Oie 500 000-Marl-prämie nach Offenbach gefallen.
MSN. Offenbach. 14. Sept. 1000 Mark und die Prämie oonSOOOOOMorkderS. Äla||e der Preuß.sch.Süddeutichen Klasienlottene fielen auf Los-Nr. 272 909 in die Staatliche Lotterieeinnahme Ä a u f m a n n in D f f e n b a d). Die glücklichen Ge- Winner sind Leute, die das Geld gut gebrauchen können Das Los wird in Offenbach. Bieber, Dietzenbach, Oberrad und Griesheim flefpielt
gen nach Schalter-
0 Saubad), 14. Sept. Die feit dem 17. August für den seitherigen Postzustellbezirk Laubach eingerichtete P o st v e r k r a f t u n g bat sich auch für da» Wirtschaftsleben Laubachs feyr nachteilig ausgewirkt. Die Mißstände, unter denen vor allem die Gewerbetreibenden zu leiden haben, zeigen sich in erster Linie bei der Paketbesöroerung. Seither war es möglich, daß bis gegen 17.30 Uhr . Pakete auf dem hiesigen Postamt ausgegeben werden konnten, die noch um 18 Uhr mit der Bahnpost, über Hungen roeiterbeförberl wurden. Es handelt sich dabei in der Hauptsache um Lebensmittel- pakete, die für Bad-Nauheim, Frankfurt a. M., Darmstadt usw. bestimmt sind. Durch die günstige Bahnoost konnte bereits am nächsten Bormittag die Zustellung am Bestimmungsort erfolgen. Da aber leit Einführung der Postoerkraftung und Einstellung Der Bahnpost die letzte Paketbeförderung durch den gegen 16.45 Uhr abgehenden Krastpostwcv Grünberg erfolgt, werden alle bis zum schluß noch abgelieferten Pakete auf dem Postamt be- lassen und erst am nächsten Vormittag um 8 Uhr vom Grünberger Postwagen abgeholt. Dort bleiben die Pakete bis zum Spätnachmittag liegen und kam- men erst dann mit der Bahnoost zur Weiterbeförde, rung. Frühestens können diese Pakete erst am nächsten Dormittag — nachdem sie bereits zwei Tage unterwegs gewesen sind — den Adressanten zuge- stellt werden. Mehrere Gewerbetreibende sind bereits Dazu übergegangen, ihre Pakete als Eilgut bei der Eisenbahn auszugeben, da ihnen hier eine bessere Beförderung gewährleistet wird. Der
Dberbeffen.
{Unter Shrmann-Zrirdberg f.
WSR. Friedberg, 13. Sept. 3m 76. Leben»- fahre ist der langjährige Lehrer und Kantor der Israelitischen ReligionSgemeinde in Friedberg, Heinrich Ehrmann, gestorben. Der Heimgegangene war nicht nur der ausgezeichnete Lehrer mehrerer Generationen, sondern auch ein Wissenschaftler, der sich erfolgreich auf den verschiedensten Wissensgebieten betätigte. Gr war der Gründer de» Lehrervereins der jüdischen Lehrerschaft in Hessen und stand al» erster Dor- sitzender an führertder Stelle. Heber 40 Jahre war er al» erster Beamter der jüdischen Gemeinde Friedberg» tätig.
Landpostbeschwerden im Grünberger Postbezirk.
Post dürfte hierdurch ein nicht zu unterschätzender Einnahmeausfall entstehen, den sie nur dadurch wie- der ausgleichen kann, daß sie die Bahnpostbeförde- rung auf der Strecke Mücke—Laubach—Hungen wieder einführt, oder eine Aenderung in der Abholung der letzten Laubacher Paketpost vornimmt. Am zweckmäßigsten wäre es, wenn das für den Bezirk Laubach zuständige Po st auta hier untergebracht würde, was sich ohne weiteres ermöglichen ließe. Außerdem würde diese Maßnahme eine Arbeitsverteilung bei dem Postamt (Brünberg mit sich bringen, das durch die Einführung der Landkraftpost sehr überlastet ist.
