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Arei- Wetzlar.

i R j :> 4 i 7 ; 15 Ros tu« Itr jün^kn S'tzunx br (B e .n t n > f > i tret'«.«] »on Aruföori '^^t. b*;y .jt ,u b.-ruDtrn Vor Onongriffnatime b»r dies- jdbngtn i) 9 I 5 t 3 l u n g a b t ; t # im (Br- m,ind-w,ld 10Q durch fiJo'o>tabrt9rrroero»(ü e unter -lufstch' b*e f)o^!)aufrmet<tere eine 9<e:fer0urd)for» ftung ousgrfübri werden. Der Einschlag stärkeren (Sid)«aftammbol3ee will die Vertretung nur bann vo.nebmen :af|en, wenn feftgefteUt ist, daß ange­messene B-tjäbiung erfolgt. Dos schwächere Eichenholz ist wen» kein, dem Wert entsprechenden Preise zu eim/irten sind, ai» Schichtnutzholz und Brennholz auf- zuiirdeiten. Die Verzugszuschläge aus die 'Bemrinbeumlagen sollen, um bie vielen Ltundung»geiuch« zu oermeiben, bis zum Schlüsse bes Rechnungsiodre» nicht erhoben werben.

ttrcis Marburg.

Iß591. M 0 rbura , 15. Nov. Dem in ber Vor­st abt Levenhousen gelegenen Tiergarten tft vor einigen Tagen ein Ässe entsprungen, ber sich auf den Dachböden und Dächern ber Hauser uinhertreib» Hier und da reoibiert er bie Obstkarn- mern und Elliweckbefninde ber Einwohner, bie ihm re chllch» Nahrung liefern. Allen Versuchen, es ein- Anfängen, konnte sich bas schlaue Tier bis jetzt burch Die Flucht entziehen.

Amtsgericht Gießen.

Die Polizeiverordnung. die Verkehrsregelung der Stabt G.eßen belr. Dom 28. November 1928 fl lt auchür Fußgänger. nicht nur für Fahr­zeuge. Nach ihr haben Fußgänger bie Fahrbahn au meiden unb den Bürgersteig zu benutzen. Auch das 6te(xnble:ben auf ben Bürgersteigen ist ver­boten 'obalb baburd) der Verkehr gestört wirb, in beiden Fällen bei Meidung von Strafe. Es ist selbstverständlich. baß bicle Bestimmungen nicht unter allen Umständen unbebingte Beachtung be- a,'vruchen können, zumal fraglos viele Falle benfbar sinb, namentlich, wenn die ersterwähnte Bestimmung in Betracht kommt, in benen bei einer Anzeige eine 'Bestrafung von vornherein entfallen müßte. Deshalb werben bie Polizeiorgane es in b<n meisten Fallen zunächst bei einer Verwarnung bvmenben lassen unb Anzeigen nur bei krassen Lleberlchreitungen ber Bestimmungen ober bann, wenn bie Warnungen nutzlos sinb, erheben. Zwei einschlägige Fälle ftanben zur Verhandlung. 3n beiden Fällen erachtete bas Gericht als erwiesen, baß bas Verholten ber Angeklagten einer glat­

ten Abwickelung des Verkehrs widersprach. Ecke M Se-iecswcgs u..b bet Wolkengasse ftanben

ab«:;b# 7 ö S 8 Leute auf dem Bürgersteig Aufammeiu LX.e Freguenz der Straße war zu die­ser Zeit aas .rgenbemem Anlaß eine stärkere to e gewöhnlich, unb Scraftenpastanten muhten ber Leute wegen den Dürgerste g verlassen unb kurze £tit bie Fahrstraße benutzen. Eine polizeiliche Aufsorbetung an die Derkehrsstörer. weiter zu gehen, hatte erfolg; nur der Angeklagte folgte ihr widerstrebend, blieb bald wieder stehen unb erging sich in abfälligen Bemerkungen über bie Polizei. Er würbe zur Anzeige gebracht, ebenso ber andere Angeklagte, der sich mit seinem Rad an einer Straßenecke ausgestellt und feinen Platz trotz Aufforderung der Polizei nicht verlassen hatte, obwohl diese, da dort kaum eine Schlägerei vorüber war, ein wesentliches Interesse daran hatte, baß bie Straße bes Verkehrs wegen zu­nächst nach Möglichkeit geräumt werbe. Heber beibe Angeklagten würben die üblichen Geldstra­fen verhängt.

