Ausgabe 
14.4.1931
 
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Oie Bekämpfung und Erforschung per Herzkrankheiten.

Erste wissenschaftliche Sitzung im Kerckhoff-Jnstitut.

Sonderbericht desGießener Anzeigers".

Bad-Nauheim, 12.April.

Das Wissenschaftliche Komitee zur Erforschung und Bekämpfung der Kreislaufstörungen, das sich, wie wir vor einigen Tagen schon berichteten, als Arbeitsgemein­schaft zwischen Kerckhoff-Jnstitut und Deutscher Ge­sellschaft für Kreislaufforschung unter Heranziehung der statistischen Mitarbeit des Reichsgesundheits­amtes gebildet hat, hielt heute in der jetzt fertig- gestellten großen Dorlesungshalle des Kerckhoff- Jnstituts feine konstituierende Sitzung. Etwa 150 Teilnehmer waren zu der Veranstaltung erschienen.

Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Geh. Regierungsrat Dr. H a m e l, der die Sitzung leitete, sprach nach der Begrüßuna eingehend über die Not­wend.gleit der von dem Komitee beabsichtigten Ge- meinschaftsarbeit, die alle in Betracht kommenden medizinischen Disziplinen im Kampfe gegen eine Volkskrankheit, wie sie die Zirkulationsstörungen darstellen, zusammenfassen müsse. Dem geplanten großen Werke, dem das Reichsgesundheitsamt jeder­zeit gern seine wissenschaftliche Mitarbeit leihe, möge im Interesse von Volk und Vaterland der Erfolg nicht versagt bleiben!

Für die Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung sprach Professor Dr. Kisch (Köln). Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Zusammenarbeit aller gleichgerichteten Kräfte die geeigneten Wege für eine Erforschung und erfolgreiche Bekämpfung der Herzkrankheiten finden möge.

Ministerialrat Dr. Schrohe von der Gesund­heitsabteilung des hessischen Innenministeriums überbrachte die besten Wünsche des Innenministers. In der Tatsache, daß das Komitee zu seinem ersten Tagungsort das Weltbad Bad-Nauheim gewählt habe, erblickte die hessische Regierung eine besondere Anerkennung der Bedeutung unseres Staatsbades als Herzheilstätte. Besonderer Dank wurde Professor Dr. Groedel ausgesprochen, weil es in erster Linie seinen Bemühungen für das Bad ge­lungen sei, daß Bad-Nauheim neben dem staatlichen Medizinischen Institut noch eine zweite Forschungs­stätte erhalten habe.

Ministerialrat Meller, der für den hessischen Finanzminister und die Bad- pnd Kurverwaltung begrüßte, erklärte, daß Hessen stolz sei auf das neue

Werk. Die hessische Regierung danke heute nochmals der hochherzigen Stifterin, darüber hinaus aber auch Professor Dr. Groedel als Treuhänder und VmPtzender der großen Stiftung.

Weitere Redner, die Grüße und Wünsche über, mittelten, waren Sanitätsrat Dr. Hahn von der hiesigen Aerzte-Brreinigung und Prof. Dr. Koch, der namens des Deutschen Aerztebundes zur Forderung der Leibesübungen sprach.

Prof. Dr. Groedel, dem die wissenschaftliche Leitung des K«rckhoff-Jnstituts obliegt, über­zeugte dann in einem anschaulichen Referat über Zirkulationsstörungen als Volks­krankheit" von der Rotwendigkeit der in Angriff zu nehmenden Forschungsarbeit. An der Hand ausgezeichneten statistischen Materials zeigte er, daß in den letzten zwei Jahrzehnten Volkskrankheiten, wie die Tuberkulose, beträcht­lich abgenommen haben, im Gegensatz dazu aber Krebs und vor allem Kreislauferkrankungen stark angestiegen sind. Es dürfe heute angenommen werden, daß fast 3 v. H. aller Menschen herzkrank sind. Die Zunahme der Herzerkran­kungen und des Herztodes sei u. a auch bedingt durch das Tempo unserer Zeit und durch gewisse Verufs- und Gewerbekrankheiten. Der Bekämp­fung der Zirkulationsstörungen gelte die Arbeit des Komitees, das alle Aerzte und Wissen­schaftler zur Mitarbeit aufrufe.