Auch bei der Beförderung derBriespost zeigen sich Mängel. So brauchen die von Laubach aus über Grünberg lausende Briefe nach Norddeutschland, insbesondere nach Berlin, jetzt länger als vor der Einführung der Kraftpost. Dieser Umstand ist bar- auf zurückzusühren, daß die frühere Bahnpostbeförderung über Hungen zu den Zügen der Linie Gießen — Gelnhausen, die bedeutend mehr Bahnpost befördern, als die der Strecke Gießen—Fulda, eine wesentlich bessere Anschlußmöglichkeit aufzuweifen hat. Es zeigt sich auch hier, daß die Wiederein- führung der Bahnpost über Hungen für Den Bezirk Laubach eine unbedingte Notwendigkeit ist.
Landkreis Gießen.
00 Klein-Linden, 14. Sept. Die Kinder des evangelischen Kindergottesdienstes feierten am Sonntag ihr 6 o m m e r f e ft. Unter den Klängen des Posaunenchores marschierten die mit Blumen und Kränzen geschmückten Kinder zum Festplatz auf der Pfingstweide. Pfarrer Bremmer hielt eine Ansprache, nachdem die Kinder mit Liedern und Gedichtvorträgen, mit Sprechchören und gemeinsam gesungenen Liedern eine Stunde verbracht hatten. Unter der Leitung der Führer und Führerinnen entwickelte sich bei allen möglichen Spielen ein lebhaftes Treiben.
0 2111 e n b o r f (Lahn), 11. Sept Dor einigen Tagen fanden hier die ReichSjugenhwettkämpfe der Dolksfchule statt ES beteiligten sich die vier oberen Jahrgänge daran, und Atoar zum ersten Male auch die Mädchen. Zum AuStrag kam für die Oberstufe der Knaben ein Fünfkampf und für die Knabenunterstufe und die Mädchenabteilungen je ein Dreikamps. Die Ergebnisse wären sehr gut. Es wurden folgende Preise errungen: Knabenoberstufe: 1. Pr. (79 P.) Willi Ulm; 2. Pr. (69 P.) Hermann Binz: 3. Pr. (68 P.) Artur Heep. — Knabenunter stufe: Ehrenpreis (69 P.) Walter Dick: 1. Pr. (59 P.) Willi Heep und Helmut Menges: 2. Pr. (56 P.) Otto Bott: 3. Pr. (54 P.) Theodor Schütz und Ferdinand *23olf; 4. Pr. (53 P.) Karl Becker: 5 Pr. (51 P.) Kurt Binz, Reinhold Bolk und Helmut Wagner: 6. Pr. (45 P.) Ludwig Ulm uni Helmut Dolk. 7. Pr. (44 P.) Fritz Martin: 8. Pr. (43 P.) Emil Hahn und Karl Dolk: 9. Pr. (42 P.) Heinrich Heep und Willi Müller. — Wad- chenoberstufe: 1. Pr. (54 P.) Erna Dolk; 2. Pr. (45 P.) Else Hahn. Mädchenunterst u s e : 1. Pr. (47 P.) Hilde Euler: 2. Pr. (44 P.) Alma ©teinmüller; 3. Pr. (42 P.) Meline Franz.
- Lich, 14. Sept. Die Vermählung der jüngsten Tochter des Fürsten und der F ü r st i n Reinhard zu Solms-Hohensolms-Li ch, Prinzessin Marie-Anna zu Solms-Hohen- folms-Lich mit Dem Burggraf und Graf Ehristoph zu Dohna-Schlobitten wird am Donnerstag, 24. September, hier stattfinden. Burggraf und Graf Ehristoph zu Dohna-Schlobitten ist der jüngste Sohn de» verstorbenen Fürsten zu Dohna-Schlobitten und seiner Ehefrau Marie, Prinzessin zu Solms-Hohensolms-Lich. Die Hochzeit wirb Den Zeitoerhältnisien entsprechend im engsten Kreis gefeiert werben.
