Oie Bekämpfung und Erforschung per Herzkrankheiten.
Erste wissenschaftliche Sitzung im Kerckhoff-Jnstitut.
Sonderbericht des „Gießener Anzeigers".
Bad-Nauheim, 12.April.
Das Wissenschaftliche Komitee zur Erforschung und Bekämpfung der Kreislaufstörungen, das sich, wie wir vor einigen Tagen schon berichteten, als Arbeitsgemeinschaft zwischen Kerckhoff-Jnstitut und Deutscher Gesellschaft für Kreislaufforschung unter Heranziehung der statistischen Mitarbeit des Reichsgesundheitsamtes gebildet hat, hielt heute in der jetzt fertig- gestellten großen Dorlesungshalle des Kerckhoff- Jnstituts feine konstituierende Sitzung. Etwa 150 Teilnehmer waren zu der Veranstaltung erschienen.
Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Geh. Regierungsrat Dr. H a m e l, der die Sitzung leitete, sprach nach der Begrüßuna eingehend über die Notwend.gleit der von dem Komitee beabsichtigten Ge- meinschaftsarbeit, die alle in Betracht kommenden medizinischen Disziplinen im Kampfe gegen eine Volkskrankheit, wie sie die Zirkulationsstörungen darstellen, zusammenfassen müsse. Dem geplanten großen Werke, dem das Reichsgesundheitsamt jederzeit gern seine wissenschaftliche Mitarbeit leihe, möge im Interesse von Volk und Vaterland der Erfolg nicht versagt bleiben!
Für die Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung sprach Professor Dr. Kisch (Köln). Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Zusammenarbeit aller gleichgerichteten Kräfte die geeigneten Wege für eine Erforschung und erfolgreiche Bekämpfung der Herzkrankheiten finden möge.
Ministerialrat Dr. Schrohe von der Gesundheitsabteilung des hessischen Innenministeriums überbrachte die besten Wünsche des Innenministers. In der Tatsache, daß das Komitee zu seinem ersten Tagungsort das Weltbad Bad-Nauheim gewählt habe, erblickte die hessische Regierung eine besondere Anerkennung der Bedeutung unseres Staatsbades als Herzheilstätte. Besonderer Dank wurde Professor Dr. Groedel ausgesprochen, weil es in erster Linie seinen Bemühungen für das Bad gelungen sei, daß Bad-Nauheim neben dem staatlichen Medizinischen Institut noch eine zweite Forschungsstätte erhalten habe.
Ministerialrat Meller, der für den hessischen Finanzminister und die Bad- pnd Kurverwaltung begrüßte, erklärte, daß Hessen stolz sei auf das neue
Werk. Die hessische Regierung danke heute nochmals der hochherzigen Stifterin, darüber hinaus aber auch Professor Dr. Groedel als Treuhänder und VmPtzender der großen Stiftung.
Weitere Redner, die Grüße und Wünsche über, mittelten, waren Sanitätsrat Dr. Hahn von der hiesigen Aerzte-Brreinigung und Prof. Dr. Koch, der namens des Deutschen Aerztebundes zur Forderung der Leibesübungen sprach.
Prof. Dr. Groedel, dem die wissenschaftliche Leitung des K«rckhoff-Jnstituts obliegt, überzeugte dann in einem anschaulichen Referat über „Zirkulationsstörungen als Volkskrankheit" von der Rotwendigkeit der in Angriff zu nehmenden Forschungsarbeit. An der Hand ausgezeichneten statistischen Materials zeigte er, daß in den letzten zwei Jahrzehnten Volkskrankheiten, wie die Tuberkulose, beträchtlich abgenommen haben, im Gegensatz dazu aber Krebs und vor allem Kreislauferkrankungen stark angestiegen sind. Es dürfe heute angenommen werden, daß fast 3 v. H. aller Menschen herzkrank sind. Die Zunahme der Herzerkrankungen und des Herztodes sei u. a auch bedingt durch das Tempo unserer Zeit und durch gewisse Verufs- und Gewerbekrankheiten. Der Bekämpfung der Zirkulationsstörungen gelte die Arbeit des Komitees, das alle Aerzte und Wissenschaftler zur Mitarbeit aufrufe.