HeberZiele und Wege der Kreis­laufforschung" referierte Prof. Dr. K o ch, Physiologe am Kerckhoff-Jnstitut. Seine Aus­führungen fanden, wie die des Vorredners, lebhafte Zustimmung.

Geh. Reg.-Rat Dr. Hamel verlas unter leb­haftem Beifall der Versammlung ein Glück­wunschtelegramm der Stifterin, Frau Luise K e r ck h o f f (Los Angeles). In einem Antworttelegramm wurde der Dank an Frau Kerckhoff zum Ausdruck gebracht.

Rach einem Rundgang durch das Kerckhoff- Jnstitut hielt das Wissenschaftlicke Komitee seine erste Sitzung ab, in der Prof. Dr. Groedel und Prof. Dr. Koch das Arbeitsprogramm entwickel­ten. In der anschließenden Diskussion wurden beachtenswerte Anregungen für die Arbeit des Komitees und des Kerckhoff-Jnstituts gegeben.

Oberbeffen.

Landkreis Gießen.

ck. Heuchelheim, 13. April. Bei der gestrigen Beigeordnetenwahl wurde der Kandidat der bürgerlichen Liste, Ludwig Sack VII, mit 904 Stimmen gegen 851 Stimmen des sozialdemokrati­schen Kandidaten Albert Schmidt zum Beigeord­neten gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 94 v. H.

z Rödgen, 13. April. Da der M .liorations- plan für die hiesige Gemarkung durch die Feld- bereinigungskommission auf der Bürgermeisterei vsfengelegt worden ist, wird die Frage der Ver­legung des Sportplatzes «". rigbesprochen. Seine bisherige Lage zwischen dem Bahnwärter­haus und dem Flugplatz ist ungünstig, denn bei feuchtem Wetter ist der Zugangsweg an vielen Stellen grundlos und der Platz selbst sehr naß. Ver'chiedene Vorschläge für einen neuen Sport­platz werden nun gemacht, eine Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen. Gemeinderat, Sport­verein und sonst an der körperlichen Ertüchti­gung unserer Jugend Beteiligte werden über die Vorschläge beraten und sich dann für die Lage entscheiden.

8 Alten-Buseck, 13. April. Am Sonntag fand im Gotteshaus die Einsegnung der Konfir­manden unseres Kirchspiels statt. Pfarrer S a t t - l e r aus Wieseck gedachte in eindrucksvoller Rede des verstorbenen Pfarrers Hartmann. Die Zahl der Konfirmanden betrug: 11 Knaben aus Alten- Buseck und 3 aus Trohe, sowie 10 Mädchen aus Alten-Buseck und 1 aus Trohe. Die Feier wurde verschönt durch Lieder der Alten-Busecker Konfir­manden unter Leitung von Lehrer Ranft.

L Ettingshausen. 13. Apr l. Wie die Dürgerme-sterwahl, so verlief auch di« Wahl des Beigeordneten für unsere Gemeinde in völliger Ruhe. Da kein Gegenwahlvorfchlag gegen den seitherigen Beigeordneten Heinrich

Keil VII. eingegangen war, kam es zu keinem Wahlgang, und der seitherige Beigeordnete ist für die nächste Amtsperiode wiedergewählt, ein Zeichen, daiß man mit seiner Amtsführung ein­verstanden war.

r. Lang-Göns, 13. April. Gestern wurden in der hiesigen Kirche 12 Kinder, 8 Knaben und 4 Mäd­chen, konfirmiert. Es ist dies einer der schwa­chen Kriegejahrgänge. In die Elementarklasse der Volksschule treten zum Schulbeginn 30 Kinder ein.

Kreis Friedberg.

Butzbach, 13. April. Rachdem die Ver» Handlungen über &it> Ilebernahme des Autoverkehrs Butzbach und Um­gegend durch die Reichspost aum Abschluß gekommen sind, werden die beiden Kraftpostlinien Butzbach Riederkleen Hochelheim Grohen- Linden und Butzbach Riederweisel Hochwei­sel Ziegenberg am 13. April eröffnet. Detriebs- leitendes Postamt ist Butzbach.

Eingesandt.

