Ausgabe 
14.9.1931
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 214 Zweites Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Montag, 14. September 195|

Aus der Provinzialhauptstadt.

Diehen. den 14.September 1931.

Sbrrheffen im Sinterfahrplan 1931/32.

Der neue F a h r p l a^l der Reichsbahn, der am 4 Oktober in Straft tritt, bringt durch den Wegfall einer Anzahl Züge wefentliche Aenderungen. Es fallen au» auf der Strecke

GießenFrankfurfKassel

der Sonntagszug MarburgGießen. Gießen an 0.05 Uhr, der Werttagszug Lang-Gons(Sieben, Gießen an 5.14 Uhr; der Beschleunigte Personenzug Sonn­tags, SiebenFrankfurt, in Gießen ab 21.06 Uhr; der Personenzug FranksurtGießen,.in Gießen an 23.55 Uhr, der bisher bis Butzbach täglich verkehrte, verkehrt ab Friedberg dis Gießen nur noch an Sonn, tagen, der Pcrfonenzug FrankfurtGießen, in Frankfurt ab 23.51, der bisher täglich bis Bad-Nou- heim und ab da nur von Sonntag auf Montag bis Gießen fuhr, verkehrt jetzt nur noch von Sonntag auf Montag auf der ganzen Strecke von Frankfurt bis Gießen. In Gießen an 138 Uhr.

Der fogenannte Bäderzug FriedbergBad HomburgWiesbaden in Friedberg ab 18.13 Uhr, ebenso der Gegenzug, Friedberg an 12.35 Uhr, fallen fort...

Die beiden Eilzüge GießenFrankfurt, in Gießen ab 13.16 Uhr und FrankfurtGießenKassel, in Gießen ab 17.07 Uhr. fallen ebenfalls au».

Strecke SiehenKoblenz.

Der V-Zug Gießen ab 5.55 Uhr fällt aus; des- Gleichen der Gcgcnzug Gießen an 23.22 Uhr Ais Zinterzug verkehrt wieder der Personenzug Gießen Wetzlar. Gießen ab 7.02 Uhr.

Strecke SiehenFulda.

Der bisherige Werktagszug von Mücke nach Gie­ßen. in Gieben an 7.08 Uhr, fallt aus: dafür verkehrt der Werktagszug Mücke ab 6.46 Uhr in Gießen an 7.33 Uhr. Der bisherige Personenzug FuldaGießen, in Gießen an 10 35 Uhr. kommt im neuen Fahrplan bereits 16.23 Uhr in Gießen an und erreicht somit den Anschluß nach Gelnhausen um 16.32 Uhr.

Slrecke Salzschlirf-Schliß.

Der bisherige tägliche Zug SchlitzSalzschlirf, Schlitz ab 5 Uhr, verkehrt im Wintcrfahrplan nur werktags. Der bisherige Werktagszug SchlitzSalz- fchlirf, in Schlitz ob 7.52 Uhr, verkehrt täglich. Der bisherige tägliche Zug SalzschlirfSchlitz, in Salz- fchlirf ob 5,56 Uhr, verkehrt nur werktags, und zwar bis 30. April 1932, von da ab wieder täglich.

Strecke LauterbachStockheim.

Der bisherige Werktagszug GedernLauterbach, in Gedern ab 4.45 Uhr, Lauterbach an 6.28 Uhr, verkehrt im Winterfahrplan Gedern ab 5.18 Uhr, Lauterbach an 7.00 Uhr.

Voraussichtlich Verlängerung der Steueramnestiefrist.

WTB. In der letzten Zeit haben sich die Amnestie- anzeigcn stark gehäuft. In sehr vielen Fällen haben Steuerpflichtige bei den Finanzbchördcn zu erkennen gegeben, daß sic von der S t e u e r a m n c st i e gern Gebrauch machen möchten, aber nicht in der Lage s-ien, bis zum 16 September, dem Ende der Amnestiefrist, das für die Amncstieanzeige erforder­liche Material durchzuprüfen und die hierbei auf­getauchten Fragen zu klären. Ferner hat sich gezeigt, daß es noch viele Steuerpflichtige gibt, die zwar das Bestreben haben, wieder steucrchrlich zu werden, die sich aber davor scheuen, ihre bisherigen Zuwider­handlungen der Steuerbehörde offenzulegen. Aus all diesen Gründen sind in außergewöhnlich starkem Umfange Anträge auf Fri st Verlängerung gestellt worden. Mit Rücksicht hierauf ist beabsichtigt, die Steuern m ne ft iefri ft allgemein bis zu m 15. Oktober z u verlängern. Da die Fristen für die Abgabe der Vermögenserklä- rungen, sowie für die Anzeige ausländi­scher Familien st istungen und Betei­ligungen in engem Zusammenhang mit der Am- nefticfrlft stehen, würden auch diese in gleicher Weise verlängert werden.

