Ausgabe 
12.11.1931
 
Einzelbild herunterladen

Wahlkundgebung der DVP

Aus der Provinzialhauptstadt

Fett.

Kreis Alsfeld.

6 Pulver oder 12 Oblaten-Packung RM. 1.10.

,u scholleverbundenen lebensfrohen Menschen gemacht werden. Die anwesenden Vertreter der Bewegung waren einmütig der Ansicht, daß die parteimäßig zusammengesetzten Parlamente gezeigt haben daß sie diesen Zielen Hindernisse sind. Daher wurde ein­stimmig abgelehnt, den Freunden der Jungdeutschen Bewegung irgendeine der Parteien zu empfehlen, und gefordert daß jeder nach bestem Gewissen im Blick auf die Gesamtheit unseres Volkes handeln solle.

Gicsrener Wochcnmarktpreise.

Gießen, 12.Hod. Auf dem heutigen Wo­chenmarkt kosteten: Kochbutter von IM Pfennig an das Pfund, Butter 120 bis 130, Matte 25 bis 35 Käse (zehn Stück) 60 bis 140, Wirsing 7 bis 8 Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 7 bis 8, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bu8 10, Spinat 12 bis 15, Unter-Kohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 10 bis 12 Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 bis 100, To­maten 40 bis 50, Zwiebeln 10 bis 12 Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kürbis v bis 6, Kartoffeln 4, Aepfel 8 .bts 10- Dirnen 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35 Homg 40 bis 50. lunge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 80 bis 90, Ganse 70 bis 85, Rüsse 35 bis 40; Tauben 50 bis 60 Pfennig das Stück, Eier 12 bis 14, Blumenkohl 20 bis 60, Salat 8 bis 10, Endivien 8 bis 10^ Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich m bis 15 Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln 3 bis 3,20 M-r- der 2Iepfet 4 bis 6 CBeißtraut 2

bis 2,50, Wirsing 4 bis 5, Rotkraut 4 bis 5.

Bornotizen.

Tageskalender für Don n er s - tag: Stadttheater Gießen,Uhday Shan-Kar , 20 bis 22 älhr. Oberhessischer Kunstverein: AusstellungDrei Frauen der Gegenwart ,-^urm- haus am Brandplatz, 15--17 ^hr-- Deutschnatio- nale Volkspartei, 20.15 Uhr, Cafe Leib, Oeffent- liche Versammlung, Redner: Reichstagsabgeorv- neter Schmidt (Hannover). Deutsche Staats- Partei, 20.15 Uhr, Turnhalle. Steinstraße. Wähler- Versammlung, Redner: Dr. H ö P k e r - A s ch o f f, und Landtagsabg. Schreiber. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:M. - Astoria-Lichtlpiele, Sel- tersweg:Das Mädel mit der Peitsche und Räuber der Unterwelt". t .

Die RSDAP. in Gießen kündigt tm heuttgen Anzeigenteil eine Wählerversammlung auf morgen, Freitag, abend in der Volkshalle an. Redner: Reichstagsabg. Dr. Goebbels- Berlin. (Siehe heutige Anzeige.)

Der Christlich-soziale Volks- dienst veranstaltet am Samstag, 14.Rovember, 20.15 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine Wählerversammlung, in der Professor D. Strathmann sprechen wird. Näheres siehe heutige Anzeige.

Volksnationale Neichsvereinigung.

