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grundsätzlich e i n Gesamtschul-

Eine Wandlung, Beruhigung, Verdunkelung im Klang, die einer mit etwa den gleichen Werten zu bezeichnenden Veränderung ihres Gesamtstiles entspricht...

Das soll kein Urteil, sondern eine Feststellung sein. (Und man kann nicht einmal sagen, wie weit dies vom Stück und von der Rolle abhängt oder beeinflußt ist, die sie hier zu spielen hat.)

Ezinners Regie hat das Verdienst, in der Kontrastierung dieser darstellerischen Gegenkräfte eine leichte und sichere Hand bewiesen zu haben: er inszeniert mit Geschmack, mit unmerklichen Be­tonungen, viel Großausnahmen und einem im­pressionistischen Szenenwechsel, mit wirksamem Austausch von visuellen und klanglichen Elemen­

ten und einem wohltuenden Taktgefühl in heiklen Augenblicken (wie dem von Ariane raffiniert an* gezettelten Brand im Schlafzimmer).

Berlin, 9. April. (WTB.) Die Unterrichtsver­waltungen der Länder sind übereingekommen, Zeugnisse der mittleren Reife auszu­stellen und gegenseitig anzuerkennen. Für den Er­werb der mittleren Reife ist ;

Das Bild rundet sich sofort und dennoch fehlt etwas bis zu jenem großen und bezaubernden Erlebnis ihrer früheren Dramenrollen, die sie zur ersten Darstellerin Berlins machten.

Es mag an der Aufnahme oder an der Wieder­gabe, wohl auch an beidem liegen: die Stimme hat sich verändert vielleicht klingt sie jetzt, nach Jahren, wirklich anders: dunkler, verhaltener, ohne den hellen, silbernen Vogelton, von dem damals jeder entzückt war, der sie etwa Shake­speare-Verse sprechen hörte.

Das Urteil, wenn man vorweg zusammenfassen will, kann nur eine tiefe Bestätigung sein: daß man damals, als die zuvor gänzlich unbekannte Anfängerin Elisabeth Bergner für die deutsche Bühne entdeckt wurde, in der ersten Freude nicht übers Ziel hinaus geschossen ist und das Augen­maß verloren hat:

Am Mittwoch begann in der gesamten Sowjet­union die Gottlosenwoche gegen die russischen Ostern. Die Gottlosenverbände veranstalten große Demonstrationen. 3n Moskau, Leningrad und anderen Städten wurden Be­schlüsse gefaßt, die Kirchen der Staatsverwaltung

Dr. Sahm, der frühere Danziger Senatspräsident, auf dessen Kandidatur sich die Mittelparteien geeinigt haben.

Berlin, 9.April. (TU.) 3n dem Bericht der Reichsanstall für die Zeit vom 16. bis 31. März 1931 heißt es:

Die der Jahreszeit entsprechende Au flocke - rung am Arbeitsmarkt, die im vorigen Be- richtsabfchnitt noch durch die ungünstige Witterung ausgehallen worden war, hat in der zweiten Hälfte des Monats Mürz, obwohl die Witterung noch stark winterlichen Charakter hatte, fühlbar einge­setzt. Richt nur die Zahl der hauptunter- slühungsempsänger in der Arbeitslosenver­sicherung hat um über 210000 abgenom­men, sondern auch die Zahl der Arbeits­losen insgesamt ist um rund 2 2 4 0 0 0 zurückgegangen. Demnach wurden unter den am 31. Mär; bei den Arbeitsämtern vorgemerkten versügbaren Arbeitsuchenden rund 4 756 000 Arbeitslose gezählt. Bon der Entlastung gegenüber Mitte Mär; entfallen etwa ;wei Drittel auf die Saisonaußenberufe, der Rest auf die übrigen Berufsgruppen. Die Arbeitslosenversiche­rung war am 31 Mär; noch mit rund 2 316 000 hauptunterskühungsempsängern belastet. 3n der ürisensürsorge ist die Zahl der hauptunter- stühungsempfänger zurückgegangen. Sie be­lieft sich am 31. Mär; auf rund 923 000, d. h. rund 26 000 weniger als am letzten Stichtag. Zum ersten­mal seit längerer Zeit ist also die Zahl der Krisen- unterstühten ;urückgegangen. Man könnte diesen Rückgang nun darauf ;urücksühren, daß die wohlsahrtseinrichtungen der Städte stärker belastet worden sind. Anfragen beim Deut- scheu Städtetag haben jedoch ergeben, daß die Be­richte aus dem Reich nur ein Anwachsen der Ziffern um 1 bis 2 v. h. bei den Wohlfahrts- erwerbslosen bringen.