* Uebung der Gießener Reichswehr. Das hiesige Bataillon rückte heute morgen mit Hin» aenbem -spiel zu einer Marschübung und zu einer Gefechtsübung aus, die in der Röhe von Wetzlar ftattfinbet. Die Truppen kehren voraussichtlich be­reits heute nachmittag roicber zurück.

" Das hessische Naturschutzgesetz kommt. Der hessische Finanzminister hat im Einvernehmen mit dem Minister des Innern und unter Zustimmung des Gefamtministeriums dem hessischen Landtag den Entwurf eine- Noturschuh- aesetzes vorgelegt. Das Gesetz zerfällt in folgende Abschnitte: A. Gegenstände und Umfang des

Naturschutzes: 1. Schutz seltener und schonungs­bedürftiger Tier- und Psiarizenotien; 2. Bestim­mungen über Schmuckreisig: 3. Naturdenkmäler und deren Umgebung; 4 Schutz des Landschaf 1S- bildes; 5. Naturschutzgebiete: 6. Sonstige Schutz­gebiete für freilebende Tiere. B. Gemeinsame Vorschriften für den Naturschutz. C. Straf- und Schluhbest immungen. Da- Gesetz wird voraus­sichtlich noch von dem gegenwärtigen Landtag behandelt.

Diebstähle Der Polizeibericht meldet: AuS dem Fahrradunlerstellraum der g.werblichen

Fortbildungsschule wurde von einem Fahrrad ein Dynamo Marke . Berko" entwendet. In diesem Naume kommen fortgesetzt derartige Diebstähle vor. Zwei Täter wurden bereit» vor einiger Zeit ermittelt Aus einem im Parterrestock gelege­nen Schlafzimmer wurde ein goldenes Zigaretten­etui gestohlen Der Eigentümer hat für die Hcr- beilchasfung des Etuis eine Belohnung von 100 Mark in Aussicht gestellt Personen, die sachdien­liche Angaben über die Diebstähle machen können, werden ersucht, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben.

Wirtschaft.

Generalversammlung der Darmstädter Volköbank.

