Auhenminister überläht.
einen ausgejei ch n eten Eindruck gemacht und würden als Merkmal einer veränderten Haltung und als Beweis der Aufrichtigkeit betrachtet.
Die politischen Bedingungen.
Gegenseitige Zusicherung des Status quo?
Paris, 17. Juli. (WTB. Funkspruch.) „Pettt Parifien" will berichten können, dah der französische Finanzplan nach Genehmigung durch den Ministerrat und nach vorheriger Vereinbarung mit den britischen und amerikanischen Linierhändlern bereits Berlin mit geteilt worden sei. Der Plan sehe eine finanzielle Hilfeleistung für Deutschland in Form von weitgehenden Krediten der Zentralbanken und einer großen internationalen Anleihe vor. Hiermit käme auch eine finanzielle Kontrolle in Frage. Als Gegenleistung sei eine Art politischen W a f f e n st i 11 st a n d e.s in Aussicht genommen, während besten Dauer Deutschland sich verpflichten würde, keine Probleme aufzuwerfen. die die Atmosphäre Guropas stören könnten. Andererseits würden die Deutschen eine ähnliche Versicherung seitens der Gläubiger erhalten. Der französische Plan ft eile eine Verpflichtung Deutschlands auf, das Militärbudget nicht zu erhöhen uni) ferner gewissermaßen ein politisches Moratorium auf die Dauer von zehn Jahren, in denen der Status quo streng eingehalten werden mühte. Während ..Gcho de Paris" erklärt, dah im französischen Plan die deutsch-österreichische Zollunion nicht berührt zu sein scheint, erklärt „Oeuvre", dah ausdrücklich bestimmt würde: Deutschland müsse auf den Bau des Pan - zerkreuzers B und die deutfch-öster- reichifche Zollunion verzichten.
Landnöten.
Trotz der schweren Stürme, die augenblicklich über die deutsche Finanzwirtschaft hinwegrasen, muh und wird ein Ausweg auS dieser verzweifelten Situation gefunden werden. Für jeden einzelnen gilt es aber, den Kopf nicht zu verlieren, damit der Schaden nicht noch vergröbert wird. Man soll sich immer wieder vor Augen halten, dah die deutsche Industrie i n ihrem Kern gesund ist und sie sich auch in Zukunft trotz aller Schwierigkeiten durchringen wird. Diese Ansicht kann auch wieder durch einige Berichte aus den letzten Tagen belegt werden. So muh der Quartalsbericht der IG. - Farbenindustrie, der größten deutschen Aktiengesellschaft, im Hinblick auf die konjunkturelle Gnttoidlung als recht befriedigend angesprochen werden. Gs scheint dem Konzern möglich gewesen zu fein, Rückgänge auf einzelnen Gebieten durch günstigere Resultate auf anderen Produktionsgebieten auszugleichen. Gin Sorgenkind bleibt vor allen Dingen das D ü n y e - mittelgefchäft, das im letzten Düngeiahr einen empfindlichen Rückschlag erlitten hat. Dazu kommt noch, dah die vor einiger Zeit gescheiterten internationalen Kartellverhandlungen neue Unruhe in dieses Marktgebiet getragen haben, so dah nur zu hosten bleibt, dah die neuen Verhandlungen zu einem günstigen Resultat führen. Die Hauptstütze für den Farbentrust ist gegenwärtig wohl das Zarbengeschäft. Auch da« Kunstseidengefchäft hat durch die Derständigusg am deutschen Kunstfeidenmarkt eine Belebung erfahren. Besonders erfreulich aber ist es im gegenwärtigen Zeitpunkt, dah die finanzielle Lage des Konzerns günstig ist und Einerlei Bank- Verpflichtungen bestehen.