(Für Form und Inhal« aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber Einerlei Verantwortung )

Förderung der Neubautätigkeit.

In den vor einigen Tagen veröffentlichten hessi­schen Bestimmungen über die Förderung des Woh­nungsbaues im Jahre 1931 aus öffentlichen Mitteln ist u. a. eine interessante Vorschrift enthalten, die besagt, daß die Kosten für den Bauplatz, d ie Ausschließung und die Anliegerlei­stungen 10 bis 12 v. H. der Gesamtherstellungs­kosten nicht überschreiten sollen. Ich bin mit einigen weiteren Bekannten Bauinteressent. Bei den Be­mühungen um Baugelände in dem für uns in Be­tracht kommenden Viertel der Stadt werden für den Quadratmeter Baugelände, das m. W. vor zirka 10

Jahren mit 30 bis 35 Pf. gekauft wurde, 8 bis 10 Mark gefordert. Der Bauplatz im Umfang von zirka 700 bis 800 Quadratmeter würde also allein 6000 bis 7000 Mark kosten, dagegen ist das Häus­chen selbst mit 12 000 Mark veranschlagt. Dieses Verhältnis der Kosten des Platzes zu denen des Neubaues macht demnach mehr als 30 v. H. der Gesamtkosten aus: dazu kommen noch die mit dem Kauf des Grundstückes verbundenen nicht unerheb­lichen Abgaben, sowie die Kosten für den Ausbau der Straße usw. Durch diese Zustände sind wir ge­zwungen, unser Vorhaben vorläufig aufzugeben. Könnte hier nicht die Stadt oder auch der Staat, die doch in erster Linie Interesse an der Beschaf­fung von Arbeitsmöglichkeit haben und auch Bau­gelände besitzen, wenigstens versuchen zu helfen und Gelände zu einem angemessenen Preis, oder in Erbbaupacht, wie das von Seiten der Stadt m. W. früher geschah, abgeben? -3d) hatte vor nicht allzu- lanaer Zeit Gelegenheit, von einem Vertreter des hessischen Staates zu hören, daß der Besitz von Ge­lände für diesen keinen Vorteil bedeute, sondern nur

eine Belastung. Hier wäre Gelegenheit, durch Der» kauf dieses Geländes an Baulustige zu angemessenem Preis unsere schwer darniederliegende Wirtschaft zu unterstützen. Falls auch von Seiten der Be- Hörden Gelände für Bauzwecke unter günstigeren Bedingungen nicht »rr Verfügung gestellt werden kann, muß man bei dem letzigenWucher mit Gottes Erdboden", was man wohl ohne lieber- treibung sagen darf, das geplante Wohnheimstätten­gesetz, das in der nächsten Tagungsperiode den Reichstag beschäftigen soll, abwarten.

Einer für mehrere Baulustige.

Taten für Mittwoch 15 April.

1772: der Raturforscher Saint-Hilaire in Etam- pes geboren: 1800: der britische Seefahrer James Clarke Roß in London geboren: 1832: der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch in Wiedensahl geboren.

Wirtschaft.

* Vergleichsvvrschlag beim Bank- hausKellnerinWetzlar. Das seit einigen Wochen in Zahlungsschw.erig.eiten befindliche Bankhaus Kellner in Wetzlar sucht nunmehr einen Vergleich mit seinen Gläubigern abzu- schließen. Rach der Dermögensauistellung ist das Dankgebäude mit 60 000 Mk. Hypotheken belastet und scheidet daher aus der Masse aus. An zweifelhaften Forderungen sind rund 100 000 Mk. eingesetzt. Aus der verbleibenden Masse werden 55 Prozent den Gläubigern vorerst angeboten, und zwar sollen Beträge bis 50 Mk. voll aus­bezahlt werden, während die höheren Forderun­gen innerhalb etwa Jahresfrist zur Auszahlung kommey sollen. Von den zweifelhaften Forde­rungen hofft die Firma noch weitere Summen hereinzubekvmmen, so daß die Möglichkeit be­steht. weitere Beträge an di« Gläubiger abzu- führcn, die bestenfalls bis 25 Prozent betragen dürften, so daß bei guter Abwicklung rund 80 Prozent zur Auszahlung kommen könnten. In einer Gläubigerversammlung wurde von diesen Vorschlägen Kenntnis genommen und ein Aus­schuß aus drei Herren gewählt, der eine Rach- prüfnng der Konten vornehmen und über das Ergebnis berichten soll. Es darf angenommen werden, daß der vorgeschlagene Vergleich, der als günstig anzusprechen ist, angenommen wird.

