Ausgabe 
14.7.1931
 
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den Plänen des Meisters bei Gemeinde und Be­hörden zur Annahme und Durchführung verhalf. Das geleistet zu haben, ist Otto Schultes bleiben- des Verdienst um seine Gemeinde Grohen-Linden und darüber hinaus.

In Grohen-Linden wissen alle mit Dankbarkeit, dah Pfarrer Schulte im Segen gewirkt hat. Sie wissen auch, unter welchen Muhen und Opfern er oft diese Arbeit tat. Jahre lang hatte er zu leiden unter Krankheit, und schweres Herzeleid ist ihm nicht erspart geblieben. Einen hoffnungsvollen Sohn hat er im Krieg dem Vaterland zum Opfer gegeben, ein zweiter wurde ihm später in der Blüte der Jahre durch den Tod entrissen.

Dorfpfarrer war er durch Jahrzehnte, und nur das wollte er sein, und darum ist er der Mann der Volkskunde geworden, dessen Name Klang hat weit über seine Heimat und das Hessenland hinaus, und eben darum auch der Heimatgeschichtler, er auf dem Dorf in Hessen, der seine Jugend in der Großstadt am Niederrhein verlebt hatte. Er sagt selbst darüber: In der Stadt geboren und erzogen bin ich zum besonderen Freund des Landvolks geworden. Und das kam so. Ich erkannte bald im Vogelsberg bei meiner amtlichen Tätigkeit, daß wir in keiner Weise, weder auf der Universität noch aus dem Prediger- Seminar zum Landpfarrer ausgebildet waren. Ich wollte aber der Seelsorger, der wirkliche Pfarrer meiner Bauerngemeinde sein. So begann ich ihr Leben, ihr Denken zu beobachten und niederzuschrei­ben. Ich kam in die Volkskunde hinein und sah bald, daß der Bauer ein eigenartiges Leben hat, total verschieden von Städter. Einige Aufsätze, die ich dar­über veröffentlichte, erregten Aufsehen, ich arbeitete mich immer weiter hinein, und so bin heute (1906) Vorsitzender der hessischen Vereinigung für Volks­kunde."

Die Volkskunde als Wissenschaft, heute allgemein anerkannt von ihren älteren Schwestern als eben­bürtig, war damals noch in ihren Anfängen; Hessen und insonderheit Gießen hat den Ruhm, wenn nicht ihre Geburtsstätte, so doch gewiß ihre vorzügliche Pflegestätte von Anfang an gewesen zu sein. Otto Schulte hat in der Hessischen Vereinigung für Volks­kunde das Kind mit aus der Taufe heben helfen.

Volkskunde und Heimatgeschichte sind eng ver­wandt. Will man der Menschen der Gegenwart recht kundig werden, so muß man auch erforschen, wes Kinder sie sind, den geschichtlichen Boden, auf dem sie gewachsen sind. Darum wurde 8er Volkskundler Otto Schulte oder richtiger war es von Anfang der Forscher auf dem Gebiet der Heimat- und Orts- aeschichte. Daß die Geschichte des Hüttenbergs und sonderlich Großen-Lindens durchleuchtet ist, wie nur weniger Gegenden und Orte, ist Schulte zu danken. Die letzte reife Frucht seiner Forschung ist sein im vorigen Jahr erschienenes Buch über den Großen- Lindener Pfarrer im 17. Jahrhundert Philipp V i gelius. Die letzte Frucht bis jetzt. Mögen noch manche folgen! Möge Otto Schulte die Arbeitskraft noch lange erhalten bleiben, sie zu schaffen.

Landkreis Gießen.

