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bat: Louis Iouh, Fabrikant. Die Wahlvhr- schlüge Nr. 4, 6 und 8 sind miteinander ver­bunden.

Mit Rücksicht darauf, daß der seitherige Bei­geordnete Wittig als Spitzenkandidat auf dem Wahlvorschlag der Sozialdemokratischen Partei steht und gleichzeitig seine Wahl als Stadtrats­mitglied gesetzlich nicht zulässig ist, sah er sich veranlaßt, sein Amt als Beigeordneter der Stadt niederzulegen.

Landkreis Gietzen.

X & l e i n ß i n b e n, 9. November. In der Ver­sammlung bes Kriegervereins berichtete ber 1. Vorsitzende Schimmel über den letzten Hassia-Bezirkstag in Gießen. Eine längere Aus­sprache lösten die Anträge auf Deitragsermähi- gung für erwerbslose Mitglieder aus: darüber soll von Fall zu Fall entschieden, auch soll dem Hassia-Verbano nahegelegt werden, entsprechende Rücksicht aus diese Mitglieder zu nehmen. Die Unkosten für die Trauermusik bei Beerdigungen von Kameraden sollen auf die Dereinskassc über­nommen, von den Mitgliedern aber eventuell ein kleiner Sonderbeitrag erhoben werden.

--- Alten-Buseck, 9.Rov. Auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft der Ver­bände der freien Wohlfahrtspflege in Hessen fand hier eine Haussammlung von Lebensmitteln und Geld statt. In den Dienst dieser gemeinnützigen Sache hatten sich die Lehrer und Gemeindebeamten gestellt. Wenn

man beachtet, daß schon mehrere derartige Haus­sammlungen vor kurzer Zeit stattgefunden haben, muh man den letzten Erfolg als ein schönes Zeichen der Nächstenliebe ansehen. Es wurden in die Listen eingetragen: 24 Zentner Kartoffeln. 14,5 Zentner Gemüse, 20 Zentner Obst. 110 Pfund Dohnen. 26 Pfund Mehl. 10 Pfund Fett, 7 Pfund «fleisch und 34.70 Mk. Geldspende. Außerdem kommen hinzu etwa 50 Pfund Dörrobst, das durch eine Dolksschulklasse in den freien Nachmittags- stunden hergestellt wurde. Ein Teil der freiwilli­gen Gaben soll den Bedürftigen der hiesigen Ge­meinde zugute kommen. Der Rest wird der Ar­beitsgemeinschaft in Gießen überwiesen.

O Holzheim, 9. Noo. Das Ehepaar Wilhelm und Margarete Schneider konnte in diesen Tagen goldene Hochzeit feiern. Der Orts­geistliche Pfarrer Schmid überreichte dem Jubel­paar als Geschenk ein Gedenkblatt des Landes­kirchenamtes, Bürgermeister Buß überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. Die Jubilarin erfreut sich als Hebamme unter der hiesigen Einwohner­schaft allgemeiner Wertschätzung. Dem Jubelpaar wurden zahlreiche Ehrungen zuteil.

s. Trais-Horloff, 9. Nov. Eine seltene Entdeckung machten heute früh Arbeitsleute, die von Utphe nach Trais-Horloff fuhren. Sie be­merkten in der Morgendämmerung kurz vor un­serem Orte an der Straße drei Wild­schweine. Es gelang darauf dem Sohne des hiesigen Gemeinberechners. Aböls Hublih, einen der drei Schwarzkittel zu erlegen.

Wirtschaft.

Oie Arbeiismarktlage in Hessen und Hessen-Nassau.

