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r ?s Hrüqgemam ntilten fReliors und des sts btt herzlichen Gluck- Mt zum Ausdruck. Er r Klinik unter den gegen- schwierigen Perhällnissen lnwerMl sei dem Verein -der» dafür dankbar, baß , erbaut habe. Sieben fe> - '1 bezug auf die Lndo- getreten. Jurdjöen Big -'Onbopädifche Klinik (ei die Möglichkeit werterer solche Aildungsslallc I« - «cdculuna. Aber auch dntldduWe* ch sic werde fleißifl mü- J. bcr Willenlchaft, dtt HoSne. Die Unioerfitd -naclesit, S4S" gad'fche ün-oechw'l
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Werk freudig gebracht in dem Bewußtsein, damit der leidenden Menschheit zu helfen.
Ministerialdirektor Geheimrat Dr. Dietrich-Berlin
sprach namens der Deutschen Vereinigung für Krüppelfürsorge. des Verbandes der katholischen Krüppelheime und namens der Inneren Mission herzliche Glückwünsche aus, feierte den Klinikbau in dieser schweren Zeit als eine Großtat, für Isine man dem Hessischen Fürsorgeverein zu Dank verpflichtet sei, dankte der Hessischen Regierung u.nb der Universität für die Errichtung des Lehr- sduhls für Orthopädie und sprach zum Schluß den Wunsch aus, daß auch in der jetzigen Rotzeit auf dem Gebiete der Krüppelfürsorge nicht ab- gebaut werden möchte.
Professor Dr. Hohmann-Frankfurt a. M.
übermittelte die Glückwünsche der Deutschen or- tHopädischen Gesellschaft und der Orthopädischen Klinik in Frankfurt a. M., warnte ebenfalls vor einem Abbau auf dem Gebiete der Krüppelfür- ferge und bezeichnete diese Fürsorgetätigkeit als eine der produktivsten unter allen Gesundheits- b-estrebungen.
Superintendent D. Wagner-Gietzcn brachte die Glückwünsche der Evangelischen Kirche in Hessen, des Prälaten v. l)r. D i e h l und seine eigenen herzlichen Wünsche zum Ausdruck und bezeichnete den Klinikbau als ein Werk des rechten Gottesdienstes, an dem auch die Kirche ihre Freude habe und von der reicher Segen für das Hessenland und die leidende Menschheit ausgehen möchte. Weiter brachte der Redner die herzlichen Wünsche des Landesoereins für Innere Mission in Hessen zum Ausdruck und wünschte in dessen Namen für alle Zeit engstes Zusammenarbeiten mit dem Hessischen Fürsorgeverein für Krüppel. Der Redner wünschte zum Schlüsse, daß in dem neuen Klinikwerke allezeit die Liebe das beherrschende Gesetz sein möchte.
Weitere Glückwunfchanfprachcn
hielten noch ein Vertreter des Hessischen Diakonievereins in Darmstadt, eine Vertreterin des Bundes der Körperbehinderten und ein Vertreter der Krüppelfürsorge. Mit herzlichen Dankesworten des Vorsitzenden des Hessischen Fürsorgeoereins für Krüppel, Oberbürgermeister Mueller, fand die Feier ihren Abschluß. — Hierauf wurde die neue Klinik besichtigt.
Wirtschaft.
Notverordnung über die Wertberechnung aus Feingoldbasis.