-/- L i ch, 11. Juli. Unter zahlreicher Beteiligung und unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle, sowie des Turn- und Kriegervereins wurde gestern nachmittag der längsährige Prokurist derDrauerei Ihring-Melchior, Fritz Wagner, zu Grube getragen. Bei der Trauerfeier auf dem Friedhof legten nach der Grabrede des Geistlichen, Stifts- )einten Kahn, die Firma Ihring-Melchior, die Angestellten und Arbeiter der Brauerei, die Licher Dank, der Tum- und Kriegerverein, der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband, so­wie die Attersvereinigung der Gießener 50er 18751925 prachtvolle Kränze nieder. Prokurist Wagner war 34 Jahre bei der Firma Ihring- Melchior tätig, er war Direktor der Licher Dank und Vorsitzender der hiesigen Ortsgruppe des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverban­des. Er erfreute sich wegen seiner hervorragen­den Charaktereigenschaften und seiner beruflichen Verdienste allgemeiner Beliebtheit.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

^.Hörnsheim, 10. Juli. In der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch wurde der Haus­haltsplan für das R j. 19 31 beraten. Der Gemeindezuschlag auf die staatliche Steuer vvm Grundvermögen wurde für bebauten und unbe­bauten Grundbesitz von 275 Prozent auf 260 Pro­zent gesenkt. Der Gemeindezuschlag auf die Ge­werbekapital- und Gewerbeertragsteuer wurde au 275 Prozent festgesetzt. Für Wegebauzwecke wur­den 1000 Mark bewilligt. Das Spritzenhaus soll instondgesetzt werden. Außerdem sollen die Feuer­löschgerätschaften eine Ergänzung erfahren. Der Haushaltsplan wurde in Einnahme und Ausgabe auf 56 750 Mark festgestellt.

I Dornholzhausen, 10. Juli. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Beratung des Haushaltspla­nes für das Rj. 1931. Der Gemeindezuschlag auf

die staatliche Steuer vom Grundvermögen wurde für bebauten und unbebauten Grundbesitz von 350 auf 305 Prozent gesenkt. Auf die Gewerbekapital- und Gewerbeertragsteuer kommt ein Gememdezu- schlag von je 350 Proz. zur Erhebung. Die Derert- stellung von Mitteln für die zwecke Lehrerstelle wurde abgelehnt. Für Wegebauzwecke wurden 400 Mark zur Verfügung gestellt. Der Haushaltsplan wurde in Einnahme und Ausgabe auf 39 770 Mk. festgestellt.

Oie Zeilmühle bei Ilbeshausen niedergebranni.

Ilbeshausen, 12. Juli. Heute nacht ge- gen 1 Uhr wurde unser Dorf durch Feueralarm in Aufregung verseht. In der zwischen Ilbes­hausen und Hochwaldhausen gelegenen Z e i I - mühle war auf bis jetzt noch unaufgeklärte Art Fe ue r ausgebrochen, das sich derartig rasch auf Wohnhaus und Stallungen ver­breitete, dah die Feuerwehr, die in ganz kurzer Zeit zur Stelle war und dem wütenden Clement mit fünf Schlauchleitungen begegnete, desselben nicht Herr zu werden vermochte. Mühle, sowie Wohnhaus und Stallungen wurden vollkommen eingeäschert. Pferde und Kühe konnten gerettet werden; die Bewohner retteten nur ihr nacktes Leben. Der Schaden ist ganz beträchtlich und soll nur zum Teil durch Versicherung gedeckt fein. An Mehl allein sollen 300 Zentner verbrannt sein.

Drei Kinder im Rhein ertrunken.

Mit einem Lastauto kn den Strom gestürzt.

WSA. Eich (Kreis Worms), 11. Juli. Ein chweres Unglück hat sich gestern abend hier ereignet. Das Lastauto des Fuhrunterneh­mers Belzer! von Gimbsheim fuhr mit etwa hundert Zentner Kies nach Eimsheim. Der Chauffeur hatte acht Kinder aus Eimsheim zu ihrem Vergnügen mitgenommen. Am Rhein in der Bähe von Eich kam der L a st k r a f t -, wagen plötzlich ins Butschen und sauste die Uferböschung hinab in den Rhein. Dem Chauffeur gelang es im letzten Augenblick, einen Teil der Kinder vom Wagen herabzureihen; doch konnte er nicht verhindern, dah drei Kinder mit dem Wagen in den Fluten des Rheins verschwanden und ertranken. Die Rettungsversuche waren erfolglos.

Kirche und Schule.

Landkreis Gießen.