In der zweiten Oktoberhälfte hat die Ar­beitslosigkeit bedeutend ft ä r I e r an­genommen, als während der ersten Hälfte des Monats- Die Zahl der Arbeitsuchen­den ist von 276821 auf 284 50 8, also um 7687 oder 2,8 Prozent, gestiegen (in der ersten Oktoberhälfte um 5156 oder 1,9 Prozent). In den Saisonaußenberufen hat sich, der Iahreszeit entsprechend, die Beschäftigung merklich abgc- schwächt; daher entfallen auch auf diese Berufs­gruppen allein rund 4400 Zugänge oder 57 Pro­zent der Zunahme. Im einzelnen stieg die Zahl der Arbeitsuchenden in der Gruppe Landwirt­schaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei um 281 oder 4,2 Prozent, im Baugewerbe um 1708 oder 5,2 Prozent und in der Lohnarbeit wechselnder Art (einschließlich Bauhilfsarbeiter) um 1286 oder 2.5 Prozent, in der Industrie der Steine und Erden um 1153 ober 7,9 Prozent. Neben ben genannten Außenberusen haben von ben größeren Berufsgruppen eine über bem Durchschnitt von 2.8 Prozent liegenbe Zunahme zu verzeichnen: bet Bergbau mit 9.5 Prozent, das Bekleidungs­gewerbe mit 5 Prozent und das Gastwirls- gewcrbe mit 4,6 Prozent. In den Angestellten- unb ben übrigen Berufen ist bie Arbeitslosigkeit im Laufe ber Berichtszeit nur leicht gestiegen. Die Arbeitsuchenden in der Papier- und Leder­industrie, sowie in der Gruppe Theater, Musik haben geringfügig abgenommen. Die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Arbeits­losenversicherung und Krisenfürsorge ist von ins­gesamt 141 759 um 6294 aus 148 053 gestiegen: davon erhielten Arbeit-losenunterstühung 68 685 gleich 43,4 Prozent. Krisenunterstützung 79 368

gleich 53,6 Prozent. Auf 1000 Einwohner ent­fielen am 31. Octobet 76,2 Arbeitsuchende (gegen 74,1 am 15. Oktober), 18,4 Hauptunterstühungs­empfänger in der Arbeitslosenversicherung'(17,6) und 21,3 (20,3) Hauptunterstühungsempfänger in der Krisenfürsorge.

*

Berliner Handelsgesellschaft und Haus Warburgj Im Zusammenhang mit einem Ausbau der freundschaftlichen Bezie­hungen zwischen der Berliner Handels-Gesellschaft unter der Firma M. M. Warburg & Co., Ham­burg, hat eine ausländische Gruppe unter Mit­wirkung der Firma M. M. Warburg & Co. einen Posten Handelsanteile erworben.

* D i e Indexziffer der Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für ben 4. November berechnete Indexziffer ber Großhanbelspreise ist mit 107,3 gegenüber ber Vorwoche nahezu unveränbert. Von ben Haupt­gruppen waren bie Indexziffern für Agrarstoffe mit 69,6 unb für industrielle Rohstoffe unb Halb­waren mit 99,5 unveränbert, währenb bie In- bexziffern für Kolonialwaren mit 94,7 unb für industrielle Fertigwaren mit 132,6 um je 0,3 Prozent zurückgegangen sind. Die Indexziffer für Produktionsmittel stellte sich auf 129,6 (minus 0,2) und für Konsumgüter auf 134,8 (minus 0,4). Für ben Monatsdurchschnitt Oktober lautet bie Gesamtinbexziffer 107,1 (gegenüber bem Vor­monat minus 1,4 v. H.). Inbexziffern derHaupt- grnppen: Agrarstoffe 93,5 (minus 2,6 v. H.), Ko­lonialwaren 94,7 (plus 0,6 v. H ). inbustrielle Rohstoffe unb Halbwaren 99,4 (minus 0,7 v. Sy), inbustrielle Fertigwaren 133,4 (minus 0,9 v. H.). Der Monatsdurchschnitt Oktober beträgt für Pro­duktionsmittel 130,2 (minus 0,2) und für Konsum- güter 135,8 (minus 1,5).

Die deutschen Börsen.

Klaue Stimmung in Berlin.

