Ausgabe 
10.2.1931
 
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Schluß dankte er allen, die sich um die Veronstal- tul.g bemüht haben.

Die Siegerverkündigung nahmen dann Gauturnwart Keller und Gaufrauenturnwart K a r b e r (Odenhausen) vor. EinGut Heil" auf die Sieger sckloß die echt turnerisch verlaufene Ver­anstaltung. Sie war dazu angetan, der Turnsache im ADT. wieder neue Freunde zu werben. Die S i e g e r l i st e folgt.

Auck Thunberg bezieht Ga^en.

Der Weltmeister im Eisschneelaufen, Claas Thunberg, erhielt von der ZeitungTidens Tegn" für Berichterstattung ein Hinorar von 3tOOÄn>- nen. das auf dem Umweg über diese Zeitung von einem veranstaltenden Gislaufverein gezahlt tourte. Dabei steht noch nicht einmal fest, ob Thunberg die Reportage selbst versaßte.

Kurze Sportnotizen.

Die Deutschen Eisschnellaufmeister- schäften wurden am Montag in Berlin mit den Läufen über 1500 und 10 000 Meter beendet. Der Berliner Meister Barwa war auch hier über­legen und siegte in 2:41,6 bzto. 19:44 jedesmal vor Sanbner, München. Mit 220,926 Punkten wurde Barwa zum ersten Male deutscher Meister vor Sandner (229,473) und dem Berliner Lötsch (236,650).

Ein Dofländerkampf Deutschland gegen Dänemark wurde für den Monat Ok­tober nach Deutschland vereinbart. Die letzte Begegnung endete im Herbst vorigen Jahres in Aarhus unentschieden 6:8.

Beim Berliner Hallensportfest des DBAD. blieben über die kurze und lange Strecke wieder die Spezialisten Körnig und Dr. Pelyer erfolgreich. Körnig gewann die 60 Meter in 6,9 Sek. und der Stettiner ging im 1000-Meter- Lauf in 2: 35 als überlegener Sieger durchs Ziel.

Bismarcks Stellung zu Frankreich.

Vortragsabend der historischen Fachschaft.

Die historische Fachschaft der LIniversität Gie­ßen hatte Professor Dr. W. P l a h h o f f. zu einem Bortrag gewonnen. Der Redner sprach über Bismarcks Stellung zu Franlr ih auf Grund neuer deutscher und französischer Aktenpublika- tionen. Der Bortragende führte ungefähr fol­gendes aus:

Wir sind noch weit davon entfernt, über Bis­marcks Stellung zu Frankreich ein abschließendes Urteil geben zu können, da noch ständig neues Material erscheint. Rur eines kann man sagen: Frankreich war der Angelpunkt Dismarckscher Politik. Dies zeigen auch die neuen Quellen: Bismarcks politische Schriften und die französi­schen Aktenpublikationen über die Borgeschichte des Weltkriegs. Bismarcks Stellung zu Frank­reich war von einheitlichen Grundsätzen bestimmt. Er ist weder Freund noch Feind der Franzosen. Er lehnt deshalb auch nicht ein Bündnis mit Frankreich ab, so ein solches ihn nicht in französisches Schlepptau kommen läßt. Schon 1859 macht er seine Regierung auf die Gefahr einer russisch-sranzösischcn Annäherung aufmerksam. Er erhofft von einem Bündnis mit Frankreich mehr als er fürchtet. Der König, Friedrich Wilhelm IV., war dafür nicht zu ge­winnen. So wollte Bismarck wenigstens gute Beziehungen zu Frankreich unterhalten sehen, in Hinsicht auf ein eventuelles Bündnis, ohne sich wegen der anderen europäischen Mächte fest­zulegen. Fürchtet er doch auch die Unbescheiden- heit dieser Freunde in Bezug auf Landerwer- dungen am Rhein. #

