Ausgabe 
12.8.1931
 
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holte.

V. f. N. Lich.

Wirtschast

Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

10. August 1931

2. Ziehungslag

38650 49420 70980 79567 96764 110406

87908 88915 90632 94730 100781

Prämien zu |e

Im Gewinnrabe verblieben: 2

Verantwortlich für Lokales: i.V. HL. Neuner.

101433

132583

158617

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190026

214031

230396

289085

309201

337684

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126809 182131

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145612 176965 200310

214064

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313769

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355004

386092

108249 142792 170577 184681 194211

225717 267168 297691

333522 345519

380338

129894

198476

246560

260964

316394

376953

399389

123150 151210 172907 185807 197632

226203 275242 298050 336075 348658

394296

115639 155637

179568 206131 226767

244687 273482

301310 319301

346056 358541

389595

144361

200334 247708 274503 332250

380827

130480 154807 174361 188567 208071 227873 275899 298193 337387 352392

171235 209150 247710

275602

335903

381527

16302 18578

45286 46048

75982 77529

91879 94287

174674

217966

255973

276413

341577

383097

136893 159431 179350 190965 220795 261639 296884 320844 338294 379029

132795 165554 188864 212129

238836 249310 288282 311002

328946 350917

377589 394397

99620 144459

170152 196378 212515 241337 260985 291666 313326 330825 353723 378987 397739

116170 158345

182176 210028 234709

247413 284161

305450 319521

347538 365219 390566

123134

163613

182255 210152

236647

248200

287607

306832

322829

348177

367938

392511

dem Stande zu Anfang Juli 1931 entgegen den Befürchtungen wegen der starken Gewitterregen zu Mitte Juli im allgemeinen wenig geändert.

Im Reichsdurchschnitt ergeben sich nach den Schätzungen zu Anfang August 1931 folgende Hek­tarerträge (gegenüber den Schätzungen zu Anfang Iuli d. I.): Winterroggen 16,4(16,8) Doppelzent­ner, Sommerroggen 13,3 (13,6), Winterweizen 21,0 (21,3), Sommerweizen 20,7 (20,6), Spelz 13,2 (12,6), Wintergerste 22,2 (22,9), Sommergerste 19,1 (19,3). Hafer 19,6 (19,5) Doppelzentner.

Mit Ausnahme von Winterroggen scheint hier­nach bei ollen Getreidearten ein etwas gröberes Gesamtergebnis als im Vorjahre in Aussicht zu stehen, und zwar hauptsächlich an Winter- und Sommerweizen, sowie Sommergerste und Hafer. Der Mehrertrag an diesen Getreidearten beruht abgesehen von Hafer im wesentlichen auf der Hrnstellung des Getreidebaues vom Roggenanbau auf andere Getreideartcn, insbesondere auf Wei­zen und Sommergerste.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

der mit hervorragendem Anschlag und Rückschlag manchen Pluspunkt für die Mannschaft heraus-

Gewinnaoszug

5. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preutz.) Staats-Lotterie

Lich I Leihgestern 11 6:1 (3:1).

Zu Beginn der neuen Saison stellten die Rasenspieler nach fast zweijähriger Pause wieder eine aktive Elf auf. Die Mannschaft, die in der Hauptsache aus Spielern der ehemaligen Iu- gend besteht, zeigte in ihrem ersten Spiele schon eine annehmbare Leistung. In technischen Einzel­leistungen standen sie ihrem nicht schlecht spielen­den Gegner nichts nach, wohl aber mangelte es noch an dem für das Spiel unbedingt nötigen Zu­sammenhang, der aber nach einigen Spielen und intensivem Training bald gefunden werden dürfte.

Lich 1. Jugend Gichen 1900 2. Jugend 4:2.

Die Iugend, die natürlich durch die Abgabe ihrer besten Spieler geschwächt war, zeigte sich trotzdem in Gießen dem Gegner als überlegen und siegte verdient.

Lich (Schüler) Leihgestern (Schüler) 0:3.

