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wählt hätten. Es gelte tn erster Linie, die Aus­bildung eines regen P arteivereinSlebens zu fördern.

Dach diesem Dortrag nahmen noch verschieden« ReDner in der Aussprache das Wort. Architekt Rico laus, der Vorsitzende der Ortsgruppe, sprach das Schlußwort.

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habenheit der Landschaft lieh einige technische Mängel und Ungeschicklichkeiten leicht übersehen.

Oberbeffen.

Schweres Autounglück bei Laubach.

Laubach, 16.März. Sestern gegen 14.15 Hfjr ereignete sich auf der Straße Wetterfeld Lauter ein schwerer Autounfall. Zwei junge Leute, der eine aus Gießen, der andere aus dem Biebertal, die in angeheitertem Zustande auch schon vorher bei ihrer rücksichtslosen und unsicheren Fahrt durch Laubach unangenehm aus­gefallen waren, verloren in einer Kurve die Ge­walt über den Wagen. Das Auto, welches sich mehrmals überschlug, wurde beschädigt. Die beiden Insassen erlitten Schädelbrüche. 3n bewußtlosem Zustande wurden die Verun­glückten in das hiesige Krankenhaus verbracht, wo ihnen ärztliche Hilfe zuteil wurde. 3m Lause des heutigen Tages trat in dem Befinden der beiden Verunglückten eine leichte Besserung ein, und sie kamen äuch wieder zum Bewußtsein.

Landkreis Gießen.

A, Wieseck. 16. März. 3n der Dacht Hum Montag wurde in einer hiesigen Wirtschaft ein - gebrochen. Cs wurden einige Flaschen Wein und Limonade gestohlen. Als Täter konnte ein junge'- Monn vom Rachtschuhrnann festgestellt werden. Das gestohlene Gut wurde in einem Versteck gefunden und konnte seinem Eigentümer wieder zugesührt werden. Der junge Mann wurde verhaftet. Gestern abend verunglück te in der Sandgrube von Seibert an der Gießener Straße der Sandgrubenarbeiter Gustav Dap - per beim Urndrchen eines W gens. Der Mann rutschte aus und trug einen Beinbruch davon.

L Ettingshaulen, 16. M.rz. Hier fand im Schulsaal ein Vortrag über Säug­lingspflege terch dieKre sfürsorgcrin Schwe­ster Margarete Müller aus Gießen statt. Unterstützt durch sehr instruktive Lichtbilder wußte die Vortragende durch ihre klaren Darlegungen die in stattlicher Anzahl Erschienenen zu fesseln und deren 3nteresse für diesen wichtigen Teil unseres Volkslebens zu wecken. D.e aufllärenden Worte der Vortragenden werden nicht ohne Wirkung sein. Man kann den Kreisgemeinden nur empfehlen, solche Vortragsabende, die mit keinerlei Unkosten verbunden sind, einzurichten.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

O Lützellinden, 16. Mörz. Gestern nach­mittag brannten auf dem Bergwerk zwei der hiesigen Gewerkschaft gehörige Baubuden ab. Die Buden sollen von Kindern in Brand ge­steckt worden sein. Der Schaden beträgt etwa 200 bis 300 Mark.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M-, 16. März. Die in der Oberurseler Mordaffäre in Unter­suchungshaft weilende Tochter der Ermordeten, die Stenotypistin Anna Trauth, die im Verdacht stand, ihre Mutter ermordet zu haben, ist heute aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Kirche und Schule.

biHeuchelheim, 15. Marz. Zum Zwecke der pädagogischen und methodischen Fortbildung fand am Donnerstag in der hiesigen Schule eine amt­liche Arbeitstagung der Schulamts­anwärter und -anwärterinnen des Kreis es Gießen statt. Kreisschulrat Kinkel eröffnete die Tagung und teilte mit, daß im Mittelpunkt der Tagung der Geschichtsunterricht in der Oberklasse stehe. Hierauf sprach Rektor Knab, Heuchelheim, einleitend über das Ziel des Geschichtsunterrichtes, dann zeigte er in einer Unterrichtsprobe im 7. und 8. Schuljahr die me­thodische Behandlung des Gedankens: Einheit und Freiheit im 18.3ahrhundert. Rach dem Prinzip der Arbeitsschule meisterten die Schüler selbsttätig den Stoff mit sprachlicher Gewandtheit und sicherer Beherrschung der geschichtlichen Tat­sachen. 3n der anschließenden Aussprache zeigte Stadtschulrat Fischer, Gießen, methodische Richtlinien für den Geschichtsunterricht. Der zweite Teil der Tagung wurde ausgefüllt durch einen Vortrag von Lehrer Roth, Klein-Linden, über das ThemaDer Bildungsvorgang im Ge­schichtsunterricht". Er forderte, daß der geschicht­liche Unterrichtsstoff der seelischen Entwicklung des Kindes angepaßt sein müsse, und bezeichnete als obersten Grundsatz des Geschichtsunterrichtes das Erleben des Stoffes durch das Kind. Wit Dank an die Vortragenden schloß Schulrat Kin - fei die für alle Teilnehmer gewinnbringend ver­laufene Tagung.

