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Berlin. 12. Aug. (CAB.) Zu dem Eisen, bahnattentat bei Kloster Zinna teilt die Kriminal- Polizei noch mit. das; von der Untersuchungs- kommission Abbildungen der wichtigsten Beweis st ücke verösfentlicht werden. Es handelt sich hierbei einmal um das von dem unbekannten Täter noch bestellte dritte Bohr, das durchaus den zur Aussirhrung der
ten hat.
Das Generalsekretariat des Völkerbundes ist aufgeteilt wie die Verwaltung eines großen Staates.
Der Unbekannte war etwa ^,75 Dieter groß, von slawischem Typ, mit dunklem haar und dunklem
Laval und Briand werden noch im August ' in Berlin erwartet.
cs sich um Teil« eine- ursprünglichen größeren Rohres handelt.
Wie bereits berichtet, hat di« durch Obe» regierungSrat Dr Ritter von der Ehemisch- Techniscs^n Reichsanstalt vorgenommene Untersuchung ergeben, daß ein hochbrisanter Sprengstoff zur Verwendung gelangt ist. Räheres über die Art dieses Sprengstoffes konnte noch nicht sestgestellt werden. Die durch entsprechende Füllung des Sprngkörpers hergerich- tcten Rohre waren in Kenntnis der Art der Sprengwirkung längs des betreffenden Schienen st ückes angebracht. Tatsächlich ist auch nur das betreffende Schienenstück zerstört worden. An dem Wagen bzw. der Lokomotive
10. August 1931 j tvurkfl ©twinw 1 n
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Oie Einladung.
Mein festes Programm für die Besprechungen.
Berlin, 12.Aug. (CJIB.) 3n Berliner polltl- schen Kreisen wird heute abend betont, daß entgegen allen anderslautenden Dachrichten der Besuch Lavals und Brland» voraussichtlich doch im letzten Augustdrlttel stattfinden werde. In Paris ist offenbar heute nachmittag in dieser Angelegenheit erneul Jüfclung genommen worden. Dabei scheint man noch nicht zu einem Abschluß gekommen zu sein. Aber es ist immerhin möglich, daß die Frage bereite morgen ober übermorgen so weit geklärt ist, daß d i e d e u t - sche Einladung offiziell hinausgehen und ein feste, Datum vereinbart werden kann. In Pariser Pressemeldungen ist davon die Bebe, daß vorher auch ein feste» Programm ausgestellt werden müsse. Da, trifft nach unseren In- sormationen nicht zu. Die Berliner Besprechungen werden in demselben Rahmen gehalten sein, wie die von Paris, denen auch kein Beratungsprogramm voraufgestellt war.
Keine Verschiebung.
Gebessertes Befinden vriandö.
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3nnai?nit ooi Snzelge, für dir Tagesnummer bi, zum Nachmittag vorher.
Prell für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mrn Breit« örtlich 8, au,märt, 10 Neichspsennig; für N- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20', mehr.
Chefredakteur
Dr ynedr Wilh. Lange, verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lana«- für Feuilleton Dr H.IHynot; für den übrigen Teil Ernst vlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen
denselben Mann, der in einem anderen Geschäst die beiden Rohre und die Rolle mit L e l t u n g , d r a h t gekauft hat. Seine Einkäufe scheint er gerade In den Vormittagsstunden erledigt zu haben, um dann mittags einen bestimmten Zug benutzen zu können.
