Ausgabe 
15.10.1931
 
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Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 14. Oft. (WSN.) Von einem Per­sonenauto aus Frankfurt a. M. wurde gestern nachmittag hier das 4 Jahre alte Söhnchen des Arbeiters Gustav Ritz überfahren und er­heblich verletzt. Der bedauernswerte Kleine kam beim unbeaufsichtigten Spiel auf der Straße plötzlich aus einer Seitengasse herausgelaufen und rannte direkt in den zum Glück nur mit mäßiger Geschwindigkeit fahrenden Kraftwagen hinein. Ob. ä roohl der Lenker des Autos mit stärkster Kraft bremste und seinen Wagen zur Seite riß, konnte er nicht verhindern, daß das heranlaufende Kind überfahren wurde und unter den Kraftwagen ge­riet. Der Fahrer holte mit Hilfeleistung eines Augen- zeugen den Kleinen unter dem Auto hervor und oerbrachte ihn nach dem Krankenhaus.

Kreis Lauterbach.

& Lauterbach, 14. Oft. In den letzten Tagen wurden in unserer Stadt mehrere Fahrrä­der gestohlen. Den Dieben wurde ihre »Ar­beit" allerdings durch Unachtsamkeit der Fahr- wadbesiher und durch das Fehlen von Sicher­heitsschlössern an den Rädern leicht gemacht. Slücklicherweise konnte vorgestern einer der Fahr­raddiebe (man vermutet, daß es deren mehrere sind) durch das schnelle Zugreifen der Polizei ge- segentlich eines neuen Diebstahls ermittelt wer­den. Man hofft, daß die Diebstähle nunmehr ihre Aufklärung finden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

* Odenhausen, 13. Oft. Am Sonntag und Montag fand hier, veranstaltet vom Obst- und Gartenbauverein für den Kreis Wetzlar, eine Obst- und Gemüse-Aus st ellung für die Gemeinden Salzböden und Odenhausen statt. Die Ausstellung, die sehr reich beschickt war, wurde i»urch Landrat M i ß eröffnet. Kreisobstbauinspek- tir Kilp (Wetzlar) sprach kurz über die in der Ausstellung dokumentierten Fortschritte. Mit der Veranstaltung war eine Prämiierung ver­bunden. Die Preisrichter, Landwirtschaftsrat Dr. Olbrich (Wetzlar) und Lehrer Schröder (Üaunsbach) hatten kein leichtes Amt. Das Ex- $ gebnis der Preisverteilung ist folgendes:

1. Preise in Form von Ehrenpreisen (O = Odenhausen, S. = Salzböden): Karl Weis- bcod, S.: Karl Fritz, <5.; 2oh. Zecher Wwe., &; Ehr. Schneider, O.; Wilh. Speier, O.; Ludwig Simon, O.

2. Preise in Form von Obstbäumen und prak- fichen Gegenständen: Ehr. Fritz, O.; L. Wagner, ©.; Gg. Karber, O.; L. Schneider LUI., O.; Sy Bremer, O.; Ad. Rink, O.; L. Göttlich. ®.; L. BJagner LI., S.: 3. Volk, O.; Ehr. Völk, O.; 'Pfarrer Lindenborn, O.; Fr. Klinkel, O.; K. Sinf Wwe.. O.; Ehr. Kraft, O.; G. Will, O.; D Rohrsheirn, S.: W. Müller, <3.; H. Klein, 5; H. Schneider, O.: C. Fritz, S.: W. Rots- Hausen, S.: Sy 3ung, ©.; 3. Rühl, S.: L. Schnei­der I., D.; W. Ott, O.; L. Vodenbender. ©.; © Schwarz, S.: L. Schneider II., O.; G. Heuser, 5.; H. Hoß, ©.; Sy Bieker, ©.

3. Preisein Form von Diplomen: K. Eidam, O: C. Hirschhäuser, O.; G. Steiß, 6.; 3. Schmidt Wwe., ©.; 3. Wagner Wwe., S.: G. Dechthold Wwe., 6.; G. Fritz, O.; K. Happel, O.

