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des Ural-Kuzorzk-Kombinats als vordringlich be­handelt werden. Daß zur Durchführung desPlans ein besonderer Ausführungsausschuh eingesetzt wurde, zeugt von der Bedeutung, die man ihm beilegt. Der 15. Mai und der 15. Sunt sind die ersten Stichtage für die Generalinventur. Dis dahin soll es sich gezeigt haben, ob die Projekte in dem Umfange, tote sie ausgearbeitet wurden, wirklich Aussicht auf Verwirklichung haben. Die besten Kopfe der Union sind damit beschäftigt. Die Teilaufgaben müssen in fünf bis sechs Jahren erfüllt sein, und 1937 soll ein Schwer- Industriezentrum d a ste h en, wie es auf der Welt einzigartig ist. Die Schlagworte Wir müssen Amerika überholen" undDas gröhte der Welt" spielen auch hier wieder eine große Volle. Und auch hier, gibt es Zahlenpyra- midcn. Der in der Aähe von Magnitogorsk be­findliche Dera Magnitowaja Gora soll ein einziges Erzvorkommen sein. Dann gibt es aver auch Platin, "Gold, farbige Me­talle, mit beten Abbau überhaupt erst jetzt begonnen wurde, und Edelsteine. Dor allem aber: Eisen, Eisen und wieder Eisen. Ein grobes Werk in Magnitogorsk, das nach dem ursprünglichen Plan jährlich 650 000 Tonnen Me­tall liefern sollte, wird auf eine Erzeugung von 2,5 Millionen und später auf 4 Millionen Tonnen umgestellt werden. Das gröhte amerikanische Werk soll nur wenig über 2,8 Millionen liefern können. Im Herbst d. 3. soll die Arbeit bereits beginnen, und im letzten Iahresquartal wird schon mit einer

Lieferung von über 150 000 Tonnen gerechnet. Auch die Kupfer-, Dlei -und Zink werke werden ausgebaut, ihre Produktion soll in diesem Jahr nahezu verdoppelt werden.

Dann ist aber da noch das riesige Kohlen­projekt von Kuznezk. Die dortigen Vorkommen wurden auf 250 Milliarden Tonnen geschäht. Die in Deutschland sollen nur 275, in Amerika 255 und in England nicht ganz 200 Milliarden Tonnen betragen. Zusammen mit dem Donezgebiet (Schätzung 75 Milliarden Tonnen) würde Ruß- land also die reichsten Kohlenvorkom­men der Erde besitzen. Aber die Ausbeutung stöbt wegen des Verkehrsproblems auf Schwierig­keiten, die in Europa gar nicht vorstellbar sind. An sich ist der Plan, die sibirischen Dodenschähe nutzbar zu machen, nicht neu. Er wurde aber immer wieder fallengelassen, weil seine Durch­führung Jahrzehnte an Zeit und Milliarden an Geld erfordert. 2lun hat das rote Moskau^das Projekt in Angriff genommen. Sn diesem Saht sollen allein 1,3 Milliarden investiert werden. Der Eigenkostenpreis soll gesenkt, die Arbeits­ergiebigkeit verbessert, neue Arbeiter eingestellt, neue Riesenwerke errichtet werden. Man geht also mit Elan an die Arbeit. Und 1936, dem Sahre des Heils, soll z. B. in der Roheisen, Produktion die enorme Zahl von 25 Millionen Tonnen erreicht werden. Um damit Amerika, das nur etwas über 31 Millionen Tonnen produzieren soll, bald hinter sich zu lassen. Das ist Moskaus Hoffnung.

Dreibundpolitikim Balkankrieg von 1912

Kiderlen-Wächter unterschätzt die großserbische Bewegung. - Schlechte Informationen aus Wien. - Vorläufer zum Weltkrieg.

Don Or. Gustav Noloff, o. v. profeffor der Geschichte an der Universität Gießen.