Offenbar ebenfalls mit der Angelegenheit im Zusammenhang steht ein Fund, der am Freitag, dem 7. August, in einem Hause in der Kastcmien- allee gemacht wurde. Hinter der Holztür wurden zwei eiserne Rohre gesunden, die in graues Packpapier eingeschlagen waren. Frische Schnittflächen lasten erkennen, daß
hältnisse kann aber diese an sich erhebliche Geld- vermchrung noch als erträglich angesehen werden. zumal sie keinerlei inflationistische Wirkungen zur Folge hatte. Besonders hervorzuheben ist. daß sich die Rotendeckung auf 38,2 Prozent gehoben hat. Rach Lage der Dinge ist anzunehmen, daß schon im nächsten Reichsbankausweis die gesetzliche Rotendeckung von 40 Prozent wieder erreicht sein wird. Unter diesen Umständen kann es der Reichsbankleitung auch nicht allzu schwer gefallen fein, den ungewöhnlich hohen Diskontsatz am Dienstag wieder auf 10 Prozent und den Lombardsah auf 15 Prozent abzubauen. Aber auch dieser Satz ist
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fördert wurden in der ersten Hälfte 1931 rund 44 Millionen Tonnen gegen noch 56 Millionen Tonnen Kohle in der gleichen Zeit 1930. Die gesamte Belegschaft des Ruhrbergbaus, die Ende 1930 noch 290 000 Mann betrug, ging bis auf 251 000 Mann am 30.3uni 1931 zurück. Die Bereinigten Stahlwerke müssen jetzt wieder über 1000 Bergleute entlassen. Da auch auf anderen Wirtschaftsgebieten eine Verschärfung eingetreten ist, muß man damit rechnen, daß die kommenden Monate eine stärkere Zunahme der Arbeitslosigkeit bringen, die in der zweiten Iulihälfte nur eine unwesentliche Erhöhung erfuhr, so daß die Arbeitslosenziffer vier Millionen in diesem Zeitpunkt noch nicht überschrit-
Die Lage der Industrie hat sich in letzter Zeit tociter zugespiyt. Don einem Abebben der Krise ist nicht viel zu verspüren. .Dies ist vor allen Dingen am Kohlenmarkt ersichtlich Im
Es gibt die verschiedensten Ressorts, die sich mit allen möglichen Dingen zu beschäftigen haben. Rur hört man höchst selten etwas von den Arbeiten dieser Abteilungen, es sei denn, daß das Sekretariat dem Dölkerbundsrat Ressortberichte oorlegt, die sich aber zumeist auch nur auf den Mädchenhandel und den Opiumschmuggel zu beziehen pflegen. Sie werden eigentlich immer nur bann in den Vordergrund geschoben, wenn in Gens irgendwelche unpolitischen Dinge zur Debatte stehen. Offenbar hofft man immer wieder von neuem namentlich durch die Opiumberichte das Interesse von den großen politischen Ereignissen ablenken zu können.
3n der Tat ist das Thema Rauschgiftschmuggel unendlich intereffant, weil neben dem Völkerbund so ziemlich jedes Land sich gegen diesen Schmuggel zur Wehr setzt, weil es fast überall scharfe Gesetze gibt, aber trotzdem der Schmuggel wegen der Gewinne, die er abwirft, gleich bleibt, sich von Zeit zu Zeit sogar noch hebt. Den stärksten Import an Rauschgiften, namentlich an Opium, besitzt nun China. Die Nanking-Regierung hat vor längerer Zeil sogenannte staatliche Kontrollstellen zur Unter- drückung des Opiums eingerichtet, deren Aufgabe darin besteht, den Opiumverbrauch zu bekämpfen, um das Land vor diesem gefährlichen Gift zu bewahren. Sehr bald hatten es aber die Händler verstanden, sich dieser staatlichen Einrichtungen zu bemächtigen. Sie hatten offenbar aus dem Verhältnis zwischen den amerikanischen Alkoholschmugglern und den Polizeibehörden viel gelernt Jedenfalls brachten sie die
Das Cisenbahnatieniai bei Jüterbog.
Langsame Fortschritte der Untersuchung. - Wer waren die Käufer von Draht und Rohren in der Berliner Friedrichstadt? - Ein irischer Offizier in Caputh „hinter Potsdam" ermittelt, aber mit den Käufern des Materials nicht identisch.
