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Eine Gratisverlosung von Obstbäumen. Beeren­sträuchern, Rosen, Ristkasten. Sämereien und Knollengewächsen beschloß, wie üblich, die Ver­sammlung. R.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadt­theater:X. Y. Z, 20 bis 22 Uhr. Männer- und Frauenvereinigung der Matthäusgemcinde: Haupt­versammlung, 20.15 Uhr, Gemeindesaal, Kirchstraße Nr. 9. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter­partei: Oeffcntliche Versammlung, Redner Pfarrer a D. Münchmeyer, 20.15 Uhr, Lass Leib. Männcr- Badeverein 1836: Hauptversammlung, 20 Uhr, Caf6 Leib (1. Stock).Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Privatsekretärin".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Erstauf­führung von Klabunds Spiel zu Dreien2EQ33"; Spielleitung Dr. Karl Ritter. Mitwirkende: Leut- holf, Hauer. Wesener, Zingel. Sonntag, 22. März, Gastspiel der Weintraubs-Syncopa- tors", 11.30 Uhr, in Verbindung mit dem Gvethe- bund als Morgenveranstaltung: 18.30 Uhr mit vollständig neuem Programm als Fremdenvor­stellung. D e Weintraubs-Syncopators wur­den von der Intendanz zu einem zweimaligen Gastspiel verpflichtet, um allen Theaterbesu­chern, vor allem aber auch den Auswärtigen, Gelegenheit zu verschaffen, eine musikalische Sen­sation kennenzulernen.

Gief;cne Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1 Mk. an: Butter 120 bis 130; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 25 bis 40; Weißkraut 15 bis 20; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15'; Spinat 45 bis 50; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 55 bis 60; Feld­salat 150 bis 200; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Kartoffeln 3,5 bis 4: Aepsel 30 bis 50; Birnen 20 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 110; Suppenhühner 90 bis 110; Rüsfe 60 bis 70; das Stück: Tauben 70 bis 80; Eier 9 bis 10; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 25 bis 40; Endivien 15 bis 35; Ober-Kohl­rabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50 Pfennig; der Zentner: Kar­toffeln 2,50 bis 3; Weißkraut 10 bis 12; Wirsing 20 bis 30; Rotkraut 12 bis 15 Mark.

Oie Bereinigung der Grundbücher.

Vom Hessischen Justizministerium wird mitge­teilt: Am 31. März 19 31 endet die Frist für die Stellung der Anträge auf Eintragung DerAufwertungindasGrundbuch und auf Eintragung einer Hypothek oder Grund­schuld an der dem Eigentümer vorbehaltenen Rang stelle. Es ist dringend erforderlich, daß die Oeffentlichkeit von dem bevorstehenden Frist­oblauf und die sich für die Beteiligten daraus er­gebenden Folgen nochmals Kenntnis nimmt.

Provinzialausschuß-Sihung.

In der öffentlichen Provinzialausschuß-Sitzung am vorigen Samstag wurde die Klage der Luise Schuchard in Ruppertsburg gegen die Ent­scheidung des Kreisamts Schotten vom 6. Januar wegen Versagens der Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft in Ruppertsburg verhandelt. Der Prooinzialausschuß erkannte durch Urteil zu Recht, die Klage als unbegründet zurückzuweisen und die Kosten des Verfahrens der Klägerin zur Last zu setzen. Der Streitwert betrug 1000 Mark.

Weiter kam die Klage des Theophil W i e c z o - reck in Gambach gegen den Beschluß des Kreisamts Friedberg vom 14. Januar wegen Versagens der Erlgubnis zum Betriebe einer Kaffeewirtschaft zur Verhandlung. Das Urteil lautete dahin, dem Kläger i^e Erlaubnis für Kaffeewirtschaft mit Ausschank von Branntwein zu erteilen. Ausschank von Bier urö Wein ist ihm nicht gestattet. Die Kosten des Verfahrens wurden dem Kläger auferlegt und der Streitwert auf 1000 Mark festgesetzt.

Musikalischer Volkskunstabend der Volkshochschule.

