Ausgabe 
10.6.1931
 
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Rund 4 Millionen Arbeitslose

der verfügbaren Arbeitsuchenden:

fon-

etwas

auf 67,5

Tendenz:

Banknoten.

Berlin

Sranlfurt a. 2)1,

1-Uhr- I ffuf< |

9.6. I 10.6.

Datum

9.6.

10.6.

9.6.

114

116,13

114,25

39,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt

55,5

a.

49,5

100,5

96,5

96,5

20,25

20

16,45

16,5

2,4

16,6

14,6

43,25

19

111

116

169,5

16,55

14,5

37 43,13

57

13,2

5,13

12 6 e

5 . 6 , 8

, 7 10 10

, S

c 0

6 . 8

8

10

10 . ö

10

116,5

115 37.75 43,5

57

43,13

17,9

110

115

169,75

2,7

2,6

16'/.

10

10

16

(Schluß- kurs

16 12 18

. 14

18'/.

. 12

. . 8

, . 9

> . 0

> * 6

. . 0

» . 6

. 10

19,5 1,4

51,45

4,4

2,45

7,1

13,4

5,5

51,75

4,5

2,65

2,65

2,65

7,2

13,3

5,55

Taten für Mittwoch. 10. Juni

Sonnenaufgang 4.10 Uhr, Sonnenuntergang 20.38 Uhr. Mondaufgang 1.34 Uhr, Monduntergang 14.23 Uhr. m r

1807: Napoleon wird von den Russen und Preußen bei Heilsberg geschlagen: 1819: der französische Maler Courbet in Omans geboren; 1836: der Physiker Andr6 Marie Ampere in Marseille ge­storben.

fl. ®. garden-Industrte. Dynamit Nobel . . . . Echeideanftalt. . . e Goldschmidt . . RütgerSwerke . . MetaUgeieUichaft. . . .

84,25

97

51,65

4,5

90,5

50,5

49

100

94,5

88,5

100

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Dicht nach Heuchelheim fahren!

Diese Warnung rufe ich jedem zu, der geschäft­lich oder sonstwie in Heuchelheim zu tun hat. Denn der Zustand der Gießener Straße spottet tatsächlich jeder Beschreibung. Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Dreckpfühe an Dreck- Pfütze. 2ch rate jedem, der gezwungen ist, diese Strecke zu befahren, vorher sich in eine Lebens­versicherung einzukaufen. Sollten die maßgeben­den Personen diesen Zustand der Straße in un­mittelbarer Dähe von Gießen nicht kennen? Wenn nicht, dann bitte ich die Herren, diese ft art frequentierte Strecke in Augenschein zu nehmen und dafür zu sorgen, daß durch baldige, sach­gemäße Wiederherstellung der Fahrbahn die Lebensgefahr für die Passanten beseittgt wird.

H.

entwicket.

Die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Nassau.

lieber die A r b e i t s m a r k t l a g e in Hessen und Hessen-Nassau berichtet das Landes­arbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Zahl der Arbeitsuchenden fiel in der ersten Maihälfte um 6200 oder 2,4 v. H. auf 255 406 (vorher um rund 6400, d. s. gleichfalls 2,4 v. H.). Der Arbeitsmarkt wurde also etwa im gleichen Umfang wie in der

84,5

96,75

51,75

4,5

90,5

Bereinigte Stahlwerke Otavt Minen . . . . Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke Salzdetfurth

* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 1. bis 6. Juni auf 77,0 aegenüber 78,5 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 69,9 (71,0), Gruppe verarbeitende Industrie r-f ßn ß (69,1) und Gruppe Handel und Verkehr auf 100,3

Kunst und Wissenschaft.

Frankfurter und Mainzer Vlldverluste beim Münchener Brand.

Das Frankfurter Historische Museum hatte im Münchener Glaspalast als Leihgaben aus- gesteUt von Peter CorneliusBildnis der Frau Hadermann" und von Mols Schmitz Feldbergszene". Cs ist leider mit hoher Wahr­scheinlichkeit anzunehmen, daß diese beiden Werke verloren sind: eine offizielle Destättgung aus München liegt allerdings noch nicht vor. Auf alle Fälle ist der materielle Schaden durch Versicherung gedeckt. Zwei weitere Por­träts von Cornelius, die auch nach München ge­sandt worden waren, dabei das schönste, das Bildnis der Frau Scheel, sind von der Aus- stellungsleitung zurückgegeben worden, weil sie dem Thema der AusstellungDeutsche Doman- tifer stilistisch nicht voll entsprachen. So be­finden sie sich daher zum Glück wieder unversehrt . im Historischen Museum.