Oos Teilgutachten der Brauns-Kommission.

Eine Million Neueinstellungen bei Abschaffung des Toppclverdienftes und Arbeitszeitverkürzung.

(Berlin, 9. QIpriL (ERB.) Das Teilgutachten, das die unter dem Vorsitz des früheren Reichs- arbeitsministers Brauns eingesetzte Gutachter­kommission an Ostern erstattet hat, enthält in seinen Einzelheiten noch viel interessantes Ma­terial, so vor allem über die Auswirkungen, die von der Abschaffung des Doppel- verdienstes und der Verkürzung der Arbeitszeit erwartet werden. Durch die Re­gelung des erstgenannten Problems glaubt man, im Laufe der Zeit über 300 000 Arbeits­lose wieder in den Arbeitsprozeß eingliedern zu können. Erheblicher noch ist die Zahl, die bei der Verkürzung der Arbeitszeit heraustt>mmen dürfte. Die Schätzungen maß­gebender ©teilen weichen stark voneinander ab. Am optimistischsten sind offenbar die des Insti­tuts für Konjunkturforschung, das bei fester Durch­führung der Maßnahmen mit 1,5 Millionen rechnet, am nieorigften die des ReichsarbeÄs- ministeriums, das die Zahl auf etwa 600000 veranschlagt. Das Gutachten der Brauns-Kom­mission macht sich die Berechnung der Reichs­anstalt für Arbeitslosenversicherung zu eigen, die auf 750 000 hinausläuft. Zusammen wurde also eine Verringerung der Arbeits­losigkeit um eine Million Personen zu erwarten sein. Das ist doch sehr vielmehr,

Leider ist die Wiedergabe ungleich: die Klang­reproduktion ist stellenweise imtabelig, stellen­weise aber so unsauber, daß man Schwierigkeiten hat, dem Dialog zu folgen. Doch sollte dies nie­manden vom Besuch des Films abhalten, der zwei bedeutende und hier selten zu habende Darsteller in die Provinz zu Gast führt.y

Bergner-Tonfilm.

Ariane" im Lichtspielhaus.

Wiedersehen mit der Bergner nach sehr lan­ger Zeit: ein Ereignis... und eine überaus lehr­reiche Begegnung.

Wir sahen sie zuletzt in einigen stummen Fil­men und wir sagten damals, wie schwer es sei, sich nach der klanglosen Szenenfolge ein Bild vom wirklichen Wesen dieser berühmten Schau­spielerin zu machen, wie man es von der Bühne her gewinnt.

Da war die Stimme der erste und der letzte, der große und bleibende Eindruck vom Spiel der Bergner, jetzt, in ihrem ersten Tonfilm, hört man sie auch sprechen.

als man in der Öffentlichkeit bisher geglaubt hatte.

Die Brauns-Kommission wird ihre Arbeiten in der nächsten Zeit sehr energisch fortfetzen. Sie wird in der kommenden Woche wieder zusammen­treten, um zunächst das Problem der Arbeits­beschaffung zu beraten. Sobald das Gut­achten hierüber fertiggestellt ist, soll die Frage der Sicherung der Arbeitslosenfür- svrge nach der finanziellen Seite hin in Angriff genommen werden. Unter dieses Ge­biet fällt auch die Krisen-unddie Wohl­fahrtsfürsorge. Die Vorschläge des Deut­schen Städtetages werden zweifellos in die Er­örterungen einbezogen werden, die zu einer Re­form des Arbeitslosenversicherungswesens führen sollen.

Zeugnisse der mittleren Reise.