Heber „Ziele und Wege der Kreislaufforschung" referierte Prof. Dr. K o ch, Physiologe am Kerckhoff-Jnstitut. Seine Ausführungen fanden, wie die des Vorredners, lebhafte Zustimmung.
Geh. Reg.-Rat Dr. Hamel verlas unter lebhaftem Beifall der Versammlung ein Glückwunschtelegramm der Stifterin, Frau Luise K e r ck h o f f (Los Angeles). In einem Antworttelegramm wurde der Dank an Frau Kerckhoff zum Ausdruck gebracht.
Rach einem Rundgang durch das Kerckhoff- Jnstitut hielt das Wissenschaftlicke Komitee seine erste Sitzung ab, in der Prof. Dr. Groedel und Prof. Dr. Koch das Arbeitsprogramm entwickelten. In der anschließenden Diskussion wurden beachtenswerte Anregungen für die Arbeit des Komitees und des Kerckhoff-Jnstituts gegeben.
Oberbeffen.
Landkreis Gießen.
ck. Heuchelheim, 13. April. Bei der gestrigen Beigeordnetenwahl wurde der Kandidat der bürgerlichen Liste, Ludwig Sack VII, mit 904 Stimmen gegen 851 Stimmen des sozialdemokratischen Kandidaten Albert Schmidt zum Beigeordneten gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 94 v. H.
z Rödgen, 13. April. Da der M .liorations- plan für die hiesige Gemarkung durch die Feld- bereinigungskommission auf der Bürgermeisterei vsfengelegt worden ist, wird die Frage der Verlegung des Sportplatzes «". rigbesprochen. Seine bisherige Lage zwischen dem Bahnwärterhaus und dem Flugplatz ist ungünstig, denn bei feuchtem Wetter ist der Zugangsweg an vielen Stellen grundlos und der Platz selbst sehr naß. Ver'chiedene Vorschläge für einen neuen Sportplatz werden nun gemacht, eine Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen. Gemeinderat, Sportverein und sonst an der körperlichen Ertüchtigung unserer Jugend Beteiligte werden über die Vorschläge beraten und sich dann für die Lage entscheiden.
8 Alten-Buseck, 13. April. Am Sonntag fand im Gotteshaus die Einsegnung der Konfirmanden unseres Kirchspiels statt. Pfarrer S a t t - l e r aus Wieseck gedachte in eindrucksvoller Rede des verstorbenen Pfarrers Hartmann. Die Zahl der Konfirmanden betrug: 11 Knaben aus Alten- Buseck und 3 aus Trohe, sowie 10 Mädchen aus Alten-Buseck und 1 aus Trohe. Die Feier wurde verschönt durch Lieder der Alten-Busecker Konfirmanden unter Leitung von Lehrer Ranft.
L Ettingshausen. 13. Apr l. Wie die Dürgerme-sterwahl, so verlief auch di« Wahl des Beigeordneten für unsere Gemeinde in völliger Ruhe. Da kein Gegenwahlvorfchlag gegen den seitherigen Beigeordneten Heinrich
Keil VII. eingegangen war, kam es zu keinem Wahlgang, und der seitherige Beigeordnete ist für die nächste Amtsperiode wiedergewählt, ein Zeichen, daiß man mit seiner Amtsführung einverstanden war.
r. Lang-Göns, 13. April. Gestern wurden in der hiesigen Kirche 12 Kinder, 8 Knaben und 4 Mädchen, konfirmiert. Es ist dies einer der schwachen Kriegejahrgänge. In die Elementarklasse der Volksschule treten zum Schulbeginn 30 Kinder ein.
Kreis Friedberg.
