Ausgabe 
11.3.1931
 
Einzelbild herunterladen

__ r ha.en also hier eine Geschichte für Kinder, . .e jem kindlichen D-r tändnis und Eefühlslreis ungezwungen angcpaßt ist und dennoch auch vorngroßen ^tcr1 mit Vergnügen gelesen lLxr.cn rann eine Geschichte in der sicheren Mitte zwischen Phan.asie und W.r.lichlett, zwi­schen Aomantit und Realismus, tto.'.cr Phan.asie und voller Spannung. Die Abenteuer des klei­nen Ferdi Lamandin und seine Erlebnisse in der Schule, daheim und im Paradies der Rosen­insel werden auch bei uns von vielen kleinen Leuten mit herzlicher Anteilnahme aufgenom- men werden -y-

Selma Lagerlöf, Aus meinen Kindertagen, ylebersehung aus dem Schwe­dischen von Pauline Klaiber-Gottschau. Preis in Seinen gebunden 5 Mark. Verlag von Albert Langen in München. (75) Run, in der Abend­lonne, kramt die große Erzählerin in ihren heimlichsten, heiligsten Schreinen, sie verseht uns in den Kreis ihrer Familie auf dem alten Mar- backa. Die dlrzellen zuGösta Verling" und noch manchem ihrer schönsten Bücher entdecken wir hier. Wie dieses ahnung ^reiche, a nungs- sichere kleine Mädchen die Künstlernatur seines Vaters begreift. Daß sie einst Geschichten schrei­ben wolle, ja, daß sie einzig dazu auf die Welt gekommen sei, daß wußte sie damals schon. Sn ihrer unerhörten Raturverbundenheit fühlt sie die geheimen Quellen, die überall rauschen. Rur daß sie dunkler, voller erbrausen, wenn sie uns zu ihnen führt.

Philosophie.

Mit dem Erscheinen der Werke Friedrich Riehsches in Reclams Llniversal-DiRiothek ist dem großen Philosophen die Bahn zur brei­testen Wirkung gebrochen. Die Ausgabe (Ver­lagsbuchhandlung Philipp Reelam jun., Leipzig. 31) bietet in langer Reihe die wichtigsten Einzelwcrle Riehsches in vollständigen Texten. Lins liegen die folgenden Bände vor:Also sprach Zarathustra",Senseits von Gnt und Böse",Die Geburt der Tragödie", die Gedichte,Ecce homo,Zur Genealogie der

Moral",Schopenhauer als Erzieher.Richard Wagner in Bayreuth".Der Fall Wagner" undRiehsche contra WagnerAlle diese Werke erscheinen zum bekannten billigen Preis, der iiir die broschierten Ausgaben der Einzel- wer.e zwischen 40 Pfennig und 1,20 Mark schwankt sodaß tatsächlich auch der Unbemit­telte sich Riehsche zum äußeren und inneren Be­sitz machen kann. Selbstvcr.ändlich sind die Aus­gaben auch gebunden erhältlich. Ausführliche Rachwovl-e und Erläuterungen von Dr. Kurt Hildebrandt, dem bekannten Verfasser mehrerer bedeutender Rietzsche-Werke, geben auch dem un­geschulten Leser die Voraussetzungen zu einem tieferen Erfassen.