Cs besteht im Musilleben der Gegenwart eine nicht aufzuhaltende Bewegung: die seither allein herrschende Orchestermusik mit ihrem mächtig be­setzten Klangkörper, insbesondere bei Monstrekon- zerten ist durchbrochen von der klein und einfach besetzten Kammermusik. Diese, seither eine Rebenerscheinung im Instrumentalkonzertwesen, steht heute gleichberechtigt neben ihrer großen Schwester.

Bei früherer Gelegenheit ist von uns auf die hohe Bedeutung des Kammermusikorchesters der

Volkshochschule als kulturwollender und kultur­bringender Faktor für die Dolkstunstpflege hinge­wiesen worden. Cs wurde dabei der Volkshoch­schule gewünscht, sie möchte als Kulturvereiniaung gerade in der Zeit wirtschaftlicher und seelischer Depression ihre Veranstaltungen weiterhin im Sinne volkserzieherischer Mission halten und aus­bauen. Die Einrichtung des Kammerorchesters hat sich in den Jahren seines Bestehens als durch­aus lebensfähig erwiesen. Die Volkskunst- a b e n d e sind zu einer regelmäßigen und guten Gepflogenheit geworden. So konnte der Besucher der Veranstaltung am Samstagabend wieder eine Stunde der Erhebung erleben.

Das Programm zeigte von deutschen Meistern Werke des 17. und 18. Jahrhunderts an. Außer Joh. Seb. Bach Ramen von Tonsehern, die seit­her leider ihr Dasein nur in Bibliotheken und Lexika oder im Antiquariat fristeten: Rosenmül- lcr, Tunder, Buxtehude. Welch' schöne Aufgabe für den Dirigenten, wenn es ihm gelingt, wie Herrn Franz Dauer, dieim Richtgehörtwer­den eingefrorenen Partituren" aufzutauen und ihre Schönheiten zu enthüllen! Zeigte die musi­zierende Arbeitsgemeinschaft durch ihren einheit­lichen, gleichmäßigen Bogenstrich gute Disziplinie­rung und bot hierdurch schon äußerlich ein gutes Bild, so war die Darbietung selbst in der Rosen- müllerschen Studentenmusik und im 3. Branden-

Wir bedürfen noch weiter ihrer Hilfe!

Städtische Nothilfe 1930.

burgischen Konzert nicht minder angenehm. Die von den Komponisten gewollte kontrastierende Wirkung der aufeinanderfolgenden Tanzformen und Sätze wurde in Dynamik und Rhythmik klar erfaßt und wiedergegeben, warm, schwer und ernst in den langsamen Sähen, voll blühender Klarheit in den belebten Teilen.

Bei den vokalen Werken (Solokantaten: Wachet auf" von Tunder undO Gottes Stadt" von Buxtehude) sang Frau Minna Wolff mit ihrem toarmcn, für den Konzertsaal außerordent­lich sympathischen Sopran. Kristallisch klare Kolo­raturen verraten ernsthaft betriebenes Stimm- bildungsstudium; ferner gute Aussprache, durch­aus dynamisch richtig differenzierte Vortrags­weise, welche besonders die mächtigen Steigerun­gen am Sch'u se der Kompositionen verwirklichte, prädestinieren die Dame zur vornehmen Konzert­sängerin. Bei der O.chesterbegleitung ist bei Ein­satz der Singstimme die diskrete Zurückhaltung in der Tonstärke anzuerkennen.

Rofenmüller, Tuncer, Bux.ehude, Vorläufer und Wegbereiter Dacho! Es war daher zu begrüßen, daß auch der Vollender Dach zu Gehör gebracht wurde. Außer diesen deutschen Meistern lernte man den bedeutendsten französischen Musiker des 18. Jahrhunderts, Rameau, kennen. Hat die Verwendung des Cembalo in den Werken der ge­nannten deutschen Meister mehr den Zweck eines Harmonie- und Stühinstcumentes (Continuv), so bat sie hier bei Rameau vielmehr die Dedeutung eines selbständigen, solistischen, sehr oft stellen­weise führenden Melodieinstrumentes innerhalb des Streichkörpers. Es soll gewissermaßen den leichten, kapriziösen Einschlag der echt französischen Komposition näher typisieren. Frau Elfriede Fischer spielte mit ruhiger, sicherer Deherr- schung, mit viel Anmut und schmiegsamer Grazie, so, wie das Werk es verlangte; ein abgeklärtes, vergeistigtes Interpretieren, wie immer!