△ Butzbach, 13. April. Rachdem die Ver» Handlungen über &it> Ilebernahme des Autoverkehrs Butzbach und Umgegend durch die Reichspost aum Abschluß gekommen sind, werden die beiden Kraftpostlinien Butzbach — Riederkleen — Hochelheim — Grohen- Linden und Butzbach — Riederweisel — Hochweisel — Ziegenberg am 13. April eröffnet. Detriebs- leitendes Postamt ist Butzbach.
Eingesandt.
(Für Form und Inhal« aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber Einerlei Verantwortung )
Förderung der Neubautätigkeit.
In den vor einigen Tagen veröffentlichten hessischen Bestimmungen über die Förderung des Wohnungsbaues im Jahre 1931 aus öffentlichen Mitteln ist u. a. eine interessante Vorschrift enthalten, die besagt, daß die Kosten für den Bauplatz, d ie Ausschließung und die Anliegerleistungen 10 bis 12 v. H. der Gesamtherstellungskosten nicht überschreiten sollen. Ich bin mit einigen weiteren Bekannten Bauinteressent. Bei den Bemühungen um Baugelände in dem für uns in Betracht kommenden Viertel der Stadt werden für den Quadratmeter Baugelände, das m. W. vor zirka 10
Jahren mit 30 bis 35 Pf. gekauft wurde, 8 bis 10 Mark gefordert. Der Bauplatz im Umfang von zirka 700 bis 800 Quadratmeter würde also allein 6000 bis 7000 Mark kosten, dagegen ist das Häuschen selbst mit 12 000 Mark veranschlagt. Dieses Verhältnis der Kosten des Platzes zu denen des Neubaues macht demnach mehr als 30 v. H. der Gesamtkosten aus: dazu kommen noch die mit dem Kauf des Grundstückes verbundenen nicht unerheblichen Abgaben, sowie die Kosten für den Ausbau der Straße usw. Durch diese Zustände sind wir gezwungen, unser Vorhaben vorläufig aufzugeben. Könnte hier nicht die Stadt oder auch der Staat, die doch in erster Linie Interesse an der Beschaffung von Arbeitsmöglichkeit haben und auch Baugelände besitzen, wenigstens versuchen zu helfen und Gelände zu einem angemessenen Preis, oder in Erbbaupacht, wie das von Seiten der Stadt m. W. früher geschah, abgeben? -3d) hatte vor nicht allzu- lanaer Zeit Gelegenheit, von einem Vertreter des hessischen Staates zu hören, daß der Besitz von Gelände für diesen keinen Vorteil bedeute, sondern nur
eine Belastung. Hier wäre Gelegenheit, durch Der» kauf dieses Geländes an Baulustige zu angemessenem Preis unsere schwer darniederliegende Wirtschaft zu unterstützen. Falls auch von Seiten der Be- Hörden Gelände für Bauzwecke unter günstigeren Bedingungen nicht »rr Verfügung gestellt werden kann, muß man bei dem letzigen „Wucher mit Gottes Erdboden", was man wohl ohne lieber- treibung sagen darf, das geplante Wohnheimstättengesetz, das in der nächsten Tagungsperiode den Reichstag beschäftigen soll, abwarten.
Einer für mehrere Baulustige.
Taten für Mittwoch 15 April.
1772: der Raturforscher Saint-Hilaire in Etam- pes geboren: — 1800: der britische Seefahrer James Clarke Roß in London geboren: — 1832: der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch in Wiedensahl geboren.
Wirtschaft.