Wir find in dcm letzten Tagen mit dem Kampf um den Volksentscheid in Preußen innerposi- tisch so vollkommen beschäftigt gewesen, daß wir den Sinn für außenpolitische Vorgänge vorübergehend verloren hatten. Darunter hat auch d i e Romsnhrt des Kanzler« zu leiben ge- habL Und da« ist schade drum. Man soll gewry die Wirkungen einer solchen .Diplomatie im Umherziehen" nicht überschätzen Die Probleme Posi- tischer. finanzieller und wirtfchaftlicher '3rt, die heute auf Europa lasten, sind zu schwer und zu groß, al« daß sie bei den FrühstückSkonferenzen einer solchen Staat«vifite auch nur annähernd au«geschöpft werden könnten. Aber in dem Versuch einer engeren Fühlungnahme, wie er in den Fahrten nach Ehequers, Pari« und Rom zum Au«druck gekommen ist, zeichnen sich doch die Möglichkeiten einer neuen Entwicklung ab, die festgehalten zu werden verdient- gerade Italien gegenüber festgehalten zu-werden verdient, weil die römifche Regierung ganz offensichtlich das Bestreben gehabt hat, den beiden deutschen Ministern einen besonder« herzlichen Empsang zu bereiten. In solchen Dingen ist e« immer der Ton. der die Musik macht Und der Ton war auf eine so freundschaftliche Rote gestellt, wie wir sie selbst in den Tagen de« unglücklichen Dreibünde« kaum erlebt hoben. Daß Mussolini seine Kenntnisse der deutschen Sprache hervvrholte und sich mit den deutschen Pressevertretern deutsch unterhielt, daß er zum erften- mal in feiner Diktatorenlaufbahn italienischen Boden verlassen und den Gegenbesuch in Berlin machen will, fällt au« dem Rahmen des Ueblichcm heraus und darf ebenso wie die geradezu herzliche Stimmung in den offiziellen Reden al« der Wunsch gedeutet werden, mit Deutschland wieder in Tuchfühlung zu kommen.
Ueber den sachlichen Inhalt ihrer Besprechungen haben sich die Staatsmänner in ihren Reden wie in ihren Kommunique« die denkbar größte Zurückhaltung auferlegt. Wir fehen aber gerade darin einen Beweis, daß in den Unterhaltungen nicht nur Phrasen gewechselt sind, sondern daß die Aussichten einer engen Zusammenarbeit praktisch durchgesprochen sind, vielleicht in der Erwartung, daß bei dem Gegenbesuch schon greisbare Ergebnisse vorliegen könnten. Wenn Italien sich dazu entschließt, bc „ 2 '' '
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Ueberwachungsstellen unter Ihre Kontrolle so daß aus der Bekämpfung ein flotter Opiumhandel wurde. Skandale mannigfachster Art sind denn auch nicht ausgeblieben. Sie haben die Oessentlichkeit erregt, sind aber ebenso rasch wieder vertuscht worden, eben weil die maßgebenden Stellen, namenttich die Militärbehörden, ein allzu Großes Interesse an einem ungestörten Opiumhandel oben. Teils brauchten sie das Gift für sich, teils verdienten sie einen schönen Batzen Geld damit. Auch der Staat ging nicht ganz leer aus, so daß man sich bei der Zentralregierung veranlaßt sah, beide Augen zuzudrücken.
Neben dem Opium gibt es aber noch zahlreiche andere Rauschgifte, die Immer wieder die Polizei aller Länder in Bewegung setzen, und für die auch immer China ein dankbares Absatzgebiet ist. Im Jahre 1928 wurden an der chinesischen Grenze 760 Kilo Morphium, 2316 Kilo Heroin unb 60 Kilo Kokain beschlagnahmt, die aus dem Auslande kamen. Nach den Schätzungen der Zollbehörden soll es sich bei diesen Mengen nur um den 40. Teil der Rauscygisteinsuhr nach China handeln. Aber auch das sind alles nur Schätzungen. Im China-Iahrbuch 1929 30 befindet sich unter dem Titel Staatseinkünfte ein Posten von 18,6 Millionen Dollar, der sich aus den Opiumeinnahmen von nur sechs Provinzen zusammensetzt. Man kann sich an Hand dieser Summe ein ungefähres Bild von den RauschgisimengeN machen, die alljährlich nach China hineingelangen.
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sich bei den ganz verschiedenen Mentalitäten der Regierungen in England, Frankreich und Italien durchgefetzt hat und überall auf Vertrauen gestoßen ist; ein Beweis, wie stark jenseits unserer Grenzen der Glaube an die deutsche Wirtschaftskraft auch jetzt noch ist. Woraus wir wieder die Zuversicht schöpfen können, daß wir bei
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Der Zeitpunkt deS Besuches wird natürlich davon abhängen, wie dieS der Regierung, die die Einladung ergehen läßt, genehm »st und von den Möglichkeiten der Reg erung.diedieEinladung annehmen wird. Grundsätzlich wird lediglich Außenminister Briand den Ministerpräsidenien Laval nach Berlin begleiten. Es scheint, daß kaum etwaS andereS al« der Gesundheitszustand DriandS, der sich gebessert hat, seit Briand zu einem Erholungsurlaub Paris verlassen hat, sranzösifcherseitS den Besuch der sranzösischen Minister verzögern könnte.
