Ausgabe 
14.9.1931
 
Einzelbild herunterladen

provinzialtagiW der oberhe'sischen Sänger.

Gestern nachmittag fanden sich die Vertreter der oberhessischen Gesangvereine und die Vertreter der verschiedenen, der Provinzial- gruppe Oberhessen deschessischenSän- aerbundes angeschlossenen Gaue im Restaurant Faulstich zu Gießen zu einer Provinzial- söngertagung zusammen.

Der Provinzialvorsitzende, Berufs^ullehrer Gengnagel (Grünberg), leitete die Tagung, be­grüßte die Teilnehmer und gab zunächst einen

Bericht über die Entwicklung des Männer­gesangs

im Laufe der letzten Jahre. Er begründete zunächst die Pause von vier Jahren zwischen dem letzten und dem ßeftrigen Provinzialsängertag und wies dann auf die markantesten Ereignisse in den vergangenen Jahren hin. Er erinnerte an den schweren Schlag, den der Deutsche Sängerbund durch die Untreue des Bundesrechners Rechlin im Jahre 1929 er­litt, und kam dann auf die Entwicklung im engeren Bundesgebiet zu sprechen. Im Jahre 1927 umfaßte, so führte er u. a. aus, die Provinzialgruppe 10 7 Vereine mit 3670 Sängern. Im Jahre 1928 wurde eine Umorganisation durchge­führt. Das Anwachsen des Lahngaues auf über 100 Vereine machte eine Teilung notwendig, und aus landschaftlichen Erwägungen heraus wurden die Gaue Chattia-Wettertal, Gießen-Stadt und -Land, der Lahntalsängerbund, der Ohm-Lumdotalsänger- bund, sowie der Gau Solms-Wetzlar gebildet. Außerdem wurde der Gau Vogelsberg in zwei Gruppen geteilt Die Gaue umfassen heute ins­gesamt 2 5 3 Vereine mit mehr als der dop­pelten Anzahl Sänger des Jahres 1 9 2 7. Die Aufbauarbeit fei demnach von großem Erfolg gewesen, allerdings bleibe noch manches zu tun, und es gelte, noch manchen Verein zu ge­winnen. Mit dem Wunsche, daß der deutsche Man- nergefang auch weiterhin mit allen Kräften gepflegt und die augenblickliche schwere Zeit ohne allzu­schwere Rückschläge überwunden werden möchte, schloß er seine Ausführungen.

Im Anschluß an diesen Bericht, der die Zu­stimmung der Versammlung fand, beschäftigte man sich mit dem

Bundessängerfest 1932 in Frankfurt,

über das sich eine außerordentlich lebhafte Aus- spräche entwickelte. Der Vorsitzende machte zu- n chst darauf aufmerksam, daß das Fest, entgegen (: derslautenden Gerüchten, bestimmt ft a 11 - finden werde. Die Vorbereitungen seien in vollem Gange. Der Hessische Sängerbund plane im Zu­sammenhang mit diesem Fest eine besondere Kund­gebung. Herr Becker (Kesselbach) führte aus, daß daß Fest im Zeichen der Rot stehen werde. Den kleinen Vereinen werde unter den heutigen Ver­hältnissen kaum Gelegenheit gegeben fein, die Ver­anstaltung zu besuchen. Der Festbeitrag sei zu hoch (7,50 Mark): das Fest stehe unter einem sehr un­glücklichen Stern. Herr Wolf (Butzbach) bedauerte, daß das Fest überhaupt obgehalten werde. Er for­derte in6be(orsere die Herabsetzung des Festbei­trages. Der Vorsitzende, Herr Gengnagel, regte u. a. die Einführung von Tageskarten an und emp­fahl, einen derartigen Antrag für den Bundes- fängertag in Mainz zu stellen. Lehrer Reichwein (Oberroßbach) gab der Meinung Ausdruck, daß die Teilnahme an dem Bundesfest des Deutschen Sän­gerbundes in Frankfurt für die hessischen Gesang­vereine eine Ehrensache fein müsse. In der weiteren Aussprache befaßte man sich mit den im Rahmen des Festes zu singenden Chören. Lehrer Schenk (Melbach) forderte den Vortrag von Liedern mit volkstümlicherem Charakter, als jene, die vom Mu­sikausschuß des Hessischen Sängerbundes oorge- schlÄgen worden seien. Herr Becker (Kesselbach) forderte die Ablehnung der oorgeschlagenen Chöre. Her'r ©inner (Bleichenbach) wandte sich ebenfalls gegen die Beschlüsse des Musikausschusses, Lehrer Dönges (Merlau) forderte die Berücksichtigung der Wünsche der hessischen Sängerschaft. Schließlich wurde für zukünftige Fälle eine Chorbespre­chung im Organ des Hessischen Sängerbundes ge­fordert. Besonders wurde betont, daß die Auswahl der zu singenden Lieder nicht von der Rücksicht­nahme auf bestimmte Komponisten abhängig fein solle. Die Wünsche der Versammlung wurden in folgender Entschließung zusammengefaßt:

Der Provinzialsängertag Oberhessen vom 13. Sep­tember 1931 hält die seither vom Mufikausschuß des Hessischen Sängerbundes festgesetzten Chöre zum Teil als Massenchöre für vollkommen ungeeignet und verwahrt sich schärfstens gegen die Art und Weise der Beschlußfassung des Musikausschusses. Die Partituren der vorzuschlagenden Chöre sind min­destens 14 Tage vor der entscheidenden Sitzung des Musikausschusses den Mitgliedern desselben zur Ein­sicht oorzulegen. Wir bitten dringend, die Wünsche der oberhessischen Vertreter für die Zukunft mehr zu beachten. Das Chormaterial der auszuwählenden Chöre ist bis spätestens 1. Januar den Gauen zu­zusenden. Den ChorDas Mägdlein und der Reut- ter" als Massenchor für Frankfurt lehnt der Pro­vinzialtag entschieden ab. Sollte der Vorstand des Hessischen Sängerbundes den angeführten Wünschen nicht gerecht werden, so weisen wir künftig die vom Mufikausschuß vorgeschlagenen Massenchöre einmütig zurück." lieber den am 3. Oktober stattfindenden

Bundesfängertag in IHainj

machte der Prooinzialvorsitzende Gengnagel einige Ausführungen grundsätzlicher Art und be­rührte dabei die Neukonstituierung der Verwaltung. Herr Becker (Kesselbach) for­derte eine Neuordnung der Verwaltung unter weit­gehender Berücksichtigung der Wünsche der Sänger­schaft. Die Aussprache über den bevorstehenden Hessischen Sängertag in Aschaffen­burg, für den der Vorsitzende Anregungen erbat, beschäftigte sich besonders mit der Beitragserhebung. Lehrer Schenk (Melbach) machte eine Reihe von Vorschlägen für eine andere Regelung der Bei­tragszahlungen der Gaue an den Bund und for­derte nachdrücklich Vereinfachung und Sparsamkeit. Der nächste Bundestag soll in einem Orte Ober­hessens stattfinden. Nach längerer Aussprache ent­schloß man sich, dem Bundessängertag in Aschaffen­burg die Wahl eines Ortes (Bad-Nauheim oder Wetzlar) zu überlassen. Sodann wurde die

Neuwahl des Vorstandes

vorgenommen. Der Vorsitzende, Berufsschullehrer Gengnagel (Grünberg), lehnte, wie sich schon in der dem Provinzialtag vorhergehenden Besprechung des Vorstandes ergab, wegen anderweitiger Inan­spruchnahme eine Wiederwahl ab. Angesichts dieser Tatsache widmete Herr Becker (Kesselbach) dem ausscheidenden Vorsitzenden Worte des Dankes für seine aufopfernde 7jährige Tätigkeit für die Sache des Männergesangs, und brachte sodann Herrn Wendler (Bad-Nauheim) für das freiwerdende Amt in Vorschlag. Dieser Vorschlag fand die ein­mütige Zustimmung und Wahl der Versammlung. Der neugewählte Vorsitzende Wendler erklärte

Das Gauvolksiurnen des Hessengaues (DT.).