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 14. Olt. Am 15. Mai 1931 wur­den vier junge Leute von Bad-Rauheim, von denen zwei eingeschriebene Kommunisten sind und zwei dieser Partei jedenfalls nahestehen, vor der Strafkammer als Zeugen vernommen. Ihre An­wesenheit in Gießen benutzten sie zu einer aus­gedehnten Bierreise, bei der sie auch zwei hiesige Kommunisten kennen lernten. Als sie bann abends getrennt zur Bahn gingen, bekamen zwei von ihnen Streit mit Rationalsozialisten, weil sie diese nach deren Behauptung angerempelt hatten, und sie wurden verhauen. Am Bahnhof trafen sie fich dann alle wieder und beschlossen, bis zur Ab­fahrt des Zuges noch ein Glas Bier zu trinken. Sie gingen wieder in die Stadt, und zwei von ihnen begaben sich in die Wirtschaft Soldan, an­geblich in Unkenntnis des Umstandes, daß hier die Rationalsozialisten verkehren. Die beiden an­deren trafen in der Rähe zufällig die beiden Gießener Kommunisten und erzählten ihnen von der Schlägerei. Darauf lief der eine Gießener auf Anordnung des anderen in denilfju, offen­sichtlich, um dort Verstärkung zu holen. Als er zurückkam, trat er zunächst einem vor der Türe stehenden Rationalsozialisten wider den Leib und riß ihm sein Abzeichen ab. Dann betraten sie die Wirtschaft Soldan und begrüßten die dort sitzenden Bad-Rauheimer mit dem Ruf: »Rot Front, Genossen!". Der Wirt Soldan befürchtete verständlicherweise Streitig­keiten mit seinen sonstigen Gästen, verweigerte die Abgabe von Bier und bat durchaus höflich, fein Lokal zu verlassen. Als Antwort hierauf warf einer der Rauheimer fein Bierglas nach dem Wirt zu auf die Erde, und nun ging's los. Stühle, Gläser, Tlntersähe und was sonst noch flog durch die 2uft; die Gäste wurden teilweise verletzt und das Lokal demoliert. Als einer der ®äfte zu seiner Verteidigung einen Schuß aus einer Schreckpistole abgab, flüchteten die Eindring­linge. Die Bad-Rauheimer wurden dann noch vor ihrer Abfahrt von der Polizei festgenommen. Beteiligt hieran haben sich nach den Aussagen der Zeugen außer einigen Unbekannten, die auf den Wurf mit dem Glas hin eingedrungen waren, vermutlich die vier Rauheimer und die beiden Gießener, wenn es auch nach Auffassung des Gerichts nur dem einen der Gießener einwand­frei nachzuweisen war, der auch den Rational­sozialisten getreten hatte. Er erhielt wegen schwe­ren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körper­verletzung zehn Monate zwei Wochen G e f ä n gn i s. Die anderen fünf hielt das Ge­richt des einfachen Landfriedensbruchs für über­führt und verurteilte den am wenigstbeteiligten Gießener zu drei Monaten Gefängnis, die vier Bad-Rauheimer xu je sechs Mona- ten Gefängnis: ein dritter Gießener Kom­munist wurde freigesprochen, da ihm eine Be­teiligung an der Zusammenrottung nicht nach­zuweisen war-

Wirtschaft.

Kreditsperre bei Verstoß gegen die Devisenvorschriften.

Berlin, 14. Oft. (CNB) Die Reichsbank hat, wie wir erfahren, ein Rundschreiben an alle Zanken unb Girokunden erlassen, in dem scharfe i tedit maßnahmen gegen solche Fir - n e n angedroht werden, die gegen b i e Deoi« -n Vorschriften verstoßen, insbesondere üegen die Bestimmung, wonach Exportdevisen mnerhalb von drei lagen der Reichs- mnf zum Kauf anzubieten sind. Die isichsbank behält fich das Recht vor, jeder ihren H'rebit in Anspruch nehmenden Firma die Kredit- c mährung rundweg zu verweigern, falls fich her- »-stellen sollte, daß diese Firma die Deoisenoor- triist nicht befolgt. Die Reichsbank wirb in solchen lällen den direkten Lombard- und Diskontoerkehr , Jt rroeigern unb auch den Ankauf von Wechseln ab- scknen, auf denen eine Unterschrift einer solchen üi:ma, die die Devisenbestimmungen nicht eingehal- j.| hat, vorkommt. Gleichzeitig hat die Reichsbank '^geschrieben, daß bei von ihrer Kundschaft be- d'teUten Devisen stets anzugeben ist der Name des »äifers, der Zweck der Devisenbeschaffung und die Brielle, die die Genehmigung erteilt hat. Die Banken ü.rfen infolge der Vorschrift über die dreitägige Deoifenablieferung neue Währungskonten nicht mehr