Eine neue Vereinbarung der Unter» richtsvcrwaliungen.

Sochschulnackrichten.

Zum ordentlichen Professor der Mineralogie und Petrographie an der Universität Graz ist als Nachfolger des Hofrats Professor R. Scharizer, der mit dem Titel eines ao. Professors bekleidete Privat- dozent daselbst und Professor an der dortigen ßan- desoberrealschule Dr. Franz Angel ernannt worden.

Professor D. Dr. Paul Tillich in Frank­furt a, M. hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Halle abgelehnt: er sollte dort den Lehrstuhl der systematischen Theologie als Rachfolger von Professor Mehrung über­nehmen.

Professor Dr. Herbert Koch in Leipzig und Privatdozent Dr. Walter Holtzmann in Berlin haben die Berufungen an die Univer­sität Halle angenommen. Professor Koch über­nimmt in Halle den Lehrstuhl der klassischen Ar­chäologie als Rachfolger von Professor G. Karo, während Dr. Holtzmann den Halleschen Lehr­stuhl der mittleren und neueren Geschichte als Rachfolger von R. Holtzmann übernimmt.

Zu ordentlichen Professoren an der Frei­burger Universität wurden die o. Professoren Dr. Wolfgang S o e r g e l von der Universität Breslau und Dr. Gustav D o e t s ch von der Technischen Hochschule in Stuttgart ernannt. Professor Soergel übernimmt in Freiburg den Lehrstuhl der Geologie und Paläontologie als Rachfolger von W. Deecke, Professor Doetsch wurde der Freiburger Lehrstuhl der Mathematik an Stelle von L. Hesfter übertragen.

Oie neuen Gtadthäupter von Berlin.

Sichere Mehrheit für Bürgermeister und Kämmerer.

Berlin, 9. April. (CNB.) Im Wahlausschuß der Berliner Stadtverordnetenversammlung stellte sich bei den heutigen Probeabstimmungen heraus, daß sowohl für Dr. Sahm als Oberbürgermeister als auch für Dr. E l s o s und L a n g e als Bürger-

SS.

Elisabeth Bergner.

Worte, die sie hört, ihren Ausdruck verändern, und wie in diesen fast unmerklichen Uebergängen das ganze Schicksal einer Frauengestalt und ein seelischer Zusammenbruch beschlossen liegt.

Merkwürdig also, daß der stärkste künstlerische Ausdruck dieses Klangsilms im stummen Spiel erreicht wird. Zugrunde liegt der Roman Ariane" des kürzlich verstorbenen Franzosen Claude Ane t: das Drehbuch stammt von Paul Czinner, dem Gatten der Bergner, der auch die Regie führt.

Eine Liebesgeschichte. Aber nicht im Sinne der Shakespeareschen Lustspiele oder der spanischen Donna Juana", eher in der Art vonFräulein Julie" oder von Fräulein Else". Die beschwingte Heiterkeit jener früheren Rollen ist nur in einige Szenen der Fabel hinübergerettet, die oft etwas

An der günstigeren Entwicklung des Arbeits­marktes sind alle Bezirke, wenn auch in verschiedenem Ausmaße beteiligt und zwar am günstigsten im Verhältnis zum Stand von Mitte März die Bezirke Brandenburg, Rord- mark, Riedersachsen und Südwestdeutsch- land. Verhältnismäßig ungünstig dagegen Ost­preußen, Westfalen und Sachsen. Die Besserung des Beschäftigungsgrades beschränkt sich zur Zeit

Verkrampftes, Rervöses und Krankhaftes in die Beziehungen der Liebenden hineinträgt. Einen Unterton nordischer Gefühlskälte und russischer Melancholie...

Die eben dem Gymnasium entronnene junge und unschuldige Studentin Ariane wird die Geliebte eines erfahrenen und frauenkennerischen Herrn der Welt. Unter den Klängen des Mozart- schenDon Juan", beziehungsvoll, ihre erste Be­gegnung. Ihn reizt das zarte Geschöpf, und er scheut sich doch vor dem unberührten jungen Mäd­chen. Da spielt sie, ihm bald verfallen, die Rolle der wissenden Frau mit Abenteuern undVer­gangenheit" . .. und spielt dennoch falsch und zur Qual des Geliebten, weil sie ihm eben bald mehr bedeutet als nur das Abenteuer einer flüchtigen Begegnung.