Der Reichspräsident hat am Samstag aus Grund des Artikels 48 Äbs. 2 der Reichsverfas- fung eine Verordnung zur Aenderung der Wertberechnung vonHypotheken und sonstigen Ansprüchen, die aus Feingold (Goldmark) lauten, erlassen. Die 1 Verordnung tritt rückwirkend mit Wirkung vom rA. September 1931 in Kraft und bezweckt die Festlegung des Verfahrens, nach welchem die Umrechnung des in manchen Hypotheken und,anderen Urkunden, ferner im deutsch-polnischen Li- * qruidationsabkommen vom 14. Juli 1930 als ; j Grundlage für bestimmte Verpflichtungen feftge- <3 legten Londoner Goldpreises über den jeweiligen Kkurs der englischen Währung erfolgen soll. Da- M bei ist der Grundsatz ausgestellt, daß der gleiche Lag für den Kurs des Goldpreises und der Wäh- rung solchen Berechnungen zugrunde zu legen ist ■ o6er, wenn ein Durchschnittspreis vorgesehen ist, Ader Durchschnittskurs für den gleichen Zeitraum U im Anwendung gelangt. Kommen für Goldpreis H und Währung zwei verschiedene Tage in Betracht, H|» ist der dem Fälligkeitstermin nähere maßgebend. Auch bei Zwangsversteigerungen ist sinngemäß für die Festsetzung des Wertes einer Gold- bypothek ebenso zu verfahren. Rechtskräftige Ent- sHeidungen aus der Zeit vor der Verkündung dieser Verordnung bleiben unberührt.
' Die Indexziffer der Großhan- ' delsp reise. Die vom Statistischen Reichsamt .5 lü-i den 7. Oktober berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 107,3 gegenüber der I vrwoche um 0,3 v. H. gesunken. An diesem Rückgang sind die Indexziffern für alle Hauptgruppen Ibeteiligt: Agrarstoffe 99,0 (— 0,4 v. H.), Kolo- .*£ ricltoaren 93,4 (— 0,3 v. H), industrielle Roh- fioffe und Halbwaren 99,3 (— 0,2 v. H.), indu- . , ftrielle Fertigwaren 133,7 (— 0,2 v. H.).
• Der Warenhausverband gegen »die Gold- und Devisenfakturierung. Der Verband deutscher Waren- und Kaufhäuser i dal beim Kartellgericht den Antrag auf Genehmigung der Sperre gegen jene Firmen ge- ? (teilt, die in Gold oder Devisen fakturieren. Er 1 (ordert, daß für die gesamte Wirtschaft die 3 eichsmark als einiyge Rechnungseinheit gelten 7 lol. In einer Erklärung des Warenhausverban- H des wird bedauert, daß die Reichsregierung noch ri<f)t ein gesetzliches Verbot der Devisen- und 4 ©wlöfafturierung erlassen hat. Sollte dem jetzigen gLstand der verschiedenartigen Fakturierung nicht rin Ende gemacht werden, so werde sicherlich ein Ktompf einsehen, um die Goldberechnung in der
gesamten deutschen Wirtschaft', also auch für Gehälter, Löhne im Einzelhandel usw. einzuführen. Oie Gefahr der Goldverschiebungen.
Berliner Börse.
Berlin, 12. Oft. (WTB. Funkspruch.) lieber den heutigen Freiverkehr lauteten die Aussagen bei den Banken zunächst etwas verschieden. Das Geschäft entwickelte sich zweifelsohne langsamer, als man es sonst gewöhnt war, so daß man anfangs kein zuverlässiges Bild über die Tendenzgestaltung erhielt. Dies hing zum Teil damit zusammen, daß die Auslandverkäufe ab heute vollkommen dem Markte fehl- t e n und dadurch schon bei geringster Rachfrage Materialmangel auftrat, wobei man höhere Kurse nur zögernd bewilligen wollte. Im Laufe des Vormittags wurde dann das Geschäft aber ziemlich lebhaft. Einmal hatte hierauf der heutige Anmeldungstermin der Ablieferung für die Medioengagements bei der Liquidationskasse einen Einfluß, da das Bestreben bestand, die laufenden Verpflichtungen weiter abzudecken. Zum anderen löste die gestrige Rede Schachts wieder Befürchtungen hinsichtlich der Währung aus, die in Anlagekäufen zum Ausdruck kamen. In Bankkreisen verhielt man sich dieser Rede gegenüber sehr abwartend, zumal sie im Wortlaut noch nicht vorlag. Man ist sich jedoch darüber einig, daß bei der augenblicklichen Wirtschaftslage eine weitere Beunruhigung in dieser Form zumindest unnötig gewesen sei. Daß die Reichsbank der Wirtschaft Krediterleichterungen auf Grund der Krise und zu deren Bekämpfung eingeräumt hat, wurde schon vorher von ihr nicht bestritten. Trotz des vermehrten Rotenumlaufs sei aber das Preisniveau in Deutschland nicht nur gestiegen, sondern die De - slation hätte noch eher Fortschritte gemacht. Aber auch international geht der Kampf um die Währung weiter. Rachdem Amerika die Gerüchte von einem Ausfuhrverbot für gemünztes Gold dementierte, nachdem Süd-Rhodesien eine Suspendierung der Goldwährung beschlossen hat, Spanien und Guatemala sich eine Regierungskontrolle über ihre Rotenbanken gesichert haben, erklärt Uruguay heute ein obligatorisches Moratorium seiner kommerziellen Verpflichtungen in ausländischer Währung. Das Moratorium wird bis zum 31. Dezember in Kraft bleiben, und von da ab sind die Schulden in monatlichen Raten von je 20 Prozent bis zum 31. Mai 1932 zu tilgen. Auch in der BIZ.-Sihung werden Währungsprobleme und Forderungen einer aktiven Zusammenarbeit aller Rotenbanken im Vordergründe der Diskus-
Steigende Arbeitslosigkeit in Oberhessen.
