Schreckliche» war geschehen, der Vater hatte ihr I dem andern diese» Jammertal verlassen und eröffnet binnen jetzt und vier Wochen hätte ein gleichzeitige» Sterben war letder ausaeschios- sic den Kammerherrn Baron von Perkwald auf len. beim «ine einzige Waffe belaßen he nut. Hinrichshagen zu heiraten. DaS wäre sein unab- Und da. plötzlich, wie au» dem Boden gewachsen äußerlicher Entschluß. und lie sollte nur eilend» stand ein Dritter zwischen ihnen, warf sich auf
Nachdruck verboten.
3 Fortsetzung
Malte und begann mit ihm lautlos zu ringen. Die Baroneß aber schrie laut auf vor Schreck, rannte in sinnloser Ängst den Berg hinab und jagte mit verhängten Zügeln davon. Erst al» sie fiebernd in ihrem Belte lang, fing fie wieder an zu denken, und immer raunte eine Stimme an ihrem Leinen Ohr: „Wer weih, wozu e» gut war vielleicht gab e» doch noch eine allerletzte Hoffnung?' Der liebe Gott, zu dem sie m dieser Zeit so innig gebetet hatte, konnte sie doch
änderlicher
mit dem Beschaffen der Aussteuer anfangen, denn vier Wochen wären gar bald herum. Sie warf sich ihm zu Füßen. aber kein Bitten und flehen half ihr. 3c heftiger sie weinte, desto mehr geriet er in Harnisch, und schließlich stich er sie von sich schlug schmetternd die Tür hinter sich zu. Und er lieh ihr die Wahl. Ob sie den eigenen Barer in Bot und Schande sehen wollte oder die Gattin eines angesehnen Herrn werden, an dessen Seite sie ein Leben im Ueberfluh fügten könnte ...
•»m3 •»tat mR.
W 19.54 Untergang
n5 Öeorgf •1901: £ ■orbtn.
m Somsfag. iflerwerfftätte -in bchlosser-
aus Lang. aiiMiffioii iu } btm iunetn
®urbtn. Ein Wonne oom ehrling mürbe gebracht, n den letzt» weintol alar- i Dorlaa. 3n loben llnfuft. elbtt an der schlagen. lie Ijmiuag mutbf alarmiert unb en, um gleich »äre erfreulich. Beobachtungen einer gerechten
Das bißchen Erde.
Vornan von Richard (Sfowronnet
Copyright by I. Engelhorns Nachf.. Stuttgart.
djf. .
i r b o m 'ir,n n gelernt haben, man
,-nulle,, klares lnmgatb'sch
Anna iufieren).O^;
-es ist eine M i doch ruzeden, Sefamteindtuö üljcren etwa an »®n ieue Lcgesn^ U die Sl°d Aä und ° n
Ät
tiegenteit &ie
-oerfti einem im Eiland lchMich-n
ionfl,rt-n ge9. W S stellen-
etlva» yjiO r,leQnn^ni!' ma.n" Uere, -Ie,fSW jgen in in’ •riragun^jchleil ■jäte
|A
feinem Benehmen weit förmlicher al» noch vor wenigen Stunden. Bach kurzer Zeit schon fuhr er wieder nach seinem Gute Tüfchow zurück. Graf Malte gab chm auf die Freitreppe hinau» da» Geleit, und «S war eigentlich auffallend, das) sie sich ohne Händedruck voneinander verabschiedeten. DaS aber war wohl nur ein Zufall, der Tüschower mochte e» eilig haben, wieder nach Haus« zu kommen. Und im übrigen ging alles seinen Gang, wie e» bei solchen Gelegenheiten wohl Brauch war. Graf Matte schrieb einige Briefe, die er sorgfältig siegelte und in der Schublade verwahrte, gegen Abend zog er feint Leulnantsuniform an und lieh den Wotan satteln. um nach Moltzahn hinüberzureiten. 2r hatte in einer diensttichen Angelegenheit mit dem Herrn DezirkSkommandeur zu sprechen, unb da wuhte Lenh genau Bescheid, dah es am andern Morgen in aller Herrgottsfrühe mit dem Baron von Köhnemann einen Zweikampf geben würde. Sein seliger Herr Bitttneisler hatte damals auch dem DezirkSkommandeur eine Meldung abgeftaltet, ehe er den Moltzahner Amtshauptmann an schoß. Bur. e» wurmre ihn doch mächtig, bah fein junger Herr diese Duellgeschichte so geheimnisvoll behandelte, ihn nicht ein bihchen inS Vertrauen zog. Damals war das ander» gewesen, bei seinem seligen Herrn Rittmeister. Der hatte ganz gemütlich mit ihm geplaudert, al» er sich am Bachmittage im Park eine Stunde lang „im Pistolenschiehen überhörte", wie er fagte. um zu sehen, ob Auge und Hand noch in der gehörigen Hebung wären. Lind alS ein Schuh nach Dem andern im Schwarzen Iah. locht« er auf, fein gutmütig fchütternde» Lachen: „GS geht immer noch. Lentz, und da wollen w.r'S morgen früh glimpflich machen, den Herrn Amtshauptmann nur ein Bihchen am Dein ankratzen. DaS ist für ein paar ungebührliche Redensarten in der Betrunkenheit schließlich Strafe genug" ...
