Nr. 214 Zweites Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Montag, 14. September 195|
Aus der Provinzialhauptstadt.
Diehen. den 14.September 1931.
Sbrrheffen im Sinterfahrplan 1931/32.
Der neue F a h r p l a^l der Reichsbahn, der am 4 Oktober in Straft tritt, bringt durch den Wegfall einer Anzahl Züge wefentliche Aenderungen. Es fallen au» auf der Strecke
Gießen—Frankfurf—Kassel
der Sonntagszug Marburg—Gießen. Gießen an 0.05 Uhr, der Werttagszug Lang-Gons—(Sieben, Gießen an 5.14 Uhr; der Beschleunigte Personenzug Sonntags, Sieben—Frankfurt, in Gießen ab 21.06 Uhr; der Personenzug Franksurt—Gießen,.in Gießen an 23.55 Uhr, der bisher bis Butzbach täglich verkehrte, verkehrt ab Friedberg dis Gießen nur noch an Sonn, tagen, der Pcrfonenzug Frankfurt—Gießen, in Frankfurt ab 23.51, der bisher täglich bis Bad-Nou- heim und ab da nur von Sonntag auf Montag bis Gießen fuhr, verkehrt jetzt nur noch von Sonntag auf Montag auf der ganzen Strecke von Frankfurt bis Gießen. In Gießen an 138 Uhr.
Der fogenannte Bäderzug Friedberg—Bad Homburg—Wiesbaden in Friedberg ab 18.13 Uhr, ebenso der Gegenzug, Friedberg an 12.35 Uhr, fallen fort...
Die beiden Eilzüge Gießen—Frankfurt, in Gießen ab 13.16 Uhr und Frankfurt—Gießen—Kassel, in Gießen ab 17.07 Uhr. fallen ebenfalls au».
Strecke Siehen—Koblenz.
Der V-Zug Gießen ab 5.55 Uhr fällt aus; des- Gleichen der Gcgcnzug Gießen an 23.22 Uhr Ais Zinterzug verkehrt wieder der Personenzug Gießen— Wetzlar. Gießen ab 7.02 Uhr.
Strecke Siehen—Fulda.
Der bisherige Werktagszug von Mücke nach Gießen. in Gieben an 7.08 Uhr, fallt aus: dafür verkehrt der Werktagszug Mücke ab 6.46 Uhr in Gießen an 7.33 Uhr. Der bisherige Personenzug Fulda—Gießen, in Gießen an 10 35 Uhr. kommt im neuen Fahrplan bereits 16.23 Uhr in Gießen an und erreicht somit den Anschluß nach Gelnhausen um 16.32 Uhr.
Slrecke Salzschlirf-Schliß.
Der bisherige tägliche Zug Schlitz—Salzschlirf, Schlitz ab 5 Uhr, verkehrt im Wintcrfahrplan nur werktags. Der bisherige Werktagszug Schlitz—Salz- fchlirf, in Schlitz ob 7.52 Uhr, verkehrt täglich. Der bisherige tägliche Zug Salzschlirf—Schlitz, in Salz- fchlirf ob 5,56 Uhr, verkehrt nur werktags, und zwar bis 30. April 1932, von da ab wieder täglich.
Strecke Lauterbach—Stockheim.
Der bisherige Werktagszug Gedern—Lauterbach, in Gedern ab 4.45 Uhr, Lauterbach an 6.28 Uhr, verkehrt im Winterfahrplan Gedern ab 5.18 Uhr, Lauterbach an 7.00 Uhr.
Voraussichtlich Verlängerung der Steueramnestiefrist.
WTB. In der letzten Zeit haben sich die Amnestie- anzeigcn stark gehäuft. In sehr vielen Fällen haben Steuerpflichtige bei den Finanzbchördcn zu erkennen gegeben, daß sic von der S t e u e r a m n c st i e gern Gebrauch machen möchten, aber nicht in der Lage s-ien, bis zum 16 September, dem Ende der Amnestiefrist, das für die Amncstieanzeige erforderliche Material durchzuprüfen und die hierbei aufgetauchten Fragen zu klären. Ferner hat sich gezeigt, daß es noch viele Steuerpflichtige gibt, die zwar das Bestreben haben, wieder steucrchrlich zu werden, die sich aber davor scheuen, ihre bisherigen Zuwiderhandlungen der Steuerbehörde offenzulegen. Aus all diesen Gründen sind in außergewöhnlich starkem Umfange Anträge auf Fri st Verlängerung gestellt worden. Mit Rücksicht hierauf ist beabsichtigt, die Steuern m ne ft iefri ft allgemein bis zu m 15. Oktober z u verlängern. Da die Fristen für die Abgabe der Vermögenserklä- rungen, sowie für die Anzeige ausländischer Familien st istungen und Beteiligungen in engem Zusammenhang mit der Am- nefticfrlft stehen, würden auch diese in gleicher Weise verlängert werden.
