Ausgabe 
12.2.1931
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

Gießen, den 12. Februar 1931.

Sozialer Kursus

-er Evangelischen Vereine in Gießen.

'Die Evangelischen Arbeitervereine Gießen und Butzbach, der Evangelische Bund und der Wart- burgverein veranstalteten in diesem Monat im Marfussaal einen Sozialen Kursus. Der erste Teil sand am Svnntaanachmittag bei reger Beteiligung statt. Pfarrer Becker begrüßte die Teilnehmer.

Berbandssekretär Läufer, Darmstadt, rcft- vierte sodann über die Aufgaben der Evangelischen Arbeitervereine, die als Gcsinnungsgemeinschast werktätiger evangelischer Volksgenossen das Evan­gelium verbreiten und festigen und zugleich Kirche und Arbeiterschaft einander näherbringcn woll­ten. Die evangelischen Arbeitervereine führten den Kampf gegen das moderne Heidentum und gegen das materialistische Welt- und Lebens- ild, das keine höhere Verantwortung kenne. Das Evangelium müsse auch unser Wirtschaftsleben durchleuchten. Das Schicksal des Arbeiters sei ver­bunden mit dem Schicksal des ganzen Volkes. Aus­gabe sei weiter die Erziehung von charakterfesten Männern, die mit starken, sittlichen Kräften das Leben meistern. In seinen weiteren Ausführun­gen sprach der Redner über die Aufgaben deS Evangelischen Bundes.

Pfarrer B r e m m e r, Klein-Linden, sprach über die evangelische Jugend. Die Beschäftigung der Jugend, so führte er u. a. aus, dürfe nicht Selbst­zweck sein, sondern müsse einem bestimmten Ziel- gedanken dienen. Die Jugend müsse in die Ar­beit der Kirche hineingestellt werden. Weitere Aufgabe sei die Weckung des evangelischen Be­wußtseins. Die Gegenwart und die Auseinander­setzung mit den, Gegner seien geeignet, der Jugend ein evangelisches Grundgut erwerben zu lassen und Bekenntnismut zu beweisen. Die Jugend­organisationen seien berufen, bei der Jugend das evangelische Bewußtsein zu wecken und Wege zur Betätigung zu zeigen.

Das Hauptreferat hielt wiederum Verbands- sekretäv Läufer, Darmstadt, über die ^So­ziale Verpflichtung der Kirche". Er vertrat dabei die Auffassung, daß die Kirche dafür zu sorgen habe, Kirche zu bleiben, ihre besondere Aufgabe, das Evangelium zu predigen, zu erfüllen und sich nicht so sehr mit Einzelmahnahmen zu beschäfti­gen. Die Kirche müsse Missionskirche und Volks- kirche sein, weit aufgeschlossen für jedermann: sie müsse Gerechtigkeit und Liebe in allen Handlun­gen üben. Sie müsse mitwirken am Ausgleich der sozialen Gegensätze. Die Kirche müsse die geistige Grundlage schaffen, auf der sich dir Menschen wie­der finden und verstehen könnten. Weiter habe die Kirche die Pflicht, den Gemeindemitgliedern zu zeigen, wie zu den sittlich-religiösen Problemen der Zeit Stellung zu nehmen sei, und sie dürfe dabei nicht alles selbst zu machen versuchen. Die amtliche Kirche bedürfe der Mitarbeit besonderer Sachkenner in der heutigen Spezialisierung auf allen Lebensgebieten.

Die Aussprache über diesen Vortrag wurde auf den Sonntag, 22. Februar, verschoben, an dem der Soziale Kursus fortgesetzt wird. Für diesen Tag sind Referate von Derwaltungsamtmann K a i h e r, Gießen, und Direktor M e n k e n, Kin­zenbach, vorgesehen.

* Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein. In der Reuen Aula der Universität sprach am Dienstagabend vor Mitgliedern imö Gästen des Kaufmännischen Vereins und des Ortsgewerbevereins der Kunst­wissenschaftler Dr. H. G. Lemperh überDie neue Zeit in ihrer künstlerischen Aeußerung". Der Redner ging von dem Grundsatz aus. daß sich der Zeitgeist die ihm entsprechende Kunstform .schaffe. Er streifte kurz die Stile vergangener ''Epochen und ihre Bedingtheit aus der gesell- xschastlichen Ordnung sowie bet Konstitution ihrer Träger. Weiter umrih er dann die Strömungen »dcr Gegenwart, die auf allen Gebieten unseres Lebens zu einer gewissen Gleichstellung und Uni­formierung, zu einer Ueberwindung von gesell­schaftlichen Gegensätzen, zu einer Gleichberech­tigung von Mann und Frau, zu einer Nor­mierung, zum Zusammenschluß organisatorischer Art aller jener, die durch gleiche wirtschaftliche oder kulturelle Interessen verbunden seien, hin- dränge. Die Idee zur Gemeinschaft habe gerade in den letzten Jahren stark an Boden gewonnen. Daneben her gehe der Wunsch und der Wille zur Sachlichkeit, die sich auf allen Gebieten äußer­ten. Don einem einheitlichen Kulturoild könne

man zwar heute noch nickt sprechen, immerhin seien aber Ansätze vorhanden, dem Geist unserer Zeit auch in künstlerischer Hinsicht gerecht zu werden. In zahlreichen Lichtbildern zeigte der Redner nun die Schöpfungen einer neuen Ar­chitektur. Bauten des Holländers Aut, des Frank­furter ehemaligen Stadtbaurats May, des Magdeburger Architekten Bruno Taut, des ehe­maligen Leiters des Bauhauses zu Dessau, Wal­ter Gropius, sowie Le Corbusiers verkörperten, so führte der Redner aus. den Willen zur Sach­lichkeit in sinnfälligster Form. Auf der gleichen Linie bewegten sich die Arbeiten der Maler Dix und Chirico und anderer. Der Vortragende sprach weiter über die neuzeitliche Wohnung, über die stets angestrebte Verbindung des Zweck­mäßigen mit dem Schönen, er wies an Hand von Lichtbildern auf die bewußt geschaffene Har­monie in Form, Farbe und Material hin, die heute auch den einfachen Gebrauchsgegenstand auszeichnen soll. Mit einigen Ausblicken auf die Möglichkeiten der Zukunft in künstlerischer Hin­sicht schloß der Redner seine interessanten Aus­führungen, die zwar starken Beifall, sicherlich aber auch manchen Gedanken für und wider bei den Zuhörern auslösten.

Gewerkschaftsbund der Ange­stellten. Man berichtet uns: Zu einem be­ruflichen Wettkampf der Scheinfirmen hatte der Iugendbund iin Gewerkschaftsbund der Ange­stellten in seinem Gaugebiet Hessen und Hessen- Rasiau aufgerufen. 62 Mannschaften in den ver­schiedenen Orten waren dem Rufe gefolgt. In­teressante Geschäftsvorfälle mußten binnen zwei Stunden von den Teilnehmern gelöst werden. Die Aufgaben verlangten viel Geschick und schnelle Auffassungsgabe. Der DerufSeiser der Mann­schaften war erstaunlich. Rach eingehender Be­wertung konnten folgende Firmen als die besten bezeichnet werden: 1. Gekuppelt, Gewürfelt L Ge­blümt, Textilgroßhandlung, Frankfurt a. M.: 2. Schorfche Bartenweher, Drogengroßhandlung, Melsungen (Bez. Kassel): 3. Scheinwerfer L Bat­terie, Kraftsahrzeugzubehör, Fechenheim a. M.: 4. Blank & Rostig AG., Frankfurt a. M., Eisen und Metalle: 5. Pflasterstein L Kleinschlag, Bau­gesellschaft, Kirn (Rahe). Die Preisverteilung und Schluhfeier erfolgte am vorigen Sonntag anläßlich eines Festabends des Berufes in Frankfurt a. M., bei dem der Gaujugendsekretär des GDA., Georg Drost, über denSinn der Scheinfirmen" und der Berufsberater Dr. Brü­cher über das ThemaDas Berufsleben der jungen Generation in der Gegenwart" sprach.