)( L i ch, 10. Juli. Am Mittwoch fand im Ge­meindesaal unter dem Vorsitz von Dekan Engel (Obbornhofen) der Dekanatstag des De­kanats Hungen statt. Rach der Andacht, nach der Begrüßung und dem Gedenken der ver- skdrbenen Mitglieder und den Ergän^ungswahlen erstattete Pfarrer Beck (Hungen) den Jahres­bericht für die Jahre 1929 und 1930. Die Durch­schnittszahl der Kirchenbesucher betrug 33 v. H. bzw. 36 v. H. die der Abendsmahlbesucher 132 bzw. 126 v. H, die Liebesgaben ergaben pro Kopf der Bevölkerung 1,95 bzw. 2,05 Mark. An Spenden gingen in den Jahren 1929 und 1930 ein: für Anstalten und Vereine 28 830 Mark (25 858 Mark); für allgemeine kirchliche Kollekte 5612 Mark (4987 Mark); für die Armen 2217 Mark (3147 Mark); für sonstige kirchliche Zwecke 7950 Mark (8212 Mark), insgesamt also 44 608 Mark (42 304 Mark). Die Pfarreien Münzen- berg, Hungern Lich, Södel, Wölfersheim und Hokzheim wurden in den beiden Berichtsjahren neu beseht. Der Voranschlag für 1931 wurde ge­nehmigt. Zum Schluß hielt Pfarrer Herber (Wölfersheim) einen Vortrag überDie Auf- gaben der Gemeinden im Abwehrkampf der Kirche", der eine rege Aussprache auslöste. Ein Choral beschloß die Tagung.

Vundsuukprogramm.

Dienstag, 14.3uli.

7.30 bis 8.30: Bad Orb: Frühkonzert des Kur­orchesters. 12: Schallplattenkonzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Aachmittag. 16.30: Rachmit- tagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.15:Ita­lien und die europäische Krise", Vortrag von Fritz Schotchöfer. 18.45:Die Abrüstungsfrage", ein Zwiegespräch zwischen Landtagsdirektor Dr. Eisenmann und Emst Stockinger. 19.15: Unter­haltungskonzert des Rundfunkorchesters. 19.45: Flug in den Weltenraum. Eine Hörfolge. 21: Musikalische Schallplatten-Umschau. 21.45: Mu­sikalische Plagiate. Ein amüsanterRoten"-Wech- sel mit nachdenklichen Anmerkungen von Hans Reimann. 23.05 bis 24: Tanzmusik.

Mittwoch, 15. Juli.

7.30 bis 8.30: Bad Salzschlirf: Frühkonzert des Kurorchesters. 12.00: Schallplattenkonzert. 12.20: Schlohplah Stuttgart: Promenaden-Konzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Bad-Nauheim:

Konzert des Kurorchesters. 18.10:Wie wird der Grundbesitz in Hessen-Nasi au neu bewertet wer­den?", Vortrag von Dr. Köbner, Syndikus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. 18.40:Theater und Dichtung im Elsaß", Vortrag von Karl Walter. 19.05: Karlsruhe: Saxophon­konzert der Kapelle Haas-Mahagonny. 19.30: Bergwerk." Erlebte Geschichten von Paul Laven. 20.00: Düsseldorf. Städt. Turnhalle: Militärkon­zert der verstärkten Kapelle des ehemaligen Nie- verrheinischen Füsilier-Regiments Nr. 39. 21.30: Ereh ertrinkt".Erlebnis am schwarzen See." Zwei Erzählungen von Andreas Zeltler. Dorge­lesen vorn Verfasser.

Donnerstag, 16. Juli.

7.30 bis 8.30 (Bad Salzschlirf): Frühkonzert des Kurorchesters. 12: Schallplattenkonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.10: Zeitfragen. 18.35: Soziale Krankheit", Gespräch zwischen Professor Viktor von Weizsäcker und Dolf Sternberger. 19.30 (Von München): Bunte Zwischenstunde. 20 40: Mandolinenkonzert des Mandolinen-Quar- tettsFrankonia". 21.30: Die Hand, die Sams­tags ihren Besen führt..., ein heiteres Spiel ür verträgliche Leute. 22.50 bis 23.30: Tanzmusik.

Freitag, 17. Juli.

