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v ?ci den Dreschmaschine», suchende aus verschiedene» werden. Die Nachfrage Dienstmädchen war in der WS gering. Der Bedarf wn gederkr werden. Sm rn 249 Personen verfügbar
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ne der steint und ßrben tue äenbtmng erfahren, igsproftranun der Leichs- Beiriede auf Trund um erarbeiten, rin Beim W ftÄgeiegen Hal, ;ui und rief Lteinarbeiler unrrrm Bewirt tiagen über ned.drr in früheren Jahre« '.cr gearbeitet Hot, entlieh seine Ziegeluarbeiter. m : uiollen wir 1059 Arbeit'
Irotaflrit
Metallarbeitern Beschäftigung geben. Eine andere iiirma, die bislang gut beschäftigt mar, mußte wegen irbeitsmangels eine größere Anzahl Metallarbeiter ^irtlaffen. 1766 Metallarbeiter standen dem Arbeits- Imrft zur Verfügung.
Spinnftoffgewerbe.
Die.Marktlage der oberhessischen Webereien hat ■ne l^ i ch t e B e s s e r u n g erfahren. Arbeitskräfte, Up in der vorigen Berichtszeit wegen Arbeitsmangels .mtlaffen worden waren, wurden nach Eingang neuer ürsträge von ihrem Arbeitgeber wieder zurück- hcrufen. Eine Weberei, die bislang kurzarbeitete, ist ;uc Vollarbeit übergegangen. Wir zählten am Ende cs Monats 41 Arbeitsuchende.
Papierindustrie.
Die oberhessischen Papierfabriken sind durch im-landaufträge zur Zeit voll beschäftigt. Die 1i«rktlage kann daher für diese Berussgruppc als .cdältnismäßig gut bezeichnet werden. 21 Personen iclbeten sich als Arbeitsuchende.
Holzgewerbe.
Äuch im Holzgewerbe hat sich die Beschäftigungs» löglichkeit etwas gebessert, jedoch dürfte es ch nur um eine vorübergehende Erschein un g handeln. Verschiedene Sägewerke haben nach 'Mgang neuer Aufträge Arbeitskräfte zurückgerufen 'M, neu eingestellt. Ein Betrieb arbeitet wieder mit n’Ker Belegschaft. Verfügbar waren 605 Personen.
Tlahrungs. und Genuhmittelgewerbe.
weiter gesunken.
Saison zurückzuführen. Die von den Kurbetrieben mMssenen Arbeitskräfte belasten den oberhessi-
Dem Daumarkt Verfügung.
nteiter untergebracht werden, '(tnben 2124 Bauarbeiter zur
Gastwirtschaft.
Der Beschäftigungsgrad ist
Si.es ist hauptsächlich auf Beendigung der Kur
5)ie erhoffte Besserung der M. rktlage des Nah. ungs. und Genußmittelgewerbes ist nicht einge» reten; die oberhessischen Tabakfabriken klagen all- leunet über schlechten Geschäftsgang. Ein betrieb hat für einen Zweigbetrieb in der Berichts- >i i Stillegung beantragt, die auch genehmigt wurde, [ihn weiterer Betrieb beabsichtigt, im kommenden l'ijmat ebenfalls stillzulegen. Tabaksteuer und Tabak- M in der jetzigen höhe wirken sich besonders schwer iu i die Tabaksabriken aus. Durch die schlechten Ein- lammensverhältnisse der Kundschaft klagen Metzger-, Zocker- und Konditorhandwerk über den Rückgang e-< Umsatzes. Für Metzger dürfte für die jetzt kam- nsnben Herbstschlachtungen Aussicht auf B e - ifoä ftigungsmögltchk eiten vorhanden sein. :ion feiten der Brauereien wird ebenfalls über Ich lechten Geschäftsgang geklagt. Dem Arbeitsmarkt ■o nben 466 Arbeitsuchende zur Verfügung.
Baugewerbe.