Landkreis Gießen.

. -: Beuern, 11. Febr. Als Abschluß seiner Arbeit im Jahre 1930 veranstaltete der hiesige TurnvereinGut Heil" einen Familien­abend im Saale desHolländischen Hofes". Der 1. Vorsitzende, Schreinermejster L. W. Arnold, hielt zu Beginn des Abends eine kurze An­sprache, die in dem gemeinsam gesungenen Deutsch­landlied ausklang. Einige Theateraufführungen trugen wesentlich zur Unterhaltung bei. Die tur­nerischen Darbietungen der aktiven Mannschaften, sowie der Schülerriegen am Barren und am Reck zeigten, daß im Verein ernste turnerische Arbeit geleistet wird. Irn Saale des Gastwirts Wag­ner fand, veranstaltet vom hiesigen Volks- b i l d u n g sv e r e i n ein Vortragsabend statt, in dem Oberschulrat Dr. Rösler aus Her­man-stadt in S.ebenb .rgen über die Siebenbürger Sachsen sprach. An Hand von Lichtbildern führte der Vortragende den Zuhörern die wirtschaft­lichen, politischen und kulturellen Verhältnisse die­ser auf vorgeschobenem Posten sich behauptenden deutschen Kolonie vor Augen und erntete star­ken Beifall.

* Burkhardsfel den, 11. Febr. Der hiesige Landwirtschaftliche Konsumverein feierte am Samstag sein 4 0. Geschäftsju­biläum. Zu dieser Feier waren sämtliche Mit­glieder mit ihren Familien und eine Reihe von Gästen erschienen. Direktor Schmidt eröffnete die Feier und erstattete in fast anderthalb­stündiger Ansprache der Festversamm^ung Be­richt über die Entstehung und den Werdegang des Vereins, der zur Zeit aus 138 Mitgliedern besteht. Anschließend hielt Oberrevisor Hart­mann (Gießen) einen Vortrag über das Ge­nossenschaftswesen, der starken Beifall fand. Bei dieser Gelegenheit sprach der Redner dem Vor­stand des Vereins für die mustergültige Ge­schäftsführung volle Anerkennung aus. Herr Sundheim (Gießen) überbrachte dann dem Verein die Glückwünsche seiner Firma. Anschlie­ßend gab der Direktor die Glückwunschschreiben einiger anderer Lieferanten der Genossenschaft bekannt.

Wirtschaft.

Holzversteigerungs - Termine.

Freitag, den 13. Februar.

Versteigerer: Bürgermeisterei Beuern, Versteigc- rungsort: Gemeindewald Beuern: Zusammenkunft am Forsthaus, 10 Uhr.

Versteigerer: Forstamt Nieder-Ohmen. Versteige' rungsort: Ziegenhainsche Wirtschaft zu Nieder- OInnen, 9.30 Uhr.

Versteigerer: Bürgermeisterei Wohnboch. Versteige­rungsort: Gemeindewald Wohnbach: Zusammenkunft am Waldeingang WohnbachMünzenberg, 10 Uhr.

Versteigerer: Stadt Gießen. Verstcigerungsort: Abteilungen des Stadtwaldes: Zusammenkunft an der Kreuzung Licher Straße und 10. Schneise, 9.30 Uhr.

* Frankfurter Hypothekenbank. Die Frankfurter Hypothekenbank bringt am 24. Fe­bruar zum 1. April 1931 rund 1,5 Millionen Goldmark 4,5prozentige Liquidationspfandbriefe Reihe 5 zur Auslosung. Damit erhöht sich der von der Frankfurter Hypothekenbank zur Verlo­sung gebrachte Betrag an Liquidationspfandbrie­fen auf rund 5 Millionen. Von den Liquidations­pfandbriefen Reihe 5 befinden sich zur Zeit noch rund 90 Millionen Goldmark im Umlauf.