Berlin, 10. Nov. (WTB. Funkspruch.) Nach widerstandsfähiger Eröffnung schwächte sich die Ten­denz im heutigen telephonischen Freiverkehr plötzlich ab. Die Festigkeit der Auslandbörsen hatte noch in den Vormittagsstunden die Hoffnung erweckt, daß sich für Aktien wenigstens eine freundliche Grundstim- mung würde erhalten können, zumal auch die Roh- stoffmärkte gestern weitere Preissteigerungen auf­wiesen. Da aber für die deutsche Wirtschaft alles von dem Resultat der gegenwärtigen deutsch-fran­zösischen Besprechungen abhängt und bei diesen augenblicklich gerade gewisse Schwierigkeiten aufgetreten sein sollen, verschiedene Pressemeldungen sogar von einem Stillstand der Verhandlungen sprachen, so wirkte sich einmal die Geschäftslosigkeit und die schwache Veranlagung einiger Spezial­papiere, vor 'allem aber die anhaltende Schwäche des Pfandbriefmarktes un­günstig aus. Obwohl fast die gesamte Handelspresse sich gegen den angeblichen Plan der Regierung, eine Zwangskonverlion durchzuführen, aus= spricht, sei eine Entscheidung in diesem Punkte noch nicht ge allen, eine Beruhigung könne aber erst ein- treten, wenn eine Klarheit in diesem Punkte, welcher Art sie auch sei erreicht wäre. Das Niveau der 8-o. H.-Pfandbriefe hat sich übrigens in der letzten Zeit ganz erheblich ermäßigt und schon fast einem

6-v. H.-Zinsfuß angepaßt. Heute gingen die 8-v. H.- Emisfionen wiederum um 1 bis 2 v. H. zurück, aber auch am Aktienmärkte waren Rückgänge in diesem Ausmaße keine Seltenheit. Bei Schultheis betrug der Kursverlust sogar fast 5 v. H. Hieran konnte auch der relativ günstige Reichsbankausweis für die erste No- vcrnberwocye nichts ändern. In diesem Ausweis hat die N o t e n d e ck n n g wieder eine le i ch t e B e f f e - r u n g auf 27,8 v. H. erfahren, sie ist allerdings nur noch halb so hoch wie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Gold und Devisen erfuhren eine Verringerung um 13,3 Millionen, an Noten sind 211,4 Millionen in die Kassen des In tituts zurückgeflossen, die gesamte Kapitalanlage hat ich um 306,7 Millionen verringert. Von Interesse dür te fein, daß der Notenumlauf 3ur gleichen Zeit des Vorjahres nur ungefähr 170 Mil­lionen niedriger war als heute.

Kester in Krankfurt.

Frankfurt a. M., 9. Nov. Die neue Woche begann ber Effektenfreiverkehr von Bureau zu Bureau in fester Tenbenz. Die Hauptanre­gung boten bie Kurssteigerungen an ben Auslandbörsen, sowie die feste Ver­anlagung ber Weltwarenmärkte. Bei allerbings geringem .Umsatz zogen bie Kurse gegen ben Wochenschluß um etwa 1,50 bis 3 v. H. an, wobei IG-Farben unb einige Elektrowerte im Vorher- grunbe bes Interesses stauben. Beachtung fanben

ferner Kunstseibe-, Montan- unb Bankaktien. Nur Reichsbank blieben vernachlässigt. Relativ schwach tenbierten bagegen von totalen Werten Scheibe­anstalt, bie auf eine größere Verkaufsorber etwa 2 v. H. einbüßten. Gegen Mittag machte sich allgemein eine Abschwächung bemerkbar, bie man vor allem mit Gewinnmitnahmcn motivierte. Die Mehrzahl ber Papiere gaben etwa 1,5 v. H. ihrer anfänglichen Gewinne wieber her.

Deviscnmarkl Berlin Jtanffutl a. 2TI.

9. November

10. November

Amtliche Jtofieruna

Amtliche Dotierung

Weih

Äriei

Geld

Ariel

Oelfingfot« .

8,34

8,36

8,34

8,36

Wien. . .

58,94

59,06

58,94

59,06

Brog . . .

12,47

12,49

12,47

12,49

Budapest . .

73,28

73,42

73,28

73,42

Sofia . . .

3,072

3,078

3,062

3,068

Holland . .

169,98

170,32

169,88

170,22

C81o ....

89,41

89,59

89,41

89,59

Kopenhagen.

90,91

91,09

90,66

90,84

Gtodbolm

91,16

91,34

90,91

91,09

London. . .

15,92

15.96

15,94

15.98

Buenos Aires

1,063

1.067

1,098

4,209

1,102

Neuvorl

4,209

4,217

4.217

Brüssel. .