führen. Die Weiterführung alter Währungskonten ist nicht mehr angängig unb die Neueinrichtung ver­boten.

Südafrika hält am Goldstandard fest.

Johannesburg, 14. Okt. (WTB.) Der Mi- nifter für Bergbau unb Industrie erklärte in einer Diebe, die Regierung fei entschlossen, den Gold­standard nicht aufdu.geben.

Weitere Zahlungseinstellungen amerikanischer Banken.

N e u y o r k, 14. Okt. (WTB.) Zehn weitere kleine amerikanische Banken mit Depots von insgesamt annähernd neun Millionen Dollar haben gestern ihre Zahlungen eingestellt.

*

' Weiterführung des Mansfclder Kupferbergbaues. Alm die Weiterführung der Kupferbetriebe der Mansfeld AG. zu ermög­lichen, haben die Gewerkschaften gestern in eine weitere Senkung der Tariflöhne um 10 v. H. ein­gewilligt. Der neue Lohnvertrag gilt vom 1. Ok­tober 1931 bis zum 31. März 1932. Damit sind die Voraussetzungen für eine weitere finanzielle Hilfe des Reiches und des Landes Preußen für die Mansfeld AG. geschaffen.

Die deutschen Börsen.

Abflauen der Angstkäufe.

Frankfurt a. Hl., 14. Okt. Von den starken .^uirssteigerungen, die im gestrigen Telephonver- 'eEic zu hören waren, scheint heute bereits wieder dn großer Teil verlorengegangen zu sein, nach­dem schon gestern nachmittag niedrigere Kurse genannt wurden. Die entschiedenen Erklärungen Zu Brünings im Reichstag haben die Beun- vifljigung über eine Aenderung des Wirtschaf ts- jütischen Kurses etwas zurückgedrängt, so daß nßalgedessen ein Abflauen der Angst- äiu f e festzustellen ist. 3m Zusammenhang damit idiieb die älmsahtätigkeit heute weit geringer als ledern, zumal auch von dem schwachen Reuyorker Mrsenschluh Zurückhaltung ausging. Die führen- cr. Papiere des Aktienmarktes wurden gegen- jib'ir den gestrigen Höchstkursen um etwa 3 bis n. H. schwächer genannt. Von den Realisationen vuicden besonders Elektropapiere in Mitleiden- H'ift gezogen. Am Renten - und Pfand- Iniefmarkt herrschte dagegen heute etwas zuversichtlichere Stimmung vor, und hr Kurse wurden eine Ruance höher gesprochen. 3<f)r Interesse begegnete man den Liquida- jmspfandbriefen, die bis zu 2 v. H. fester lagen.

Von der Berliner Börse.

Berlin, 15. Ott. (WTB. Funkspruch.) Da die ftnurpolitische Situation über Nacht eine Zuspitzung bsmegen erfahren hatte, weil die Wirstchaftspartei mb' bas Landvolk noch keine endgültige Stellung zur Icgierung Brüning einnahmen, so daß bas Resultat br heutigen Abstimmungen zweifelhaft blieb, berichte im heutigen Effektenfreiverkehr Unsicherheit, lic Tendenz neigte bei geringem Geschäft weiter .jir schwäche, d. h. man nannte die gestrigen Noch- irittagsfurfe eher Brief, da man auch bei der Kund ||4af! etwas Realisationsneigung zeigte. Nachdem nun auch Herr Dr. Schacht erklärt hat, daß er die

