Ausgabe 
12.11.1931
 
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stärksten an der estländischen Einfuhr betet» ligt ist. Die Estibank teilt mit, dah sie für solche Einfuhrwaren, die nicht zur Befriedigung drtn- gendster Bedürfnisse dienen, keine, Devisen zur Derfügung stellt. Gleichzeitig wird bekannt, dah die Estibank von einem gewissen Stichtage ab die im Ausland befindlichen Esti-Kronen- betrüge nicht mehr gegen die entsprechenden De­visen zurückkaufen wird. Als Stichtag für Berlin gilt der 13. November. Beträge, die nach diesem Tage bei den Korrespondenten der Estibank in Estikronen eingezahlt werden, werden von der Estibank nicht mehr in Reichsmark vergütet.

Keine Fortschritte in Paris.

Tie Verhandlungen über das Reparaiions- Problem werden in Berlin fongefühtt werden.

Paris, ll.Noo. (TU.) Die großen Pariser Frühbl»tter stellen noch einmal geschlossen und wie auf höheren Befehl fest, dah die Verhandlungen, die seit einiger Zeit zwischen dem deutschen Botschaf­ter von Hocjch im Austrage der Reichsregierung und den verantwortlichen französischen Ministern gepflo­gen werden, keinerlei Fortschritte ge­macht haben. Die Meinungsverschiedenheiten zwi­schen den beiden Regierungen beständen nach wie vor in der Frage der Z u st ä n d i g k e i t d e s B a - feier Untersuchungsausschusses, die die Reichsregierung erweitert sehen möchte. Frankreich lehne diese Erweiterung ab, da es hierin ein still­schweigendes Zugeständnis einerseits erblicken würde, die privaten Schulden mit den Reparatio­nen auf gleichen Fuß zu stellen oder ihnen sogar den Borrang zu geben. .

Francois Poncet kehrt heute wieder nach Berlin zurück, wo er sich sofort mit Reichskanzler Brüning in Verbindung setzen wird. 3m .Echo de Paris" hebt man hervor, dah der französische Botschafter nunmehr in der Lage sei, die Reichsregierung über alle Einzelheiten des französischen Standpunkte- zu unterrichten. Das Blatt bedauert, dah bi» Hnterredung zwischen Hoesch und Driand durchaus keine neuen Gesichts- punkte gebracht habe und dah sich die Verhand­lungen wie im Kreis drehten. - Das3 o u r - n a l" fragt, worauf man in Deutschland noch warte, um endlich brauchbare Vorschläge zu unter­breiten. Man dürfe in Deutschland mcht so naiv sein, zu glauben, dah Frankreich sich jemals der Behauptung der vollständigen Zahlungsunfähig­keit Deutschland anschliehen werde. Der .Petit P a r i s i e n" wendet sich ebenfalls gegen jede Abänderung des Haager Abkommens. Frank­reich sei sicherlich bereit, gewisse Zugeständnisse während der Zeit der wirtschaftlichen Krise zu machen. Es sei auch bereit, bei der Prüfung der Zahlungsfähigkeit die Privatschulden zu berück­sichtigen. Es werde aber niemals zugeben können, dah zwischen diesen privaten Schulden und den Reparationen irgendein Zusam­menhang aufgestcllt werde. Der .Figaro" ist der Auffassung, dah Frankreich keines­falls einen Centime zugunsten der amerikanischen undenglischenGläu- biger Deutschlands opfern dürfe. Wenn Deutfchland Garantien und Pfänder für die kurz­fristigen Kredite geben könne und den Ausfuhr­überschuh zur Rückzahlung dieser Kredite ver­wende, so müsse eS auch gegenüber den Reparationen in der gleichen Lage sein.

Auch England wi!l bezahlt werden.

Der Wettlauf zwischen Privattrcdiien und Reparationen.