58,69

58,81

58,69

58.81

Italien. . .

21,78

21,82

21,78

21,82

Baris . . .

16,56

16,60

16,56

16,60

Schweiz . .

82,24

82,40

82,24

82,40

Spanien . .

36,7

36,84

36,76

36,84

Danzig . .

82,32

82,48

82,27

82,43

Japan . .

2,048

2,052

2,058

2,062

Rio de Ian..

0,259

0,261

0,259

0,261

Jugoslawien.

7,473

7,484

7,473

7,487

Lissabon . .

14,39

14.41

14,49

14,51

Banknoten.

Berlin, 9.November

Geld

Brief

Ameritanische Noten.......

4,20

4,22

58,53

58,77

Dänische Noten.........

90,72

91,08

Englische Noten.........

15,88

15.94

irranzösische Noten........

16,55

16.61

Holländische Noten........

169,61

170,29

Italienische Noten........

21,76

21,84

Norwegische Noten........

89,22

89,58

Deutsch-Lesterreich, 6 1OO Schilling

58,68

58,92

Rumänische Noten........

2,51

2,53

Schwedische Noten........

90,97

91,33

Schweizer Noten.........

82,04

82,36

Spanische Noten.........

36,63

36,77

_

Neichsbankdiskonl 8 v. h.. £

ombardzins

10 v. h.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 9. Nov. An ber Probuktenbörse zeigte sich zu Wochenbeginn allgemein starke Zurück­haltung. Die anhaltenden Preisschwankungen am Getreideweltmarkt unb Zeitungsmeldungen über eine geplante Preissenkungsaktion in Deutschland haben wieber erhebliche Unsicherheit hervorge- tufen, so baß bie Kauflust äußerst gering blieb. Das herauskommenbe Angebot von Brotgetreide, bas keineswegs reichlich ist, fanb baher nur zu etwa 1 Mark nichtigeren Preisen als am Wochen- schluß Unterkunft. Der Handelsrechtliche Liefe­rungsmarkt setzte in gleichem Ausmaße schwächer ein. Weizen- unb Roggenmehle waren von ben Mühlen zu untieränberten Preisen angeboten, würben aber nur vorsichtig gekauft. Auch in Hafer hat bie Kauflust nachgelassen, so baß trotz des nur mäßigen Offertenmaterials bie Prei,e nichtiger lagen. Gerste ist bagegen reichlich offe­riert unb matt. Weizenexportscheine lagen stetig, Roggcncxportschcinc würben toicberum billiger angeboten. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märkischer, 228 bis 231, Dezember 242 bis 242,50, März 251 bis 250,50 (ruhig): Roggen, märkischer. 198 bis 200, Dezember 206,50 bis 205,75 (Geld), März 212 (Brief, ruhig): Braugerste 175 bis 178 (matter); Futter- unb Industriegerste 172 bis 175 (matter); Hafer, märkischer, 150 bis 155, Dezember 165,75 bis 165,25, März 176,50 bis 174,50 (matt); für je 100 Kilo: Weizenmehl 29 bis 33 (ruhig); Roggenmehl 27,90 bis 30 (kaum behauptet); Wci- Acnlleie 10,75 bis 11 (ruhig); Roggenkleie 10,50 bis 11 (ruhig); Biktoriaerbsen 24 bis 30; kleine Speiseerbsen 25 bis 28; Peluschken 17 bis 19; Ackerbohnen 16,50 bis 18; Wicken 17 bis 20; Lupinen, blaue, 11 bis 12,50; Lupinen, gelbe, 13 bis 15; Leinkuchen 13,90 bis 14,10; Etdnuß- kuchen 13,40 bis 13,80; Erbnuhkuchcnmchl 13,10 bis 13,30; Trockcnschnihcl 6,20 bis 6,30; Extrahier­tes Sojabohnenschrot ab Hamburg 12,10, ab Stet­tin 12,80; für je 50 Kilo: weiße Speisekartoffeln 1,35 bis 1,45, rote 1,60 bis 1,80; blaue Oben- toälber 1,70 bis 2; anhere, gelbfleischigc 1,90 bis 2,20 Mark; Fabrikkartoffeln bas Kilo 7 bis 7,5 Pfennig. Allgemeine Tenbenz: ruhiger.