Der Gietzener Männerturnverein belegt 14 erste Plätze

Das Gauvolksturnen wurde als letzte Fachoeran- ftaltung des Gaues gestern in Butzbach reibungslos und mit im Durchschnitt guten Leistungen durch­geführt. Rund 300 Turner und Turnerinnen waren an den $um Teil recht spannenden Wettkämpfen beteiligt. Am erfolgreichsten war wieder der Män- nerturnoerein Gießen, der 14 e r ft e Plätze belegen konnte. Ein besonderes Ereignis wurde im 400-Meter-Lauf der Sieg des Männer- turnvereinlers Erich Ploch vor dem bekannten Kreismeister Kuno May. Don den Turnerinnen des Gießener Männerturnvereins ragte neben Elfe Bickelhaupt besonders Erika Röhmig her­vor. Erstere wurde erste im Dreikampf der älteren Turnerinnen und gewann sicher das Kugelstoßen, den 100-Meter-Lauf und den Hochsprung: letztere setzte sich im Dreikampf der jüngeren Jahrgänge an die Spitze der Siegerliste und holte sich außerdem die ersten Siege im Weitsprung und Speerwurf. Auch die Schwedenstaffel und die 4X100-Meter- Staffel der Turnerinnen waren eine sichere Beute des Männerturnvereins.

Bei den Jugendturnern fiel der Heuchelheimer Werner Langenohl angenehm auf. Er wurde erster Sieger im Dreikampf und dazu noch überlegen Bester im Kugelstoßen und Hochsprung.

Fußball der Gießener Mannschaften.

Die Liga der Spielvereinigung 1900 gewann auf eigenem Platze gegen die Liga von

Trotz der beunruhigenden Putschnachrichten, die am Sonntag aus Steiermark Vorlagen, tarnen 40 000 Zuschauer bei gutem Wetter in das flaggenge­schmückte Stadion, wo sich zunächst ein Leichtathletik- Länderkampf Süddeutschland gegen Oesterreich ab- spielte, den die Süddeutschen mit 55:48 Punkten ge­winnen konnten.

Unter dem Beifall der Massen traten dann die beiden Fußballmannschaften in den angekündigten Aufstellungen an. Das Spiel begann sehr tempe­ramentvoll mit einem zügigen Angriff der Oester- reicher, Schall schoß scharf, aber Kreß wehrte vor­bildlich ab. Und doch mußte er sich schon in der dritten Spielminute zum erstenmal geschlagen be­kennen. Während die Oesterreicher also einen sehr guten Start hatten, fanden sich die Deutschen nur langsamer. Nach einer Viertelstunde waren sie aber sehr schön eingespielt und man sah jetzt von ihnen Leistungen, die weit über dem Niveau des Berliner Kampfes gegen Oesterreich standen. Im Feldspiel waren die Reichsdeutschen zeitweise den Wienern vollkommen ebenbürtig und sie fanden auch wieder­holt für schöne Kombinationen den Beifall des Publikums. Gegen Ende der Halbzeit wurden die Oesterreicher wieder überlegen und sie konnten auch in der 41. Minute durch Schall zum zweiten Treffer

sich bereit, das Amt ßu übernehmen. Auch er dankte dem bisherigen Vorsitzenden für feine wertvolle Ar­beit. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Herr Rüdiger (Wetzlar) gewählt, dem ebenfalls für dieses Amt vom Gau Solms-Wetzlar oorgeschlagenen Herrn Majewski (Wetzlar) wurde zugesagt, daß sich der Provinzialoorstand für seine Aufnahme in den geschäftsführenden Vorstand des Hessischen Sän­gerbundes einsetzen werde, damit auch den außer- hessischen Vereinen eine Vertretung im Provinzial­oerband, wie im Bunde gesichert sei. Nachdem noch der Provinzialchormeister Blaß (Gießen) und der stellvertretende Provinzialchormeister K a st e n (Gie­ßen) einstimmig wiedergewählt worden waren, fand die Versammlung mit dem eindrucksvoll vorgetrage­nenDeutschen Sängergruß" ihren Abschluß.

Zeppelin-Besuch in Frankfurt.