AlS Malte in den Sattel stieg, trat Lentz hinzu und hielt ihm den Bügel.
..Verzeihen. Herr Graf, aber ich möchte um den Schlühel zu dem untern Schubfach im Dewehr- schrank bitten. Der Pistolenkasten ist schon ein paar Monate nich nachgesehen, und morgen früh soll alle« doch wohl in Schick unb Ordnung fein, nich?"
Der junge Herr hob erstaunt den Kopf.
„Morgen früh der Pistolenkasten?" ... Gleich danach flog eine jähe Röte über fein Gesicht, und er zog die Augenbrauen finster zusammen.
„Stummete d.ch gefälligst nicht um Dinge, die dich nicht- angehen! Verstanden?"
Da erwiderte er nur: „Zu Befehl" und trat gekränkt zurück. Als sein junger Herr aber in die Dammallee einbog. rief er ihm vorsorglich nach, er möchte sich doch beim Reiten in acht nehmen, bei dem Gaul« schien« «in Eisen lose zu sitzen.
(Fortsetzung folgt.)
nicht ganz im Stich lassen ...
Am andern Tage aber, gegen Mittag, toar e» mit dieser Hoffnung vorbei. Da sah sie al» eine Gelangene in ihrem Zimmer, weinte still vor sich hin und rang die Hände. Beben ihr standen zwei stumpfsinnige Küchenmägde. glotzten st« auS großen Augen an und pahten auf. ob sie irgendeine verdächtige Bewegung macht«. Dann nämlich halte die «ine d«n strengen Befehl, sie feft- zuhoiten. die andre aber sollt« an Die Treppe eilen und laut um Hilfe schreien ... 11 nD im Erdgeschosse ging der Vater auf und ab. sprach lau: mit sich selbst und lachte dazwischen: „DaS war für das Gatter und für Die Hirsche und für erwaS. wovon niemand waS weih ..."
3mmcr wieder schrie er Die höhnischen Worte gegen die Wände, indessen ihr Liebster den Weg zuruckkuhr. Den er gekommen war. Bur halt« «r auf dem Hinwege noch nicht den unauslöschlichen Makel im Angesicht geitaaen ... Da bih sie sich die Lippen wund in un'agbarem Weh. WaS gestern noch eine halb kindisch« Torheit gewesen, war heule ein unentrinnbares Gebot. Danach konnte ein Mensch doch nicht weiterleben ... Mil gerungenen Händen fleht« sie Die Mägde an lie nur eine einzige Minute allem zu laffen, aber die beiden ungeschlachten Frauenzimmer zeigten grinsend die weihen Zähne: „Bee. Baro- neh. dal gecht nich, de gnä Herr Baron hät et verbaden. Un wenn toi nich hören daun, Dann göfft et Schacht!" ...