Musiklehrer Franz Dauer hat es wiederum in feiner, musikpädagogischer Weise verstanden, durch fleißige Arbeit mit den Musizierenden den Hörern den Weg in den Pulsschlag der Kunst­werke zu zeigen, und dies war ja auch die Ab­sicht der Volkshochschule, als sie diesen Dolks- kunstabend veranstaltete. Sm.

Wirischastspariei Gießen.

Die diesjährige Hauptversammlung der Reichspartei des deutschen Mit­tel st andes (Wirtschaftspartei), Orts­gruppe Gießen, fand, wie man uns berichtet, am 11. März imPfälzer Hof" statt. Dr. Mh- l i u s (Deriin) hielt einen längeren Vortrag. Er führte u. a. aus: Die derzeitige Rot der Wirt­schaft, insbesondere hervvrgerufen durch die außer­ordentlichen steuerlichen Belastungen, könne durch die Steuerreformen Brünings nicht behoben wer­den. Eine Defizitwirtschaft könne erst dann auf­

hören, wenn mehr als das jeweilige Defizit erspart werde. Man müsse in erster Linie mit all den Erscheinungen aufräumen, die die jetzige Lage her. eigeführt hätten, nämlich insbesondere mit den Gesetzen, die die sozialistische Periode hervorgebracht habe. Die Wirtschaftspartei sei nicht nur die Vertretung des Mittelstandes in seinem berechtigten Verlangen, sondern sehe ihr Ziel darin, die gesamte Wirtschaft zu fördern. Denn nur wenn die Interessen der Gesamtheit, der Länder und des Reiches, in richtiger Weise gefördert würden, könne auch jeder S.and, und damit auch der gewerbliche Mittelstand, Rutzen ziehen. Dabei dürften insbesondere nicht die kul­turellen Ziele, wie sie durch Förderung des Familienlebens und der Kirche zu beachten sind, außer acht gelassen werden. Der Kampf gelte heule dem Kollektivismus. Cs müsse unter allen Umständen der Cinzelpersönllchkcit, die insbeson­dere in dem gewerblichen Mittelstand verkör­pert sei, genügend Gelegenheit zur Ausbildung und zum Vcrwürtskommen gegeben werden. Rachdem der Redner noch die Außenpolitik und das Arbeitslosenproblem, das ja ein Problem der gesamten Weltwirtschaft darstelle, gestreift hatte und die Dedeutung der -Goldwährung für den

Aufschwung der Wirtschaft auseinandergefetzt hatte, führte er aus, daß e3 sich heute nach Verlust der militärischen Selbständigkeit usw. in erster Linie um die finanzielle und wirtschaftliche Selb­ständigkeit unseres Volkes Hande. Rur wenn das Geld im Lande richtig verteilt sei, wozu in erster Linie ein guifloriercn^er gewerbli. er Mi.telstand gehöre, seien auch innere Anleihen möglich, die unbedingt zu einer gefunden Deckung des Finanz­bedarfes erforderlich seien. Wenn man bedenke, daß die Gemeinden eine Lleberschuldung von etwa 6,5 Milliarden aufzuweisen hätten, die sie Wohl kaum einl sen könnt.n. so sei d c Lage immer­hin als außerordentlich ernst anzusprechen. Bei dieser Verschuldung der Gemeinden sei es eine völlig falsche Politik der Rcichsreg'erung und der Länder, wenn sie die Eieuerquellen dir Gen.einden an sich ziehe und so deren finanzielle Kreditkraft schmälere. Man habe so den Gemeinden die Mi'g- lichkeit genommen, ordentl'ch zu wirtschaten. Un­ter den jetzt obwaltenden Umständen müf,c in dem Sinn eine radikale Politik girieren werden, d'ß jeder K mpromiß mii dem L oz ali'mus i nt r l er Umfländen abg.lehnt w rden müs e. Die W.rt- schaftspartei könne und werde die Hoffnung all derer erfüllen, die hinter ihr stünden und sie ge-

Wirtschaft.