Professor Dr. Heinrich Adolph, Gießen: Personalistische Philosophie. Verlag Felix Meiner, Leipzig. Geheftet 5,~u Mk. (2). Das Buch steht im Strome des neueren Denkens, das über den Gegensatz von Sdealis- mus und Lebensphilosophie hinaus zu einer höheren existentiellen Ganzheit^form vorzustoßen sucht, die hier alsPerson" bezeichnet wird. Die Hauptthpen-der beiden, in sich einseitigen Rich­tungen werden vorgeführt und in ihrer Be­grenztheit aufgewiesen. Vor allem er,ährt der Sdcalismus wegen seiner abstrakten Gestaltfeind­lichkeit und Wesensferne eine eingehende, den Grundton der Arbeit bildende Kritik. Doch wird der transzendentale Standpunkt als solcher fest­gehalten und der Versuch unternommen, die er­kenntniskritische Llnterbauung der Erfahrungswelt bis zur Grundlegung einer echt ganzheillichen und metalogischen Synthesis weiterzufk.hren. So er­scheint nicht eine abstrakte Vernunftbeziehung, sondern eine echte Gestaltgröße als Grundprinzip des Wirklichen. Damit eröffnen sich Perspektiven, die über die Schranken der Ratio hinaus in die Abgründe des irrationalen Sinnlebens hindeuten, in dem Geist und Geschichte wurzeln. Der Ver­fasser weiß sich in innerem Zusammenhang mit all den Denkern, die ein ähnliches Ziel er­streben, insbesondere mit Troeltsch, Driesch und W. Stern, deren Ergebnisse aufgenommen und weitergebildet werden.

Wirtschaft.

200 Zahre Buderussche Eisenwerke.

Die Buderusschen Eisenwerke in Wetz­lar begehen am 14. März d. I. die 2 0 0. Wieder­kehr ihres Gründungstages. Aus diesem Anlaß gibt die Gesellschaft eine in ihren Werken ausgeführte Plakette aus Gußeisen heraus. Eine Werksgescbchte ist in Vorbereitung. Mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse ist von einer besonderen festlichen Veranstaltung abgesehen worden.

Schweinemarkt in Gießen.

* Gießen, 11. März. Aus dem heutigen Schweinemarkt standen 158 Ferk l und 7 Läufer zum Verkauf. Es kosteten: Ferkel, bsse sW chn alt, 18 bis 25 Mark, sechs bis acht Wochen alt, 25 bis 30 Mark, acht bis dreizehn Wochen alt, 30 bis 40 Mark: Läufer 48 bis 50 Mark. Tendenz: flott, geringer Lieberstand.

* Erhöhung des Mehlpreises. Die Süd­deutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 gestern um 25 Pf. auf 44,50 Mark pro 100 kg erhöht.

Der Lohnkampf in der hes sischen Holzindustrie beendet. Der Tart- und t Lohnkampf in der Holzindustrie von Hessen- Rassau und Hessen ist beendet. Rach einer zwi­schen den Tarifparteien abgeschlosfenen Verein­barung treten die Bestimmungen des alten Ver- trags ab 16. Februar 1931 wieder in Kraft und haben bis zum 15. Februar 192 Geltung. Die neue Lohnregelung sieht eine Lohnkürzung von 6 Pfennig pro Stunde für alle Facharbeiter über 22 Scchre vor und eine Kürzung der Akkordsätze um 6 Prozent. Alle nach dem 1. Sanuar er­folgten Kürzungen der Stunden'öhne und Akkord- fätje werden angerechnet. Die GobnregeTung gilt bis zum 14. August 1931. Die Wiederaufnahme der Arbeit erfolgte in den noch von der Aus­sperrung betroffenen Gebieten am Montag, dem 9. März.

2 Millionen Mark Verlust bei der Höch st er Dereinsbank. Unter sirr lern An­drang fand gestern die erste Galubi ^erverfamm- lung der Vereinsbank H'chst statt. Für den Unter­suchungsausschuß berich.ete Syndikus Dr. Groß,

daß inzwischen ein Status aufgestellt worden sei, der mit einem Fehlbetrag von 932 000 Mark ab- schließt. An Verlusten seien etwa 2 Mill. Mark errechnet worden. Die Prüfung habe ergeben, daß sich die Verwaltung eine Reihe grober Fahrlä,sig- keiten habe zu'chulden ko nmen lassen. Der Unter» 1 suchungsan 3 chuß glaube, daß die Sanierung nur durch eine Erhöhung der Geschäftsanteile von 300 auf 1000 Mark durchgeführt werden könne. Der ! Glnubigerversammlung tourte vorgesch'agen, ein Moratorium auf die Dauer von z vei Sahren, eventuell mit einem Rachlaß vo i 10 v. H. der Forderungen und Verzicht auf Verzinsung ei -zu­gehen. Rach langer Debatte wurde dem Vo.'chlag mit großer Mehrheit zugestimmt und ein Gläu- bigerausschuh gewählt, der die weitere Bearbei­tung der Angelegenheit übernimmt.