Wichtiger, als die vielen, verwirrenden Stadien der Entwickelung erste Annäherung, Vereini­gung, Mißklang, Abschied, Verstimmung, Glück. Trauer, Wiedervereinigung und neue, schmerz­lichere Trennung bis zu der überraschenden Wen- düng im allerletzten Augenblick ausführlich nachzuzeichnen, scheint uns ein Hinweis auf die ungemein reizvolle Gegenüberstellung der beiden schauspielerischen Polaritäten, die den Film tragen: .

Reben der Bergner, die zart, zierlich, mädchen­haft erscheint, schüchtern, zaghaft, empfindlich, nervös, traurig und tief erschrocken, demütig zuletzt in der bedingungslos liebenden Gefolg­schaft steht, breit, wuchtig, um Haupteslänge über ihr, Rudolf Forster, der Mann Konstan­tin, der Geliebte, Don Juan, ,',Großfürst" und Grandseigneur, ein launenhafter, herrischer, oft einfach brutaler Mensch kühlen Willens, der alles erreicht, was er will... Man sieht eine reife, der Partnerin ebenbürtige Leistung.

»meister und für A s ch als Stadtkämmerer eine sichere Mehrheit vorhanden ist. Bei den Adstim- l mungen erklärten sich für Sahm, Elsas, Lange und Asch die Vertreter der Sozialdemokraten, r der Stoatspartei, des Zentrums und der Deutschen Volkspartei, die im Plenum über 104 Stimmen verfügen. Wie die Telegraphen- Union erfährt, beabsichtigt die deutschnatio» nale Fraktion der Berliner Stadtverordneten­versammlung, den ehemaligen Vorsitzenden des Zweckoerbandes Groß-Berlin, Dr. Steiniger, für die Wahl zum Oberbürgermeister vorzuschlagen. Weiter verlautet, daß die Deutschnationalen auch für einen der beiden zu besetzenden'Bürgermeister­posten einen Kandidaten vorschlagen wollen, und zwar den jetzigen Bezirksstadtrat und preußischen Landtagsabgeordneten S t e i n h o f f.

im wesentlichen noch auf diejenigen Berufsgrup­pen, deren Arbeitsplätze infolge der besseren Witterung wieder stärker beseht werden konnten. So haben nunmehr die Abrufe in die Land­wirtschaft etwas lebhafter, wenn auch nicht im Ausmaße des Vorjahres eingesetzt. Im B a u - ge werbe sind Fach- und Hilfsarbeiter zur Fertigstellung vorjähriger Bauten eingestellt wor­den, während vom Beginn neuer Bauvorhaben noch kaum die Rede ist. Mehrfach sind Stein- brüche und Zementwerke wieder in Betrieb gesetzt worden, während bei den Ziegeleien mit Rücksicht auf hohe Lagerbestände die Frühjahrsarbeit meist nur sehr zögernd ein» seht. Eine leichte Besserung, überwiegend im Zu­sammenhang mit dem Daumarkte, hat auch der Arbeitsmarkt in der Sägewerkindustrie, in der Bautischlerei, in der Möbelin­dustrie und für die ungelernten Lohn­arbeiter erfahren.

Die seit Mitte Februar anhaltende Besserung des Beschäftigungsgrades in einigen (8 er- brauchsindu strien hat im wesentlichen auch in der zweiten Märzhälfte sich fort» ge se h t. Das gilt von der Kleider- und Wäsche­konfektion, von der Maßschneiderei, sowie schließ­lich vom Tabakgewerbe. Eine gewisse Be­lebung, die nach wie vor jedoch erhebliche be­zirkliche Unterschiede aufweist, ist auch weiterhin in der Spinnstofsindustrie zu erkennen.