* Die Urabstimmung bei der Hütte Ruhrort-Mciderich. Bei der gestern auf der Hütte Ruhrort-Meiderich vorgenommenen Ur­abstimmung der Belegschaft über den Vorschlag der Verwaltung stimmten von 6870 Stimmberechtigten 6594 ab. Für den Vorschlag stimmten 2127, dagegen 4400 Stimmberechtigte. 67 Stimmen waren ungül­tig. Bei den Angestellten waren im ganzen 1027 stimmberechtigt, wovon 998 ihre Stimmen abgegeben haben. 892 stimmten für den Vorschlag, 91 dagegen. Ungültig waren 15 Stimmen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 12. Febr. Tendenz: eher schwächer. Auch die heutige Börse eröffnete nach den starken Rückgängen an der Abendbörse in eher schwächerer Haltung, da die De­monstration der Rechtsparteien im Reichstag eine größere politische Unsicherheit in den Reihen der berufsmäßigen Effektenhändler verursacht hat. Die Börse zeigte Im ganzen je­doch eine relative Widerstandskraft, da ander­seits die feste Reuyorler Börse etwas anregte. Infolge kleiner Auslandsaufträge und einiger Glattstellungen der Spekulation ergaben sich daher gegen die gestrige Abendbörse meist weitere kleine Kursrückgänge. Das Geschäft be- toegto sich in engen Grenzen. Am Elektrvmarkt war die Kursgestaltung uneinheitlich. Während Siemens, Schlickert, AEG. um den Bruchteil eines Prozents höher eröffneten, neigten Licht u. Kraft und Gesfürel zur Schwäche. Am Chemiemarkt gaben I.-G.-Farben bei kleinem Geschäft weiter nach. Deutsche Erdöl hatten mit minus 1,75 Pro­zent einen stärkeren Verlast. Schwächer lagen außerdem Zellst off werte, Kali- und Montan-Ak- tien; die Rückgänge betrugen von 1 bis 2,5 Pro­zent. Karstadt, Deutsche Liiwleum und Rorddeut- scher Lloyd büßten von 1 bis 1,5 Prozent ein. Don Dauunternehmungen gaben Holzmann 2,75 Prozent nach. Bankaktien blieben im allgemeinen gehalten. Am Anleihemarkt lagen Reubesih und Schutzgebiet etwas höher. Ausländer lagen ge­schäftslos. Am Pfandbrief markt waren Städte- AuslofungSanleihen etwas gefragt, während im übrigen keine Veränderungen zu verzeichnen waren. Im Verlaufe neigte die Tendenz weiter zur Schwäche, da zu den ersten Kursen Material Vorgelegen haben soll und auch vom Ausland schwächere Kurse gemeldet wurden. Die Kursrück­gänge betrugen weiter 1 bis 1,5 Prozent. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent ge- sucht. Am Devisenmarkt lag Madrid sehr schwach, sonst ergaben sich keine nennenswerten Verände­rungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,205750, gegen Pfund 20,4413, gegen London Ka­bel 4,8603, gegen Paris 123,97, gegen Mailand 92,86, gegen Madrid 49,60, gegen Schweiz 25,1750, gegen Holland 12,1190.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Febr. Nach einem nicht unfreund­lichen, aber doch zurückhaltenden Vormittagsverkehr eröffnete die heutige Börse in schwächerer Haltung. Es traten selbst gegen die gedrückten Notierungen der gestrigen Frankfurter Abendbörse noch weitere Abschläge ein, so daß gegen die letzten Berliner Notierungen '23 c r l u ft c von 1 bis 4 v. H. keine Seltenheit waren. Die politische Unsicherheit hat

