Schluß dankte er allen, die sich um die Veronstal- tul.g bemüht haben.
Die Siegerverkündigung nahmen dann Gauturnwart Keller und Gaufrauenturnwart K a r b e r (Odenhausen) vor. Ein „Gut Heil" auf die Sieger sckloß die echt turnerisch verlaufene Veranstaltung. Sie war dazu angetan, der Turnsache im ADT. wieder neue Freunde zu werben. Die S i e g e r l i st e folgt.
Auck Thunberg bezieht Ga^en.
Der Weltmeister im Eisschneelaufen, Claas Thunberg, erhielt von der Zeitung „Tidens Tegn" für Berichterstattung ein Hinorar von 3tOOÄn>- nen. das auf dem Umweg über diese Zeitung von einem veranstaltenden Gislaufverein gezahlt tourte. Dabei steht noch nicht einmal fest, ob Thunberg die Reportage selbst versaßte.
Kurze Sportnotizen.
Die Deutschen Eisschnellaufmeister- schäften wurden am Montag in Berlin mit den Läufen über 1500 und 10 000 Meter beendet. Der Berliner Meister Barwa war auch hier überlegen und siegte in 2:41,6 bzto. 19:44 jedesmal vor Sanbner, München. Mit 220,926 Punkten wurde Barwa zum ersten Male deutscher Meister vor Sandner (229,473) und dem Berliner Lötsch (236,650).
Ein Dofländerkampf Deutschland gegen Dänemark wurde für den Monat Oktober nach Deutschland vereinbart. Die letzte Begegnung endete im Herbst vorigen Jahres in Aarhus unentschieden 6:8.
•
Beim Berliner Hallensportfest des DBAD. blieben über die kurze und lange Strecke wieder die Spezialisten Körnig und Dr. Pelyer erfolgreich. Körnig gewann die 60 Meter in 6,9 Sek. und der Stettiner ging im 1000-Meter- Lauf in 2: 35 als überlegener Sieger durchs Ziel.
Bismarcks Stellung zu Frankreich.
Vortragsabend der historischen Fachschaft.
Die historische Fachschaft der LIniversität Gießen hatte Professor Dr. W. P l a h h o f f. zu einem Bortrag gewonnen. Der Redner sprach über Bismarcks Stellung zu Franlr ih auf Grund neuer deutscher und französischer Aktenpublika- tionen. Der Bortragende führte ungefähr folgendes aus:
Wir sind noch weit davon entfernt, über Bismarcks Stellung zu Frankreich ein abschließendes Urteil geben zu können, da noch ständig neues Material erscheint. Rur eines kann man sagen: Frankreich war der Angelpunkt Dismarckscher Politik. Dies zeigen auch die neuen Quellen: Bismarcks politische Schriften und die französischen Aktenpublikationen über die Borgeschichte des Weltkriegs. Bismarcks Stellung zu Frankreich war von einheitlichen Grundsätzen bestimmt. Er ist weder Freund noch Feind der Franzosen. Er lehnt deshalb auch nicht ein Bündnis mit Frankreich ab, so ein solches ihn nicht in französisches Schlepptau kommen läßt. Schon 1859 macht er seine Regierung auf die Gefahr einer russisch-sranzösischcn Annäherung aufmerksam. Er erhofft von einem Bündnis mit Frankreich mehr als er fürchtet. Der König, Friedrich Wilhelm IV., war dafür nicht zu gewinnen. So wollte Bismarck wenigstens gute Beziehungen zu Frankreich unterhalten sehen, in Hinsicht auf ein eventuelles Bündnis, ohne sich wegen der anderen europäischen Mächte festzulegen. Fürchtet er doch auch die Unbescheiden- heit dieser Freunde in Bezug auf Landerwer- dungen am Rhein. #
1859 muß er auf Druck Oesterreichs hur Frankfurt verlassen. Damals war er bereit, mit Frankreich Oesterreich anzugreifen, uni ein Preußen zu schaffen, das bis an die deutsch-schwere- rische Grenze reichen sollte. 1832 wird ihm Ge°- tegenheit, a's verantwortlicher Staatsmann diese seine Politik weiterzutreiben. Er will auf keinen Fall ein festes Schuh- und Truhbündnis, zeigt vielmehr durch seine Haltung beim Polenaufstand 1863 und im Dänenlrieg 1864, daß ein Zusammengehen Preußens mit Rußland und Oesterreich durchaus nicht ausgeschlossen ist. 1865 versucht er sich der Neutralität Frankreichs für den heraufziehenden Bruderkrieg zu sichern. Er zerstört nicht die Hoffnungen Frankreichs, eventuell deutsches Gebiet (Saargebiet und Landau) zu erwerben, weicht aber dem Drängen Napoleons aus. Dieser schließt im Sommer 1866 einen Geheimvertrag, mit Oesterreich, demzufo'ge dieses im Falle des Sieges Frankreich eine Neuordnung
Deutschlands mit weitestgehender Berücksichtigung der französischen Wuns^e verspricht. Der vccu- ßische Waifenerfolg von Königgratz bedeutet die diplomatische Niederlage der französischen Politik.