London, ll.Rov. (WTD) Der Arbeiterfüh­rer Wedgwood, erklärte sich im Unterhaus gegen eine Stabilisierung desPfun- des auf seinen ursprünglichen Wert, da doch daS Fallen der englischen Währung die britischen Exporteure in die Lage verseht habe, mit den anderen Ländern auf gleicher Grundlage in Wettbewerb zu treten. Damit sei aber die Frage des Schutzzolles in ein gänzlich an­deres Stadium getreten, weil ja das Fallen des Pfunde« auf die Einfuhr aller nach England kommenden Waren wie ein Zollwirke. Dar­über seien die Franzosen natürlich keineswegs er­freut und sie hätten, im Gegensatz zu ihrer früheren Haltung, England jeden Betrag zur Stützung sei­ner Währung angeboten, als sie sahen, welche Folgen der Entwertung des Pfundes für die Welt nach sich zog.

Wedgewood richtete hierauf die Aufmerksam­keit deS Hauses auf die Gefahr, die drohe, wenn Deutschland im nächsten Februar seine Kredite zurückzuzahlen habe. Er erklärte, eS könne niemand, der die deutschen Finanzen studiert habe, glauben, dah Deutschland imstande sei, die drei Hauptposten seiner Verbindlichkeiten, nämlich die Reparationen, die Schulden an Ame­rika und die eingefrorenen Kredite, zu bezahlen. Hoffentlich werde nicht England diese Suppe auslöffeln müssen. Laval treffe bereits Vorkeh­rungen, um die Bezahlung der Frankreich geschul­deten Reparationen zu erhalten. Auch die britische Regierung müsse Sorge tragen, dah England cbenfogute Chancen aufDe- Gablung im Februar habe wie alle anderen. Angesichts der Tatsache, dah da- englische Geld vorgestreckt worden sei, um Deutschland im letzten 3uli vor dem Bankrott zu retten, habe England ein stärkeres Recht auf Bezahlung alS alle anderen Staaten, insbesondere als die Franzosen mit ihren Reparationsforde­rungen, die sie befriedigender hätten regeln kön­nen, wenn sie das Hoover-Moratorium recht­zeitig angenommen hätten.

Verschärfung der Lage in Tientsin.

London, 10. Rov. (TH.) Die Lage in Tient­sin hat sich erheblich verschärft. Die Polizei ist auherstande, die Aufständischen in Schach zu hal­ten. 3n der Rähe der japanischen Konzession wurden 500 Schüsse abgegeben. Am Dienstag­abend stürmten 200 Aufständische d i e chine­sische Rankai-Hniversität, die in der Rähe der japanischen Konzession gelegen ist. Die sranzösische Garnison steht in Bereitschaft, um An­griffe auf die französische Konzession abzuweisen. Sine Bekanntmachung des Bürgermeisters von Tientsin stellt die Lage als weit gefährlicher al- In der Rächt vom Sonntag zum Montag dar. Die Geschäfte sind sämtlich geschloffen. Die städtische Verwaltung ist in die frühere deut­sche Konzession verlegt worden. Sin japanischer

Zerstörer ist in Tang tu eingetroffen, ohne jedc^h Truppen zu landen. Hm direkte Zusammenstöße zwischen Chinesen und 3apanem zu vermeiden, soll die internationale Polizei unter Hinzuziehung der amerikanischen, englischen, fran­zösischen, italienischen und chinesischen Truppen ge­bildet werden. Aus der japanischen Konzessions- zone heraus seien acht Kanonenschüsse abge­feuert worden. Di« Granaten schlugen in daS Ge­bäude der Polizeipräfektur ein. Chinesischerseits wurde ein unverzügliche- Eingreifen der Polizei verlangt, um weitere Zwischenfälle zu verhüten.

Amerika

und der Mandschureikonflikt.

Botschafter Dawes geht für die USA. zur Pariser Ratssitzung.

Washington, ll.Rov. (WTD.) Staat»- fefretär Stimson erklärte, ein ihm von dem japa­

nischen Botschafter Debuchi überreichtes Memo­randum sei durchaus versöhnlich gehakten. Daher sei die amerikanische Regierung in bezug auf die Pariser Konferenz des DvlkerbundSrates optimistisch. Man erwägt weder irgendwelche Mahnahmen gegen 3apan, noch glaubt man, dah der Völkerbund Sanktionen beschlichen werde. Die Lage Amerikas ist alS kompliziert zu betrachten, weil sowohl Japan und China alS auch die euro­päischen Regierungen die Vereinigten Staaten für außerordentlich einflußreich in diesen Ver­handlungen halten Die amerikanische Regierung müsse, so meint man, deshalb ganz besonders vorsichtig fein, aber zur weiteren Dokumen­tierung der Bemühungenum eine friedliche Lösung" der mandschurischen Kämpfe habe man sich jetzt entschlossen einen Botschafter au den Verhandlungen deS'kcrbundsrates zu dele­gieren General Dawa» Geschick sei bekannt, und man glaube, dah die Pariser Beratungen erfreuliche Resultate zeitigen toütb^n.