WSN. Darmstadt. 12. Sept. Die gestrige auherordentliche Generalversammlung der Darmstädter Bolksbank nahm bei einem Massenbesuch einen erregten Vcrlau'. Nach- dem dec Aussicht-ratsvorsitzende Nohl auf die Leitung der Generalversammlung verzichtet hatte, übernahm Rechtsanwalt N e u s ch ä f f e r den Borsitz und trat, nachdem die Stützungsaktion durch die Zentralkreditinstitute gescheitert ist, für Selbsthilfe ein, um unabsehbare Folgen für dix Darmstädter Geschäftswelt zu vermeiden. Da die Frist zur Einberufung der Generalversamm- lang nicht eingehalten worden war, wurden die meisten Tagesordnungspunkte, die mit Beschlüssen verknüpft waren, ausgesetzt. Durch Droh, und Schlußruse wiederholt unterbrochen, erstattete der Vorsitzende des bisherigen Aussichtsrats, Nohl, den Geschäftsbericht und stellte dann die Aemter deS Aussichtsrats zur Verfügung. Dr. Schnei­der vom Revisionsverband W.esbaden eiläuterte dann den bereits veröffentlichten Status. Als tiefere Ursache des Zusammenbruchs bezeichnete er ein Hinausgeben über den Rah­men des G e n o s s e n s ch a s t s g e s ch ä f t s und zu hohe Begebung von Einzelkre­diten (die Kredite über 50 000 Mark machen über die Hälfte der gesamten Kreditsumme aus), Ueberschreitung der Höchstkredit, grenze von 200 000 Mark in ipc&rcrcn Fällen, und dies alles trotz wiederholter Mahnungen der Revision in den vergangenen Jahren. Schließlich hätten auch Vorstandsmitglieder m i t Genossenschastsgeldern spekuliert so daß die gesamten Verluste jetzt 2,7 Mill. Mark betragen. Er empfahl ein Erlaß - Ver­gleichsverfahren mit 75 Prozent bei Er­höhung der Genossenschaftsanteile von 500 auf 1000 Mark, selbstverständlich unter Einsetzung einer neuen Verwaltung. Aus der Versammlung her­aus wurden bann schwere Vorwürfe g c - genVorstand und Aussichtsrat erhoben und deren Regreßpflicht gefordert da es sich nicht um Fehler, sondern um Verfehlungen handle. Ebenso wie Revisor Schneider, sand Prof. Dr. Stein (Berlin), der Anwalt des Deutschen Ge- nossenschastsverbandes, die volle Zustimmung der Versammlung, als er die Vorwürfe der Genossen­schafter anerkannte, aber entschlossenes Handeln zur Erhaltung der Volks­bank forderte. Der Zusammenbruch wäre trotz der Wirtschaftskrise nicht gekommen, wenn die ge­nossenschaftliche Kreditpolitik getrieben und weni­ger auf Rentabilität, als auf Liquidität gesehen worden wäre. Darauf wurde die W a h l des neuen Aufsichtsrats vorgenommen, wobei vier bisherige Aufsichtsratsmitglieder, die nach der Kontrolle gerechtfertigt dastehen, wieder, gewählt wurden. Den Vorsitz des Aufsichtsrats dürste voraussichtlich Rechtsanwalt Neuschäf. f e r als Vertreter der freien Berufe und der Be. amten übernehmen.

Endtermin für die Oevisenablieferung: 19. September.

Berlin, 12. Sept. (WTB.) Nach dem Reichs­bankausweis vom 7. d. M. haben sich die Bestände der Reichsbank an Gold und deckungsfähigen De­visen um 48,6 Millionen Mk. erhöht. Von der Erhöhung entfallen auf Gold 4,4 Millionen Mark, auf deckungsfähige Devisen 44,2 Millionen Mark. Obwohl der Devisenzugang gegenüber dem im Ausweis vom 31. August ausgewiesenen Zu­gang von 42,6 Millionen Mark eine Erhöhung zeigt, kann er doch nicht als befriedigend bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, daß vorn 31. August 1931 an die Ablieferung auf Grund des neuen Aufrufes erfolgen mußte, und daß der für die Ablieferung ursprünglich fest­gesetzte Schlußtermin der 5. September in

die Berichtswoche fällt. Hierzu wird von zu­ständiger Seite daraus hingewiesen, daß die Der- längerte Frist für die Ablieferungs­pflicht am 19. d. M. a b l ä u f t, und daß die Nichtablieferung der Devisen bekanntlich mit schweren Gefängnis- bzw. Zuchthausstrafen ge­ahndet wird.

* l)r. ß. c. Earl von Weinberg, Frank­furt a. M., 7 0 Jahre alt. Der stellvertre­tende Vorsitzende des Aufsichtsrates und stellver­tretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der IG.-Farbenindustrie AG. Dr. h. e. Earl von Weinberg, Franksurt a. M.-Niederrad, voll­endet am 14. September sein 70. Lebensjahr. Dem Jubilar fällt ein bedeutender Anteil an der Entwicklung der deutschen chemischen Industrie zu.