Da gab sie e» auf und fügt« sich anscheinend in ihr Schicksal----
Um die Staffeezeit kehrte Herr von Letoenitz von Alten-Krakvto nach Vellahn zurück. Gras Matte toar chm vor Ungeduld ein Ende toeit aut der Dammalle« cmgegengegangen. Fuhbel halte in Den Hof zurückkehren müssen, um das Gespann zu wechseln. Das schon fett Dem frühen Vormittag auf Den schweren Lehmwegen in Den Sielen ging, und aus Den Gesichtern Der beiden Herren war nicht zu erfermen. wie Der Baron von Stöhn em arm Die Forderung wohl aufgenommen haben mochte. Bur wollte es dem alten Lentz tebünfen, ai« wäre Der Herr von Letoenitz in
8*1*1 „ turn?, ^schäft rJ«nil6te
tln* d»
durchaus gleichmähiges Treffen, da» Dann noch unentschieden 31:31 au»ging. Nachdem dann Herborn mit 3229 besiegt worden toar, wurde zwischen Giehen und Aschaffenburg ein Glitschel- dungsspicl notwendig, DaS Aschaffenburg mit 40:28 überlegen gewann. Damit war Aschaffenburg 1. und (Biegen 2. Gruppenfleger, in Der anderen Gruppe Lichtluft-Frankfurt und Saarbrücken.
3n den nun folgenden EntfcheibungSfpleleN zeigte Aschaffenburg ein Können, da» an die deutsche Meisterklaffe heranretchte, und c» gelang Der Mannschaft, gegen Den deutschen Meister ein Unentschieden herau-zuholen. 3n Dem folgenden Entscheidungsspiel gewann dann Die Meistermannschaft knapp um 3 Punkte. Mit diesen Spielen Dürfte Aschasfenburaden Bann gebrochen haben, dah Der Deutsche Meister im neunten Streife unbesiegbar fei. Inzwischen toar noch Die Entscheidung in Dem Spiel Der zweiten Sieger zugunsten Der 46er gefallen; mit 33:29 tourbe Saarbrücken geschlagen. Daraus muhten Aschaffenburg unD Giehen zum Drittenmalc gegeneinander um den 2. und 3. Platz an treten. Nochmals gab e» ein sehr spannendes Tressen, das trotz der merkbaren Müdigkeit aller Spieler sehr schön« Moment« zeigte und da» Aschafsenburg mit 34:31 gdDann.
Die Giehener Mannschaft, die zum ersten Mal« an dem StreiSspielsest teilnahm, hat damit gezeigt, dah sie zu den besten Mannschaften Im Strei» gehört, sie darf sich aber noch gut, da der 9. Streifl in Der D. T. im Faustball am stärksten ist, unter Die Besten ter D. T. zählen. Diese Leistung hat Die Mannschaft, Die in Der Aufstellung R.RI- y Inger, H GeiSmar, G. Müller. Wilhelm und Walter Loh spielte, in erster Linie ihrem Schnurspieler R i y i n g c r zu verdanken,
Licht. e «ültzttt,
16. Qhijjft, tftellung in * Grünet i bom ty, rl von der Dom Htutn tS »toeünal
3ur Lls. 4ie Cousin» ■ Sm bitfe Muchrtzlr.
IU Lch.
1.30 W «eig- ch in btr M« her äulounfall, Opferfiti- is Lich ttia-d
Pierdtdöndler , Der ffioatn r geführt. Ttr ister vtrfehenen if bas Lanke« je zu kommt», •r Führer bat wart perlorer, ßinfsfleuerunfl M 28 öchritti btr ÄaroUerit durch btn ^n- etzier i PktlGntz'n- leichiere Sopf- nb btr fmpon# inenbopp«1,
'UÄen
DerbandSspiele in Hessen.
Vie Neulinge überraschen.
In Der Gruppe Hessen haben sich bei Den ersten Derbandslpielen die Neulinge überraschend gut geflogen. Kastel siegte in Darmstadt über Den SV. 98 3:1 (1:0), Lorsch fertigte Alemannia Worms 2:1 (2:1) ab, und auch Walldorf hielt sich in Langen recht gut. Das Hauptfpiel der Gruppe, das Treffen Wormatio gegen Wiesbaden endete mit einem glatten Siege der Wormser von 3:0, aber die Leistungen beider Mannschaften waren recht mäßig. Trotzdem Mainz 05 Ersatz eingestellt hatte, konnte Viktoria Urberach mit 4:1 glatt abgefertigt werden.