Lieber die Schüler ist zu sagen, daß sie noch viel trainieren müssen, um sich vor allem die nötige Ausdauer anzueignen.

Handball im (Sau Hessen (O.T )

Klein-Linden I Lich 1 6:6 (5:0).

In Klein-Linden trat am Sonntag die 1. Hand- ballmannschast des Tv.Lich gegen die erste des Tv.

derte, ihn vom Stuhl zu bewegen, um dadurch die Beine zu üben, oder das anderemal, wenn er seine Arme trainieren wollte, seinen Partner' anwies, ihm die geballte Faust zu öffnen. Eine, Variation dieser Hebung bestand darin, daß man einen Gegenstand mit der Faust umklammerte und einen Kameraden aufforderte, diesen Gegenstand aus der Llmtlammerung zu lösen.

Wir sind längst davon abgekommen, etwa einen 800-Meter-Läufer täglich seine Strecke laufen zu

ven gebildet worden. Die Geschäftsinhaber fo* wie der bisherige Aufsichtsrat sind von ihren! Funktionen zurückgetreten. Für die Leitung der Bank, die in Zukunft die FirmaRvrddeutsche Vereinsbank AG." tragen wird, ist Herr Köpke, bisher Direltionsmitglied der Rorddeutschen Dank in Hamburg, Filiale der Deutschen Dank und Dis- conto-Gesellschaft. gewonnen worden.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n k f u r t a. M., 12. Aug. Es wurden notiert? Weizen 235 Mord Roggen 205 Mark, Wintergerste (neue Ernte) 175 Mark, Hafer (inländischer, alt) 190 bis 195 Mark, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 39,75 bis 40,50 Mark, Weizenmehl (niederrhemisches) 39,75 bis 40,25 Mark, Roggenmehl 28,25 bis 30 Mark, Weizenkleie 9,25 bis 9,50 Mark, Roggenkleie 9,25 bis 9,50 Mark. Tendenz: stetig. Bei Weizen und Roggen ist das Hektolitergewicht während einer kurzen Uebergangszeit gestrichen.

ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

4 Gewinne zu 10000 M. 53704 64499

6 Gewinne zu 5000 M. 120601 142136 155652

24 Gewinn, »u 3000 M. 12971 79369 86490 94044 143984 150791 187900 190735 203471 257845 274152 372229

50 Gewinne zu 2000 M. 6374 24152 52591 54724 56870 66983 103949 120560 127152 148096 194060 219192 228204 249473 268294 270481 279895 293022 319703 320547 334070 339692 342391 349014 357677

114 Gewinnezu 1000 M. 7910 16459 34652 40566 48836 51724 58927 73892 83147 87085 99125

100492 133723

202308

259586

278141

293748

338210

373707 ____ ______ ______

196 Gewinne zu 500 M. 7395 14049

20170 26798 33308 37674 44632

51632 52308 58291 59845 67028

79877 85290 85399 89543 91513

Senkung des Reichsbankdiskonts.

Ab heute Reichsbankdiskont 10 Prozent.

Lombardsatz 15 Prozent.

Berlin, 11. Aug. (DTB.) Die Reichsbank hat mit Wirkung ab Mittwoch, den 12. August, den Diskontsatz von 1 5 v. h. a u s 1 0 v. h. und den Lombardsah von 20 auf 15 o. h. herabgesetzt.