Strafkammer Gießen.

"Gießen, 13. März. Ein Viehhändler aus der Wetterau, der durch das Amt gericht Butzbach wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 100 Mark, eventuell 20 Tagen Gefängnis verurteilt worden war, verfolgte, um seine Freisprechung zu errei­chen, gegen dieses Urteil Berufung. Der Ange­klagte hatte von einem Landwirt eine Kuh, die kurz vor dem Kalben einen Fehler zeigte, dadurch zu einem billiaen Preise erstanden, daß er be­hauptete, die Auh müsse fettgemacht und ab ge­schlachtet werden. Einige Tage später verkaufte er aber diese Kuh unter einem erheblichen Aufschlag als e neeinwandfreie Zu^tluh" an einen ande.en Landwirt, wobei er diesem noch wider besseres Wissen für klar, gesund und fehlerfrei garantierte. Hierdurch tourte der Landwirt getäuscht und in seinem Vermögen geschädigt. Das Berufungsge­richt kam zu demselben Ergebnis wie das Amts­gericht und bestätigte unter kostenfälliger Verwer­fung der Berufung des erstinstanzliche Urteil.

Daten für Mittwoch, 1«. März.

1813: der Dichter Friedrich Hebbel in Wessel­buren geboren; 1848: Revolution in Berlin; Sturz des Ministeriums Eichhorn, 1858: der 3ngenieur Rudolf Diesel in Paris geboren; 1876: ter Dichter Ferdinand Freiligrath in Cann­statt gestorben.

ftircMiche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, den 18. März.

Stadtkirche. 18 Uhr: 5. Passionsandacht; Pfarrer Becker.

* Schutz den Weidenkätzchen! Man schreibt uns: 3mGießener Anzeiger" ist vor kur- zem auf eine Polizeiverordnung hingewiesen worden, nach der derVerkauf" und dasFeilbieten" von Weidenkätzchen verboten sind. Diese Verordnung versagt vollkommen, so lange nicht dasA b - reißen" der Kätzchen verboten ist, denn wer diese Frühlingsboten nicht käuflich erwerben kann, holt sie sich bei dem Waldspaztergang. Täglich, besonders Sonntags, kann man beobachten, wie gewisseNa­turfreunde" ganze Bündel dieser Kätzchen heimwärts tragen und Dem wahren Naturfreund nur die ver­stümmelten Sträucher zur wehmütigen Betrachtung überlassen. Denn derKätzchenlicbhaber" begnügt sich nicht mit den jungen Trieben, sondern knickt ganze ziepe, wenn die Kätzchen zu hoch hangen. Hier böte sich eine dankenswerte Aufgabe nicht nur der Polizei, sondern auch dem Feld- und Forst- schutzpcrsonal, diesen Sammlern auf die tfinger zu sehen. Es ist nicht unbedingt nötig, neben jeden Strauch einen Feldschützen zu stellen, die wenigen Eingänge zur Stabt sind die Plätze, auf denen das Einfangen der bezeichneten Art von Waldverschand- lcrn ohne Mühe vor sich gehen kann. Dem Schreiber dieser Zeilen wäre es z.B. am vergangenen Sonn­tag auf ffinem kurzen Spaziergang eine Leichtigkeit gewesen, allein auf der Kaiserallee mindestens sechs solcher Kätzchenliebhaber zu stellen.

Beseitigung der früheren Rad­rennbahn. Seit einigen Tagen ist man damit beschäftigt, die Radrennbahn unterhalb der Hardt» terrasse zu beseitigen. Nachdem sie vorübergehend auch für Pferderennen benutzt war, jedoch seit Unternähme des Landwirtschaftlichen 3nstituts für andere Zwecke gebraucht wurde und im Lause ter 3ahre dein Zerfall entgegengegangen ist, wird man gegen die Beseitigung nichts einzu» wenden haben, wenn auch dabei eine Anzahl schöner Bäume fallen müssen. Auch die als Tribüne benutzte Halle soll beseitigt und an anderer Stelle wieder ausgestellt werten. Das gewonnene Gelände soll landwirtschaftlichen Zwecken nutzbar gemacht werden.

" Stiftungsfest des Bauerschen Ge­sangvereins. Aus Anlaß des 67. Stiftungs­festes des Bauerschen Gesangvereins sand am Samstag im Universitäts-Restaurant ein Fest- kommers statt, der sehr zahlreich besucht war. Rach altem Brauch wurden an diesem Tage die Auszeichnungen verliehen und den Sängern von dem Vorsitzenden Heinrich Ley überreicht. Es wurden für 25jährige Mitgliedscha't Georg Ar­nold, Richard Grünewald. Heinrich Pie­per, 3ean Köhler, Heinrich Runkel und Erich Stutzen st ein zu Ehrenmitgliedern er­nannt; sie erhielten eine Ehrenurkunde in schöner Umrahmung; für 10jährige Mitgliedschaft L. Drescher, W. Gells us, K ppele, K. Kuhl, H. Lehmann und P. Dunkel. Den Sängern mit 25- und lOjähriger Zugehörig­keit wurde eine silberne Radel mit entsprechender Gravierung überreicht. Für fleißigen Sing- stuntenbeluch im abgelaufenen Dereinsjahr wur­den 30 Sänger mit der goldenen und 13 Sänger mit ter silbernen Radel ausgezeichnet. Lotend erwähnt wurden sechs Sänger. Dem Sänger Ehr. Hederich wurde der goldene Sängerring, eine besondere Auszeichnung für fünfjährigen ununterbrochenen Singst ndenbesuch, zuteil. Die Ehrenmitglieder der Jahrgänge 1929 bis 1931 stifteten 120 Textbücher, enthaltend 45 Lieder, die in den letzten 3ahren von denBauern" gesungen wurden.