Ein Lehrling bestahl seinen Meister und erhielt dafür von dem Jugendrichter seine Strafe. Die gestohlenen Gegenstände waren für den Lehrling kaum brauchbar, und die Annahme lag daher nabe, baß er sie weiterveräußern wollte. Er fanb auch leicht Abnehmer, unb zwar seine eigenen Hausleute. Diese wußten um bie Diebstähle; minbestens mußten sie ben ganzen Mmftänbcn nach annehmen, bah die Gegenstände aus einem Diebstahl herrührten. Damit haben sie sich der Hehlerei schuldig gemacht und ber angeklagte vor­bestrafte Ehemann erhielt eine Gefängnisstrafe von 10 Tagen und die angeklagte Ehefrau eine solche von 5 Tagen. An Stelle ber letzteren trat, ba bie Frau weniger belastet war, eine ent- sprechenbe Gelbstrafe.

Der Betrieb einer Wirtschaft bebarf ber Kon­zession. Bei ihrer Erteilung werben die Räume genau bezeichnet, in denen ber Betrieb stattsinben barf. Ein Wirt hatte bas Schankgewerbe auch in einem anberen Zimmer ausgeübt unb sich ba- burch gegen Paragraphen 1 unb 30 des Gaststät­tengesetzes vom 28. April 1930 vergangen. Er verteidigte sich damit, Gewinnsucht habe ihm fern gelegen, unter seinen Gästen seien aber alte Leute unb Kriegsinvaliben, unb bie Erreichung bieses Zimmers sei für biefe bequemer gewesen als bas gewöhnliche Wirtslokal. Dies mag richtig sein, vermochte ihn aber vor einer Gelbstrafe nicht zu schützen, zumal ihm frei ftanb, bie Konzession auf bas fragliche Zimmer ausbehnen zu lassen.

©J.-fpori

Oie Bilanz des 12. Rhön-Segelflug- Wettbewerbes 1931.

An einemFlugtechnischen Sprechabenb", ver­anstaltet von ber Wissenschastlichcn Gesellschaft für Luftfahrt e. B. in Berlin, gab am Freitag­abend im Flugverbandshaus Pros. Georgi, Darmstadt, einen Bericht über bie sportlichen unb wiisenschastlichen Ergebnisse bes 12. Rhön-Segel» slugwettbcwerbes 1931.