auch bei der Kundschaft und im Ausland weitere V e r k a u f s o r d e r s zur Folge gehabt, und auch bei der Spekulation traten Abgabeerfcheinungeil hervor. Die Stimmung war ziemlich nervös, die Umfatztötigkeit und Auftragsluft recht gering. Be­sonders schwach lag der Montanmarkt. Die Frage einer möglichen Dividendelosigkeit bei Harpener hotte Veranlassung gegeben, sich auch mit den Di­videndeaussichten der übrigen Montanwerke zu be­schäftigen, für die man, gemäß der Stahlvereins­dividende, einige Urteilsfähigkeit hat: Harpener, Rheinische Braunkohlen und Rheinstahl erschienen mit Mimis-Minus-Zeichen und eröffneten 3 bis 4 v. H. niedriger. Auffällig gedrückt lagen auch Kaliwerte, die bis öz v. H. einbüßten. Sonst waren noch Deutsche Linoleum, Schubert & Salzer, Berger, Svenska, BMW., Gesfiirel und Rhein.-Wests. Elek­trizität stärker rückgängig. Bayr. EW., Stolberger Zink und Beinbera erschienen außerdem noch mit Minus.Minus-Zeicyen. Als Ausnahme sind Doris Oele (weiter Plus-Plus) und Hirsch-Kupfer (plus 3,4 v.H.) zu nennen. Anleihen waren nachgebend. Ausländer geschäftslos. Türken abbröckelnd. Pfand­briefe lagen sehr still. Reichsschuldbuchforderungen zirka 0,5 v. H. schwächer. Der Geldsatz war wenig verändert. Tagesgeld vereinzelt 3,5 v^H^fonst wie gestern. Als die Spekulation merkte, daß das an und für fick nicht groß herauskommende Material Aufnahme sand, schritt sie zu kleinen Deckungen, so daß in den Kursen gegenüber Anfang eine leichte Erholung eintrat. Da die Auslandbärse schwache Kurse meldeten und zu den Kassakursen wieder Ver­kaufsorders vorliegen sollen, ging diese Erhöhung meist wieder verloren. Stolberger Zink gelangten verspätet mit 43,25 v. H. zur Notiz. Lahmeyer mit 122,75 v. H., Törls Oele mit 50 v. H., Bank für Elektrowerte mit 95,75 v. H., Hamburg-Süd mit 126 v. Sy, die dann im Verlaufe wieder 2 v. Sy einbüßten. Die 4,5proz. Oesterreichische Staatsrente von 1914 ge­langte 1 v. Sy höher zur Notiz.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 12. Febr. Auf trieb: 189 Rinder, 923 Kälber, 173 Schafe, 1082 Schweine (281 Litauer). Es wurden notiert (Preise am Frankfurter Viehmarkt, nicht Stallpreise): Käl­ber: beste Mast- und Saugkälber 62 bis 65 Mk.. mittlere Mast- und Saugkälber 57 bis 61, ge­ringe Kälber 50 bis 56. Schafe: Mast- (ämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 45 bis 48, mittlere Mastlämmcr, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 44 Mk. Kälber und Schweine ruhig, Ausverkauf t: Schafe rege, ausverkauft.

Gewinnauszug

5. Klasse 36. Preußisch-Süddeutsche (262. Preuh.) Staals-Lotteric Ohne Gewähr Nachdruck verboten

2. Ziehungstag 10. Februar 1931

In der heutigen Vormittaaszichung wurden Gewinne über 4uu M. gezogen

Auf

jede gezogene Nummer sind zwei

gleich

hohe

Gewinne gefallen, und zwar sc

einer

aus

die Lose gleicher Nummer in den

beiden

Abteilungen I und II

4 ®etotnue ju 10000 M. 213131 297944

8 Stwtnne ,u 8000 M. 81569 81852 114525

256705

14 »etolnne ju 3000 119107 165241 228117

229692 320306 365076 369863

62 ©ttoinnc »u 2000 Dk. 14855 16347 20026 24564 39612 39933 57774 98118 119970 143383 172245 174984 176888 221459 227844 232155 287794