Am Sonntag hatten sich wie man uns berichtet hier im Hotel Köhler die Ortsgruppenfuhrer und Vertrauensleute der V o l k s n a t i o n a l e n Reichsoereinigung (Jung deutsche Be­wegung) aus Kreis und Stadl Gießen zu einer Besprechung zusammengefunden. Außer organisato­rischen Fragen wurde vor allem die künftige Arbeit und der Einsatz der Kräfte der Jungdeutschen Bewe­gung grundlegend behandelt. Ausgehend von der Feststellung der Tatsache, daß ein allgemeiner Ver­trauensschwund dem parlamentarischen System und dem Länderparlamentarismus, der das Volk unge­heure Summen gekostet hat, mehr und mehr die Grundlage entzieht, wurde gefordert, daß die -Kräfte der Jungdeutschen Bewegung nicht in einem Wahl­kampf für die längst überflüssigen Länderparlamente vergeudet werden. Anstatt dessen soll wahre Aufbau­arbeit geleistet werden zur Behebung der deutschen Volksnot und für die Errichtung eines Volksstaates, der wirklich getragen ist von der Gesamtheit aller Verantwortungsbewußten. Es wurde gefordert, daß auf dem Wege über den Volksentscheid und eine neue Nationalversammlung eine Neugliederung des Reiches auf der Grundlage von 12 Stammesländern mit einem neuen Führeraufbau angestrebt werden soll wie ihn das Jungdeutsche Manifest vorschlagt. Diese neue Nationale sammlung muß unter völliger Ausschaltung des durch die politischen Interessen­gruppen beherrschten Listensystems in reiner Ver- trauenswahl nach einem neuen Wahlverfahren ge­kürzt werden. Die Kräfte der Jungdeutschen Bewe- guna sollen weiterhin eingesetzt werden zum Aus­bau ihrer bisher außerparlamentarisch errungenen Erfolge, wie der gesetzlichen Anerkennung des frei­willigen Arbeitsdienstes und derKlein ledlung für Erwerbslose. Mit großer politischer Aktivität soll unentwegt nach Einführung der allgemeinen Volks­dienstpflicht und der Jngangsetzuno einer großzügigen Landnehmerbewegung gestrebt werden. Diese muß die Umbesiedlung des deutschen Raumes vom über­völkerten Westen in den menschenleeren Osten er­zwingen. Denn nur dadurch können die Millionen von Arbeitslosen, die von der Industrie entwurzelt und entwertet wurden und nie mehr Aussicht haben, in der Industrie eine Arbeitsstätte zu finden, wieder

Weise das deutsche Volk einer besseren Zukunft entgegengeführt werden könne. (Starker Beifall.)

Landtagsabg. ör. Keller-Büdingen beschäftigte sich sodann mit der hessischen Po - l i t i k. Er wies zunächst darauf hin, daß die DVP. bei der Vertretung der nationalen Inter­essen stets und überall in vorderster Linie ge­standen habe. Sodann wies er auf die Verant­wortlichkeit der Weimarer Koalition für die Ent­wicklung in Hessen seit 1919 hin und betonte, daß die Deutsche Volkspartei stets auf dem ersten Posten der Opposition gegen diese Koalition ge­wesen sei. Gr besprach hierauf die Personal­politik der Regierung nach dem mißglückten Volksentscheid vor vier Zähren, nach dem die Sozialdemokratie und das Zentrum sich auf den Standpunkt gestellt hätten, der Staat sei nur für sie da. Unter diesem Gesichtspunkt habe die Per­sonalpolitik viel krassere Formen angenommen als früher. Die Besetzung der maßgebenden politi­schen Aemter CMinisterposten) nach Parte'gesichts- punkten könne anerkannt werden, aber damit höre es auf! Von allen übrigen Beamten sei bei der Stellenbesehung Würdigkeit, die vorgeschriebene Ausbildung und Tüchtigkeit zu fordern, alles ai^ dere sei unstatthaft. Daher habe die DVP. auch konsequent den Kampf gegen den Aemterschacher der Regierung und der Regierungsparteien ge­führt, ebenso entschieden sei sie stets gegen die Aufblähung des Verwaltungsapparates gewe­sen. Der Redner forderte in diesem Zusam­menhang erneut Vereinfachung des Verwal­tungsapparats, angefangen bei der Zentralver­waltung. Weiter vües er auf die ständigen Erhöhungen der Steuern durch die Realerungs- Parteien hin, denen auch hier die Deutsche Volks­partei in Opposition gegenübergestanden habe. Durch diese Uebersteigerung der Steuerlast fei der schwere Schaden der Wirtschaft m hohem Maße mitverursacht worden. Er erörterte dann die Vorgänge vor der Verlängerung des Land- tagsmandats durch den Landtag selbst, stellte dabei fest daß die DVP. sich mit aller Kraft dagegen gewehrt habe, dagegen Abgeordnete der anti- marxistischen Front bei jener entscheidenden Ab­stimmung gefehlt oder sogar mit der Regierungd- koalition gestimmt hätten. Bei der Besprechung von Fragen der Kulturpolittk bedauerte der Red­ner den Abbau wesentlicher Teile unseres Schul­wesens, bevor man den unnötigen und kostspieligen Zierat an anderen Stellen des Staates beseitigt habe. Die Deutsche Volkspartei habe sich bemüht, die wichtigen Teile des Dildungswesens, auch der Volksschule, zu erhalten, leider aber vergebens. Der Redner rügte auch in dieser Hinsicht, daß Zentrum und Sozialdemokratie ihre Wunsche sich gegenseitig erfüllt hätten. Die DVP toerbe wei­terhin für die Erhaltung der bewahrten Grund­lagen unseres Dildungswesens, insbesondere auch der Simultanschule, eintreten und nicht zugeben, daß mit der Schule Experimente gemacht wurden. Er übte weiter Kritik an der Art des Lehrer­abbaues, die zum Nachteil der Schule und des Lehrernachwuchses sei, nahm entschiedene Stel­lung gegen die Verlegung der akademischen Lehrerausbildung nach Mainz, anstatt nach Lie­ßen an die Universität, wies auf seine Beschwer­den gegen den Betrieb des Landestheaters in künstlerischer und finanzieller Hinsicht: hin und betonte schließlich zu der Frage der Abfindung des früheren Großherzogs, daß die putsche Volkspartei diese Angelegenheit nur als eine Rechtsfrage ansehe. Weiter stellte er fest, daß die Demokraten die Politik der Regierung ftete mit- gemacht hätten. Zum Schluß forderte der Redner auf, der bisherigen Arbeit der DVP. zuzustimmen und sie weiter zu unterstützen. (Lebhafter Beifall.)