Der Redner führte u. a. aus:Das Jahr 1931 war für den motorlosen Flug geradezu ein Jahr des ..Wettlaufs der Scgelsluglcistung". Durch die allgemeine Ausnahme des Schleppstartes mit Motorflugzeugen unb ber so ermöglichten Flach- land-Segelslüge würben schon vor bem Rhön- S^cMug-Wcttbcwerb bcbcutenbe Flugleistungen in allen Teilen Deutschlanbs vollbracht. Unter biefen Umständen war die Spannung für den 12. Rhön-Wettbewerb besonders groß. Der Ver­laus hat diesen Erwartungen auch in vollem Umfange entsprochen Mit aller Klarheit hat der 12. Rhön - Segelflug - Wettbewerb bewiesen, welche außerordentliche Bedeutung den alljähr­lichen Weltflügen auf der Rhön für die Schulung des Segelfliegers, für bie Steigerung ber Segel- fluglciftungcn, für bie technische Vervollkomm­nung der Flugzeuge unb für bie Luftfahrtgeltung unseres Vaterlandes zukommen. Dor allem ge­bührt den drei Meistern des deutschen Scgel- fluges, Grönhoss. Kronfeld und Hirth, die abgesehen von ihrem sportlichen Wert eine Fülle neuer Aufschlüsse erbracht haben. Die Woltensegelflüge, die thermischen Flüge und vor allem der einzigartige Massenstart von 12 Segel­flugzeugen zum Gewitterflug während des Rhön- Wettbewerbes haben erneut die außerordent­liche Bedeutung des motorlosen Fluges für die fliegerische Gesamtausbildung erwiesen. Die ge­genwärtige Methodik des thermischen Wolten- und Frontsegelfluges zieht eine junge Flieger­generation heran, die sich zum Meister über Wind, Wolke unb Unwetter aufschwingt unb statt Gewitter im Fluge zu fürchten, freudig die heranziehende Front begrüßt unb sich ihre ge­waltigen Energien nutzbar zu machen versteht. Diese Fliegergeneration eignet sich ein berartiges Maß befonberer fliegerischer Kenntnisse unb Er­fahrungen an, wie sie mancher Motorflieger nicht nach jahrelanger Praxis besitzt. Rachbem nun­mehr bie Erschließung aller Möglichkeiten des statischen Seg.lslugcs gelungen ist, bürste bie Zeit derSensationen" bes Segelsluges abge­schlossen sein- Auch Steigerungen ber Epitzen- leiftungen um ein vielfaches ber jetzigen Größen­ordnung sind nicht zu erwarten. Es beginnt jetzt die Zeit der Ausbreitung der Leistungen, die allgemeine Heranbildung der Segelflieger zu ähnlichen Leistungen, wie sie die Führer des motorlosen Fluges Grönhoss, Kronseld unb Hirth im 12. Rhön-Segelslug-Wettbewerb auf- getoicfcn haben."

Prof. Georgi, der mit einem sehr hofsnnngs- vollen Ausblick in die Zukunst unb mit einer eindringlichen Ermahnung an bie junge Segel- flieger-Generation schloß, erntete sür seinen Vor­trag lebhaften Beifall Zum Schluß beS Sprechabends wurde mitgeteilt, daß bie Wissen­schaftliche Gesellschaft für Luftfahrt zur Wiedcr- beschaifung des zu Bruch gegangenen Berliner Segelflugzeuges ..Luftikus" 100 Mk. gestiftet hat.

Fußball der Gießener Mannschaften.

Die Liga der Spiclvereinigung 1900 siegte im Pokalspiel gegen Wetzlar Niedergirmes 1 Maimnhaft nm 1:0 Das Spiel wurde sehr fair durchgefühn und bot eine Neide interessanter Stampf, momentr. Die Gälte waren mit großem Eifer bei der Sache, und bei etwas mehr Glück hatten sie (nicht unverdient) das Ergebnis auch unentschieden stellen können. Die 3. Mannschaft gewann gegen Heuchel­heim I 1:0, die 1. Jugend war gegen die 1. Jugend des Sportvereins Wetzlar ebenfalls erfolgreich unb konnte das Spiel mit 3:0 Toren für sich entscheiden.

Die 1. Schüler erzielten gegen die 1. Schüler von Klein-Linden nur einen knappen Sieg von 1:0. Die 2. Schüler verloren gegen Heuchelheim Schüler 1:3.

Der V f B. hatte am gestrigen Sonntag nur zwei Mannschaften auf dem Plan. Die 3. Mannschaft spielte gegen eine kombinierte Mannschaft von Stein, bad) und gewann mit 6:4. Die 1. Jugend spielte gegen die 1. Jugend des VfB. Butzbach unentschieden 1:1. Der Gegner der 2. Jugend blieb aus.

Fußball in Hessen-Hannover.