—!— ßid), 14. Sept. Unter bem Vorsitz von Dbftbaumroart Konrab Schöne fand in Der Gastwirtschaft Heller eine Versammlung des O b st - und Gartenbauvereins Lich statt, die sich besonder» mit ber Verwertung ber dies- jährigen Obsternte besaßte. Die Ernte in Aepseln unb Birnen fällt in biefem Jahre in unserer Gemarkung reichlich aus. Der Verein wirb ben Verkauf von erstklassigem, sortierten Tafel- unb Wirtschaftsobst, auf Wunsch auch in Einheitslisten zu angemessenen Preisen übernehmen, unb hat dafür bereits bie nötigen Schritte unternommen. 3n Kürze soll ein eintägiger Packkursus abgehalten werden. Auch an der Provinzial-Obstausstel- lung in Gießen am 3. und 4.Oktober, deren Ausgaben ber Vorsitzende bekannt gab, wird sich der
Verein beteiligen. Für Lich wurde au» der Versammlung eine spatere Obstausstellung im Januar ober Februar in Derbinbung mit einer landwirtschaftlichen Ausstellung angeregt. — Seit Wochen wirb unser Spital zu einem kleinen, mobernen Krankenhaus umgebaut. Zur Zeit wirb bas Hau» mit einer Warmwasserheizung ausgestattet. Da» Krankenhaus soll noch vor Eintritt ber falten Jahreszeit feiner Bestimmung übergeben werben. Die hiesige Sanitätskolonne führt zur Zeit eine Haussammlung burch, um die Mittel zur Anschaffung eines Kran- kenwagens zu erhalten. Mit Hilfe dieses Wagens können Kränke mit geringen Unkosten in das Licher ober in bie Gießener Krankenhäuser gebracht werben. Die Sammlung hat bereite einen stattlichen Betrag erbracht.
Arcis Friedberg.
WSW Friedberg, 14. Sept 3m Stadtteil Fauerbach erfolgte am Sonntagnachmittag eine heftige Detonation. Wie festgestellt wurde, handelte es sich um eine Handgranate, die von Unbekannten in einer Schuttabladestelle unter Strohresten niedergelegt worden ist. DaS in Brand gefetzte Stroh brachte die Handgranate bald zur Explosion. Glücklicherweise wurden durch daS Geschoß keine weiteren Schäden angcrichtet.
1
SJlXfpont
stand.
DfB.-Gießen.
esse
begegnen.
Paddlergilde Gießen.
Saphingst bei der Langstreckenlvetlfahrl in Frankenthal erfolgreich.
Der Rennmann Joachim K o p h i n g st hat bei ber am letzten Sonntag in Frankenthal ftattgefun- benen Langstrecken-Wettfahrt im Faltboot-Einer (Senioren) Den ersten Sieg errungen. Dem Zweiten gegenüber hatte er im Ziel eine halbe Minute Vorsprung. Bei ben gleichfalls am Sonntag ftätige- funbenen leichtathletischen Wettkämpfen auf dem Zeltlagerplatz ber Gilbe gegenüber ber Burgruine
Gpielveremigung 1900 Gießen.
1900 Gießen (Liga) — Dillenburg (Liga) 2:0 (1:0).
Im ersten Meisterschaftsspiel auf heimischem (Betäube (anbeten bie Blauwcißen ben ersten Sieg. Es war ein typisches Punktespiel, bas bie bessere Mannschaft verdient gewann. 1900 war fast immer ton- angebenb, in ber ersten Spielhälfte sogar klar überlegen. Ununterbrochen rollten bie Gießener Angriffe auf bas (Bäftetor, aber nichts wollte zunächst gelingen. Ganze Schußserien prallten an ber verstärkten Dillenburger Deckung ab, bis enblich «ine Flanke von Schlarb von Heitmann in schnellem Durchlauf ausgenommen unb von Wilhetmi zum Gießener Führungstreffer eingeschossen würbe. Die Gäste hatten in der Zwischenzeit manchen schnellen Angriff vorgetragen und bie Gießener Deckung oftmals vor schwere Ausgaben gestellt.
