provinzialtagiW der oberhe'sischen Sänger.
Gestern nachmittag fanden sich die Vertreter der oberhessischen Gesangvereine und die Vertreter der verschiedenen, der Provinzial- gruppe Oberhessen deschessischenSän- aerbundes angeschlossenen Gaue im Restaurant Faulstich zu Gießen zu einer Provinzial- söngertagung zusammen.
Der Provinzialvorsitzende, Berufs^ullehrer Gengnagel (Grünberg), leitete die Tagung, begrüßte die Teilnehmer und gab zunächst einen
Bericht über die Entwicklung des Männergesangs
im Laufe der letzten Jahre. Er begründete zunächst die Pause von vier Jahren zwischen dem letzten und dem ßeftrigen Provinzialsängertag und wies dann auf die markantesten Ereignisse in den vergangenen Jahren hin. Er erinnerte an den schweren Schlag, den der Deutsche Sängerbund durch die Untreue des Bundesrechners Rechlin im Jahre 1929 erlitt, und kam dann auf die Entwicklung im engeren Bundesgebiet zu sprechen. Im Jahre 1927 umfaßte, so führte er u. a. aus, die Provinzialgruppe 10 7 Vereine mit 3670 Sängern. Im Jahre 1928 wurde eine Umorganisation durchgeführt. Das Anwachsen des Lahngaues auf über 100 Vereine machte eine Teilung notwendig, und aus landschaftlichen Erwägungen heraus wurden die Gaue Chattia-Wettertal, Gießen-Stadt und -Land, der Lahntalsängerbund, der Ohm-Lumdotalsänger- bund, sowie der Gau Solms-Wetzlar gebildet. Außerdem wurde der Gau Vogelsberg in zwei Gruppen geteilt Die Gaue umfassen heute insgesamt 2 5 3 Vereine mit mehr als der doppelten Anzahl Sänger des Jahres 1 9 2 7. Die Aufbauarbeit fei demnach von großem Erfolg gewesen, allerdings bleibe noch manches zu tun, und es gelte, noch manchen Verein zu gewinnen. Mit dem Wunsche, daß der deutsche Man- nergefang auch weiterhin mit allen Kräften gepflegt und die augenblickliche schwere Zeit ohne allzuschwere Rückschläge überwunden werden möchte, schloß er seine Ausführungen.
Im Anschluß an diesen Bericht, der die Zustimmung der Versammlung fand, beschäftigte man sich mit dem
Bundessängerfest 1932 in Frankfurt,
über das sich eine außerordentlich lebhafte Aus- spräche entwickelte. Der Vorsitzende machte zu- n chst darauf aufmerksam, daß das Fest, entgegen (: derslautenden Gerüchten, bestimmt ft a 11 - finden werde. Die Vorbereitungen seien in vollem Gange. Der Hessische Sängerbund plane im Zusammenhang mit diesem Fest eine besondere Kundgebung. Herr Becker (Kesselbach) führte aus, daß daß Fest im Zeichen der Rot stehen werde. Den kleinen Vereinen werde unter den heutigen Verhältnissen kaum Gelegenheit gegeben fein, die Veranstaltung zu besuchen. Der Festbeitrag sei zu hoch (7,50 Mark): das Fest stehe unter einem sehr unglücklichen Stern. Herr Wolf (Butzbach) bedauerte, daß das Fest überhaupt obgehalten werde. Er forderte in6be(orsere die Herabsetzung des Festbeitrages. Der Vorsitzende, Herr Gengnagel, regte u. a. die Einführung von Tageskarten an und empfahl, einen derartigen Antrag für den Bundes- fängertag in Mainz zu stellen. Lehrer Reichwein (Oberroßbach) gab der Meinung Ausdruck, daß die Teilnahme an dem Bundesfest des Deutschen Sängerbundes in Frankfurt für die hessischen Gesangvereine eine Ehrensache fein müsse. In der weiteren Aussprache befaßte man sich mit den im Rahmen des Festes zu singenden Chören. Lehrer Schenk (Melbach) forderte den Vortrag von Liedern mit volkstümlicherem Charakter, als jene, die vom Musikausschuß des Hessischen Sängerbundes oorge- schlÄgen worden seien. Herr Becker (Kesselbach) forderte die Ablehnung der oorgeschlagenen Chöre. Her'r ©inner (Bleichenbach) wandte sich ebenfalls gegen die Beschlüsse des Musikausschusses, Lehrer Dönges (Merlau) forderte die Berücksichtigung der Wünsche der hessischen Sängerschaft. Schließlich wurde für zukünftige Fälle eine Chorbesprechung im Organ des Hessischen Sängerbundes gefordert. Besonders wurde betont, daß die Auswahl der zu singenden Lieder nicht von der Rücksichtnahme auf bestimmte Komponisten abhängig fein solle. Die Wünsche der Versammlung wurden in folgender Entschließung zusammengefaßt:
„Der Provinzialsängertag Oberhessen vom 13. September 1931 hält die seither vom Mufikausschuß des Hessischen Sängerbundes festgesetzten Chöre zum Teil als Massenchöre für vollkommen ungeeignet und verwahrt sich schärfstens gegen die Art und Weise der Beschlußfassung des Musikausschusses. Die Partituren der vorzuschlagenden Chöre sind mindestens 14 Tage vor der entscheidenden Sitzung des Musikausschusses den Mitgliedern desselben zur Einsicht oorzulegen. Wir bitten dringend, die Wünsche der oberhessischen Vertreter für die Zukunft mehr zu beachten. Das Chormaterial der auszuwählenden Chöre ist bis spätestens 1. Januar den Gauen zuzusenden. Den Chor „Das Mägdlein und der Reut- ter" als Massenchor für Frankfurt lehnt der Provinzialtag entschieden ab. Sollte der Vorstand des Hessischen Sängerbundes den angeführten Wünschen nicht gerecht werden, so weisen wir künftig die vom Mufikausschuß vorgeschlagenen Massenchöre einmütig zurück." lieber den am 3. Oktober stattfindenden
Bundesfängertag in IHainj
machte der Prooinzialvorsitzende Gengnagel einige Ausführungen grundsätzlicher Art und berührte dabei die Neukonstituierung der Verwaltung. Herr Becker (Kesselbach) forderte eine Neuordnung der Verwaltung unter weitgehender Berücksichtigung der Wünsche der Sängerschaft. Die Aussprache über den bevorstehenden Hessischen Sängertag in Aschaffenburg, für den der Vorsitzende Anregungen erbat, beschäftigte sich besonders mit der Beitragserhebung. Lehrer Schenk (Melbach) machte eine Reihe von Vorschlägen für eine andere Regelung der Beitragszahlungen der Gaue an den Bund und forderte nachdrücklich Vereinfachung und Sparsamkeit. Der nächste Bundestag soll in einem Orte Oberhessens stattfinden. Nach längerer Aussprache entschloß man sich, dem Bundessängertag in Aschaffenburg die Wahl eines Ortes (Bad-Nauheim oder Wetzlar) zu überlassen. Sodann wurde die
Neuwahl des Vorstandes
vorgenommen. Der Vorsitzende, Berufsschullehrer Gengnagel (Grünberg), lehnte, wie sich schon in der dem Provinzialtag vorhergehenden Besprechung des Vorstandes ergab, wegen anderweitiger Inanspruchnahme eine Wiederwahl ab. Angesichts dieser Tatsache widmete Herr Becker (Kesselbach) dem ausscheidenden Vorsitzenden Worte des Dankes für seine aufopfernde 7jährige Tätigkeit für die Sache des Männergesangs, und brachte sodann Herrn Wendler (Bad-Nauheim) für das freiwerdende Amt in Vorschlag. Dieser Vorschlag fand die einmütige Zustimmung und Wahl der Versammlung. Der neugewählte Vorsitzende Wendler erklärte
Das Gauvolksiurnen des Hessengaues (DT.).
Der Gietzener Männerturnverein belegt 14 erste Plätze
Das Gauvolksturnen wurde als letzte Fachoeran- ftaltung des Gaues gestern in Butzbach reibungslos und mit im Durchschnitt guten Leistungen durchgeführt. Rund 300 Turner und Turnerinnen waren an den $um Teil recht spannenden Wettkämpfen beteiligt. Am erfolgreichsten war wieder der Män- nerturnoerein Gießen, der 14 e r ft e Plätze belegen konnte. Ein besonderes Ereignis wurde im 400-Meter-Lauf der Sieg des Männer- turnvereinlers Erich Ploch vor dem bekannten Kreismeister Kuno May. Don den Turnerinnen des Gießener Männerturnvereins ragte neben Elfe Bickelhaupt besonders Erika Röhmig hervor. Erstere wurde erste im Dreikampf der älteren Turnerinnen und gewann sicher das Kugelstoßen, den 100-Meter-Lauf und den Hochsprung: letztere setzte sich im Dreikampf der jüngeren Jahrgänge an die Spitze der Siegerliste und holte sich außerdem die ersten Siege im Weitsprung und Speerwurf. Auch die Schwedenstaffel und die 4X100-Meter- Staffel der Turnerinnen waren eine sichere Beute des Männerturnvereins.