Bei dem Brand des Münchener Glaspalastes sind, wie jetzt festgestellt wird, auch zwei wert­volle Romantiker, die von der Städttschen Ge­mäldegalerie Mainz als Leihgabe zur Ver­fügung gestellt wurden, ein Opfer der Flammen geworden. Cs handelt sich um ein Iugendporträt des Malers Veit, das einzige von dem Künstler bestehende Bildnis, und um ein Doppelbildw^k Veit-Overbeck.

Baufacharbeiter am 28. Februar (Höchststand) am 31. Mai

Abnahme FebruarMai absolut

Das sind o. H.:

Bauhilfsarbeiter am 28. Februar (Höchststand) am 31. Mai

Abnahme FebruarMai absolut

Das sind v. H.:

In der Landwirtschaft brachte die beginnende Hack­fruchtbearbeitung wieder mehr Beschäftigung. Die Steinindustrie und das Nahrungs- und Genußmtttel. gewerbe (Konserven- und Tabakfabriken) konnten gleichfalls eine größere Anzahl Kräfte aufnehmen. Das Gastwirtsgewerbe zeigte eine leichte Saison- betebung, dagegen hatte die Metallindustrie ver­hältnismäßig wenige, das Bekleidungsgewerbe fast keine Abgänge. In der Lederindustrie und im 23er- Dielfältigungsgeroerbe nahmen die Arbeitsuchenden um rund 250 bzw. 130. zu. Die Zahl der Haupt­unterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversiche­rung ging, zum Teil infolge Aussteuerung, um 6022 auf 90 995 zurück, gleichzeitig ist aber die Zahl der Krisenunterstützungsempfänger um 1451 auf 50156 gestiegen.

Wirtschaft.

Bevorstehende Teilstillegung des Griesheimer Z.-G.-WerkeS.

Das WerkGriesheimderJG.- Farben- industrie ist nach der Konzernbilduna erheblich eingeschränkt worden. Noch vor einigen Wochen hat ein weiterer Abbau der Belegschaft stattgefunden. Diese ist, soweit die Leute nicht pensioniert wurden, nach dem Werke Höchst und auch nach anderen Werken der IG. beordert worden. Zum Teil sind die Arbeiter auch entlassen worden. Nun ist anscheinend eine weitere Stillegung der Griesheimer Betriebe beabsichtigt. Es soll das Altwerk äußer Betrieb ge­setzt werden, so daß im wesentlichen nur der Autogenbetrieb im Gange bleiben dürfte.

Berlin, 9. Suni. Rach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 16. bis 31. Mai war die Entwicklung des Deschastt- gungsgrades in der zweiten Halste des Mo­nats Mai nicht u n g ü n st i g. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen hat um 144 000 abgenommen: am 31. Mai belief sie sich auf rund 4 0 6 7 0 0 0. Zn der Arbeits­losenversicherung wurden am letzten Stichtag nach einem Rückgang um rund 134 000 rund 1 579 000 Unterstützungsempfänger gezählt. Die Belastung der Krisenfürsorge hat sich weiter, und zwar um etwa 15 000, auf rund 929 000 Haupt- Unterstützungsempfänger erhöht, lieber die Auf­teilung der Gesamtzahl der Arbeitslosen nach der Art der gewährten Unterstützung liegen zur Zeit Zahlen erst für Ende April vor. Zu diesem Zeit­punkt wurden von 100 Arbeitslosen im Reichs- durchschnitt 86,7 unterstützt, die Hälfte aus der Arbeitslosenversicherung, knapp ein Viertel aus der Krisenfürsorge etwas mehr als e.n Viertel aus Mitteln der öffentlichen Fürsorge. Zm ein­zelnen sind u. a. am Arbeitsmarkt des Koh­lenbergbaus Zeichen eines Stillstandes der bisherigen rückläuf igen Entwick­lung zu erkennen. Die Landwirtschaft hat be' ders in den klimatisch begünstigten Gebieten et stärkeren Bedarf an Arbeitskräften entwickelt. 2m Baugewerbe hat sich die Saisonbelebung in dem erwarteten schwachen Umfange weiter-

