Ausgabe 
15.9.1931
 
Einzelbild herunterladen

düng für die nächste Zeit keinerlei Unterstützung mehr gewährt werden.

** Abgesagter Bataillonstag. Die ehe- maligen Angehörigen des Landsturm-Jnfanterie-Ba- taillons Gießen (XVIII 9), die im Oktober einen Ba­taillonstag abhalten wollten, haben mit Rücksicht auf die ungünstigen Wirtschaftsoerhältnisse beschlossen, den Tag in diesem Jahre ausfallen zu lassen. Der Ausschuß der Vereinigung hofft, daß im nächsten Jahre bessere Zeitverhältnisse eine Wiedersehensseier ermöglichen werden.

** Keine inquisitorischen Nachfor­schungen im Zusammenhang mit der Steueramnestie. Unter dieser Ueberschrift schreibt Steuersyndikus Hermann Will zu Gießen im Rundschreiben Nr. 18 der von ihm herausgegebe­nenAktuellen Steuerfragen": Es war bekanntlich eine große Sorge für alle diejenigen, die von der Steueramnestie Gebrauch machen wollten, daß die Steuerbehörden inquisitorische Nachforschungen über dasWoher" der jetzt nachträglich angemeldeten Werte anstellen würden. Der Reichsfinanzminister hat dan- kenswerterweise in einem ausführlichen Erlaß vom 24. August 1931 darauf hingewiesen daß auch da, wo die für die Jahre 1928/1929 zulässigen Schätzun­gen abgegeben werden, grundsätzliche Ermittelungen für diese Jahre zu vermeiden sind. Es ist weiter Darauf hingewiesen, daß die Anzeigen nicht nur beim Finanzamt, sondern auch bei einer anderen Behörde der Reichsfinanzverwaltung, z. B. dem Landesfinanz­amt, erstattet werden können, und daß in diesem Falle das Landesfinanzamt von sich aus darauf hin­wirken soll, daß die Angaben so vollständig gemacht werden, daß nach Möglichkeit weitere Ermittelungen nicht notwendig sind.

** Eine Achtzigjährige. Frau Amalie Vetter, wohnhaft Plockstratze 16. feiert am morgigen Mittwoch ihren 80. Geburtstag.

** Schwerer Unglücksfall eines Kin­des. Der etwa zehn Jahre alte Sohn eines An­wohners der Neuen Bäue wurde gestern mittag von einem schweren Unglücksfall betroffen. Das Kind war nach übermütiger Bubenart auf einen Kastanien- bäum geklettert, wo es bei der Bewegung auf den Zweigen den Halt verlor und aus ansehnlicher Höhe auf den Bürgersteig herabstürzte. Der bedauerns­werte Junge erlitt bei dem garten Aufschlag schwere Schädeloerletzungen und eine Gehirnerschütterung, er liegt zur Zeit in ernstem Zustande in der Chirur­gischen Klinik darnieder.

Verladekontrolle für Aepfel. Die Schweiz und andere Länder mit starkem Apfel­anbau für Versand haben Einrichtungen in Form vonKontrollen" geschaffen, die dem Empfänger von Aepfeln in Waggonsendungen die denkbar größte Gewähr für peinlichste Belieferung ge­währen. Diese Kontrolle wird von ausgebildeten Kontrolleuren ausgeübt. Den Antrag auf Kon­trolle hat der Verlader zu stellen. Eine ähnliche Einrichtung haben die Süddeutschen Lan oirt- schaftskammern und Landes-Obstbauverbände nunmehr ins Leben gerufen. Jeder Besteller von Obst in Waggonsendungen hat jetzt die Möglichkeit, dem Verlader dieses Obstes zur Pflicht zu machen, eine sog.KontroUverladung" durchzuführen. Anträge sind an die Landwirt­schaftskammer in Darmstadt zu richten, die auch nähere Auskunft erteilt.