In der Schwerindustrie verharrt der Arbeitsmarkt weiterhin in einem Zustand der Depression. Im Ruhrkohlenbergbau wur­den nicht unerhebliche Entlassungen durchgeführt. Das gleiche ist in geringerem Maße im Braun­kohlenbergbau erfolgt. Die Metall­verarbeitung hat, abgesehen von der Kraft­fahrzeug- und Fahrradindustrie, im allgemeinen keine Besserung zu verzeichnen. In ein­zelnen Betrieben, wie Rheinland und Hessen, wurde der Arbeitsmarkt zwar etwas stärker ent­lastet, in anderen jedoch setzte sich der Rückgang der Beschäftigung noch weiter fort. In der See­schiffahrt, vor allem des Bezirks Rordmark, hat die Belebung weiter angehalten. Der Um­zugstermin brachte zum ersten Male seit dem Kriege größere Anforderungen von Transport- arbeitern. Im übrigen war die Arbeitsmarktlage im Verkehrsgewerbe wenig günstig. In der Binnenschiffahrt infolge mangels an Ladung eher wieder rückläufig.

mindestens lOjähriger lehrgang mit Dollunterricht erforderlich, der eine in dem erzielten Reifegrade mindestens der anerkannten preußischen Mittelschule ent­sprechende Allgemeinbildung verbürgt: anstelle der Fremdsprache kann in Fachschulen eine vertiefte Fachbildung treten.

Hierzu wird vom Reichsministerium des Innern u. a. mitgeteilt: Die Schülerzahlen der verschiedenen

tische Lebensberufe eignen.

In den Aufboukursen der Volksschulen, den preußischen Mittelschulen und den ihnen ent­sprechenden mittleren Schulsystemen sowie in den Fachschulen werden Schüler und Schülerinnen herangebildet, die nach (Begabung. und Aus­bildung in vieler Hinsicht den Anforderungen des praktischen Berufslebens be stilgerecht werden als vorzeitig entlassene Schüler der höhe­ren Lehranstalten. Die Absolventen dieser Schul­arten haben überdies den Vorzug, auf Grund einer in s i ch abgeschlossenen und den Bedürfnissen praktischer Berufs­arbeit weitgehend angepaßten Bildung^ in das Leben zu treten. Dem Mangel der ungenügenden Berücksichtigung dieser Schularten abzuhelfen, zu dem aber eine wesentliche Vereins achung und Vereinheitlichung des Berech­tigungswesens sowie eine Beseitigung seiner ungesunden Auswüchse herbei- ^uführen, ist das Ziel der Vereinbarung, die nach langjährigen Verhandlungen nunmehr zustande- gefommen ist. Verhandlungen mit den Wirt* schnf t s k r e i sen lassen erhoffen, daß diese Kreise bereit sind, sich dieser Auffassung der Unterrichtsverwaltungen anzuschliehen.

Tie Durchführung der Vereinbarung über die mittlere Reife würde zugleich eine erhebliche Ersparnis an privatem und öffentlichem Er­ziehungskapital zur Folge hoben. Das Reichs­ministerium des Innern und die Unterrichtsver­waltungen der Länder sind sich bewußt, daß die mittlere Reife ihre Auswirkung erst in der Zu­kunft haben wird. Aber gerade die derzeitige Fehlleitung und die heutige Ueberfüllung der höheren Schulen und der Hoch­schulen lassen die mit der mittleren Reife be­zweckte organisatorische Umstellung des Schul- und Berufslebens dringlich erscheinen.

Kleine politische Nachrichten.

Die Reichsleitung der RS DAP. hat jetzt n->ch offiziell beschlossen, das Volksbegehren c Auflösung des Preußischen Landtags mit auec - Energie zu unterstützen.*

Für das Volksbegehren auf Auflösung des Preußischen Landtags haben sich am ersten Tage in Frankfurt 1282 Personen eingetra­gen. Bei dem Volksbegehren gegen den Voung- plan hatten sich am ersten Tage 400 Personen eingezeichnet.