WEN. F r a n k f u r t a. M., 13. Sept. Der heu­tige Sonntag stand für Frankfurt im Zeichen des Z e p p e l i n" - B e s u ch e s. Etwa 30 000 Menschen säumten den Landungsplatz, wäh­rend sich auf den anliegenden Straßen etwa 1 0 0 0 0 0 Menschen aufhielten und das Luft­schiff erwarteten. Um 13 Uhr stiegGraf Zeppe­lin" unter Führung des Kapitäns Lehmann in Friedrichshafen auf, kurz vor 17 Uhr zog das Luftschiff über der Altstadt einige Schleifen und erschien pünktlich zur festgesetzten Zeit, um 17 Uhr, über dem Flugplatz. Unter dem Jubel der Zu­schauer senkte sich das Luftschiff tiefer und tiefer. Die Landung und der eine Stunde später er­folgende Start vollzogen sich glatt. Um 18 Uhr begab sich das Luftschiff wieder auf die Heimreise und traf 20.44 Uhr in Friedrichshafen wohl­behalten ein.

Oesterreich siegt wieder 5:0.

Dillenburg mit 2:0 (1:0). Die 2. Mannschaft ver­lor gegen Oberbiel I mit 0:1, die III. kam kampf­los zu Punkten, denn die Mannschaft von Heu-' chelheim trat nicht an. Die Jugend- und Schüler­mannschaften vermochten sich in Wetzlar sehr gut zu behaupten. Die 1. Jugend gewann gegen die spielstarke 1. Jugend des Sportvereins Wetzlar mit 4:3, die 2. Jugend und die 1. Schülermann­schaft spielten mit 1:1 unentschieden. Auch die 2. Schülermannschaft hielt ein Unentschieden mit 0:0.

Die Liga des VfB. mußte in Kassel gegen Hessen 09 eine Niederlage von 6:0 (2:0) hin­nehmen. Die 2. Mannschaft blieb im Spiel gegen Herrmannsteins I. mit 3:1 siegreich, die 3. Mann­schaft gegen die II. des gleichen Vereins konnte ebenfalls einen Sieg landen. 4:0 lautete das Ergebnis. Die 1. Jugend gewann gegen die lei­stungsfähige 1. Jugend des VfB. Kurhessen Mar­burg mit 2:1 und die 2. Jugend spielte gegen die 2. Jugend des VfB. Marburg 1:0.

Fußball in Hessen Hannover.

Am Sonntag gab es im Fußball in Hessen- Hannover auf der ganzen Linie wieder spannende Kämpfe. Überraschungen blieben indes aus. Die Favoriten sicherten sich durchweg die Punkte, wenn auch manchmal nur knapp.

Die Ergebnisse: SC. 03 Kassel Kur­hessen Marburg 3:1 (2:0). Hessen 09 Kassel gegen VfB. Gießen 6:0 (2:0). Borussia Fulda gegen FV. Horas 6:1. Hermannia Kassel gegen Spiel und Sport Northeim 4:3 (4:1). Ockers­hausen Kurhessen Kassel 3:4 (2:0). Spvg. Göttingen Einbeck 05 (4:2 (2:2). FC. Groß- allmerode Spielverein Kassel 3:2 (1:0). Tura Kassel Sport Kassel 1:2 (1:1).

kommen. Nach der Pause war das Spiel längere Zeit reichlich ^erfahren. Die Oesterreicher behielten aber eine leichte lleberlegenheit und gaben auch verschiedene scharfe Schüsse ab, die aber von Kreß gemeistert wurden. Schließlich kamen die Wiener in der 14. Minute zu einem nicht ganz einwandfreien dritten Treffer. Das Spiel nahm jetzt, obwohl die lleberlegenheit der Oesterreicher nicht sehr stark war, für Deutschland einen sehr unglücklichen Verlauf. In der 25. Minute schoß Gindelair bei einem Eckball unhaltbar aus der Luft ein und fünf Minuten später sprang ein wuchtiger Pfostenschuß des gleichen Stür­mers ins Netz. Die Gegenstöße der deutschen Mann­schaft hatten zu wenig Durchschlagskraft.

Zur Kritik.

Obwohl die deutsche Mannschaft ein wesentlich besseres Spiel als in Berlin lieferte, mußte sie doch wieder eine hohe Niederlage hinnehmen. Dafür ver­antwortlich zu machen ist in erster Linie die Ber­liner Verteidigung Emmerich-Brunke, die nach der Pause völlig versagte, Kreß trifft keine Schuld. Auch der Berliner Läufer Kauer war schwach, während Knöpfte und Leinberger ein außerordentlich großes Arbeitspensum mit Fleiß und Geschick erledigten. Im Sturm war wider Erwarten der rechte Flügel

Weiß-Hornauer der bessere. Kund-Hofsmann ent­täuschten und auch Kuzorra hielt, da er sich mit Hofmann nicht verstand, nicht das, was man von ihm erwartet hatte. Die österreichische Elf war wieder in allen Teilen einwandfrei. Aber sie hatte doch mit ihrem Gegner weitaus mehr Mühe als im letzten Länderspiel.