Währung als solche für gesichert halte, scheint auch beim Publikum bas Verlangen, in Sachwerte hinein­zukommen, nicht mehr in dem Maße vorhanden zu fein, wie in den letzten Tagen. Hinzu kam, baß die gestrige Neuyorker Börse einen recht schwachen Ver­laus genommen hat. Daß drüben mit weiteren Dis­konterhöhungen zu rechnen ist (London blieb heute unverändert), daß durch die Aufnahmeoerhandlungen zwischen der Frankfurter Genossenschaftsbank und der Dresdner Bank die unmittelbar vor dem Ab­schluß stehen sollen, die Sorgen der Genossenschaften im allgemeinen wieder vor Augen geführt wurden, daß durch die Schalterschließung des Bankgeschäfts Julius Ulmer & Co. in Nürnberg der Beweis er­bracht wird, daß die Bereinigung im deutschen Bank­gewerbe noch nicht zu Ende ist usw., sind alles Dinge, die nicht ohne Einfluß auf die Stimmung bleiben konnten. Selbst die an und für sich überraschend hohen Ziffern des deutschen Außenhandels im Sep­tember (der Exportüberschuß von 387 Millionen war in den gestrigen Nachmittagsstunden schon bekannt), wurde ungünstig kommentiert, da in ihnen die schwie- rige Lage Deutschlands deutlich zum Ausdruck komme. Hinsichtlich der zweiten Freigabelage der auslän­dischen Markguthaben in Höhe von 15 v. H. hat sich nichts geändert, d. h. die Reichsbank scheint von dem ihr zustehenden Aufschubrecht keinen Gebrauch machen zu wollen. Dadurch wird schätzungsweise eine Summe von 75 Millionen Mark in Devisen fällig werden können. Die Dedi-Bank beschäftigt sich in ihren neuesten wirtschaftlichen Mitteilungen mit dem Problem über Aufgaben des Bankgewerbes und er­achtet als wichtigste Frage, ob nicht auf solche Weiss eine Verbilligung der Kreditkonditionen herbeigeführt werden könne. Als in den Mittagsstunden bekannt wurde, daß die Besprechungen des Reichskabinetts für die parlamentarische Lage heute vormittag eine günstigere Beurteilung der Situation zuließen, daß sowohl das Landvolk als auch die Wirtschaftspakte! 1

sich bei den Abstimmungen wenigstens zum Teil der Stimme enthalten werden, setzte fid) im Telephon- verkehr eine Erholung durch, und es fanden auf der ermäßigten Basis verhältnismäßig große Umsätze statt.

Ausländische Börsen.

Die Londoner Börse war gestern im Ver­laufe fester, doch griff gegen Schluß eine gewisse älnsicherheit Platz. Amerikanische Werte verloren bis zu 5 Dollar.

Die Brüsseler und die PariserBörsen tendierten bei sehr ruhigem Geschäft im allge­meinen in sehr fester Haltung. Durch die Rede Brünings, die in Finanzkreisen mit Befriedi­gung aufgenommen wurde, ist in gewissem Maße die Tlnsicherheit, die durch die jüngsten Ereignisse in Deutschland entstanden war, beseitigt.

Die Amsterdamer Börse eröffnete in Ucbereinftimmung mit Reuyork in schwächerer Haltung, doch setzte sich später eine Erholung durch, so daß die Anfangsverluste wieder wett gemacht wurden. Die Börse war gegen Schluß etwas schwächer, da Material an den Markt kam.

Die Reuyorker Börse war zu Beginn bei geringer Unternehmungslust schwächer.

An den Devisenmärkten war die Almfah- tätigfeit gering, dos Pfund konnte sich mit 3,87' , gegen den Dollar gut behaupten. Die Reichs­mark lag mit 16,85 gegen das Pfund fester; auch in Amsterdam konnte die Reichsmark an­ziehen, da man die Gefahr einer Infla­tion in Deutschland durch die Rachrichten aus Deutschland als beseitigt ansieht.

Devsienrnarkl Berlin Frankfurt a. 21t.

Banknoten.

14-Dflobcr

15.Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

«eld

25rief

Geld

Brief

Heisingsort .

8,44

8,46

8,49

8,51

Wien....

55,69

55,81

55,84

55,96

Prag . . .

12,47

12,49

12,47

12,49

BuvapeN . .

73,28

73,42

73.28

73,42

Sofia . . .