Nun versucht Frankreich sein Ziel mit Preußens Hilfe zu erreichen. Es kommt zu den Bündnisoerhandlungen Herbst 1866 bis Frühjahr 1867 und Frankreich wünscht Preußens Unterstützung für die Annexion von Luxemburg und Belgien. Bismarck glaubt aber nicht ernstlich an ein Zustandekommen. Französisches Drängen macht ihn mißtrauisch. Er bricht^ die Verhandlungen nicht ab, läßt sie aber im Sande verlaufen, schlägt aber nun seinerzeits ein Zusammengehen in der orientalischen Frage vor. Doch Frankreich fordert immer ungestümer Luxemburg. Den Ausbruch eines Krieges vermeidet Bismarck. Auf der Londoner Konferenz 1867 scheitern die Bündnisverhandlungen. Nun erhält die Kriegspartei in Frankreich die Oberhand. Für sie bedeutet ein zerrissenes Deutschland die Garantie für den Frieden. Will Napoleon seine Stellung innerhalb Frankreichs aufrechterhal- ten und stärken, muß er den Krieg vorbereiten. Auch Bismarck rechnet mit dem Krieg, wollte ihn aber vermeiden, da er voraussah, daß ein solcher nur eine Reihe von Kriegen eröffnen würde. In wieweit ist diese Entwicklung beschleunigt worden durch die Annexion Elsah-Lothrinyens? Die Annexion Elsaß-Lothringens war eine militärische Notwendigkeit. Er kann aber auf diese Sicherung nicht verzichten, da auf einen dauernden Frieden mit Frankreich nicht mehr zu rechnen war. Er rechnete mit der französischen Revanche, ohne sie, solange Frankreich ohne Bundesgenossen war, zu fürchten. Aus diesem Gesichtspunkt heraus ist Bismarcks Politik der nächsten Jahre zu verstehen: er will Frankreich in seiner isolierten Lage halten. Trotzdem handelte er sehr taktvoll, vermeidet jeden Konflikt. 1877 tritt eine Entspannung ein. Man arbeitet sogar in der orientalischen Frage zusammen. Als Bismarck 1879 mit Oesterreich ein Bündnis ab schließt, benachrichtigt er Frankreich hier- von. Denkt auch an eine Friedensliga gegen Rußland. Bismarck unterstützt Frankreich in seinen Bemühungen in Nordafrika, ohne sich zu verhehlen, daß alles nur eine „entente particuliere" sein könne, durfte doch über Elsaß Lothringen nicht geredet werden. Das Mißtrauen wächst mit dem Umsturz in Frankreich 1884. Mit diesem Umsturz ist ein Bündnis mit Frankreich ausgeschlossen. Nun rückt die Gefahr eines Zwei-Frontenkrieges in greifbare Nähe. Um diese Gefahr zu bannen, schließt er die Verträge von 1887 und bahnt 1889 Verhandlungen mit England an. Er vermeidet zwar den Krieg für den Augenblick, verhehlt sich aber nicht, daß dies nur für kürzere Zeit möglich ist. Bismarck war sich klar darüber, daß dieser politische Prozeß nur durch eine Zweite 'Auseinandersetzung abgeschlossen werden konnte. Doch wollte er bei dieser Frankreich in ähnlicher Weise schonen wie 1866 Oesterreich.
Aus allem kann man entnehmen, daß Bismarcks Politik gegenüber Frankreich defensiv war. Wenn man heute in Frankreich gerne die Parallele zwischen den Frieden von Frankfurt und dem zu Versailles zieht, so kann man es zwar insoweit, als der Sieger den Frieden diktierte. Man vergißt aber hierbei, daß die Grundlagen ganz verschiedene sind. Bismarck griff nie, wie es Frankreich von 1918 an getan hat, in die innerpolitischen Dinge ein. Dann erkennt er Frankreichs Lebens- intereffen an und unterstützt sie. Er verwirft die Prestigepolitik, die Frankreich stets gewollt und geübt hat. Und darin liegt Bismarcks Bedeutung. Er ist der europäische Staatsmann des 19. Jahrhunderts.
Oberhessen.
Landkreis Gießen.