£8.1846 auf den Kreismeisterschasten im Zaustbatt 3. Sieger.
Die Vorhersage der Vorschau hat sich al» zutreffend erwiesen. Der deutsch« Meister .Lichtluft"-Frankfurt a. M. wurde 1. Sieger. Aschaffenburg 2., und Giehen 3. Sieger. 3n letzter Minute war durch AuSlvsen die Gruppeneinteilung umgeworfen worden. Die 10 Mannschaften wurden in zwei Gruppen geteilt, wobei di« 46er mit Aschaffenburg. Wvrm», Stromberg und Herborn zusammenkamen. DaS erste Spiel am Samstagabend litt unter dem regennassen GraS. Die Bälle rutschten stark, aber trotzdem wurden durch gute Leistungen nur wenig Fehler gemacht. Giehen konnte seine Niederlage gegen Worm» anlählich de» I.-G.-TurnierS wettmachen und blieb Sieger mit 36:33. In der zweiten Spielserie zog Giehen Freilos, muhte daher aber die drei Dvrrundespiele am SamStagvormittag hintereinander auStragen. Di« junge, aber technisch hochstehend« Mannschaft auS Stromberg wurde mit 44:33 abgeferligt. Hierauf lieferte Giehen mit Aschaffenburg ein von Anfang bi» zum Ende
Beim crst«n Male, al» di« beiden Nachbar»- kinder sich an Dem Gatter auf Der Srenzlcheibe trafen, er mit Der Düchfe über Der Schulter unD He hoch im Sattel, musterten sie einander wohl verstohlen, aber ohne Gruh zogen sie weiter, denn das Gatter und Die alte Feindschaft standen ja zwischen ihnen. Als sie jedoch am nächsten Nachmittage sich genau zu derselben Stund« und an derselben Stell« trafen — ganz zufällig natürlich — lächelten sie heimlich, und «s kam wohl von selbst, dah sie in «in Gespräch gerieten. Wie Dumm es von Den Dätcrr gewesen, sich in eine so abgrünDige FeinDschast zu verstricken statt in sriedlicher Nachbarschaft zu leben. UnD noch ganz gut entsannen sie sich Der Zetten. Da fie al» kleine Äinbcr im Vellahner Schlohparse gefpielt hatten ...
Danach trafen fie sich öfter, nur al» Der Alten-Krakower Baroneh au» väterlichem Miß- trauen zu Den allnachmittägttchen Ausflügen ein Reicknecht teigegeten wurde, verlegten lie Die Zusammenkünste aus Den späten Atenb. Da pflegte Der Baron von Köhnemann mit einigen gleichgestimmten Herren im Strelitzer Hof zu sitzen in Moltzahn, und wenn er Die Karten in Der Hand hielt. fanD er selten vor zwei Uhr morgens heim. Die junge Baroneh GenruD aber schlüpfte dicht vermummt zum Parktürchen hinaus, stiefelte unverdrossen Den Galgenberg hinauf. Dort oben war vor jenen uralten Zeiten Die Richtftätte gewesen. Das LanDvolk mieD den Platz in abergläubischer Scheu, sie aber fürchtete sich nicht, denn unter den Drei Eichen stand einer, der in Sehnsucht ihrer harrte. Der brave Wotan wieherte leis« auf. ein starker Arm umfaßte fie, unD Atoei tote Lippen suchten verlangend ihren Mund: Denn von Dem Bebauern über Die alte Feindschaft waren sie längst zu heiher Liebe gekommen. Und bei jedem Abschiede erneuerten lie Den Schwur, in Treue auSzuharren. bi» bessere Zeiten kämen, bi» Malte im Besitze des Hohenrömnitzer Majorates al» ein vollwichtiger Derber vor den alten Widerfacher seine» Vater» hintreten dürfte ...