3,072

3,078

3,072

3,078

Holland . .

170,68

171,02

170,78

171,12

Oslo.... Kopenbage«.

92,91

93,09

92,91

93,09

93,16

93,34

93.16

93,34

Stockholm

98,40

98,60

98,15

98,35

London. . . Buenos Aires

16.30

16,34

16,30

16,34

0,958

0,962

0,963

0,967

Nenvork . .

4,209

4,217

4,209

4.217

Brüfiel. . .

59,04

59,16

59,04

59.16

Italien. . .

21,68

21,72

21,78

21,82

Baris , . .

16,67

16,71

16,66

16,70

Schweiz . .

82,52

82,68

82,52

82,68

Spanien . .

37,91

37,99

37.96

38,04

Danzig. . .

82,47

82,62

82,42

82,58

Japan . . .

2,078

2,082

2,078

2.082

Rio de Ian..

0,219

0,221

0.249

0,251

Iugoslawie». Liliabon . .

7,473

7,487

7.473

7,487

14,84

14,86

14,84

14,86

________Berlin, 14 CT ober_________ jlmetifaiitfdje Nölen ....... Belgilche Noten.........

Tönücke Noten.........

(Snflllldie Noten.........

trran)ö(ifd)e Noten ....... Holländische Noten........

Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch.Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten.........

Spanische Noten.........

Ungarische Noten........

Meld

4,20 58,88 92,96 16,26 16,66

170,31 21,71 92,71 55.43

2,53 98,20 82,34 37,74 72,75

Äries

4,22

59,12

93,34

16.32

16,72

170,99

21.79 93,09 55,72

2,55

98.60

82,66

37,90

73,15

Der deuische Außenhandel im SepLember. 363 Millionen Mark Ausfuhrüberschuß, einschl. ^eparationSsachlieferungen 387 Millionen.

(Berlin, 14. Okt. Der in der Außenhan­del s st a t i st i k für September ausgewie­sene Umfang der deutschen Ein- und Ausfuhr ist durch die in Großbritannien und anderen Ländern erfolgte Loslösung der verschiedenen Währungen vorn Goldstandard noch nicht stärker beeinflußt worden. Die Warenbewegung der letz­ten Septemberwoche, soweit sie möglicherweise Preis- und Mengeneinbußen schon unterlag, wird im wesentlichen erst in den Oktoberausweisen enthalten sein. Gleichwohl steht auch schon das Septemberergebnis deutlich im Zeichen der sich immer mehr verschärfenden Wirtschaftskrise. Die Einfuhr ist mengengemäh schwach gestiegen, wertmäßig unwesentlich - von 545 auf 448 Mill. Mark- gefallen. Die Ausfuhr beträgt im September 812 Mill. Mk. gegen 776 Mill. Mk. im Vormonat: hinzu kommen Reparationssachliefe­rungen im Werte von 23 Mill. Mk. (im Vormonat 26 Mill. Mk.). Die Handelsbilanz im September schließt also mit einem Ausfuhrüberschuß von 363 Mill.Mk. (August 322 Mill. Mk.) ab: einschließlich der Reparationssachlie- f erungen übersteigt der Wert der ins Ausland abgesehten Waren die Einfuhr um 3 8 7 (i m V o r- monat 34 8) Mill.Mk. Die Steigerung der Ausfuhr geht über das saisonmäßig erwartete Maß hinaus. Sie zeigt sich dem Werte nach im wesentlichen bei den Fertigwaren, deren Absatz um 30 Mill. Mk. zugenommen hat: diese Ausfuhr- zunahme hat bei einem gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 4 v. Sy gefallenen Preisniveau für die Fertigwarenausfuhr stattgefunden. Bei der Einfuhr haben Rohstoffe und halbfertige Waren erneut stark, und zwar um 16 Mill. Mk., abgenommen, während die Einfuhr von Lebens­rnitteln und Fertigwaren gestiegen ist.

Berliner Prodnktcnmarkt.

