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Nachdruck verboten.
Fortsetzung.
sommen.
6
wissen.
(Fortsetzung folgt.)
MAGG!S UJürze hilft in der Küche sparen
Am Mittwoch, dem 13 Mai 1931
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Lutz Setterholms Diener nahm Evelin den Hellen Mantel ab und placierte das duftige Gebilde von einem Sommerhütchen auf die Messing-
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Sagen Sie Eve, daß ich mich auf offener Straße vor ihren Augen niederknalle, wenn sie nichts mehr von mir wissen will. Wenn ich ihr auch nichts mehr gelte, vielleicht scheut sie den Skandal."
„3d) werd ihr alles bestellen, Graf. Sonst noch was?" Es war wieder dasselbe unsichere Lächeln in ihrem Gesicht. Herrgott, es war ein Wagnis, ihn jetzt allein zu lassen! Ter machte womöglich eine Dummheit. Was tat man denn nur? Es konnte eine gute Stunde dauern, bis sie wieder- kam. Sie sah rasch nach der Uhr. Es hatte noch sünfuichzwanzig Minuten bis sieben, und sie wußte nicht, ob Miß Hetterfield pünktlich sein würde. Pünktlich war das verwöhnte Kind nie gewesen.
Aber man mußte cs schon riskieren. Er verging sonst vor Unruhe.
„Ich kann mich doch verlass'n auf Sie?" forschte sie, intern sie ihn aufmerksam ansah.
„Wieso, Frau Professor?"
Seine Gedanken waren weit ab gewesen.
„Daß Sie mir das Fräulein Hetterfield schön unterhalt'n!"
„Ganz sicher, gnädige Frau."
„Ra also, dann b'hüt Sie Gott!"
Aber sie hatte trotzdem ein Gefühl fürchterlichster Ahnung, als sie die Türe hinter sich zudrmckte.
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Uschi stand in ter Küche und buk Krapfen, als sie sich von hinten auf die Schulter getupft fühlte. „Stell jetzt deine Küchln für eine halbe Stund auf die Seit'n, Alterle, und tu ab und zu einen Sprung nüber in mein Arbeitszimmer. Dort sitzt ter junge Lippstädt. Auf den mußt mir ein bisserl acht geb'n."
„Auf den grotz'n Menschn?" verwunderte sich Uschi. Ihre Krapfen erschienen ihr weit wichtiger.
Ulla dämpfte die Stimme. „Möglich, daß er eine Dummheit macht, bis ich wiederkomm!"
„So verliebt ist ter!“
„'Rein, so verlass'n, Uschi! Das Everl hat ihm aufasagt!"
„Jesus Maria! Aber nein, so was! Und ist ein so guter Herr!" Sie zog nun doch die Pfanne vom Feuer und schob die Herdringe über die prasselnde Glut. „Ratürlich schau ich nüber. Wann kommens denn wieder, Frau Professor?
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alles ruhig.
Lippstädt sah zwar nicht mehr im Arbeitszimmer, aber cs gab ja der Räume mehr. Vielleicht war es
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stange der großen Flurwilette. Datei sagte et bedauernd: „Das gnädige Fräulein werden Herrn Setterholm nicht erwarten können. Er kommt nicht vor einer Stunde."
Sie wandte das Gesicht von dem geschliffenen Spiegel ab und sah ihn verwundert an. „3a, aber — er ist doch zu Hause, Gerd!"
„Herr Setterholm sind nicht zu Hause, gnädiges Fräulein!"
Ein ärgerliches Rot lief chre Wangen hinauf, und ein Zug von Enttäuschung machte ihren Mund herb und verächtlich. „Warum sagen Sie mir nicht gleich, daß mein Bruder nicht gestört sein will? Ich komme ein andermal!"
Bevor sie noch den Mantel vom Haken zu nehmen vermocht hatte, tat sich hinter ihr eine Türe auf, und Lutz Setterholms Gesicht tauchte in ihr auf.
„Herr Setterholm", stammelte Gerd.