Die Marktlage auf dem Daumarkt ist uneer« ■ b c r t schlecht geblieben. Verschiedentlich ie *tanö Deschäftigungsmöglichkeit zu Reparatur- r beiten. Im Ganzen gesehen, hatte der Daumarkt m diesem Sommer in der Hauptsache Auflage t i Reparaturarbeiten zu verzeichnen, die natür-- Id6 kein Ausgleich für den Ausfall an Reubau- hcZbeiten sind. Verschiedentlich konnten Bauarbei« |tec bei der Kartoffel- und Obsternte als Hilfs-
'f) en Arbeitsmarlt nicht in vollem Umfange, da iex größte Teil der Arbeitnehmer außerhalb m seres Bezirkes beheimatet ist. Verfügbar waren Arbeitsuchende.
Verkehrsgewerbe.
Die Lage des Arbeitsmarktes hat eine Besse- ung erfahren, die hauptsächlich aus die Einteilung von Zeitkräften durch die Reichsbahn urückzuführen ist. So konnten wir em Derichts- nonat 135 Personen für die zusätzlichen Arbeiten fei der Reichsbahn vermitteln. Es wurden am : Smde des Monats 398 Arbeitsuchende gezählt.
Angestelltenberufe.
□luf dem Stellenmarkt für Angestellte ist k e i n e i-d«sentliche Veränderung eingetreten. M- und Abgänge glichen sich nahezu aus. Stel» l mluchend meldeten sich 867 Personen.
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Mnmi für Melallarbeütt L.kchtertZumgrM 4fii6t AMindustrie w ■ möglich. Auftrage für und konnte dadurch einig
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Wenn Menschen «usernan-evsehn
Vornan von Z. Gchneider-Ioerfil.
Urr^eberrechtsschutz Verlag O. Mei st er, Werdau.
II. Fortsetzung Nachdruck verboten.
Die Sonne hatte den letzten Schnee weggeküßt , in b der Föhn leckte die wenigen Reste gierig tu’i. Unmerklich glitten die Wochen in den Som» I net hinüber.
Rosmarie stand im hellen, flatternden Kleide In iuM den Feldern und sammelte Feuernelken, die 1! m. ben Rainen wucherten. Scharen von Krähen aßen auf ben frischgestürzten Aeckern. Richt weit >anon hoben sich bie Rücken ber Pferde ab.
Rosmarie höhlte die Finger und ließ ein lang- irSehntes Signal hinübergehen. Ein Hengst hob Jem Kopf, stutzte, löste sich von der Koppel und 'an in gestrecktem Galopp zu ihr herüber- jesorengt. Sie tätschelte den dampfenden Leib inii schwang sich auf feinen Rücken. „Lauf, Bela, hm!!“
2anos stand mit lachendem Gesicht, hob die 'letne, als das Tier an ihm vorübersprengte in® fing Rosmarie sicher und ohne irgendwelche duft an ben Tag zu legen, auf.
2lls sie mit leuchtenden Augen vor ihm stand, bannte er: „Rirnm dich in acht, Rosmarie! Der 3« la ist toll vor Liebe."
,.3ft er da so gefährlich?" fragte sie verwun- icci.
Sr bejahte und schob den Pfeifenstummel von (m rechten nach dem linken Mundwinkel hin- iec. „Dann weiß er nicht mehr was er tut. 8 könnte sein, daß er dich in seinem Rausche (n einen der Zäune sch' udert, und daß du finen ganzen Knochen mehr in deinem Leibe hieft.“
Ein nachdenklicher Ausdruck kam in ihr ®e- sch! Sie setzte sich ins Gras und sah zu ihm auf. Heftern bin ich achtzehn gewesen, Janos."
i. Achtzehn! — Der junge Szengeryi wird bauen, wenn er zurückkommt."
Deshalb?" m „
.M wird ihm gehen wie dem Pferde. Er wird blC fein vor Liebe."
Sin brennendes Rot jagte über ihre Wangen. - be senkte den Kops und tätschelte den Wolfs- funb, der mit komischen Sprüngen um sie kreiste.
Cer Hirte sah mitleidig auf sie herab. „Dann - iirb es dir gehen wie all ben anbern, Rosmarie:
Iu wirst erst schreien vor Wonnen unb bann j^ie^en vor Leib!"
■ „Janos!" würgte sie hervor. „Warum kriechen i. tot Leib?"
Von den Auslandsbörsen.