* Aussperrung in der bayerischen Metallindustrie. Die von Verbund baye­rischer Metallindustrieller in den bayerischen Großstädten für Montagab nd am Arb'i'sschluß verhängte Aussperrung to gm Lohntarifkrnfl'.k s ist ein eitlich durchgeführt worden und betrifft rund 40 000 Arbeiter und Arbeiterinnen.

Frankfurter Bör^e.

Frankfurt a. M., 11. März. Tendenz: fest. Auch zu Beginn der heutigen Börse lagen von außenstehenden Kreisen wieder einige Kaufauf­träge vor. so daß die Tendenz weiter fest war. D e Aufwärtsbewegung der Kurse ging jedoch nur langsam vor sich, so daß verschiedentlich etwas Abgabeneigung bei der Kulisse bestanden hat. Anregend wirkte der relativ leichte Geldmarkt, die Festigkeit der Reichsmark, ferner das lang­same Abnehmen der Arbeitslosenzifsern, die wei­tere feste Haltung des Montanmarktes, an dem neben Käufen der Rheinischen Schwerindustrie auch Order von der Kundschaft Vorlagen, gab die meist stärkere Widerstandskraft. Das Geschäft war für Montanwerte lebhaft, alle übrigen Werte rujb. Bevorzugt sind Ge senl'rchen und Klöckner- werle mit Kursbefestigungen bis 4 Prozent. Die übrigen Montanwerte lagen von 1 bis 2.5 Pro­zent fester. Größere Kursgewinne hatten noch einige Rebenwerie w'.e Aschaffenburger Zellstoff mit plus 5 Prozent, LechwÄe mit plus 4 Pro­zent. Don Chemiewerten gewannen Deutsche

Kleiner Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Berlin, 10. März. Ende Februar hatte nach dem Bericht der Reichsanstalt vom 16. bis 18. Februar d. 3. sowohl die Zahl der Arbeit­suchenden, wie die ber Hauptunterstühungs- empsänger in der Arbeitslosenversicherung e t - was ab genommen. Ri r die Zahl der Krisenunterstühten ist noch gestiegen, jedoch lang­samer als im Vormonat. Die Zählung vom 28. Felruar ergab, daß von den bei den Arbeits­ämtern eingetragenen verfügbaren Arbeit­suchenden rund 4 972 000 arbeitslos waren, d. h. rund 19 000 weniger als am 15. Februar. 3n der Gesamtzahl der Arbeitslosen wurden Ende Februar rund 2 589 000 aus den Mitteln dcr Arbeitslosenversicherung, rund 908 000 aus denen der Krisenfürsorge unterstützt. Die Entlastung der Arbeitslosenversicherung ge­genüber dem letzten Stichtage beläuft sich auf annähernd 13 000, die Mehrbelastung in der Krisenfürsorge auf rund 46 000 Hauptunter­stützungsempfänger. Sn den beiden versieherungs- mäßigen Llnterstützungseinrichtungen wurden mit­hin Ende Februar rund 3,5 Millionen Arbeits­lose De'reut.

Leichte Entlastung in Hessen und Hessen-Nassau.

WER. Frankfurt a. M., 10. März. Heber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Rassau berichtet das Landesarbeits­