292481 293861 296764 297603 335816 345404

363082 367173 383986

106 V-wtnn« M 1000 M. 70 8325 32154 38366 39268 39584 40826 55773 59040 66585 80537 87291 87301 91591 102244 136659 143839 147740 158957 165172 166343 178715 182424 187050 194430

199867 202705 209884 212649 216497 225757

237935 241598 244671 256458 263931 269591

269710 280072 282081 290174 292757 293382

300557 316570 317912 320567 352424 353799

365333 365828 378207 379580

206 Öehrnne «u 500 M. 4847 7838 8129 11014 15186 22507 29223 33184 35459 37336 37712 38653

40383 40435 31146 54198 54910 55021 57839

57845 62514 70578 78500 87749 93880 94782

97920 99812 99969 102526 112203 113618 113902 119821 121165 128424 132176 147688 154010

155168 155489 156716 166507 170117 186099

187588 187664 189413 191986 199642 206277

207108 207592 207646 208701 211275 215476

215519 225244 233957 234804 241524 243428

24640S 248373 249946 260615 260707 274647

276478 279510 281887 281940 283719 288682

290859 293115 309462 316200 321780 323824

326422 329348 331151 340949 342805 345845

349377 352539 360656 361922 366591 367773

376490 379033 382365 382653 383220 387748

391364 394945 395689 396042

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. Sy, Lombardzinsfuß 6 v. H.

Ifrronlrurt a. " . |

Serltn

Echluß- lure

1»Uhr» flur#

Schluß» tu re

Anfang» fiure

Dalum

11.2.

12.2.

11-2.

12.2.

6% Deutsche Reichsanlethe von 1927 .........

7% Deutsche Reichsanleihe

85

84,8

von 1929 ..........

Deutsche Mnl.-Ablöl^Schutd mit

98,5

-

98,9

53,75

5,325

_

53,8

5.475

53,9

5,25

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . 6% He«. VoUrstaat von 1929

5,35

(rüd<af)!6. 102%) ......

Cbfiliflfcn Provin, Anleihe mii

89,5

89,25

Slu-los.-Rechten......

Deutsche Komm. Eammelabl.

50

Anleihe Gerte 1 . . . .

6% Rranlf. Hnp.-Banl Goldpse

52,4

51,5

*

Xlll untüncbar 613 1031 . . . 7% Rranlf. Hyp^Bank Goldpfe

100,5

93

<ys% Rheinische Hop.-Ban»

9lnu. Oioioofc.........

89,4

8% Pr. Landerpianobriesan stakt, Psandbriesr R. l v .....

8% *t?r SanbeSDIancbriefanllalt,

100,5

100

fiomm.-Cbl. 8i. 20......

7% Pr. Lanbesnta.rvbrietanitaU,

97

97

Pfandbriefe N kl .....

A.E.G abfl. Üoutieg6-Obligatio-

97

-

97

nett, rüdÄablbar 1932 .....

97,5

4% Oesierretchtlche Goldrente . .

24,75

4,20% Ocsierreichllche Silberrenle

2,7

4% Oefterreichilche Einheitliche Rente...........

1,35

4% Ungarische Goldrente ....

19,8

19,9

20

4% Ungarische SlaatLreMe V. 1910

17

17

<H% deSgl. von 1913 ....

.

17,1

1% Ungarische Äronenrente . .

1,35

.

1,3

1,3

3,65

d% TONlsche Zollanleihe von 1911

3,7

3,8

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

3,85

3,65

4% beSfll. Gerte II.......

3,65

5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 .......

9,4

9,4

i y.% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........

t% Rumantsche vcretnh. Rente .

7,4

14,75

7,5

7,55

Franimri a. 2)1

Serlin

Schluß»! hir4 |

1»Uhr» r4

Schluß»! fur4

Anfang» flurt

Datum

11.2.