Da eine Aussprache von der Versammlung nicht beliebt wurde, schloß der Ortsgruppenvor- sitzende, Oberreallehrer Appel, die Versamm­lung mit der Aufforderung, am 15. November für die Deutsche Volkspartei einzutreten.

geben. Auf diese Weise wird es möglich sein, viele Menschen in kurzer Zeit zu bedienen Das Einheitspreis-Geschäft ist ein hiesiges Unter­nehmen. ~ v m

** Zur Richtigstellung. In der Bekannt, machung der Stadtverwaltung über die Durchsuh» rung der Landtagswatzl (siehe gestrige Ausgabe) ist ein Druckfehler unterlaufen. In der fettgedruckten Zeile des viertletzten Absatzes muß es nicht Freitag, 15. November, sondern Freitag, 13. Novem­ber, heißen.

Dberbefien.

Landkreis Gichen.

Z Alten-Buseck, 11. Nov. Am Sonntag­nachmittag fand in unserem Gotteshause ein Kir­chenkonzert statt. Die Veranstaltung zum Besten der Kleinkinderschule zu Alten-Buseck mar sehr gut besucht, so daß dem Baufonds eine stattliche Summe zugeführt werden konnte. Ausführende des Kon­zerts waren: Frl. R. Gärtner (Altistin), H. Grau (Klarinette), H. S ch n e i b e r (Cello), Ludw. Schreiner- Alten-Buseck (Violine), W. Wei­mer - Alten-Buseck (Bratsche) und W. V o l z -Alten- Buseck (Klavier). Das Konzert wurde eröffnet durch ein Streich-Quintett für 2 Violinen, 2 Bratschen und Tello von L. v. Beethoven. Hierauf brachte Frl. K. Gärtner zwei Gesänge von Beethoven Bitten und Gottes Macht und Vorsehung zum Vortrag. Die beiden nächsten Programmpunkte sahen Werke von Mozart vor: Klarinettenquintett für Klarinette, 2 Violinen, Bratsche und Cello, und Ave verum corpus unter Begleitung von 2 Violinen, Bratsche, Cello und Klavier. Beschlossen wurde die Veranstal­tung durch ein Klavier-Quartett Andante, cantabile v. Beethoven und 2 GesängeGottes Zeit" von Joh. Seb. Bach undLaß dich nur nichts dauern" von Max Reger. Die Darbietungen stellten hohe An- orberungen an bas Können ber Ausführenben, denen sie aber vollauf gerecht werben konnten. In einem Schlußwort bankte Ortspfarrer Naumann owohl ben Ausführenben für ihre künstlerischen Darbietungen als auch ben zahlreichen Besuchern, bic burch ihr Erscheinen zur Förberung der guten Sache beigetragen hätten.