Es waren in der Hauptsache nur Positions- kärnpfe, bie am Sonntag in der Ligaklasse in Hessen-Hannover als bie letzten Spiele der ersten Serie burchgesührt würben. Größere Bebeutung hatte nur bas Treffen Sport Kassel gegen Her- mannia Kassel, ba von seinem Ausgang viel von ber Gestaltung der Tabelle in der Rord- gruppe abhing. Sport blieb in dem spannenden Kampfe mit 6:3 Sieger und hat damit wieder etwas mehr Anschluß an bie führenden Göttinger gewonnen. Die Els bes Spielvereins brachte in Northeim nur ein mageres 2:2 heraus unb Grone setzte sich gegen die Göttinger Sp. Vg. mit 2: 0 erfolgreich durch. Die Tabelle wird jetzt von Göttingen 05 mit 16:2 Punkten angeführt vor Sport Kassel mit 15:5 und Hermannia Kassel mit 13: 7 Punkten.

In ber Sübgruppe gab es eine Ueber- raschung: es gelang ben Kasseler Kurhessen nicht, in Marburg gegen bie dortigen Kurhessen einen Sieg zu landen. Mit 2:0 blieben bie Kasseler im Nachteil. 3n Horas hatte es Germania Fulda nicht allzuschwer, nach Hcbcrtoinbung einigen Widerstandes mit 4:0 bie Oberhanb zu be­halten. Germania Marburg liegt nach wie vor an ber Tabellenspitze mit 17:3 Punkten, gefolgt von Borussia Fulba mit 14:4 unb Hessen 09 Kassel mit 11:5 Punkten.

Punktkämpfe in der Gruppe Main.

Rot-weiß schlägt Eintracht.

Die vielfach erwartete Klärung in der mainischen Spitzengruppe, die ein Sieg der Eintracht hätte bringen können, ist nicht eingetreten. Im Spiel ge­gen Not-Weiß muhte die Eintracht im Frankfurter Stadion vor 18 000 Zuschauern die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Rot Weiß siegte 2:1 (0:0) und es spricht für das gute Können der BOcken­heimer Mannschaft, daß dieser Sieg verdient war. Die Eintracht hat jetzt mit 22:4 Punkten nur noch einen Punkt Vorsprung vor Rot-Weiß (21:5) unb da auch die Eintracht nod) einige schwere Spiele vor sich hat, wird sie sich jetzt doch sehr anstrengen müf- jen, um ben Titel noch einmal zu holen. Rot-Weiß hat sich burch seinen schönen Erfolg zuminbest ein­mal bie Anwartschaft auf ben wertvollen zweiten Platz ber Tadelt« befestigt. Der Fubballtportvereln steht zwar immer noch als ernsthafter Konkurrent ba, aber ber Vorsprung, ben sich fein Rivale burch ben Sieg über ben Meiner holte, ist boch schwer- miegenb. Die übrigen öpiele ber Gruppe Main brachten diesmal keine Ueberraschungen. Hanau be­siegte Neu-Isenburg 3:2 unb mit bem gleichen Er­gebnis schlug Heusenstamm bie Frankfurter Ger­mania. Offenbacher Kickers und Germania Bieber teilten sich in einem 3:3 Spiel die Punkte. Union Niederrod konnte seinen 5:3-Sieg über Griesheim erst in den letzten fünf Minuten sicherstellen.

Kurze Sportnotizen.

Die 30-Tagefahrt ous-dem Nürburg­ring der Kraftfahrzeuge wurde von allen 20 ge­starteten Fahrzeugen beendet. Der Nürburgring wurde 16 100 Mal umkreist und eine Strecke von 455 022,136 km zurückgelegt. Durch diele Pruiungs- fahrt ist die Wirtschaftlichkeit des deutschen Kraft­fahrzeuges glanzend bewiesen.

Die deutsch - amerikani f che Mann- schäft Dülberg (Dortmund) - Grimm (USA.) konnte bas Edikagoer Sechstagerennen nach einem erbit­terten Endkampf mit Rundenvoriprung vor ben Franzosen Setourneur (Buimbretifcre unb der ita­

lienisch-belgischen Kombination Giorgetti - Debaets gewinnen.