Königsschießen des Schützenvereins Gießen.

Gestern fand auf den Schießständen des Schüt­zenvereins Gießen das Königsschiehen statt. Der Tradition folgend, hat man seit einigen Jahren das historische Adlerschiehen wieder aufleben lassen. Ein hölzerner Adler wird so beschossen, dah zuerst die Krone, dann das Szepter und dann der Reichsapfel fallen. Dann folgt die Beschießung von sieben Sternen, die im Kreis den Adler schmücken. Schützenkönig ist, wer den Körper des AÄers vollkommen von der Stange schießt. Der Kronenschütze ist Kronprinz, die Schützen von Szepter und Reichsapfel sind Ritter. Die Schützen der Sterne erhalten Erinnerungs­zeichen. Zur allgemeinen Freude konnte das lang­jährige Mitglied Ehren-OberschühenmeistsrLein- rich Noll die Würde des Königs erringen. Kronprinz wurde Otto Schönau, 1. Ritter Ri­chard Koch, 2. Ritter Heinrich Dippel; Sterne schossen Konrad Dreyer, Willi Bette, Willi Horn, Rudolf Hahn, August D i ck o r e, Gustav Frey und Ewald B ä u l f e.

Handball im Gau Hessen (O. T.)

Die Zahl der in der Handballpflichtrunde des Gaues Hessen spielenden Mannschaften hat sich weiter vermehrt. In der ^-Klasse wurde noch ein fünfter Spielbezirk gebildet, dem die folgen­den Vereine zugeteilt wurden: Tv. Burg-Gemün­den, Tv. Homberg a. d. O., Tv. Grünberg, Tv. Nie- der-Ohmen. Die Vereine treten am 20. September in die Pflichtrunde ein.

Kurze Sportnotizen.

Paovo Nurmi gewann beim Sportfest des SC. Charlottenbura den 10 000 - Meter - Lauf in 31:19,2 Minuten. Hinter ihm belegte der Turner Syring-Wittenberg in der neuen deutschen Rekord­zeit von 31:26,8 Minuten den zweiten Platz.

Der Schneider-Pokal, das große Schnel- ligteitsrennen für Wasserflugzeuge, wurde von Leutnant Bottham (England) mit 547 Stunden- Kilometer gewonnen.

Die Schluhrunde um die Meden- Meisterschaft brachte am Sonntag in Bad Homburg einen ganz klaren Sieg von Berlin Rotweih. Die Vertreter des Rheinlands konnten gegen Vie variiertere Spielkultur der Berliner nicht aufkommen. So buchten die Reichshaupt­städter sämtliche Doppelspiele sowie auch die meisten Begegnungen im Einzel zu ihren Gunsten.

Vom Büchertisch des Sportlers.

Internationale Boxrekorde betitelt sich ein beim Novissima-Derlag G. m. b. H., Ber­lin SW 61, erschienenes Büchlein, das eine kurze Geschichte des deutschen Berufsboxsports, ein Verzeichnis der Welt-, Europa- und Landes­meister der einzelnen Gewichtsklassen und alle Kampsergebnisse von 133 deutschen und auslän­dischen Boxern enthält. (305)

Gewinnauszug

8. Klaffe 37. Preußifch.Siidbeutfche (263. Preutz.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

30. Ziehungstag 12. September 1931

3n der heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen

2 ©etoinne zu 1000 M. und 2 Prämien »u 600000 W. auf Nr. 272909

Ferner fielen:

4 Gewinne ,u 10000 M. 169546 320126

2 Gewinn« zu 5000 W. 397646

8 Gewinne ju 3000 M. 77280 82297 278695 369346

30 Gewinne zu 2000 M. 7911 26902 58316 74632 115622 116825 124339 134452 172868 182887

200401 230578 269442 321972 395137

32 Gewinne »u 1000 M. 38314 80244 81902 114979 162044 180122 194653 216461 217368 276829

282234 293381 338734 353410 369981 392425

70 Gewinne ,u 500 M. 6864 11963 23608 44079 48185 52141 75705 76141 104326 105487 107141 112613 134657 169592 184520 191003 216163