Nach ber Pause nahm bas Spiel mit unoerminber- ter Härte unb Schnelligkeit feinen Fortgang. 21b- wechselnb kamen beibc Tore in Gefahr, wobei bie spannenbsten Situationen entftanben. Wer glaubte die Hiesigen würben mit Erringung bes zweiten Treffers, ben abermals Wilhetmi auf schöne Fjanke von Best unhaltbar erzielte, ben Sieg sicherstellen, sah sich getäuscht, benn nunmehr setzte erst bas große Ringen um bie Entscheibung ein unb hielt auch bis zum Schlußpfiff an. Jedoch blieb jeher weitere Erfolg aus.
Die Dillenburger stellten eine harte, wuchtige, schnelle unb ausoauernbe Mannschaft. Die Gästeelf stellte eine Einheit bar, mit ber, aus Grunb ber gezeigten Leistungen, gerechnet werben muß. 1900 kämpfte mit großem Siegeswillen unb hätte einen höheren Sieg oerbient. Heilmann war ber beste Mann auf bem Platze. Der Kampf würbe an ber Grenze des Erlaubten ausgetragen. Schiri (Brüne- roa lb-Alsfeld leitete einroanbfrei.
Eine große lleberrafchung bot die Ligareserve, die ihrem Hamen wenig Ehre machte. Die Dlau- weißen hatten zwar fünf Ersatzleute In ihren Reihen, aber die Leistung des Sonntags war nicht mehr zu unterbieten. Gegen einen solch schwachen Gegner, wie ihn Oberbiels 1. Mannschaft stellte, hätte selbst 1900s 4. Elf gesiegt. Dach einem Spiel fast nur auf ein Tor siegte die soweit unterlegene Gästeelf mit 1:0, da sie bei ihrem einzigen Angriff in der ersten Spiel- Hälfte durch älnentschlossenheit des Gießener Torhüters, der sonst überhaupt keinen Ball bekam, den siegbringenden Treffer erzielte.
Die Lehrmannschaft wartete auf ihren Gegner, Heuchelheims 1. Elf (wie schon so oft), vergebens und kam kampflos in den Besitz der Punkte. Die 4. Els 1900s überfuhr die 1. Mannschaft Großen- Busecks mit 7:0 Toren (1:0). Bis zum Seitenwechsel leistete der Gast noch einigermaßen Wider»
In beiden Spielen waren die VfBer ihren Gästen technisch überlegen, während die Gäste körperlich besser disponiert waren.
Die II. Mannschaft gewann gegen Hermannstein I mit 3:1, die III. gegen die II. der Gäste mit 4:0.
3ugenbfpkle.
Die beiden Jugendmannschasten konnten am vergangenen Sonntag auf dem Waldsportplatz zwei eindrucksvolle Stege landen. Die VfBer waren gut im Schwung und vermochten den ausgezeichneten Gästen nicht nur starken Widerstand zu leisten, fon- dem auch in guter Manier Tore zu schießen. Die Marburger Gäste verfügen über eine ausgezeichnete Iugendabteiluna, die einen nahezu technisch einwandfreien Fußball spielt. Die 1. Jugend gewann mit 4:0, die 2. Jugend landete einen knappen 1:0- Sieg.
Die 2. Schülermannschaft war bei der zweiten Schülermannschaft in Wieseck zu Gast und verlor mit 1:3 infolge körperlicher Unterlegenheit.
Punktkämpfe in her Gruppe Main.
Oleue Ueberraschungen.
Mit Rücksicht auf ben Zeppelinbesuch, der am Sonntagnachmittag das Interesse der ganzen Frankfurter Bevölkerung auf sich zog, wurden zwei für Frankfurt angefetzte Derbandsspiele bereits am SamStag bzw. Sonntagvormittag ausgetragen. Am Samstagnachmittag konnte die mit Ersatz für Kreß und Ruh spielende Rot-Weih-Gls gegen den TabeUenletzten Germania Bieber in einem höchst mäßigen Spiel nur ein 1:1 heraus- holen. Um ein Haar wäre der Sieg an Bieber gefallen, denn Rot-Weiß kam erst in der letzten Minute zum Ausgleich. Auch die Eintracht hatte am Sonntagvormittag mit Heusenstamm mehr Mühe, als das 5:2-(3:l)-Ergebnis vermuten läßt. Auch die Offenbacher Kickers konnten zuhause gegen den Reuling Griesheim nur zu einem knappen 3:2-Crfolg kommen. Unerwartet sicher gewann der FSB. Frankfurt, obwohl ohne Knöpfle spielend, 2:0 sein Spiel in Hanau. Germania 94 unterlag dem BfL. Reu-Isenburg mit 1:4 (1:1).