** Eine interessante K u 11 u r f i l m Vor­führung veranstaltete das Lichtspielhaus Bahn­hofstraße, wie an den Sonntagen vorher, auch wie­der am verflossenen Sonntag Diesmal wurde in sehr gut aufgenommenen Bildern eine Reise an die blaue Adria gezeigt, die den Besuchern sicherlich viel Freude gemacht hat, wenn sie auch nur im Filmbild vonstatten gehen konnte. Zunächst lernte man die schönsten und bemerkenswertesten Sehens- rqürdigkeiten von Venedig kennen, dann ging es über die Adria hinüber nach Fiume, von hier weiter ? nad) Triest, Pola, Brioni usw., immer an der Ost- küste der Adria entlang, bis nach Cattaro, dann in .'einem Abstecher in die Schwarzen Berge hinauf bis nach Cetinje, dem früheren Wohnsitz des verflosse­nen Königs Nikita von Montenegro. Man gewann bei dieser Reise im Bild eine eindrucksvolle Vor­stellung von der Fülle von Schönheiten, die diesem gesegneten Landstrich eigen ist Das Lichtspielhaus hat mit der Vorführung dieses Films seiner ver­dienstvollen Tätigkeit auf dem Gebiete der Kultur­filmarbeit eine neue lobenswerte Tat angefügt, der sich hoffentlich weitere anschließen werden.

" Sühmostbereitung im Haushalt. Heber dieses Thema sprach in einer Versamm­lung veranstaltet von der Guttemplerloge Hassia", dem Vaturheilverein, dem Obst- und Gartenbauverein und dem Deutschen Verein ge­gen den Alkoholismus im Saale des Kauf­männischen Vereinshauses die Kreishaushalts­lehrerin Frl. Adam aus Wetzlar. Der Vortrag fesselte die überaus zahlreichen Zuhörer von An­fang bis zum Schluß durch die klare Behandlung des Stoffes, bei der jeder Handgriff genau ge­zeigt und erklärt wurde. An Geräten, wie sie in jedem Haushalt vorhanden sind, oder ohne größere Kosten beschafft werden können, zeigte

die Rednerin die Ausführung des Dämpfens von Obst und besprach die Vorteile dieser Art der Saftgewinnung gegenüber dem sogenanntenkal­ten Verfahren" auf Obstpressen. Die Behandlung des keimfreien Saftes sei der schwierigere Teil des neuen Verfahrens und verspreche nur dann Erfolg, wenn peinlich sauber, schnell und unter Beachtung der als praktisch erprobten Regeln gearbeitet werde. Jedes, auch das kleinste Ver­sehen in deraseptischen" Methode könne zum Mißlingen führen. Wichtig fei die Vorbereitung der Flaschen und anderer Behälter, in denen Süßmost aufbewahrt werden soUe. Von den mancherlei Gerätschaften, die bei der Herstellung von größeren Mengen notwendig seien, wurde eine Entkeimungsglocke der Lehr- und Versuchs­

anstalt für gärungslose Früchteverwertung in Ober-Erlenbach erwähnt, bei welcher der auf kaltem Wege gewonnene Fruchtsaft im Wasser­bade bei einer Temperatur von 65 Grad keimfrei gemacht wird. Zum Schluß ging die Redneriy noch auf das Einkochen von Marmelade, Zwet- schen u. dgl. ein. In der lebhaften Aussprache wurde u. a. auch auf das schon längere Zeit be­kannte und geübte Sterilisieren von Obstmosten

Riesenkartoffel wurde uns

gestern von Herrn Hugo Hellwig zur Ansicht vorgelegt. Die Knolle, die auf einem Acker im Alten Feld in der Rühe der Gärtnerei Weber gewachsen war, hatte das sehr respektable Ge­wicht von 680 Gramm.

Wirtschaft.

Neufestsetzung des Zinssatzes für Banksparkonten. Wie WTB. hört, hat die Stempelvereinigung den Zinssatz für Dankspar­konten mit Wirkung vom 15. September auf sechs Prozent p. a. neu festgesetzt.

* Liga Deuts cher Bausparkassen. Rach zweitägigen Verhandlungen wurde in Frankfurt a. M. die Liga deutscher Bauspar­kassen als Spitzenorganisation der deutschen pri­vaten Bausparkassen gegründet. Auf der kon­stituierenden Versammlung traten 54 Bauspar­kassen der Liga sofort bei, von weiteren 30 Ge­sellschaften liegt bereits eine Zustimmungserklä­rung vor. Zum Präsidenten der Liga wurde Finanzminister a. D. Dr. Suedekum gewählt, zu Stellvertretern die Bankdirektoren S a s s e (Münster) und Thomas (Berlin). Die Liga sieht ihren Hauptzweck in der geschäftlich freund­schaftlichen Zusammenfassung aller deutschen Bau­sparkassen zur Wahrnehmung der Gesamtinter­essen des Dausparkasjenwesens und ihrer Vertre­tung gegenüber der Wirtschaft und den Be­hörden.