3e mehr die Veröffentlichungen über die Vor­geschichte des Weltkriegs fortschreiten, desto mehr treten gewisse Persönlichkeiten in den Vorder­grund der Detrachtung, deren Tätigkeit man früher nur in dunkeln Umrissen gekannt hatte. So in England der Unterstaatssekretär Sir Ehre Er owe, ein fanatischer Deutschenfeind, der seit 1907 im englischen Ministerium durch zum Teil absichtlich verzerrte Schilderungen der deutschen Politik eine Atmosphäre des Arg­wohns und des Hasses gegen Deutschland zu schaffen bemüht war, in Deutschland der Ge­heime Rat v o n H o l st e i n, der namentlich unter Bülow dazu beigetragen hat, das Verhältnis zu England zu verschlechtern, und btr Staats­sekretär von Kiderlen-Wächter, der die auswärtige Politik von 1910 bis 1912 geleitet hat. Er galt lange Zeit als der gedankenreichste Staatsmann und geschickteste Diplomat im deut­schen auswärtigen Dienst, und , eine Sammlung von Tagebüchern und Driesen, die im Sahre 1924 herauskam, hat durch einseitige Schilderung der Ereignisse und Personen diesen Rimbus erhöht. Indessen sein Lorbeerkranz hat durch die Akten- publikation der folgenden Jahre viele Dlätter verloren; der Marokkokonflikt z. D., der durch die Entsendung des KanonenbootesPan­ther" im Jahre 1911 in ein akutes Stadium trat und nur mit Mühe beigelegt werden konnte, hat sich als ein schlecht durchgeführtes Manöver ent­puppt: ohne Zweifel hätte Deutschland mit ge­ringerem Lärm aber gröberem Gewinn aus dem leidigen Handel herauskommen können, wie kürz­lich erst durch einen nahe beteiligten Diplomaten (b. d. Lancken, Meine dreihig Dienstjahre) nach­gewiesen worden ist. Aber vor allem hat Ki- derlen versagt im Hauptbrennpunkt der inter­nationalen Angelegenheiten, in der orienta­lischen Politik, obgleich er sich hier auf seinem eigensten Felde er war mehrere Jahre Gesandter in Bukarest befand. Hierüber ver­danken wir u. a. der im vorigen Jahre erschie­nenen großen österreichischen Aktenpublikation manche Aufklärung.

Es ist an dieser Stelle wiederholt auf die große Bedeutung des Balkankrieges von 1912 hingewiesen worden. Er hat durch Vergrößerung der Balkanstaaten auf Kosten der Türkei vor allem die Gegner der Mittelmächte auf der Balkanhalbinsel gestärkt, die angriffslustigen Strö­mungen unter den Dalkanslawen gegen Oester­reich-Ungarn gekräftigt und viel zu der un­günstigen Lage beigetragen, in der die Mittel­mächte im Jahre 1914 zum Kriege gezwungen wurden. Der Krieg gegen die Pforte wurde von den eroberungslustigen Serben und Bulga­ren durch den Abschluß eines Geheim­bundes im März 1912 vorbereitet: man nahm sich vor, aus (Srünben der inneren und äußeren Politik, den Krieg erst im Herbst 1912 zu er­öffnen und bis dahin auch Griechenland und Montenegro zu gewinnen. Auhland und die Ententemächte, die die Entstehung des Bünd­nisses begünstigt hatten, weil sie seine gegen die Mittelmächte gerichtete Tendenz deutlich erkann­ten, erhielten Kenntnis von dem Bündnis; die Absicht, den Krieg binnen kurzem vom Zaun zu brechen, suchten die Bundesgenossen freilich zu verhehlen, weil Rußland einen solchen Kampf vor der Hand nicht wünschte. Da sich an einem Balkankonflikt leicht ein Weltbrand ent­zünden konnte, wollte es die Eröffnung des Krieges nicht den Kleinstaaten überlassen, son­dern erst nach Vollendung feiner Rüstungen das

Signal zum Kampfe geben. Indessen die serbi­schen und bulgarischen Politiker waren überzeugt, auch gegen Rußlands Willen zum Angriff auf den Sultan schreiten zu können, weil sie auf die Unterstützung der panslawistischen öffentlichen Meinung, der sich die Regierung beugen müsse, rechneten. So ist es in der Tat wie bekannt ge­kommen: obgleich Rußland und die anderen Groß­mächte die Erhaltung des Friedens wünschten, haben ihnen die Kleinstaaten ifjre kriegerische Politik aufgezwungen.

Die Frage liegt nahe: Ahnten denn die Mit­telmächte nichts von dem heraufziehenden Gewitter und konnten sie nichts zu seiner Ab­wendung tun?