Beim Stuttgarter Sechstagerennen lagen nach 43 Stunden, Sonntag 17 Uhr, die Köl­ner Raufch-Hürtgen mit einer Runde Vorsprung ocr Richli Buichenhagen in Führung. Die übri­gen Paare lagen zwei bis neun Runden zurück.

Schalke 0 4 wurde in Barmen vor 8000 Zu­schauern von der Spiel- und Sport-Vereinigung Barmen mit 2:1 (2:0) geschlagen. Schalke spielte allerdings ohne ftiyorra.

In der süddeutschen Bezirksligo ist, nachdem am Sonntag Eintracht irranffurt gegen Rol-Weiß 2:1 (0.0) verlor, keine Mannschaft mehr ohne Niederlage.

Konrad Lindner, der früher beim 1. FT. Nürnberg Läufer und Verteidiger spielte, ist zum ASB. Nürnberg übergetreten.

Jsmayr-München stellte im Olnmpifchen Dreikampf mit 700 Pfund einen neuen Weltrekord der Halbfchwergewichtsklasse im Gewichtheben auf.

I n der Tennisrangliste des Bezirks 9 (Hesien-Hesien-Nasiau) führt bei den Herren Froitz­heim (Wiesbaden) vor Gv'ewich (Frankfurts, Tu- scher (Kastel) und Erwen (Frankfurts, roahrenb J*ei den Damen Frau Friedkeben (Frankfurt) 'vor Frl. Horn (Wiesbaden) und Frl. Menges (Frankfurt) an erster Stelle liegt.

Der Fußball-Länderkampf Italien ge­gen Tschechoslowakei in Rom endete überraschender­weise mit einem Unentschieden von 2:2 (0:0).

Wirtschaft.

Berlin in schwächerer Haltung.

Berlin, 16. Nov. (WTD. Funkspruch.) Die neue Woche eröffnete für Aktien und Pfandbriefe allgemein in schwächerer Haltung. Die meisten Werte gingen um 1 bis 2 v. H. unter Samstagniveau zurück, nachdem schon gegenSchluh des Samstagverkehrs eine Großbank plötzlich stär­ker als Abgeber hervorgetreten war, so daß die höchsten Tageskurse um 1 bis 2 v. H. unterschrit­ten wurden. Eine Ausnahme machten auch heute die Anteile der Berliner Handelsgesellschaft, die erneut um etwa 1 v. H. anzogen. Pfandbriefe hatten sehr ruhiges Geschäft, achtprozentige Gold­pfandbriefe wurden ebenfalls etwa 1 v. H. nied­riger umgesetzt. Als Gründe für die verschlechterte Stimmung wurden der schwächere Verlauf der Neuyorker Samstagbörse und der überraschende Ausfall der hesfischen Landtags w a h l angegeben. Nach letzteren scheint man zu befürch­ten, daß die lOOprozentige Machtverstärkung der Nationalsozialisten Rückwirkungen auf die Zu­sammensetzung der Reichsregierung haben könnte. Ferner argumentierte man. daß die Festigkeit der letzten Tage mehr technischer Natur gewesen wäre, da man sich nach der Anmeldung zur Ablieferung der schwebenden Engagements mit Stücken einge­deckt hätte, um bei Dekanntwerden der Abnahme­quoten nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Weiter verstimmte eine gestern in Magdeburg gehaltene Rede Dietrichs gegen Danken und Kartelle, auch lagen wenig optimistische Pressestimmen des Auslandes über die deutsch-französtschenVerhand- lungen und die Aussichten der Reparationsfrage vor. Demgegenüber machte die mit 3 8 3 Mil­lionen Reichsmark auch im Oktober a k - tive Handelsbilanz nur geringen Eindruck. Das Geschäft kam nur sehr zögernd in Gang, zumal Orders bei den Danken recht spärlich ein­trafen. Der Arbitrageverkehr mit dem Ausland hat bekanntlich durch die letzte Devisenverordnung vollkommen aufgehört, auch das Prpjekt einer Abstempelung der Dollarbonds, die im Jnlande im Verkehr sind, dürfte zu keiner nennenswerten Geschäftsbelebung führen. Die Chancen für die Dörseneröffnung bleiben trotz des Deschlusses des Derliner Dörsenvorstandes vom Samstag und trotzdem sich auch andere Stellen lebhaft für eine Wiederaufnahme des Dörsenverkehrs einsehten, undurchsichtig. Die Reichsbank scheint jedenfalls an ihrer ablehnenden Haltung festhalten zu wol­len. Angeblich wird als Voraussetzung für einen "Börsenverkehr während einer gewissen Heber- gangszcit ein Verbot von Exekutionen erwogen, um die geplante Aufsangsorganisation, die an fehlenden Geldmitteln scheitern -dürfte, überflüssig zu machen.