* Völlige Stillegung des Phoenix- Werkes. Nach Den am Freitag gepflogenen Ver­handlungen wird das gesamte Werk des Phoenix spätestens am 1. Oktober völlig stillgelegt. Dadurch werden etwa 400 Arbeiter und Angestellte brotlos.

* Deutsche Gasolin - AG., Berlin- Charlottenburg. Rach dem Bericht für 1930/31 konnte die Gesellschaft im Betriebe fort­gesetzt den Umsatz vergrößern, da das von ihr unter dem RamenLeuna-Benzin" vertriebene Benzin der JG.-Farbenindustrie-AG. einen guten Absatz fand. In den meisten anderen Produktionen hatte das Unternehmen unter Absatzschwierig­keiten zu leiden. Das Asphaltgeschäft erfuhr durch die geringere Straßenbautätigleit eine weitere Einbuße. Das Schmierölgeschäft wies mengen- und wertmäßig rückgängige Zahlen auf. Das in den Fabriken Emmerich und Dollbergen erfolgte Ver­arbeiten von Rohöl, besonders des im Jnlande gewonnenen, sei angesichts des Mißverhältnisses zwischen Rohöleinstandspreis und Verkaufspreis für die Fertigprodukte besonders verlustbringend gewesen. Der Absatz der von der Gesellschaft vex- triebenen Erzeugnisse der A. Riebeckschen Mon- tanwerke-AG., Halle a. d. S., und der G e w e r k - schäft Messel, Grube Messel bei Darm­stadt, war für die verschiedenen Produkte nicht ein­heitlich. Die Preise waren gedrückt, der Betriebs- Überschuh der Gesellschaft ging auf 9,41 (9,64) Mill. Mark zurück. Die Handelsunkosten erforderten 6 (6,18) Mill. Mark, Zinsen, Bankspesen und Skonto- abzüge. sowie Kursunterschiede sind mit 0,94 (0,81) Mill. Mark ausgewiesen. Rach Abschreibung von 2,54 (2,46) Mill. Mk. ergibt sich für 1930/31 ein Verlust von 72 425 Mark, der sich durch den Ver­lustvortrag aus 1929/30 auf 2 747 237 Mark er­höht. Der Gesamtverluft wird auf neue Rechnung vorgetragen.

tycantfurier Börse.

Frankfurt a. M., 15. Sept. (WTB.) Tendenz behauptet. Die heutige Börse eröffnete wider Er­warten gut behauptet, sogar etwas fester, nachdem noch an der Vorbörse sehr niedrige Kurse genannt worden waren. Die schwache Veranlagung Der AuslanDbörsen, insbesonDere Die starke Ab­schlagsbewegung Der Deutschen Werte in AmsterDam unD Neuyork, waren keineswegs Dazu angetan, nach den Rückschlägen von gestern eine freundlichere Be­urteilung der Börsenlage zu bringen. Da jedoch nur wenig Material auf den Markt kam, das noch glatt aufgenommen wurde, wurde ein Kurseinbruch ver­mieden. In Spezialwerten konnte man sogar einiges Kaufinteresse beobachten, während in anderen Werten kaum Nachfrage bestand, so daß einige davon relativ stark gedrückt wurden. Die Kauflust beschränkte sich indessen allgemein auf ein Minimum, da man weitgehende Zurückhaltung der Kulisse feststellen kannte. Merklich schwächer eröffne­ten Gesfürel, die 3,25 Prozent einbüßten, ferner Aku, Licht und Kraft, Holzmann, Harpener und