amt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Ar­beitslosigkeit scheint ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Sn. der zweiten Februarhälfte sank die Zahl der Arbeit- suchenoen um 2353 auf 311 685, während sie um diese Zeit im Vorjahr noch weiter um 2454 auf rund 230 700 (Höchststand des Sahres 1930) anstieg. Diesmal meinen schon acht Ar­beitsämter (in der ersten Februarhälfte nur zwei) eine Abnahme, davon Frankfurt um rund 1600, Mainz 800, Offenbach 700. Von den anderen zehn Arbeitsämtern hatten noch eine größere Zu­nahme Kassel (574), Limburg (425) und Wetz­lar (392). Sn den Außenberufen, in denen sich früher die Lage gewöhnlich zuerst besserte, hatten jetzt nur die Sternindustrie und die Ungelernten eine leichte Abnahme um rund 400 bzw. 140 Ar­beitsuchende, während in der Landwirtschaft und im Baugewerbe (Baufacharbeiter) die Zahlen noch weiter fliegen. Dagegen nahmen sie in der Metallindustrie ( 273), in der Lederindustrie ( 630), im Holzgewerbe ( 326), in den Rah- rungsmittelgewerben ( 913, vorwiegend Tabak- industrie) und in den meisten übrigen kleineren Berufsgruppen ab. Die Zahl der Hauptunter- stühungsempfänger in der Arbeitslosenversiche­rung ging seit Suli 1930 zum erstenmal wieder etwas zurück, und zwar um 794 auf 150 948. Die Hauptunterstühungsempfänger in der Krisen- unterstühung nahmen aber weiter um 2747 auf 52 472 zu.

Erdöl 1.5 Prozent, während 3.-G.-Farben nur mäßig höher einsehten. Elsttrowerte hatten an­fangs überwiegen.» Kursrückgänge, lediglich Licht und Kraft 1,75 Prozent. Am Kunstseidemarkt verloren Obernberg 1,5 Prozent. Bis 1 Prozent freundlicher ero.fneten noch Süddeutsche Zucker. Da'mler, Bauunternehmungen und Schiffahrts­aktien. AG. für Verkehrswesen waren mit 2.5 Prozent mehr gefragt. Am Banlenmarkt setzten Reue Reich.bankanieile ihre Aufwärtsbewegung um 2,5 Prozent fort. Rach den ersten Kursen [am zunächst einiges Material an die Märkte, so daß die Kurse kleine Rückgänge erfuhren. Später setzte sich wieder eine neue Aufwärts­bewegung durch, die Mehrzahl der Kurse lag über dem R v:au der Anfangslurse. Am An­leihemarkt blieben Deutsche Anleihe knapp be­hauptet. Au.landrenten ohne Geschäft. Pfand­briefe fester. Für Schuldsorderungen und Liqui- daiionspfanibriefe ergaben sich Erhöhungen von 0 5 bis 1 Prozent. Sm weiteren Verlaufe der Börse blieb die Tendenz durchaus fest. Besonders Montanpapiere waren stärker ge'ucht. Die allge­meinen Kurlbefserungen betrugen erneut bis 1 Prozent. Das Geschäft belegte sich allerdings meist nur innerha.b der Kulisse. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 3 Prozent un­verändert. Am Devisenmarkt lag die Mark in­folge der Kapita rück lüsse aus dem Ausland weiter fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1992, gegen Pfund 20 40, London gegen Kabel 4 8531, ^egen Paris 124,11, gegen Mailand 92.74, gegen Madrid 44 30, gegen Schweiz 25,2440, gegen Amsterdam 121150.

Berliner Börse.

Berlin. 11. März. Schon im heutigen Vor- mittagsvcrkchr konnte man feststellen, daß der Grundton trotz des schwächeren Verlaufs der gestrigen Reuyorker Börse weiter freund­lich war. Man verwies namentlich auf die Festigkeit der Mark, das weitere Zurück- fließen deutschen Kapitals aus dem A u s l a n d e und die, wenn auch geringe, Ab­nahme der Arbeitslosenziffer. Vorbörslich war es noch hinsichtlich der innerpolitischen Betrachtun­gen (Wehretat) etwas unsicher. Zu den ersten Kursen konnte sich dann aber wieder eine aus­gesprochen feste Tendenz durchsetzen, da weiter lebhaftes K a u f i n t e r e s se des Sn- und Ausla ndes bestand. Auch die Depo- sitenkassenkundschaft hat wieder große Kassaauf­träge vorgelegr. Sm Vordergründe des Snter- esses standen Montanwerke, da man sich für diese Sniustrie von den Verhandlungen der deutschen Sndustriesührer in Rußland eine besondere An­regung verspricht, zumal auch die Ausführun'en des Geheimrats Klöckner in dieser Richtung hin sehr zuversichtlich sind. Papiere wie Buderus, Gelsenkirchen, Harpener. Klöcknertoerke, Leopold- grubc und Phönix erschienen mit Plus-Plus-Zei­chen. cber auch Rhe nifche Braunkohlen und Rhein­stahl lagen weiter fest. An den übrigen Märkten