Holzversteigerungs-Termine.

Mitiwoch, 18. März.

Versteigerer: Stadt Gießen. Dersteigerungsort: GastwirtschaftLiebigshöhe". 10 Uhr.

*

Konkurse und Vergleichsverfah­ren im Feoruar. LautSiatistik und Wirt­schaft" wurden im Laufe des Feoruar imReichs­anzeiger' 1065 Konkurse ausschließlich der we­gen Mangels hinreichender Masse abgelehnten Anträge auf Kont-urseröffnurg und 546 ge­richtliche Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die Anzahl der Konkurse ist gegenüber dem Vor­monat um 1,8 v. H. gesunken, die der Ver­gleichsverfahren um 5,4 v. H. gestiegen. Die ar­beitstägliche Zahl der Konkurse betrug im Fe­bruar 44,4, im Januar 41,7, die arbeitstägliche Zahl der Vergleichsverfahren im Februar 22,8 und im Januar 19.9.

* Bad-Nauheimer Volksbank. Das genossenschaftliche Unternehmen, das am 14 Mürz seine hundertste GV. abgehalten hat, konnte sich auch im Jahre 1930 befriedigend entwickeln. Der Gesamt­umsatz betrug 119 953 703 RM. und ist gegenüber dem Vorjahre um 8,7 v. H. zurückgegangen. Die Bilanzsumme zeigt demgegenüber eine Steigerung um 5,66 v. H. auf 5 013 560 RM. Die GV. beschloß, aus dem erzielten Reingewinn von 71931 RM. eine Dividende von 9 v. H. (10 v. H.) zur Ausschüttung zu bringen.

* Amerikas Anleihen an das Aus­land. Rach einer Mitteilung des Handelsdepar­tements in Washington erreichten die Anleihen der Vereinigten Staaten an fremde Länder im Tahre 1930 einen Gesamtbetrag von 862 200 000 Dollars und übertrafen die Auslandanleihen Großbritanniens trotz deren Verbreitung in Süd­amerika noch um mehr als 300 000 000 Dollars.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 17. März. Tendenz: schwacher. Rachdem schon an der gestrigen Abend­börse eine Abschwächung des Kursniveaus ein» getreten war, machte sich auch zu Beginn des heutigen Vormittagsv'rkehrs bei der Speku­lation weiteres Entlastungsbedürf­nis geltend, das noch durch die schwache Hal­tung der Deutschen Linoleum-Aktien, die schon gestern abend abgeschwächt lagen, und der Wald­hof-Aktien unterstützt wurde. Die Kursverände­rungen hielten sich anfangs bei der Kulisse in engen Grenzen, da anderseits der erneut be­festigte Reichsbankausweis für die zweite März- woche und die weiter befestigte Reuyorker Börse einen gewissen Rückhalt boten. Das Geschäft war aber sehr gering. Sehr schwache Haltung hatten Waldhof, die mit 5 Proz. wieder unter den Paristand zurückgingen. Deutsche Linoleum lagen heute zum ersten Kurs nur noch wenig schwächer, da das herauskommende Material von inter­essierten Kreisen ausgenommen wurde. Bei beiden Papieren befürchtet man stärkere Dividenden- kürzungen. Durch neue Kursverluste ste'en heute Kali (minus 2 Proz.) und Deutsche Erdöl (minus 2,75 Proz.) auf. Auch am Montanmarkt bestand Realisationsneigung. Mannesmann gaben 2,5