Reichsbank, bei denen Kursverluste von 1,50 bis 2 Prozent zu verzeichnen waren. Gut behauptet lagen dagegen IG.-Farben, Salzdetfurth, AEG. und Metallgesellschaft. Fester tendierten am Elektromarkte Schuckert plus 1,25 und Siemens mit plus 2,25 Prozent. Montanwerte lagen uneinheitlich bei Ab­schwächungen von 0,50 bis 1 Prozent. Schiffahrts­und Verkehrswerte neigten durchweg zur Schwäche. Hapag minus 1,25, Norddeutsche Lloyd minus 1,75, AG. für Verkehrswesen und Reichsbahnvorzugs­aktien gaben bis zu 1 Prozent nach. Am Banken­markt verloren Commerzbank 1 Prozent. Auch der Anleihemarkt lag schwach. Altbesitz gaben 0,25 Pro­zent nach. Am Pfandbriefmarkt, machte sich heute eine fühlbare Reaktion geltend. Die Mehrzahl der Kurse erschienen in Minus-Minus-Zeichen, beson­ders 8prozentige Serien und Liquidationspfand- briefe. Reichsschuldbuchforderungen verloren 2 Pro­zent. Nach den ersten Kursen setzte sich für Spezial- werte eine weitere Erhöhung um etwa 1 Prozent durch, die sich jedoch später nicht mehr behauptete. Die Stimmung wurde ziemlich unsicher, und die Mehrzahl der Kurse ging noch weiter zurück. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 7 Prozent un­verändert. Am Devisenmarkt lag die Reichsmark nur wenig verändert. Von Usancen nannte man London gegen Neuyork 4,8606, Paris 123,97, Mailand 92,90, Madrid 54,00, Schweiz 24,9150, Holland 12,0450.

Berliner Börse.

Berlin, 15. Sept. (WTB.) Hatte man im heutigen Vormittagsverkehr noch befürchtet, daß die starken Rückgänge an der gestrigen Abend­börse weitere Exekutionen und Verkäufe aus­lösen würden, so wurde man zu Beginn des offi­ziellen Verkehrs durch das Gegenteil einiger­maßen überrascht. Es war zwar etwas Ware da, der aber in Reaktion auf die gestrigen Ab­schwächungen verschiedentlich auch Deckungs­neigung gegenüberstand. Das Publikum war niedrig limitiert, und so machte die Eröffnung des offiziellen Verkehrs einen wesentlich günstigeren Eindruck als gestern. Die Stimmung war beruhigend, und die Ten­denz konnte, obwohl sich die letzten Kurse nicht immer voll behaupteten und obwohl immer noch verschiedene Papiere mit Minus-Minus-Zeichen erschienen, als gehalten bezeichnet werden. Trotzdem hatten einzelne Werte wie Reichsbank­anteile, Rordsee, Chade-Aktien, Gesfürel, Holz­mann und Svenska 3- bis 6prozentige Rück­gänge aufzuweifen. Auch Phönix eröffneten mit 19 nach 21 Prozent ausgesprochen schwach, ob­wohl angeblich das Rheinland für Montan­papiere starkes Interesse zeigte. Harpener eröff­neten etwa behauptet, Salzdetfurth und Siemens sogar etwas fester. Einen guten Eindruck machte die heutige Veröffentlichung der Außenhan­delsbilanz per August, die mit einem Aus­fuhrüberschuß von 322 Millionen gegen 254 Mil­lionen im Juli alle Erwartungen er­heblich übertraf. Durch eineTimes"-Mel­dung, daß in den nächsten Wochen, vielleicht auch schon in den nächsten Tagen eine wichtige Aen- Derung in der amerikanischen Politik eintreten werde, die eine Ausdehnung der Periode des Hooverplanes bestimmen würde, wurden Gerüchte genährt, daß.ein fünfjähriges Morato­rium für alle Kriegsschulden bevor­stehe. Demgegenüber blieben die Meldungen von den sehr schwachen Auslandborsen und des starken Rückganges der deutschen Werte an der gestri­gen Reuyorker Börse ziemlich eindruckslos. Am Pfandbriefmarkt war Dagegen das Bild auch heute recht unerfreulich. Für Gold­pfandbriefe, Jndustrieobligationen und Stadtan­leihen ergaben sich heute f a st nur Verkäufe, auch bei letzteren, obwohl seitens des Deutschen Städtetages eine Meldung vorlag, daß der Plan bestehe, eine Konvertierung der Stadt- anleihen durchzusühren. Es soll jetzt auch bei der Deutschen Girozentrale die Absicht bestehen, für eine pfleglichere Behandlung der Anleihe­