zeichneten sich von Danken Berliner Handels­und Reichsbank, von Maschinen Derlirer Ma­schinen, Motoren D:uh und Orenstein & Koppel durch Festigkeit aus. Berger lagen 5 Prozent höher Rordwotte war fest, am Kalimarkt fielen Westeregeln mit 4,5prozentigen Gewinnen be­sonders auf. Kurssteigerungen von 1 bis 3 Prozent waren ziemlich allgemein Eine Ausnahme machten im Zusammenhang mit der Schwäche an den Materialmärkten Mansfeld, die 1,25 Prozent trrloren, und Hansa Dampf, die auf den gestern schon als wahrscheinlich be­zeichneten Divi endenausfall weitere 2.25 Proz. einbüßten. An eihen freundlich. Don A'. s ändern erschienen Türken mit Plus-Plus°Z ichen, sonst wenig verändert. Pfandbriefe weiter gefragt. Reick. sfchuldbuchforderungen lebhaft und bis ein Prozent höh r. Geld weiter erleichtert. Tagesgeld mit 3,5 bis 5,5 Prozent, die übrigen Sätze un- Der'nbcrt. Der Verlauf brachte dann mehrfache Schwankungen, die Kurse lagen zeitweise über, zeitweise unter Anfangsnivcau, doch betrugen die Besserungen selten mehr als 1 Prozent. Su­lins Berger konnten weitere 3 Prozent g Winnen, dagegen konnte man am Kunstfeidemarkt stärkeres Angebot beobachten, das den Kurs um 2 Prozent drückte. Hiervon ausgehend wurde später die Stimmung etwas unsicher.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 11.März. Es wurden notiert: Weizen 337,50; Roggen 232 50 bis 235; Sommerg rste für Brauzwecke 215 b s 223; Hafer, inländischer 170 bis 175; W.izenmehl, südd. Spez. 0 43,75 bis 44 75; Roggenm-chl 28 75 bis 29,75; Weizenkleie 10,75 bis 11; Roggen- kleie 11,75 bis 12 Mark. Tendenz: fest.

Letzte Nachrichten.

Stimmenthaltung der So ialdemoraten bei derAbstin'.m mg üverdenPanzerrrenzer. 8"

Berlin, 11.März. 3m Haushaltsaus- schuß des Reichstages gab heute bei der De au::g deS Haushal stzlanes der Re'chsmarir.e der sozialdemolratische Abgeordnete Hünlich die Erklärung ab, daß sich seine Fraktion bei der Abstimmung über die angesvrderte e.ste Rate des Panzerkreuzers B im Ausschuß zunächst der Stimme enthalten werde. D'e Fraktion verlange daß die durch das Flvtten- b up ogramm erwachsende finanzielle Belastung durch eine entsprechende Entlastung der arbeitenden Bevölkerung ausgeglichen we de. Sie werde bestimmte steuerpoli­tische Anträge einbringen und erwarte ein Entgegenkommen auf soz'alpolitischem Gebiete. Erst wenn diese Fragen geklärt seien, könne eine en g tilge Stellungn-Hme zu den angeforderten Schisfsbauten «.folgen.

Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdtskvni 5 o $)., Lombardzinsfuß 6 o ch

vran ur u. |

Seriin

Schluß. urs

I-Ühr. Kur«

Schluß» Biiiana»

mrl

Kur«

Datum

10.3. |

11.3.

10.3.

11.3.

6% Deutlche ReichknUethe von 1027 .