1859 muß er auf Druck Oesterreichs hur Frankfurt verlassen. Damals war er bereit, mit Frankreich Oesterreich anzugreifen, uni ein Preu­ßen zu schaffen, das bis an die deutsch-schwere- rische Grenze reichen sollte. 1832 wird ihm Ge°- tegenheit, a's verantwortlicher Staatsmann diese seine Politik weiterzutreiben. Er will auf keinen Fall ein festes Schuh- und Truhbündnis, zeigt vielmehr durch seine Haltung beim Polenaufstand 1863 und im Dänenlrieg 1864, daß ein Zu­sammengehen Preußens mit Rußland und Oester­reich durchaus nicht ausgeschlossen ist. 1865 ver­sucht er sich der Neutralität Frankreichs für den heraufziehenden Bruderkrieg zu sichern. Er zer­stört nicht die Hoffnungen Frankreichs, even­tuell deutsches Gebiet (Saargebiet und Landau) zu erwerben, weicht aber dem Drängen Napo­leons aus. Dieser schließt im Sommer 1866 einen Geheimvertrag, mit Oesterreich, demzufo'ge dieses im Falle des Sieges Frankreich eine Neuordnung

Deutschlands mit weitestgehender Berücksichtigung der französischen Wuns^e verspricht. Der vccu- ßische Waifenerfolg von Königgratz bedeutet die diplomatische Niederlage der französischen Po­litik.

Nun versucht Frankreich sein Ziel mit Preußens Hilfe zu erreichen. Es kommt zu den Bündnisoer­handlungen Herbst 1866 bis Frühjahr 1867 und Frankreich wünscht Preußens Unterstützung für die Annexion von Luxemburg und Belgien. Bismarck glaubt aber nicht ernstlich an ein Zustandekommen. Französisches Drängen macht ihn mißtrauisch. Er bricht^ die Verhandlungen nicht ab, läßt sie aber im Sande verlaufen, schlägt aber nun seinerzeits ein Zusammengehen in der orientalischen Frage vor. Doch Frankreich fordert immer ungestümer Luxem­burg. Den Ausbruch eines Krieges vermeidet Bis­marck. Auf der Londoner Konferenz 1867 scheitern die Bündnisverhandlungen. Nun erhält die Kriegs­partei in Frankreich die Oberhand. Für sie bedeutet ein zerrissenes Deutschland die Ga­rantie für den Frieden. Will Napoleon seine Stellung innerhalb Frankreichs aufrechterhal- ten und stärken, muß er den Krieg vorbereiten. Auch Bismarck rechnet mit dem Krieg, wollte ihn aber vermeiden, da er voraussah, daß ein solcher nur eine Reihe von Kriegen eröffnen würde. In wieweit ist diese Entwicklung beschleunigt worden durch die Annexion Elsah-Lothrinyens? Die An­nexion Elsaß-Lothringens war eine militärische Notwendigkeit. Er kann aber auf diese Sicherung nicht verzichten, da auf einen dauernden Frieden mit Frankreich nicht mehr zu rechnen war. Er rech­nete mit der französischen Revanche, ohne sie, so­lange Frankreich ohne Bundesgenossen war, zu fürchten. Aus diesem Gesichtspunkt heraus ist Bis­marcks Politik der nächsten Jahre zu verstehen: er will Frankreich in seiner isolierten Lage halten. Trotzdem handelte er sehr taktvoll, vermeidet jeden Konflikt. 1877 tritt eine Entspannung ein. Man arbeitet sogar in der orientalischen Frage zusammen. Als Bismarck 1879 mit Oesterreich ein Bündnis ab schließt, benachrichtigt er Frankreich hier- von. Denkt auch an eine Friedensliga gegen Ruß­land. Bismarck unterstützt Frankreich in seinen Be­mühungen in Nordafrika, ohne sich zu verhehlen, daß alles nur eineentente particuliere" sein könne, durfte doch über Elsaß Lothringen nicht geredet werden. Das Mißtrauen wächst mit dem Umsturz in Frank­reich 1884. Mit diesem Umsturz ist ein Bündnis mit Frankreich ausgeschlossen. Nun rückt die Gefahr eines Zwei-Frontenkrieges in greifbare Nähe. Um diese Gefahr zu bannen, schließt er die Verträge von 1887 und bahnt 1889 Verhandlungen mit England an. Er vermeidet zwar den Krieg für den Augenblick, verhehlt sich aber nicht, daß dies nur für kürzere Zeit möglich ist. Bismarck war sich klar darüber, daß dieser politische Prozeß nur durch eine Zweite 'Auseinandersetzung abgeschlossen werden konnte. Doch wollte er bei dieser Frankreich in ähnlicher Weise schonen wie 1866 Oesterreich.