f Treis a. d. Ld a., 11. Nov. In diesen Tagen wurden bei einer Treibjagdim Gebiete der hie­sigen staatlichen Regiejagd vier Füchse und drei Hasen erlegt. Rehwild wurde, obwohl der Bestand sehr gut ist nicht abgeschossen. Gestern wurde in der hie­sigen Kirche durch die Innere Mission der FilmDie Ernte ist groß das Kreuz über der Großstadt" aufgeführt. Der Film gab ein umfassen­des Bild von der Arbeit der Inneren Mission in großen Städten. , _ ,

/ Queckborn, 10. Nov. Durch Reichswehr­fuhrwerke aus Gießen wurden heute die vom hie- igen Ortsausschuß für die Winterhilfe ge- ammelten Lebensrnittel abgeholt, und zwar 36 Zentner Kartoffeln, 14 Zentner Kraut, 1,29 Zentner Hülsenfrüchte, 25 Pfund Mehl und 7 Pfd.

~ Ober-Gleen, 10. Nov. Vor einigen Tagen gelang es einem Förster des Forstamtes Kirtorf, zwei junge Burschen zu überraschen, die in ein Jagdhäuschen gewaltsam ein- gedrungen waren. Offenbar fühlten sich die beiden mitten im Walde sehr sicher, denn anstatt chnell zu verschwinden, hatten sie mit großer Semütsruhe das, was ihnen wertvoll genug er- chien, zunächst säuberlich zum Mitnehmen ver­packt, gebündelt und waren dann daran gegangen, dem Alkohol und den Zigaretten solange Ab­bruch zu tun, bis ihre Körper nach Ruhe ver­langten. Da die Betten einladend dastanden, legten sie sich hinein. Was nun folgte, war für die beiden Jünglinge weniger schön, denn der Förster kam und unterbrach ihren tiefen Schlum­mer. Die beiden wurden dem Amtsgericht Hom­berg übergeben. Es stellte sich heraus, daß das Paar in der letzten Zeit eine ganze Anzahl ähnlicher Einbrüche verübt hatte.

11 Büß seid, 9. Nov. Dieser Tage fand hier der Verkauf der Massegrund st ü ck e aus der Feldbereinigung statt. Es hatte sich eine stattliche Anzahl Kauflustiger eingefunden. Zum Verkauf stanoen etwa 50 Morgen Land. Die er­zielten Preise lagen zwischen 350 und 850 Mk. pro Morgen und dürften als befriedigend be­zeichnet werden.

Erweitertes Vezirksschöffengericht Gießen. * Gießen, 11. Nov. Hinter verschlossenen Türen wurde gegen einen jungen Schuhmacher aus Grohen-Linden verhandelt, der sich an einer Reihe von Kindern vergangen hatte. Da er im wesentlichen geständig war, konnte auf die Ver­nehmung der Zeugen verzichtet werden. Wegen der Jugend und der Tlnbestraftheit des Ange­klagten wurden mildernde älmstände angenommen; die (Strafe lautete auf ein Jahr neun Mo­nate Gefängnis.

Ein Gelegenheitsarbeiter von Wenings hat an einer Arbeitsbescheinigung seiner Bürgermeisterei, die als Unterlage für seine Erwerbslosenunter­stützung diente, eine Aenderung vorgenommen. Das Gericht nahm zu seinen Gunsten an, daß es sich nicht um eine öffentliche, sondern um eine Privaturkunde handelte, und daß der Angeklagte nicht beabsichtigt habe, sich einen Vermögensvor­teil zu verschaffen. Der Angeklagte kam deshalb mit einer geringen Strafe davon.

Freigesprochen von der Anklage des fahr­lässigen Falscheides wurde ein Arbeiter aus Lol­lar, dem zur Last gelegt wurde, er habe bei der Leistung eines Offenbarungseides den ihm damals in Gemeinschaft mit seiner Frau als Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft gehörigen Grund­besitz nicht angegeben. Das Gericht nahm an, daß er sich geirrt habe, ohne daß ihm Mangel an Sorgfalt nachzuweisen sei.