* Vergleichsvvrschlag beim Bank- hausKellnerinWetzlar. Das seit einigen Wochen in Zahlungsschw.erig.eiten befindliche Bankhaus Kellner in Wetzlar sucht nunmehr einen Vergleich mit seinen Gläubigern abzu- schließen. Rach der Dermögensauistellung ist das Dankgebäude mit 60 000 Mk. Hypotheken belastet und scheidet daher aus der Masse aus. An zweifelhaften Forderungen sind rund 100 000 Mk. eingesetzt. Aus der verbleibenden Masse werden 55 Prozent den Gläubigern vorerst angeboten, und zwar sollen Beträge bis 50 Mk. voll ausbezahlt werden, während die höheren Forderungen innerhalb etwa Jahresfrist zur Auszahlung kommey sollen. Von den zweifelhaften Forderungen hofft die Firma noch weitere Summen hereinzubekvmmen, so daß die Möglichkeit besteht. weitere Beträge an di« Gläubiger abzu- führcn, die bestenfalls bis 25 Prozent betragen dürften, so daß bei guter Abwicklung rund 80 Prozent zur Auszahlung kommen könnten. In einer Gläubigerversammlung wurde von diesen Vorschlägen Kenntnis genommen und ein Ausschuß aus drei Herren gewählt, der eine Rach- prüfnng der Konten vornehmen und über das Ergebnis berichten soll. Es darf angenommen werden, daß der vorgeschlagene Vergleich, der als günstig anzusprechen ist, angenommen wird.
Hinfrermarff in (Hießen.
Auf dem heutigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen waren 1165 Stück Großvieh und 269 Stück Kälber aufgetrieben. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 500 bis 550 Mark, 2. Qualität 350 bis 400 Mark, 3. Qualität 200 bis 250 Mark; Schlachtkühe 100 bis 300 Mark; Rinder:
bis ^jährig 100 bis 200 Mark, 3Ä-- bis 2mhrig 175 bis 275 Mark, tragend 300 bis 450 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 40 bis 55 Pf. Ausgesuchte Tiere erbrachten Preise über Notiz. — Marktverkauf: schleppend.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 14. April. Tendenz: schwächer. Die heutige Börse stand im Zeichen weitgehendster Zurückhaltung, besonders für die in letzter Zeit gestiegenen Papiere. Im Hinblick auf den bevorstehenden Medio lagen Auslandorders nicht vor, ferner hat das Interesse der Jnlandkund- schaft stark nachgelassen, was man besonders am Anleihemarkt feststellen kann, der seine Elastizität fast eingebüßt hat. Da Notierungen so gut wie gar nicht vorgelegen haben, schritt die Kulisse erneut zu Realisationen. Verstimmend wirkte hierbei die Kassen- l a g e d e s R e i ch e s. In den letzten Tagen tauchten verschiedentlich Gerüchte auf, die eingehend besprochen wurden. Richtig ist jedoch, daß das Reich für Rückzahlung der gegebenen Schatzanmeisungen im Mai verstärkte Mittel gebraucht. Auch von den weiter ungünstigen Berichten der Maschinenindustrie konnte keine Anregung ausgehen. Das Geschäft war außerordentlich gering. Gegenüber der gestrigen Abendbärse ergaben sich überwiegend Kursabschwächungen von 1 bis 2 v. H. Stärker rückgängig waren am Kalimarkt Salzdetfurth, die 5 v. H. einbüßten. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben und Deutsche Erdöl je 1,75 v S) niedriger. Mehr angeboten waren vor allem Elektrowerte, die durchweg bis 2 5 v H. nachgaben. Nur Felten eröffneten leicht erhöht. Mehr realisiert wurden die noch immer stärker forcierten Kunstseideaktien. Aku lägest 1,5 und Bemberg 2,5 v.H.
schwächer. Montanwerte gaben von 1 bis 2 v. H. nad). Niedriger lagen außerdem noch Norddeutscher Lloyd (minus 1,90 v. H.), Daimler (minus 1 v. H.) und Holzmann (minus 1,25 v. H ). Bankaktien lagen bis 1,25 v. H. abgeschwächt. Am Anleihemarkt gaben Altbesitz bis 0,35 v.H. nach, während Schutzgebiet 0,13 v. H. gewannen. Ausländer lagen ohne Interesse. Der Pfandbriefmarkt verkehrte in sehr ruhiger Haltung, doch blieben die Kurse im ganzen unverändert. Reichsschuldbuchforderungen lagen etwa 1 v. H. schwächer. Im Verlaufe stockte das Geschäft fast vollkommen, und die Mehrzahl der Kurse blieb auf dem Anfangsniveau gehalten. AEG. erneut 1 v. H. niedriger. Am Geldmarkt hielt die Nachfrage nach Tagesgeld an. Der Satz war unverändert 4 v. H. Am Devisenmarkt hielt die Pesetenschwäche infolge der kritischen Lage in Spanien an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2005, gegen Pfund 20,4075. Von Usancen hörte man Paris und Holland fester. London gegen Neuyork 4,8578, gegen Paris 124,19, gegen Mailand 92,79. gegen Madrid 47,75, gegen Schweiz 25,2225, gegen Holland 12,10.