" Ehrungen im Hessischen Sänger- b u n d. Der Hessische Sängerbund zeichnete für 40jährige aktive Sangestätigkeit eine Reihe von Mitgliedern mit ter SiBernen Ehrennadel aus; folgende Sänger wurden damit bedacht: Wilh. Qlumann II.. 3. Simon. L. Pfeiffer, Ludw. Göbel III. (sämtlich vom Gesangverein Frohsinn" Londorf); 3oh. Enders II. (Ger­mania" Ulfa); O. Laß (MGV. Ober-Schmitten); W. H. Emrich (Sängerlust" Bleichenbach); Christian Formhals, Ehr. H. Reinhard (MGV. Allendorf a. d. Lda.); Wlb. MüllerI. und Wilh. Eckhardt (Germania" Kirch-Göns); Gg. Albrecht (.Liederkroru" Gießen). Für 25]äljrigc Tätigkeit als Vorstandsmitglied wur­den mit der EhrennadelFür Verdienst" aus­gezeichnet: Wilh. Qlumann (Frohsinn" Lon­dorf); H. Th. Deubel (MGV. Rudingshain); Ehr. Formhals, 3. Benners. Christian H. Reinhard. M Rosengarten, Phil. Keil (sämtlich MGV. Allendorf a.d. Lda.); W. Muller I., K. 3 ung IV., W. Eckhardt (Germania" Kirch-Göns) und K. Reu sch­ling IV. (Germania" Steinbach). Zum Ehrenchormeister des Hessischen Sängerbundes wurde Ferd. Wolf (MGV. Unter-Schmitten) unter Verleihung der EhrennadelEhrenchor­meister" ernannt.

Kulturfilm-Vorstellung. 3m Licht­spielhaus Bahnhofstraße gelangte am Sonntag­vormittag wieder ein Kulturfilm zur Aufführung. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Der Film führt mitten hinein in die Welt der Schweizer Hochalpen. Der Rheinfall bei Schaffhausen, die Städte Zürich und Dem, Glarus und Luzern zo­gen zunächst an den Augen ter Besucher vorüber, . reizvolle Täler, weltverlorene Alvendörfchen, stäu­bende Gießbäche, Almen und Weiten, stille ver­schüttete Dergseen und steil abstürzende Felswände waren im Bilde fest geh alten. Das Berner Ober­land mit den majestätischen Gipfeln ter 3ung- frau, des Mönch und des Eiger, das Finster- aarhorn in seiner ganzen Großartigkeit und das liebliche Lauterbrunnental, das schönste aller Al­pentäler ter Schweiz, liehen die mannigfaltige Schönheit, die der Dergwelt zu eigen ist, in glän­zendstem Lichte erscheinen. Mit der Lötschterg- bahn gelangten die Zuschauer im Geiste in das Gebiet der Zermatter Eisriesen, in die Rühe des Matterhorns, und lernten auch den Monte Rosa, das Weibhorn, die Derggebrüder Kastor und Pollux, das Täsch- und das Strahlhorn, keimen. Berge, die alle in ihrer Höhe von über 4000 Me­ter den ganzen landschaftlichen Zauber ter hoch- alpinen Welt bewußt werten ließen. Den Höhe­punkt des Films bildete eine Besteigung des Lys- kammes durch Hannes Schneider und 3lse Rhode. Dieser Teil des Filmes ließ besonders Die Schönheit und die Gefährlichkeit Der Gletscherwelt lebendig werten und beschloß damit eindrucksvoll die interessante Dilterserie. Wenn auch die ersten Teile des Filmes den zurückliegenden Zeitpunkt ihrer Aufnahme nicht verbergen konnten, so tat das doch dem Werk keinen Abbruch, Denn Die Er-

schmerzlindernd

unb btlebeno bei Rheuma, Iichla«, ftopf», Rerven- unb Erkältung», schmerzen, Ermübung u. Strapazen. Qn tootbetm ent werten.

Keine paßt wie sie in diese 2eit Sanella die Feine!

Die Hausfrau von heute muß sparen. Aber sie will auch et­was Gutes haben für ihr Geld.

Sanella Margarine wird alle Frauen begeistern, die sparsam und doch anspruchsvoll sind.

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DAS HALBE PFUND