84,75

7% Deutlche Relchöanlelhe von 1929

98,9

98,9

_

veuiläie «nl.-MlSl.-Echulb mi, Auölo,. Rechten

56,9

56,7

56,7

56,9

Deegl. ohne Auelol.-Rcchte

6,65

6,65

6,4

6,5

«% Heil. BoUciiam von 1929 (rfidtablb 102%)

91,5

91,5

ObftMIcn Provinz - Anleihe mi Aurlo, .-Rechten

53,75

veuilche komm. Sammelabl.

Anleihe Gerir 1

54,9

54,75

8% Kranit. Hnv- Bani Kowvie XIII unlünvbar bir 1931

100,5

_

7% «Iranki HvP..Bank Goldple unkünvdar bi» 1032

94,75

_

_

_

<u% Rdemiiche Hvv.-Banl Liqo. Golvvle.

91,25

_

8% Pr. Lanvervinntchrielaniialt, tzlonbbrieie R.'»

100,5

_

100,5

_

8% Pr Lonveer an. brielanliaU. komm..cvl.R.20. .

7% 'Ue. Vanbfvi1 anobrielanRalt, Dianvbricle R 21

S.S.S abfl. Bor.r.-gs-Obligatio- nen. rüdAabtoar 1932

-

__

96,5

__

96,5

*% Oefterretchtiche «olvrente .

24,25

24,5

1,20% Oclterreichiiche Glibenente

2,25

2,35

4% Oellerreichiiche Einheitliche Rente

4% Ungarilche Solbrrnle - - - 4% Ungarilche Gtaatlrente v. 1910

19,9

19,9

19,0

16,75

17

17

414% besgl. von 1913 1% Ungarilche Kronenrente

17

17

t% rarliiche Zollanleibe von 1911

4,5

4,5

4,5

4% Dürkilche Bagvadbabn-Ani Serie,

4,5

4,5

4,6

4% ve«gl Serie U

4,4

4,55

6% «uminilche vereiub. Rente von 1903

9,35

4H% Rumwilche vereinh. Rente von 1918 ........

15

-

15,25

15,4

4% RumLnilche veretntz. Rente

7.6

7,8

I 7,9

Scrlm

Uani un a. Ul.

10.3. 11.3.

Datum

10.3.

11.3.

73,25

73,9

Hama Tamplichisl .

10

75

75,25

132,5

10; 109,25

109,5

106,25

106,5

128,25

128,25

128,75

128,75

127,9

125

123,5

124

136,5

134,25

135

89,5

182,75

67,25

71,5

72,5

81,65

185

84

84,9

137

183

136,75

183,25

113,5

146,5

58

75

10

12|

55,4

73,5

85,5

81,5

65,5

182

83,5

127

93

128,5

112,25

145.75

80,25

63,25

180,13 82,75 84,25

109,4

109,4

135,4

182,5

54,4

72,9

58,5

74,9

89

84,5

12

11

12

105,5

126

130

127,5

93,75

85,13

80 71,25

181

66,4

78

80

44

73,65

136

102,25

74,9

128 112,25 '45,5

81,25 44

82

42,75

113,25

143

Buderus ...... Deutsche Erdöl . . .

Gliener Steinkohle . . , Geilenkirchener . . tzarvencr ... . Hoeich Eilen . ... . I'le Bergbau ... Hlöduetwerle - . . Küin-Neuellen Mannesmann.Röbre» StanofelDei Bergbau Lberichlei Eiienbevarf Cbetfdiicl RuUrocde. Bliönir Bergbau Rlieinilche Braunkohle» Rhelnltahl . . .

Riebeck Montav . . ,

110,5

110,5

73

135,5

104,5

73,5

. . 8 . . 9 . 10

. 10

106

127,75

130,75

128,65

95

. . 5 . . 6 . . 8 . . 8 . . O «'/.

. 10 . . 7 . . 7 . . 7 . . 7 . . 6 . . 7 . 6V» . 10 . . fl 7,2

. 1U rke io

. . s . 10

. 11

. 16

. . 8

. 10

Licht uno fitaft .... zelte» & Guilleaume Geleliichaii für Elektrische

Unternehmungen . . Hamburger ElektrtzltätS-A »beinllche Elektrizität . Lchleihche Elektrizität. . ediudcrt & Eo. . . . Ziemens & Halske . . . Iranetaoto .....

ibm-ner L Co.....