00 Klein-Linden, 8. Febr. Die Fürsorge- schwestcr dcs hessischen Landesverbandes für evan- gclische Kinderpflege hielt hier einen eindrucksvollen Bortrag überKinderpflegeund K i n d e r e r z i e h u n g. Sie schilderte d:e Schwierigkeiten allgemeiner Art und forderte die Erziehung der Kinder zum Dienst an den Mitmenschen. Pfarrer Bremmer dankte der Bortragenden.
Beuern, 10. Febr. Bei Gastwirt Somme r l a d fand eine gutbesuchte Handwerker- Versammlung statt. Nach Bortrag von Syndikus Röhr (Gießen) über ..Die Notwendigkeit und Bedeutung der Organisation des Handwerks", sowie einem Referat des Geschäftsführers Henn. Kirchner (Gießen) über die Beratungsstelle des Bezirlsverbandes der Gcwerbevereine wurde ein G e w c r b e v e r e i n gegründet dem sofort 21 Mitglieder beitraten. Die Dahl
des Vorstandes hatte folgendes Resultat: Friedr. Kar. Nebeling. Malermeister (1. Vorsitzenden. Aug. Ranft, Glasermeister (2. Vorsitzender), Wilh. Fuhr, Steinhauermeister (Schriftführer) und Wilh. Volk, Schuhmachermeister (Rechner). Gleichzeitig wurde beschlossen, dem Dezirlsverband dec Gewerbevereine beizutreten.
> Burkhardsfelden, 9. Febr. Im Saale der Gastwirtschaft Hinter fand am Samstagabend eine einfache Jubiläumsfeier des hiesigen Konsuckivereins aus Anlaß seines 40- jährigen Bestehens statt. Don den Gründern ist
niemand mehr am Leben. Der Verein zählt gegenwärtig etwa 140 Mitglieder. 'Direktor Schmidt hielt eine kurze Ansprache. Oberrevisor Hartmann aus Gießen hielt einen Vortrag über das Genossenschaftswesen. Der Abend verlief sehr unterhaltend.
gck. G r o h e n - D u s e ck, 10. Febr. In der hiesigen Volkshochschule hielt Garteninspektor i. R. Rehnelt «Gießen) einen interessanten Lichtbildervortrag über Italien. Am Mittwochabend folgt ein ärztlicher Bortrag für Frauen.
Wirtschaft.
Holzversteigerungs - Termine.
Mit.wvch, 11. Februar.
Versteigerer: Bürgermeisterei Steinbach. Der- steigerungsort: Steinbacher Gemeindewald, Zusammenkunft am Distrikt Seeheck, Waldeingang. 9 Ahr.
Versteigerer: Bürgermeisterei Groß-Rechtcn- bach. Versteigerungsort: Gastwirtschaft Seip zu Ebersgöns. 9.30 Uhr. (Cs ge.angt Holz aus den Gemeinden Ebersgöns, Oberkleen und Niederkleen zur Versteigerung.)
Versteigerer: Staatliche Oberförsterei Krofdorf. Versteigerungsort: Gastwirtschaft K iniel zu Odenhausen an der Lahn. 10 Uhr.
Versteigerer: Sradt Gießen. Dersteigerungsori: Abteilungen des Fcrnewaldes, Försterei Hochwart, Zusammenlunft an der Kreuzung Karl- schneise und Steinbacher Straße. 9.30 Uhr.
Oie Wirtschaftslage im Dill-Gebiet.
Dillenburg, 9. Febr. In der ersten Januar- Hälfte ist die Zahl der Arbeitslosen im Dillgebict um weitere 600 auf nahezu 9000 gestiegen. Die Zahl der Unterstützten beläuft sich auf rund 7000. Kurzarbeiter werden etwa 1800 unterstützt. In der gc samten Ofen- und Herdindustrie ist die Situation ungünstig. Die meisten Hüttenwerke haben ihre Betriebe sehr stark eingeschränkt.
JUnöcrmartt in Gießen.
Auf dem heutigen Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 988 Stück Großvieh und 193 Stück Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 525 bis 575 Mark, 2. Qualität 400 bis 450 Mark 3. Qualität 250 bis 350 Mark: Schlachtkühe 100 bis 350 Mark: Rinder
bis Xjährig) 125 bis 225 Mark, Rinder VA- bis zweijährig) 150 bis 270 Mark: Rinder (tragend) 300 bis 500 Mark, Kälber 45 bis 55 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Marktverlauf: flott, zuletzt sehr schleppend.
»
* Die Stillegung der Hütte Ruhrort - M e i d e r i ch. Die Leitung der Hütte Ruhr- ort-Meidcrich hat jetzt allen Arbeitern, Angestellten und Beamten die Kündigung zugehen lassen. Die Stillegung der Hütte ist zum 28. d. M. beantragt.