//Gedämpfiere Stimmung" in London. — Die Reichsmark nach Schachts Rede schwächer.
An der Londoner Börse herrschte gestern unter dem Eindruck der Tatsache, daß eine Reihe weiterer Länder den Goldstandard ausgegeben hat, eine etwas gedämpftere Stimmung, denn mit jedem neuen Lande, das sich vom Gold loslöst, verringern sich natürlich Englands Chancen auf eine Erweiterung seines Exportes durch Valuta-Dumping. Es galt als feststehend, daß die beiden Rhodesia dem Beispiel Englands folgen würden. Daß der Schritt nicht eher gewagt wurde, erklärt sich daraus, daß Süd- Rh o d e s i a eine sich selbst regierende Kolonie ist. In diesem Zusammenhang ist es interessant, daß eine weitere Million Gold nach London versandt wurde, die dort am 26. d. M. eintrifft. Wenn es trotz allem an der Börse zu keinen bedeutenden Kursabschwächungen kam, so liegt das lediglich an der festen Erwartung von Schutzzöllen.
Der Londoner Devisenmarkt war sehr ruhig, und es herrscht ein gewisser Optimismus. Man hofft, daß im Zusammenhang mit der Suspendierung des Goldstandards der Londoner Markt in den hauptsächlichsten Valuten sich beträchtlich ausbreiten wird. Man verspricht sich eine bedeutende Verbesserung der Umsatzmöglichkeiten in London durch die Annahme, daß die englischen Banken ihre Devisen-Bestände in demselben Umfange vergrößern, wie die ausländischen Banken ihre Sterling-Guthaben verringern dürften. Es ist bemerkenswert, daß sich für Termindollar im Vergleich zum Pfund ein Disagio heuaszubilden scheint. Man hält die starke Verkaufsneigung für den Dollar an einigen Plätzen für nicht gerechtfertigt und verweist darauf, daß nur in den beschränkten Gold-
vcrschisfunasmöglichkeiten von Neuyork ein Grund für die Abschwächung gegeben ist.
Die Amsterdamer Börse zeigte zu Beginn eine feste Grundtendenz, doch lagen die Kurse etwas schwächer. Später konnte sich auf Käufe für Londoner Rechnung eine Erholung durchsetzen, zumal sich stärkerer Materialmangel bemerkbar machte.
An der Brüsseler Börse konnte nach schwächerem Beginn sich später eine Befestigung durchsetzen, während die Pariser Börse recht fest eröffnete, aber auf Gewinnmitnahmen nicht zu ben höchsten Tageskursen schloß. Im Wiener Freiverkehr war das Geschäft lebhafter, der Beschluß der DIZ., den 190°Mill.-Schilling-Kre- dit zu verlängern, sowie die Prolongation des loO-Mill.-Schilling-Kredites der Dank von England bis zum 31. Dezember wirkten natürlich recht günstig. Die Reuyorker Dörse lag sehr ruhig, bie Grundtendenz war aber optimistisch, da man die Aussichten für die nächste Zeit etwas günstiger beurteilte.
An den internationalen Devisenmärkten blieb die Reichsmark gestern meist schwächer, da die Rede Schachts in Harzburg weiter sehr ungünstig wirkt. In Zürich ging die Mark auf 115,5 nach 118,80 zurück, in London auf 17,25 nach 16,75, in Reuyork auf 23 nach 23,40 unb in Amsterbam auf 55,75 nach 56,75. Das Geschäft in Reichsmark an den Auölandplähen war aber sehr gering. In Amsterdam lag das Pfund ziemlich fest, da man in Anbetracht der Belebung der englischen Industrie eine bessere Handelsbilanz als seit langer Zeit erwartet.
Oie deutschen Börsen.
Von ber Berliner Börse.