kurse zu sorgen. Reichsschuldbuchforderungen ga­ben erneut um zirka 1 bis 2 Prozent nach. Bei ruhigem Geschäft setzten sich nach den ersten Kur­sen zirka Iprozentige Erholungen durch, später ging von der Schwäche des Rentenmarktes aber wieder eine gewisse Unsicherheit aus. Die Aus­landsrenten lagen behauptet, auch die Kurse der ehern, variablen Papiere entsprachen etwa der Allgemeintendenz.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 12.Sept. Der Frankfurter Markt ist weiter sest, doch ist der Absatz infolge der schwachen Kaufkraft der städtischen Bevölke­rung unbefriedigend und recht schleppend. Die Er­höhungen gegen die Vorwoche betrugen erneut bis zu 1 Pfennig, was auf die weiter ziemlich stark verringerte Produktion im Zusammenhang mit der kühlen Witterung zurückgesührt wird. Die Einlage­rung von Kühlhauseiern, die sonst in dieser Jahreszeit einen merklichen Einfluß auf den Ab­satz genommen hatte, ist in diesem Jahre sehr gering, da nach Mitteilungen aus Fachkreisen, infolge der Kreditverknappung und der Un­sicherheit über den Kennzeichnungszwang von Kühlhauseiern nur ganz geringe Quantitäten aus Dem Markte genommen toerDen. Es nettsten in Pfennigen per Stück ab loco Frankfurt a. M.: Bulgaren 9,75 bis 10,25; Jugoslawen 9,75 bis 10,25; Rumänen 9,25 bis 9,75; Russen 8,50 bis 9; Polen 8,50 bis 9; Holländer 10 bis 12,50; Dänen 10 bis 12,50; FlanDern 11,25 bis 12,25; Bayern 10,50 bis 10,75; deutsche Frischeier 10 bis 12,50.

Gprengstoffdiebstahl.

Frankfurt a.M., 14.Sept. (WSN.) In Der Nähe von Ellar im Kreise Limburg besitzt Die Firma Götz & Lieber ein kleines GebäuDe, in Dem sie Sprengstoffe aufbewahrt, Die in Den benach­barten Steinbrüchen VerwenDung finDen sollen. In Dieses GebäuDe wurDe in Der Nacht zum Sonntag eingebrochen. Die Diebe entmenDeten 5 Kilo Dynamit in kleinere Pakete einge­teilt. Obwohl Die LanDjägerei sofort Die Nach­forschungen aufnahm, sind Die Einbrecher nach Frankfurt a. M. entkommen.

Letzte Nachrichten.

Oer deutsche Ausfuhrüberschuß im August.

B e r l i n, 15. Sepf. (WTB. Funkspruch.) Die deut­sche Einfuhr im August beträgt 454 Millionen Reichsmark, von Dem Rückgang gegenüber dec tatsächlichen Julieinfuhr, der 84 Millionen Reichs­mark beträgt, entfallen rund 40 Millionen Reichs­mark auf die Rohstoffeinfuhr, 30 Millionen Reichs­mark auf Die Lebensmitteleinfuhr, 13 Millionen Reichs­mark auf die Fertigwareneinfuhr. Die Ausfuhr (ohne Reparationssachlieferungen) ist von 792 Millio­nen Reichsmark auf 776 Millionen Reichsmark im August gefallen. Bei dieser (nicht saisonüblichen) Senkung ist zu berücksichtigen, daß die Ausfuhr vom Juni zum Juli eine über das saisonmäßige Ausmaß hinausgehende Steigerung aufwies. Die Repara­tionssachlieferungen betragen 26 (3t) Millionen Reichsmark. Die Handelsbilanz für August schließt mit einem Ausfuhrüberschuß von 322 (Juli 254) Millionen Reichsmark und einschließlich der Reparationssachlieferungen mit einem solchen von 348 (289) Millionen Reichs­mark ab.

Eine Spur von den Eisenbahnaiieniäiern.