Bei den Jugendturnern fiel der Heuchelheimer Werner Langenohl angenehm auf. Er wurde erster Sieger im Dreikampf und dazu noch überlegen Bester im Kugelstoßen und Hochsprung.
Fußball der Gießener Mannschaften.
Die Liga der Spielvereinigung 1900 gewann auf eigenem Platze gegen die Liga von
Trotz der beunruhigenden Putschnachrichten, die am Sonntag aus Steiermark Vorlagen, tarnen 40 000 Zuschauer bei gutem Wetter in das flaggengeschmückte Stadion, wo sich zunächst ein Leichtathletik- Länderkampf Süddeutschland gegen Oesterreich ab- spielte, den die Süddeutschen mit 55:48 Punkten gewinnen konnten.
Unter dem Beifall der Massen traten dann die beiden Fußballmannschaften in den angekündigten Aufstellungen an. Das Spiel begann sehr temperamentvoll mit einem zügigen Angriff der Oester- reicher, Schall schoß scharf, aber Kreß wehrte vorbildlich ab. Und doch mußte er sich schon in der dritten Spielminute zum erstenmal geschlagen bekennen. Während die Oesterreicher also einen sehr guten Start hatten, fanden sich die Deutschen nur langsamer. Nach einer Viertelstunde waren sie aber sehr schön eingespielt und man sah jetzt von ihnen Leistungen, die weit über dem Niveau des Berliner Kampfes gegen Oesterreich standen. Im Feldspiel waren die Reichsdeutschen zeitweise den Wienern vollkommen ebenbürtig und sie fanden auch wiederholt für schöne Kombinationen den Beifall des Publikums. Gegen Ende der Halbzeit wurden die Oesterreicher wieder überlegen und sie konnten auch in der 41. Minute durch Schall zum zweiten Treffer
sich bereit, das Amt ßu übernehmen. Auch er dankte dem bisherigen Vorsitzenden für feine wertvolle Arbeit. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Herr Rüdiger (Wetzlar) gewählt, dem ebenfalls für dieses Amt vom Gau Solms-Wetzlar oorgeschlagenen Herrn Majewski (Wetzlar) wurde zugesagt, daß sich der Provinzialoorstand für seine Aufnahme in den geschäftsführenden Vorstand des Hessischen Sängerbundes einsetzen werde, damit auch den außer- hessischen Vereinen eine Vertretung im Provinzialoerband, wie im Bunde gesichert sei. Nachdem noch der Provinzialchormeister Blaß (Gießen) und der stellvertretende Provinzialchormeister K a st e n (Gießen) einstimmig wiedergewählt worden waren, fand die Versammlung mit dem eindrucksvoll vorgetragenen „Deutschen Sängergruß" ihren Abschluß.
Zeppelin-Besuch in Frankfurt.
WEN. F r a n k f u r t a. M., 13. Sept. Der heutige Sonntag stand für Frankfurt im Zeichen des „Z e p p e l i n" - B e s u ch e s. Etwa 30 000 Menschen säumten den Landungsplatz, während sich auf den anliegenden Straßen etwa 1 0 0 0 0 0 Menschen aufhielten und das Luftschiff erwarteten. Um 13 Uhr stieg „Graf Zeppelin" unter Führung des Kapitäns Lehmann in Friedrichshafen auf, kurz vor 17 Uhr zog das Luftschiff über der Altstadt einige Schleifen und erschien pünktlich zur festgesetzten Zeit, um 17 Uhr, über dem Flugplatz. Unter dem Jubel der Zuschauer senkte sich das Luftschiff tiefer und tiefer. Die Landung und der eine Stunde später erfolgende Start vollzogen sich glatt. Um 18 Uhr begab sich das Luftschiff wieder auf die Heimreise und traf 20.44 Uhr in Friedrichshafen wohlbehalten ein.