Tatsächlich blieben sie nicht ohne War­nung. So sorgfältig der Geheimbund vor den Mittelmächten verborgen werden sollte, sie er­fuhren doch davon: ein Beamter der russischen Botschaft in London teilte zwar nicht den Wort­laut, aber doch den Hauptinhalt mit manchen anderen Geheimkvrrespondenzen unmittelbar nach dem Abschluß in Berlin mit, so daß Zeit vor­handen war, Gegenmaßregeln zu treffen, zumal man wußte, daß auch Rußland eine Balkan- Verwicklung in absehbarer Zeit nicht wünschte. Aber Kiderlen hat sich über den wahren Charakter des. Bundes täuschen lassen. Er hielt ihn für rein defensiv. Das Bündnis sei nur gegen einen etwaigen Angriff Oesterreichs auf Serbien abgeschlossen, schrieb er dem Verbündeten des Dreibundes auf der Dalkanhalbinsel, dem König von Ru­mänien (April 1912). Er ließ sich durch einige Phrasen von Defensive, die in dem ihm zugegan­genen Auszüge standen, irreführen, obgleich er aus den aufgefangenen russischen Geheimpapieren eines Delleren hätte belehrt werden können: er konnte daraus ersehen, daß Bulgarien sich lange gegen das Bündnis mit dem serbischen Rachbarn und Rivalen gesträubt und es erst an­genommen hatte, nachdem ihm mazedonische Pro­vinzen als Preis zugesagt worden waren. Es mußte danach wohl dem Bunde eine Offen- sivpvli tik zugrunde liegen, ohne Beraubung der Pforte lieh sich dieses Programm nicht ver­wirklichen. 3a, man erfuhr aus derselben unan­fechtbaren Quelle noch mehr: der bulgarische Minister des Auswärtigen suchte in persön­lichen Besprechungen mit Sasonow, dem Leiter der russischen Politik, die russische Zustim­mung zur Eroberung Adrianopels zu erlangen; der bulgarische Finanzminister erör­terte ohne Scheu mit führenden russischen Diplo­maten die Möglichkeiten eines baldigen An­griffs auf die Türkei, da ein so günstiger Augen» blick die Pforte lag seit Oktober 1911 mit Italien im Kriege nicht unbenutzt verstrei­chen bürte; Griechenland schloß sich dem Bunde an. und Montenegros Anschluß wurde erwartet. (Mai, Juni 1912.) Wenn das auf Offensiv­absichten der bulgarischen Regierung hinwies, so nicht minder unaufhörliche populäre Kund­gebungen auf entsprechende Stimmung in der Bevölkerung.

Trotz allem hielt Kiderlen an seinem Optimis­mus, daß es^nicht zum Kriege kommen werde, fest. Er setzte seine Zuversicht auf den Frie - denswil len Ruß lands, dem die kleinen Balkanstaaten gehorchen müßten: die Macht des panslawistischen Gedankens, dem sich auch der Zar beugen mußte, stellte er nicht in die politische Rechnung ein. Er suchte seinen Optimismus auch dem Grafen Derchtold, dem österreichi­

schen Minister des Auswärtigen, mitzuteilen, aber dieser war skeptischer, da ihm aus Rumänien manche Warnungen vor den serbisch-bulgarischen Umtrieben zugingen. Hieraus und aus einigen unvorsichtigen Worten der Königin von Bul­garien schloß der Wiener Staatsmann, daß die slawischen Balkanstaaten gegen die Türkei los- brechen würden, sobald die türkischen, Zustände dazu einlüden, und da gerade in dieser Zeit manche Meutereien in Der türkischen Armee vorkamen, so konnte dieser Moment jeden Augen­blick eintreten (Anfang Juni). Wenn man zu allen diesen Anzeichen hinzufügt, daß die Bundes­genossen im Verein mit der Entente nicht nur die Tatsache des Bündnisses vor den Mittelmäch­ten zu verbergen suchten, sondern daß sie das Dünonis sogar mit der größten Skrupellosigkeit ableugneten, als durch Indiskretionen franzö­sischer Diplomaten Andeutungen über das Bünd­nis in die Oeffentlichkeit kamen, so mußten, sollte man meinen, die Regierungen der Mittel­mächte auf den Verdacht verfallen, daß hier etwas ihnen Feindliches verborgen werden sollte: warum sollte ein harmloser Defensivvertrag das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen haben? Aber monatelang haben beide Regierungen untätig sich der Hoffnung hingegeben,, daß Rußland seine unruhigen Balkanvasallen im Zaume hal­ten werde.