Berlin, 14. Okt. (WTB. Funkspruch.) Nachdem jetzt die Aussicht auf eine Reichstags mehr- h c i t für die Regierung Brüning sich gebessert und die gestrige Rede Dr. Brünings bei Zuhörern und Presse einen recht guten Anklang gesunden hat, mußte die Tendenz des heutigen Freiverkehrs eine Reaktion erleiden. Die Befürchtungen, die durch die Rede Schachts ausgelöst waren und die zu einer Flucht in die Sachwerte gesührt hatte, traten wieder in den Hintergrund und das Geschäft ebbte wesentlich ab. Schon in den gestrigen Abendstunden gaben die Standardwerte mehrprozentig nach, und auch heute gingen die Kurse weiter zurück, so daß sie schließlich bis zu 5 v. H. unter den höchsten Kursen von gestern lagen. Jetzt wurden auch die in der letzten Zeit vernachlässigten Momente aus der Wirtschaft wieder einer Kritik unterzogen, und besonders der Rücktritt des preußischen Finanzministers wurde heute noch diskutiert, zumal man jetzt über die Gründe dieser Abdankung genauer informiert ist. Er soll sich vor allem dagegen gesträubt haben, daß ein erst vor kürzerer Zeit saniertes westdeutsches Kreditinstitut weitere Beihilfen Preußens bekommt. Um die Weiterführung der Kupferbetriebe der Mansfeld AG. zu ermöglichen, haben die Gewerkschaften in eine weitere Senkung der Tariflöhne um 10 v. H. eingewilligt. Dadurch sind die Voraussetzungen für eine neue Finanzhilfe seitens des Reiches geschaffen, lieber die gestrige Abwicklung der schwebenden Terminengagements bei der Liquidationskasse, die bekanntlich freiwillig war, lauteten die Nachrichten in der Presse widersprechend. Es steht jedenfalls fest, daß seitens der Banken bedeutend mehr zur Ablieferung angeboten worden ist, als abgenommen werden konnte. Die Quoten wurden hierbei ziemlich individuell festgesetzt. Auch
gestern und heute fanden zahlreiche Zeichnungen auf die neue steuerfreie Reichsbahnanleihe statt, wobei sicherlich mitsprach, daß morgen die Frist für die Amnestiezeichnungen abläuft. Durch eine Verordnung wurde heute eine Herabsetzung des Notendeckungssatzes in Dänemark auf 33z o. H. bestimmt.
Kurssteigerungen in Frankfurt.
Frankfurt a. M., 13. Okt. Rachdem im gestrigen Rachmittagsbureauverkehr bereits weitere Kurssteigerungen zu verzeichnen waren, machte die Aufwärtsbewegung der Kurse heute neuerliche beträchtliche Fortschritte. Bei der Beurteilung der Lage sind die innerpolitischen Momente tonangebend, wogegen die von den Auslandsbörsen vorliegenden, meist schwächeren Meldungen die Tendenzgestaltung kaum beeinflußten. Cs gewinnt die Meinung immer mehr an Boden, daß es in Anbetracht der gegenwärtigen Verhältnisse am zweckmäßigsten sei, hochwertige Aktien anzukaufen. Reben Käufen für Berliner Rechnung wurden auch Aufträge des Publikums aus Süddeutschland aus- ?eführt. Infolgedessen erreichte die Amsatztätig- eit, gemessen an dem Geschäft der vorangegangenen Tage, eine immerhin bemerkenswerte Lebhaftigkeit. Angebot liegt so gut wie nicht vor, da sich die Abgeber äußerst reserviert verhalten; nur vereinzelt werden zum Zwecke der Gewinnmitnahme kleinere Verkäufe vorgenommen. Gegenüber gestern waren bei schweren Werten Kursavancen um bis zu 10 Prozent, bei mittleren Papieren 5—6prozentige Kurssteigerungen zu beobachten.
Der Anleihen- und Pfandbriefmarkt bleibt weiter vernachlässigt,' die Tendenz neigt hierfür anhaltend eher zur Schwäche.
Devisenmarkl Berlin — Frankfurt a. 2U.
Banknoten.
13.DI obre
14. Ortober
Amtliche »eld
Notierung Brief
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Hrllingsor» .
Wien....
8.49
8.51
8.44
8.46
54.95
55.05
55,69
55.81
Prag . . .
12.467
12.487
12,47
12,49
Budapest . .
73.28
73.42
73,28
73,42
Sofia . . .
3.072
3.078
3,072
3,078
Holland . .
170.58
170.92
170,68
171.02
Otlo . . .