Hinfrermarff in (Hießen.

Auf dem heutigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen waren 1165 Stück Großvieh und 269 Stück Kälber aufgetrieben. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 500 bis 550 Mark, 2. Qualität 350 bis 400 Mark, 3. Qualität 200 bis 250 Mark; Schlachtkühe 100 bis 300 Mark; Rinder:

bis ^jährig 100 bis 200 Mark,-- bis 2mhrig 175 bis 275 Mark, tragend 300 bis 450 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 40 bis 55 Pf. Ausgesuchte Tiere erbrachten Preise über Notiz. Marktverkauf: schleppend.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 14. April. Tendenz: schwä­cher. Die heutige Börse stand im Zeichen weit­gehendster Zurückhaltung, besonders für die in letzter Zeit gestiegenen Papiere. Im Hinblick auf den bevorstehenden Medio lagen Auslandorders nicht vor, ferner hat das Interesse der Jnlandkund- schaft stark nachgelassen, was man besonders am An­leihemarkt feststellen kann, der seine Elastizität fast eingebüßt hat. Da Notierungen so gut wie gar nicht vorgelegen haben, schritt die Kulisse erneut zu Reali­sationen. Verstimmend wirkte hierbei die Kassen- l a g e d e s R e i ch e s. In den letzten Tagen tauchten verschiedentlich Gerüchte auf, die eingehend bespro­chen wurden. Richtig ist jedoch, daß das Reich für Rückzahlung der gegebenen Schatzanmeisungen im Mai verstärkte Mittel gebraucht. Auch von den weiter ungünstigen Berichten der Maschinen­industrie konnte keine Anregung ausgehen. Das Geschäft war außerordentlich gering. Gegenüber der gestrigen Abendbärse ergaben sich überwiegend Kursabschwächungen von 1 bis 2 v. H. Stärker rückgängig waren am Kalimarkt Salzdet­furth, die 5 v. H. einbüßten. Am Chemiemarkt er­öffneten I.-G.-Farben und Deutsche Erdöl je 1,75 v S) niedriger. Mehr angeboten waren vor allem Elektrowerte, die durchweg bis 2 5 v H. nachgaben. Nur Felten eröffneten leicht erhöht. Mehr realisiert wurden die noch immer stärker forcierten Kunst­seideaktien. Aku lägest 1,5 und Bemberg 2,5 v.H.

schwächer. Montanwerte gaben von 1 bis 2 v. H. nad). Niedriger lagen außerdem noch Norddeutscher Lloyd (minus 1,90 v. H.), Daimler (minus 1 v. H.) und Holzmann (minus 1,25 v. H ). Bankaktien lagen bis 1,25 v. H. abgeschwächt. Am Anleihemarkt gaben Altbesitz bis 0,35 v.H. nach, während Schutzgebiet 0,13 v. H. gewannen. Ausländer lagen ohne In­teresse. Der Pfandbriefmarkt verkehrte in sehr ruhi­ger Haltung, doch blieben die Kurse im ganzen unverändert. Reichsschuldbuchforderungen lagen etwa 1 v. H. schwächer. Im Verlaufe stockte das Geschäft fast vollkommen, und die Mehrzahl der Kurse blieb auf dem Anfangsniveau gehalten. AEG. erneut 1 v. H. niedriger. Am Geldmarkt hielt die Nachfrage nach Tagesgeld an. Der Satz war unverändert 4 v. H. Am Devisenmarkt hielt die Pesetenschwäche infolge der kritischen Lage in Spanien an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2005, gegen Pfund 20,4075. Von Usancen hörte man Paris und Holland fester. London gegen Neuyork 4,8578, gegen Paris 124,19, gegen Mailand 92,79. gegen Madrid 47,75, gegen Schweiz 25,2225, gegen Holland 12,10.

Berliner Börse.