Französische Wünsche.
polnische Moratorium spukt wieder.
P a r i S, 12. Aua. (TU.) Die ,L i be r t €‘ weiß zu berichten, daß sich die offizielle Einladung de« Reichskanzlers an die französischen Minister Laval, Briand und Flandin bereit« unter« weg« befinde und noch am Mittwochabend oder DvnnerStagvorrnittag dem französischen Ministerpräsidenten durch den deutschen Botschafter von HoesH überreicht werden soll. In der Einladung hat der Reichskanzler Brüning angeblich den Wunsch auSgedrückt, daß der Besuch der französischen Staatsmänner in Berlin noch vor Ende diese« Monats stattfinden möge, wobei die Zeit vom 2 8. biS 31. August in Vorschlag gebracht werde. .Iournal" schreibt: Die Aussprache wird sich nicht nur auf die finanziellen und wirtschaftlichen Fragen beziehen, sondern auch, unabhängig vom Abrüstungsproblem und dem französischen Abrüstungs-Memorandum, aus die Möglichkeiten einer politischen Verständigung, die geeignet wäre, in Zukunst Konflikts- und Spannungsquellen auszuschalten, die sich bei der Herstellung vertrauensvoller Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich als so schädlich herauSgestellt hätten. So schein« eS, daß gewiss« einflußreiche diplomatische Kreise daran dachten, ein Abkommen zu Vieren zwischen Frankreich, Deutschland, England und Italien anzuregen, daS mit dem politischen Moratorium sozusagen zusammengeweiht werden könnte, von dem in zahlreichen englischen und amerikanischen Zeitungen vor einigen Wochen die Red« gewesen sei. Dieses Abkommen würde festfehen, daß während einer bestimmten Zeit keine der vertragschließenden Rationen ein« politisch« oder wirtschaftliche Initiative ergreifen würde, ohne vorher die anderen am Vertrag beteiligten Rationen davon in Kenntnis gesetzt za haben.
Nr,8! Erstes Biati 181. Jahrgang Donnerstag, 15. Angriff 1951
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General-Anzeiger für Oberhessen
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Pari«, 13. Aug. kWTB. Funkspruch.) Die Meldung einer Rachrichtenagentur, daß der Besuch deS französischen Ministerpräsidenten des französischen Außenministers nicht in letzten Augusttagen, wie man allgemein angenommen hatte, sondern vermutlich erst nach der Tagung deS Völkerbundes stattfinden werde, wird vom „Malin" als ein Eorn- muniqus bezeichnet, das nichtvon der französischen Reaierung ausgeh«. DaS Blatt schreibt, man müsse darauf aufmerksam machen, daß die französische Regierung kein Eommuniqus über den Besuch der französischen Minister in Bersin ausgegeben habe und daß di« deutsche Presse zu Unrecht gewissen Agenturmeldungen diese offiziöse Bedeutung beigelegt habe. Wir glauben jagen zu können, daß gestern abenb keine offizielle Einladung seitens der deutschen Regierung in Paris eingegangen ist. Wenn, was wahrscheinlich ist, dies« Einladung dies«r Tag« eintrifft, so wird sie von der französischen Regierung herzlichst aufgenommen werden.