Oer Bericht des Arbeitsamts Gießen für September.
Die Beschäftiaungs Möglichkeit aus de n oberhessischen Ärbeitsrnarkt hat in der De- lichtszeit weiter nachgelassen. Selbst die c.och im Gang befindliche Ernte konnte ein wei - i ler e s Steigen der Arbeitslo senzif- ;er nicht verhindern. Viele Betriebe arbeiten 19verkürzt oder haben Kurzarbeit angemeldet.
I A llch die Anträge auf Betriebs st illegun- ;«n nehmen äu.
Leider besteht Anlaß, darauf hinzuweisen, daß Arbeitgeber (auch Gemeinden), die vorsätzlich in fiwer Arbeitsbescheinigung, zu der sie nach § 170 Ws atz 2 AVAVG. verpflichtet sind, falsche i»d unvollständige Angaben machen, 3e-r Reichsanstalt für den daraus entstehenden Schaden Ersatz zu leisten haben. In den Fällen, Die Anlaß zu diesem Hinweis gegeben haben, hat mer Strafanzeige gegen die beteiligten Arbeiter der und Arbeitnehmer erstattet werden müssen, ja ist deshalb von Wichtigkeit, die Arbeitsbe- dsrinigungen gewissenhaft und geirau auszu- ’ü (len.
Die Zahl der Arbeitsuchenden ist in der Be- ichtszeit von 10 797 auf 11 028 gestiegen. Aus den Mitteln der Reichsanstalt wurden im Beuch tsmonat 4844 Hauptunterstützungsempfänger imlerstützt. Krisenfürsorge erhielten 3956 Per- onen. 671 männliche und 103 weibliche Arbeit- achende konnten in Arbeit vermittelt werden. IIeZI Arbeitsuchende wurde., von ihrem früheren ij Arbeitgeber in Arbeit zurückaerufen.
| -3h der nachfolgenden Tabelle bringen wir eine Uebersicht über die Arbeitslosigkeit auf dem ib<rhessischen Arbeitsmarkt in den letzten drei Hahr en. Aus dieser Uebersicht geht hervor, oaß f iie Auf- und Abwärtsbewegungen der Arbeits- ( loscnkurve in den letzten drei Jahren sich ähnelt, i iut daß sie sich von Jahr zu Jahr in einer Oberen Lage bewegt. Bei der Uebersicht ler Hauptun terstühungsempsänger in der Ar- lei'slosenversicherung ist es auffällig, daß die MI der Unterstützungsempfänger der letzten Ornate niedriger liegt, als im Vorjahre. Dies ft natürlich in erster Linie auf die getroffene 2enberung in der Arbeitslosenversicherung zurück- liufähren, denn in der Uebersicht der Hauptunter- ■ mtzungsempsänger der Krisensürsorge ersieht man, laß z. D. die Zahl der Krisenfürsorgeempfänger
am 30. September d. I. dreimal so hoch ist, als die des Vorjahres.