Oesterreich siegt wieder 5:0.
Dillenburg mit 2:0 (1:0). Die 2. Mannschaft verlor gegen Oberbiel I mit 0:1, die III. kam kampflos zu Punkten, denn die Mannschaft von Heu-' chelheim trat nicht an. Die Jugend- und Schülermannschaften vermochten sich in Wetzlar sehr gut zu behaupten. Die 1. Jugend gewann gegen die spielstarke 1. Jugend des Sportvereins Wetzlar mit 4:3, die 2. Jugend und die 1. Schülermannschaft spielten mit 1:1 unentschieden. Auch die 2. Schülermannschaft hielt ein Unentschieden mit 0:0.
Die Liga des VfB. mußte in Kassel gegen Hessen 09 eine Niederlage von 6:0 (2:0) hinnehmen. Die 2. Mannschaft blieb im Spiel gegen Herrmannsteins I. mit 3:1 siegreich, die 3. Mannschaft gegen die II. des gleichen Vereins konnte ebenfalls einen Sieg landen. 4:0 lautete das Ergebnis. Die 1. Jugend gewann gegen die leistungsfähige 1. Jugend des VfB. Kurhessen Marburg mit 2:1 und die 2. Jugend spielte gegen die 2. Jugend des VfB. Marburg 1:0.
Fußball in Hessen Hannover.
Am Sonntag gab es im Fußball in Hessen- Hannover auf der ganzen Linie wieder spannende Kämpfe. Überraschungen blieben indes aus. Die Favoriten sicherten sich durchweg die Punkte, wenn auch manchmal nur knapp.
Die Ergebnisse: SC. 03 Kassel — Kurhessen Marburg 3:1 (2:0). Hessen 09 Kassel gegen VfB. Gießen 6:0 (2:0). Borussia Fulda gegen FV. Horas 6:1. Hermannia Kassel gegen Spiel und Sport Northeim 4:3 (4:1). Ockershausen — Kurhessen Kassel 3:4 (2:0). Spvg. Göttingen — Einbeck 05 (4:2 (2:2). FC. Groß- allmerode — Spielverein Kassel 3:2 (1:0). Tura Kassel — Sport Kassel 1:2 (1:1).
kommen. Nach der Pause war das Spiel längere Zeit reichlich ^erfahren. Die Oesterreicher behielten aber eine leichte lleberlegenheit und gaben auch verschiedene scharfe Schüsse ab, die aber von Kreß gemeistert wurden. Schließlich kamen die Wiener in der 14. Minute zu einem nicht ganz einwandfreien dritten Treffer. Das Spiel nahm jetzt, obwohl die lleberlegenheit der Oesterreicher nicht sehr stark war, für Deutschland einen sehr unglücklichen Verlauf. In der 25. Minute schoß Gindelair bei einem Eckball unhaltbar aus der Luft ein und fünf Minuten später sprang ein wuchtiger Pfostenschuß des gleichen Stürmers ins Netz. Die Gegenstöße der deutschen Mannschaft hatten zu wenig Durchschlagskraft.
Zur Kritik.
Obwohl die deutsche Mannschaft ein wesentlich besseres Spiel als in Berlin lieferte, mußte sie doch wieder eine hohe Niederlage hinnehmen. Dafür verantwortlich zu machen ist in erster Linie die Berliner Verteidigung Emmerich-Brunke, die nach der Pause völlig versagte, Kreß trifft keine Schuld. Auch der Berliner Läufer Kauer war schwach, während Knöpfte und Leinberger ein außerordentlich großes Arbeitspensum mit Fleiß und Geschick erledigten. Im Sturm war wider Erwarten der rechte Flügel
Weiß-Hornauer der bessere. Kund-Hofsmann enttäuschten und auch Kuzorra hielt, da er sich mit Hofmann nicht verstand, nicht das, was man von ihm erwartet hatte. — Die österreichische Elf war wieder in allen Teilen einwandfrei. Aber sie hatte doch mit ihrem Gegner weitaus mehr Mühe als im letzten Länderspiel.
Königsschießen des Schützenvereins Gießen.