7.30 bis 8.30: (Bad-Nauheim): Frühkonzert des Kurorchesters. 12.00: Schallplattenkonzert. 15.20 bis 15,50:Die Landschaftsschule im Kreise Saar­

burg, Auswertung einer Heimatwanderung in der einklassigen Schule in Tisch", von Lehrer Ober» trete. 15.50: (Aus Aschaffenburg): Gang durch die Stiftskirche, Hörbericht von W. W. Knoeckel. 16.30: (Bad-Nauheim): Konzert des Kurorchesters. 18.10: Stunde des Buches. 18.45:Der Zensor bean­standet ...!" Eine Plauderei von Dr. Hans Feld. 19.15:Brustschmerzen als Ursache für Lungen- und Herzleiden". 19.45: Bunte Stunde auf Schall­platten. 20.30: Symphonie-Konzert des Philhar­monischen Orchesters Stuttgart. 21.45: Alte und neuere russische Kirchenlieder. 22.35 bis 24.00: Tanzmusik.

Samstag, 18. Juli.

7.30 (Bad-Nauheim): Frühkonzert des Kur- orchesters. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Kind und Spiel in der Musik, Konzert des Philharmonischen Orchesters Stutt­gart. 18.10:Die junge Generation", Gespräch, geführt von - Wolfgang Weyrauch. 18.45:47 Jahre deutscher Arbeit In Elsah-Lothringen 1871 bis 1918, Vortrag von Dr. Busemann. 19.15: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Anekdoten, ge­lesen von Dr. Curt Elwenspoek. 20 (Kursaal Cannstatt): Populäres Konzert des Philharmo­nischen Orchesters Stuttgart. 21 (Von Köln): Lustiger Abend. 22: Unterhaltungskonzert.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Wirtschaft.

Gute und schlechte Adreßbücher.

Die Oeffentlichkeit wird zur Zeit d u r ch un­zuverlässige Adr buch Unterneh­mungen beunruhigt, deren Tätigkeit nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das seriöse. Adreßbuchgewerbe zu schädigen geeignet ist. Der Reichsverband der Deutschen Industrie hat ge­meinsam mit dem Reichsverband der Adreßbuch- verleger einen Paritätischen Sonderausschuß ins Leben gerufen, um Richtlinien für die Behand­lung von Adreßbuchfragen aufzustellen. Diese Richtlinien haben eine allgemeinere Bedeutung für die Wirtschaft dadurch erhalten, dah in dem Paritätischen Sonderausschuß nunmehr auch der Reichsverband des Deutschen Groh- und Ueber- seehandels, die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, der Centralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes, der Reichsverband der Privatversicherung und der Reichsverband des Deutschen Handwerks mitwirken.

Die Forderungen, die an ein einwandfreies Adreßbuch zu stellen sind, beziehen sich vor allem auf die Vollständigkeit und Zuver­lässigkeit des Adressenmaterials, auf die Art der Werbung (im Wege der als Angebot klar kenntlich gemachten Dertragsofferte), auf die Einhaltung der Eintragungs­tarife und auf die Zah'lungsbedin gun- gen. Die Methoden der unzuverlässigen Adreh- buchunternehmen pflegen gegen fast alle diese Forderungen zu verstoßen. Die Spitzenverbände der Wirtschaft empfehlen daher dringend, t> o r jeder Eintragung in neue und unbekannte Adreßbücher sich mit den bestehenden Vertrauens- und Auskunftsstellen der Wirtschaft in Verbindung zu setzen und insbesondere Formulare unbekannter Adrehbuchverleger dort zurBeurteilung vorzulegen. DerReichsverband der Adrehbuchverleger hat für die Adreßbücher seiner Mitglieder ein V e r b ands si g n e t geschaffen, das als Wertmarke für die adreßbuchverlegerische Produktion der Mitglieder gilt. Alle Bemühungen der Wirtschaft, wie des Adrehbuchgewerbes zum Schutze des Publikums vor unzuverlässigen Adreh- buchuntemeymungen werden aber so lange nutzlos bleiben, alsdasPublikum selbst nicht ge­genüber Angeboten nicht genügend bekannter Stel­len die nötige Vorsicht anwendet und durch Selbst­hilfe die Wirtschaft und das Verlagswesen unter­stützt. Nur durch Zusammenarbeit zwischen den angegangenen Firmen und ihren Spihenorganisa- tionen kann Schaden wirklich verhütet und die Verschleuderung der geringen, für Werbe- und Propagandamittel heute noch zur Verfügung ste­henden Mittel wirkungsvoll verhindert werden.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt, 13.Juli. Die wirtschaftspolitische Lage beschäftigte naturgemäß heute vollkommen die Stellung der Produktenbörse. Das Geschäft hielt sich auf diesen Marktgebieten in sehr engen Grenzen. Das Angebot von Weizen und Roggen war gering. Die Preise stellten sich für Weizen unverändert, Roggen büßte etwa 5 Mark ein. Am Mehlmarkt war für Frankolieferungen kein Angebot fezustellen, und somit konnte Süddeutsches Weizenmehl mit 1,25