92.91
93.09
92.91
93,09
Stouenliagen
93,16
93.34
93,16
93,34
Glodbulm
97.90
98.10
98,40
98.63
London . .
16.30
16.34
16,30
16.34
Buenos Atrc
0.913
0.917
0.958
0,962
Nennorl .
4,209
4.217
4.209
4.217
Brufiel . .
59.04
59.16
59.04
59,16
Italien. , Baris . .
21.63
21,67
21.68
21.72
16.67
16,71
16,67
16.71
Schweiz .
82.59
82.68
82.52
82.68
Spanien .
37,86
37.94
37.91
37.99
Danzig. .
82.27
82.43
82,47
82.62
Japan . .
2,078
2.082
2,078
2.082
Rio de Ian
0,219
0,221
0.219
0,221
Iuyoflawiea Liilaboo
7.473
14.84
7.487 14-86
7,473
14,84
7,487
14,86
Berlin, 13.01 ober
eSciF
■jlmedtantldje Note».......
Äelflilche Noten.........
Däntlcke Noten.........
ßiigliidic Nol.'n .........
yranjöftlrfie Noten...... .
Holländische Noten ........ Italienische Noten ........
Norwegische Noten........
Leutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten. ....... Spanische Noten....... .
Ungarische Noten........
4.20 58,88 92.96 16.26 16,66
170,21 21,66 92,71 54,74
2,52 97,70 82,34 37.67 72,75
'gnTT
4.22
59,12
93.34
16,32
16,72
170,89
21.74
93.09
54.96
2,54
98.10
82,66
37,83
73,15
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 14. Okt. Es wurden notiert: Weizen 227,50; Roggen 220; Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 180; Hafer, inländischer 160 bis 167,50; Weizenmehl, südd.. Spez. 0 mit Austauschweizen 36 bis 36,75, Sondermahlung 34 bis 34,75; Weizenmehl, Niederrhein., mit Austauschweizen 36 vis 36,50, Sondermahlung 34 bis 34,50, Roggenmehl 30,25 bis 31,25; Weizenkleie 8,15; Roggenkleie 8,50 Mark. Tendenz: still.
Schweinemarkt in Gießen.
Auf dem heutigen Schweinemarkt in Gießen standen 180 Ferkel, 1 Läufer zum Verkauf. Es kosteten Ferkel bis zu 6 Wochen alt 9—10 Mk.. 6—8 Wochen alt 12-14 Mk., 8—13 Wochen alt 17—20 Mk., Läufer 30 Mk. Tendenz: schleppend. Ueberstand.
Rundfunkprogramm.
Freitag, 16. Oktober.
7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 17.05: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: „Aus der Praxis des freiwilligen Arbeitsdienstes", Vortrag von Syndikus Dr. Arthur Krebs, Limburg an der Lahn. 19.05: Stunde des Films. 19.45; Oscar Wilde. Zum Gedächtnis seines 45. Geburtstages am 15. Oktober. 19.55: Unterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters, Stuttgart. 21: Gastspiel Berliner Künstler unter Leitung von Willy Buschhoff mit Gertrud Eysoldt. Gespenstersonate, von August Strindberg. Als Hörspiel eingerichtet von Willy Buschhoff. 20.30: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Ein Melodrama mit Orchesterbegleitung. Dichtung von Rainer Maria Rilke.
Samstag, 17. Oktober.
7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.20 bis 10.50: „Wo machten Deutsche Weltgeschichte?" Vortrag von Professor Dr. Fedor Schneider. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.15: Stunde der Jugend. 17.05: Karlsruhe: Konzert. 17.45: Aus einem Privathaus in Stuttgart: Haus-Musiken. 5. Abend. 18.40: Vortrag. 19.05: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Musikalische Grundbegriffe. Vortrag von Hans Rosbaud. 20.15: Von Köln: Bunter Abend. 22.35 bis 24: Tanzmusik.
Er strich sich langsam das grauborstige Haar aus den Schläfen. „Rosmarie, wenn ein Mädchen achtzehn Jahre ist, sollte man es nicht machen wie die Aga und einen Zaun um es herum bauen, daß es nichts zu hören und zu sehen bekommt, was rundum vor sich geht. Das ist nicht gut."