In der Sitzung des Zentralausschusfes der Reichs- bank begründete Reichsbankpräsident Dr. Luther die Herabsetzung wie folgt: Oie scharfe Diskontrnaß- nohme vom 1. August hatte den ausgesprochenen Zweck, die Wiederaufnahme des vollen Zahlungsverkehrs vorzubereiten und feine Durchführung zu erleichtern. Die an die Erhöhung geknüpften Erwartungen haben sich in vollem Umfange erfüllt. Der llebergang zum norma­len Bankverkehr hat sich ohne nennenswerte Ausweitung des Kreditbestandes der Reichsbank und des Umlaufes an Zah­lungsmitteln vollzogen. Rach dem Status vom 7. d. IN. ist bis zu diesem Tage bereits wieder eine Rückbildung der Anlage der Reich-bank um 122 Millionen RM. und des Gesamtumlaufes an Zahlungsmitteln um 107 Millionen Reichsmark eingetreten. Auch die Wiedereröffnung der Sparkassen ist durchaus befriedigend verlaufen. Da auch sonst im Wirtschaftsleben deutliche Entspannungsmerkmale unverkennbar sind, glaubt die Reichsbank, nicht länger zögern zu sollen, den Rotdiskont von seiner gegenwärtigen höhe wieder auf 10 v. h. und zugleich den Lombard­sah auf 15 v. h. herabzusehen. Sie ist sich dabei bewußt, dah auch die neuen Zinssätze der wirtschast noch auherordentliche La st en auferlegen und steht es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, ihrerseits alles zu versuchen, was geeignet ist. weitere Diskontermäßigun- g e n zu ermöglichen.

ErläuierungenzumNeichsbankausweis" vom 7. August 1931.

Berlin, 10. Aug. (WTB. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. August 1931 hat sich in der verslossenen Bankwoche die ge­samte Kapitalanlage der Bank in Wechsel und Schecks, Lombard und Effekten um 122,1 Millio­nen auf 3849,5 Millionen Reichsmark ermäßigt. Im einzelnen haben die Bestände an Handels­wechseln und Schecks um 190,1 Millionen auf 3462,7 Millionen Reichsmark zugenommen, die Lombardbestände um 179,5 Millionen auf 167,5 Millionen Reichsmart und die Bestände an Reichsschahwcchscln um 132,5 Millionen auf 116,5 Millionen Reichsmark abgenommen. An Reichs­banknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 88,1 Millionen Reichsmark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 78,1 Millionen auf 4375,6 Millionen Reichsmark, derjenige an Rentenbankscheinen um 10 Millionen auf 409,2 Millionen Reichsmark verringert.Dementsprechend haben sich die 'Bestände der Reichsbank an Ren­tenbankscheinen auf 18,5 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 780,6 Mil­lionen Reichsmark eine Abnahme um 53,2 Mil­lionen Reichsmark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 62,6 Mil­lionen auf 1642,2 Millionen Reichsmark erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 1,7 Millionen auf 1365 Millionen Reichsmark und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 60,9 Millionen auf 307,2 Millionen Reichsmark zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 38,2 v. H. gegen 36,1 v. H. in der Vorwoche.

Vorschützung

-er deutschen Getreideernte.

Rach den im Statistischen Reichsamt zusammen» gestellten Ergebnissen der (zweiten) Erntevorschät­zung zu Anfang August d. I. haben sich die Aus­sichten für die diesjährige Getreideernte gegenüber

3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

6 Gewinn« JU 10000 M. 37557 142571 174082

6 Gewinn« zu 5000 M. 61602 78960 389072

24 Gewinne zu 3000 M. 7557 14438 62449 77527 151374 199395 199565 258393 340879 365359 373645 382363

42 Gewinne zu 2000 M. 22930 56024 74318 78261 88261 105928 118814 122639 123939 144415 158996 190948 258847 270541 279518 279687

500000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu je 75000, 10 zu je 50000, 26 zu (e 25000, 180 zu je 10000, 466 zu je 5000, 926 zu je 8000, 2804 zu je 2000, 5596 zu je 1000, 9246 zu je 500, 27768 zu je 400 M

176 Gewinne,u 500 M. 8275 9837 13358 20955 22248 22407 23351 38692 40993 56305 68761 72239 73963 77848 79201 82324 84735 86166 -------------------------- ------ 103341

Wie trainierten die antiken Sportsleute?

Von Or. Ludwig Englert, Dozent an der OHfL. Berlin.