Aus allem kann man entnehmen, daß Bis­marcks Politik gegenüber Frankreich defensiv war. Wenn man heute in Frankreich gerne die Parallele zwischen den Frieden von Frank­furt und dem zu Versailles zieht, so kann man es zwar insoweit, als der Sieger den Frieden diktierte. Man vergißt aber hierbei, daß die Grundlagen ganz verschiedene sind. Bismarck griff nie, wie es Frank­reich von 1918 an getan hat, in die innerpolitischen Dinge ein. Dann erkennt er Frankreichs Lebens- intereffen an und unterstützt sie. Er verwirft die Prestigepolitik, die Frankreich stets gewollt und ge­übt hat. Und darin liegt Bismarcks Bedeutung. Er ist der europäische Staatsmann des 19. Jahrhun­derts.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 8. Febr. Die Fürsorge- schwestcr dcs hessischen Landesverbandes für evan- gclische Kinderpflege hielt hier einen eindrucks­vollen Bortrag überKinderpflegeund K i n d e r e r z i e h u n g. Sie schilderte d:e Schwie­rigkeiten allgemeiner Art und forderte die Er­ziehung der Kinder zum Dienst an den Mit­menschen. Pfarrer Bremmer dankte der Bor­tragenden.

Beuern, 10. Febr. Bei Gastwirt Som­me r l a d fand eine gutbesuchte Handwerker- Versammlung statt. Nach Bortrag von Syn­dikus Röhr (Gießen) über ..Die Notwendig­keit und Bedeutung der Organisation des Hand­werks", sowie einem Referat des Geschäftsführers Henn. Kirchner (Gießen) über die Beratungs­stelle des Bezirlsverbandes der Gcwerbevereine wurde ein G e w c r b e v e r e i n gegründet dem sofort 21 Mitglieder beitraten. Die Dahl

des Vorstandes hatte folgendes Resultat: Friedr. Kar. Nebeling. Malermeister (1. Vorsitzen­den. Aug. Ranft, Glasermeister (2. Vorsitzen­der), Wilh. Fuhr, Steinhauermeister (Schrift­führer) und Wilh. Volk, Schuhmachermeister (Rechner). Gleichzeitig wurde beschlossen, dem Dezirlsverband dec Gewerbevereine beizutreten.

> Burkhardsfelden, 9. Febr. Im Saale der Gastwirtschaft Hinter fand am Samstagabend eine einfache Jubiläumsfeier des hiesigen Konsuckivereins aus Anlaß seines 40- jährigen Bestehens statt. Don den Gründern ist

niemand mehr am Leben. Der Verein zählt ge­genwärtig etwa 140 Mitglieder. 'Direktor Schmidt hielt eine kurze Ansprache. Oberrevisor Hartmann aus Gießen hielt einen Vortrag über das Genossenschaftswesen. Der Abend ver­lief sehr unterhaltend.

gck. G r o h e n - D u s e ck, 10. Febr. In der hie­sigen Volkshochschule hielt Garteninspektor i. R. Rehnelt «Gießen) einen interessanten Lichtbildervortrag über Italien. Am Mittwoch­abend folgt ein ärztlicher Bortrag für Frauen.

Wirtschaft.

Holzversteigerungs - Termine.

Mit.wvch, 11. Februar.

Versteigerer: Bürgermeisterei Steinbach. Der- steigerungsort: Steinbacher Gemeindewald, Zu­sammenkunft am Distrikt Seeheck, Waldeingang. 9 Ahr.

Versteigerer: Bürgermeisterei Groß-Rechtcn- bach. Versteigerungsort: Gastwirtschaft Seip zu Ebersgöns. 9.30 Uhr. (Cs ge.angt Holz aus den Gemeinden Ebersgöns, Oberkleen und Nieder­kleen zur Versteigerung.)