Berlin, 14. April. Di« heutige Börse eröff­nete, nachdem schon die Frankfurter Abendbörse meist nachgebend gewesen war, in schwächerer Haltung. Von der Publikums- und der Dank­kundschaft wurden weitere Realisationen vorgenommen, und die Spekulation, die an der «gestrigen Rachbörse gekauft hatte, schritt zu Glatt st «klungen. Verstimmend wirkten die immer wieder anftarchenden Gerüchte von einer inländischen Anleihe, obwohl die Reichs­bank einen guten Absatz in Schahanweisungen, verzeichnen konnte und nach der Meldung eines Mittagsblattes ein eventueller Fehlbetrag Ultimo Mai wohl durch einen Ueberbrückungskredit ge­deckt werden könnte. Am Montanmarkt wurde durch die Propaganda des französischen Handels­ministers für die französische Kohle und gegen den Import ausländischer Kohle starke Verstimmung ausgelöst. Die heutige Unterzeichnung des deutsch- russischen Vertrages und die Veröffentlichung der Rorman-Pläne über die Gründung eines inter- nationalen Finanzsyndikats blieben ohne Einfluß. Das Angebot war nicht umfangreich, es fanden aber doch nur 1 bis 3 v. H. schwächere | Kurfe lln erkunft. D.« Vorgänge in Svanien mahn­ten ebenfalls zur Zurückyaltung. Chade büßten auch heute 6,50 Mk. ein. Auffallend schwach lagen Kunstseidewerte. Bemberg gingen bis

4 Prozent zurück. Maschinen lagen auf die Märzberichte schwach. Fest lagen Schultheiß,

Ascha fenburger Zellstoff, Leopoldgrube. Stol­berger Zink, Dank für Elektrische Werte, di« 1 Prozent, und Sarotti, die 2 Prozent anzogen. Deutsche Anleihen gut behauptet. Ausländer etwas schwächer. Reichsschuldbuchforderungen schwächten sich bis 0,75 Prozent ab. Der Pfand­briefmarkt war weiter unübersichtlich. Der Geld­markt erfuhr nur eine geringe Veränderung. Tagesgeld stellte sich auf 5 bzw. 4,75 bis 7 Pro­zent, Monatsgeld auf 5 bis 7 Prozent, Waren­wechsel auf etwa 5 Prozent. Am Devisenmarkt lag Madrid weiter schwach. Im Verlaufe setzte sich erneuter Rückgang durch. Schultheiß, die erneut 2,5 Prozent anzogen, regten auch die übrige Dorse an, und es ergaben sich Erhöhun­gen von etwa 1 Prozent, später wurde es jedoch wieder ruhiger und allgemein bis 2 Prozent schwächer.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o H-, Lombardzinsfuh 6 o H.

^ranimn a. M. |

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Datum

13.4.

144.

13.4.

14.4.

Datum

134.

14.4

13.4.

14.4.

6% Deutiche Retchsanteihe non 1027

7% $cut|<1)f Reicheanleihe

von 1929 ......

84,75

_

85

_

vamvurg-AmerikaBaiei ... 7

Hamburg-Sstdam Dampfschiff. 8

76

_

75,65

122,5

75,9

100,35

_

100,6

Hanta Samrflditfi . 10

WorDDcutid-.er Lloyd .... 8

Allgemeine DeuticheCredilanst. 10

Barmet Bankverein . . 10

77,25

75,4

95,65

77,25

76,75

Deuijche Ant.-Ablöi.-Schuld mii

eiu»loi.'8icd)ten .....

59,6

59,25

59,9

59,6

Drsol. ohne Ansioi.-Rechte . .

6,65

6,55

6,6

Berliner Hanvelsgeletllchaft 12

130

130,25

129,5

6% Hell, «yollziiant von 1929 (riidiohlb 102%)......

96

_

96,5

_

Commerz, unv Pnoat-Bank . 11

Darmstädter unv Narionaibank 12

123

150,25

122

122,5

150,75

121,5

150

Oberbdlcn Troölni > Anleihe ml'

Aurioi.-R'-chicn

58

_

Deutiche Bank unv

Tteconto-Geleilichaft, ... 10

117,5

116,25

116,75

116

Deutsche komm Sammelahi.