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lassen, wir wechseln vielmehr mit der Entfernung ab und geben in einem gewissen Zyklus kürzere, mittlere und längere Strecken zu absolvieren. Aehnliche Bestrebungen begegnen uns auch in der Antike. Die Sportlehrer bildeten die sog. Te­troden, oder zu deutsch einen Diertagezhklus, aus und setzten für jeden Tag eine besondere Aufgabe. Rach dem Zeugnis des Philostratus wurde der Sportsmann am ersten Tag vorbereitet, am zwei­ten intensiv beschäftigt, am dritten der Erholung überlassen und am vierten mittelmäßig ange­strengt. Auf diese Tetraden ist Philostratus außer» ordentlich schlecht zu sprechen, ja er macht dieser , Trainingsmethode geradezu den Dorwurf, daß sie die gesamte Gymnastik zugrunde gerichtet habe. Und in der Tat ergeben sich bei näherem Zusehen ernstliche Bedenken, die Philostratus richtig er­kannte und die auch in unserer Zeit bei einem starr gehandhabten Trainingszyklus gegeben wä­ren. Bei diesem System bleibt nämlich die per­sönliche Disposition des Sportmannes außer acht. Es könnte sein, daß er am zweiten Tage, an dem ein intensives Training trifft, nicht disponiert ist und ernstlichen Schaden nehmen kann, wenn der Trainer dies nicht berückfichtigt.

Richt immer haben die Griechen ihren richtigen Erkenntnissen gemäß gehandelt und sich dieser Trainingsgrundgedanken bedient. Ie mehr die Gymnastik zur Athletik entartete, je mehr an die Stelle des allseitig durchgebildeten, schönen Kör­pers die gemästeten Gestalten der Athleten traten, desto mehr mußte auch die Trainingsmethode in Verfall geraten. Schon lange vor dem Ausgang der Antike ist sie völlig vergessen und als man am Ende des 19. Iahrhunderts wieder begann, inten­siv Leibesübungen zu betreiben, da knüpfte man nicht an die Erfahrungen der Griechen an, sondern man kam selbständig und folgerichtig auf Grund der eigenen Erfahrungen zu ganz ähnlichen Er­gebnissen.

Erst heute, da der moderne Sport in sich ge­schlossen neben dem antiken steht, spüren wir die Beziehungen zwischen ihnen ganz deutlich, und wir fühlen, wie die Jahrhunderte sich berühren.

ähnlich, wie wenn wir in klassischem Lande einen Bauern den Acker pflügen sehen, den seine Ahnen i vor Hunderten von Iahren in gleicher Weise be- I bauten.

Klein-Linden zum Freundschaftsruckspiel an. Das Spiel wurde von selten der Licher ziemlich hart durchgeführt, so daß dem Schiedsrichter Reiz (Gießen) sein Amt nicht leicht gemacht wurde. Das Vorspiel in Lich hatte ebenfalls unentschieden 7:7 geendet. _

Die Licher 2. Mannschaft zeigte sich der 2. Mann­schaft Klein-Lindens nicht gewachsen und mußte eine 5:0-Niederlage (Halbzeit 3:0) entgegennehmen.

Wanderer erhält den Internationalen Alpenpokal!

Am 31. Juli 1931 starteten deutsche Fahrzeuge zur Internationalen Alpenfabrt. Die Wanderer-Werke meldeten das einzige deutsche Markenteam im Kamps um den Internationalen Alpenpokal. Dem Team war ein voller Erfolg beschieden. Mit großer Ueberlegen- heit gewann Wanderer gegen stärkste internationale Konkurrenz in dieser bisher schwersten Prüfungsfahrt der Welt die höchste Auszeichnung: den Internatio­nalen Alpenpokal. Den Wandererprioatfahrern Frl. Lilo Graumüller (Dresden) und R u h st r a t (Göttingen) wurde die Erinnerungsmedaille des Gletscherpokals zugesprochen.

Kurze Sportnotizen.

Der Stabhochspringer Wegner (Halle) wurde beim Stockholmer Leichtathletikfest doch schwe­rer verletzt, als man erst annahm. Die Röntgen- Untersuchung Wegners hat einen Rippenbruch er­geben, so daß der deutsche Meister für Jüngere Zeit außer' Gefecht gesetzt ist.