Berlin, 14. Okt. Die jüngsten Erklärungen des Reichskanzlers, in denen erneut auf die Stabilität der Währung, sowie auf die Sicherstellung der Versorgung für das laufende Wirtschaftsjahr hin­gewiesen wurde, haben am Produktenmarkt zu einer weiteren Beruhigung geführt. Da anderseits das Mehlgeschäft sich weiter in sehr engen Gren­zen hält, traten trotz des nach wie vor geringen 3nlandangebotes von Brotgetreide Preisrück­gänge ein, die im Promptgeschäft allerdings weni­ger stark waren als am handelsrechtlichen Liefe­rungsmarkte. Auf Basis der etwa 2 Mark nied­rigeren Gebote waren die Verkäufer nur zögernd SU Abschlüssen bereit, so daß sich die Amsahtätig- feit wieder in engen Dahnen bewegte. Am Liefe­rungsmarkt setzte Weizen bis 3 Mark, Roggen 2 Mark schwächer ein. Weizen- und Roggenmehle

werden zu unveränderten Preisen angeboten, haben aber nur kleinstes Dedarfsgeschäft. Bei Hafer bei mäßigem Angebot in guten Qualitäten, im Einklang mit der Allgemeintendenz eher etwas schwächer. Der Lieferungsmarkt setzte bis 1,75 Mk. niedriger ein. Gerste ruhig. Für Futterqualitäten besteht einige Kauflust bei stetigen Preisen. Wei­zen- und Roggenexportscheine lagen etwas matter. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märkischer, 213 bis 216, Oktober 226, Dezember 230 bis 228,50 (matt); Roggen, märkischer, 186 bis 188, Oktober 196 bis 195,75, Dezember 197 bis 195,50 (Brief, ruhig): Braugerste 159 bis 173 (ruhig); Futter-- und Industriegerste 151 bis 158 (ruhig); Hafer, märkischer, 140 bis 148, Dezember 154 (Brief, schwächer); für je 100 Kilo: Weizenmehl 27,25 bis 32,25 (still): Doggenmehl 26,25 bis 28,75 (matter); Weizenkleie 10,20 bis 10,40 (matt); Roggenkleie 9,15 bis 9,40 (ruhig); Viktoriaerbsen 20 bis 27; Leinkuchen 13,20 bis 13,40; Trocken- schnihel 6 bis 6,10; Crdnußkuchen ab Hamburg 11,10; Erdnußkuchenmehl ab Hamburg 11,20; extrah. Sojabohnenschrot ab Hamburg 11: ab Stet­tin 11,60 Mark. Allgemeine Tendenz: schwächer.

Grünberger Jubiläums-GaUusmarkt.

+ Grünberg, 14. Okt. Aufgetrieben waren auf dem heutigen Viehmarkt 1009 Ferkel und 28 Stück Rindvieh. Folgende Preise wurden auf dem Ferkelmarkt erzielt: Ferkel bis zu sechs Wochen kosteten 8 bis 10 Mk., sechs bis acht Wochen 10 bis 15 Mk., acht bis dreizehn Wochen 15 bis 20 Mk. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberstand. Aus dem Rindermarkt blieb ebenfalls etwas ilefcerftani). Rinder von einem halben bis ein Jahr kosteten 120 bis 150 Mk., von ein bis zwei Jahren 200 bis 250 Mk., trächtige Rinder und Kühe «frisch­melkend) 300 bis 350 Mk.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

F r a n k f u r t a. M., 15. Oft. Auftrieb: 79 Rinder, 832 Kälber. 404 Schafe, 839 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 45 bis 49 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 44 bis 45 Mark, geringe Kälber 33 bis 39 Mark. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 28 bis 33 Mark, (Stallmast) 22 bis 27 Mark, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 18 bis 21 Mark. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 44 bis 50 Mark, von etwa 200 bis 240 Pfund 44 bis 50, von etwa 160 bis 200 Pfund 42 bis 48 Mark. Markt­verlauf: Rinder und Kälber schleppend, geräumt, Schweine geringer Ueberstand.

Buntes Allerlei.

Ein japanischer Robinson.

