Ausgabe 
17.6.1931
 
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habe.

Kreis Alsfeld.

Anzeigers liegen.

Der volkstümliche Vierkampf.

Männer (702 Bewerber. 507 Sieger): 1. Sieg: 21 Groß, Tbd. Wiesbaden und G. Großmann, Tv. Bieber, 93 P.; 2. 21. Muth, Tgs. Rödelheim. 89: 3. O. Werner, Tv. Weilmünster. 86; 7. E. Stengel. Tv. Großen-Linden, Max Schüler, Mtv. Gießen, 81; 12. Hch. Dechenk, Tgm. Friedberg. O. Lindenstruth. Mtv. Gießen, 76; 16. K. Reuter. Tv. 1846 Gießen. 72; 17. Heinz Rothermel. Mtv. Gießen, 71; 18. Ludw. Müller. T.° u. Spv. Griedel. Ad. König, Tv. Herborn. F. Weitershaus, Turnv. Großen-Linden, 70; 19. W. Weiß, Tv. Großen- Linden. 69; 20. E. Stern. Tv. Großen-Linden, L. Schwab, T.- u. Spv. DutzbaH, E. Seyb, Mtv. Gie­ßen, 68; 21. W. Willig, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 22. K. Grieshaber, Tgm. Friedberg. 21. Bender, T.- u. Spv. Buhbach, R. Künstler, Tgm. Fried­berg, L. Airff, T.- u. Spv. Butzbach, 66; 23. W. Arzbacher, Tv. 1846 Gießen, W. Roth, Tv. 1860 Bad-Rauheim, H. Schmidt, Tgs. Büdingen, F. Fleischer, Tv. Dillenburo, Fr. Debus, Tv. Dillen­burg, Wilh. Loh, Tv. 1845 Gießen, 64; 25. F. Gießler, Tv. Dillenburg, Alb. Leun, Tv. Großen- Linden, Ferd. Stremme, Mtv. Gießen, F.-Spren- gel, Tv. 1860 Dad-Rauheim, Karl Bauer, T.° und Gesangv. Schotten, 63; 26. Hch. Henning, Tgs. Bü­dingen, 62; 27. H. Müller, Tgm. Friedberg, 61; 28. R. Wagner, Tgm. Friedberg, 60; 29. W. Hart­mann, Tv. 1846 Gießen, O. Leuning, T.-u. Gesv. Schotten, W. Reinhard, Tgm. Friedberg, F. Rich­ter, Tv. Dillenburg, 59; 31. E. Eh, Tornafsenheim, K. Seipp, Tv. Großen-Linden, Wilh. Grün, Tv. Braunfels, 57; 32. W. Straub, Tv. 1846 Gießen, Erich Ploch, Mtv. Gießen, Reinh. Decker, Mtv. Gießen, Waller Loh, Tv. 1846 Gießen, 56 Punkte.

Äugendturner: (402 Bewerber, 235 Sie­ger): 1. E. Roth, Tv. Bieber, 94 P.; 2. P. Meier, Tv. Bieber, Helm. Loew, Tv. Weilmünster, Wer­ner Langenohl, Tv. Heuchelheim, 89; 7. K. Iehner, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 82; 15. K. Hahn, Tv. Großen-Buseck, 73; 20. O. Kern, Tv. 1846 Gießen, 68; 21. W. Arnold, T.- u. Spv. Butzbach, 67; 22. H. Breidenbach, Tgl. Büdingen, 66; 23. K. Mohr, Tv. 1860 Bad-Rauheim. 65; 24. Kurt Strack, Mtv. Gießen, Heinz Berg, T.- u. Spv. Butz­bach, 64; 25. Kurt Zaber, Tv. Großen-Linden, 63; 27. Heinz Metz, Tgm. Friedberg, W. Hühnermann, Tgm. Friedberg, P. Rickel, Tv. 1846 Herborn, 61; 30. R. Schleifer, Tv. Braunfels, 58; 31. 21. Otter­bein, Tgm. Friedberg, 57; 33. Gg. Mandler, Tv. Rieder-Weisel, 55; 34. Karl Hildebrand, Tv. Rie­der-Weisel, H. Fucker, Tgs. Büdingen, 54 Puntte.