von 2,50 bis 3,75 Prozent nach. I.-G.-Farben 2,25. Bei Montanaktien betrugen die Verluste 2 25 bis 3 Prozent. Am Markte der Kaliwerte lägen Aschersleben 7,50 Prozent, Westeregeln 4 Prozent und Salzdetfurth 3,50 Prozent niedriger. Durch schwache Haltung fielen außerdem noch be­sonders auf Deutsche Linoleum (minus 3,50 Pro­zent), Aku (minus 3,25 Prozent), Süddeutsche Zucker, Zellstoff Waldhof und Daimler mit je minus 2 Prozent. Am Bankenmarkt verloren Reichsbank 5 Prozent, Bayerische Hypotheken­bank 1,50 Prozent. Im übrigen blieben die Kurse nur knapp gehalten. Von Schiffahrtspa­pieren gaben Norddeutscher Lloyd 2,75 Prozent nach. Am Rentenmarkt neigten deutsche und aus­ländische Werte ebenfalls zur Schwäche. Gold­pfandbriefe weiter offeriert. Liquidationspfand­briefe knapp gehalten. Reichsschuldbuchforderun- gen 1 Prozent schwächer. Llm Verlaufe setzte sich die nach unten geneigte Kursbewe­gung weiter fort. Unter dem Druck weiteren! Angebots ermäßigten sich die Kurse erneut um 1 bis 1,50 Prozent. Bei Kaliaktien betrugen die Abschläge. weitere 2 bis 3 Prozent. Elektrische Lieferungen wurden weiter schwächer taxiert. Am Geldmarkt wurde der Sah für Tagesgeld auf 3,50 Prozent erhöht. Am Devisenmarkt erfuhr Madrid eine stärkere Befestigung. Auch Zürich lag weiter höher. Die Reichsmarkerfuhr trotz weiterer Goldabgaben noch keine Erholung. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2138, gegen Pfund 20,50, London gegen Reuyork 4,8652, gegen Paris 124,26, gegen Ma­drid 49,00. Mailand 92,93, Schweiz 25,0725, Hol­land 12,09.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Sunt Für die heutige Börse lag eine Anzahl ungünstiger Rach richten aus der Politik und Wirtschaft vor. Man hat daraufhin heute vormittag erneut schwächere Kurse taxiert, doch wurden diese Taxen bei den ersten Notierungen noch wesentlich überschritten. Stärkere Beachtung fand die gestrige Rede Briands, in der er sich gegen eine Re­vision des Voung - Planes aussprach. Aber auch der innerpolitische Widerstand ge­gen die Rotverordnung und Schwierigkei­ten, die der Reichskanzler Dr. Brüning bei seiner heutigen Rückkehr aus England vorfand, wirkten verstimmend. Don den Arbeitslosenziffern, die zwar in der zweiten Maihälfte eine Ermäßi­gung um 144 000 erfahren haben, konnte keine An­