AktienzuckerfabrikW e I t e r a u', Friedberg Die Generalversammlung geneh­migte einstimmig den bioibcnbenlofcn Abschluß für das abgelaufene Geschäftsjahr. Mit der beginnenden neuen Kampagne wird die Fabrik ihren Betrieb am 1. Oktober wieder aufnehmen: zu diesem Zwecke wer­den 300 Arbeiter neu eingestellt.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 14. Sept. (WTB.) Ten­denz: schwach. Die Börse eröffnete zu Beginn der neuen Woche in ausgesprochen schwacher Haltung. Man war allgemein sehr pessi­mistisch gestimmt, da die Ereignisse in Oester­reich und das Eisenbahnattentat in Ungarn als ein Symptom dafür angesehen werden, daß sich die politischen Verhältnisse allenthal­ben noch in Gärung besinden. Wenn auch die Krise in Deutschland als überwunden ange­sehen werden kann, ist damit keineswegs gesagt, daß nicht auch hier sich ähnliche Fälle ereignen können. Infolgedessen bewahrt man ä u h e r st e Zurückhaltung, jumal auch von den Aus- landbörsen, die meist in schwacher Haltung ver­kehrten, keine Anregung ausgehen konnte. Obwohl das Angebot nicht groß war, ergaben sich gegen die Kurse vom Freitagabend recht erhebliche Kurseinbußen, besonders bei Spezialpapie- ren. Am stärksten gedrückt lagen IG. mit minus 6, Salzdetfurth minus 7,5, Konti Gummi minus 4,38 und Mannesmann mit minus 4,25 Prozent. Mit Minus-Minus-Zeichcn erschienen Siemens, die später mit 10 Proz. Verlust zur Notiz gelang­ten, Kali Aschersleben und Holzmann, die je etwa 6 Proz. nichtiger geschäht wurden. Ziemlich matt lagen fetner: Ehade 7,5 Proz., Scheideanstalt, Rüt- gerswerke, Dt. Linoleum, Karstadt und Montan- papicre, bei denen sich Kursverluste von 2 bis 4 Prozent einstellten. Am Dankenmarkt büßten Reichsbankanteile 4 Proz. ein. Der Anleihemarkt schloß sich der allgemeinen Schwächestimmung an. Altbesitz-Anleihe minus 0,6 Proz., Türken gaben um 0,17 Proz. nach. Am Geldmarkt blieben die Kurse im Verlause ziemlich gehalten, da sich zahlreiches Angebot nicht mehr bemerkbar machte. Am Pfandbriefmarkt wurde Material her- ausgegeben, so daß auch hier schwächere Stim­mung herrschte. Goldpfandbriefe gaben durchweg um 1 Proz. nach. Lagesgeld stellte sich auf 7 Proz. Am Devisenmarkt lagen London gegen Neu- York 4,8603, gegen Paris 123,9750, gegen Madrid 53,75, Schweiz 24,9150 und Holland 12,0434.

Berliner Börse.

Berlin, 14. Sept. (WTB.) Obwohl man schon vormittags und an der Dorbörse mit Angebot gerech- net hatte, überwog das herauskommende Material alle Erwartungen doch bei wei­tem. Es ist schwer zu sagen waber diese Ware kam: sie war plötzlich zu den ersten Kursen da und setzte sich aus Glattstellungen der Spekulation, aus Ver­käufen des Publikums und des Auslandes, nicht zuletzt aus Exekutionen zusammen. Neben der poli­tischen Ungewißheit (Heimwehrputsch in Oesterreich, Krawalle in Berlin, ungarisches Unglück, die Stel­lung Dr. Eurtius' usw.) waren es wirtschaftliche

Uebrrlegungen, die zu der ungünstigen Stimmung beitrugen. Einmal wird die Situation der Reichs­bank durch die Freigabe von 25 o. H der StiQbalte- gelber in dieser Woche schwieriger, außerdem stehen verschiedene Zahlungstermine bevor, die unbedingt eine Belastung für den Geldmarkt bedeuten So ist heute die Zahlung der Ultimo-August Differenzen fällig, morgen die Festsetzung der Prolongation»- kurse und Fälligkeit der Lombardzinsen für Betrage über 100 000 Mark, am 20. Ausfüllung der Sicher- beiten für die Lombarddarlehen von 100 v. H des Tageskurse», und am 23. Zahlung der Medio Sep- temberdifzerenzen. Da die Ausnahmelust äußerst ge­ring war, verursachte da» vielleicht nicht einmal zu große Angebot doch allerdings zahlreiche Minus- Minus-Zeichen. Bei den endgültigen Kursen ist aller, dings der Zwang eine Minus-Minus Notiz vorzu­nehmen, lehr halb gegeben, so daß manchmal ein salsches Bild entstehen konnte. Heute sind die Kurs­abschwächungen in der Tat recht erheblich, sie gingen besonders bei den Standardwerten über 5 vH. hinaus. So verloren IG.-Farben Salzdetfurth. AEG., Schissahrtsaktien, Polyphon, Svenska und be­sonders Siemens bis zu 11,25 v. H. Bei Betrachtung der heutigen Börse wird man nur darin bestärkt, daß es wünschenswert wäre, wenn die Bestrebungen, alle Orders der Kundschaft durch die B ö r s e zu leiten, möglichst bald (Erfolg hätten Man glaubt, die heutigen A u s I a n d v e r k a u f e mit der Verbindlichkeit der Reichsbank, für Dcrkaussauftrage Devisen zu lieferte in Zusammenhang bringen zu müssen. Auch der Pfandbriesmarkt litt unter stärkeremAngebvtundKäusermangel. Reichsschuldbuchforderungen wurden bis AU 3 v. H. niedriger genannt. Anleihen nachgebend. Von Aus- ländern lagen Bosnier fester. Der Geldmarkt blieb steif, Tagesgeld etwa 9 v H. Auch der Verlaus litt unter Exekutionen und brachte erneut Kursrückgänge bis zu 2 v. H.