Prozent und Rheinstahl 1,5 Proz. nach. Am Kall- martt lagen Salzdetfurth trotz der heute statt- findenden Dilanzsitzung 2 Proz. schwacher. Don Elektrowerten wurden Schuckert, die 2,25 Proz. verloren, mehr angeboten, während sich im übri­gen die Kursrückgänge im Rahmen von 1 Proz. bewegten. Die Farbenaktien gaben 1 Proz. nach, dagegen konnten Rütgerswerke etwas anziehen. Dank- und Schifsahrtspapiere setzten bis 1,25 Prozent niedriger ein. Leichte Kursbesserungen zeigten Aku und Daimler. Der Rentenmarkt hatte bei fleinem Geschäft, aber fester Grundstimmung mäßig kleine Kursgewinne. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinem Geschäft wenig verändert. Auch im Verlaufe ergaben sich bei geringer äilmsatz- tätigleit erneut neue Rückgänge, besonders Ges- fürel tagen mit minus 1,5 Proz. mehr gedrückt, dabei hielt das Angebot bei den anfangs ge­drückten Werten an. Farben blieben ferner gut behauptet. Der Geldmarkt zeigte nach dem Mcoio eine kleine Erleichterung. Der Sah wurde auf 3,5 Prozent herabgesetzt. Am Devisenmarkt tag die Mark gegen Dollar 4,1988 etwas fester. Sonst London gegen Mark 20,4040; gegen Lon- don-Reuyork 4,8582; gegen Paris 124,14; gegen '29'N tzirtzvW uobob .'£^6 qiiDjwno

Berliner Börse.

Berlin, 17. März. Sah es heute vormittag so aus, als ob die vorläufige Kursbewegung unter dem Eindruck der festen Auslandbörsen zum Stillstand kommen würde,' so zeigten die Notierungen doch wieder weitere Abschwächungen. Aus den Kreisen der Kundschaft bestand überwiegend kleines Angebot, dem sich die Kulisse auf Spezialgebieten mit Abgaben anschoß. Das Geschäft war bei fehlen­dem Ordereingang wieder äußer st ge­ring, zumal es an besonderen Anregungen fehlte. Die innerpolitische Situation hat durch die Ham­burger Vorkommnisse wieder eine gewisse Spannung erfahren, die nicht ohne Einfluß blieb. Besonders Deutsche Linoleum, Zellstoff Waldhof und Karstadt erschienen mit Minus-Minus-Zeichen und hatten mehrprozentige Kursverluste. Auch Spritaktien, Nordwolle und die Mehrzahl der Montan- und Elek­tropapiere und Kaliwerte hatten bis 3,5 v. H. Kurs­verluste. Bei letzteren ging von der heute stattfinden­den Entscheidung hinsichtlich der Dividende der Salz- detfurth-Konzern-Werte eine Unsicherheit aus. An­leihen uneinheitlich. Altbesitz etwas fester. Neubesitz abbröckelnd. Von Ausländern zogen Mexikaner etwas an, der Markt lag aber im allgemeinen sehr still. Pfandbriefe wenig verändert. Reichsschuldbuchforde­rungen 0,25 bis 0,50 v. H. nachgebend. Geld war nach dem Medio wieder etwas leichter. Tagesgeld ermäßigte sich auf 4,5 bis 6,5 o. H., Monatsgeld auf 6 bis 7,25 v. H. und Warenwechsel zirka 5,25 v. H. Der Verlauf war uneinheitlich, im großen und ganzen aber gehalten. Die Widerstandsfähigkeit wurde mit dem günstigen Eindruck des Reichsbank­ausweises für die zweite Märzwoche begründet, der eine Gesamtkapitalverringerung um 250 Millionen, eine Zunahme der Devisenbestände um zirka 20 Mil­lionen und eine Besserung der Deckungen um zirka 2 bis 3 v. H. brachte. Verspätet zur Notiz gelangten Eisenbahnverkchrsmittel mit 2 v. H. höher, während für Schantung, die im Angebot lagen, vorläufig keine Notierung zustande kommen konnte.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

ifrantfun a. 1>1.1

Berlin

___________________________________________1

Sranttun a. 271.

Berlin

:tranifun a. . |

ZJertin

Banknoten.

Ech'U^»! 1-Ubr- turt | K es

Schluß«! Ansang, hirt Kurs

Schluß­kurs

1-Uhr- Kurs

Schluß«

Anfa g-

Schluß-s t-Uhr« lurt | Kurs

Schluß-s Anfang. Hirt . Kurt

__________Berlin 16. März Amerikanische Noten ...... Belgische Noten .......

Tünliche Noten .......

Englische Noten .......

Geld

4,189

58,28

112,03

20,345

Srlef 4,209 58,52 112,47 20,425

Datum

14.3

16.3

14.3.

16.3.

Datum

14 3.

16.3.

14.3.

16.3

Dalum

14.3.