Kirchliche Jtacbrid)ten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinbe. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 14. November. Vorabend 4.30 Uhr, morgens 9; abends 4.55 und 5.35 Uhr.

Israelitische Religionsgefellschaft. Sabbatfeier, den 14. November. Freitagabend 4.20 Uhr, Samstagvor­mittag 8.30 Uhr; nachmittags 4.55 Uhr; Sabbat­ausgang 5.35 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7 Uhr und abends 4 Uhr.

Urwaldfymphoni e." Unter diesem Titel läuft am kommenden Sonntag, 11.15 Uhr, im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, in der Arbeitsgemein­schaft mit dem Goethebund ein Kulturfilm, der be« sonders den Naturfreund interessieren durfte Es handelt sich bei diesem (Ton-) Film um einen Bild­streifen ben bie beutsche Expebition unter Führung von August Brückner (f) im Urwaldgebiet des Amazonas ausgenommen hat unb babei in zehn- monatiger Arbeit ben geheimsten Lebensregungen zu Wasser unb zu ßanbe nachgegangen ist. Den Be­suchern wirb Gelegenheit gegeben sein, bie roilben Tiere, bie Vögel unb bas Kleingetier des Ur­waldes kennenzulernen, einer Krokodiljagd zuzu­sehen unb bas interessante Leben unb Treiben auf einer ber sübamerikanischen Hazienben mitzuerleben. Näheres ist aus ber heutigen Anzeige ersichtlich.

** Preußisch-Süddeutsche Klassen- (otterie. Die Erneuerung ber Lose zur 2. Klasse muß spätestens bis zum 13. November,18 Uhr bei Verlust des Anrechts in der zuständigen Lotterie-Em- nahme geschehen. . .

** Werbetag für Kino und Film. Das Lichtspielhaus Bahnhofstraße veranstaltet am Samstag, 14. November, einen Kino-Werbetag bei dem Gelegenheit geboten sein wird, zu stark ermäßigten Preisen Dutzendkarten für das Licht- spielhaus Bahnhofstraße zu erwerben. Näheres

ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

"Haushaltungskursus. Die Landwirt- schaftskammer Darmstadt eröffnet am 2. Januar 1932 in ihrer Haushaltungsschule zu Michelstadt (Odenwald) einen fünfmonatigen Haushaltungs­kursus. Anmeldungen sind alsbald an die Land­wirtschaftskammer für Hessen in Darmstadt zu richten. Näheres in der heutigen Anzeige.

" Gießener Einheitspreis-Ge­schäft. Heute wurde das Gießener Einheits­preis-Geschäft im Hause Schulstraße 6 eröffnet. Seit Anfang Oktober war man damit beschäf­tigt, den Verkaufsraum, den die Buchhandlung Keißner früher inne hatte, den veränderten An­forderungen entsprechend umzugestalten. Der Raum wurde auf allen vier Seiten mit Regalen umschlossen. Davor wurden die Verkaufstische aufgestellt, in der Mitte des Raumes haben eben­falls noch einige Verkaufstische Aufstellung ge­funden. Die Waren liegen unmittelbar vor dem Besucher ausgebreitet, so daß es leicht ist, aus­zuwählen; außerdem ist jeder Artikel mit dem Preis ausgezeichnet. Der Verkauf wird sich in sehr einfacher Form abspielen; der Besucher wird wählen, dann an der Kasse einen Bons lösen, der auf den entsprechenden Betrag lautet, und die Verkäuferin wird den gewünschten Gegenstand ge­gen Aushändigung des Bons unmittelbar ab-

Gießen, den 12. November 1931.

für hit> IRinfernofhilfc I Die Deutsche VolksparteiinGiehen ©elOfpenoen jur oie «UNmenwiQlMt. Deranfta[tete geftern abend in der Turnhalle am Für die Gießener Winter nothilfe Oswaldsgarten ihre letzte öffentliche Wähler- sind in der jüngsten Zeit erfreulicherweise tmeoer Versammlung vor dem Wahltage.