bis 1,50 Mark und Niederrheinisches von 0,75 bis 1,50 Mark anziehen. Die Notiz für Hafer, wofür nur geringes Angebot vorhanden war, zeigte eine Befestigung von 7,50 auf 10 Mark. Erstmalig no­tiert wurde Wintergerste neuer Ernte mit 1,85 bis 1,90 Mark. Für Kleie erhielt sich auch heute kein Interesse. Weizenkleie etwa I Mark fester, dagegen war die Roggenkleie leicht nachgebend. Cs wurden notiert: Weizen 290; Roggen 240 bte 235; Wintergerste, neue 185 bis 190; Hafer, int. 197,50 bis 200; Weizenmehl, südd., Spez. 0 40 bis 41,25; Roggenmehl 32,25 bis 33.25; Weizen­kleie 10,50 bis 10,75; Roggenkteie 11,50 bis 11,25; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 36; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 25 bis 68; Heu, südd. 3,50 bis 4; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 3; Weizen- und Rog­genstroh, gebündelt 2,75; Treber, getrocknet 10,25 bis 11 Mark. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 13. Juli. Auftrieb: 1248 Rinder, darunter 261 Ochsen, 137 Bullen, 474 Kühe, 352 Färsen; ferner 605 Kälber, 54 Schafe, 4259 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 44 bis 48, ältere 39 bis 43, sonstige voll­fleischige, jüngere 32 bis 38; Bullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 37 bis 40, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 32 bis 36; Kühe, jüngere, vollsleischige, höchsten Schlacht­werts 35 bis 37, sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 30 bis 34, fleischige 22 bis 29; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder), vollfleischige, ausge­mästete. höchsten Schlachtwerts 44 bis 48, voll- fleischige 39 bis 43, fleischige 32 bis 38; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 50 bis 56, mittlere Mast- und Saugkälber 44 bis 49, geringe Kälber 36 bis 43; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 43 bis 48, mittlereOliaft» lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 35 bis 42; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 46 bis 49, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 46 bis 50, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 47 bis 50, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 46 bis 50,fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 45 bis 49 Mark. Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft; Kälber und Schafe rühig und ge­räumt; Schweine rege, ausverkauft.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 11. Juli. Es wurden no­tiert (Preise in Pfennigen per Stück): bulgarische 7,5 bis 7,75; jugoslawische 7,25 bis 7,5; rumänische 7 bis 7,5; holländische 7,5 bis 10; dänische 7,5 bis 10; belgisch-flanderische 9 bis 9,25; bayerische 7,75 bis 8; deutsche Frischeier 7,5 bis 10; m- und ausländische Mittel- und Schmutzeier 6 bis 6,5. Tendenz: ruhig, Absatz schwach

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 15. Juli.

Hungen. 6.30 Uhr: Messe.

Die hinter den

Franktun a. UI. |

Berlin

Schluß«! kurs I

Schluß!. Abend« börse

Schluß« hird

Schlußk. Mittag­börse

Datum

10.7. |

11.7.

10-7.

11.7.

6% Deutsche Reichsanlethe v. 192'.