Oie Punktekämpfe in Hessen.
In der Hessengruppe gab es am Sonntag einige „Sensationen" Zunächst wurde der Tabellenführer Mainz 05 in Langen 2:1 geschlagen und mit dem gleichen Ergebnis mußte sich im Wormser Derby Wormatia von Alemannia besiegen lassen. Kastel siegte, allerdings unter für Walldorf sehr unglücklichen Umständen, 6:2 und kam dadurch wieder an die Tabellenspitze. Sehr gut war der Sportverein Wiesbaden wieder in Form, der gegen Urberach 4:0 gewann. Sportverein Darmstadt verlor auf eigenem Platze 1: 4 gegen Olympia Lorsch.
Großes Kunstturnen in Gießen.
Rachdem bereits zwei Kämpfe um den Preis deS Staatspräsidenten im Kunstturnen der drei hessischen Provinzen ftattgefunben haben, ist jetzt Gießen an der Reihe, den dritten Kampf durchzuführen. Es treffen am 4- Oktober in der Dolks- halle zu Gießen die besten Kunstturner der Groh- gaue Rheinhessen, Rhein-Main und O b e r h,e s s e n zusammen, um in einem Gerätekampf vollendetes Turnen zu »eigen. Da alle drei Mannschaften in der Zwischenzeit ihr Können und ihre Fertigkeiten weiter gefördert haben, steht ein äußerst spannender Kamps bevor, dessen Ausgang keineswegs vorausgesehen werden kann. Bei den bisher in Darmstadt und Mainz durchgeführten Kämpfen errangen die Mannschaften der Gaue Hessen und Rheinhessen den wertvollen Preis des Staatspräsidenten. In beiden Städten nahm die gesamte Bevölkerung regen Anteil und ließ sich den seltenen Genuß einer derartigen Der- anftaltung nicht entgehen. Die bevorstehende Der- anftaltung dürfte auch in Gießen starkem Inter-
Dsv. Liga — hesicn 09 Kassel Liga 0:6 (0:2).
Auch bei bem zweiten auswärtigen Berbanbsfpiel bicser Saison leuchtete ben DfBern kein glücklicher Stern. VfB. bestritt ben Kampf in folgenber Aufstellung: Balser: Leuthäuscr, Hetzel: Lehrmunb, Krcß L, Post: Schmidt, Wlodarcck Bärenfäng"er, Fehling, Ritter — trat also mit Ersatzleuten an. Sie unterlagen in dieser Höhe unverdient. Es ergab sich fast das gleiche Bild, wie im Kampfe gegen Borussia Fulda. VfB. lieferte dem einheitlicheren Gegner eine durchaus gleichwertige Partie. Während der ganzen ersten Soielhälste war das Spiel ausgeglichen. Erst als Hessen 09 durch ein Selbsttor eines VsB.-Verteidigers zum ersten billigen Erfolg kam, wurden die Gastgeber angriffslustiger und tun vor Schluß der ersten Spielhälfte konnten sie auf 2:0 erhöhen. Bei etwas mehr Glück hätten die VfBer ebenfalls zwei Treffer anbringen können. Die Gießener ließen den Mut jedoch nicht sinken und kämof- ten zu Beginn ber zweiten Spielhälfte unverbrossen weiter. Kassel konnte bei einem Durchbruch bie Ber- teibigung überrennen unb ein brittes Tor erzielen. Mit bem Stehvermögen ber Gießener war cs nun vorbei. Nachdem durch einen Elfmeter das Resultat auf 0:4 gestellt roar{ konnte sich VfB. zu nichts ein- heitlichem mehr aufraffen unb zwei weitere Tore, habet wieher ein Eigentor, mußten hingenommen werden. VfB. teilte somit da» Schicksal von Kur- Hessen und mußte sich unverdient hoch geschlagen be- kennen.