Rosmarie verteidigte erregt: „Sie erzählt mir vieles, was ich noch nicht weiß."
„Ja?" Er lachte. „Tut sie das"
Sie hielt noch Immer den Kopf gesenkt. Mit scheuen Fingern strich sie ihr glänzendes Haar zurück.
Der Hirte sah unentwegt auf sie herab. „Ich habe Dela auf den Armen getragen und dich auch. Vor zwanzig Jahren habe ich dem Szengeryi das Reiten beigebracht und vor zehn Jahren dir. Aber lieben, Rosmarie, lieben, das lernt jeder von selbst. Da braucht keiner einen anderen dazu."
Das Mädchen sah auf. Die Augen des Alten gingen in weitem Schauen Über Rosmarie hinweg. An seinem verschlossenen Mantel entlang- tastend, griff eine Hand nach seiner herabhän- genden Rechten.
„Janos!"
„Ja, Kindchen!"
„Ich freue mich so unsagbar, wenn er kommt!" „Der junge Szengeryi?"
„3a!“
„Es wäre besser, du hättest Angst!"
„Angst? Warum soll ich Angst vor ihm haben?"
Er hob die Schultern. „Wart's ab! Wenn einer drei Jahre fort war, bringt er manches mit heim, was einem fremd ist."
Tagelang grübelte Rosmarie darüber nach, was Janos wohl damit gemeint hatte. Bela Szengeryis Bild verschob sich in ihrem Gedächtnis: Das schmale Oval seines Gesichtes erschien ihr einmal glattrasiert, um dann wieder mit einem Wald von Stoppeln oder langheradhän- genbem Barthaar aufzutauchen.
Rosmarie beckte die Hand über die Augen. Vollbärte waren ihr entsetzlich. Hinter jedem Vollbart witterte sie einen Mörder.
Olga seufzte, wenn das Mädchen sich des Rachts in den Kissen hin und her warf und unverständliche Worte murmelte. Unö mit Fragen konnte das Kind quälen, mit Fragen, bie hun- bert Gelehrte nicht hätten zu beantworten vermocht, so konfus unb verworren waren sie.
Der Rinderhirte nickte, wenn sie mit stillen Grüßen an ihm Dorüberritt, um eine halbe Stunde später in jagendem Galopp zurückzukommen.
Ja, ja! Wenn bie Steppe blühte, wußte keiner, wie ihm geschah, nicht Mensch, nicht Tier.
Unb Rosmarie war achtzehn Jahre!
Guido Horvath traf Anfang August ein und beschloß, sechs Wochen zu bleiben. Daß sich Raja vollkommen unsichtbar machte, war ihm gerade recht. Um ihre Liebe betteln? Rein! Zudem hatte er Bosanyi sein Ehrenwort verpfändet, ihr nicht zu nahen.
Hundert andere streckten die Hände nach ihm aus. Aber er fühlte, wie die Leidenschaft zu ihr noch in ihm fraß. Während der Hetze unb Unrast seiner Künstlerfahrten hatte er bas weniger empsunben, als es jetzt geschah, da er ihr räumlich so nahe war.
Manchmal kam es wie ein Rausch über ihn. Dann tag er wieder wunschlos unter ben schaiten- spendenben Obstbäumen und träumte in den Himmel. Das Schweigen der Steppe hatte etwas unendlich Beruhigendes für seine ewig vibrierenden Rerven.
Rosmaries zartgerötetes Gesicht tauchte hinter der Hecke auf, unter der er lag, und spähte vorsichtig über den Rand. Mit lautlosen Fingern brach sie eine der wilden Rosen, die jetzt zu tausenden wucherten und warf sie ihm auf die Brust.
Er sah lässig auf, staunte, schüttelte den Kopf und stand mit einem Sah auf beiden Füßen.
Seine Hand griff nach ihrer Rechten und führte sie an die Lippen. „Du gestattest doch, daß ich sage, wie groß du geworden bist, Rosmarie. Und wie schön!" Er umfing sie mit einem staunenden Blick. „Komm ein bißchen herüber zu mir, ich bin so einsam."