Semonstraiions- und Umwoerbot in Hessen.

Das Verbot des Innenministers tritt am Wahltage in Kraft.

Darmstadt, ll.Rov. (Lpd.) Der hessische Minister de» Innern gibt bekannt:Aus Grund des Artikels 123 Abs. 2 der Reichsverfassung und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung verbiete ich mit Mirkung vom 15. Rooember 1931 die en lag eingeschiossen im gesamten Gebiet des voiks- flaalce Hessen bi» auf weiteres alle Versamm­lungen unter freiem Himmel, Demon­strationen, Aufzüge, Umzüge, Durch­märsche und Sammeltransporte aller Art, die von Mitgliedern politischer Vereinigungen oder zu politischen Zwecken unternommen werden."

3n der Begründung heiht es:Die seit einiger Zeit in ständig wachsender Zahl und in immer größerem Umfang zu politischen Zwecken veranstalteten Demonstrationen usw. h-ben immer wieder z u schweren politischen Aus­schreitungen und damit zu erheblichen Stö­rungen der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung geführt. 3nsbesondere das Heran- ziehen von ortsfremden Elementen zu solchen Veranstaltungen bietet insofern einen besonderen Anreiz zu politischen Ausschreitungen, als diese ortsfremden Clemente, namentlich wenn sie, wie das üblich geworden ist, in großer Zahl zugezogen werden, glauben vor Erkennung und damit vor Strafverfolgung sicher zu fein.

3n der Regel können bei solchen Gelegenheiten Ausschreitungen wenn überhaupt, dann nur durch Heranziehung größerer Ab­teilungen der B e r e i t s ch a f t s p o 1 iz e i oder der Gendarmerie verhindert» werden. Die dadurch eintretende ileberlaftung der einzelnen Beamten sowohl, als auch die mit solchen Einsätzen verbundene außerordentliche |

finanzielle Belastung der Staats­kasse lassen auf die Dauer die Heranziehung solcher Polizei- und Gendarmerieabteilungen zu derartigen Veranstaltungen nicht mehr zu. Das Stattfinden derartiger Veranstaltungen bedeutet daher, namentlich im Hinblick auf die Zuspitzung, die die politischen Gegensätze in der letzten Zeit genommen haben, eine unmittelbare Ge­fahr für d i e öffentliche Sicherheit und Ordnung. Zur Verhinderung dieser Ge­fahr und auch zur Aufrechterhaltung der öffent­lichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung ist es daher notwendig, alle derartigen Veranstaltungen bis auf weiteres zu unterbinde n"

3m Südwestdeutschen Rundfunk spricht am Samstag von 1850 bis 19.05 ilfcr der hessische Staatspräsident Dr. Adelung über die Bedeutung der hessischen Wahlen.

Oie Wirischafispartei fordert zur Wahlbeteiligung auf.

Frankfurt a.M., ll.Rov. (MSR.) 3n einer Delegierten oerfammlung des Wahlkreises hes- sen der Reichspartel des deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) wurde der Entrüstung Ausdruck gegeben, dah der Wahl- ir o r s ch l a g der Wirtschaftspartei ohne jeden Rechtsgrund von dem Wahlprüfungsausschuh zurückgewiesen worden sei. Es wurde be­schlossen, den Parteianhängern zu empfehlen, jene Parteien zu unter st ühen, die den Marxis­mus bekämpfen und sich für die vildung einer Rechtsregierung einsehen. Die Anhänger der Partei sollen dringend ersucht wer­den, der Wahlurne nicht fern zu bleiben.