Besserung der Rotendeckung.

B e r 1 i n , 10. Nov. (WTB. Funkspruch.) Nach dem AusweisderReichsbankvom7. Novem. ber hat sich in der verflossenen Bankwoche die ge- samte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 306,7 Mil­lionen auf 4045,3 Millionen Reichsmark verrin- ge r t. Im einzelnen haben die Bestände an Handels­wechseln und Schecks um 179,4 Millionen auf 3830,1 Millionen Reichsmark, die Lombardbestände um 127,2 Millionen auf 112,3 Millionen Reichsmark ab­genommen. Reichsjchatzwechsel, an denen am Ende der Vorwoche keine Bestände vorhanden waren, wer­den mit 30 000 RM. aufgewiesen. An Reichs­banknoten undRentenbankscheinen zu­sammen sind 211,4 Millionen Reichsmark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 204,3 Mil­lionen auf 4541,6 Millionen, derjenige an Renten- bankscheinen um 7,1 Millionen auf 414,2 Millionen Reichsmark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 13,2 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 398,9 Millionen Reichsmark eine

Abnahme um 119,2 Millionen Reichsmark. Die Be­stände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 13,3 Millionen auf 1261,9 Millionen Reichsmark vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 43,2 Millionen auf 1101,3 Millionen Reichsmark abgenommenf die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 29,9 Millionen auf 160,6 Millionen Reichsmark zugenommen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige De­visen beträgt 2 7,8 gegen 26,9 v. H. in der Vorwoche.

Rindermarkt in Gießen.

Aus dem heutigen Rinder-Nutzvieh-Markt in Gießen standen 828 Stück Großvieh, 137 Fresser und 197 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milch­kühe oder hochtragende Küye 1. Qualität 300 bis 400 Mark; 2. Qualität 200 bis 275; 3. Qualität 100 bis 180; b) Schlachtkühe 50 bis 250, schwer verkäuf­lich; c) Rinder j- bis jährig 60 bis 130; z- bis 2jährig 80 bis 180, tragend 180 bis 300 Mark; d) Kälber das Pfund Lebendgewicht 20 bis 30 Pf. Marktverlauf: sehr schleppend, Ueberstand.

Die internationale Devisenlage.

An ben internationalen Devisen­märkten waren bie Veränderungen gestern morgen zunächst noch ganz unbebeutenb, doch ging das englische Pfund, nachdem cs mit 3 8050 gegen den Dollar gut behauptet eröffnet hatte, im Verlaufe wieder stärker zurück und stellte sich dann auf 3,7725. Gegen den Gulden ging cs auf 9,40 zurück, gegen Zürich auf 19,30, gegen Paris auf 93,03 und gegen Madrid auf 42,93. Die Reichsmark war gehalten und an ben verschicbcnen Plätzen gegen Samstag kaum verändert. In London zog sie auf 15,9250 an. Der Dollar lag international etwas fester; man führt diese Befestigung auf bie Preissteigerungen an ben amerikanischen Waren­märkten zurück. Die Norbbevisen waren knapp behauptet.

Das Geschäft an den Devisenmärkten war am Nachmittag ziemlich ruhig. Es ergaben sich nur ganz geringfügige Bcränbcrungen. Das englische Pfund war weiter etwas an- geboten. konnte sich aber auf seinem Stand von 3,7375 gegen ben Dollar behaupten. Gegen Gulden schloß es mit 9,3450, gegen Pans mit 95,81, gegen Zürich mit 19,30 und gegen bie Reichsmark mit 15,9450. Der Dollar war un­verändert, ebenfalls die Reichsmark, bie sich in Amsterdam auf 58,7250 und in Zürich auf 121,00 stellte; in Neuhork Iah sic gegen ben Samstagkurs etwas leichter mit 23,66. Die Nord- bevisen waren wieher etwas schwächer, bagegen befestigten sich bie sühamerikanischen Devisen. Am Spätnachmittag konnte sich bas P f u n b plötzlich

befestigen unb zog auf 3,7790 gegen den Dollar an.__

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