$o ging das heimliche Verhältnis schon in» dritte Jahr, die beiden wurden einanDcr jedoch nicht müde Je weiter das Ziel ihrer Sehnsucht sich hinauslchob. Desto inniger wurde ihre Liebe, und sie waren ja jung, was verschlug e» ihnen, wenn sie noch eine Weil« länger warten muhten? Eines Tages aber kam Die Baroneh in Tränen aufgelöst zu dem abetck)lichen Stelldichein. Etwa»
ÄrcU Wetzlar. >
L Hoche! heim, 12. Aug. Unsere Demelnd« feierte am Sonntag da» diesjährige Misfionsfest. Der Ze st gölte» di en st fand im Freien statt und wurde eingeleitct mit einem Posaunen-Vortrag der Chöre von Lang-Gön» und Hoch?lbeim. Mis- sionSdirektor Keppler von Der Rheinischen Mission In Barmen hielt Die Fcstpredigt. Der Gesangverein unter der Leitung von Dirigent Kohler (Drohen-Linden) brachte eine Motette »um Vortrag und fanD aufmerksame Zuhöver. Rach einer Kaffeepause fand eine Nachversamm- lung statt. Der Ortsgeistliche Pfarrer Schneider begrüßte Die Mifsionsoemeinte. Missionar Bahr von Groh-Rechtenbach hielt einen Vortrag unD erzählte von feinen Erinnerungen unD Erfahrungen in Ehina Im Schiuhwort gab der OrtSgeistliche Den Ertrag Der erhobenen Kollekte bekannt. Die 460 Mark erbrachte und für Die Rheinische Mission Verwendung finden soll. Die Nach Versammlung wurde verschönt durch Gesangsvorträge eines gemischten Ehore» (Leitung: Albert Kuhl- HörnSheim) und durch Darbietungen der Posaunenchöre.
Z Lützellinden 10 Aug. In unserer Ge. meinde sind zwei Fälle von Paratyphus sestgestellt worden. Dis^erforderlichcn Maßnahmen gegen die Weiteroerbreitung der Krankheit sind getroffen.
«reis Marburg.
ss Marburg, 12. Aug. Der grvft« Senat der hiesigen Universität hat den Ehrendoktor Der philosophischen Fakultät Dr. mcd. h. c. Dr. phil. h. c. Emst Leitzin Wetzlar hx dankbarer Anerkennung der verständni-vollen und hochhc^igen FÖrderxmg, die Wissenschaft und Stunft auf Marburger Boden dauernd durch ihn erfuhren, zum Ehrenfena- t o r ernannt.
geschmückte Gotteshaus, das bi» auf Den letzten Platz besetzt war. Superintendent Dieder hielt die Liturgie, alsdann erfolgte die Ordination de» neuen Pfarrer» Die Deiherede hielt ebenfall» Superintendent Dieder. Wohl fetten, |o führte er au», fei die Berufung eine» Geistlichen fo einmütig gewünscht worden, wie hier. Er könne ftohen fxrjen» Gemeinde und Pfarrer miteinander verbinden. Pfarrer Sieber legte sodann da» Gelübde ab, seinen Gemeinden ein treuer Prediger zu fein. Dom Superintendenten und zwei anderen Geistlichen wurde er feinem Amte geweiht. In feiner Predigt sprach der neue Geistliche von der Vachsolge Jesu.
Arn Nachmittag sand in der Kirche zu Kinzen- dach ein Festgottesdiensl statt. Luch hier war da» Gotteshaus schön gelchmucki und zahlreich besucht. Die Feiern sowohl in der Kirche zu Kros- darf als auch in Kinzenbach wurden durch Gesang von Frl. Teubner, Gießen, verschönt. Die Schulkinder brachten Gedichte zum Sortrag.