Barmer Bankverein Berliner Hanvelegelellichast Commerz - uno Privol-Bank. Tarmliüvier unv Nationalbani Teullche Bank und

Disconto GelellichaN, . . .

Dresdner Baak......

»eichsbanl .......

A.E.G........

Bergmann.......

Siehr LieierungSgeielllchast

vumourg-Ämerlta Pake, ... 7

Hamburg-Südam. Damvllchftl - 8

Schluß« Anta g- lur fiurS

Schluß« t-Uhr< lurä flur

Nordveuticher Lloyd.....8

Allgemeine Deutlche Creditanlt. 10

10;

.fron, ur

u JJ .

8crh.

c5u, u6« h-e

l»uhi» re

Schluß- furd

-Uniana» Kurs

Dutum

10.3. i

11.3.

10.3. |

11.3.

Bereimgie ©tablroerte

. . 1 16'/,

65,5

66,5

64,5

66,5

Otaol Minen

35,65

35,75

fialiwerle Slfdiereleben

10.

146

146

145

145

fiallioede Westeregeln

1°

150

148

152,25

Kaliwerke GaUbeifuttb

15 j

225,5

225

223,75 l

226,5

fj. ®. ,^arben°InvulMe Dnnamii Nobel . .

. 12

145,5

145,9

145,25

146

e e

. . 6

Scheideanstall . . .

. . 9

133

133

»oldichmibl . . .

. . 5

45

46,5

45,25

47

Rütger4werke ...

. . 6

56,75

57,25

55,65

56,75

Metallgelellichali. . .

. . 8

80,5

80,65

80,5

81

BbUiVv Holzmann . .

. . 7

91J)J

92,85

91

93

Zementwerk Heidelberg

. 10

78

78,25

Eementwerk Karlstadt.

e a

. 10

-

Wanß & Rrentaa

. . 8

46

47

46

-

(sdiuitbete Payenhoier

M

. 15

--

179

180,5

Cftroerte ....

e e

. 12

Aku .....

e o

. 18

79,75

-

79

80

Bemberg......

.

. 14

90,5

89

90,75

90,5

Zellkloss Waldbos . .

e .

18'/.

116,5

116,9

115,5

116,75

Sellftoft Alchaslenburg

. 12

86

91

85

Ebarlottenburger Waiier .

. . 8

Deiimier Mas

. . 9

130,9

132,25

Daimler Mowren

. e

. . O

34,5

35,13

35,9

Deutsche Linoleum .

e e

e e

113,5

113,5

113,25

113,5

Maichinenbau A.-G. .

. . 0

--

Rat. AutomobU . .

» e

. . o

Otenfldn & Kovvet .

. . 6

-

55,25

58,5

Leonbarv Tietz - . .

e M

. 10

122,75

123

SvenSko

. .

268

267

267,75

nranisuner Mmchlneo

. . 4

13.75

13,25

34

Gripner

e «

. . 6

35

*

Hevligenslaedt . . . tzungban» . . . . Lechwerke......

. . O

. . 6

. . 8

_

Mainlraltwerke Höchst a.M. 8

W

Miag . . .

. 10

Gebr Roeder . . .

. 10

Boigt & Haessner . . Süddeutsche Zucker »

. . o . 10

130

131

129

l

vanknoken.

Se lln 10.Mär,

Geld

»rief

Amertkani'che Noten .

4,187

4,207

Belgiiche Noten .

58,23

58,47

Tauüche Noten - .

111,93

112,37

i Endliche Noten . .

20,363

20,443

^tüniü.iidie Noten . .

16,42

16,48

Holländische Noten . .

e e

167,88

168,56

Italienische Noten....

22,04

22,12

Norwegische Noieu . . .

. . .

111,95

112,39

Deutlche Oesterreich i 100 Schilling

58,83

59,07

Rumänuch Noten . .