Die Erklärung für diese resignierende Politik liegt zum Teil in den Beziehungen zwischen den beiden Mittelmächten: sie teilten sich gegenseitig ihre In­formationen nicht völlig mit, so daß sie über die vom Balkan her drohende Gefahr nicht so unterrichtet waren, wie es möglich war. Ein weiterer, vielleicht der entscheidende, Grund liegt in der politischen An­schauung Kiderlens: wie den Panslawismus über­haupt, hat er insbesondere die Stoßkraft der groß- serbischen Bewegung und ihre Gefährlichkeit für Oesterreich-Ungarn unterschätzt. Aus einem so­eben veröffentlichten Briefwechsel zwischen dem Fürsten Bülow und dem nationalliberalen Politiker vom Rath aus den Jahren 1912/13 (Preußische Jahr­bücher Januar bis März) erfahren wir, daß Kiderlen in dem erstarkenden Südslawentum nicht nur eine Gefahr für die Donaumonarchie, sondern sogar ein wirksames Gegengewicht gegen Rußland erblickt hat. Selten dürfte sich ein Staatsmann vor dem Kriege in einer der entscheidendsten Fragen gröber getäuscht haben als der damalige Staats- sekretär, und von dieser Grundauffassung aus ist es verständlich, daß er die den Mittelmächten feindltchen Kräfte und'die ganze Situation falsch beurteilt hat.

Aber ein Vorwurf trifft nicht ole deutsche Politik allein: Die Wiener Regierung hat versäumt, die Berliner rechtzeitig über die revolutionäre groß­serbische Agitation in den habsburgischen Provinzen zu unterrichten. Aufklärung hierüber sowie über Die analogen serbischen Umtriebe In Albanien, wor­über man in Wien gut unterrichtet war, hätten viel­leicht den Optimismus Kiderlens heilen können.

Erst als die Kriegsabsicht der Balkanstaaten mit Händen zu greifen war, im Auaust 1912, versuchte Oesterrelcht, eine internationale Gegenwirkung ins Leben zu rufen, aber Inzwischen war die Dolks- ftimmung in Bulgarien, Serbien und Rußland viel zu erregt geworden, um diplomatischen Dorstellungen Gehör zu geben. Kiderlen hat das Scheitern seiner Dolitik nicht lange überlebt; er ist mitten in den Balkanwirren plötzlich gestorben (Dezember 1912). Aber das deutsche Auswärtige Amt war gründlich geheilt; sein Rachfolaer Jagow erkannte die groß- serbische Gefahr richtig und war im Verein mit Berchtold bemüht, sie bei Neuordnung der Balkan- Verhältnisse im Jahre 1913 einzudämmen. Aber der Erfolg, den die Balkanstaaten, besonders Serbien, über die Türkei davongetragen hatten, war nicht auf­zuheben und trug in der gesteigerten Offenflvpolitik der Serben gegen Oesterreich seine Früchte. Ihre letzte war die Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand am 28. Juni 1914.

Schützt die Frösche!

Vom Tierschutzverein für Hessen wird uns geschrieben:

Der Frühling zieht durchs Land und die wärmenden Strahlen der höher steigenden Früh- lingssonne locken auch die Schläfer des Winters aus ihrem Versteck. Die grünen Gras- und Wasserfrösche verlassen ihr feuchtes Bett am Teiche und steigen zur Wafferoberfläche empor. Run kommt wieder eine Schreckenszeit für diese armen Frösche. Die Frofchfänger ziehen hinaus, fangen die kleinen Tiere, reihen ihnen die Hinter­beine aus oder trennen sie mit üblen Messern ab, werfen die zappelnden, geguälten Tierchen weg und überlassen sie dem Hungertode.

Auch Buben ziehen in ihrem jugendlichen Llebermut gar manchmal an den Teichs mit Stöcken und Steinen bewaffnet, um alle Frösche, die sich ihnen zeigen, zu schlagen oder zu be­werfen. Zu Tode getroffen, zappeln , die armen Geschöpfe dann hilflos im Grase, bis sie nach qualvollen Leiden verenden. Die Eltern, Lehrer und Erzieher sollten die Jugend durch Ermah­nungen von dem verwerflichen Tun abhalten. Dem Handwerk der Froschfänger am Teich soll­ten hiergegen alle Tierfreunde und mitfühlenden Menschen zu steuern suchen. Gleichwie in Baden und Tirol ein vollständiges Verbot des Frosch- schenkelhandels erlassen wurde, so sollten fluch die übrigen Länder diesem Beispiel folgen.

Berliner Börse.