Berliner Börse.
Berlin, 14. April. Di« heutige Börse eröffnete, nachdem schon die Frankfurter Abendbörse meist nachgebend gewesen war, in schwächerer Haltung. Von der Publikums- und der Dankkundschaft wurden weitere Realisationen vorgenommen, und die Spekulation, die an der «gestrigen Rachbörse gekauft hatte, schritt zu Glatt st «klungen. Verstimmend wirkten die immer wieder anftarchenden Gerüchte von einer inländischen Anleihe, obwohl die Reichsbank einen guten Absatz in Schahanweisungen, verzeichnen konnte und nach der Meldung eines Mittagsblattes ein eventueller Fehlbetrag Ultimo Mai wohl durch einen Ueberbrückungskredit gedeckt werden könnte. Am Montanmarkt wurde durch die Propaganda des französischen Handelsministers für die französische Kohle und gegen den Import ausländischer Kohle starke Verstimmung ausgelöst. Die heutige Unterzeichnung des deutsch- russischen Vertrages und die Veröffentlichung der Rorman-Pläne über die Gründung eines inter- nationalen Finanzsyndikats blieben ohne Einfluß. Das Angebot war nicht umfangreich, es fanden aber doch nur 1 bis 3 v. H. schwächere | Kurfe lln erkunft. D.« Vorgänge in Svanien mahnten ebenfalls zur Zurückyaltung. Chade büßten auch heute 6,50 Mk. ein. Auffallend schwach lagen Kunstseidewerte. Bemberg gingen bis
4 Prozent zurück. Maschinen lagen auf die Märzberichte schwach. Fest lagen Schultheiß,
Ascha fenburger Zellstoff, Leopoldgrube. Stolberger Zink, Dank für Elektrische Werte, di« 1 Prozent, und Sarotti, die 2 Prozent anzogen. Deutsche Anleihen gut behauptet. Ausländer etwas schwächer. Reichsschuldbuchforderungen schwächten sich bis 0,75 Prozent ab. Der Pfandbriefmarkt war weiter unübersichtlich. Der Geldmarkt erfuhr nur eine geringe Veränderung. Tagesgeld stellte sich auf 5 bzw. 4,75 bis 7 Prozent, Monatsgeld auf 5 bis 7 Prozent, Warenwechsel auf etwa 5 Prozent. Am Devisenmarkt lag Madrid weiter schwach. Im Verlaufe setzte sich erneuter Rückgang durch. Schultheiß, die erneut 2,5 Prozent anzogen, regten auch die übrige Dorse an, und es ergaben sich Erhöhungen von etwa 1 Prozent, später wurde es jedoch wieder ruhiger und allgemein bis 2 Prozent schwächer.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H-, Lombardzinsfuh 6 o H.
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Datum
13.4.
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13.4.
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Datum
134.
14.4
13.4.
14.4.
6% Deutiche Retchsanteihe non 1027
7% $cut|<1)f Reicheanleihe
von 1929 ......
84,75
_
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_
vamvurg-Amerika ‘Baiei ... 7
Hamburg-Sstdam Dampfschiff. 8
76
_
75,65
122,5
75,9
100,35
_
100,6
Hanta Samrflditfi . 10
WorDDcutid-.er Lloyd .... 8
Allgemeine DeuticheCredilanst. 10
Barmet Bankverein . . 10
77,25
75,4
95,65
77,25
76,75
Deuijche Ant.-Ablöi.-Schuld mii
eiu»loi.'8icd)ten .....