163.

14.3.

16.3.

6% Deutsche Reichsanleihe von 1327 .......

7% Deutsche NeichSanIeihe von 1929 . .......

Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mit

Buelos.-Rechten ...

Desgt. ohne Auslos.-Rcchte . .

6% Heil. BoUftoat von 1929 (rüdiaW 102%)......

Oberbdlcn Provinz - Anleihe mit «uslos.-Nechten .....

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1

6% firanfl. Hqp.-Bank Goldpie

XIII unkündbar bis 193-1

7% Frankl Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1939

4%% Rbeinhche Hhp^Dank Ligu. Goldpse.

8% Pr. LanveLViandbliesanitalt, Blanvbrteie R. 'S - - -

6% Pr Landespiancbriefanstau, -omm^Lbl. N. 20. - - -

7% Pr Landes»'andbriesanstalt, Blonbbricke R tl - -

A.E.G abg. Bor^negS-Obltgatio- nen. rückzahlbar 1932

4% Oefterretchtsche Gotvrente . .

4,20% Ockierreichilche Cllberrcnte

4% Oeklerreichiiche Einheitliche Rente

4% Ungariiche Goldrrnte ....

4% Ungariiche StaatSrente V. 1910

4%% oesfll. von 1913

4% Unparische Kroncnrenle 4% Lürkiiche ZoUanIeibe von 1911 4% Türkisch? Bagbadbahn-An!

Serie l

4% desgl. Serie U

5% Rumänische vereinb. Rente von 1903

<y,% RmntatW vereinb Rente von 1913 ... ......

i% Rumänische vereinb. Rente -

84,75

99,2

56,1

6,35

92,5

54

54,4

100,75

95,5

92,2

100,5

96,5

24,25

2,35

19,8

16,75

4,45

4,4

9,65

16

8

56,4

6,35

4,45

84,9

99,5

56

6,4

92,5

54,65

100,5

96,5

24,5

2,25

20

17

17

44

4,3

9,5

16

3

56,13

4,6,25

2,3

4,35

9,73

18,9

8,05

Hamburg-Amerika Paket ... 7

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hanta Dampfschiff .... 10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine Deutsche Creditauft. 10

Barmer Bankverein ... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank. 11

Darmstädter und Nationalbank 12

Deutsche Bank und

Tisconw-Gesellschaft, ... 10

Dresdner Bank......10

Reichsbank........12

AEG..........8

Bergmann.........9

itteltr. LieferungSgeielllchafi. 10

Licht und Uralt......10

Selten & Guilleaume . . . 7%

Gesetlichafi für Elektrische

Untcmehmungen .... 10

Hamburger ElektrizitätS-Werle 10

stürmische Elektrizität .... 9

Schletilche Elektrizität. ... 10

e diuden &Co.......11

Siemens 8 Halste ..... 16

Ztanetooto .........8

»abmeyerLCo.......10

Buderus ..........5

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle ...... 8

Gelsenkirchener ....... 8

Harpcner ........ 0

Hoesch Eilen........6%

Ilse Bergbau ....... 10

Klöckncrwerke . ...... 7

Köln-Nruessen..... 7

Manncsmann-Rühre» .... 7

Manosrlder Bergbau . .... 7

Oberschiet. Eilenbedarf . . . . 5

Oberschics KokSwerke.....7

1 Pbönir Bergbau .... 8%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rheinstahl ....... 6

3Mcted Sloittae ...... 7.2

72

74

114,25

147

111,25

111,5

107,75

128

126,5

94

129,5

135,5

180,5

129

56,5

73

88,5

80

73,75

81

39

65,5

188,5

85

71,25

72,75

114

146,5

110,75

111,13

106,75

126,5

129,25

133,25

180

56 72,75

87,75

83,5

72 128

99,25

74

134,25

114,25

147

111,5

111,5

108,13

127,75

130,25

126,13

94,25

131

124,5

135 181

131

56,5

75,5

89

80

75

192,25

73,5

81,9

81,4

39

81,65

65,65

188,5

85

87

70,9 127,5

72,9

133,9

114

145,5

110,75 110,75

103,75

124,4 127,75 124,25

128,13

134 179

56

71,5

88

78

72.5

191

71,5

79

79,25 38,75

80,75

63,25

185,25

83,25

Bereinigte Stahlwerke . ...