Sturm gegen die Staatöveremsachung in Bayern.

Schwaben und Franken fühlen sich von München schlecht behandelt.

Augsburg, l.Rov. (TH.) Die Protest­bewegung, die in den von der Staatsvereinfachung betroffenen Gebieten in Bayern im Gange ist, erreichte am Dienstag ihren Höhepunkt in einer großen Protestversammlung in Augsburg ge­gen d i e Aufhebung des Oberlandes­gerichtes. Der Hauptredner, Rechtsanwalt Reifert, Vorstandsmitglied des Verkehrsver­eins Augsburg, erklärte, es seien jetzt 125 3ahre, daß Bayerisch-Schwaben au Bayern ge­höre; während dieser Zeit habe München Augsburg völlig an d i e Wand ge­drückt. München sei heute die größte Deamten- stadt Deutschs.nds mit über 2000 höheren Be­amten. Sin Sturm der Entrüstung gehe durch ganz Bayerisch-Schwaben, und lauter als je er­schalle der Ruf: Los von München! Man spreche von einer Lechlinie, wie früher von der Mainl-n e Man schaue n a ch d e m W e st e n, wo sich der Schwabenstamm stark und frei habe entwickeln können und großes geschaffen habe. Statt Augsburg das Oberlandesgericht zu neh­men und Damit der Staatskasse 6000 Mk. zu er­sparen, solle man lieber das Oberste Lan­desgericht in München, den Obersten Rechnungshof und das Ministerium des Aeußern mit einer Einsparung von 1 400 002 Mk- aufheben. Schwaben erwarte, daß die Rotverordnung aufgehoben wird und alles geschehe, um die stürmisch bewegten Gemüter zur Ruhe zu bringen.

3 n b u ft r i e, Handel und Büraerbund in Landshut nahmen gegen die Aufhebung der Kreisregierung von Niederbayern in einer Entschließung Stellung, in der es u. a. heißt: Die gleiche Regierung, die sich in Berlin nicht genug tun könne in der Betonung der bayerischen Eigenstaatlichkeit, scheine im eigenen Lande derartige Anwandlungen nicht zu kennen. Die Aufhebung des historischen Kreises Niederbayern sei ein 23 e r ft o 6 gegen den historischen Sinn und als ein Schlag ins Gesicht derer, die um das Deutschtum in der nord- bayerischen Ostmark kämpften. In Bayreuth wurde von allen Wirtschaftsverbänden gegen Die Aufhebung der Regierung von Ober­franken protestiert. Versteckspiele wie der jetzige Plan seien nur dazu angetan, längst begrabene Un­zufriedenheiten von neuem heraufzubeschwören. Die Einsparung Der oberfränkischen Kreisregierung mache nur ein DreitaufenDftcl Des bayerischen Haus­halts aus. In Der Versammlung wurde an die Be­strebungen des Bundes Schwaben und Reich und des Bundes Franken erinnert, Der die Einigung der Gebiet« an Der Main - Linie mit dem Sitze in Frankfurt am Main oder Nürnberg anstrebt. In einer einstimmig an­genommenen Entschließung wird betont, daß Die Notverordnung schwere Gefahren für Die Einheit und Geschlossenheit des bayerischen Staatskörpers in sich berge.

Vor einer Beilegung des Konflikts an der Universität Halle.

Halle, 12. Rov. (TH.) 3n der auf Anre­gung des Anatomieprof. Stieve am Mittwoch­abend einberufenen Dozentenversammlung der Vereinigten Fricdrichs-Hniversität Halle-Witten­berg berichtete der Rektor Prof. Aubin über die Vorgänge der letzten Woche. Prof. Stieve, der mit der Studentenschaft besonders eng verbunden ist, und dem es gelungen war, eine Wiederholung der Hnruhen am Freitag zu verhüten, trug den Standpunkt der Studentenschaft im Hniverfitäts- konflikt vor. Er bedauerte, daß nicht zu Beginn des Wintersemester- sofort versucht worden sei, die Meinungsverschiedenheiten in einer Vollver­sammlung der Studentenschaft zu klären, denn die Studenten seien, das habe das Eingreifen meh­rerer Dozenten bewiesen, sachlichen Vorhaltungen durchaus zugänglich. Cs sei notwendig, endlich einmal das Herz sprechen zu lassen, um da- Ver­trauen der Studenten zu ihren Dozenten wieder- herzusteUen. Wenn da- heute nicht gelinge, so bestehe die Gefahr, daß schon in den nächsten Ta­gen die Hnruhe wiederauflebe, diesmal aber auch auf alle anderen Hochschulen übergreife.