Anleihe Serie l . . .

59

_

59,25

Dresdner Bant......10

Reichsbanf ......12

117

116,25

275,25

115,5

8% Atflnll. Hnp.-Banl Goidvlk XIII unlunobat bis 1934

101,5

_

A.E.E .........8

118,75

116,75

118,5

116,75

7% ,3ranfi Hiw.-Bank Goldpse untunobar bis 1932

97,5

_

Bergmann.........9

Elektr Lieterung»gelelitchast. 10

103

141,5

101 - l

140,5

<y,% :)ibeintid)e Hvv^Bani fitqu. tiolopfe. .....

93,35

_

_

Lichl unv Straft......10

Rollen 8 Guilleaume . . . 7%

134

95

95,5

133,25

95,13

131,5

95

8% lr. Lonvesplnndbrielankalt, yianobrieie SR.it

100,5

100,5

GoiellichaN für Eleilrifche

Unternehmungen .... iv

134

131,5

134,75

132,5

8% tr Landes» >an^briesanstalt. !tomm.-£bl. 01. 20. . .

Hamburger EleftrizilätS-Werte 10

Rboiniiche Elektrizität .... 9

127

125,5

124,5

7% l<r Canbe: i 'anobrtefonftalt, Bfonobricfc W 21 ....

96,5

36,5

Schlestiche Elektrizität. ... 10

-duiden & (£o......11

147,13

145,5

147,65

146,5

A E G abg. Bonneae-Obligatio- nen rüdiablbar 1932

Siemens 8 Halske.....16

rransravio . .....8

189,5

187,5

189,65

187,75

4% üelterreidniche Äolvrenie . .

23

23,13

'-ihm-ner 8 Co.......10

135,5

57,5

I I

135,5

58,25

132,5

58,13

4,20% £cftenei<f)lW Gltberrente

2,6

2,6

Deutiche ErvSI . ...... 6

80,5

82,13

79,75

4% Oetterreichiiche Einheitliche Senfe

_

_

Eitener Steinkohle.....<

Geilenkirchener.......

87,75

87,4

86,75

4% llngarifdie (Soldrente . . . .

18,5

18,6

18,75

Harvcnet ....... 0

Hoeich Eilen. .......»Vt

79,5

79,5

77

4% llngartidie SfaatSrente v. 1910

16,4

72,75

71,5

4>/r% 6eegt. von 1918

16,4

16,13

Iile Bergbau ....... U

203

200,5

198

t% Nnparstche Rronenrente

Llöcknerwerke ..

75

75,25

73

4% lürtlldie Zollanleche von 1911

4,5

4,4

4,4

Köln-Neuesten. . ..... 1

80,5

79,25

4% lürllidje Bagdodbahn-Anl Serie l

4,525

4,5

4,5

Mannesmonn-Röhre» .... 7

Mansfelder Bergbau . . . .

82,25

81,25

82,25

39,5

81,75

40

4% oeagi. Serie II

4,525

4,5

4,4

Cbcrldilei Ifhenbcoarf . . . . 1

6% Rumäniiche vereint). Rente von 1903

_

8,6

8,65

1 Cbcrfdtlel fioloroerfe.....

Phönir Bergbau . . . 6V

64,5

63,5

"3,25

64,9

82

63,13

»yt% Rumäniiche vereint) Rente von 1918 ... - -

1% Rumäniiche vereint). Ratte

15,4

_

Rbeinstche Braunkohlen . . K

Rheinstahl .......

89,5

87,65

187

89,25

186

88,75

7

*-

7.1

7,1

ffilebed Montan ...... 7/

;frantiuri a Di. 1

»erlin

Banknoten. ___

Sch«, (nrd !

l»Uhr< « tt

Schluß« fürs

Anfang« Kurs

Selin. 13. April

Geld

grlef

Amenkaniiche Noten . .

yelgildie Noten . .

4,179

58,20

4,199

58,44

ch . M

Datum

13.4

14.4

13.4.

14.4.

Toniiche Noten . - .