regung ausgehen, zumal die sonstigen Momente aus der Wirtschaft (weiterer Goldverkauf der Reichsbank), dividendenloser Abschluß der Rüt- gerswerke, Schwierigkeiten im Rvrdwvlle-Konzern usw. ebenfalls nicht dazu angetan waren, die Un­ternehmungslust der Kulisse zu vergrößern. Das Angebot war zu Beginn der heutigen Börse nicht übermäßig groß, genügte aber doch, um Kurs­rückgänge bis zu 3 Prozent und für Spe- zialpapiere bis zu 5 Proz. und mehr zu verur­sachen. Verschiedene Werte wie Ilse, Stolberger Zink Kali Aschersleben. Rütgerswerke, Berger. Gessürel Kunstseidewerte, Karstadt und Otavr er­schienen' mit Minus-Minus-Zeichen. Anleihen lagen behauptet Ausländer abbröckelnd. Dosn.er verloren 1.75 Prvz. Pfandbriefe waren weiter schwächer. Das Angebot, das gestern teilweise nicht voll Unterkunft gefunden hatte, drückte weiter auf die Kurse. Reichschuldbuchforderungen waren wer­ter bis zu 1,5 Proz. rückgängig. Am Geldmarkt trat eine kleine Erleichterung ein, der Sah für Tagesgeld ermäßigte sich auf 4,75 bis 6,75 Proz. Die übrigen Sähe unverändert. Sm Verlaufe bot die Börse zunächst ein etwas uneircheitliches Bild, da die heutigen Auslandbörsen nicht so ganz schwach verliefen, wie das gestrige Reuyork be­fürchten lieh. Später wurde die Trude^H wieder schwächer und das Kursniveau Bröckelte bis z u 1,5 P r o z. a b. Spezialwerte wie Poly­phon, Allgemeine Licht & Kraft. SIfe, eröffneten 2,5 bis 3,5 Proz. niedriger. Die Hauptverfttmmung ging heute von der sehr schwachen Haltung des Pfandbriefmarktes aus.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 10. Suni. Cs wurden no­tiert: Weizen 295 bis 292,50 Mk., Roggen 223,50' bis 225, Hafer (inl.) 205 bis 207,50 Mk. per Tonne: Weizenmehl (südd. Spezial 0) 39,75 bis 41, Roggenmehl 30 bis 31,75, Weizenkleie 11,75 bis 11,50, Roggenkleie 12 Mk. per Doppelzentner. Tendenz: sehr ruhig.

gangspuntt verlassen ist und weiterhin für das ganze Reich bei vorbezeichneten Grundstücken keine einheitlichen Bewertungssätze vorgeschrieben sind. Die Höhe der Bewertungssätze wird durch Rechts- ocrordnung von den Herren Präsidenten der Lan­desfinanzämter bestimmt und bekanntgegeben. Hier­bei können die Gebiete des Landesfinanzamts in verschiedene Bezirke eingeteilt werden (z. B. in einer größeren Stadt ein bestimmter Stadtteil). Abgesehen von der Einteilung in Bezirke können verschiedene Grundstücksgruppen gebildet werden, z. B. Villen, Geschäftsgrundstücke, gemischte Grundstücke (das sind Grundstücke, die teils gewerblichen und teils Wohn­zwecken dienen), Mietwohngrundstücke. Die zwangs­bewirtschafteten Grundstücke sind im allgemeinen mit einem Vielfachen der Jahresrohmiete zu bewer­ten. Als zwangsbewirtschaftet gelten alle bebauten Grundstücke (einschließlich der Betriebsgrundstucke), von denen am Feststellungszeitpunkt jeweils min­destens der fünfte Teil einem der drei Wohnungs­zwangsgesetze ganz oder teilweise unterliegt.

An Stelle eines Vielfachen der Jahresrohmiete können die Herren Präsidenten der Landesfinanz­ämter für ihren Bezirk bestimmen daß die Bewer­tung mit einem Vielfachen der Friedensmiete er­folgt. Das für die gebildeten Bezirke und Grund­stücksgruppen von den Herren Präsidenten festzu­setzende Vielfache der Jahresrohmiete, oder der Friedensmiete richtet sich nach den Verhältnissen aus dem Grundstücksmarkt. Dieses Vielfache bildet den Normalsatz. Der Normalsatz ist in allen Fallen anzuwenden, in denen regelmäßige Umstande vor­liegen. Trifft dies nicht zu, so ist für das Grund­stück ein Bewertungssatz anzuwenden, der entjpre- chend niedriger, oder.höher als der Normalsatz i|t. Die Ermäßigung oder Erhöhung darf insgesamt 20 v. H. des Normalsatzes nicht übersteigen. Für die Abweichung vom Normalsatz kommen folgende me- sentliche, von den gemeinüblichen Verhältnissen sich unterscheidende Umstände in Frage: Baulicher Zu­stand Alter oder Einrichtung des Gebäudes, Lage des Grundstücks, Art der Bebauung, «chadens- gefahr, Belastung mit Hauszinssteuer (Sonder- steuer), bei gemischten Grundstücken das Verhältnis des gewerblichen Zwecken dienenden Teils zu dem Wohnzwecken dienenden Teil. Eine Ermäßigung oder Erhöhung des Normalsatzes kommt bei vorgenann­ten Umstanden jedoch insoweit nicht in Frage, als diese bereits hinreichend in der Rohmiete bzw. Friedensmiete ober in der Bezirks- oder Gruppen- einteilunq zum Ausdruck kommt.