Berlin, 11. April. (WTB. Funkspruch.) Das Geschäft ist heute noch ganz unentwickelt, die Ten­

denz scheint aber nach der festeren)enbb5rjt wieder freundlich zu fein. Man nimmt an, daß btt Spekulation, die gestern Blankoabgaben vorgenom­men hatte, heute zu Deckungen schreiten wird. An- regend wirkt die Meldung von beschleunigter Durch- führung der deutsch-russischen Verhandlungen. Man taxiert AEG. 116 (Geld), Siemens 188, J.-G.-Farben 157,50. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Berlin 20,41, gegen Kabel 4,8593, gegen Schweiz 25,2275, gegen Amsterdam 12,1113, Kabel gegen Berlin 4,2005.

Briefkasten ver Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schnstleitung.)

R. Sch. Wer einen Hund in fremdem Jagdgebiete (also außerhalb einer Ortschaft) bei sich hat und denselben außerhalb der erlaubten Verbindungs­wege über 100 Schritte von diesen frei Herum­laufen läßt, sowie derjenige, dessen Hund allein in der angegebenen Weise frei herumläuft, wird mit einer Geldstrafe von 1 bis 5,20 Mark bestraft. Erlaubte Verbindungswege sind die dem öffent­lichen Verkehr geöffneten Wege, welche eine Ver­bindung zweier Ortschaften bilden^ nicht aber Walbschneisen, oder Spazierwege, die diese Eigen­schaften nicht haben. Dieses ergibt sich aus Ar­tikel 25 des Hessischen Iagdstrafgesehes. Maul­korb- oder Zwang, den Hund an der Leine zu führen, besteht z. D. bei behördlicher Anordnung wegen Tollwutgefahr.

AK. in G. Zu den Fragen I und III: Der Dichter Heinrich Mann, Bruder des Robelpreisträgers Thomas Mann, wurde am 27. März 1871 in Lü­beck geboren. Von feinen Werken nennen wir: 2m Schlaraffenland" (1900),Die Göttinnen" (drei Bände, 1903),Professor Unrat" (1905), Zwischen den Rassen" (1907) und die Roman­trilogieDas Kaiserreich" (drei Bände, 1914, 1917, 1925). Heinrich Mann ist gegenwärtig Vor­sitzender der Preußischen Dichterakademie. Die Beantwortung der unter II. und IV. gestellten Spezialfragen geht über den Rahmen der im Briefkasten üblichen Auskunftserteilung weit hin­aus; wir verweisen auf die modernen Literatur­geschichten, insbesondere etwa von Hans Rau- mann und Paul Wiegler.

Daten für Montag, 13 April.

Sonnenaufgang 5.37 Uhr, Sonnenunteragng 19.15 Uhr. Mondaufgang 4.38 Uhr, Monduntergang 14.13 Uhr.

1598: Heinrich IV. gewährt im Edikt von Nantes den Protestanten Religionsfreiheit; 1872: der Schriftsteller Roda Roda in Pußta-Zdenci geboren.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen

An;eir,enauflrage sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 12. April. Quasimodogeniti.

Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; Konfirmation der Kinder der Markusgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; 18: Pfarrassistent Seemann. 3o- hanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; Konfirmation der Kinder der Johannesgemeinde; Feier des hl. Abend- mahls; 18: Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibelbespre­chung im Johannessaal; Pfr. Müller. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; Konfirmation der Kinder der Luthergemeinde; Feier des hl. Abend­mahls. Elifabelh-Kleinkinderschule. 9.45: Pfr. Lic. Sßaas 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienft; 11: Kindergottesdienst. Diefeck. 14.15. Alfen- Vufeck. 9.30: Konfirmation; im Anschluß Beichte und hl. Abendmahl; Kollekte. Kirchberg. 10: Kirch­berg; 11: hl. Abendmahl für die alten Gemeinde­glieder von Daubringen und Ruttershausen; 13.30: Lollar. Hausen-Garbenteich. 10: Häufen; hl. Abendmahl; 13: Garbenteich. KJafjenbotn-Stein- berg. 9: Beichte; 9.15: Predigtgottesdienst; im An- schloß Feier des hl. Abendmahls (ältere Eheleute). Lich. 9: Beichte im Gemeindesaal; 9.30: Konfir­mation; hl. Abendmahl; Stiftsdechant Kahn.

Katholische Gemeinden.

Samstag, den 11. April.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 12. April. Weißer Sonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; Feier der ersten hl. Kommunion der Kinder; 11: Messe; 15: Weihe der Erstkommunikanten an die Gottesmutter, darauf Andacht mit Segen und Tedeum. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt; Erstkommunion der Kinder und Schulentlassungsfeier; 15: Taufgelübde und Weihe. Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.____________________

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