Die 2 unb 3. Mannschaft des VfB. hatten erste unb zweite Mannschaften von Hermannstein auf bem Waldsportplatz zu Gast. VfB. war gut in Schwung unb landete zwei eindrucksvolle Siege.
Badenburg stritten Kanusportterinnen und Sportler aus Marburg, Wetzlar und Gießen um die Ehre, Bester zu sein. Die Ueberlegenheit der Kameraden aus Wetzlar trat klar zutage.
Amf kommenden Sonntag beteiligt sich die Gie- ■ ßener Pahdlerg>ll>e mit zahlreicher Rennmannjchaft an der 1. Faltbootregatta der Paddlerver- einigung in Limburg. Gute Beteiligung aus Diez, JFranksurt a. M., Marburg und Wetzlar läßt heiße kämpfe erwarten.
Vom Rollschuhlaus im Gießener Eisverein.
Der Rot der Zeit ist die zum vergangenen Sommer geplante Freüuli-Rolttchuhbadn zum Opfer gefallen. Wohl find die Erbmassen auf- geschüttet und eingeebnet, aber zur Erstellung einer festen Decke durften vorerst noch bie G/elder ehlen. So konnte den Sommer über nicht gerollt werben, für die vielen Anhänger diese» schönen SporteS eine lange Zeit der Ruhe Ader jetzt mit Beginn der kühleren Jahreszeit, wo der Aufenthalt im Freien doch nicht mehr für den Sportbetrieb fo angenehm ist, soll die Rollbahn in der BolkShalle wieder eröffnet werden. UebungStag ist der Mittwoch. Rach den guten Fortschritten im vergangenen Winter sollte man für die kommende Laufzeit ein allgemein gutes Können im Kunstlauf erwarten. Auch da» ncuaufgenommene Rollhockey wird zu weiterer Entwicklung gebracht werden. Hoffentlich lüßt e6 sich bann noch ermöglichen, im Wettkampf mit auswärtigen Läufern den Stand der Leistungen zu messen, um endlich einmal hier in Gießen zu wissen, wie weit man es sowohl auf Rollschuhen, als auch auf Schlittschuhen gebracht hat. (Man beachte die heutige Anzeige.)
Deutsche Zugendkrast in Mainz.
Zum 4. Sporttag her Mainzer „Deutschen Jugend- kraft" hatten sich nicht weniger als 600 Kämpfer eingcfunden. Trotz der wenig günstigen Witterung wurden vorzügliche Leistungen gezeigt. So wurden z. B. die 100 Meter in der überraschend guten Zeit von 10,9 Sek. gelaufen und der Speer 57,10 Meter geworfen. An den Wettkämpfen beteiligten sich neben ben zahlreichen Teilnehmern aus allen Teilen her näheren unb weiteren Umgebung von Mainz auch 7 Mitglieder der Gießener „Deutschen Jugendkraft". Der jugendliche Fritz B ö l a t n g belegte im 5000-Tlcter-ßauf ber aktiven Klasse in ber guten Zeit von 16:58,1 einen sehr ehrenvollen vierten Platz, Hans Heller schieb im 100-Metcr» Borlauf mit ber immer noch sehr guten Zeit von 11,8 Sefunben aus, währenb Otto Robriguez im 100-Meter-Lauf ber 1. Jugenbklasse ben zweiten Platz in ber Zeit 12,1 Sefunben belegte. Im Drei- kampf vermochte Otto Robriguez auherbeni mit 136 Punkten ben zweiten Platz zu halten.
Oie 120. Ballonfahrt Hugo Kaulens.