Mit Befriedigung konnte man auch die Gr- fiärungen der LI f a über das letzte Geschäftsjahr ausnehmen, der es möglich war, erstmals wieder eine Dividende herauszuwirtschaften und die Liquidität auherordentlich zu steigern. Darin allein kommt schon der Grsolg, den di« deutsche Tonfilmindustrie im letzten Jahre gehabt hat. zum Ausdruck. Die bisherige Vormachtstellung Amerikas auf dem Filmgebiet scheint endgültig vorbei zu fein. Don großer Bedeutung ist auch die in den letzten Tagen abgeschlofsene Interessengemeinschaft zwischen dem Deutschen Lichtfpielfyndikat und der SüD- film-AG. weil dadurch innerhalb der deutschen Filmindustrie ein neuer schlagkräftiger Block geschaffen wurde, der durch Konsolidierung und Konzentration der Verleihbetriebe und sonstige Zusammenarbeit auch seine finanziellen Grgeo- niffc verbessern kann. Trotz der unglaublichsten Schwierigkeiten, mit denen die deutsche Wirtschaft zu kämpfen hat. find also immer wieder aufbauende Kräfte am Werke, fo dah zu hoffen ist. dah auch die gegenwärtige Finanzielle in gemeinsamer Abwehr, wenn auch unter schweren Opfern, überwunden werden kann.
Tie aus der Inflationszeit sattsam befannten Devisenschleichhändler sind in Berlin und anderen Grohstädten wieder aufgetaucht. Sie sind in jenen Gegenden beobachtet worden, dte namentlich in der Rachkriegszeit die Quartiere von Giementen wurden, die den Währungsverfall benutzten. um sich mühelos irdische Schätze anzuhäufen. So mancher von ihiren hat es verstanden, in die deutsche Wirtschaft einzudringen, aber mancher ist auch wieder unter skandalösen Umständen von der Bildfläche verschwunden. Diese Herrschasten glauben, dah ihr Weizen wieder zu Müßen beginnt. Sie benutzen die begreifliche Rervo- fität dec Bürger, um ausländische Roten mit ganz erheblichen Aufschlägen an den Mann zu bringen. Man darf hoffen, dah das deutsche Volk diesmal klüger ist und jeden der Devisenfchleichhändler sofort beim Kragen nimmt und z ur P olizei schleppt. Gs find auch bereits scharfe Ausnahmeverordnungen erlassen worden, die nicht nur eine Bestrafung dieser Hyänen des Schlachtfeldes, sondern. soweit sie Ausländer finb, auch ihre unverzügliche Abschiebung über die Grenze vorsehen. Gs wäre erwünscht, toenn die Polizei gleichzeitig auch ihre Aufmerksamkeit auf die p o- litischenWanderredner lenken würde, die ebenfalls in die Grscheinung getreten find und die Ansammlungen vor den Sparkassen benutzen, um die Mißstimmung zu steigern und die Massen aufzuwiegeln. Wir haben es fast ausschließlich hier mit Kommunisten zu tun, die gern im Trüben fischen möchten und die auch schon in verschiedenen Orten neue Unruhen angezettelt haben. Jetzt ist es nötiger denn je, scharf durchzugreifen und den politischen Freibeutern das Handwerk zu legen. Das deutsche Volk hat in den hinter uns liegenden Wochen eine Disziplin an den Tag gelegt, die ihresgleichen so leicht nicht wiederfindet und die gleichzeitig der Ausdruck des Vertrauen« zur Regierung und ihrer Maßnahmen ist. Gerade deswegen darf man doch wohl annehmen, dah es sich von den wilden Devisenhändlern, die die Konjunktur auszunuyen suchen, nicht tn8 Bockshorn jagen läßt. Schließlich soll sich aber auch der einzelne Tagen, dah es völlig zwecklos ist, ausländische Roten zu erwerben. Gr muh dafür einen ganz erheblichen Ausschlag zahlen, außerdem
Oer Weg über Paris.
Reichskanzler und Außenminister haben eine Vorbesprechung mit Laval.
Oer französische Finanzplan.
Ein Zwei-Milliardenkredit für Deutschland auf zehn Jahre gegen ein apolitisches Moratorium".