Ein Blick auf die Zusammenstellung der Meisterschaftsergebnisse und Rekordleistungen in den letzten 30 Icchren zeigt uns, daß sich die Höchstleistungen in diesem Zeitraum in beinahe unglaublichem Maße verbessert haben. Dies wäre nicht möglich, wenn sich die Trainingsmethoden in den letzten Iahrzehnten nicht bis zum äußersten verfeinert hätten, wenn wir nicht gelernt hätten durch ein rationelles Training die Leistungen höher und immer höher hinaufzuschrauben. Schon scheint die äußerste Grenze erreicht zu sein und in diesem Zeitpunkt ist es nicht unbillig, nmh rückwärts zu schauen, um zu betrachten, welche Trainingsmethoden früher üblich gewesen sind.

Das Vorbild für unseren Sportbetrieb ist die Gymnastik der Griechen und darum interessiert es uns in erster Linie, wie sie das Training ihrer Sportsleute gestaltet haben. Schon früh haben sie begonnen, genaue Anweisungen für die Vor­bereitung auf die großen nationalen Kampfspiele zu geben und sie sind dabei zu Erkenntnissen ge­kommen, die sich eng mit unseren Anschauungen und Erfahrungen auf diesem Gebiete berühren. Es konnte nicht ausbleiben, dah verschiedene Leute sich besonders eingehend mit diesen Fragen be- festigten und daß sich dadurch Spezialisten für Leibesübungen entwickelten, die man Gymnastrn und Paidotriben nannte, und die in gewissem Sinne unseren Sportlehrern entsprechen.

Man hat nach dem Aufkommen des modernen Sports längere Zeit geglaubt, daß das Lausen die beste Vorbereitung für den Wettlauf, das Schwimmen das beste Training für den Schwimm­wettbewerb sei usw., mit anderen Worten, daß einer die Hebungen trainieren müsse, denen er sich im Wettkampf zu unterziehen gedenkt. Wir sind von dieser Anschauung mehr und mehr abge­kommen.

Dir wissen heule recht gut, daß ein Läufer sich vorteilhaft auch in anderen Hebungen trainiert und daraus für feine speziell läuferische Leistung einen großen Ruhen ziehen kann.

Dieser Gedanke scheint den alten Griechen durch­aus nicht fremd gewesen zu sein. Denn wir hören, bah der Faustkämpfer Tisandros aus Naxos um die Vorsprünge dieser Insel herum und weit ins Meer hinaus schwamm, daß Alesias sich mit einem Stier zum Ringkampf trainierte, daß andere dicke Eisenplatten gerade und krumm bogen oder sich mit kräftigen Zugochsen zusam- rnenspannen liehen. Schon aus diesem Zeugnis sehen wir, daß man in der Antike bereits die Bedeutung der vorbereitenden Hebungen erkannt hatte und sich durchaus nicht einseitig allein in den Hebungen trainierte, die man wettkamvi- mähig bestreiten wollte. Wenn ein Boxer sich mit besonderer Vorliebe im Schwimmen trainiert, dann steckt dahinter die Ueberlcgung, dah vor­züglich die Arme durch diese Hebung gekräftigt werden. Unb noch eine zweite sehr wichtige Er­kenntnis ist in dem erwähnten Zeugnis verborgen: dah es nämlich zweckmäßig ist, im Training die Anforderungen höheren stellen, als im Wett­kampf. Dies bestätigt eine weitere Rachricht aus der Antike, dah man nämlich die Läufer im tiefen Sande und mit Bleisandalen trainieren liefe, worauf ihnen das Laufen beim Wettkampf sehr leicht vorkam, bei dem diese Hindernisse wrgsielen.