Arbeitsuchende:
1928/29
1929/30
1930/31
31. Oktober
1888
4019
8606
30. November
3602
6176
9348
31. Dezember
5799
9790
13741
31. Januar
10256
11956
17243
28. Februar
12923
13050
16675
31. März
10480
9776
15373
30. April
3744
8507
12545
31. Mai
1966
7119
10992
30. Juni
1614
6446
9933
31. Juli
1518
6479
9875
31. August
1805
7071
10797
30. September
2294
7310
11028
hauptunlerstühungsempsänger in der Arbeitslosen. Versicherung:
1928/29
1929/30
1930/31
31. Oktober
1188
2282
5763
30. November
2996
4047
6164
31. Dezember
5457
5576
9181
31. Januar
6131
8664
10557
28. Februar
5150
10390
11337
31. März
4761
7643
10191
30. April
2713
6314
7720
31. Mai
1273
5192
6097
30. Juni
1042
4364
4373
31. Juli
885
4798
3694
31. August
1149
5158
4531
30. September
1335
5180
4844
hauptunterstühungsempsänger in der Krisenfürsorge:
1928/29
1929/30
1930/31
31. Oktober
66
108
1527
30. November
75
154
1152
31. Dezember
79
232
1200
31. Januar
100
237
1596
28. Februar
118
293
2296
31. März
169
302
2356
30. April
31. Mai
130
421
2095
142
508
2251
30. Juni
124
646
2399
31. Juli
96
817
3315
31. August
110
923
3667
30. September
115
1065
3956
sion stehen da man eingesehen hat, daß die großen Goldverschiebungen der letzten Zeit eine immer weiter wachsende Gefahr für die Währun gen aller Länder zu werden drohen.
Oie BIZ. verlängert den Jiediskont- kredit der NeichSbank.
Berlin 12. Ott. (WTB. Funkspruch.) Von zuständiger Stelle wird uns mitgeteilt: Der Verwaltungsrat der BIZ. hat beschlossen den von der DIZ. an die Reichsbank gewährten, am 4. Rovernber fälligen Kredit in Höhe von 25MillionenDollar, auf drei Monate erteilt bis zum 4. Februar 1932 zu verlängern. Die Leitung der BIZ. wird nunmehr mit den am Reichsbankkredit beteiligten Zentralnotenbanken, der Bank von Frankreich, der Dank von England und der Federal-Reservebank in Reuyork, in Verbindung treten, damit diese Banken eine Verlegung ihrer in gleicher Höhe übernommenen Anteile für den gleichen Zeitraum vornehmen.
Oie Goldwährung auch in Finnland aufgehoben.
H e l s i n g f o r s , 12. Oft. (WTB. Funkspruch.) Die finnische Goldwährung ist heute b i s auf weiteres aufgehoben und der Diskontsatz auf 9 Prozent erhöht worden.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. Oft. Auftrieb: Rinder 1642 Stück: darunter 410 Ochsen, 214 Bullen, 506 Kühe, 480 Färsen. 484 Kälber, 63 Schafe, 5500 Schweine. Es wurden notiert: Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 36—38, ältere 32—35, sonstige vollfleischige, jüngere, 27—31; Dullen, jüngere, vollslei- schige, höchsten Schlachtwerts 28—32, sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 24—27; Kühe, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 27—30, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23—26, fleischige'18—22; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder), vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 36—39, vollfleischige 32—35, fleischige 27—31; Kälber, beste Mast- und Saugkälber 46—49, mittlere Mast- und Saugkälber 40—45, geringe Kälber 34 bis 39; Schweine, vollfleischige Schweine von zirka 240—300 Pfund Lebendgewicht 51—54, desgl. von 200—240 Pfd. Lebendgewicht 50—53, desgl. von zirka 160—200 Pfd. Lebendgewicht 48—53, fleischige Schweine von zirka 120—160 Pfd. Lebendgewicht 42—50; Sauen 40—48. Marktverkauf: Rinder und Schweine schlecht, lleberstand, Kälber und Schafe langsam geräumt.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 12. Ott. (Drahtnachricht des Gießener Anzeigers.) Die Frankfurter Getreidebörse eröffnete die neue Woche in ruhiger Haltung. Die innerpolitische Lage hemmt jede Geschäftstätigkeit. Äe Ausführungen Dr. Schachts auf der gestrigen