12.2.

11.2.

12.2.

Hamburg-Amerika Pake« . .

7

64,5

65,13

64

Hamburg-Sübam. Dampsschisi

8

129,25

128

Hama Dampsschisi ....

10

Norddeutscher Lloyd ....

8

67

66

67,4

66

Sllgemeine DeutfcheEreditansi.

10

97,4

97,25

Barmer Bankverein . . .

10

101,75

101,25

101,75

101,25

Berliner Handelsgesellschaft .

12

122,5

122,25

Commerz. und Privat-Bonk.

11

111,75

112

110,5

Darmstädter und Nationalbant

12

142,5

142,5

141,5

Deutsche Bank und

Di-conto-Gesellschast, . . .

10

109.5

110

109

Dresdner Bank......

10

110

-

110

109

Reichebank........

12

245,9

244

S.E.G...........

. S

101

101,13

102,9

100,75

Bergmann........

. 9

113

110,25

Llekir LiescrungSgescllschoft.

10

119,5

120

119

l'ichl und fliaft......

10

112,5

112,5

114

113

Kelten & Guilleaume . . . Gesellschaft füt Elektrische

iA

84

84,75

81,75

Unternehmungen .... Homburger ElektriztlätS-Werke Rbeiiiische Elektrizität . . .

10

110

109,5

112,13

108.5

10

108.25

107

. u

111,5

113,5

Lchlcilsche Elektrizität. . . .

10

«

110,25

109

Gdiudert & (So. . . . . . .

11

119,5

119,75

121,4

118,75

Clemens & Halske .....

16

176

176.5

178

177,5

. 8

-

123,75

127

Vabutefler&öo.. . . . .

10

-

Buderus..... .

. 0

49

47,5

Deutsche Erdöl ......

6

67

65,25

67

65

Essener Steinkohle . »

. v

Gelsenkirchener......

. 8

79

80,5

76,5

Harpener. ..

. 0

78,5

78

74

6 V.

_

66,5

64,25

Ilse Bergbn't .......

10

170

170

Slöcknecwerke .......

n

60.4

58.5

Köln-Ncuesseii.......

r

73

70

Manuedmaiin-Nohrell . . .

. 7

67,5

66,75

69

66,25

ManSfelver Bergbau . . . .

34.5

34

Oberschles. Gltenbebocf . . .

. b

»

38,75

38

Öberfchles. KolSwerke....

e 4

--

73

70,4

Phönix Bergbau......

6%

6,75

57,75

57

Rheinische Braunkohle» . .

10

163,5

159,25

Rheinstahl ......

. 6

71,5

73.4

70,4

Rteberk Montan ......

82

L ---------

Frankfurt a. Ul.

Serlin

Schluß» furd

l»Ul)r» Kur>

Schluß» furd

Anfa: g» «urd

Volum

11.2.

12.2.

11.2.

12.2.

Bereinigte Stahlwerke .

60

61

59,75

Olavi Minen.....

16'/.

35

35,5

35,5

Raliroerlc Aschersleben .

. JO

135

137,25

131,75

Kaliwerke Westeregeln .

.

. 10

141

144.75

139

Kaliwerke Lalzdeisurlh .

. 15

209

207

212,4

208,5

I. G. Yarben-Jnduftrie.

. 12

137,25

136,9

139

136,25

Dynamit Nobel ....

. . 6

67,75

65,65

Echeideansloli.....

. . 0

123.5

Goldschmidt.....

. . 6

39

38

38,75

38,75

Rülgerswerke.....

. . 6

48,5

48,13

49,5

47,25

Metaligesellschast. . . .

. . 8

69

69

70

Philipp Holz mann . . . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. .

. . 7

78

75,25

78

75

. 10

. 10

80

Wayb & ffreytag . . .

. . 8

45,25

45,5

46,25

EchukthetS Patzenhoser .

. 15

169,65

167,5

Ostwecke.......

. 12

148

143,5

Aku.........