Frankfurter Lchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M.. 14. Sept. Auftrieb: 1563 Rinder, darunter 354 Ochsen. 162 Bullen. 536 Kühe, 466 Färsen; ferner 470 Kälber, 86 Schafe. 4613 Schweine Es wurden notiert: Rinder: Ochsen vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtwertS (jüngere) 41 bis 45 Mk, (ältere) 37 bis 40, sonstige vollfleischige (jüngere) 32 biS 36; Bullen jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­wertS 31 biS 35, sonstige vollfleischige oder auS- gemäftetc 27 bis 32; K ü h e: jüngere, vollfleischige. höchsten SchlachtwertS 32 bis 35, sonstige voll- fleischige oder auSgemästete 28 biS 31, fleischige 22 biS 27; Färsen (Kalbinnen. Iunqrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtwertS 41 bis 45, vollfleischige 37 bis 40. fleischige 31 bis 36. Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 50 bis 53. mittlere Mast- und Saug­kälber 44 bis 49, geringe Kälber 36 biS 43. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 59 bis 61, von etwa 200 bis 240 Pfund 53 bis 60, von etwa 160 bis 200 Pfund 56 biS 60, fleischige Schweine von etwa 120 biS 160 Pfund 50 bis 56, Sauen 45 bis 52 Mk. Marktverlauf: Rinder ruhig, Lieberstand Kälber und Schafe schleppend, ge­räumt. Schweine ruhig, auSverkaust, Fettschweine über Notiz.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 14. Sept. Es wurden no­tiert: Weizen 235 bis 237,50; Roggen 215; Brau­gerste 180; inländischer Hafer 170; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschware, 37,25 bis 38, Sonderrnahluna 34,75 bis 37,75; Wei­zenmehl, niederrheinisches, mit AuStauschware, 37,25 biS 37,75, Sondermahlung 34,75 bis 35,25; Roggenmehl 29,75 bis 31; Weizenkleie 9,40 bis 9,50; Roggenkleie 9,25; Erbsen 33 biS 37; Linsen 25 bis 65; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken, 4 biS 4,25, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 3, gebündelt 2,75 bis 3; Treber, getrocknet, 10,75 biS 11,50 Mk. Tendenz: stetig.

Letzte Nachrichten.

Verhaftungen in Oesterreich.

2D i e n , 14. Sept (TU. Drahtmeldung.) Der Helm- wehrführer Für ff Sfarhemberg wurde im Lifenbahnzug in der Gegend von welhenkirchen in Oberösterreich verhaftet. Desgleichen wurden in Linz die früheren Generale Puchmeyer und Englisch-Poparich feftgenommen. IDIe aus Graz gemeldet wird, sollen P f r i e m e r und Rau­fer nach Italien gefluchtet sein.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 8 o.H., Lombardzinsfuß 10 v. H. (r = repartiert).

Äranfrur «*. Jfl.

.Öen in

Itian.iun a. Di.

Mrim

ant'ur a.Di.