Die japanische Marine wird jetzt ein Schiff ausschicken, um einen Matrosen zu retten, der auf einem einsamen Eiland des Stillen Ozeans, etwa 250 Kilometer nördlich von Saipan, in der Ladronen-Gruppe seit neun Jahren fein Leben fristet. Dieser moderne Robinson namens Alraji Waraschina, gehörte zu der Mannschaft des ja­panischen Kriegsschiffes Matsu: er stürzte im August 1922 in der Rähe dieser Inselgruppe über Bord und konnte nicht gerettet werden. Man hielt ihn für tot.'Vor zwei Monaten wurde nun ein japanisches Fischerboot, das in einen heftigen Sturm geraten war, gezwungen, auf einer schein­bar unbewohnten Insel Zuflucht zu suchen. Die Fischer fanden hier einen in Felle gekleideten Mann, der sich ihnen als der vermißte Wara­schina borftellte. Da das Boot nur noch geringe Nahrungsmengen besaß, so weigerte sich der Führer, oen neuen Robinson mitzunehmen, ver­sprach aber, sofort seine Rettung zu veranlassen. Als jedoch die Fischer 14 Tage später die Donin- Inseln erreichten, da fliegen dem Führer Beden­ken auf, ob er richtig gehandelt hatte, und da er Vorwürfe fürchtete, befahl er seinen Leuten, stren­ges Stillschweigen über ihr Erlebnis zu bewah­ren. Ein Mitglied der Bootsmannschaft wurde aber von Gewissensbissen geplagt und machte einem Marine-Offizier Mitteilung. Die Rach- richt wurde sofort nach der Marine-Station von Pokusaka gemeldet, und ein Schiff erhielt darauf­hin Befehl, den Unglücklichen aus seiner neun­jährigen Einsamkeit zu erlösen.

WaSmaninHollywoodnochnichterlebie

Hollywood, die amerikanische Film-Metropole, hat in seiner kurzen, aber ereignisreichen Ge­schichte etwas ganz Reues erlebt. Diese Stadt, in der schon so viele Chen in die Brüche gegangen sind, hat die silberne Hochzeit eines Filmehepaares feierlich begangen. Zwei

bekannte Persönlichkeiten aus dem Reich der flimmernden Leinwand, James Gleason und seine Gattin Lucille Web st er-Gleason feier­ten die 25. Wiederkehr jenes Tages, an dem >ie sich zu einer vollkommen glücklichen Che ver­einigt hatten. Mehr als 600 hervorragende Per­sönlichkeiten der Filmwelt erschienen bei der Gratulationscour, und es gab so viel Geschenke, daß der größte Raum im Hause des Paares dafür nicht ausreichte. Ratürlich hat man diese beidenweißen Raben" der Filmwelt ausgefragt, und sie haben auch mit guten Ratschlägen zur Erlangung des ehelichen Glückes nicht hinterm Berge gehalten. Frau Gleason äußerte die fol­genden Maximen:Heirate keinen Mann, den du erst zum guten Gatten erziehen oder bessern mußt. Das wird dir nie gelingen. Wenn er anders werden soll, überlaß die Erziehung andern. Rimm nicht zuviel Teil an dem Leben deines Mannes, Wir haben außer unserem Beruf, un­serem Heim und unserem Sohn wenig gemeinsame Interessen. James liebt Sport, ich hasse ihn. Ich liebe Theater und Musik, er nicht. Wir respektieren die Vergnügungen und Reizungen des andern durchaus. - Jede Frau sollte ein Steckenpferd haben, irgend etwas, was ihr Ab­wechslung von der eintönigen Arbeit im Haushalt gewährt." Der Gatte sagte:Laß niemals die Sonne über einen ehelichen Zwist untergehen. Das ist nicht sehr originell, aber wenn man diesen Aat befolgte, würden viele Scheidungen vermieden werden. Unb wenn man die ganze Rächt hindurch sich aussprechen sollte, man lege ich nie zum Schlafen nieder, ohne daß der Streit beigelegt, daß alles vergeben und vergessen ist. Verliere niemals deinen Humor! Wenn du nach Haus kommst, bringe immer einen Scherz mit. Ein herz­liches Lachen fegt allen Unmut hinweg, der einen häuslichen Sturm entfesseln konnte. Behandle deine Frau als Partner, und gib ihr dieselben Freihei­ten und Möglichkeiten wie deinem Geschäftsteil­haber."