Als Jahresrohmiete gilt die Rohmiete, die für Des Kalenderjahr 1931 nach dem Stande vom 1.1.19.1 von den Mietern zu entrichten ist Hat sich die Rot- miete in der Zeit vom 1.1.1931 bis zum> R>. 6 1$i 1 geändert, oder steht am 30.6.1931 fest, daß sich de Rohmiete noch im Laufe des Kalenderiahres 19-1 ändern wird, so ist die neue Miete zu berücksichtigen. Für eigengenutzte, oder ungenutzte Räume, oder fir Räume, die am 1.1.1931 leerstehen, ist die erziel­bare Jahresrohmiete einzusetzen bzw. zu schätzen. Das gleiche gilt für unentgeltlich, oder mit Rucksicit auf persönliche Verhältnisse offensichtlich zu einem wesentlich hinter dem üblichen Mietzins zuruck­bleibenden Entgelt. Falls ausnahmsweise eine Roh­miete oder Friedensmiete nicht zu ermitteln, oder mangels Dergleichsobjekts auch nicht zu schätzen ist, so ist das Grundstück mit dem gemeinen Wert zu bewerten. e ,.

Bei Villen, sowie sonstigen Grundstücken, die ihrem Charakter nach dazu bestimmt sind, von einer Familie allein bewohnt zu werden, können die Her­ren Präsidenten der Landesfinanzämter bestimmen, daß nicht die Jahresrohmiete bzw. die Friedensmiete der Ausgangspunkt für die Bewertung bildet, son­dern daß diese Grundstücke mit einem bestimmten Hundertsatz des Wehrbeitragswertes zu bewerten sind. 211 s unterste Grenze für die Bewertung der Grundstücke kommt der gemeine Wert in Frage, mit t. dem der Grund und Boden allein zu bewerten wäre. Nicht zwangsbewirtschaftete Grundstücke, die in orts« f üblicher Weise bebaut sind, werden mit dem Er- tragswert bewertet. Bei derartigen Grundstücken ' werden die Steuerlasten, sofern das Grundstuck der Eebäudeentschuldiingssteuer (Sondersteuer) unter­liegt, mit 70 v. H. angesetzt.

Unbebaute Grundstücke (Bauland, Land für 23er» kehrszwecke) sind mit dem gemeinen Wert zu bewerten.

10.6.

40,5

103,5

112

166

ersten Maihälfte entlastet. Mehr als ein Viertel aller Abgänge entfällt auf das Baugewerbe (Baufach- und Hilfsarbeiter). Jmerhin hat die Aufnahmefähigkeit dieser Berufsgruppe stark nachgelassen. Wie das bei der ungünstigen finanziellen und wirtschaftlichen Lage nicht anders zu erwarten war, ist überhaupt die Entwicklung des Bauarbeitsmarktes in der dies­jährigen Saison gegen das Vorjahr ganz erheblich zurückgeblieben: das zeigt die nachstehende Tabelle

Geld

4,24

58,52

112,53

20,49 16,48

169,26 22.01

112,53 59,03 2,485

112,73 81,74

39,92

12,46 73,25

Zrlef

4,26 58,76

112,97

20,57

16,54 169,94

22,09 112,97

59,27 2,505

113,17

82,06 40,00 12,52 73,55

l. m.

Anfang» flurd

10.6.

41,25

16,9

103

111

165

Phllipv Hoizmann . . . . . Zementwerk Heidelberg . , Gcmcntwerf Karlstadt. . Wavb & RreOtaa ...

GdjultbeU Pa-enhof-r . .

Cftroerte......

Mu........

Bemberg.... ReUfloff Waldbof ....

ZellNoN Aschafsenburg . . Charlottenburger Walle» . Delsauer dal......

Daimler Motoren .... Deutlche Linoleum . . . Maschinenbau SU-S. . . . Rat. Automobil ..... OrenNcln & Koppel . . . Leonhard Tietz ..... ©Benita.....

Frankfurter Malchin« . .

Gritzner Heyliaenstardt ..... Funghan«......