Altersturner (35 bis 39 Jahre, 59 Be­werber, 51 Sieger): 1. Karl Kurt, Tv. Bieber, 98 P.; H. Will, Tv. Schwanheim, 91; 3. Hch. Reuher, Tv. Mcerholz, 87; 11. K. Heß, Tv. Braunfels, 70; 17. Franz Sauer, Tv. 1846 Gie­ßen, 64; 25. Otto Wagner, T.-> u. Spv. Butzbach, 55 P. (40 bis 44 Jahre, 54 Bewerber, 46 Sie­ger): 1. 3. Deuter, Tgm. Fulda, 88 P.; 2. H. Silberreiß, Tgm. Alnter-Liederbach, 87; 3. H. Kuh­münch, Tsch. Heddernheim, 79; 23. F. Henkelmann, T.- ii. Spv. Butzbach, 55 P. (45 Jahre und« älter, 60 Bewerber, 54 Sieger): 1. L. Hummel, Tv. Köln, 94 P.; 2. Gg. Zeilmann, Tgm. Docken­heim, 88; 3. Zerfaß, Tvg. Kirn, 84; 15. Hch. Ha­mel, Tv. 1846 Gießen, 70; 26. Ernst Jung, Tv. 1846 Gießen, 57 P.

Turnerinnen (262 Dewerberinnen, 164 Sie­gerinnen): 1. L. Dochnik, Tv. Reu-Isenburg, 81 Punkte; 2. Else Dickelhaupt, Mtv. Gießen, 78; 3. E. Diron, Tbd. Wiesbaden, 76; 7. 21. Schwarz, Tv. Dillenburg, 72; 11. T. Reinheimer, Tgm. Friedberg, 68; 12. Röhmig, Mtv. Gießen, 67; 14. L. Kreßmann, Tgm. Friedberg, 65; 16. E. Kör­ner, Mtv. Gießen, 63; 17. T. Espach, Mtv. Gießen, 62; 18. CH. Am end, Mtv. Gießen, 61; 19. E. Langbein, T.- u. Spv. Duhbach, 60; 20. F. Mün- nich, Tv. 1846 Gießen, M. Koch, Tv. 1846 Gie­ßen, E. Jakobi, Tv. Dillenburg, 59; 21. R. Schwan, Mtv. Gießen, 58; 22. Ria Philipp, Tv. 1846 Gie­ßen, K. Dath, Tv. Heuchelheim, R. Schäfer, Tv. Herborn, 57; 24. R. Herrnbrodt, T.- u. Spv. Dutzbach, 55; 25. 21. Lack, Tv. 1860 Dad-Rau­heim, 54; 26. E. Sann, T.- u. Spv. Duhbach, 53; 28. M. Seiferth, Mtv. Gießen, 51; 29. 21. Heß, Mtv. Gießen, L. Schimmel, Tv. 1846 Gießen, 50.

Mannschaftskämpfe.

Dölf ungenhorn (8 Mannschaften): 1. Tv. 1860 Frankfurr a. M., 1008 P.; 2. Stadtsportver­ein Frankfurt a. M., 1007; 3. Tv. Dieber, 908.

Iahnschild (5 Bewerber): 5mal-100-Meter- Pendelftaffel: 1. Tgm. Fulda, 60,1 Sek.; 2. Tv. Homburg, 64 P.; 3. Tv. 1860 Frankfurt a. M., 69,8 Sekunden.

Emanuel-Schmuck-Schild (8 Bewer­ber): 5mal-100-Meter-Pendelstaffel: 1. M t v. Gießen, 61,3 Sei.; 2. Tv. 1817 Mainz, 63,4; 3. Tv. Oberursel, 64,2.

Brunhildeschild (Tarnerinnen): 4mal-75- Meter-Staffel: 1. M t v. Gießen, 41,4 Sek.; 2. Tv. 1817 Mainz, 43,8; 3. Tv. 1846 Gießen, 46,4.

Sonderkampf.

Weithochsprung: 1. Jakobs, Stadtsport­verein Frankfurt a. M., 1,60/3 Meter (durch Stechen); 2. Fichnich, Tv. Kirn, 1,60/3; 3. Schall, Tgm. Eintracht Frankfurt a. M., 1,55/2,90.

Das 78. Keldbergfest

Die Erfolge des Turngaues Hessen (OT.).