2,48

2,50

SdironDii(b Noten . . .

112,04

112,48

Schweire' 'liefen ...

80,54

80,86

Spannche Noten ....

45,96

46,14

r-chechonowatilche Roten

.

12.385

12,445

llngalilche Noten

72,95

73,25

VevifenmarkI Berlin

- Frankfurt

a. M

lO.M-rz

11 -Mckr,

Amiliche Notierung

Amtliche Notierung

«"en

Srie

Geld

Srie'

2Imft..>Hott.

168,24

1H8.58

168,20

168,54

Bu n.-AireS

1,431

1,435

1,450

1,454

Brff. Nnnv

58,47

58.59

58,445

58,565

Cbriftfnnia.

112,19

112,41

112,18

112.40

fiüpvnbaflen

112,20

112,42

112,18

112,40

Siockiiolm

112,30

112,52

112,28

112.50

Helsingtors.

10,56

10,58

10,556

10,576

Italien . .

21,98

22,02

21,975

22,015

London. .

20,383

20,423

20,379

20,419

Neunork ..

4,196

4,204

4,1950

4,2030

Boris. .

16,422

16,462

16,411

16,451

Schweiz ..

80,74

80,90

80,72

80.88

Sva iert

45,91

46,01

46,05

46,15

Iavan

2,076

2,080

2,076

2,080

Nio de s>an-

i,342

0,344

0,342

0,344

Wien in D.»

Ceft. abfleft

58,97

59,09

58,97

59,09

'pvaa

12,429

12,449

12,427

12,447

Belirad

7,359

7,389

7,365

7,379

Luoav >1 - .

73,14

73,28

73,12

73,26

B>u> arten

3,040

3,046

3,040

3,046

"'ssadon

18,82

18,86

18,82

18,86

Danna

81,46

81,62

81,44

81.60

Sonft nttu.

1,784

1,789

1,784

1,789

Htticn

5,445

5,455

5,445

5,455

Lanuoa

4,1955

4,2035

4, 5

4,203

Uru uat) .

3,137

3,143

3,177

3,183

6airo . . .

20,90

20,94

20,90

20,94

ßfiiW1

je

in fl*16

l"'^groll' |Wg,Ä un non iri

lohn. QU* .ner'Jiuni

Sei ®f

anttr^" Mh- 'ffff.

SS

Abg. hu"' SÄÄ I* »en bis»««*1 »en s -usiimmung vc w ! vor gegenüber dem andere Stellung M Neichswehrmmister I rniung des daß er auf die Emfk Rate für das Panzei ,rocht der besonders a, Haltslage oerZichu vom Reichskabmetl m Entschließung,e tgeleg mitdemElat 19^ bauersatzplan,d der Linienlchisie, enti qelegt werden würde, bestes 1931 iftno ter al; die des Jar wäre alst nach Ansic kratifchen Fraktion \ alle Veranlassung gec m a (aus die Fnangi zerkreuzes B zu vei von feiten der Regi gerlichen Parteien ir hange auf die i Gesamtlage hi verschließt sich auch tifchl Frallion nicht alle an der Aufrechte kratifchen Regierung 'Ubroctir des §afchis Parteien aus der geg tion gewisse politische zu ziehen haben. Sv deshalb unter allen langen, daß, wenn i den Planen der Regi mindesten die sin durch das Flottenpn entsprechende tendenBevölke Zu diesem Zweck w politische Anti wartet gleichzeitig Forderungen auf biete, Erst wenn i eine endgültige Mldemokralischen Fi Cchisssbauraten erfoli bei der Abstimmung ii Pir den Vau des Pan Stimme enthalt

21bg. Di $ie Morine ist Jeutfdjen Wehrn,acht fcÄn un ^utschlands eine m^-^lche Reick ,0Uk m ®arine inn sttn v^keilen c ÄJ* 'm Dienste »6

«u bringen.

ÄUJ' ^ch'ises ! l>,°"^ "M 5*n Änl>'« bei Äe&s 2^*5 hi und nich,;