Am Abend versammelte man sich in der Turnhalle zu Krofdorf zu einem Gemeindeabend Sani- tätsrat Dr. Seipp. Krofdorf, begluckwünfchte den neuen Pfarrer im Namen der kirchlichen ‘Bertre- tungskörperschassen, Rektor Echternacht, Krofdorf, für die Lehrerschaft, Pfarrer V ö m e l, Rodheim a. D sprach für die benachbarten Kirchspiel- femeinben. Onspfarrer Wiebel dankte für die reundliche Aufnahme in feinem neuen Wirkungskreise, Pfarrer Wiebel, Barmen, sprach über die Notwendigkeit der Pslegc des kirchlichen Gemeinschaftssinnes. Kirchenmusikalifche Darbietungen verschiedener Art — Klavier- lLehrer Praß), Diolin- spiel (Ortspfarrer Wiebel), Gesang (Frl. Teubner), Gedicht- und Gesangsvorträge der Konsirmanden, gemeinsame Lieder der Versammlung usw. — boten reiche Abwechslung. Der Gemeindeabend bildete einen würdevollen Abschluß Der Einführungsseier- lichtesten
Da gab c» natürlich keinen anDern Ausweg al» ein rasche» Ende. unD Malte war ganz unD gar Damit einverstanden. Was bot ihm Denn die Zukunft, wenn er auf Die Vereinigung mit dem Liebsten verzichten mußte, was er auf Erden befaß? ...
Unter Tränen und Küssen beschlossen sie. gemeinsam zu sterben, und malten sich im Ueber- schwangc Der Trostlosigkeit au». Daß e» belfer wäre, tot zu sein, al» ein lange» Leben voll Kummer zu tragen. Weil sie aber keine Waffe bei sich hatten, verschoben sie Die Ausführung ihre» Entschlusses auf Den nächsten Abend. Malte zudem hatte noch allerhand Anordnunacn vor feinem Hinlcheiden zu treffen, den Oheim m Hohenrömnitz zu benachrichtigen, daß da» Majorat nach Gottes unersorlchlichem Ratschlüsse nunmehr wohl an die märkische Seitenlinie Der Römnitze übergehen müßte. Die Baroneß aber wiederum war gewissermaßen verpflichtet, ihrer treuesten Penlionsfreundin über da» letzte so traurge Kapitel ihre» Lebensrom an» im voraus Der.ch: zu erstatten. Don dieser falsch beurteilt zu werden, wäre ihr schrecklich gewesen, den Vater hingegen beschloß sie ohne eine Zeile De« Ab- sch.eDes zu txfallen. Wer feine einzige Tochter al» ein HanDel»vbjekl bewertete, DerDiente es nicht anDer«! ..
Also vorbereitet trafen sie sich zum letzten Beilammenlein. unD wer wollt« es Den DeiDen ÄinDern verdenken, wenn fie mit dem Abschied- nehmen immer und immer wieder zögerten? Die Maietmacht war lau unD warm, am blassen Himmel über Den hohen Eichen schwamm der volle Mond, und in Dem nieDrigen Buschwerk fang ohne Aushören eine Nachtigall. Sie beiDe aber hatten sich vor Der Trennung noch so viele» ^EnDttch war e» Zeit. Denn cs ging wohl schon auf Mitternacht. unD von irgendwoher drang klappernder Hufschlag durch Di« Stille. Ein« Storung war unterweg». «S galt, zu eilen. Nur eine kurz« Wette verging noch. Derrn "fie vermochten sich nicht zu einigen, wer zuerst Den Dunfdn PfaD beschreiten sollt«. Sin jede» wollte vor
Die Festverfammluna fang sodann Da» Deutschlandlied. Frl. S. U p I überreichte eint prächtige Fahnenschleife. Im Auftrage des Vorstandes der Hafsia übermittelte Dankvorstand Seum al» Bezirk»vor st eher des Bezirks Nidda des Verbandes Dem Jubel verein die Glückwünsche und Anerkennung des Vorstandes. Sr überreichte al« äußeres Zeichen der Anerkennung dem Verein eine Ehrenurkunde und Dem Fahnenträger Friedr. Meier. Der 25 Jahre Die Fahne in treuer Obhut gehalten hat. Da» Ehren kreuz Der Hastia. OberzvII'nlpektor Helfrich von NidDa beglückwünschte als Vorsitzender Des Niddaer Striegenx*Ttin» Den Nach- barv^rein Kohden und übergab einen Fahnennagel al» Gelchenb Zum Schluss« dankte der Vorsitzende H. Koch für alle guten Wünsche. Ehrungen und Darb'.etunaen. Die dem Kriegerverein Kohden an diesem Jubeltag zu teil geworden seien.