Als Ergebnis der Sitzung wird u. a. mit- geteilt, Professoren und Dozenten hätten Rek­tor und Senat ihr volle- Vertrauen ausgesprochen. Sie seien einig in der Heber­zeugung. daß die Studenten, obwohl sie falsche Wege gegangen seien, von reinen und edlen Ge­fühlen der Liebe zum Vaterlande und ihrer Hni-

versität getrieben worden seien. Professoren und Dozenten erkannten weiterhin an, daß die Stu­denten au» Rücksicht auf da» Wohl der Uni- versität ihre Angriffsweife geändert hätten, und wüßten diesen Entschluß zu würdigen. Sie be­dauerten tief die Vorgänge, die sich am 3 und 4. Rovernber in und vor der Hnioerfität abspiel- len. Durch die jetzige Haltung der Studenten fei d ie Grundlage wieder hergestellt, auf der Lehrer und Lernende in aegenfeiiigem Vertrauen d i e innere Gemeinschaft neu aufrichten könnten zum Wohle der Hochschule und des Vaterlande». E» wurde beschlossen, diese Erllärung am DonnerStagsrüh der Stu­dentenschaft am schwarzen Brett bekanntzugeben. Außerdem werden sämtliche Dozenten in ihren Kolleg» von dieser Entschließung Mitteilung machen. Man nimmt an, dah so in letzter Minute eine Verschärfung de» Konflikte» verhindert werden kann.

Eine Kundgebung her Mittel- deutschen Studentenschaft.

3ena, 11.Roo. (TH.) Am Mittwochnachmittag fand auf Z>em 3enaer Marktplatz eine Kundgebung von Studenten der Universitäten Halle, Leipzig, 3 e n a und der Ge­werbehochschule C ö t h e n statt. Aus Halle und Leipzig waren etwa je 1000 Studenten cingctrof- {en. Der Vorsitzende der 3enaet Studentenschaft

nahm scharf gegen Professor Dehn (Halle) Stel­lung. Es wurde dann eine Entschließung angenommen, in der c» heißt, daß die au» den mitteldeutschen Hniversitäten versamme'.ten Stu­denten auS Anlaß de» Falle» Dehn schärfste Ver­wahrung gegen Berufung und Beide ha'tung von Lehrern einlegen, die sich nichtvorbehalt- 1 o s zum Einsatz aller geistigen und körperlichen Kräfte imDienste sürVolkundDater- land bekennten. Tie Studenten sagten den immer häufiger gegen selbstverständliche Grund­sätze verstoßenden System der Kulturpolitik de» sozialdemokra.ischen Kultusministers Grimme schärfsten Kampf an. Sie erhofften, dah die Hoch­schullehrerschaft sich ganz auf die Seite der Stu­denten stellen werde.

Aus aller Welt

Schiedsspruch im Lohnstreit bei der Reichsbahn.

3m Lohnstreit der Deutschen Reichsbahngefell- fchaft ist von der Schllchterkammer ein Schieds­spruch gefällt worden, nach dem mit Wirkung vom 8. Rovernber 1931 d i e Grund­löhne um 4,5 Prozent gesenkt werden. Diese Lohnregelung ist erstmalig kündbar zum 31. März 1932.

Da» Ergebnis der deutschen Grönlandexpedition.