Versteigerer: Staatliche Oberförsterei Krofdorf. Versteigerungsort: Gastwirtschaft K iniel zu Oden­hausen an der Lahn. 10 Uhr.

Versteigerer: Sradt Gießen. Dersteigerungsori: Abteilungen des Fcrnewaldes, Försterei Hoch­wart, Zusammenlunft an der Kreuzung Karl- schneise und Steinbacher Straße. 9.30 Uhr.

Oie Wirtschaftslage im Dill-Gebiet.

Dillenburg, 9. Febr. In der ersten Januar- Hälfte ist die Zahl der Arbeitslosen im Dillgebict um weitere 600 auf nahezu 9000 gestiegen. Die Zahl der Unterstützten beläuft sich auf rund 7000. Kurz­arbeiter werden etwa 1800 unterstützt. In der gc samten Ofen- und Herdindustrie ist die Situation ungünstig. Die meisten Hüttenwerke haben ihre Be­triebe sehr stark eingeschränkt.

JUnöcrmartt in Gießen.

Auf dem heutigen Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 988 Stück Großvieh und 193 Stück Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 525 bis 575 Mark, 2. Qualität 400 bis 450 Mark 3. Qualität 250 bis 350 Mark: Schlachtkühe 100 bis 350 Mark: Rinder

bis Xjährig) 125 bis 225 Mark, Rinder VA- bis zweijährig) 150 bis 270 Mark: Rinder (tragend) 300 bis 500 Mark, Kälber 45 bis 55 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: flott, zuletzt sehr schleppend.

»

* Die Stillegung der Hütte Ruhr­ort - M e i d e r i ch. Die Leitung der Hütte Ruhr- ort-Meidcrich hat jetzt allen Arbeitern, Angestellten und Beamten die Kündigung zugehen lassen. Die Stillegung der Hütte ist zum 28. d. M. beantragt.

* Absatzvermehrung für einhei­mische le er öle. Von einem bedeutungsvollen, jetzt bekannt gewordenen Fortschritt im Fahrzeug­motorenbau steht eine beträchtliche Vermehrung des Verbrauchs an Teerölen, wie sie bei der Stcin- kohlendestillation gewonnen werden, zu erwarten. Diese günstigen Aussichten werden der deutschen Kohlenwirtschaft durch den Krupp-Glühring-Motor eröffnet, der mit den billigen einheimischen Rohölen auf gleich hohe Leistung kommt, wie bei der Ver Wendung von Benzin, Benzol oder Gasöl.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 10. Febr. Tendenz: freundlich. An der heutigen Börse hielt sich die freundliche Stimmung der gestrigen Abendbörse, wenn sich auch gegen die hohen Vorbörsenkurse meist kleine Rückgänge ergaben, die aus Kausen der Banken herrührten, um die Aufwärtsbewe­gung gewissermaßen etwas abzubremsen. Die Grundtendenz hielt sich indessen weiter fest, da die Abstimmungen im Reichstag in der vorigen Nacht und die meist festeren Auslandbörsen an- regten. Gegenüber der gestrigen Abendbörse stell­ten sich Befestigungen ms 1 Prozent ein. Größere Kursgewinne am Elektromarkt hatten wieder Schlickert, wie Lahmeyer, die 4,5 Prozent, und Felten, die 2.5 Prozent anzogen. 3m übrigen betrugen die Besserungen bis 1 Prozent. Nur Siemens lagen etwas niedriger. Rheinische Elek­trizität setzten ebenfalls 1 Prozent höher ein. Schlesische Elektrizität aber minus 1,5 Prozent. Der Montanmarkt zeigte bei lebhaften Llmsätzen