M?" Schwickartshausen, 10.2lug. Heute früh gegen 4 30 Uhr brach in dem Bachs chen Anwesen inmitten unseres Dorfes Feuer au». Die mit Heu und einem Teil der neuen Fruchternte gefüllte Scheune brannte vollständig nieder. Brank^iebel verhinderten da» Uebergreifen Der Flammen auf Die eng angrenzenden Gebäulichkeiten. Da» Feuer wurde von der hiesigen Feuerwehr bekämpst. Die am Brandherd erschienene Wehr von 2ckart»born brauchte nicht mehr einzugreisen.
AUcie Schotten.
-4- Sellnrod, 12. Aug. Am Sonntag fand zwischen Sellnrod und Altenhain ein christliches Waldfest statt. Etwa 400 Personen au» Der ganzen Umgegend hatten sich eingefunden. Pfarrer König sGrost-Sichenj, eröffnet« mit Gebet und Schrsstlesung. Alsdann predigte Missionar Walther au» Beuern. Den musikalischen Teil und Die Begleitung der Gesänge hatte Der Po- faunenchor Sellnrod übernommen. Sine Kollekte für Die Mission brachte Den Betrag von 24 Mark.
Kreis Alsfeld
►«» Alsfeld, 11. Aug. In Der vergangenen Woche stattete Der deutsche Botschafter in London, Lrzellenz Freiherr von Neurath, dessen Vor- fahren in Alsfeld ihren Stommsiß hatten, der Stadt einen Besuch ab und besichtigte die hiesigen Sehens- Würdigkeiten, darunter das von Neurathfche Hau» in der Rittergasse für dessen Wiederherstellung der Botschafter einen Beitrag stiftete.
IJ Ober-Ohmen, 12. Aug. Am Sonntag, 16. August, findet hier di« Einweihung des Dem ersten ReichspräfiDenten Ebert gewidmeten Denkmals statt. Staaispräsident Dr. Adelung wird die seierliche Weihe vornehmen.
U Flensungen. 12. Aug. Unsere zweiklassige Schule muß nun durch die Sparmaßnahmen der hessischen Regierung einklassig Durchgeführt werden. Durch die Penfwnierurig des Herrn Jüngst in 3[»Dorf zum 1. August tourDe Die Dortige Schulstelle frei unD LehrerStieler- Flensungen erhielt seine Berufung an Die Schule zu IlSDors. - Unser Kirchlein toar stark reparaturbedürftig. Außerdem konnte sie öfter» Die Besucherzahl nicht mehr fassen. Die evangelische Kirchengemeinte Flensungen beauftragte Den Diplomingenieur Ernst Stephan au» Srbach im ODentoalD, Die Erweiterung unD Renovierung vorzunehmen. Dre Arbeiten sind bereit» im Gange.
preu&en.
Einführung des neuen Geistlichen in Krofdorf.
# Krofdorf, 12. Aua. Am Sonntaaoormittag fand in der Kirche au Krofdorf die Einführung von Pfarrer W i e b e l. Des neuen Pfarrers der Kirchen- aemeinden Krofdorf-Glciterg und Kin^enhach, statt. In Begleitung der erschienenen Geistlichen, Superintendent Wieder, Garbenheim, Psarrer Schmidt, Wetzlar, Pfarrer Wiebel, Barmen (Vater des neuen Pfarrers), sowie der Mitglieder des Presbyteriums betrat Der neue Geistliche das
folonne mit den Aerzten Dr. Roth und Dr. Clauß leistete die erste fiilfe. Bing wurde sofort in di« Chirurgische Älinil ^ach G'ehen ubergesuhrt und ist dort kurze Zeit spater seinen s chwe r e n Verletzungen erlegen. Der Dagen wurde schwer beschädigt. Die beiten linken Rater zerbrachen vollständig, die «arosierie wurde auf der sinken Seite eingedruckt, die vchutzscheib« zertrümmert und die Steuerung gebrochen.
Landkreis «ictzen.