59,6
59,25
59,9
59,6
Drsol. ohne Ansioi.-Rechte . .
6,65
—
6,55
6,6
Berliner Hanvelsgeletllchaft 12
130
—
130,25
129,5
6% Hell, «yollziiant von 1929 (riidiohlb 102%)......
96
_
96,5
_
Commerz, unv Pnoat-Bank . 11
Darmstädter unv Narionaibank 12
123
150,25
122
122,5
150,75
121,5
150
Oberbdlcn Troölni > Anleihe ml'
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58
_
Deutiche Bank unv
Tteconto-Geleilichaft, ... 10
117,5
116,25
116,75
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Anleihe Serie l . . .
59
_
59,25
—
Dresdner Bant......10
Reichsbanf ......12
117
116,25
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101,5
_
A.E.E .........8
118,75
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_
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134
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131,5
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100,5
100,5
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134
131,5
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Hamburger EleftrizilätS-Werte 10
Rboiniiche Elektrizität .... 9
127
—
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124,5
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96,5
36,5
Schlestiche Elektrizität. ... 10
-duiden & (£o......11
147,13
145,5
147,65
146,5
A E G abg. Bonneae-Obligatio- nen rüdiablbar 1932
Siemens 8 Halske.....16
rransravio . .....8
189,5
187,5
189,65
187,75
4% üelterreidniche Äolvrenie . .
23
23,13
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135,5
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58,25
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—
2,6
2,6
Deutiche ErvSI . ...... 6
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—
_
_
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87,75
—
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Harvcnet ....... 0
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77
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—
—
16,4
—
—
72,75
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16,4
—
16,13
—
Iile Bergbau ....... U
203
——
200,5
198
t% Nnparstche Rronenrente
—
——
—
—
Llöcknerwerke ..••••
75
—
75,25
73
4% lürtlldie Zollanleche von 1911
4,5
—
4,4
4,4
Köln-Neuesten. . ..... 1
—
80,5
79,25
4% lürllidje Bagdodbahn-Anl Serie l
4,525
4,5
4,5
Mannesmonn-Röhre» .... 7
Mansfelder Bergbau . . . .
82,25
81,25
82,25
39,5
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4% oeagi. Serie II
4,525
—
4,5
4,4
Cbcrldilei Ifhenbcoarf . . . . 1
—
—
—
6% Rumäniiche vereint). Rente von 1903
_
8,6
8,65
1 Cbcrfdtlel fioloroerfe.....
Phönir Bergbau . . . 6V
64,5
63,5
"3,25
64,9
82
63,13
»yt% Rumäniiche vereint) Rente von 1918 ... - -
1% Rumäniiche vereint). Ratte
—
15,4
_
Rbeinstche Braunkohlen . . K
Rheinstahl .......
—
89,5
87,65
187
89,25
186
88,75
7
•*-
7.1
7,1
ffilebed Montan ...... 7/
—
—
—
—
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Banknoten. ___
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Anfang« Kurs
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Geld
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Amenkaniiche Noten . .
yelgildie Noten . .
4,179
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4,199
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Datum
13.4
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13.4.
14.4.
Toniiche Noten . - .
Engstiche Noten . . •
• e •
11,95
20,35
16,37
158,11
22,04
111,98
58,83
2,48
112,39
20,43
16,43
168,79
22,12
112,42
59,07
2,50
Bereinigte Stahlwerke . - -
Ltavi Minen ... 16'/»
Kaliwerke Afcheröleben ... 10
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwerke Salzdetfurth ... 16
61
174,5
179,5
270
2I 112
61,4 34,65 173,5
179 268
59,75
34,25
265,75
ftrnaiuiiiaie vroien . ......
Hollondifch' Noten.......
Italtennche Noten........
Norwegiiche Noten.......
Deutich-Oesterretch, i 100 Schilling Nninaniich.' Noten.......
157,9
Schwevstch Noten . . .