Auf Grund der Rotverordnung vom 28. März hat der Berliner Polizeipräsident von neuem das Tragen einheitlicher, insbesondere militärähnlicher Parteiuniformen oder Dundeskleidung der Rationalsozialistischen Deut­schen Arbeiterpartei oder ihrer Rebenorganisatto- nen, insbesondere der Sturmabteilungen (SA.), Schuhstaffel (SS.) und der Hitler-Jugend ver­boten. Gleiche Verbote sind am selben Tage in den meisten preußischen Provinzen erlassen.

zurückzukehren, ohne sich zu scheuen, das euro­päische Konzert zu stören. Tie letzte Geste Deutsch­lands und Oesterreichs beweise, daß nicht alle Welt offenes Spiel spiele, und es sei symptoma- ttsch, daß s o g a r Herriot, dessen Friedens­willen man nicht in Abrede stellen werde, sich gegen Sie ..Umtriebe" Berlins und Wiens erhebe. Hierüber mühten a 11 c 5 r a n » zosen einer Meinung sein. Doumergue fordere Frankreich auf, diese durchzuführen.

Als typisch für die Wertung durch die na- tionalistische Presse kann der Kommentar des Echo de Paris" gelten. Das Blatt erklärt, die Worte Doumergues hätten keinen Sinn oder sie stellten eine Verurteilung des Völ­kerbundes dar, der nicht einmal in der Lage sei, einfache Enthüllungen zu formulieren. Die Worte Doumergues hätten keinen Sinn oder sie bedeuteten eine scharfe Kritik der Ad- rüst ungsbemühungen, so wie sie gegen­wärtig unternommen würden. Wenn der Präsi­dent zu verstehen gebe, daß er in dem Wirtschafts- anschluh nicht einen vereinzelten Akt erblicke, son­dern vielmehr den Beginn einer Reihe von Ueberraschungen, so stelle er damit indirekt fest, daß die poetische Anschauung, auf der Briand die Politik von Locarno auf­gebaut habe, verfehlt gewesen sei. AllE Anschein nach glaube der Mann, der so deutliche Worte brauche, nicht, daß Deutschland sich den bestehenden Verträgen anpassen werde und auch nicht, daß Deutschland damit einverstanden Jem werde, sie nur durch ein regelrechtes und sried- liches Verfahren zu korrigieren. Das Blatt er­blickt in der Rede des Präsidenten eine Ver­urteilung der Driandschen Politik.

Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Leichte Besserung der Lage am Arbeitsmarkt, besonders in Südwestdeutschland.

Zweige und Stufen des Bildungswesens von der Volksschule bis zur Hochschule' stehen mit den Vorbildungsbedürfnissen und der Auf­nahmefähigkeit der Wirtschaft nicht t in Einklang. Das lieber angebotüber­wertiger" Kräfte bewirkt eine Ueberjtei- gerung der Vorbildungsanforderungen bei den freien ober behördlichen Arbeitgebern. In diesem Mißverhältnis liegen große Gefahren sowohl für die Bildungsziele der Schule wie für die Berufs- retrutierung, wie vor allem für die betroffenen Jugendlichen selbst. Dieser ungesunden Entwickelung wird an erster Stelle durch eine Verbesserung des Ausleseverfahrens abzuhelfen sein, in dem Sinne, daß ungeeignete Schüler aus der heute einseitig bevorzugten höhe­ren Schule ausgeschieden bzw. von ihr fern gehalten werden. Doch bedarf es darüber hinaus positiv wirkender Maßnahmen zugunsten solcher Begabungen, die sich vorzugsweise für prak-

Sie ist noch immer eine große und in gewissem Sinne unvergleichliche Darstellerin abgesehen einmal ganz vorn blendenden, ablenkenden Auhen- bilb. .. von der grazilen Figur, der kindlich run­den Stirn, den großen Augensternen.

Man muh das etwa nachprüfen an der schau­spielerisch vollkommensten Szene, gegen Ende, nach der Wiederbegegnung: Großaufnahme des Gesichtes neben dem Kopf ihres Partners. Man muh verfolgen, wie die wenigen entscheidenden

Hauptmann a. D. Stennes hat am Donners­tag zum erstenmal die angekündigte Halbwochen­zeitung erscheinen lassen, die den TitelArbei­ter, Bauern, Soldaten" führt.