Dcöifenmarft Berlin Frankfurt a. IN.

Banknoten.

14 November

16 November

Amllicke Noiieruno

Amllicke Noiienmq

<»elb

2*ritf

Meld

»fiel

Pellingsor» .

8.21

8,23

8.21

8.23

Wien...»

58.94

59.06

58.94

59.06

Prag . . .

12.468

12.488

12.468

12.488

BuvaveN . .

73.28

73.42

73.28

73.42

Gofia . . .

3,057

3.063

3.057

3.063

Holland . .

169,43

169.77

169,33

169.67

C«lo ....

88.11

88.29

88.11

88.29

Kopenhagen.

90.01

90.19

89,81

89.99

Glotfholm

89.56

89.74

89.56

89.74

Hon von . . .

15.88

15,92

15.88

15,92

Buenos 'flirrt

1,123

1,127

1,118

1,122

Neuuorl . .

4.209

4,217

4.209

4.217

Brülle, . . .

58.57

53,69

58.57

58.69

Iialien. . .

21,72

21,76

21,72

21,76

Poris . . .

16,53

16.57

16.53

16.57

edirotl) . .

82,13

82.29

82.12

82.28

Gpanitn . .

36,31

36.39

36.46

36.57

Danzig . . .

82.22

82.38

82.22

82.38

Jovan . . .

2,058

2.062

2.068

2,072

Rw be Ian..

0,259

0,261

0.259

0,26)

Iugollawie».

7,473

7,487

7.473

7.487

Viliabon . .

14.39

14,41

14,39

14,41

fftrlin, 14. Jloptmbtr

'.'imentanudieJiotee ....... iBelgiidir Noten ....... XanUdie Noten ......... Englilwe Not.'n . ........ ,3ran4o|tldu Noten........ Hollanoijckr Noten........ 3talicnii(fe Noten........

Norwegi|ck>e Noten........

TeuridbCfflrneld), I 100 Lchllllng Rumanticke Noten........

4,20

58.41

89,82

15.84

16.52

169.06

21.70 87,92

58,68

2.49

Cckweculcke Noten........

Eckweft" Noten. ........

Evonitcke Noten. ........

Unaadidir Noten .......

Ms

4.22

58.65

90.18

15.90

16.58

169.74

21.78

68.28

58.92

2.51

89.73

82.26

36.32

Reichsbankdiskoni S o. h., Lombardzinssuß 10 v. h.