112,06
112,50
I. ®. ftarbeiv3nouftrte ... 12
157,5
155,5
155,75
Sdirocuet Noten ....
80,67
80,99
Dnnamit Nobel ......6
—
—
—
——
epuniiclie Noten ....
44,71
44,89
ScheideanstaU........9
139,25
—-
——
——
T'chechoilotuakiiche Nöten.
12,39
12,45
Goldlchmivi .......6
56,25
—
56,4
—
Ungorliche Noten
72,99
73,29
Rütgerawerke........6
Melallgelelllchait.......8
60,5
78,75
78
60,75
79,75
59,5
Devisenmarkt Berlin
- Frankfurt
a. M.
Philipp Hoizmann......1
Zementwerk Heidelberg . . 10
104,4
103,25
104
103,5
13 April
14-April
Amtliche Folierung
Amtliche Notierung
Cementwerk Karlstadt. ... 10
Wann & ftrentao .....8
87
37,75
—
37,25
—
ß'ei«
3 riet
Geld
Briet
Amst.« Nokk-
168,41
168,75
168,42
168,76
Schultheis Pavenhoier ... 16
—
—
180,5
181,75
Bu-n.-AircS Brss- 'Antw
1,444
58,31
1,448
58,43
1,455
58,34
1,459 58,46
Cftroerfe ..... • *2
——
—
—
—
Gbrifttnnia ■
112,24
112,46
112,23
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112,22
112,44
112,23
112.44
Bemberg...... H
110
107,75
111,5
107,75
Stockholm •
112,29
112,51
112,34
112,54
Zellstoff Waldhof .... 18*/.
—
—
111,65
111
Hesiingfors.
Italien . .
10,557
10,577
10,557
10,577
Zellstoff eilthaffenburg ... 12
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—
87,25
88
21,97
22,01
21,965
22,005
Charlottenburger Wastee ... 8
—-
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—
——
London. • .
20,386
20,426
20,387
20,427
Destauer Gas .....9
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140,65
138,5
'Neunork . •
4,1965
4,2045
4,1965
4,2045
Daimler Motoren .....0
34,9
34
34,4
33,5
Tigris. ■ • .
16,405
16,445
16,412
16,452
Deutiche Linoleum ......
102
—
102
101,5
Schweiz •.
80,83
80,99
80,83
80,99
Mai'chinenbau A.-G. ..... 0
—
—
—
—
Svn ien ■ .
44,82
44,90
42,76
42,94
Not. Automobil . ..... 0
—
—
—
——
Icumn
2,073
2,077
2,073
2,077
Crcnftein & Stoppel .... 6
—
—
56,75
56
-Mo de Inn.
0.306
0,308
0,307
0,309
Leonhard Tietz ...... 10
122,5
—
124
123
Wien tn D.»
59,12
Svensko .....
262
—
262
261
Ceft. abgeft.
58,995
59,115
59,00
Prag
12,427
12,447
12,426
12,446
itrantfurter ’Dlaldjtnea . . . . <
Grinnet . ...... 6
18,5
39
18,25
40
—
Belirad . . tuouv:il • •
7,380
73,13
7,394
73,27
7,37 T 73,135
7,391
73,275
Heullgenstaedt ....... 0
Iungban» ......6
Lechwerke.........8
—
_
ttiut arten
3.042
3,048
3,042
3,048
_
——
—
"tssadon
18,85
18,89
18,85
18,89
—
—
Danzig
81,51
81,67
81,53
81,69
Mainkraftwerke Höchst a. M.. .
Miag .....10
(Sehr. Roeder ...... 10
—
Konst MM. Athen
1,784
5,44
1,789
5,49
1,784
5,44
1,789
5,45
_
—
—
Kanaoa
4,193
4,201
4,193
4,200
Voigt & Haeffner......
—
_
—
Uni uao
2,827
2,833
2,77
2,83
Süddeutsche Zucker .... 10
—
—
133
—
Latro
20,91
20,95
20,91
20,95