Zien in

Schluß» ttnlang« hir# kurs

Schlup- ynfana« furt für#

Schluß- Anfangs für# kur«

Schlltz- tur«

Vnfanq« kur«

c-chlutz- kur«

Anfang« für«

Schluß» kur«

Anfang« kur«

Datum

11.9. 14.9.

11.9.

14.9.

Datum

11-9. 14.9.

11.9. 14.9

Datum

11.9.

14 9

11.9.

14.9.

6% tfufldw Wn<t>KieletIk v. 192. 7% Deutsche SeiA«anleibe v. 1929 6)4% Dcung-enlnbe Poe 1930 Teulidx anl..<blt>f..edjul6 mit

flu4lof..«f*ten......

Te4flL ebne eutlol.-SItAtt . .

6% Hell ".-olltitaat ooe 1929 itüthabib. 102%)......

Cbtrbeiien l-rocim.Anleihe mtt Vtu#kM.-Sied>ten.......

$etrtidie Ramm. SameielabL Anleibe öerie 1.......

8% iyrantl. (iop.-8ant «otbpfe 15 unkündbar bU 1935 . . .

7% tzranki Htw -Bank (Molbple unkündbar bu 1936 Serie 16 .

4%% itrankt. Hyv-Banl Stau..

Pfandbriefe.........

4H% 9ibe nlldie Hyv-Bank-Liau Soldvlr..........

8% Pr. £ anbeepfanbbrtef anfialt.

Pfandbriefe Ä. 19......

7% Pr. i.'anbHrlanbbriefanftalt. Pfandbriefe 9t- 10 .

4% Oeftenet<bt|*e Soldrente .

4.20% Ceftrneidnfcbe Silberrentr 4% Ungarische Soldrenie ...

4% Ungar«che StaatfteiUe v. 1910 4K% desgl. von 1913.....

5% abgeft Soldmexikaner von 99 4% Türi'sche Zoilaillctdr von 1911 4% Zürfifdrt Bagdadbabn-Anleibe

Serie 1..........

4% beigL Serie II......

5% Stu man. vereinb. Rente o. 1903 4Zi%RumLn.vereinb.Rcn!ep.l918 4% Rumänische vereinh. Sentt

LÄnotoIier......

71.25

89,8

46

3.3

93

41

40.75

90

80

78

81

92,5

87

0.75

12

6,5

2

6.4

13

5,4

14,6

1 1 1 I 1 I I | | I 1 1 I | | | | | | 1 1 I I | |

3«

71,5 90

57

46,4

3,5

71

40,25

92.5

-

14.65 0.90 12.6 12.5

12

6.5 1.95

2.9

6.25

13.1

5,4

14,4

11 i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i xs iii

vamtmrfl.äcienta täte. . t

Hamburg-Lüdam Tampfschiff. -> Paula Dampfschiff .....0

Norddeutscher Lloyd.....6

3.01. für Beriebrtmesen Äh. . Berliner Handelsgesellschaft . f> 5ommeq. und Pnval-Bant. 7

TanmldMer und Ralionalbanl 6 Deutsche Sank und

TUconto-Olelellkbah ... 6

Tte4bnct Lank...... 6

Reich-dank........12

Ä.tt.®............7

Bergmann.........9

Girin. Liefern ngtgrielNchasl. 1"

Licht und Rralt......10

Gelten & fflutlleaume . . . . 6*i »riellfchaf! für Elektrische

Untetnebmunflen .... 9

Rbetnilche G:ri:rijü4t .... 9 ^chucken L Li' ...... 11 5fernen« 8 Halste ..... 14 Labmeyer8 Go.. ..... 12

Buderus..........4

Deutsche Erdöl ....... 5 Gelsenkirchener ....... 8 Harpener......... . 0

Harsch Grien.........6

Ilse Bergbau.......1"

RiMnerroerfe ........ 6 Röln»$eutfien.......

ManneSrnmin-Röbreu

Manrlelder Bergbau.....0

Cberidüel. flotiroerfe .... 8 Pdöntr Bergbau.....