(Don unserem Sonderberichterstatter.)

schusses, Kaufmann PH. R ö b i g (Rödelhelm), der nicht nur um die Erhaltung und den Ausbau des Feldbergsestes in seltener Turnertreue ge­kämpft Hot, sondern sich auch als Kreiskassen­wart des Mittelrheinkreises und Gauvertreter des Main-Taunus-Gaues größte Verdienste um die Turnsache erworben hat.

Sehr gut war wieder unser

Heimatgau Hessen

an den Wettkämpfen beteiligt. Aus 13 Vereinen lagen 107 Meldungen für den Einzelwettkampf vor, 73 der Teilnehmer konnten Sieger werden. Dazu kommen noch die beachtlichen Mannschafts­erfolge des Mtv.Gießen und des Tv. 184 6 Gießen, über die schon kurz berichtet worden ist. Von den 73 Einzelsiegen enkfallen 35 auf die Männerstufe, 14 auf die Iugendstufe, 5 auf die Altersklasse und 19 auf den Vierkampf der Turne­rinnen. Aus die einzelnen Vereine des Gaues verteilen sich die Erfolge wie folgt (O = Ober­stufe-Männer, Al Iugendturner, A Alters- turner. Ti = Turnerinnen, M = Mannschafts­sieg):

Mtv.Giehen 18 Siege (70, 1 Al, 8 Ti, 2M). Tv. 1 846 Gießen 15 Siege (6 O, 1 Al, 3 21, 4 Ti, 1 M); Tgm. Friedberg 11 Siege (6 O, 3 Al, 2 Ti); T. u. Spv. Duh­bach 10 Siege (3 O, 2 AI, 2 A, 3 Ti); T v. G r o- Hen-Linden 7 Siege (6 O, 1 Al); Tv. 18 60 Dad-Rauheim 6 Siege (3 O, 2 AI, 1 Ti); Tv. Heuchelheim 2 Siege (1 AI, 1 Ti); T v. Rieder-Weisel 2 Al; T. u. Gesan g v. Scho t te n 2 O; T. u. Spv. Griedel 1 O; Tv. Dorn-Assenheim 1 O; Tv. Großen- Duseck 1 AI.

Ramentlich sind die schönen Erfolge unseres Heimatgaues aus nachstehendem Aleberblick über

1 die Wettkampfergebnisse mit Auszug aus der

Kirche und Gchule.

= Lang - Göns, 14. Juni. Eme Anzahl evangelischer Iungmännerbünd e hielt am Samstag und Sonntag ihr Sommertref- f c tt in Lang-Göns ab. Es waren Gruppen aus Klein-Linden, Du"bach'ellinden, und anderen Orten erschienen. Am Samstagabend zog die Schar mit munterem Gesang zum Zeltplatz, der in einer geschütz'en Bucht des hiesigen Gemeintemaldes lag. Die Jugend scharte sich am Abend um ein Lager­feuer. Die Ansprache hielt Pfarrer Wahl (Lang- Göns), anschließend spielte der hiesige Posaunen­chor den Zapfenstreich. Die Iungscharen blieben nachts in ihrem Zelt, um am frühen Morgen ihre K a m p f s p i e l e auszutragen. Darauf folgte der Kirchgang und am Rachmittag ein F e st z u g durch das Dorf, der aus dem Kirchenplah endete, wo Pfarrer Bremmer (Klein-Linden) die An­sprache hielt. Im Schatten der Linden vergingen die Stunden bei gemeinsamen Spielen sehr rasch

Siegerliste im einzelnen zu ersehen. Der Auszug bringt ferner die Ramen der Sieger einiger Ver­eine der Rachbargaue Lahn-Dill und Kinzig, soweit diese im Verbreitungsgebiet des Gießener

Oberheffen.

Kreis Büdingen.

rl. Büdingen, 15. Juli. Die Biologische Arbeitsgemeinschaft des Kreises veranstal' tete in Gemeinschaft mit dem Bezirksverein Orten­berg des Deutschen Lehrervereins für Natur künde ihre erste diesjährige Exkur­sion. Sie führte von Bleichenbach über das Betten nach Gelnhaar. Prof. Dr. S p i l g e r hatte die fach- wissenschaftliche Führung. Die Verschiedenheit des geologischen Untergrundes des durchwanderten Ge­bietes zeigte sich allen Teilnehmern deutlich auch in der Zusammensetzung der Pflanzengesellschaften. Zur weiteren Erforschung der heimischen Flora werden in diesem Sommer und Herbst noch mehrere solcher Exkursionen unternommen. .