Freitag wird Der DampferHans 6 g e D e" aus Grönland mit den letzten Teilnehmern der Wegener- und der Watkins-Lxoedi- tion in Kopenhagen eintreffen. Die dänische Re­gierung wird Die Expedilionsteilnehmer offiziell be­grüßen. Aus Deutschland werden zur Begrüßung u. a. Staatsminister Dr. Schmidt-Ott, Präsi­dent Der Notgemeinschaft Der Deutschen Wissenschaft und Frau Prof. Wegener erwartet. Lie Be­grüßungsansprache wird Staatsminister Stau- ning hallen, und eine Kapelle wird Die Deutsche, Die Dänische und Die englische Nationalhymne spielen. Ueber Die Ergebnisse Der Wegener - Expedition äußerte sich Der Dänische Grönlandforschcr Lauge- Koch u. a.: Die Deutsche Wegener Expedition habe EntDeckungen gemacht, Die Der EntDcckung Des Po­larmeeres durch Fritjof Nansen an Die Seite zu stellen seien. Es könne jetzt schon gesagt werDen, Daß Prosesior Wegener und seine Leute ein ganz neues Bild von Grönland gegeben haben. Die Deutschen hätten Das Kunststück fertiggebracht, unter Den allereinfach st en Verhält­nissen mitten auf Dem Inlandeis z u überwintern. GrönlanD stelle nach Den Ent­Deckungen Der Deutschen, an Deren Richtigkeit nicht zu zweifeln sei, eine tiefe Schale Dar, Die mit Dem InlanDseis gefüllt sei. Wenn Das Eis einmal schmelzen sollte, werDe Grönland also Das gleiche Aussehen haben, wie Die Inseln nörDlich von Ka- naDa. Bislang habe man angenommen, daß Da» innere GrönlanD ein Hochland sei. Man habe guten Grund, Die Arbeiten Der Deutschen in Grön­land als einen Erfolg anzuerkennen. Der unge­ahnte Folgen für Die Wissenschaft ha­ben Dürfte.

Ein britischer Minensucher an der chinesischen Küste gestrandet.

Der britische MinensucherP e t e r s f t e 1 D", mit Dem Oberbefehlshaber Der Ehinastation, ADmiral Sir HowarD Kelly, an BorD, ist auf sehr bewegter See an Der chinesischen Küste bei Futsch au ge- ftranDet. Das Schiff liegt zwischen Klippen. Obwohl es heftig hin und her geworfen wirb, besteht jedoch keine unmittelbare Gefahr, Daß es in Stücke bricht. Der größte Teil Der Besatzung ist wohlbehalten ge­tanbet. Nach Den SOS-Signalen Des Minensucher» ist Der Deutsche DampferD e r f f l i n g e r" an Der Unfallstelle cingetroffen. Die beiDen britischen KriegsschiffeSuffolk unDCornwall" sind unter Volldampf zur Hilfeleistung unterwegs.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Mit der Verlagerung der Störung nach Skan­dinavien au kommen wir immer mehr unter den Einfluß ihrer Rückseite. Kältere ozeanische ßuft- majfen gelangen somit auf das Festland und bringen einen stark veränderlichen Witterungs- charakter mit sich Die Bewölkung wird sich wechselhaft gestalten, einzelne Regenschauer treten weiterhin auf. Durch den Zustrom der Kaltluft erfahren fre Temperaturen einen Rückgang, der bei klarer Rächt stellenweise zu leichtem Racht- frost führen dürste

Aussichten für Freitag: Wechselnd be­wölkt mit Aufklaren, kälter, einzelne Schauer.

Aussichten für Samstaa Wetterberu- higung, aber noch keine Beständigkeit, Rachtfrost- gefahr

Lufttemperaturen am 11. Rovembrr: mittag» 11,4 Grad CelfiuS, abend» 8,6 Grad: am 12. Rov : morgen» 8,1 Grad. Marimum 11,4 Grad, Mini­mum 6.7 Grad. Srdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Rovernber: abend» 7,8 Grad, am 12. Rov.: morgen» 6.6 Grad Gelfiu». Riederschläge 1,8 Millimeter. Sonnenscheinbauer 1 Stunde.

desS 8in volll Konzert. Mi ttrfttl' beil wünschen 5 enr-ie, Mtc jtatJiebrf« sorgt batte. Orchester un Zonrcysstlg immer, non f sehr lchipli' Schöttler M numerisch eine lltberftc vielmehr Der1 -cL eine seit baltige Regis Licht« bei l 2<t gute C! wohlgelungei sich geschlosst len vor all

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