*• Uebung der Gießener Reichswehr. Das hiesige Bataillon rückte heute morgen mit Hin» aenbem -spiel zu einer Marschübung und zu einer Gefechtsübung aus, die in der Röhe von Wetzlar ftattfinbet. Die Truppen kehren voraussichtlich bereits heute nachmittag roicber zurück.
" Das hessische Naturschutzgesetz kommt. Der hessische Finanzminister hat im Einvernehmen mit dem Minister des Innern und unter Zustimmung des Gefamtministeriums dem hessischen Landtag den Entwurf eine- Noturschuh- aesetzes vorgelegt. Das Gesetz zerfällt in folgende Abschnitte: A. Gegenstände und Umfang des
Naturschutzes: 1. Schutz seltener und schonungsbedürftiger Tier- und Psiarizenotien; 2. Bestimmungen über Schmuckreisig: 3. Naturdenkmäler und deren Umgebung; 4 Schutz des Landschaf 1S- bildes; 5. Naturschutzgebiete: 6. Sonstige Schutzgebiete für freilebende Tiere. B. Gemeinsame Vorschriften für den Naturschutz. C. Straf- und Schluhbest immungen. Da- Gesetz wird voraussichtlich noch von dem gegenwärtigen Landtag behandelt.
•• Diebstähle Der Polizeibericht meldet: AuS dem Fahrradunlerstellraum der g.werblichen
Fortbildungsschule wurde von einem Fahrrad ein Dynamo Marke . Berko" entwendet. In diesem Naume kommen fortgesetzt derartige Diebstähle vor. Zwei Täter wurden bereit» vor einiger Zeit ermittelt — Aus einem im Parterrestock gelegenen Schlafzimmer wurde ein goldenes Zigarettenetui gestohlen Der Eigentümer hat für die Hcr- beilchasfung des Etuis eine Belohnung von 100 Mark in Aussicht gestellt Personen, die sachdienliche Angaben über die Diebstähle machen können, werden ersucht, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben.
Wirtschaft.
Generalversammlung der Darmstädter Volköbank.
WSN. Darmstadt. 12. Sept. Die gestrige auherordentliche Generalversammlung der Darmstädter Bolksbank nahm bei einem Massenbesuch einen erregten Vcrlau'. Nach- dem dec Aussicht-ratsvorsitzende Nohl auf die Leitung der Generalversammlung verzichtet hatte, übernahm Rechtsanwalt N e u s ch ä f f e r den Borsitz und trat, nachdem die Stützungsaktion durch die Zentralkreditinstitute gescheitert ist, für Selbsthilfe ein, um unabsehbare Folgen für dix Darmstädter Geschäftswelt zu vermeiden. Da die Frist zur Einberufung der Generalversamm- lang nicht eingehalten worden war, wurden die meisten Tagesordnungspunkte, die mit Beschlüssen verknüpft waren, ausgesetzt. Durch Droh, und Schlußruse wiederholt unterbrochen, erstattete der Vorsitzende des bisherigen Aussichtsrats, Nohl, den Geschäftsbericht und stellte dann die Aemter deS Aussichtsrats zur Verfügung. Dr. Schneider vom Revisionsverband W.esbaden eiläuterte dann den bereits veröffentlichten Status. Als tiefere Ursache des Zusammenbruchs bezeichnete er ein Hinausgeben über den Rahmen des G e n o s s e n s ch a s t s g e s ch ä f t s und zu hohe Begebung von Einzelkrediten (die Kredite über 50 000 Mark machen über die Hälfte der gesamten Kreditsumme aus), Ueberschreitung der Höchstkredit, grenze von 200 000 Mark in ipc&rcrcn Fällen, und dies alles trotz wiederholter Mahnungen der Revision in den vergangenen Jahren. Schließlich hätten auch Vorstandsmitglieder m i t Genossenschastsgeldern spekuliert so daß die gesamten Verluste jetzt 2,7 Mill. Mark betragen. Er empfahl ein Erlaß - Vergleichsverfahren mit 75 Prozent bei Erhöhung der Genossenschaftsanteile von 500 auf 1000 Mark, selbstverständlich unter Einsetzung einer neuen Verwaltung. Aus der Versammlung heraus wurden bann schwere Vorwürfe g c - genVorstand und Aussichtsrat erhoben und deren Regreßpflicht gefordert da es sich nicht um Fehler, sondern um Verfehlungen handle. Ebenso wie Revisor Schneider, sand Prof. Dr. Stein (Berlin), der Anwalt des Deutschen Ge- nossenschastsverbandes, die volle Zustimmung der Versammlung, als er die Vorwürfe der Genossenschafter anerkannte, aber entschlossenes Handeln zur Erhaltung der Volksbank forderte. Der Zusammenbruch wäre trotz der Wirtschaftskrise nicht gekommen, wenn die genossenschaftliche Kreditpolitik getrieben und weniger auf Rentabilität, als auf Liquidität gesehen worden wäre. Darauf wurde die W a h l des neuen Aufsichtsrats vorgenommen, wobei vier bisherige Aufsichtsratsmitglieder, die nach der Kontrolle gerechtfertigt dastehen, wieder, gewählt wurden. Den Vorsitz des Aufsichtsrats dürste voraussichtlich Rechtsanwalt Neuschäf. f e r als Vertreter der freien Berufe und der Be. amten übernehmen.