Ridda, 16. Juni. Das diesiahrige Haupt- und K ö n i g s s ch ie h en der Schühengesellschaft Ridda fand am Samstag und Sonntag statt und war stark be­sucht. Die Beteiligung der Schützen an den Wett­kämpfen war sehr rege. Als Schützenkönig für Großkalibcr siegte Apotheker 21. Schuster. Ridda, mit 59 Ringen, und für Kleinkaliber Hch. Fark, Ridda. Abends fand in der Turnhalle ein Militärkonzert mit anschließendem Ball statt, wobei Dermessungsinspektoi^Wsn ze l und der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Ober- fchühenmeister Steinbruchbesiher Rickel, Ober- Widdersheim, beifällig aufgrnommene Ansprachen hielten.

* Kohden, 15. Juni. Dieser Tage fand hier in einer Familie gleichzeitig eine Feier der gol­denen und einer silbernen Hochzeit statt. Landwirt Wilhelm Ockel und Frau Karoline geb. Uhl begingen in aller körperlichen und geistigen Rüstigkeit das 50. Ehejubiläum, die Tochter feierte am gleichen Tage das 25. Ehejubiläum mit dem Landwirt Friedrich Uhl. Den Jubelpaaren wurden viele Glückwünsche zuteil. Pfarrer Laut widmete herzliche Worte des Dankes an den Jubilar Ockel, der bereits feit 40 Jahren dem Kirchenvorstand an- gehört. Gleichzeitig überbrachte der Geistliche die Glückwünsche des Dekanats Nidda.

Kreis Lauterbach.

A Lauterbach, 16. Juni. Am Samstagabend fand im Felsenkeller der Burgwirtschaft die zweite Vierteljahres-Versammlung der Ver- einigung ehemaliger 116er statt, die mit einer Feier des z e h n j ä h r i g e n B e st e h e n s der Vereinigung verbunden war. Der Vorsitzende gab einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Ver­einigung. Die Gründer der Vereinigung wurden mit einer besonderen Ehrung bedacht. Der eigentlichen Gründungsfeier ging eine Erörterung von geschäft­lichen Angelegenheiten voraus. In kameradschaft­licher Gemeinsamkeit verbrachte man einige Stunden bei Gesang und dem Austausch von Erinnerungen an Militär- und Kriegsdienstzeit. Die Kapelle Otterbein wartete mit guter Musik auf. Die Feier nahm einen sehr schönen Verlauf. Der Vorsitzende wies daraus hin, daß man in Anbetracht der wirtschaftlichen Not­lage von einer größeren Veranstaltung abgesehen

Das älteste der Deutschen Bergfeste, das Sams­tag und Sonntag auf dem 880 Meter hohen F e l d b e r g im Taunus zum 78. Male durchge­führt wurde, übte auf die Turner des Mittel­rheinkreises und darüber hinaus auch auf benach­barte Turnkreise (Teilnehmer aus Köln, Düssel­dorf, Mannheim, Fulda u. a.) wieder seine alte Anziehungskraft aus. 1539 Turner und Turne­rinnen waren auf den Bergesgipfel gekommen, um auf turngeschichtlich bedeutsamem Boden die Kräfte im volkstümlichen Vierkampf und in Mannschaftskämpfen zu messen. Rachdem am Samstag schon in spannendstem Oberlauf derMann- schaftskampf um das Völsungenhorn (be­stehend aus Hochsprung, Kugelstoß, Weitsprung, Schleudrrballwurf und 4xl00-Meter°Pendelstaf- fel) durchgeführt worden war, brachte der Sonn­tag bei bestem Turnwetter, einwandfreier Lei­tung und Organisation und mit zum Teil ganz vorzüglichen Leistungen vor einer nach Tausenden zählenden Zuschauermenge die reibungslose Ab­wicklung des Wettkampfes der Cineinhalbtausend. Dieser begann in der Frühe des Morgens nach den Feldgottesdiensten für beide Bekenntnisse und nachdem der Vorsitzende des Feldbergfest- Ausschusses, PH. Röbig (Frankfurt a. M.-- delheim) die zu den allgemeinen Freiübungen angetretenen Turner und Turnerinnen begrüßt und darauf hingewiesen hatte, daß das 78. Feld­bergfest ein Markstein in der Geschichte der Feld­bergfeste sei, da es nicht mehr den Bestimmungen der Rheinlandkommission unterliege und zum erstenmal seit 1918 auf dem Berge wieder ein Gut Heil" auf das Vaterland ausgebracht werden könne. Ein besonderes Ereignis des Tages war die Aleberreichung der Ehrenurkunde der DT., der höchsten turnerischen Auszeichnung, durch Kreisvertreter Pfeiffer (Wetzlar) an den langjährigen Vorsitzenden des Feldbergfest-Aus-