Otavi Minen .... 16'/»

Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwcrke'Westen geln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 1b

I. G. Narben.Invustrle. . . 12 Dvnamit Nobel ....... 6 Schetdeanstalt........ 9 Goldschmidt ...... ..6 RülgerSwerke..... 6

Metallgelellschast. ...... 8

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10 Eementwerk Karlstadt. ... 10 Walch & Rtentag .....8

Schultheis Patzenhofer ... 15 Ostwerke ....... 12

Aku .........18

Bemberg...... 14

Zellstoss Woldhos .... 18'/» Zellstoss Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8

Daimler Motoren . ..... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.-G. ..... 0 Rat. Automobil . ..... 0 Orenktein & Koppel . .... 6 Leonhard Tietz......10

SvenSko .......

Frankfurter Maschine» .... 4 Gritzner . . ...... C

Heyllgenllaedt . ......0

yunghans ..... 6

Lechwerke..........8

Mointcaktwerke Höchst a. M. . 8 Miag 10

Gebr. Roeder ...... 10

Boigl & Haefkner ...... 9 Süddeutsche Zucker .... 10

66

33

150

227

146

132

56,5

78,5

94

83,5

39,5

5

83

104

89,5

33,5

97

119

276

14,75

40

1

127,5

225

145

57,5

93

40

74,75

99

33,75

96,75

66

34

147

150

227,5

146,5

48,5

57,25

79,5

94,5

41

175,25

75,5

85

104,75

91

137,75

33,75

101,75

57,5

120,13

276

15 42

129

64 33,75 144,5

149 224

145

47,75 56,65

93,5

171,5

74,5 83,5

100

89

135,25 32,25 95,25

57 118 278

Französische 9 Holländische ! Italienische 9i Norwegische Deutsch-Oeste Rumänische 9r Schwedische 9 Schweizer Nc Spanische No Tichechoilowa Ungoritof N

Deoi

Zoten . loten . . . oten.... loten . . . rreich, 1 100 oten . . . oten . . . ten . . . . en .... ische Noten. »len

enmarfl 2

14.Mo Amtliche <»eio

Schilling

Zerlin

r»

Notierung

Sries

16,406

167,86

22,04

112,08

58,78

2.475

112,08

80,59

45,21

12,395

73,00

Frankfurt

16.9

Amtlich Geld

16,466

168,54

22,12 112,52

59,02 2,495

112,52 80,91 45,39

12,455

73,30

a. m.

Närz

Notierung I Bries

Amst.-Rott. Buen.-AireS Brss.-Antw- Christiania. .Kopenhagen Stockholm . HellmgforS. Italien. . . London. . Neu«ort .. Paris.... Schweiz .. Sva icn . Japan .. Mo de Jan. Wien in D-- Cefi. abgest- Prag Belirad . . Puoav-'tt - . t>ui arten Lissabon . Danzig . . Sonft nttit. Athen Lanaoa Um uay . Qtoro - . .

168,16 1,459

58,475 112,24 112,21 112,35

10,56

21,99 .20,385 4,1965 16,416

80,73 45,10 2,076 0,344

58,98 12,434

7,357 73,17

3,042 18,83 81,47 1,784

5,44 4,195 3,197 20,90

168,50 1,463

58,595 112,46 112,43 112,57

10,58 22,03

20,425 4,2045 16,456

80,89 45,20 2,080 0,346

59,10 12,454

7,371 73,31

3,048 18,87 81,63 1,889

5,45 4,203 3,203 20,94

168,17 1,461

58,555 112,22 112,21 112,34

10,56 21,98 20,383

4,196 16,414

80,72 44,69 2,076 0,342

58,975 12,435

7,367 73,15 3,041

18,83 81,47

1,784

5,44 4,195 3,197 20,90

168,51 1,465

58,575 112,44 112,43 112,56

10,58 22,02

20,423 4,204

16,454 80,88 44,77 2,080 0,344

59,095 12,452

7,381 73,29 3,047 18,87 81,63 1,789

5,45 4,203 3,203 20,94