In ber Nähe von Herbornfeelbach (anbete am Sonntagnachmittag ein aus Velbert ftammenber Freiballon, ber hort um 3 Uhr unter der Führung des bekannten Ballonfahrers Hugo Kaulen auf- gestiegen war. Kaulen hat mit Diesem Flug feine 120. Fahrt hinter sich. Er ist in Lustfahrerkreisen sehr bekannt, auch war sein Name schon wiederholt im Munde ber großen Oesfentlichkeit, als er bei ben internationalen Gorbon-Bennet-Fahrten in Amerika die beutjchen Farben roürbig vertrat. Die bei ber Fahrt von hem Ballon erreichte größte Hohe betrug 1700 Meter. Bereite in 1400 Meter Höhe geriet er in Schneewehen.
Süddeutscher Leichtathletik-Sieg.
AlS großzügige Werbc-Beranstaltung wurde am Sonntag im Reuen Wiener Stadion vor dem Länderkampf der Fußball-Mannschaften Leichtathletik-Begegnung zwischen Süddeutschland und Oesterreich durchgeführt. Schon bei Beginn der leichtathletischen Kämpfe hatten sich 40 000 Zuschauer eingefunden, deren Zahl sich gegen Schluß auf 60 000 vergrößerte. Es gab fast durchweg gute Leistungen, bei denen Süddeutschland schließlich mit 55:48 Punkten den Sieg an sich bringen konnte. Zu berücksichtigen ist dabei, daß in Der süddeutschen Mannschaft der deutsche Meister Mehner fehlte, wodurch die 400 Meter und die Olympische Staffel und damit auch die Möglichkeit eine» höheren Sieges verloren ging.
Ergebnisse.
100 Meter: 1 Geerling (S.) 10,5 Sek., 2. Eldracher (S.) 10,9 Sek., 3. Klein (Oe.) 11,1 Sek., 4. Deutscher (Oe.).
400 Meter: 1. Rinner (Oe.) 49,6 Sek^. 2. Rehb (S ) 49,9 Sek-, 3. Langmeyer (Oe.) 50,7 Sekunden, 4. Hehdenreich (S ).
1 500 Meter: 1. Blödy (Oe.) 4:08,8 Min., 2. Helber (S.) 4:09 Min., 3. Pugl (Oe.) 4:10,4 Minuten, 4 Fink (S.) 4: 19,4 Min.
3000 Meter 1. Schilgen (S.) 9:08 Min. 2. Leitgeb (Oe) 9:11,5 Min., 3. Habich (S) 9:12,2 Min., 4. Schindler (Oe.).
110 Meter Hürden: 1. Welscher (S.) 15 Sekunden, 2. Langmeyer (Oe ) 15,6 Sek-, 3- Wesse- ley (Oe.) als Zweiter und Schwedhelm (D.) al6„ Letzter disqualifiziert.
Olympische Stassel: 1. Oesterreich (Puchberger, Gudenus, Klein, Rinner) 3:37,4 Mim 2- Süddeutschland (Helber, Eldracher, Geerling, Rehb) 3:43,2 Min.
Diskuswerfen: 1. Ianausch (Oe.) 45,24 Meter (öftere. Rekord), 2. Schauffele (S.) 39,81 Meter, 3 Schneider (S.) 39,59 Meter, 4. Skodler (Oe.) 38,51 Meter.
Speerwerfen: 1. Demetz (S ) 58,77 Meter, 2. älmfahrer (Oe.) 58,44 Meter, 3. Müller (Oe) 50,80 Meter, 4 Schauffele (S.).
Kugelstoßen: 1. Schneider (©.) 15,11 Meter, 2. Heblet (S.) 13,90 Meter, 3. Better (Oe.) 13,53 Meter, 4. Ianausch (Oe.) 13,21 Meter.
Stabhochsprung: 1. Reeg (6.) 3,85 Meter, 2- Hoeller (Oe ) 3,60 Meter, 3. Oppenheim (Oe.) 3,40 Meter, 4. Demetz (S ) 3,30 Meter.
Sprechstunden der Redaktion.
1L30 bl» 12.30 Ayr, 16 bis 17 Uhr. Samsfag nachmittag geschlossen.
Fleischbrühe
2Lum Kochen von Gemüsen