Frankfurter (Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 16. Nov. Die Frankfurter Getreidebörse zeigte zum Wochenbeginn eine sehr tust lose und zurückhaltende Stimmung. Die schwachen Meldungen aus dem In- und Auslande hemmten das Geschäft sehr stark. Das Angebot für Brotgetreide war ausreichend, die Käufer und Verkäufer übten jedoch trotz der ermäßigten Forderungen stärkste Zurückhaltung Das Ichleppende Mehlgeschäst blieb dabei ebenfalls nicht ohne ßinfluft. DaS Interesse für Roggenmehl hat ebenfalls stark nachgelassen. Futterortikel hatten sehr ruhige Tendenz, die Preise lauteten auch hier nach­giebiger Weiter befestigt lagen dagegen Rauh- futtermittel. die erneut um 0,25 Mk. anzogen. Cs wurden notiert: Weizen 230 Mk, Roggen 225. Sommergerste für Drau zwecke 185, Hafer (in!) 160 bis 170 Mk pro Tonne: Weizenmehl lsüdd. Spezial 0, mit Austauschware) 36,50 biS 37,50, «Sondermahlungi 34,50 bis 35,50, I Niederrhein, mit Austauschware) 36,50 biS 37.25. iSondermah- lung) 34.50 bis 35.25, Roggenmehl 30,75 bis 32. Weizenkleie 9,10. Roggenkleie 9 75. Erbsen «je nach Qualität für Speisezwecke) 33 bis 38. Linien (je nach Qualität für Speisezwecke) 25 biS 56, Heu

(südd, gut gesund, trocken) 5 biS 5.25. Weizen- und Roggenftroh idrahtgepreßt« 3,75 bis 4. «ge­bündelt) 3,25 bis 4. Treber tgetrocknet) 13 dis 13,25 Mk pro Doppelzentner.

lyrnnfiurtcr Schlachtvieh markt.

Frankfurt a. M.. 16. Nov. Austrieb Rinder 1368 Stück, darunter 254 Ochsen. 152 Dullen, 526 Kühe. 396 Färsen: 483 Kälber. 131 Schafe. 5607 Schweine. Es notierten pro 100 Plund Lebend­gewicht: Rinder. Ochsen: vo'.lileischige, ausge­mästete. höchsten Schlachtwerts jüngere 33 bis 36, ältere 29 bis 32, sonstige vollfleischige: jüngere 25 bis 28; Dullen: jüngere, vollfleifchige, höchsten SchlachtwertS 23 bis 31. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23 biS 27; Kühe jüngere, vollflei­schige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 27. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 24, fleischige 15 bis 20; Färsen (Kalbinnen. 3unqrinber): voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Sch'achtwerts o2 bis 35. vollfleifchige 28 bis 31. fleischige 23 bis 27: Kälber. Doste Mast- und Saugkälber 40 bis 44, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39, geringe Kälber 28 bis 34. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel: Weidemast 24 bis 28. Stall­mast 18 biS 23. Schweine. Vollfleischipe Schweine von etwa 240 biS 300 Pfund 44 biS 46. von etwa 2u0 bis 240 Pfund 43 biS 46, von etwa 160 bis 200 Pfund 42 bis 46. von etwa 120 biS 160 Pfund 38 bis 43. <5aucjt 35 bis 40 Mark Markt­verkauf Rinder ruhig, geräumt. Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine schleppend, Lieberstand.

Kunst und Wissenschaft.

Hegel-Feier der Berliner Universität.

Die Friedrich-Wilhelm Universität zu Berlin ocr- anftaltete zur Erinnerung an den 1 00 Todes- tag Hegels in der neuen Aula eine akademische Feier in würdigem Rahmen. Rach einer eindrucks­vollen Begrüßungsansprache des Rektors Pros Dr. Lüders entwickelten der Reihe nach ein Philosoph (Prof. Dr. S prange r), ein Staatswisscnschost- (er (Prof. Dr. Erich Kaufmann) und ein Theo­loge (Prof. D. Dr. R. Seeberg) die Bedeutung der Geistesarbeit des gewaltigen Denkers für ihre Wissensgebiete in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Den Einzug und Auszug der Professoren- schäft begleitete ein Posaunenchor unter Leitung des Kammervirtuosen Ludwig PI a ft. Die Vorträge selbst wurden von (Belangen des studentischen Chors der Universität unter Leitung von Geheimrat Prof. Dr. Friedländer würdig umrahmt.