Engstiche Noten . .

e

11,95

20,35

16,37

158,11

22,04

111,98

58,83

2,48

112,39

20,43

16,43

168,79

22,12

112,42

59,07

2,50

Bereinigte Stahlwerke . - -

Ltavi Minen ... 16'/»

Kaliwerke Afcheröleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 16

61

174,5

179,5

270

2I 112

61,4 34,65 173,5

179 268

59,75

34,25

265,75

ftrnaiuiiiaie vroien . ......

Hollondifch' Noten.......

Italtennche Noten........

Norwegiiche Noten.......

Deutich-Oesterretch, i 100 Schilling Nninaniich.' Noten.......

157,9

Schwevstch Noten . . .

112,06

112,50

I. ®. ftarbeiv3nouftrte ... 12

157,5

155,5

155,75

Sdirocuet Noten ....

80,67

80,99

Dnnamit Nobel ......6

epuniiclie Noten ....

44,71

44,89

ScheideanstaU........9

139,25

-

T'chechoilotuakiiche Nöten.

12,39

12,45

Goldlchmivi .......6

56,25

56,4

Ungorliche Noten

72,99

73,29

Rütgerawerke........6

Melallgelelllchait.......8

60,5

78,75

78

60,75

79,75

59,5

Devisenmarkt Berlin

- Frankfurt

a. M.

Philipp Hoizmann......1

Zementwerk Heidelberg . . 10

104,4

103,25

104

103,5

13 April

14-April

Amtliche Folierung

Amtliche Notierung

Cementwerk Karlstadt. ... 10

Wann & ftrentao .....8

87

37,75

37,25

ß'ei«

3 riet

Geld

Briet

Amst.« Nokk-

168,41

168,75

168,42

168,76

Schultheis Pavenhoier ... 16

180,5

181,75

Bu-n.-AircS Brss- 'Antw

1,444

58,31

1,448

58,43

1,455

58,34

1,459 58,46

Cftroerfe ..... *2

Gbrifttnnia

112,24

112,46

112,23

112,45

Aku .......18

)5,5

94

96

93,85

112,22

112,44

112,23

112.44

Bemberg...... H

110

107,75

111,5

107,75

Stockholm

112,29

112,51

112,34

112,54

Zellstoff Waldhof .... 18*/.

111,65

111

Hesiingfors.

Italien . .

10,557

10,577

10,557

10,577

Zellstoff eilthaffenburg ... 12

-

87,25

88

21,97

22,01

21,965

22,005

Charlottenburger Wastee ... 8

-

London. .

20,386

20,426

20,387

20,427

Destauer Gas .....9

140,65

138,5

'Neunork .

4,1965

4,2045

4,1965

4,2045

Daimler Motoren .....0

34,9

34

34,4

33,5

Tigris. .

16,405

16,445

16,412

16,452

Deutiche Linoleum ......

102

102

101,5

Schweiz.

80,83

80,99

80,83

80,99

Mai'chinenbau A.-G. ..... 0

Svn ien .

44,82

44,90

42,76

42,94

Not. Automobil . ..... 0

Icumn

2,073

2,077

2,073

2,077

Crcnftein & Stoppel .... 6

56,75

56

-Mo de Inn.

0.306

0,308

0,307

0,309

Leonhard Tietz ...... 10

122,5

124

123

Wien tn D.»

59,12

Svensko .....

262

262

261

Ceft. abgeft.

58,995

59,115

59,00

Prag

12,427

12,447

12,426

12,446

itrantfurterDlaldjtnea . . . . <

Grinnet . ...... 6

18,5

39

18,25

40

Belirad . . tuouv:il

7,380

73,13

7,394

73,27

7,37 T 73,135

7,391

73,275

Heullgenstaedt ....... 0

Iungban» ......6

Lechwerke.........8

_

ttiut arten

3.042

3,048

3,042

3,048

_

"tssadon

18,85

18,89

18,85

18,89

Danzig

81,51

81,67

81,53

81,69

Mainkraftwerke Höchst a. M.. .

Miag .....10

(Sehr. Roeder ...... 10

Konst MM. Athen

1,784

5,44

1,789

5,49

1,784

5,44

1,789

5,45

_

Kanaoa

4,193

4,201

4,193

4,200

Voigt & Haeffner......

_

Uni uao

2,827

2,833

2,77

2,83

Süddeutsche Zucker .... 10

133

Latro

20,91

20,95

20,91

20,95