Wir haben sichere Anhaltspunkte dafür, dah die Griechen auch die vorbereitende Gymnastik im modernen Sinne gekannt haben. Man hat lange übersehen, dah sie eine große Anzahl von Frei­übungen ausgebildet haben, die in ihrem physio­logischen Effekt genau überlegt waren. Es war ihnen ganz klar, dah durch die Rumpfbeuge nach vorwärts in erster Linie die geraden Rücken­muskeln geübt werden, während das wechselweise Rumpfbeugen nach rechts und links vorwärts vor allem die schiefen Rumpfmuskeln beansprucht. Das Schleudern der Fersen gegen das Gesäß, das Schwingen der Arme, das wir heute dieMühle" nennen, das Schattenboxen ohne Gegner, all das und vieles andere war ihnen genau so vertraut wie uns.

Man hat in der Reuzeit die Erfindung der Didecstandübungen als eine neue Entdeckung gebucht, ober bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß sie auch bei den alten Griechen geübt waren. Man hielt die Arme nicht nur mit geballten Fäusten längere Zeit seitwärts gestreckt, um die Muskeln zu kräftigen, man forderte auch einen Partner auf, die beiden Arme herunterzuziehen und leistete ihm dabei Widerstand und führte sie umgekehrt gegen seinen Widerstand von un­ten nach oben, eine Hebung, die heute jedem Leichtathleten aus dem Wintertraining vertraut ist. Genau wie wir verfügten die Griechen über mehrere Möglichkeiten, diese Hebung zu variie­ren und zu komplizieren, indem sie dem Sports­mann bei der oben erwähnten Hebung etwa noch Hanteln in die Hände gaben und außerdem noch durch einen Partner Widerstand leisten ließen. Von dem großen Faustkämpfer Milon berichtete man, daß er das einemal einen Partner auffor-

ömeriianifdje Noten.......

Belgische Noten ......... Tonische Noten.........

Englische Noten.........

Französische Noten........

Holländische Noten........

Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten. ........ Spanische Noten.........

Ungarische Noten........

* Tarifsenkung für .

Roch in dieser Woche werden für das gesamte deutsche Verkehrswesen wichtige Entscheidungen fallen. Am Freitag wird die Reichsregierung den Vertretern der deutschen Länder das Gesetz übet den Ausgleich zwischen Eisenbahn und Kraft­wagen Derlegen und alsdann wahrscheinlich durch Rotverordnung in Kraft setzen. Gleichzeitig wird dcr Schenker-Vertrag über die Reuregelung des Rollfuhrwesens bei der Reichsbahn in seiner nunmehr geänderten Fassung voraussichtlich vom Verkehrsminister genehmigt werden. Die Reichs­bahn beabsichtigt, im Güterverkehr erhebliche Sen­kungen für die oberen Tarifklassen vorzunehmen.

Diskontherabsetzung in Danzig. Die Bank von Danzig hat mit Wirkung ab 10. August ihren Diskontsatz von 10 auf 7 und ihren Lombardsah von 12 auf 8 Prozent her­abgesetzt.

I n der Grünsteinindustrie des Kreises Biedenkopf, die bis vor kurzem noch relativ gut beschäftigt war und teilweise so­gar mit Doppelschichten arbeitete, wurden in den letzten Tagen infolge Auftragsmangels größere Arbeiterentlassungen vorgenommen.

* Wiedereröffnung der Schröder- Bank. Die I.-F.-Schröder-Dank, Kommandit­gesellschaft auf Aktien, Bremen, wird heute den vollen Zahlungs- und Heberweisungsverkehr auf­nehmen. Das Grundkapital der Dank beträgt nach dem Wiederaufbau 12 Millionen Mark: dazu kommen 3 Millionen Mark offene Reserven. Vor der Feststellung des Kapitals sind umfassende Abschreibungen vorgenommen urtb innere Reser-

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Kunst und Wissenschaft.

Professor Dr. Detlstein t-

Auf feinem Landsitz in $ r iitd-im Schnih-Tak am Brenner starb nach längerer Krankheit im Alter von 68 Iahren der Professor der Wiener Hniversität und Direktor des Botanischen Gar­tens, Dr. Richard W e t t st e i n. Wettstein war Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender der Oesterreichisch-Deutschen Ar­beitsgemeinschaft.

Aus aller Wett.

Ein Motorradfahrer rast In einen Lisenbahnzug.