Endtermin für die Oevisenablieferung: 19. September.
Berlin, 12. Sept. (WTB.) Nach dem Reichsbankausweis vom 7. d. M. haben sich die Bestände der Reichsbank an Gold und deckungsfähigen Devisen um 48,6 Millionen Mk. erhöht. Von der Erhöhung entfallen auf Gold 4,4 Millionen Mark, auf deckungsfähige Devisen 44,2 Millionen Mark. Obwohl der Devisenzugang gegenüber dem im Ausweis vom 31. August ausgewiesenen Zugang von 42,6 Millionen Mark eine Erhöhung zeigt, kann er doch nicht als befriedigend bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, daß vorn 31. August 1931 an die Ablieferung auf Grund des neuen Aufrufes erfolgen mußte, und daß der für die Ablieferung ursprünglich festgesetzte Schlußtermin — der 5. September — in
die Berichtswoche fällt. Hierzu wird von zuständiger Seite daraus hingewiesen, daß die Der- längerte Frist für die Ablieferungspflicht am 19. d. M. a b l ä u f t, und daß die Nichtablieferung der Devisen bekanntlich mit schweren Gefängnis- bzw. Zuchthausstrafen geahndet wird.
* l)r. ß. c. Earl von Weinberg, Frankfurt a. M., 7 0 Jahre alt. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates und stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der IG.-Farbenindustrie AG. Dr. h. e. Earl von Weinberg, Franksurt a. M.-Niederrad, vollendet am 14. September sein 70. Lebensjahr. Dem Jubilar fällt ein bedeutender Anteil an der Entwicklung der deutschen chemischen Industrie zu.
• Aktienzuckerfabrik „W e I t e r a u', Friedberg Die Generalversammlung genehmigte einstimmig den bioibcnbenlofcn Abschluß für das abgelaufene Geschäftsjahr. Mit der beginnenden neuen Kampagne wird die Fabrik ihren Betrieb am 1. Oktober wieder aufnehmen: zu diesem Zwecke werden 300 Arbeiter neu eingestellt.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 14. Sept. (WTB.) Tendenz: schwach. Die Börse eröffnete zu Beginn der neuen Woche in ausgesprochen schwacher Haltung. Man war allgemein sehr pessimistisch gestimmt, da die Ereignisse in Oesterreich und das Eisenbahnattentat in Ungarn als ein Symptom dafür angesehen werden, daß sich die politischen Verhältnisse allenthalben noch in Gärung besinden. Wenn auch die Krise in Deutschland als überwunden angesehen werden kann, ist damit keineswegs gesagt, daß nicht auch hier sich ähnliche Fälle ereignen können. Infolgedessen bewahrt man ä u h e r st e Zurückhaltung, jumal auch von den Aus- landbörsen, die meist in schwacher Haltung verkehrten, keine Anregung ausgehen konnte. Obwohl das Angebot nicht groß war, ergaben sich gegen die Kurse vom Freitagabend recht erhebliche Kurseinbußen, besonders bei Spezialpapie- ren. Am stärksten gedrückt lagen IG. mit minus 6, Salzdetfurth minus 7,5, Konti Gummi minus 4,38 und Mannesmann mit minus 4,25 Prozent. Mit Minus-Minus-Zeichcn erschienen Siemens, die später mit 10 Proz. Verlust zur Notiz gelangten, Kali Aschersleben und Holzmann, die je etwa 6 Proz. nichtiger geschäht wurden. Ziemlich matt lagen fetner: Ehade 7,5 Proz., Scheideanstalt, Rüt- gerswerke, Dt. Linoleum, Karstadt und Montan- papicre, bei denen sich Kursverluste von 2 bis 4 Prozent einstellten. Am Dankenmarkt büßten Reichsbankanteile 4 Proz. ein. Der Anleihemarkt schloß sich der allgemeinen Schwächestimmung an. Altbesitz-Anleihe minus 0,6 Proz., Türken gaben um 0,17 Proz. nach. Am Geldmarkt blieben die Kurse im Verlause ziemlich gehalten, da sich zahlreiches Angebot nicht mehr bemerkbar machte. Am Pfandbriefmarkt wurde Material her- ausgegeben, so daß auch hier schwächere Stimmung herrschte. Goldpfandbriefe gaben durchweg um 1 Proz. nach. Lagesgeld stellte sich auf 7 Proz. Am Devisenmarkt lagen London gegen Neu- York 4,8603, gegen Paris 123,9750, gegen Madrid 53,75, Schweiz 24,9150 und Holland 12,0434.