zahlreiche Geldspenden eingegangen. Es Ait/tn

spendeten: Dr. Adler, Berlin, 100 Mk.; Burschen- IfeichStagSavg. Ot. HUg0

schäft Germania in Gießen 500 Mk.; Professor a[g erster Redner beschäftigte sich mit den wichtig- Dr. Hildebrandt 100 Mk.; Ungenannt 10 Mk.; Fragen der Reichspolitik. Das Ende Gießener Bankenvereinigung 150 Mk.; ®iefjener zweier großer Illusionen sei heute kennzeichnend: Milchhändlervereinigung 70 Mk.; Professor Dr. Welt erkenne jetzt die Selbsttäusä)ung, daß

Mittermeier 20 Mk.; Professor Dr. Engel 10 Mt.; möglich sei, den Krieg mit dem Mittel der

M. Hölzel, Gießen, 5 Mk.; Gießener grauen^ufe Reparationen fortzuführen; ferner trete die 400 Mk.- N.N. 2 Mk.; Ertrag des Vortrags- riesengroße Illusion zutage, die der Sozialismus abends von Professor Kornmann, Breslau 228 Deutschland bereitet habe. Der Redner wies dann Mark' Gebrüder Grieb, Gießen, 50 Mk ; Sparr, auf vielfachen Erscheinungen der internatio- Mainzlar, 3 Mk.; Emil Dörr, Gießen, 3 Mk.; naIen Wirtschaftskrise hin, die nach Oesterreich Hessischer Polizei- und Schutzhundevereln Gie- unb Deutschland auch England schwer betroffen ßen 1914 50 Mk.; Ertrag des Gießener Flugtages habe, die Hoover zu seinem Eingreifen veran- 201 Mk. _ , T Iahte in der Erkenntnis, daß diese Weltkrise nur

Die Geldsammlung in den H au s ha l - I h^rch eine Korrektur der Weltpolitik zu beseitigen Jungen ist bisher in sehr zufriedenstellen- bie Frankreich zur Spitze seiner Machtstellung der Weise verlaufen, die Sammlerinnen Haven m verhalf und nach Amerikas Stellungnahme Son­den meisten Fällen nicht nur volles Verständnis, derverhandlungen zwischen Deutschland und Frank- sondern auch große G e b e f r e u d i g k e i t jur reich notwendig mache. Bei diesen deutsch-fran- das Hilfswerk angetroffen. Allen Spendern und döfifd)en Verhandlungen seien schwere Belastun- den Helferinnen bei der Haussammlung ist die gen |ür &ie deutschen Nerven zu befürchten, da Leitung der Winternothilfe herzlich dankbar und Frankreich wohl den grundsätzlichen Anspruch man hofft nur, daß das vorbildliche Beispiel der auf Reparationen aufrechterhalten und für bisherigen Spender in weitgehender Weife nach- Entgegenkommen in wirtschaftlicher Hinsicht Po- geahmt wird. , Mische Gegenforderungen stellen dürfte. Der-

Neben den Geldspenden sind auch voch große artige politische Forderungen dürfe Deutschland Mengen von Sachwerten der verschiedensten untcr (einen Umständen bewilligen, da sonst Art dem Hilfswerk zur Verfügung gestellt wor- baS durch die wirtschaftliche Entwicklung der den, ferner hat die Sammlung von Natura- r©elt erschütterte Fundament des Versailler Ver- lie'n bei der Landbevölkerung ein sehr erfreu- tragg nur neu befestigt und für uns noch folgen» liches Ergebnis gebracht. Wir werden hierüber schwerer gemacht werde. Wir hätten keinen Grund noch berichten. zum Verzweifeln, denn die ganze Welt wisse,

änmorf daß ohne Festigung und Beruhigung der deut-

schon Verhältnisse eine Wiederherstellung d<v des GesangveremsHeItcncit . Weltordnung nicht möglich sei, ferner für Frank-

tounf^en. ®ie 6 durcb Hinzuziehung der von Mitteleuropa nicht gesunde. Zu den außen- ÄÄ 85MJ Ä &ÄmuiVS