00 Klein-Linden, 9. Aug. Nachdem die Straße Älein-fiinöen — Dutenhofen durch die Provinz Oberhessen in letzter Zeit in tadellosen Zu st and versetzt worden ist, wäre e» im Interesse von Fußgängern und Führern von Fahrzeugen angebracht, wenn an den gesahrdetsten, völlig unübersichtlichen Straßenteilen Warnung»- zeichen angebracht würden. Es sind die» die stellen am Allendorfer Wäldchen, wo die Straße in einer rechtwinkligen Linkskurve zum Eifenbahndamm der Umgehungsbahn gelangt unb etwa 200 Meter weiter, wo die Straße ebenfalls in einer rechtwinkligen Linkskurve den Eifendahndamm verläßt. Infolge de» bis an die Straße vorftoßenden Berge» ist bei beiden Kurven jede Sicht behindert.
4- Grünberg. 12. Aug. Beim Baten Im Merlauer Teich ertrank am Svnntagnachmit- tag Der 16jährige Heinrich G« h r l n g« r, ter Sohn De» verstörten en Schuhmacher» LuDwtg Gehringer JH. Er war mit einem gleichalterigen Kameraden zum Baden gegangen. Nach kurzer Zeit De» Schwimmen» fühtte er feine Kräfte ermatten unb ließ sich von diesem stützen. Al» er Dann toietet allein Wetter schwamm, ging er nach ein paar Stößen unter. Sein Begleiter faßte ihn sofort am Kopfe, tourte ater von Dem Ertrinken Den gepackt unD mehrmal» unter □Baffer gezogen, fo Daß et zuletzt auf fein« eigene Rettung bedacht fein mußte. Auch ein paar Anwe- lente. Die am Ufer faßen unD Da» Treiben Der beiden zunächst nicht ernst nahmen, konnten nachher leine Hilf« mehr bringen. Di« Leich« konnte später geborgen toerten. . .
r. Lang-GönS. 12. Aug. Seit cmigen Tagen gibt es nun auch am hiesigen Dahnhoss- schalter Sonntag»rÜckfahrkarten nach Bad-Nauheim und Frankfurt a. M. Diese Neuerung wird von ter Bevölkerung lehr begrüßt.
MreU Friedberg.
MSN. Butzbach. 11. Aug. Der am 6. Juni bei Außenartelten auS dem Landeszuchthau» Ma» rienschloß im benachbarten Rockenberg entwichene Sträfling Willi Schnieb». ter wegen rückfälligen Betrug» eine Strafe zu verbüßen hatte, wurde jetzt in Leipzig feftgenommen. Schnieb» wird alsbald nach Martenschloß zurückgebracht werden.
Atreie Büdingen
nb. Kohben, 12. AuL Der hiesige Krie- ?e r v e r e i n feierte am Sonntag ba» 23. Juli ä u rn ber Fahnenweihe. Den Zeitver- hältnisien entsprechend tourte von einer größeren Festlichkeit abgesehen Vormittag» zog ter Verein mit Fahne geschloslen zum Gottesdienst in Nidda. Pfarrer Laut richtete nach ter Predigt eine eindrucksvolle Ansprache an Die Okrcinflmit- alieter. Denen Die Fahne eine stete Mahnung fei, in unwandelbarer Treue zu Volk, Vaterland unD in echter KameraDschaft zufarnmenzustehen. Nach bem Gottesdienst marschierte ter Verein zum ®e- sallenen-DenkinaI. Hier widmet« der Dorsitzerrte des Qkiein». Heinrich Koch. Den Opsem des Weltkrieg» eine Gedächtnisrete unD legte einen Kranz nieter. Am Nachmittag traf ter Kriegerverein NiDda mit einer Musikkapelle in Dem Ver- e'.nslokal hier ein. Auch aus Unter-Schmitten hatte sich eine größere Anzahl ehemaliger Soldaten ein- gefunten. Der Vorsitzende Koch von hier begrüßte die erschienen Gäste In herzlichen Worten, schilderte kurz die Geschichte und Ziele de» Verein» und schloß mit einem Hoch auf da» Vaterland