223056 232667 243757 275330 280581 295005

300490 307339 326227 332789 339129 346206

350884 353989 365795 374335 376192 398414

Wer gut verdaut hat mehr vom Leben

denn Sodbrennen, saures Aufstoßen haben fast immer ihre Ursache in dem Übermaß an Magensäure. I Durch Kaiser- Natron wird das Obel schnell behoben. Sie werden erstaunt sein über die gute Wirkung. Verlangen Sie ausdrücklich Kaiser - Natron In grüner Original - Packung, höchste Reinheit garantiert, niemals dose, in den meisten Geschäften. Rezepte gratis. k Arnold Holste Wwe Bielefeld. (6-63)^

Hamburg, Esplanade 6.

[6040D

Geschäfts-Drucksachen Rechnungen BrlefblStter

Briefumschläge , . _ Postkarten

bei Brühl, Schulstraße 7 Geschäftskarten

Unsere Methode der

Bruch-Heilung

meinem Beruf sämtliche Arbeiten. F. Nett- meycr,Schmiedemstr-Neuenkirchen,1.2.31. Hiermit er kläre ich an Eldesstati, daß tch mir einemlinksselngenitztstenbruch behaftet war, der durch die Methode des Herrn Dr. med. H. L.EHamburg,lnnerhalb eines balb.JahreS vollständig befetünt wurde. Ich erkläre noch, daß dieBehandlnng o.BerufSstörung eri.ist. Fr. M., Bankbeamter, Hannover, 26.4.30. Wettere Referenzen stehen zur Verfügung. Sprechstunde unseres Vertrauensarztes: Gießen: Donnerstag, 17. September, vor­mittags 9-1 Uhr, Bahnhofs»Hotel Lenz. Hausbesuche nur nach srühz. Anmeld. mögt. Herme*« ärztliches Jpstitut für ortho­pädische Bruchbebandlung G. m. b. H.,

erzielte gut.Hei lersolge lauch kll»a«aMitMM bei Wasserbrüchen), wo die

sonst übl. Hellmittelversagt.

.. Hierdurch teile ich mir,'daß mein Bruch leit

1 Jadre vollständig geheilt ist.... gehe seit 1 Jahre ohne Bruchband und verrichte in

Wiederbeginn meiner Sprechstunden Montag, den 14. September 1931 Dr. Th. Reinewald Facharzt für Ohren-, Nasen- und Halsleiden Frankfurter Straße 10

5979 D

rwerdeo sachgemäss) CHEMISCH GEREINIGT l Braubach & i X Fischer Z firterd

Seltersweg 46

5410 V

6031 A

Lampenschirm

Quasten usw., bes. große Auswahl

Salomon.

Zutaten, wie Lampenschirm-Seide Batist, Kordel, Rüschen, Fransen,

[Anfertigung von Lampen-Schirmen In allen Größen und Farben nach Wunsch

< aus nur gutem Material, In über

H H 150 verschiedenen Formen, für | | Tisch-, Hänge- und Steh-Lampen

Viehmavtt

ZU Mendorf a. d. Lda.

Der Auftrieb zu dem am Mittwoch, dem 16. September d. 3. stattfindenden vieh- markt darf nur von 9 bis 9% Uhr statt­finden. 6034D

Hessische Bürgermeisterei.

Schneider.

Obstverkauf.

Die Gemeinde Fellingshausen läßt am Freitag, dem 18. d. AI.» das Gemeindeobsi versteigern. Für Händler oder größere Ab­nehmer können einige Tage vorher bis zu 300 Zentner abgegeben werden. 6035D

Bedingungen gibt der Bürgermeister be­kannt.

Es kommen bis zu 1000 Zentner zum Verkauf.

Obstversteigerung.

Donnerstag, den 17. September 1931, vormittags 9 Ahr anfangend, soll das der Gemeinde Annerod gehörige Obst, be­stehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, öffentlich versteigert werden.

Zusammenkunft bei der Kirche. (6045D Annerod, am 12. September 1931.

Hessische Bürgermeisterei Annerod.

e