Ein Motorradfahrer, dessen Fahrzeug mit Bei­wagen versehen war, stieß auf der Strecke Steinau Parchwitz (Schlesien) mit seinem Motorrad bei einem Bahnübergang mit einem Zuge der Liegnitz» Rawitscher Kleinbahn zusammen. Der Zug schleifte das Fahrzeug etwa 50 Meter mit, bevor er zum Halten gebracht werden konnte. Bei dem Zusammen« stoß explodierte der Benzintank des Motorrades, so daß der Fahrer im Nu in Hellen Flammen stand und verbrannte. Der Mitfahrer wurde mit schweren Verletzungen in ein Liegnitzer Krankenhaus eingeliefert.

Veröffentlichung des literarischen Rachlasses des Freiherrn vom Stein.

Aus Anlaß der 100jährigen Wiederkehr des Todestages des Freiherrn vom Stein, des Weg­bereiters deutscher Freiheit und Einheit, Huben die Reichsregierung und preuh ische Staatsregierung und der Deuts ch e und der Preußische Städtetag die Veröffent­lichung des gesamten literarischen Rachlasses ver­anlaßt. Hierdurch soll das Leben und das Lebens­werk des großen deutschen Staatsmannes doku­mentarisch wiedergegeben werden. Das Werk um- aßt sechs Bände. Mit der Zusammenstellung wurde Dr. phil. Erich Botzenhart beauftragt Ein Vorspruch der Reichsregierung und der preu­ßischen Staatsregierung und eine Einführung vom Präsidenten des preußischen Oberverwaltungs- gerichts, Staatsminister a. D. Prof. Dr. D r e w s, werden der Veröffentlichung der Dokumente vor­angehen.

303520 323285 344905 374918 379993

100 Gewinne zu 1000 M. 11634 13580 22257 22987 ----- ----- ----- -------------- 125295

Aus

jede gezogene Nummer sind

zwei gleich

hebe

Gewinne gefallen, und zwar je einer

auf

die Lofe gleicher Nummer in Abteilungen I und II

den beiden

, 11. August

12. August

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(Selb

Ärles

Geld

Brie,

Helstngsori .

10,585

10,605

10.585

10,605

Wien....

59,15

59,27

59.15

59,27

Prag . . .

12,467

12,487

12,467

12,487

Budapest . .

73.43

73,57

73,43

73,57

Sofia . . .

3.052

3,058

3,052

3,058

Holland . .

169,68

170,02

169,73

170,07

Oslo....

112,49

112,71

112,49

112,71

Kopenhagen.

112,49

112,71

112,49

112,71

Stockholm .

112,54

112,76

112,54

112,76

London. . .

20,445

20,485

20,445

20,485

Buenos Aires

1,198

1,202

1,193

1,197

Neuyorl . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüli?l. . .

58,61

58,73

58,61

58,73

Italien. . .

22.03

22,07

22,04

22,08

Paris . . .

16,485

16,525

16,485

16,525

Schwei; . .

82,02

82,18

82,07

82,20

Spanien . .

36,36

36,44

36,16

36,24

Danzig. . .

81,67

81.83

81,69

81,85

Japan . . .

2,080

2.084

2,080

2.084

Rio de Ian..

0,275

0,277

0,249

0,251

Iugoflawlea.

7,453

7.467

7,458

7,472

Liiiadon . .

18,53

18.57

18,53

18,57

Banknoten.

Äerlin, 11 .Auaust

Geld

Brief

4,20

4,24

58,43

58,67

112,23

112,67

20,39

20,47

16,45

16,51

169,31

169,99

21,94

22,02

112,23

112.67

59,08

59,32

2,477

2,497

112,28

112,72

81,84

82,16

35,92

36,08

73,00

73,30

Güter

geplant.

108424

108821

118618

131878

131900

134542

148981

174000

184486

194908

214907

215914

253457

254136

255611

263361

263924

271767

272735

274905

279870

283787

284587

288861

288931

302745

319962

327193

332560

336064

352247

353892

354680

359248

369208

375241

395263

397515