Harzburger Tagung zwangen zu stärkster 3ü» rückhaltung. Das Angebot in Drotgetreide ist in guten Qualitäten sehr knapp, jedoch erfolgen andererseits nur Käufe für den Tagesbedarf. Die Preise für Weizen sind leicht ermäßigt worden. Für Roggen nennt man unveränderte Preise. Gerste liegt gut stetig und ist schwer umzusetzen. In Kleie ist das Geschäft flau. Am Mehlmarkt sind erneut die Preise von der Mühlenkonvention zurückgesetzt worden. Für Weizen- ergibt sich ein Abschlag bis zu 75 Pfennig, für Roggenmehl bis zu 25 Pfennig. Effektives Roggenmehl feiner Qualität ist gesucht. Oelhaltige Futtermittel sind schlecht anzubr'.ngen. Es wurden notiert: Weizen 227,50 JKf., Roggen 220, Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 180, inländischer Hafer 160 bis 167,50 Mk. pro Tonne; Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Aus- tauschweizen) 35,75 bis 36,50, (Sondermahlung) 33,75 bis 34,50, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschweizen) 35,75 bis 36,25, (Sondermahlung) 33,75 bis 34,25, Roggenmehl (60proz. Ausmahlung) 30,25 bis 31,25, Weizenkleie 8,15, Roggenkleie 8,75, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 33 bis 37, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 25 bis 58, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 4 bis 4,25, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 3, (gebündelt) 2,75 bis 3, Treber (getrocknet) 11,50 bis 12 Mk. Tendenz: stetig.
Devisenmarkt Berlin -
- Frankfurt a. Bl.
10.Df.obtr
12.Dflober
Amtliche Noiierung
Amtliche Noiierung
Neid
Srlef
Geld
Bries
Heliingsor» .
10,34
10,36
8,99
9,01
Wien. . . .
51,95
52,05
54,45
54,55
Prag . . .
12,47
12,49
12,468
12,488
Budapest . .
73,28
73,42
73,28
73,42
Sofia . . .
3,072
3,078
3,072
3,078
Holland . .
170,08
170,42
170,33
170,67
Cilo . . . .
93,16
93,34
92,91
93,09
Kopenhagen.
93,16
93,34
93,16
93,34
Stockholm
96,90
97,10
97,40
97,60
London. . . Buenos Aires
16,25
16,29
16.30
16,32
0,873
0,877
0,873
0,877
Neun^rk . .
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüffel. . .
59,04
59,16
59,04
59,16
Italien. . .
21,68
21,72
21.63
21,67
Paris . . .
16,68
16,72
16.67
16,71
Schweiz . .
82,52
82,68
82.52
82,68
Spanien . .
37,86
37,94
37.91
37,99
Danzig. . .
82,07
82,23
82,07
82,23
Japan . . .
Rio de Ian..
2,078
2,082
2.078
2,082
0,224
0,226
0,214
0,216
Iugoflawten.
7,473
7,487
7.473
7,487
Liiiahoa . .
13,84
13,86
14,84
14,86
Banknoten.
Berlin, IQ. Df "ober
Geld
Zrles
Amertlanifche Noten . . .
4,20
4,22
Belgifche Noten.....
58,88
59.12
Dänische Noten.....
92,96
93,34
Englische Noten.....
16,21
16,27
Französische Noten....
16,67
16,73
Holländische Noien ....
169,71
170,39
Italienische Noten ....
21,76
21,84
Norwegische Noten....
92,96
93,34
Deutsch.Oesterreich, 1 100 Schilling
51,70
51,90
Rumänische Noten ....
2,51
2.53
Schwedische Noten ....
96,71
97.09
Schweizer Noten.....
. . . .
82,34
82,66
Spanische Noten.....