. 18

64,25

65,25

63,75

Bemberg.......

. 14

58

61

58

Zellstoff Waldbos . . .

18'/.

98

97

100,5

97

Zellstoff Aschosienburg .

. 12

76

73,75

76,13

74,5

vharlottenburger Wasser

. . 8

88

87.5

Dessauer Gas.....

. . 'J

114

112,13

Daimler Motoren . . .

. . 0

23,25

23,5

23,25

Deutsche Linoleum . »

108

107,25

110,75

105,5

Maschinenbau A.-G. . .

<

. . v

33,75

33

Rat. AuloinobU . . .

. c

__

Orenstein & Koppel . .

. . 6

-

48,5

47-75

Leonhard Tietz ....

. IC

109

107,75

106

EvenLla.......

-

. . .

249

250,5

246,5

Frankfurter Maschine» .

. . 4

12,5

13

Gritzner.......

. . 6

31,5

32,5

Heyiigenstaedt .. . .

. . 0

-

-

Hunghan«.......

Lechwerke.......

. . 6

. . 8

-

ü

33,75

33,9

Mainkrastwerke Höchst a. M.. .8

71

*

Wag........

. 10

66,25

-

Gebr. Roeder.....

-

. 10

77,5

-

Voigt & Harscher . . .

. . I

Süddeutsche Zucker . .

. 10

125

126

Banknoten.

Berlin, 11. Februar

«eld

Ärtls

Amerikoniiche Roten......

4,191

4,211

Belgische Roten .......

58,40

58,64

Danilche Noten«

112,18

112,62

Englische Noten . .......

20,39

20,47

fitan,)üiUdie Noten .......

16,465

16,525

Holländische Noten .......

168,33

169,01

Ztalieniiri> »Noten........

22,01

22,09

Norwegische Noten.......

112,13

112,37

Deutsch-Lesterreich, t 100 Lchilling

58,92

59,16

Rumänische Noten .......

2,48

8,50

Schwedische Noten .......

112,28

112,72

Schweizer Noten...... .

81,99

81,41

Spanische Noten........

41,92

42,08

Tschechoslowakische Noten.....

12,39

12,45

Ungarische Noten .....

73,12

73,42

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Bk.

11 .Februar

12.§cbniot

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

<«elb

Brief

(Selb

»riet

Amft.-Rott-

168,78

169,12

168.71

169,05

Bun'- Aires

1,294

58,595

1,298

1.326

1,330

Brss, Antw,

58.715

58,58

58,70

Christiania -

112,42

112.64

112,40

112,62

.Kopenhagen

112,42

112.64

112.41

112,63

Stockholm -

112,56

112,78

112,51

112,73

6clfinofor5.

10,572

10.592

10,579

10,592

Statten. . .

London. . »

21,99

22,03

21,985

22,025

20,425

4,201

20,465

20,42

20,46

Neunork . .

4,209

4,202

4.210

sliariS....

16,471

16,511

16,472

16,512

Schwei; . .

81,115

81,275

81,11

81,27

Spa ikit . .

42,16

42,24

41.66

41,74

Japan . . - Nie de Jan.

2,080

2,084

2.081

2,085

0,368

0,370

0,364

0,366

Wien in D.» £?efl. abgcst

59,015

59,135

59,01

59,13

Prag ....

12.43

12.45

12,433

12,453

Belgrad . .

7,401

7,415

7,403

7,417

Luoavett. .

73,30

73,44

73,31

73,45

Uul>,arten .

3.044

3,050

3,042

3.048

l'tffabon

18,85

18,89

18,85

18,89

Danzig. . . SonfLntitt-

81,64

81,80

81,60

81.76

1,784

1,789

1,784

1,789

Silben.

5,445

5,455

5,445

5,455

ttanaoa

4,199

4,207

4,200

4,208

Um uav. .

2,837

2.343

2,897

2.903

Catro . . .

20,94

20,98

20,94

20,98