78

77,75

78

78

7% Deutsche Reichsanleihe 0.1922

92,8

92,7

92,8

91,25

6/,% Doung-Anlcihe von 1930 . Deutsche Anl-Abloi.-Schuld mit

67,5

67,25

67,25

66

AuSlos.-Rechten.......

49,75

49,13

50

49,3

DeSgl. ohne Auslos^Rechte . . . 8% Heft. Volksstaat von 1929

4,7

4,45

4,7

4,425

(rückzahlb. 102%)......

Oberheften Provinz-Anleihe mit

87

86,5

86,5

86,5

AuSlos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Eammelabl.

46

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe

46,25

46,25

46

46

15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe

98

98

unkündbar 615.1936 Serie 16 .

i/i% Franks. Hyp.»Bank ßlqu^ Pfandbriefe.........

4Vz°/o Rheinische Hyp.-Bank.Ltqu

92

96

85,4

84

Goldpfe...........

8% Pr. L andeSpsandbrkesanstalt, Pfandbriefe R. 19......

7% Pr. Landerpfandbriesanstalt,

86,25

85

100

100

100

100

Pfandbriefe R. 10......

95,5

95,5

95,5

95,5

4% Oesterrctchlsche Goldrente . .

19

19

19,2

19,2

4,20% Oestcrreichlsche Silberrente

1,2

1,2

1,2

4% Ungarische Goldrente . . . .

15,9

15,7

16

15,9

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

14

14

14,5

14,4

4*4% desgl. von 1913.....

14

14,5

14,4

5% abgest. Goldmexikaner von 99

9,5

9,25

9,1

9,45

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I...........

2,5

2,7

2,7

2,55

2,45

4% deSgl. Serie II......

2,55

2,5

2,7

2,75

b% Rumän. vereinh. Rente v.lSvc

7,2

7,15

4^,%Rumän.vereinh.Rentev.l9i:

13.9

14,1

14

4% Rumänische vereinh. Rente

814% I. Anatolier......

5,75

14,25

5,8

14

5,85

14,4

5,8

14,13

Kurszettel der Berlin

angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt

Frankfurt a. 2)1.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

10.7.

11.7.

10.7.

11.7.

Hamburg-Amerila Pate, . .

e

39

44,4

40

Hamburg-Südam. Dampfschiff

0

89

84,5

Hansa Dampfschiff ....

0

-

76

70

Norddeutscher Lloyd ....

6

46,75

42,75

47,5

42

A.G. für Verkehrswesen Akt.

41,75

45,5

44

Berliner Handelsgesellschaft .

8

102

102

102,5

Commerz- und Privat-Bank .

7

100,25

100,5

100,5

101

-Darmstädter und Rationalbanl

8

100,5

100,5

100,5

101,25

Deutsche Bank und

Disconto-Gefellschast. . .

6

100,5

100

100,5

100,5

Dresdner Bank......

6

100,5

100

100,5

101

Reichsbank........

12

124,5

123,5

125,75

125,25

A.E.G...........

. 7

85,5

83

87

83,75

Bergmann........

. 9

-

70

69

Elektr. Lieserungrgesellschast.

10

98

98

98

90,5

Licht und Krast......

10

107

105

108,5

105,65

Felten & Guilleaume....

3.2

63

63

64

61

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

9

100,5

98

101,5

96

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

88

60

88,5

86

Schlickert & (So. . .....

11

114

110,5

116

110,75

14

141

140

145,25

140

Lahrneyer L Co.. .....

12

103

103

104

102,5

Buderus.........

. 4

37

36,5

37,5

35,75

Deutsche Erdöl......

. 6

58

59,25

56,9

Gelsenkirchener......

. 8

57

56,75

57,75

55,5

Harpener.........

. 0

55

55

55

Hoesch Eisen........

. 6

46,25

43

Ilse Bergbau.......

10

145

142

145

142

Klöcknerwerke.......

. 6

48

48

48,75

46

Köln-Neuessen.......

ey.

Mannesmann-Röhren . . .

. 6

57,25

57,13

59,5

55,25

ManSfelder Bergbau ....

. 0

26

26,25

27

Oberschles. Kokewerke . . .

. k

59

55,25

Phönix Bergbau......