Rderni'che Braunkohlen. . . 10 «heinstaht.........6

s ? = s a

11^111118 11 i.' 1 1 1 5 LLI 12 1 ü. 1 1 ü 1 1 1

Ü UN O U O

8 l 1 1 i «III 1 1 öd £ 1^112 1 1 1 1 Z b. 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

32

83

33,5

34,25

67

66

73

66

40

112

58,13

48

65

72

63

70

72,75

113.25

75

25,5

40.5

39,5

35.5

30

127

30,5

38.5

11,13

37

26

122

42,5

29.4

82-5

51

107.75

53

59

63,5

102

23,5

38,25

37.75

35

27

28

34

11

34

26

40,13

Siiebet! INcman......7,2

Bereinigte Stahl verte .... 4

Ctaoieiirrn......16*,

pallwerke flitfierfleben . . . 10

Ralimede Westeregeln ... 10 flalimerfe Ealibetfurtb . . . U

I. S. Farben-Induftrie ... 1!

Verein, dem. Iudutzrie Frank, hin a. ö...........

ctbcibeanftall ...... 10 aioldlchmtdt...... . . . 0

Sietallgrielllchaft. ...... 5

Pbüivv Hol,mann . ..... 8

Zemenkrven Heidelberg. ... 7

Zementwerk Rariftabt.....7

BaoB & Freytag......0

StbnltbeiS Ya^enbofn ... 15

Äku (ällfle meine Runftfeibe) 0

Lemberg......... 0

ZeINtofs Salddof.....12

yellfirff Aschaffenburg ... 6

2? -........9

Tai miet Motor«......0

Teuriche Linoleum ..... b

Ctenftein & Roppd.....0

Leon darb Tietz.......8

2 Den 4 U ......... 15 3 habe............

frankfurter öddnn« . . . . 0

«ritzner .......0

ilcinhattBtrfe Höchü a.DL. . 6

Lltddeut'chrt 3-iet .... 10

26^5

82 91

147,5

102

100

23,5

25

37

46,5

58,5

=

21

57,75

81

£ 1 1 1 11118^111111 Illi SSISI S 51 |1

<o_ M g _

S 1 - 1 '-III 1L.» 1 1 > 1

12

75

87

140

95,13

21

23,25

36

=

87,5

47,5

55

44.5

73

12

38

55.5

158

185

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2IL

Banknoten.

11. September

14 September

Amtliche Dotierung

«mlliche Notierung

Selb 2? riet

<*elb

»rie<

Hellingsor» . titen. . . .

10,59

59.17

10,61

59,29

10,59

59.17

10,61

59,29

Prag . . .

12,467

12,487

12,467

12.487

Budaveü . .

73,43

73,57

73.43

73.57

Sofia . . .

3,059

3,065

3,057

3.063

Holland . .

169,83

170,17

169.88

170.22

CfLo . . . .

112,51

112,73

112,51

112.73

»sprnbaflei.

112,52

112,74

112,54

112,76

Gtotfboim .

112,62

112,84

112,62

112.84

Üonbon. . . Buenos Lire«

20,455

20,495

20.459

20.499

1,171

1,175

1,151

1,155

Reuvork . .

4,209

4.217

4,209

4.217

Brullel . . .

58,54

58,66

58,55

58.67

Italien . . .

22,03

22,07

22,03

22.07

Pari« . . .

16,50

16,54

16.50

16.54

Schweiz . .

82,08

82,24

82,08

82.24

Spanten . .

37,86

37,94

37,71

37.79

$aniig . . .

81,76

81,92

81,75

81.91

Japan . . .

2,079

2.083

2,079

2,083

Siro be ?an..

0,256

0,258

0,256

0.258

3u{]ofiawiei.

Ltliabr» . .

7,422

7,446

7,432

7.446

18,54

18,58

18,54

18,58

Beflüi, 11 September

Selb

»rief

Swen!an ische Noten .......

4,20

vergliche Noten .........

58,43

Tonische Noten .........

112,28

112,72

Lnglische Noten . ........

20,402

20,482

rZranzöstzche Noten........

16,465

16,525

Holländische Noten........

169,40

170,08

Italienische Noten........

22,06

22,14

Norwegische Noten........

112,28

112,72

Teursch- Oesterreich, i 100 Lchllllng

59,03

59,27

Numantsche Noten........

2,47

2.49

Schwedische Noten........

112,38

112.82

Schweizer Noten. ........

81,88

82,20

Spanische Roten. ........

37,42

37,58

Ungarische Notes.

72,85

73,15