Gestern fand auf den Schießständen des Schützenvereins Gießen das Königsschiehen statt. Der Tradition folgend, hat man seit einigen Jahren das historische Adlerschiehen wieder aufleben lassen. Ein hölzerner Adler wird so beschossen, dah zuerst die Krone, dann das Szepter und dann der Reichsapfel fallen. Dann folgt die Beschießung von sieben Sternen, die im Kreis den Adler schmücken. Schützenkönig ist, wer den Körper des AÄers vollkommen von der Stange schießt. Der Kronenschütze ist Kronprinz, die Schützen von Szepter und Reichsapfel sind Ritter. Die Schützen der Sterne erhalten Erinnerungszeichen. Zur allgemeinen Freude konnte das langjährige Mitglied Ehren-OberschühenmeistsrLein- rich Noll die Würde des Königs erringen. Kronprinz wurde Otto Schönau, 1. Ritter Richard Koch, 2. Ritter Heinrich Dippel; Sterne schossen Konrad Dreyer, Willi Bette, Willi Horn, Rudolf Hahn, August D i ck o r e, Gustav Frey und Ewald B ä u l f e.
Handball im Gau Hessen (O. T.)
Die Zahl der in der Handballpflichtrunde des Gaues Hessen spielenden Mannschaften hat sich weiter vermehrt. In der ^-Klasse wurde noch ein fünfter Spielbezirk gebildet, dem die folgenden Vereine zugeteilt wurden: Tv. Burg-Gemünden, Tv. Homberg a. d. O., Tv. Grünberg, Tv. Nie- der-Ohmen. Die Vereine treten am 20. September in die Pflichtrunde ein.
Kurze Sportnotizen.
Paovo Nurmi gewann beim Sportfest des SC. Charlottenbura den 10 000 - Meter - Lauf in 31:19,2 Minuten. Hinter ihm belegte der Turner Syring-Wittenberg in der neuen deutschen Rekordzeit von 31:26,8 Minuten den zweiten Platz.
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Der Schneider-Pokal, das große Schnel- ligteitsrennen für Wasserflugzeuge, wurde von Leutnant Bottham (England) mit 547 Stunden- Kilometer gewonnen.
Die Schluhrunde um die Meden- Meisterschaft brachte am Sonntag in Bad Homburg einen ganz klaren Sieg von Berlin Rotweih. Die Vertreter des Rheinlands konnten gegen Vie variiertere Spielkultur der Berliner nicht aufkommen. So buchten die Reichshauptstädter sämtliche Doppelspiele sowie auch die meisten Begegnungen im Einzel zu ihren Gunsten.
Vom Büchertisch des Sportlers.
Internationale Boxrekorde betitelt sich ein beim Novissima-Derlag G. m. b. H., Berlin SW 61, erschienenes Büchlein, das eine kurze Geschichte des deutschen Berufsboxsports, ein Verzeichnis der Welt-, Europa- und Landesmeister der einzelnen Gewichtsklassen und alle Kampsergebnisse von 133 deutschen und ausländischen Boxern enthält. (305)
Gewinnauszug
8. Klaffe 37. Preußifch.Siidbeutfche (263. Preutz.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
30. Ziehungstag 12. September 1931
3n der heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen
2 ©etoinne zu 1000 M. und 2 Prämien »u 600000 W. auf Nr. 272909
Ferner fielen:
4 Gewinne ,u 10000 M. 169546 320126
2 Gewinn« zu 5000 W. 397646
8 Gewinne ju 3000 M. 77280 82297 278695 369346
30 Gewinne zu 2000 M. 7911 26902 58316 74632 115622 116825 124339 134452 172868 182887
200401 230578 269442 321972 395137
32 Gewinne »u 1000 M. 38314 80244 81902 114979 162044 180122 194653 216461 217368 276829
282234 293381 338734 353410 369981 392425
70 Gewinne ,u 500 M. 6864 11963 23608 44079 48185 52141 75705 76141 104326 105487 107141 112613 134657 169592 184520 191003 216163
223056 232667 243757 275330 280581 295005
300490 307339 326227 332789 339129 346206
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Bedingungen gibt der Bürgermeister bekannt.
Es kommen bis zu 1000 Zentner zum Verkauf.
Obstversteigerung.
Donnerstag, den 17. September 1931, vormittags 9 Ahr anfangend, soll das der Gemeinde Annerod gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, öffentlich versteigert werden.
Zusammenkunft bei der Kirche. (6045D Annerod, am 12. September 1931.
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