„Lutz!" Der Mantel fiel auf den Boden. „Lutz!" Sie hielt sein Gesicht an das chre gedrückt und fühlte, wie es Ealt und schweißüter- rönnen dagegenlag. „Du bist krank, ja? Warum läßt du mich nicht darum wissen?"
Er machte sich von ihr los, und nun erst sah sie, daß seine Wangen ein Grau trugen, als ob er tagelang im Grabe gelegen hättzx.
Wortlos schob er sie durch die offene Tür, die Gerd lautlos hinter ihnen schloß. Das Zimmer lag in einer verschleierten Helle. Die Schreibtischlampe war abgedunkelt, und die Vorhänge waren übereinandergezogen. Auf den Stühlen waren Wäschestücke ausgebreitet. Das Leter- svfa trug einen großen Handkoffer, der zur Hälfte fertiggepackt war. Zwischen Gepäckstücken lag ein Dtvwning.
Eves Blick irrte darüber hin. „Sei barmherzig, Lutz! Ich vergehe vor Angst!" Ihre Lippen bebten in Erregung.
Seine Augen suchten rasch durch das Zimmer. „Ich muh fort, Eve!" Seine Hände wollten nach den ihren greifen und schlugen wieder herab. Gegen ten mächtigen Kassenschrank gelehnt, ter in der einen Ecke dunkelte, sprach er sein Geständnis: „Ich könnte ihn dir nicht Wiedergaben, und wenn ich mein Leben dafür opfern wollte. Ich habe ihn vor einer halben Stunde erschlagen."
Ihr Mund lallte Viktors Romen. Sie sah, wie der Bruder ten Kopf neigte und verstummte in einem Wimmern.
Als sie gegen den Schreibttsch schwankte, getraute er sich nicht, die Arme nach ihr aulszu'- strecken, ihr Stütze zu sein. Schleppenden Schrittes schob er sich zu ihr hinüber, sah chr Zusammenschauern und verhielt den Schritt. Als er zu sprechen begann, faltete sie beide Hände. „Richt, Lutz!"
Aber er ertrug die Gewissensqual dieser Wahnsinnstat nicht mehr allein. Sie mußte darum
Merkwürdig, daß die Türe zum Atelier versperrt war. Als sie dann noch einmal dagegendrückte, merkte sie, daß etwas davor liegen muhte. Sie schob dieses Etwas mit aller Kraft zur Seite. Aber es tat sich nur ein Spalt auf.
Trotzdem ihr die Füße plötzlich versagten, lief sie nach dem Flur, um von dort in den Raum zu kommen. Er log nur noch in milchig matter Helle.
Plötzlich ein Schrei Uschis, ter sich an ten hohen Wänten brach.
Vor der Tür, die sie nicht zu öffnen vermocht hatte, lag Viktor Lippstädt auf dem Boten ausgestreckt, ten Kopf mit todweihem Gesicht zur Seite gewandt. Es war nicht zu erkennen, woher das Blut rieselte, das auf dem Parkett dahinsloh.
Und Uschi vermochte keindst Finger zu rühren. Sie war förmlich versteinert. Die Knie fingen ihr an zu zittern. Run zitterten auch die Arme, die Schenkel wurden taub, das Gehirn versagte, rote Kreise drehten sich vor ihren Augen.
Sie schrie auf, als sich von der Tür, die nach dem Flur führte, ein Schatten löste. Die Hänte emporwerfend, brach sie neben Lippstädt zu-
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Die Köchin vom Bundesrat Kretschner war ein Ees Faktotum wie Uschi. Es gab ein kleines „Tratscherl", wie die Frau Professor zu sagen pflegte. Uschi bekam für ihr Tortenrezepte zwei andere, die ebenso selten und exquisit waren. Was Wunder, daß die Zeit verging.
Ab und zu horchte Uschi nach unten. Da war alles ruhig. Einmal glaubte sie einen Schritt gehört zu haben, der durch den Korridor gegangen war. Roch einmal horchte sie. Es hatte etwas gepoltert. Sie glaubte einen Schrei gehört zu Habmr. „Das ist von ter Strah'n rauf gewesen", beruhigte sic die Köchin von Kretschners.