B u d a p e st, 15. Sept. (WTB. Funkspruch.) Der an der llnglücksstelle von Bia Torbagy gefundene und von den Attentätern geschriebene Brief wurde mit der Budapester Polizei vorliegenden Hand­schriften von bekannten kommunisti­schen Agitatoren verglichen. Dabei soll fest- gestellt worden sein, daß die Schrift von einem DerPolizeigutbekanntenkommunisti- schen Agitator stammt. Der Karne dieser Person, gegen die vor Monaten ein Strafver­fahren eingeleitet war, und die vor ihrer Verhaftung nach dem Auslande flüchtete, wird im In­teresse der Erkundungen streng geheimgehalten. Auch soll die Polizei in Erfahrung gebracht haben, daß die betreffende Person seit der Flucht mit Hilfe eines gefälschten Passes nach Ungarn gekommen war. Man vermutet, daß die Attentäter, die, wie bereits festgestellt wurde, in einem Auto am Tatort eingetroffen waren, sofort nach dem Attentat auf tschechoslowakisches Gebiet flüchteten. Die Budapester Oberstadthauptmann­schaft hat der tschechoslowakischen Behörde berichtet.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 8 o.H., Lombardzinsfuß 10 v. H. (r = repartiert).

Kram ui ... ja.

2>en..,

Kram ui u. ii.

Den.

Schluß» iure

Anfang« für«

Gchluß- turd

Anfangs kurs

Schluß» Anfangs

Schluß« Anfangs

kurs

kurs

Iure

kurs

Datum

14-9.

15.9.

14.9.

15.9.

Datum

14.9

15.9.

14.9.

15.9.

6% Deurlche tReidjsaniettje d.192'<

71

71

Hamburg-Amerila Pate, . .

e

28,9

29,75

29,25

7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929

88,5

88,75

Hamburg-Südam. Dampfschiff

0

78,75

76,5

&7i% Doung.Anleihe von 1930 .

54,75

-

55,5

Hansa Darnpfschiss . . .

0

50

47

Deutsche Anl.-Wlös.-Schu!d mit

Norddeutscher Lloyd ....

6

'

28,75

30,13

29,75

AuSloi.-Rechten......

45,5

45,25

45,25

45,25

A.G. für Verkehrswesen Akt.

31,65

32,5

32

Desgl. ohne Auslos^Rechte . . .

3,4

3,4

3,5

3,4

Berliner Handelsgesellschaft .

8

66,5

67

8% Heli. Bolksstaat von 1929

Commerz, und Privat-Bank. Darmstädter und Nationalbant

7

65

64

65

lrückzahlb. 102%)......

72

72,5

8

69,5

60,5

Oberheilen Provinz-Anleihe mit

Deutsche Bank und

Auslol.-Rechlen . .

41,5

DtSconto-Gefellschast. . .

6

64

-

64

Deutsche Komm. SammelahL

Dresdner Bank......

6

40

40

Anleihe Serie 1 ....

39

Reichsbank .......

12

107,25

106,5

107,5

105

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

15 unkündbar bis 1935 ...

90

A.E.G. . .....

. 7

52,5

52,65

54

53

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

Bergmann........

. 9

44

42

unkündbar bi» 1936 Serie 16 .

81

Elektr. Lieserungsgesellschask.

10

<y,% Franks. Hyp.-Bank Sltnv

76

Licht und Kraft . .

10

66

64,75

65

64,13

Pfanvbriese........

Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische

5%

<71% Rhe niiche Hyp^Bank-Lign

Goldoie. .......

74

Unternehmungen ....

9

58,75

55,5

58

56

8% Pr. L an despsandbries anstatt,

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

64,5

Psandbriese R. 19......

92

92

Schuckert & Co. . . . . . .

11

65

66,25

66

66,25

7% Pr. LandeSpsandbriesanstatt,

86,5

Siemens & HalSke.....

14

105,25

103

105,25

Psandbriese R 10

Lahmetier L Co.. .....

12

70

4% Oesterreichische «olbrente . .

4,20% Oesterreichische Silberrente

14,25

Buderus.........

. 4

23,5

23

23,75

23

0,90

Deutsche Erdöl......

. 6

37

36,65

36

4% Ungarische Goldrente . . .

11,75

12

Gelsenkirchener......

. 8

37,5

37,75

4% Ungarische StaatSrenle v. 1910

12,5

12,25

Harpener.........

. 0

32

33

31,5

4%% deSgl. von 1913

11,5

Hoesch Eisen........