gung klappte es nicht recht. Die Läuferreihe leistete schlechte Deckungsarbeit, so daß der gegnerische Sturm leichte Arbeit hatte. Nachdem die Stadtmann- schast schon mit zwei Toren in Führung lag, konnten die Soldaten ausgleichen und schossen beim Stande 5:4 für die Stadtmannschaft noch in der letzten Minute den Ausgleichstreffer.

VfB.-Leichtathleten in Kassel erfolgreich

Drei 1., zwei 2. und zwei 3. Siege.

Bei den unter Beteiligung einer Anzahl deut­scher Meister (Pelher, Wegener, Welscher usw.) vor 4000 Zuschauern am vergangenen Sonntag stattgefundenen reichsoffenen Wettkämpfen der Kasseler Turngemeinde konnten die Leichtathleten des VfB. 08 mit ganz vorzüglichen Leistungen auf­warten. , . _ . ,

In der Klasse l bewies Gugel im Dis­kus seine beständige Form: 1. Gugel, VfB. 08 Gießen, 39,65 Mete?; 2. Iunghenn, Hessen-Preu­ßen, Kassel, 39 Meter.

Kugelstoßen: 1. Wohl, VfB. 03, 12,65 Me­ter; 2. Schinder, Marburg, 12,25: 3. Kalbe, Kor­bach, 11,94. Alngünstige Abwurfverhältnisfe be­einträchtigten die Leistungen.

Stabhochsprung: 1. Wegener, Halle (Deutscher Meister) 3,68 Meter (außer Konkur­renz 3,88); 2. Janke, CT. Kassel, 3,48; 3. Stei­nes, VfB. 08 Gießen, 3,43. Eine vorzügliche Lei­stung des VfD.ers, der sich sicher noch ver­bessern wird. , __

Aleber 100 Meter, Kl. I, setzte sich Mul­le r bis in den Endlauf durch, er konnte jedoch in­folge schlechten Starts nur den 4. Platz belegen.

In der Klasse 1 1 wartete W. Müller im 200-Meter-Lauf mit einer beachtlichen Lei­stung auf. Er startete abermals schlecht, konnte jedoch in der Geraden durch kraftvollen End­spurt dem Siege bis auf Brustbreite nahekommen. 1. Möller, CT. Kassel, 22,8; 2. Müller, VfB. 08 Gießen, 22,9; 3. Loße, Kurhessen-Kassel, 23,1; 4. Obermüller, Stettin, 23,2.

Diskus: 1. Gugel, VfB. 08 Gießen, 37,39 Meter; 2. Mohl, VfB. 08 Gießen, 35,81; 3. Bock, CT. Kaffel, 34,90 Meter.

1 500 Meter: 1. Eisfeld, Kurhessen Kassel, 4:22,9 Ulin.; 2. Pauckstedt, H.-Pr. Kassel, 4:31,9; 3. Grölz, VfB. 08 Gießen, 4:33,5. Der von längerer Krankheit noch nicht ganz wieder her- gestellte Grölz lief ein beachtliches Rennen. Bei weiterer Stilverbefserung wird er wohl bald seine vorjährige Form erreicht haben.

VfB.-Gießen.

3ugenbfpie(e.

1. Jugend Dfv. 08 Gießen VsV. Aßlar 0:3.

Gießen trat geschwächt an und konnte den spiel­starken Gastgebern nicht gefährlich werden. Trotzdem war das Spiel jederzeit offen.

2. Jugend VsV.08 1. Jugend Klein-Linden 1:0.

Aus dem Waldsportplatz lieferten sich beide Mann­schaften ein spannendes Spiel. VfB. war immer leicht überlegen, was durch mehrere Tore hätte zum Aus­druck gebracht werden können, wenn der Sturm die sicheren Torgelegenheiten ausgenutzt hätte.