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'irdeckhr btt ein, bei Tkg- Sin&eit, haben
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Linsühtungw2 ? ymxnraltungfr f.Dr.Drevi, I Dokumente wt- J
______. _»«n Deutschen Der Funkzua der Kriminalpolizei auf dem Bahnhof ________ihr kulturelles Eigenleben zu von Grüna Kloster Zinna. Oben rechts: Kriminalrat jassen, ist ja in der Tat jede- Hindernis einer Gen not, der Letter der Untersuchungskommission, engen politischen Kooperation beseitigt; nicht, wie
Paris befürchtet, mit einer Spitze gegen Frank- benutzten beiden Rohren gleicht Weiterhin
reich. Wir haben keineswegs den Ehrgeiz, als e Ho Izirommel abgebildet, auf der
Spielball zwischen den Rivalen Frankreich und ^er nichtverbrauchte Leitung sdraht aufge- Italien hin und hergeworsen zu werden. Aber wickelt ist. Wichttg ist auch eine Klärung der wirtschaftlich würde der Vorteil bei einer gegen- Frage, in welcher Weise die Rohre usw. a n (eiligen Organisation deS Düteraustauschs und t) c n Tatort gebracht wurden. Allem An- auch etwa bei einer Aufteilung der Interessen schein nach hat der Täter zwecks Ankauf der zur auf dem Balkan auf beiden Seiten liegen, und Durchführung der Tat erforderlichen Materia- auch In der Abrüstung decken sich die Interessen I [|en mehrere Läden aufgesucht. So er- ItalienS mit unseren sehr weitgehend. will fc^icn am vergangenen Freitagvormittag in einem immerhin schon etwa- sagen, wenn Dr. Brüning Geschäft in der Friedrichstadt ein Herr, der in ,i! K - clusländischem Akzent fragte, ob er v i e r-
hundert Meter Spulendraht erhalten könne. Es wurde ihm erklärt, der Draht könne vor Montag nicht geliefert werden, worauf er entgegnete, er benötige ihn sehr dringend schon vorher. Er kam dann auch am Samstag , v . - _, . . nochmals in das Geschäft und lieh sich sog.
dem notigen Selbstvertrauen der inneren Schwie- Klingeldraht vorlegen. Er verlangte 400 rigfeiten Herr zu werden imstande sind. Meter. Schließlich ließ er sich, da nur Heinere
e Mengen vorrätig waren, 280 Meter in Der -
Die Wiederingangsetzung des freien schiedcnen Längen zusammenpacken. Zahlungsverkehrs hat sich dank der Sin- @r ging dann fort mit dem Bemerken, daß er sicht der Bevölkerung im großen und ganzen ohne hirg vor 12 Uhr wiederkommen würde, da er Störungen vollzogen. Die Abhebungen blieben um 12 Uhr mitdem Zug fortfahren müsse, hinter den Erwartungen zurück. Gs erfolgten so- ($r zahlte eine Mark an, ließ sich aber nicht wieder gar starke G e 1 d r ü ck f l ü s f e^ wodurch die sehen. Abgesehen davon, daß er die Anzahlung Situation am Geldmarkt eine völlig« Derände- I jm Stiche ließ, ist es ausfallend, daß er keine rung erfuhr. Auch bei der Schröderbank in Angabe über den Verwendungszweck Bremen, die ihre Kaffen erst in den letzten | Drahtes machte.
Tagen wieder offnen konnte, da sich die Rekonstruktionsverhandlungen länger als erwartet hin- auSzögerten. wickelte sich der Verkehr in normalen Grenzen ab. Unter die Entwicklung der Schröderbank. die die hauptsächlichste Triebfeder für die Konzentrationsbewegung innerhalb der norddeut- schen Industrie gewesen ist, dabei aber ihre Kräfte für die völlig ausgepumpte deutsche Wirtschaft weit überschätzt hat. ist mit den durch bremisch« auf längere Dauer nicht tragbar. Es ist deshalb WirtschaftSkreise. den bremischen Staat und das zu hoffen, daß die Konsolidierung des Geld- Reich ermöglichten Sanierungsmaßnahmen ein Marktes weiter rasche Fortschritte macht, damit Schluhstrich gesetzt worden, was schon aus der völ- die Reichsbank recht bald zu einer neuen figen Abänderung der Firmenbezeichnung in Herabs etzung deS Diskontsatzes schrei- 2Ü»rdd«utsche DereinSbank hcrvorgeht. | len kann. . ..... Ä
Die Wendung am Geldmarkt ist bereits im letzten Reichsbankausweis deutlich zum Ausdruck gekommen. Statt der erwarteten starken Erhöhung des Rotenumlaufs ist eine Derminde- —o— — — „ — .
rung eingetreten, so daß der Gesamtnotenumlaus Ruhrrevier liegen allein 113 Zechen still- De- mit 6055 Millionen Mark gegenüber dem Vor- fördert wurden in der ersten Hälfte 1931 rund fahr nur um HO Millionen Mark höher liegt. | 44 Millionen Tonnen gegen noch 56 Rsillumen Gegenüber dem Vormonat ist allerdings eine Ausweitung um 293 Millionen Mark eingetreteu. In Anbetracht der besonders schwierigen Der-