Berliner Börse.
Berlin, 14. Sept. (WTB.) Obwohl man schon vormittags und an der Dorbörse mit Angebot gerech- net hatte, überwog das herauskommende Material alle Erwartungen doch bei weitem. Es ist schwer zu sagen waber diese Ware kam: sie war plötzlich zu den ersten Kursen da und setzte sich aus Glattstellungen der Spekulation, aus Verkäufen des Publikums und des Auslandes, nicht zuletzt aus Exekutionen zusammen. Neben der politischen Ungewißheit (Heimwehrputsch in Oesterreich, Krawalle in Berlin, ungarisches Unglück, die Stellung Dr. Eurtius' usw.) waren es wirtschaftliche
Uebrrlegungen, die zu der ungünstigen Stimmung beitrugen. Einmal wird die Situation der Reichsbank durch die Freigabe von 25 o. H der StiQbalte- gelber in dieser Woche schwieriger, außerdem stehen verschiedene Zahlungstermine bevor, die unbedingt eine Belastung für den Geldmarkt bedeuten So ist heute die Zahlung der Ultimo-August Differenzen fällig, morgen die Festsetzung der Prolongation»- kurse und Fälligkeit der Lombardzinsen für Betrage über 100 000 Mark, am 20. Ausfüllung der Sicher- beiten für die Lombarddarlehen von 100 v. H des Tageskurse», und am 23. Zahlung der Medio Sep- temberdifzerenzen. Da die Ausnahmelust äußerst gering war, verursachte da» vielleicht nicht einmal zu große Angebot doch allerdings zahlreiche Minus- Minus-Zeichen. Bei den endgültigen Kursen ist aller, dings der Zwang eine Minus-Minus Notiz vorzunehmen, lehr halb gegeben, so daß manchmal ein salsches Bild entstehen konnte. Heute sind die Kursabschwächungen in der Tat recht erheblich, sie gingen besonders bei den Standardwerten über 5 vH. hinaus. So verloren IG.-Farben Salzdetfurth. AEG., Schissahrtsaktien, Polyphon, Svenska und besonders Siemens bis zu 11,25 v. H. Bei Betrachtung der heutigen Börse wird man nur darin bestärkt, daß es wünschenswert wäre, wenn die Bestrebungen, alle Orders der Kundschaft durch die B ö r s e zu leiten, möglichst bald (Erfolg hätten Man glaubt, die heutigen A u s I a n d v e r k a u f e mit der Verbindlichkeit der Reichsbank, für Dcrkaussauftrage Devisen zu lieferte in Zusammenhang bringen zu müssen. Auch der Pfandbriesmarkt litt unter stärkeremAngebvtundKäusermangel. Reichsschuldbuchforderungen wurden bis AU 3 v. H. niedriger genannt. Anleihen nachgebend. Von Aus- ländern lagen Bosnier fester. Der Geldmarkt blieb steif, Tagesgeld etwa 9 v H. Auch der Verlaus litt unter Exekutionen und brachte erneut Kursrückgänge bis zu 2 v. H.