Die 1. und 2. Schülermannschaften traten in Wieseck gegen die gleichen Mannschaften des dortigen Turnvereins an und verloren 4:0 bzw. 2:1. In beiden Spielen wurden annehmbare Leistungen ge­zeigt.

Handball im Lahn-Oünsberg-Gau.

Wißmar II Mainzlar II 1:2 (0:1).

Am Sonntag trafen sich die beiden genannten Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel, das sehr fair ausgetragen wurde. Kurz nach Beginn kam Mainzlar zum Führungstreffer, während Wißmar trotz vieler Torchancen zunächst erfolglos blieb. Nach dem Wechsel war Mainzlar ein zweites Mal erfolg­reich; Wißmar erzielte ein Tor, während der ver­diente Ausgleichstreffer der Mannschaft versagt blieb.

Schulbeirieb

auf dem Flughafen Gießen.

Die Flugübungsstelle des Vereins für Luft­fahrt in Gießen e. V. hak in diesen Tagen mit dem Schulbetrieb auf dem Flugplatz begonnen. Zur Zeit schulen fünf Schüler, darunter eine Schülerin. Die Schulflüge finden in der Regel ab 18 AIhr statt. Außer den Schulern der Flug­übungsstelle Gießen schulen noch die Mitglieder der Fliegergruppe FriedbergPolytechnikum". Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß der Flugbetrieb auf unserem Flugplatz in diesem Jahre erheblich zu­genommen hat, waren doch im vorigen Monat ungefähr 400 Starts und Landungen zu ver­zeichnen. In nächster Zeit findet der Flugbetrieb infofern noch eine Erweiterung, als auch der Wetzlarer Verein für Luftfahrt ein ihm gehöriges Flugzeug auf unserem Flughafen beheimatet. Auch bei der akademischen Fliegergruppe unserer Alni- versität hofft man, bald mit einem Motorflugzeug vertreten zu sein.

Vom weißen Sport.

Gießener Tennisklub 1922 gegen T. L. Rot-Weiß Mainz 11:7.

Mainz stellte eine Mannschaft von 5 Damen und 6 Herren. An erster Stelle der Damen spielte Fräulein van der Does. Obwohl Fräulein Berg gut im Schlag war, wurde sie von Fräu­lein van der Does 6:2, 6:2 geschlagen. Frau Dumur siegte über Fräulein Roth 4:6, 9:7, 12:10. Fräulein Stückrath erzielte das glatte Resultat von 6:0, 6:1 über Fräulein Burger, Frau Düttmann schaltete Frau Schmidt 6:1, 6:3 aus. Ebenso siegte Fräulein Kuhlmann 6:3, 6:2 über Fräulein Falk.

Bei den Herren bewies Dr. Fischer wieder feine fabelhafte Sicherheit. Selbst die schärfsten Bälle von Brinkmann, Mainz, schlug er als grundlinienlos zurück und verlieh 6:3, 1:6, 6:3 als Sieger den Platz. Dr. Schopper, Dr. Dönges und v. Grolman spielten^ unter Form und müßten die Punkte Mainz überlassen. H. Müller gab 7:5, 6:4 Sans das Rachsehen, wäh­rend K. Fischer über Glock 6:1, 7:5 die Ober­hand behielt.

Im gemischten Doppel hatten Fräulein van der DoesBrinkmann schärfsten Widerstand zu über­winden, ehe sie Fräulein BergDr. Schopper 7:5, 4:6, 6:4 ausschalten konnten. Frau Dumur Altkämper verloren knapp in drei Sähen gegen Fräulein RothDender. Fräulein Stückrath v. Grolman siegten über Fräulein BurgerSper­ling 6:4, 8:6, nach hartem Kampf im zweiten Sah. Frau DüttmannDöhnke siegten überlegen 6:2, 6:0 über Frau SchmidtMüller.

Das schönste Spiel des Tages war das erste Herren-Doppel. Dr. SchopperK. Fischer siegten verdient 6:3, 4:6, 6:4 über BrinkmannSperling. DöhnkeAlkkämper, unter Form, verloren in Drei Sähen gegen DenderGlock. Einen Harken Kampf gab es im dritten Doppel, und erst nach 42 Spielen fiel die Entscheidung, v. Grolman Engisch gewannen das Maisch 11:9, 4:6,. 7:5 über Müller-Sans.