bonfeinerbefte^eUe Er fang rein und nichtung des Kcchitals durch die Befolgung der diMvliniert von seinem Leiter Wilhelm sozialistischen These vom Antikapitalismus sei ß h e r in vorbildlicher Weise geführt. Trotz die Quelle des jetzigen großen Elends Die Lleber- des^ numerisch starken Chores mach^ sich nirgends spannung des Sozialismus musse letzt beseitigt und .:n£> siphcrfteiaeruna des Ausdruckes bemerkbar, es müsse dafür gesorgt werden, daß nicht jeöer Stä? Ä» b« stoSer ausgesei^ sich auf di- Hilf- d-s Staate« »eriaffe onb«« SSÄrfKSoLaäÄ

wohlgelungene Absicht, ein abgerundetes und in kapital kommen, damit ^e Wirt,chaft wieder Allein" und Msch?ed" zu einem starken binett Brüning, die kürzlich von dem Partei- «S Knnm Ä6nt feien aber nach der heil angerich.el habe und die nur geetgn t fmn, (Jhnr mit Blasorchester von Karl Zuschneid, in die Wiedergewinnung von Vertrauen zur deut dem Herr Karl Feußer mit einem recht wohl- scheu Finanzwirtschaft ^u verhindern. Man muss klinaenden Tenor die Solopartie sang, die alter- die Sparer wrKr zur Ruhe kommen und ^rn^trf9eÄr?tU^eattUSe?nerti&; & SS Ö* wL.'"ZadL Gondesta^rer" von Säubert und das das Pro- werde man .Vertrauen gewinnen und auch Z ns- " W°"h7k a p -ll- untcr d-r Sei- w-E^Wsisichasilich- °"^ialc und »°Mlch-

£7 ÄSKSÄ'Ä

auten Wirkung wobei das l.Horn ein Sonderlob der politischen Vernunft müsse ber Berater f verdient Die Einleitung zum 3. Akt von Richard die Neugestaltung des deutschen Schicksals s . Wagners Nkeistersingeim, ein Sah aus Schuberts Dafür trete die DVP. em, weil nur auf diese ilnfcoltenöeten und die 1. ungarische Rhapteme ---- - "

vervollständigten den orchestralen Teil der Dar- bietungen, die sich durchweg auf hohem Viveau hielten und Obermusikmeister K r a u ß e als Diri­genten das beste Zeugnis ausstellten.

Daß der Beifall reichlich gegeben wurde, braucht kaum gesagt zu werden. Es versteht sich von selbst. Daß einige besonders eilige Zuhörer bei ovn letzten Takten des Matrosenchores bereits den Saal verließen, verdient erwähnt zu werden, denn es ist eine Rücksichtslosigkeit gegenüber bem üb­rigen Publikum und den Ausführenden. B.

Xt äMsischen Küste

letersfielb*, mit iiinaftation, Admiral ist auf sehr beroegkr bei Futschau ge- )en Mppen. Obwohl wirb, be/lebt jebod) es in Stüde bridjt. ft wohlbehalten ge- , des Minensuchers

LerffUntzn'

Dir beiden britischen .onrodT sind unter nterroegs.

luni>Kld,cn

w

Kit.

PZ-

Trund. toetben.

9 kündbar

Hlanbefpebiiion. &"9 Egede' ^s^ehmern der rjb'EkPedi. ^dänische Re, offiziell be-

LCMtei 61qu, wird die deutsche, ^nalhymne ipiikn.

^Petition Irscher Lauge, ^-Expedition habe enidciiung des Po- I Qn die Seite zu wn gesagt werden, le -eute ein ganz n d gegeben haben, itsluck feriiggebrochi, )sten Aerhält.

Inlandeis zu eile nach den Ent- rcn Richtigkeit nicht ch a l e dar, die mit mn das Eis einmal nd also das gleiche in nördlich von Ka> lenornmen, daß das inb sei. Man habe Deutschen in ©rön- ennen, der unge- öissenschast ha«

e(on< t Störung "Ar den Mer lnehr ^ ßuft* &eÄftan6 und 4 to/ Äitlerunsi derlichen ® |k6

Ä»?

V1U

_ Atunto- sintovel

SCHMERZBEKÄMPFUNG

ZUVERLÄSSIG UND RASCH.

Bll KOPFSCHMERZ MIGRÄNE- NEURALGIEN UND ZAHNSCHMERZ JAHRZEHNTE BEWÄHRT

CITRO VAN ILLE