Frankfurter Lchlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M.. 14. Sept. Auftrieb: 1563 Rinder, darunter 354 Ochsen. 162 Bullen. 536 Kühe, 466 Färsen; ferner 470 Kälber, 86 Schafe. 4613 Schweine Es wurden notiert: Rinder: Ochsen vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtwertS (jüngere) 41 bis 45 Mk, (ältere) 37 bis 40, sonstige vollfleischige (jüngere) 32 biS 36; Bullen jüngere, vollfleischige, höchsten SchlachtwertS 31 biS 35, sonstige vollfleischige oder auS- gemäftetc 27 bis 32; K ü h e: jüngere, vollfleischige. höchsten SchlachtwertS 32 bis 35, sonstige voll- fleischige oder auSgemästete 28 biS 31, fleischige 22 biS 27; Färsen (Kalbinnen. Iunqrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtwertS 41 bis 45, vollfleischige 37 bis 40. fleischige 31 bis 36. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 50 bis 53. mittlere Mast- und Saugkälber 44 bis 49, geringe Kälber 36 biS 43. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 59 bis 61, von etwa 200 bis 240 Pfund 53 bis 60, von etwa 160 bis 200 Pfund 56 biS 60, fleischige Schweine von etwa 120 biS 160 Pfund 50 bis 56, Sauen 45 bis 52 Mk. — Marktverlauf: Rinder ruhig, Lieberstand Kälber und Schafe schleppend, geräumt. Schweine ruhig, auSverkaust, Fettschweine über Notiz.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 14. Sept. Es wurden notiert: Weizen 235 bis 237,50; Roggen 215; Braugerste 180; inländischer Hafer 170; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschware, 37,25 bis 38, Sonderrnahluna 34,75 bis 37,75; Weizenmehl, niederrheinisches, mit AuStauschware, 37,25 biS 37,75, Sondermahlung 34,75 bis 35,25; Roggenmehl 29,75 bis 31; Weizenkleie 9,40 bis 9,50; Roggenkleie 9,25; Erbsen 33 biS 37; Linsen 25 bis 65; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken, 4 biS 4,25, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 3, gebündelt 2,75 bis 3; Treber, getrocknet, 10,75 biS 11,50 Mk. Tendenz: stetig.
Letzte Nachrichten.
Verhaftungen in Oesterreich.
2D i e n , 14. Sept (TU. Drahtmeldung.) Der Helm- wehrführer Für ff Sfarhemberg wurde im Lifenbahnzug in der Gegend von welhenkirchen in Oberösterreich verhaftet. Desgleichen wurden in Linz die früheren Generale Puchmeyer und Englisch-Poparich feftgenommen. IDIe aus Graz gemeldet wird, sollen P f r i e m e r und Raufer nach Italien gefluchtet sein.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 8 o.H., Lombardzinsfuß 10 v. H. (r = repartiert).
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Datum
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47,5
55
44.5
73
12
38
55.5
158
185
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2IL
Banknoten.
11. September
14 September
Amtliche Dotierung
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Hellingsor» . titen. . . .
10,59
59.17
10,61
59,29
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10,61
59,29
Prag . . .
12,467
12,487
12,467
12.487
Budaveü . .
73,43
73,57
73.43
73.57
Sofia . . .
3,059
3,065
3,057
3.063
Holland . .
169,83
170,17
169.88
170.22
CfLo . . . .
112,51
112,73
112,51
112.73
»sprnbaflei.
112,52
112,74
112,54
112,76
Gtotfboim .
112,62
112,84
112,62
112.84
Üonbon. . . Buenos Lire«
20,455
20,495
20.459
20.499
1,171
1,175
1,151
1,155
Reuvork . .
4,209
4.217
4,209
4.217
Brullel . . .
58,54
58,66
58,55
58.67
Italien . . .
22,03
22,07
22,03
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16,50
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82,08
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37,86
37,94
37,71
37.79
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81,76
81,92
81,75
81.91
Japan . . .
2,079
2.083
2,079
2,083
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0,256
0,258
0,256
0.258
3u{]ofiawiei.
Ltliabr» . .
7,422
7,446
7,432
7.446
18,54
18,58
18,54
18,58
Beflüi, 11 September
Selb
»rief
Swen!an ische Noten .......
4,20
vergliche Noten .........
58,43
Tonische Noten .........
112,28
112,72
Lnglische Noten . ........
20,402
20,482
rZranzöstzche Noten........
16,465
16,525
Holländische Noten........
169,40
170,08
Italienische Noten........
22,06
22,14
Norwegische Noten........
112,28
112,72
Teursch- Oesterreich, i 100 Lchllllng
59,03
59,27
Numantsche Noten........
2,47
2.49
Schwedische Noten........
112,38
112.82
Schweizer Noten. ........
81,88
82,20
Spanische Roten. ........
37,42
37,58
Ungarische Notes •••••••.
72,85
73,15