*v,

37,5

39,5

38,9

39

Rheinische Braunkohlen. . .

i'

15Q

149,5

144,5

. 6

65,5

60

66/13

61,25

Frankfurter Börse.

Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v.H.,

Franksuri a. M.

Äerlin

Schluß, kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag« börse.

Datum

10.7.

11.7.

10.7.

11.7.

Riebe«! Montan......7,2

Vereinigte Stahlwerke .... 4

Olavi Minen......16/.

39

35

36,75

37,25

17

17,25

16,5

Kaliwerke Aschersleben ... 10

109,5

107

111

109

Kaliwerke Westeregeln ... 10

113,5

110

116

112

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

180

175

184

177,4

I. G. Farben-Jndustrie. . . 1L Verein, chem. Industrie Frank-

124,5

122,5

126,25

122,4

48,5

48

Scheidcanstalt.......1°

116

114

Goldschmidt.........0

35,75

34

34,9

32

Rütgeröwerke........°

36.

37,5

35,5

Metallgeseilschaft.......5

53,5

52,5

54

52,5

Philipp Holzmann......8

66,5

65

68

65

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerk Karlstadt.....7

52

83,75

50

83

Wayh & Freytag......0

21

23,4

21,5

Schultheis Pahenhoscr ... 15

120

117,5

Ak» <Allgemeine Kunstseide) 0

72

68

73,25

69

Bemberg......... °

86,25

85

88,9

85

Zellstoff Waldhof.....12

-

60

62,5

59,75

Zellstoff Aschaffenburg ... 6

54,5

53,4

Dessauer Gas........!

108

100

Daimler Motoren......0

22,75

22,5

22,5

21,75

Deutsche Linoleum.....5

54,25

51,5

55,25

53

Orenstein & Koppel ..... 0

36,4

34,25

Leonhard Tietz.......8

82

76,5

81

78

SvenSka...... 15

226

224

226

220

Chade............

247

247

247,5

242

Frankfurter Maschinen . . . . C

9

8,25

| 9,25

Grihner..........<

27

26

26,75

i 29,5

Mainkraslwerke Höchst a.M.. .

64

64

Süddeutscher Zulker « « > IC

104,5

104

103

i 101,5

Lombardzinsfuß 8 v.H.

Banknoten.

Berlin, 11 Full

Geld

»rief _

Amerikanische Noten.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten.........

Englische Noten.........

Französische Noten........ Holländische Noten........ Italienische Noten ........ Norwegische Noten...... . .

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten........

4,217

58,83

112,63

20,49

16,50

169,59

22,11

112,63

59,16

2,485

119.90

4,237

59,07

113,07

20,57

16,56

170,27

22,19

113,07

59,40 2,505

113,34

Schweizer Noten.....

Spanische Noten.....

Ungarische Noten ....

81,80

39,72

73,25

82,12

39,88

73,55

Devisenmarkt Vertin Frankfurt a. 2TL__

10.Juli

11. Juli

Amtliche Notierung

Geld | Aries

Amtliche Notierung

Geld | »ries

Helsingsor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . OSlo.... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aire Neuyork . Brüssel. . Italien. . Paris . . Schweiz . Spanien . Danzig. . Japan . . Rio de Jan Jugoslawien Lijsavoit .

10,593

59,20

12,479

73,45

3,047

169,55

112,72

112,72

112,86

20,475

1,326 4,209

58,77

22,055

16,48

81,72

40,01

81,89

2,081

0,314 7,438

18,66

10,613

59,32

12,492

73,59

3,053

169,89

112,94

112,94

113,08

20,515

1,330

4,217

58,89

22,095

16,52

81,88

40,09

82,05

2,085 0,316 7,452

18,70

10,593 59,195 12,472

73,38 3,051

169,55 112,72

112,72 112.86 20,475

1,330 4,209

58,77 22,045 16,478

81,67 40,06

81,89 2,081

0,314 7,436

18,68

10,613 59,315 12,492

73,42 3,057

169,89 112,94 112,94 113,08 20,515

1,334 4,217 58,99

22,085 16,518

81,83 50,14 82,05 2,085 0,316

7,450

18,72