. 6

27

25,5

6% abgest. Goldmexikaner von 99

6,1

Ilse Bergbau.......

10

116,5

115

4% Türkische Zollanleihe von 1911

1,8

1,8

Klöcknerwerke.......

. e

25,5

27

26

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

KölN'Neueffen.......

6'/i

Serie I

1,8

ManneSmann-Röhren . . .

. 6

.3,25

33,5

34,13

33,75

4% desgl. Serie II

1,8

1,75

Mansselder Bergbau ....

. 0

11

10

5% Rumün. vereinh. {Rente». 190k

6

5,7

Oberschles. KokSwerke . . .

. 8

34

33

4^%Rumänwerelnh.Rentev.lgll

13

13,1

Phönix Bergbau......

4'/-

20,5

19,5

4% Rumänische vereinh. Rente

2%% I. Anatolier......

5,4

w

5

Rheinische Braunkohlen. . .

10

115,25

112,5

13,9

Rheinstahl ........

. 6

40

39,75

39,75

39,5

an u

0. .

zier

Schluß-

Anfangs

Schluß»

Anfangs

kurs

kurs

kurs

kurs

Datum

14.9.

15.9

14.9.

15.9.

Riebeck Montan.....7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

21,25

22,4

21,75

Olavi Minen......16'/,

11,75

11,25

75

Kaliwerke Aschersleben ... 10

75

75

Kaliwerke Westeregeln ... 10

85

85

85

Kaliwerke Salzdetfurth ...

138

138

137,5

138,5

I. ®. Yarben-Industrte... 12 Verein, chem. Industrie Frank-

95,75

96

96

95,75

Scheideanftalt.......10

95

96

Goldschmidt. . .......0

20

21

Rütgerswerke........b

22

22,5

22

Metällgesellschafi.......6

35

35

36

Philipp Holz mann......8

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerk Karlstadt.....7

39

37,5

40

Wayß & Frehtag......0

7

Schultheis Patzenhoser ... 16

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

_

44,75

87,5

46,75

87

45

Bemberg . . ... 0

55,5

55,25

55,25

Zellstoff Waldhos.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 6

45

s5,5

35,25

Dessauer Gas .....9

-

72,65

71,5

Daimler Motoren .....0

11,25

12

11,75

Deutsche Linoleum .....6

38

37,75

35,5

Orenstein & Koppel.....C

.

17

16,75

Leonhard Tietz.......8

56

53

Svenska.........16

-

154

151,5

Chade ..........

183

180

Frankfurter Maschinen . 0

Gritzner .....0

Mainkrastwerke Höchst a. 9JL. . 6

21

20

-

Süddeutscher Zucker .... 10

80,75

81

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.UL

14. September

15. September

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Meld

Ariel

Geld

Dries

Heisings or» . Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . OSlo.... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Pari» . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawien - Lissabon . .

10,59 59,17

12,467 73,43 3,057

169,88 112,51 112,54 112,62 20,459

1,151 4,209 58,55 22,03 16,50 82,08

37,71 81,75 2,079 0,256 7,432 18,54

10,61

59,29

12,487

73,57

3,063

170,22

112,73

112,76

112,34

20,499

1,155

4,217

58,67

22,07

16,54

82,24

37,79

81,91

2,083 0,258

7,446

18,58

Banknoten

10,594 59,18

12,470

73,43

3,057

169,88

112,51

112,54

112,62

20,459

1,099 4,209

58,54

22.03 16,50

82,09 37,71

81,75

2,078 0,256 7,433

18,54

10,614 59,30

12,490 73,57 3,063

170,22 112,73

112,76 112,84 20,499

1,103 4,217 58,69 22,07 16,54

82,25 37,79 81,91 2,082 0,258

7,447 18,58

Äerlin, 14.Gepicmber

Geld

»rief

Amerikanische Noten.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten ......... Englische Noi.'n ......... Französische Noten........ Holländische Noten ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, » 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten.........

Spanische Noten......... Ungarische Noten ........

4,20 58,43

112,28 20,405 16,465 169,46

22,06 112,28

59,03

2,47 112,38

81,88 37,27 72,85

4,22 58,67

112,72 20,485 16,525 170,14

22,14 112,72

59,27

2,49 112,82

82,20 37,43

73,15