„Wie soll ich denn?" Sie blickte ratlos nach der Hecke, die hämisch ihre Stacheln spreizte.
„Ich werde dich holen, ja?" Ohne erst ihre Zustimmung abzuwarten, faßte er sie unter den Armen, schwang sie hoch und stellte sie im Garten behutsam vor sich nieder.
Sie strich sich mit lachenden Augen das Haar aus den Schläfen und steckte das überreiche, kokett flimmernde Gelock im Racken fest. „Wie stark du bist! Ich flog wie ein Vogel."
Er nahm die Rose auf, die ins Gras gefallen war, zog sie durch das Knopfloch seines bast- seidenen Hemdes und breitete dann feinen Rock für sie als Sitz auf dem Boden aus. „Wann haben wir uns das letztemal gesehen, Rosmarie? Ich glaube, vor zwei Jahren. Damals warst du noch ein Kind. Und heute —Er verneigte sich mit einem anbetenden Lächeln.
„Du hast dich auch verändert", sagte sie und suchte in seinem Gesicht.
„Ja, Rosmarie?"
„Die Aga sagt: Zu deinem Vorteil!"
Sein helles Lachen ließ sie blitzartig das Ungeschickte ihrer Rede erkennen. „Bist du mit böse?" In ihren dunklen Augen glänzten verräterische Tränen.
„Aber Rosmarie!" Er hielt ihre Hände umschlossen. „Die Olga hat gewiß recht. Man wird eben älter, ruhiger unb macht seine Erfahrungen." Dann rasch auf ein anderes Gebiet überspringend: „Wir wollen einmal zusammen reiten oder ein wenig zu Fuß über die Steppe schlendern. Es ist viel netter zu zweien als so allein."
Sie nickte erfreut. „Gleich jetzt, Guido?"
„Wenn du willst.“
„Ich sage es nur noch der Aga."
„Weshalb? Hast du Furcht vor mir?“
„Furcht? Weshalb sollte ich Furcht vor bitt haben?" Ihr Blick ruhte vertrauensvoll in bem feinen.
Mit raschem Schritt ncbencinanber hergehend, spazierten sie die Hecke entlang, bis diese an einer Lücke den Weg nach den Feldern freigab.
„Pfeif einmal, Guido, bitte!"
Er erriet sofort unb lieh ein schrilles Signal ertönen. Roch ehe sie um bie Biegung waren, hörten sie auf bem ausgetrockneten Boden Pferbehufe herbeijagen. Ohne Guibos Hilfe in Anspruch zu nehmen, saß Rosmarie eine Minute später auf dem Rücken ihres Lieblingstieres.
„Und ich?" fragte der Künstler, lachend zu ihr aufsehend.
„Komm mit!"
Ein Duck, und er saß neben ihr auf den breiten Flanken des Hengstes und hatte so wenig Halt wie sie, so daß sie immer Gefahr liefen, herunterzugleiten.
Der Rinderhirt starrte verwundert auf daS Paar, das da hergetrabt kam. Mißbilligend schüttelte er ben grauen Kops. „Rosmarie, es hätte euch beiben bas Genick kosten können."
Sie erschrak. „Das wäre ein schlimmes Will« komm für ben Vater gewesen."
„Unb für den jungen Szengeryi auch." Die Augen des Alten lagen mit ernstem Mahnen auf ihr.
Sie verstand ihn nicht, bat nur um ein Pferd für Guido und um eine Decke, weil es so rutschig sei auf bem Rücken des Hengstes. Mit einem wehmütigen Ricken in den wetterharten Zügen sah Janos ben beiben Gestalten nach, bie nordwärts über bie Ebene sprengten. „Armer Bela!" Er kam um zwei Wochen zu spät. Unb was würbe bie Raja sagen?
3anos trat in die Hütte. Fürsorglich in einen Mantel gehüllt, schlief Klein-Udo auf einem Lager aus Heu. Janos neigte sich über das schlafende Gesichtchen und strich das dunkle Haar aus den geröteten Wangen. „Wenn er zurückkehrt, werde ich dich ihm zeigen, um zu erfahren, ob etwas in seinem Herzen für dich spricht.'*
(Fortsetzung folgt.)