Äurdbefferungcn von 1 bis 2 Prozent. Bis 1 Prozent höher lagen noch Deutsche Linoleum. Kali und Kunstseidealtien. Lahmeyer lagen 1,5 Prozent fester. Reichsoahnvo.zugsattien kamen mit plus 0,65 Prozent zur Notiz. Am Markt der Zellstoffaktien zogen Waldhof 1 Prozent an. Niedriger eröffneten Bauunteriiehmungen und Bankaktien, die Rückgänge bis 1 Prozent zu verzeichnen hatten. Nach den ersten Kursen setzte sich eine neue Aufwl.r:sbewegung durch und die Mehrzahl der Kurse kam wieder an das Vor­börsenniveau heran. Am Anleihemarkt lag Alt­besitz weiter fest. Von Ausländern waren Tür­ken etwas ge ragt. Am P andbriesmarkt lagen Liguidationspfandbrie^e weiter um eine Nuance höy(r. während im freien Verkauf ReichSschuld- buchsorderungen fester tendierten. 3m weiteren Vcr.aufe ergaben sich auf Gcwinnsicherungen der Kulisse kleine Rückgänge. Die Grundsttmmung blieb aber weiter fest. Besonders ge ragt waren Schuckerl-Akt.en, die etwa 3 Prozent höher no­tierten. Der ReichsbanlauSweis mit seiner wei­teren Entlastung wurde gut ausgenommen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt lag das Pfund etwas leichter, da die Spekulation reali­sierte. Man nannte Mark gegen Dollar 4,204750, gegen Pfund 20,4450, London gegen Kabel 4,862250, gegen Paris 123,96, gegen Mailand 92,85, gegen Madrid 46,00, gegen Schweiz 25,17. gegen Holland 12,1075.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Febr. Nachdem eine Reihe aünsti- ger Momente, wie die Haussestimmung der gestrigen Ncuyorker Börse, die Befestigung am Montanmarkt und die Wiedererhöhuna des Kupferkartellpreises auf 10,05 Dollar, die Abstimmungsergebnisse in der heutigen Nachtsitzung für die Regierung Brüning usw. im heutigen Lormittagsverkehr zu recht festen Kursen geführt hatten, brachte der offizielle Beginn der Börse eine kleine Ernüchterung. Die ersten Notierungen lagen aber immer noch etwas über den gestrigen Schlutzkurfen, so daß die Anfangstendenz als freundlich betrachtet werden konnte. Man sprach auch von limitierten Verkaufsausträgen, auf denen schon erheblicher 'Nutzen liegt, es scheint aber so, als ob die Banken selbst an sich Materialabgaben haben, das heißt, nicht alle Order an die gestrigen Märkte gegeben haben, um die Kurse nicht übertrieben hochstellen zu lassen. Wieder waren es besonders Nebenwerte, die von der freundlichen Stimmung beeinflußt wurden. Elektrowerte, Karstadt, Harbur­ger Gummi erschienen mit Plus-Plus-Zeichen, aber auch Feldmühle, Zellstoff Waldhof, Deutsche Ton- und Steinzeug, Neue Reichsbankanteile, Stollberger Zink, Elektrische Lieferungen und Lahmeyer waren um v. H. bis 4 v H. gebessert. Auch Soenska mit plus 5 Mark und Ehade mit plus 3,75 Mark zeich­neten sich durch Festigkeit aus. Anleihen freundlich. Altbesitz lag j v. H. höher. Von Ausländern lagen Türken etwas fester. Der Pfandbriefmarkt lag wie­der freundlich. Reichsschuldbuchforderungen bei leb haften Umsätzen 1 bis 1 o. H. höher. Auch Industrie- cbligationen wieder fest. Am Geldmarkt erhöhte sich der Satz für Tagesgeld auf 4 bis 6 v. H. Die übri gen Sätze waren unverändert. Nach den ersten Kursen roiirbe es allgemein etwas leichter. Später ging aber von der Veröffentlichung des Reichsbant ausweises für die erste Februarwoche, der mit seiner Entlastung um 310 Millionen und seiner Befestigung der Deckungen um 3,7 resp. 3,9 v. H. als ganz gut angesprochen wurde, eine neue Anregung aus. Auch traten neue Auslandsdeckungskäufe ein, die die etwas oerfirte Börse zu weiteren Rückkäufen zwan gen. Das Geschäft wurde wieder lebhaft und Pa­piere wie Schultheis, Aku, Bernberg, Kali, Afchers leben, Salzdetfurth und Julius Berger zogen gegen den Anfang bis 5 v. H. an. Nennenswert ist noch die von Anfang an feste Haltung der Reichsbahn Vorzugsaktien.