Aber Uschi war es mit einem Male nimmer wohl. Sie empfahl sich und hastete die Stufen hinab. Run hatte ter Wind glücklich die Flurtüre S geschlagen. Aber das war schon öfter gewesen.
nter dem Abstreicher lag ein Haken, damit tat sich das Schloß ohne weiteres auf. Die Alte ver- raftete einen Augenblick. Der Knall und ter Schrei, die muhten wirklich von ter Straße heraufgekommen sein, denn in ter Wohnung war
„In einer Stund!"
„So lang!" Uschi trocknete nachdenklich die Hänte an dem rotgeranteten Küchentuche ab und sah ihre Herrin besorgt an. „Ich muh ganz ehrlich sag'n, mir ist Angst mit dem Lippstädter allein!"
„ Aber geh, Uschi!" Ulla knöpfte die Handschuhe und lieh sich einen Seitenfaden wegnehmen, ter sich an ihrem flaschengrünen Mantel verhängt hatte. „Warum soll dir denn da Angst sein! Er ist so verzweifelt und hat mich bitt, dah ich ihm Helf. Hast denn gar kein Mitleid'n mit ihm?"
„Ro ja freilich, schon! Aber Angst ist mir des- toeg’n doch." Während sie die Bänder ihrer blauen Schürze löste und eine weihe übernahm, sagte sie ihre Bedenken: „So oft lieft man, dah sich ein Verliebter erschossen hat ober vergift', ober zum Fenster nunterg'stürzt."
„Ater geh, Allerlei Das tut er schon nicht, ter Viktor!"
„Weih man's?" versteifte sich Uschi. „Ganz wohl ist mir nicht, Frau Professor. Kommen's nur recht halb toieter. Ich verhalt'n schon terweil, bring ihm ein paar Krapf'n hinein und plausch ein bisserl mit ihm!"
„Das ist recht, ja", lobte bie Künstlerin. Aber als sie ihrer alten Getreuen noch einmal von ter Türe aus zunickte, sah sie deren Besorgnis in dem verrunzelten Gesicht. Der Uschi schien nicht, aber auch gar nicht Wohl zu sein bei ter Mission, die sie auf getragen bekommen hatte. Muhte man halt schauen, dah man gleich einen Wagen bekam. Dann ging es rascher. Cs war immerhin ein schönes Endchen Weg nach ter Villa Dloem. Ulla glaubte, noch nie so rasch die Stufen hinunter genommen zu haben. Ater als sie dann auf ter Straße stand und als wie vom Himmel geschickt, eine leere Autodroschke des Weges tarn, betrachtete sie es als ein gutes Omen und wurde um etwas ruhiger.
Als Uschi das erstemal nach dem Arbeitszimmer hinüterging, sah Lippstädt in einem ter großen Sessel und las. So schrecklich, wie sie sich die Sache gedacht hatte, war es also nicht. Wenn einer noch lesen konnte, hatte er sicher noch seinen Verstand beieinander.
Sic brachte ihm einen gehäuften Teller ihres Schmalzgebackenen und konstatierte befriedigt, dah er sogar noch essen konnte. Das war schon allerhand. Man muhte also nicht gar zu viel Angst um ihn haben.
Als sie das brittemat nach ihm schauen kam, las er noch immer. Es fiel ihr ein, daß sie der Köchin vom Bundesrat Kretschner bas Rezept zu einer Torte versprochen hatte. Das konnte man ihr jetzt hinaufbringen. Die Kretschners wohnten nur eine Etage höher. Sie lieh ganz einfach die Korridortüre ein Ruckerl auf, dann hörte sie schon, wenn jemand hinaus ober hereinging. Das Fräulein Hetterfielb muhte vhnebies jeben Augenblick kommen.
ngweilig geworben. Im Wohnzimmer war er auch nicht. Beinahe war es schon bämmrig unb die Pantoffel der Alten schleiften über das Helle Gelb des Parketts.