Am kommenden Sonntag spielt der Tennis­klub Schwarz-Weih, Siegen, auf den Giehener Plätzen.

Handball der Stadimannschast.

Bataillon Sladtinannfchaft 5:5 (2:3).

Das am Montagabend auf dem DfB.-Platz aus- . getragene Rückspiel gegen das Bataillon hatte zahl­reiche Zuschauer angezogen, die ein interessantes Treffen zu sehen bekamen. Trotzdem die Soldaten mit Ersatz antreten mußten, gaben sie einen starken Gegner ab und lieferten infolge ihres riesigen Eifers eine ebenbürtige Partie. Die Stadtmannschaft zeigte lange nicht die Leistungen des Vorspieles. Infolge verschiedener Umstellungen war kein rechtes Verständ­nis da. Sowohl im Sturm wie auch in der Verteidi­

er. Homberg, 16. Juni. Die Stadtkirche soll in diesem Jahre vollständig rennooiert werden. Der für diese Arbeiten errechnete Voranschlag lautet auf 42 000 Mark. Nachdem das Dach schon vor Monaten größtenteils in Ordnung gebracht wurde, ist man jetzt zu den Jnnenarbeiten übergegangen. Dieser Tage wurden die Ausschachtungsarbeiten vorgenommen, bei denen menschliche Knochen aus alten Begräbnisstätten gefunden wurden. In der Kirche hatten nämlich die Adeligen von Weytters, die in Wäldershausen wohnten, ihre Begräbnis­stätte. Einer der Pfeiler trägt deren Wappen und die Jahreszahl 1563. Auch befanden sich im Innern zwei Grabsteine von Amtmännern (Kaspar von Berlepsch, Ludwig von Boineburg). Der Grabstein des letzteren ist in der Nähe der hinteren Kirchen- türe eingemauert und trägt die Jahreszahl 1568. Vermutlich ruhten seine Gebeine m der wahrend der vorigen Woche vorgefundenen Gruft, bie aber nicht gut erhalten war. Leider mußte man bei die- fen Ausschachtungsarbeiten die Wahrnehmung ma­chen, daß der Boden schon mehrfach durchgearbeitek war (vermutlich zum ersten Male im Jahre 1785 ober auch im Jahre 1828); beibe Zahlen sind an der Südostfeite außen angebracht. Damals sand man wohl gut erhaltene Grüfte, die nach Waffen und dgl. durchsucht und dann wieder planlos zu- getoorfen wurden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<> Ebersgöns, 15. Juni. Rach länge­rem Leiden starb am Samstag im Alter von 66 Jahren der Gemeindevorsteher Konrad S ch tn- de l von hier. Der Verstorbene hat das Amt des Gemeindevorstehers seit dem Jahre 1910 bis zum Deginn seiner Krankheit versehen. Von 1900 bis 1910 bekleidete er das Amt des Gemindevorsteher- Stellvertreters. Während seiner Amtszeit sind in unserer Gemeinde einige größere kommunale Aufgaben.durchgeführt worden, so z. B. der Dau der Duhbach-Licher Eisenbahn, die Einführung des elektrischen Lichtes, der Dau eines Krieger­denkmals sowie die teilweise Kanalisierung des Ortes und Erweiterung der Wasserleitung. Der Verstorbene erfreute sich der allgemeinen Wert­schätzung.

Kreis Biedenkopf.

Hartenrod, 16. Juni. Am Montag ereig­nete sich auf der hiesigen Ortsstraße einen Z u - sammenstoß zwischen einem Ra dfahrer und einem Fuhrwerk. Vier junge Durschen aus dem benachbarten Schlierbach fuhren im schnellen Tempo durch die Ortsstraße. Im gleichen Augen­blick passierte ein Fuhrwerk den Weg. Dem ersten Radfahrer K. D. war es infolge der großen Ge­schwindigkeit nicht mehr möglich, auszuweichen, so daß er mit großer Wucht gegen die Flanke des Wagens fuhr. Der sofort herbeigerufene Arzt stellte Schilddrüsenblutung fest und ordnete die Üeberführung des Verunglückten in die Marbur­ger Klinik an. Das Fahrrad wurde bis zur Un­brauchbarkeit beschädigt.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bif 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.