Banknoten.

%rantnin a. Dl.

1-uyr- lur£lflur'

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10.2.

Datum

9.2.

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10.2.

Datum

9.2.

65,5

65

67

65.5

100.5

139,5

139,75

124,5

111,25

69,5

45,75

75,25

25 !

2,8

105

3,55

3,25

9,4

7,5

Berlin Frankfurt

49,5

69.5

1,35

3,65

10

10

10

10

12

24,25

108,25

139

68,5

19,9

17

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58.5

33

137

79.5

83.5

11,5

30.5

111.5

143.5

3,3

3,3

64,75

60

34,5

78.5

59

32.25

136

143,75

208,75

39,5

48,75

69

59.25

34

itierctnifltr etablroertc .

CtriDl Mine».....

flalircerte Slldier-'.ebtn . ftaltroerte toeltercflel» . Kaliwerke SatzdeUurth .

24.75

2.7

14,6

7.4

3.5

3,55

144

210,5 ' 211,25

I. G. Karben-Industrie. SnnamitJlobd . EcheibcanitaU. c>loldlkbmtdt . . Rütgerlwerkc.....

Metallgelellichast. , . .

Xeutldjc Bank unö Tizconto-Geldllschask, .

Dresdner Bant ....

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Berlin

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123

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111,25 |

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40 48,5 69,5

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68.65

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33.5

135.5

145.25

210.5

Ä.S.G.

Bergmann........

hielte. LieierungrgeleUIchast.

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gellen & Guilleaume . . . Gelelllüiatl für Elektrische Unternehmungen .... Hamburger Etektrtzttäls-Lerke Ubeiniidie Etektrtziml . . . £<L-!ciiiu)e Gteftrijhät. ... ertiudcti & Co. ..... Zirmen» L Halske .... ZranitaOiO .......

ibctrner & (So..

19,85 !

17 17,25 1,35

3,3

64.65 65,13

128,75 . 128,75

66.13 1 66.65

97,5 ' 97,5

101,5 i 100.5

122,5 I 122.25

111,5 111,5

143,5 142,25

110,25 I 110,25

110,5 110.25

241,5 212.75

Buderus ...< Dcuifche Erdöl . . <

Gilener Steinkohle . . .

Geilenkirchener .

Harvcncr

Hoel-b Eilen. . . . ,

äiie Bergbau . . . .

Llöcknerwerie » «SIn-Ncuegeii. . . . Manncomann-Rölireo Mansielder Bergbau Cbcridiici. EllenbevaN Cbccfdiiel. Nokswerke.

Pbdnir Leradau Rbctntlcde Braunkohle« Rheinstahl

Ricbeck Montan . . .

4% OefterrctdiW Goldrente . . 4,20% Oriierreichllche Gtlberrenle 4% OcitcrreichiiLe Einheitliche

Rente

4% Ungarilche Goldrente . . .

4% Ungarilche Siaafrentev. 1910

<y,% de-gl. von 1913

t% Unpaniche «ronenrenle .

4% Türliirbe Aollanlelbe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-euu

Serie I

4% besgl. Serie II - .... .

6% Rumänische oereinb. Rente von 1903

4%% RnmLnilche vereinh Rente

von 1913 t% Rumänische vereinh. Rente

19,9 17,13 17,25

1,35

3,25

'16V.

. 10

. 10

9 2. ' 10.2.

Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.

angeführten Ziffern Leben die Höhe der zuletzt befchtoffenen Dividende an. - Reichsbnnldiskont s v.Sj., Lombnrdzins.uv s i>.».

4.191

58,45

'112,18

20.40

16.465

168.46

21.985

112.10

58.93

2.475

112.33

81.06

42.34

12,39

73,15

»crlin. 9-Februar________

Ämerlkonllchr Noten .....