37,62
37,78
Ungarische Noien ....
72,75
73,15
Buntes Allerlei.
Oie stillen Nächte von Paris.
Paris, eine der geräuschvollsten Städte bei Tage, ist jetzt in der Rächt sehr still geworden, und zwar infolge des energischen Kampfes, den der Pariser Polizeipräfekt Chiappe gegen den nächtlichen Lärm geführt hat. Als er im Februar d. I. einen Erlaß herausgab, der durch bestimmte Verordnungen für größere Ruhe nach Einbruch der Dunkelheit sorgen wollte, hörte man zunächst wenig von den Erfolgen, und alles lachte über dieses eitle Beginnen. Aber nun hat der Polizeipräfekt eine Liste der Bestrafungen veröffentlicht, und sie zeigt, daß allein in den beiden Monaten Juli und August 889 Personen wegen (Störung der Pariser Rachtruhe bestraft worden sind. Unter diesen Vergehen, die ihre Ahndung gesunden, steht an erster Stelle die „mißbräuchliche Verwendung von Hupen". Den Kraftfahrern ist es seitdem vergangen, die mißtönenden Klänge, die im Dunkel so besonders unheimlich und störend wirken, gegen die Vorschrift ertönen zu lassen. Sie wurden auch vielfach wegen des Laufenlassens des Motors, wegen „offenen Auspuffs" und schlecht geschmierter Bremsen bestraft. Andere Verletzungen der Rachtruhe, die nicht geduldet wurden, waren das Spielen von Grammophonen und die Einschaltung des Lautsprechers während der Racht- stunden, wodurch Rachbarn gestört werden konnten. Ebenso sind Strafen ergangen für Hämmern an den Wänden, Singen und Musizieren auf der Straße, wegen Teppichklopfens, Abbrennens von Feuerwerk und mangelnder Vorsicht bei der Verwendung von Fabrikpfeifen.
Baden als Bürgerpflicht.
Der Siegeszug der modernen Hygiene dringt bin in Länder vor, die bisher von solchen Forderungen der Kultur noch unberührt waren. Ein Zeichen dafür ist. daß man jetzt die mexikanischen Bürger zum Baden zwingen will. In dieser Republik, in bcr durch Jahrhunderte die größte persönliche Freiheit herrschte, hat man ein Gesetz eingebracht, nach dem jeder in Mexiko wenigstens einmal in der Woche baden mutz. Wer nicht aus freiem Entschluß badet, wird gebadet, und die mexikanischen Vollziehungsbeamten werden diese Maßnahme ebenso einfach wie praktisch durchführen, indem sie gegen wasserscheue Untertanen einfach den starken Strahl einer Feuerspritze richten. Richts zeigt wohl besser als dieses Gesetz, wie sehr sich die Zeiten geändert haben, denn das Bad, das heute als die selbstverständliche Grund" läge jeder Körperpflege gilt, ist lange Zeit ein seltener Genuß, ja ein Vorrecht der begüterten Klassen gewesen. Der große Kulturphilosoph Thaine hat einmal zwischen „reinlichen" und „unreinlichen" Zeitaltern unterschieden, je nach dem eine Dademode herrschte oder der Wasserverbrauch zur Reinigung sehr gering war. Zu den reinlichen Epochen der Weltgeschichte gehört in erster Linie das klassische Altertum, wie die gewaltigen noch erhaltenen Anlagen von Bädern besonders aus der Zeit des alten Rom zeigen. Der Grieche muhte sein tägliches Bad haben, aber ihm fehlte die Seife. Jedenfalls würden die stark geölten und eingefetteten Körper der alten Hellenen uns nicht gerade als Vorbild der Körperpflege erscheinen. Man badete hauptsächlich zur Erfrischung in dem heißen Klima und suchte dem Eintrocknen der Haut durch das Salben vorzubeugen. Die Dchmuhschichten wurden mit einem Schaber entfernt. Auch das Mittel- alter kannte eine weit verbreitete Dademode; Männlein und Weiblein sahen wie im Altertum