In Stuttgart, dem Geburtsort des Philosophen, fand im Württembergischen Landestheater eine Hegel-Gedenkseier statt, bei der der Tübinger Phi­losoph Professor Haering die Festrede hielt. Er bezeichnete als die drei tnpi|d)en Grundzüge der Hcgelschcn Philosophie die dialektische Meihode, fer­ner die praktische Tendenz seiner Philosophie und denGeistesmonismus'

Bogoljuboro Schachmeister von Deutschland 1931.

The fünfte Partie des SchachmeisterkampscS in Nürnberg endete mit einem RcmiS. Damit ist der Wettkampf für Großmeister Dogol jubow gewonnen, der damit den Titel ,M elfter von Deutschland 1931 erhält.

(kingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung )

lln die Prooinzialstraßknoerwaltung für Vberhessen.

Es ist bestimmt Ihrer Aufmerksamkeit ent­gangen, daß die Deschassenhett der Landstraße zwischen Steinberg und ® rüningen so ist, daß das Desahren dieser Strecke, besonders bei der jetzt cintretcnben nassen Witterung, zu einer Ge­fahr wird. Es muß unverzüglich etwas geschehen. Die Wirtschastsnot verbietet eine teure Instand­setzung. Aber könnten dann nicht wenigstens, wie an anderen Straften auch, die gröftten Schäden mit dem vorhandenen Material, evtl, mit Hilfe einiger gern dazu bereiter Erwerbsloser möglichst bald beseitigt werden? SS fehlt hier anscheinend nur an der nötigen Organisation dieser Arbeit Die Strecke zwischen Münchholzhausen und Groß- Rechtenbach wird doch auch von Erwerbslosen in- standgesetzt. Warum gebt da- hier nicht? Hoffent­lich genügt dieser wohlgemeinte Hinweis, ehe Schadenersatzklagen kommen. R. R.

rScttcrvoraussaqc.

Der Aufbau des skandinavischen Hochdruckgebietes macht weitere Fortschritte. Seine ausfließende Kalt- lüft hat auch über Deutschland noch Barometeranstieg verursacht. Die Wetterlage steht an den nächste« Tagen unter dem Einfluß hohen Druckes. Wohl treten in Begleitung der Nordostluft über der Ostsee und Estland noch stärkere Bewölkung und einzelne 'Niederschlage auf. die jedoch jetzt nicht mehr m unseren Bezirk gelangen dürften Haltluft und nächt­liches Ausklaren führen zu Frost. Auch Dunst, und Frühnebelbildungen treten in Erscheinung

Vorhersage für Dienstag: Nachtfrost, lokale Frühnebel, oder Dunstbildungen. tagsüber meist beiter, trocken.

Vorhersage für Mittwoch: Zunahme des Frostes, sonst Fortdauer der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 15. November mittag#- 8,3 Grad Celsius, abends: 5,0 Grad. Am 16 No­vember morgens: 1,7 Grad. Mapimum 8.6 Grad, Minimum 1.0 Grad. Srdtempcraturen i« 10 cm Tiefe am 15. November abends: 5.0 Grad; am 16. November morgen«: 3.0 Grad Eelsius. Sonnenscheindauer lj Stunde.

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?rr Horjitzc ZU' Tarrn Habt, st-ende der Zentr tag. Minifterialv ueter des irtlämng ab.

.Erfreulich an mich, das) sich d tischen und Ions zend aeschla menzahl erreich! zur Äationalvc Jufammcnb H4>en Part^ annähme, hätte lichen Parteien chre Kampssront "alsozialist hgt Var. Die ' infolge mangeln! rElln.isse seh fwgibilbjngai läge ist, wie t gegeben. Th ^kisch gar r wwn: Nation whonalfc-jianft "ölen, Jtommur fon bann ungen Aussi enn con Seiten Lu

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