Belache Noten ......

Laniiche Noten

Englische Noten .

Hranzünlche Noten .

Holla,idilche Noten.......

MalienOche Noten

Norwegische Noten

Deullch-cesterreich, 4 100 Schilling (Mumänlidif Noten.......

Schweviiche Noten ......

Schweizer Noten..... . .

Spanllche Noten.....

T'chechollowotiiche Roten

Ungarilche Noten ....

25ricf 4.211

58.69

112.62

20.48 16,525

169.14

22.065

112.54

59.17 2,495

112,77 81.38

42.50

12.45

73,45

a.7N.

vampum-eimertla «alci . . Hamburg-Lübaw. DampsschM - « Hania Damosschili.....1°

Norddeutscher Lloyd 9 Allgemeine DrutschcCreditanst. Barmer Bankverein .... Berliner Hanvel-gclellichait .

Comm»rz- und Privat-Bank . Darmsiädtrr und Nattonalbauk

Die hinter den Papieren

.vranuun a.

Berlin

Schluß-1 lurd |

t-Uhr- Kurs

Schluß-i kur« |

Anfang» Kurs

Datum

9.2.

10.2. |

9.2. 1 1

10.2.

6% Deutsche RcichSailleihe

85 1

-1

e

7% Deutsche Retch?anleihe

98,75 !

99

von 1929 ........

Deutsche Anl.-Mlö!.-2ch»w mit

Auslos.-Rechleii ......

53,25

53,9

53,4

53,75

DeSgl. ohne Aurlos.-Rechte . .

5,2

5,75

5,25

5,4

6% Hess. BoUiklant von 1929

89

89

<rüd<ahll>. 102%) - - - - -

Cbfrbrifcu Provinz ' Anleihe ml' Aueioi^Nechten . . .

48,75

Deuisllre Komm. GammelauL

51,25

Anleihe Serie 1 - -

8% Franks. Hnp.-Bank Soldpse

51

100,5

XIII untünDbar bU 1934 . . 7% Franks. Hvv.-Bank Soldpse

92,8

unfunotar bi» 1932

4>A% Rdeiniiche Hvp.-Dank

87,13

Slqu. tiolPDfc........

8% Pr. Lanverpsan>brieianltalt

100,5

100,5

^landbricse R.' 9

8% Pr äanoevr an bricfanftalt

81. 20.....

97

97

7% Pr 2anb«> an obriefanflall

Psanbbrlesc 81 81 ...

97

97

e.QJ abg. Aor.r..gS.Obltgatio-

nen. riuUahlbar 1932 ...

97,5

79,5 1

80

80,25

g.Iebruar

10 Zebniar

Amtliche Notierung

Amtliche Tlollcrung

,

o»elo

Lriei

Geld

Zrlet

45,51

44,5

AmIt.-AoN-

168,78

169.12

168,70

169,04

165,5

167

Bu n -Aire6

1.283

1,287

1,283

1.287

Brn.-Antw

58.64 '

58.76

58.615

58.735

142,5

(ibriftiania

112,44

112.66

112,43

112.65

66

65.9

Kopendagm

112,47

112,69

112,43

112.65

60

59.75

Stockuolni

112.56

112.78

112.54

112,76

96.75

99

HelsinoforL.

10,574

10.594

10.573

10.593

77,9

76,25

Italien. .

22,005

22,045

21.99

22,03

89,5

London. - .

20.433

20,473

20.426

20,466

116.4

116

'jkunott ..

4.2015

4,2095

4.201

4,209

24

24

24.25

Paris. .

16,475

16.515

16,474

16,514

108

109

Schwei; .. Sva ien - -

81,17

81,33

»1,145

dl,305

32,65

33,13

41.41

41.49

42.56

42.64

47,5

47,75

yavmr . .. Pio de Ian.

2,080 0,365

2,084 0.367

2,080

0,366

2,084 0,368

107.5

106

Wien in D--

59,00

59,12

249

254

Ceft. abgeft

59,03

59,18

12

__

Prag . . Bciirad .

12,432

7,410

12,453

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