Lechwerte

Mainlrastwerke Höchst a. M. Miag Gebr. Roeder ..... Bolgi & Haeffner .... Süddeutsche Zucker . .

(101,7).

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 10. Suni. B

schwächer. Die Effektenbörse setzte heute in schwä­cherer Haltung ein, da die Ausführungen Briands ungünstig aufgefaht wurden und der schwache Schluß der gestrigen Reuyvr- ker Börse Verstimmung veranlaßte. Hinzu kam noch die dauernde Ungewißheit über die terentwicklung der innen- und außenpolitischen (Situation. Demgegenüber sand der Rückgang der Arbeitslosenziffern in oer zweiten Maihälfte nur wenig Beachtung. Weitere ungünstige Momente bildeten die unbefriedigten Abschlüsse bei Rüt­gerswerke und Rorddeutsche Wolle. Rachdem sich bereits im Dorbörsenverkehr die Kurse um 1 bis 2 Prozent niedriger stellten, traten zu Be­ginn der offiziellen Börse weitere Kurs­abschläge ein, so daß sich das Riveau gegen­über der Abendbörse im Durchschnitt um 2 Pro­zent senkte, obwohl das Angebot keine sonderlich großen Ausmaße annahm. Die Aufnahmelust war sehr gering. Am stärksten gedrückt lagen Elektrowerte wie Siemens, die 5,25 Prozent, Elek­trische Lieferungen 5,50 Prozent, und Gesfürel 4,2-5 Prozent einbühten. Die übrigen Werte gaben

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H.. Lombardzinsfuß 6 o. H

Berlin

Schluß« | Anfang. kurS | flurd

Datum

6% Deutsche Reichsanleihe von 1927 .........

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........

Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mil AuLlos.-Rechten.......

DeSgt. ohne Autlos.-Rechte . .

6% Hess. BoUSstaat von 1929 (rüdiablb. 102%)......

Oberhefsen Provinz»Anleihe mil AuSlos.-Rechten......-

Deutsche Komm. ©ammelahL

Anleihe Sorte 1.......

8% Franks. Hgp.-Bank Goldpse XIII unkündbar dir 193-1 . . .

7% Franks. Hyp^Bank Goldpse unkündbar dir 1932 .....

ty,% Rheinilche Hyp^Bank

Ltgu. Goidpse.........

8% Pr. Landerpsandbriesanüalt, Pfandbriefe R. ist......

8% Pr. Londerpsandbriesanstalt, Komm^Lbl. R. 20

7% Pr. LanderpiandbriesanNaU, Pfandbriefe N. N......

N.E.G. abg. B ortriegS- Obligatio­nen, rückzahlbar 1932 .....

4% Oesterretchtiche Goidrente . . 4,20% Ocsterreichifche Silberrente 1% Oellerreichtsche Einheitliche

Rente...........

4% Ungarische Soldrente ....

i% Ungarische StaatSrente v. 1910 V/i% de«gi. von 1913 1% Ungarische Rumentente . . .

4% Türkische Zollanleche von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

Serie

1% de-gi. Serie II . .... -

6% Rumänische vereint). Rente von 1903 ty,% Rumänische vereint). Rente von 1918

4% Rumänisch« vereint). Rente .

Schluß- kur4

9.6.

Frankfurt a. M.

Schluß-l t-Uhr- kur< I Kurs

Derlin, S .Zuni Amerikaniiche Roten ...... Bclgifcho Noten. .

Dänische Noten Englische Noten........

Französische Noten Holländische Noten.......

gtalicniidie Noten Norwegische Noten Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Roten Ungarische Noten

1930

1931

43 581

21480

45 216

28 572

22101

16 644

50,7

36,8

20 260

12 667

19 677

15 208

7 593

4 469

37,5

22,7

Frankfurt a. M.

Berlin

(Schluß-l hird 1

1-tlhr- Kurs

Schluß-l kurs |

Anfang- KurS

Datum

9.6.

10.6.

9.6.

10.6.

Hamburg-Amerika Pokei . .

7

45,5

44,5

45,13

44

Hamburg-Sbdam- Dampsschiss

8

92,25

89,75

Hansa Tampsichiss.....

10

70

69,4

Norddeutscher Lloyd ....

8

47

44,25

47,13

45,65

Allgemeine DeutscheCreditanst.

10

Barmer Bankverein ....