zusammen im Wasser, und wenn in den Städten allabendlich die Dadeglockc ertönte, strömte alles in den Dadehäusern zusammen, in denen man aber mehr dem Vergnügen als der Körperpflege huldigte. Als dann die öffentlichen 'Bäder zu Herden für die Verbreitung ansteckender Krankheit wurden, brach jenes Zeitalter an, das man wohl als das „unreinliche" bezeichnen kann. „Oben hui. unten pfui!" wurde die Parole jener Jahrhunderte, in denen der Menschengeist so Gröhes vollbrachte und die Körperpflege so sehr vernachlässigt wurde. Am Hofe Ludwig XIV., der für die damalige Kultur vorbildlich wurde, herrschte eine Unreinlichkeit, wie man sie heut nicht mehr findet. Der Sonnenkönig selbst soll alljährlich nur einmal gebadet haben, und die Grohen seines Reiches verzichteten wohl überhaupt darauf. Starke Parfüms verbargen den wenig angenehmen Geruch: Schminke und Puder zogen eine Kruste über die Haut. Diese Derpönung des Badens hat lange nachgewirkt, länger, als wir uns gewöhnlich klar machen. Roch im 19. Jahrhundert war das „Bade- fest" immer etwas Besonderes, und bezeichnend für die damaligen Anschauungen ist die Tatsache, daß für Kaiser Wilhelm I., wenn er baden wollte, stets eine Wanne aus dem Hotel de Rome ins Schloß gebracht wurde. Das Badezimmer, das heute auch in billigen Wohnungen nicht fehlen darf, sucht man vergebens in den Prunkgelassen einer ziemlich nahen Vergangenheit. Die neue Bademode ging von Enaland aus und bürgerte sich zusammen mit dem ,,W. C.“ ein, das ebenfalls eine Kulturgabe der Söhne Albions war. Heute herrscht auch in weiteren Kreisen ein Dadebedürf- nis, das unsere Großväter noch für unmöglich gehalten hätten. Baden ist zur Bürgerpflicht geworden.
Das Schwarze Kabinett bringt es ans Licht.
„Diplomaten find fast so naiv wie Kinder und felsenfest davon überzeugt, daß ihre Geheimschriften so unergründlich find wie ein Buch mit sieben Siegeln. Aber man kann sie alle lesen!" Dies ist die aufsehenerregende Enthüllung und Warnung, die der Amerikaner Herbert D. Yardley in [einem Buch „Das Amerikanische Schwarze Kabinett" ausspricht. Dieses Werk, das wohl das indiskreteste Buch ist, das je geschrieben wurde, hat nicht nur in Amerika, sondern in den Diplomatenkreiscn der ganzen Welt peinliche Bestürzung hervorgerufen. Ein durch Jahrhunderte mit dem größten Geheimnis umgebenes Mittel des diplomatischen Verkehrs, das in der Politik eine gewaltige Rolle gespielt l)aL wird nämlich dadurch untauglich gemacht. Major Yardley war der Begründer, Vorsteher und Hauptsachverständige des amerikanischen kryptographischen Bureaus, das während des Krieges ins Leben gerufen wurde, hauptsächlich um die feindlichen Botschaften in Code- und Chiffrier» schrist zu beobachten und zu ergründen. Diese Kriegs- einrichtung wurde aber auch später beibehalten und dazu verwendet, um die diplomatischen Gheimschrif- ten anderer Regierungen zu entziffern. Erst als vor zwei Jahren ein neuer Staatssekretär sich mit diesen Arbeiten des „Schwarzen Kabinetts" näher beschäftigte, kam er zu dem Entschluß, daß das nicht länger so gehe, und löste das kryptographische Bureau auf. Daraufhin hielt sich Yardley nicht mehr für verpflichtet, die von ihm enthüllten Geheimnisse zu bewahren und schrieb dieses erstaunliche Buch über seine Tätigkeit und seine Methoden. So kommt es, daß Dutzende von Geheimcoden, die ihre Benutzer für unauflösbar hielten, in aller Oefsentlichkeit entziffert und näher erläutert werden. Das Schwarze Kabinett