10

-

Berliner Handeligefellschast .

12

105

104,5

103

Commerz- und Privat-Bonk .

11

100,5

100,5

100

100,5

Darmstädter und Nationalbank

12

117,25

117

116

Deutsche Bank und

Dirronio-Gesellichasl, . . .

10

100,5

100

100,5

100,25

Dresdner Bank......

10

100,25

100,25

100,25

Reichibank........

12

125

120

125

121

A.E.G...........

8

83,75

81,4

83,25

81

Bergmann........

ti

-

68,5

65,5

Elektr. LtelerungSgesellschast.

10

95

101,25

95

Licht und krast......

10

96,5

92,75

96,5

92,75

Feilen & Guilleaume . . . Gesetlfchast sür Elektrisch«

7K

60,5

58,5

60,75

57

84,75

Unternehmungen ....

10

89

84,5

88

Hamburger Elektrtzitätt-Werte Rbeinifche Elektrizität . .

10

9

*

96

Schleillche Elektrizität. . . .

10

Schucken &(l o.......

11

102

105,25

102,13

Siemen» & Halste .....

16

136,75

131,5

136

131,5

Transradio........

. 8

-

-

Lahmeyer 8 Co.......

10

102,5

100,25

104,5

99,5

................

. b

36,25

37

36

Deutsche ErdSI......

. 8

57

55,13

Essener Steinkohle .....

. k

. t

62

61,5

60

Harpcner.....

. f

50

49,5

Hoesch Eisen. ...

ey>

44

41

Ilse Bergbau.......

1C

136

130,5

Klöcknerwerke ..

. '

46

45,75

45

....................

48

Manneimann-Röhre»

54

51

53,9

51,65

Mansselder Bergbau .

30

29

29

Oberschlei. Eilenbedars . .

.

| Oberschlej. KokLwerle. . .

59,75

57,5

Bhbnir Bergbau . . . . . .

Rheiniiche Braunkohl«

1 Rhein stahl.....

ey i

.

44

> 62,5

41,75

60,25

44,75

139

62,13

42,75

135

59,75

1 Rtebeck Montan......

7.

A -

I

64,5

63,9

61

9.3unl

10-3unl

53

52

--

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

88

18

17,75]

17,5

Meld |

Dries

Geld

Aries

Amst.»Rott.

169,38

169,65

169,31

169,65

1221

119

Buen.-AireS

1,295

1,300

1,290

1,294

Brst- Antw.

58,635

58,755

58,62

58,74

61

57,75

60,5

71,5

57,5

Lhristicmia. Kopenhagen

112,72

112,74

112,94

112,96

112,71

112,71

112,93

112,93

73

68,5

Stockholm .

112,81

113,03

112,30

113,02

65,25

63,25

Helstnarorü.

10,59

10,61

10,59

10,61

53

51

52,75

Italien. . .

22,035

22,075

22.04

22,08

London. . .

20,475

20,515

20,475

20,505

110,25

105,25

Vieunorf .. Paris....

4,209

4,217

4,209

4,217

20,5

18,25

20

19

16,475

16,505

81,805

16.475

16,505

5/

53,5

56

53,25

Schweiz

81,645

81,68

81,84

Spanien. .

40,41

40,49

41,61

41,69

Japan

2,080

2,084

2,081

2,085

39

37

Mio de San.

0,305

0,307

0,321

0,323

84

84

81, /5

Wien in

59,29

->

196

193

Ceft abgcst.

59,15

59,27

59,17

Prag . . . . Belgrad . .

12,471

12,491

12,47

12,49

9,1

_

7,443

7,457

7,443

7,457

26

27,75

Budapest.

73,43

73,57

73,43

73,57

_

Bulgarien.

3,047

3,053

3,047

3,053

_

_

- -

_

Lissabon -

18,58

18,62

18,58

18,62

_

_

_

Danzig. .

Konstantia-

81,84

82,00

81.82

81,98

60

59

1,784

1,789

1,784

1,789

-

_

Athen. .

5,458

5,468

5,58

5,68

_

_

Lanaoa .

4,205

4,213

4,203

4,211

_

_

Uran not).

2.498

2,502

2,428

2,432

103,5

101,5

103,5

-

tatro . .

20,95

21,35

21,00

21,04