* Absatzvermehrung für einheimische le er öle. Von einem bedeutungsvollen, jetzt bekannt gewordenen Fortschritt im Fahrzeugmotorenbau steht eine beträchtliche Vermehrung des Verbrauchs an Teerölen, wie sie bei der Stcin- kohlendestillation gewonnen werden, zu erwarten. Diese günstigen Aussichten werden der deutschen Kohlenwirtschaft durch den Krupp-Glühring-Motor eröffnet, der mit den billigen einheimischen Rohölen auf gleich hohe Leistung kommt, wie bei der Ver Wendung von Benzin, Benzol oder Gasöl.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 10. Febr. Tendenz: freundlich. An der heutigen Börse hielt sich die freundliche Stimmung der gestrigen Abendbörse, wenn sich auch gegen die hohen Vorbörsenkurse meist kleine Rückgänge ergaben, die aus Kausen der Banken herrührten, um die Aufwärtsbewegung gewissermaßen etwas abzubremsen. Die Grundtendenz hielt sich indessen weiter fest, da die Abstimmungen im Reichstag in der vorigen Nacht und die meist festeren Auslandbörsen an- regten. Gegenüber der gestrigen Abendbörse stellten sich Befestigungen ms 1 Prozent ein. Größere Kursgewinne am Elektromarkt hatten wieder Schlickert, wie Lahmeyer, die 4,5 Prozent, und Felten, die 2.5 Prozent anzogen. 3m übrigen betrugen die Besserungen bis 1 Prozent. Nur Siemens lagen etwas niedriger. Rheinische Elektrizität setzten ebenfalls 1 Prozent höher ein. Schlesische Elektrizität aber minus 1,5 Prozent. Der Montanmarkt zeigte bei lebhaften Llmsätzen
Äurdbefferungcn von 1 bis 2 Prozent. Bis 1 Prozent höher lagen noch Deutsche Linoleum. Kali und Kunstseidealtien. Lahmeyer lagen 1,5 Prozent fester. Reichsoahnvo.zugsattien kamen mit plus 0,65 Prozent zur Notiz. Am Markt der Zellstoffaktien zogen Waldhof 1 Prozent an. Niedriger eröffneten Bauunteriiehmungen und Bankaktien, die Rückgänge bis 1 Prozent zu verzeichnen hatten. Nach den ersten Kursen setzte sich eine neue Aufwl.r:sbewegung durch und die Mehrzahl der Kurse kam wieder an das Vorbörsenniveau heran. Am Anleihemarkt lag Altbesitz weiter fest. Von Ausländern waren Türken etwas ge ragt. Am P andbriesmarkt lagen Liguidationspfandbrie^e weiter um eine Nuance höy(r. während im freien Verkauf ReichSschuld- buchsorderungen fester tendierten. 3m weiteren Vcr.aufe ergaben sich auf Gcwinnsicherungen der Kulisse kleine Rückgänge. Die Grundsttmmung blieb aber weiter fest. Besonders ge ragt waren Schuckerl-Akt.en, die etwa 3 Prozent höher notierten. Der ReichsbanlauSweis mit seiner weiteren Entlastung wurde gut ausgenommen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt lag das Pfund etwas leichter, da die Spekulation realisierte. Man nannte Mark gegen Dollar 4,204750, gegen Pfund 20,4450, London gegen Kabel 4,862250, gegen Paris 123,96, gegen Mailand 92,85, gegen Madrid 46,00, gegen Schweiz 25,17. gegen Holland 12,1075.
Berliner Börse.
Berlin, 10. Febr. Nachdem eine Reihe aünsti- ger Momente, wie die Haussestimmung der gestrigen Ncuyorker Börse, die Befestigung am Montanmarkt und die Wiedererhöhuna des Kupferkartellpreises auf 10,05 Dollar, die Abstimmungsergebnisse in der heutigen Nachtsitzung für die Regierung Brüning usw. im heutigen Lormittagsverkehr zu recht festen Kursen geführt hatten, brachte der offizielle Beginn der Börse eine kleine Ernüchterung. Die ersten Notierungen lagen aber immer noch etwas über den gestrigen Schlutzkurfen, so daß die Anfangstendenz als freundlich betrachtet werden konnte. Man sprach auch von limitierten Verkaufsausträgen, auf denen schon erheblicher 'Nutzen liegt, es scheint aber so, als ob die Banken selbst an sich Materialabgaben haben, das heißt, nicht alle Order an die gestrigen Märkte gegeben haben, um die Kurse nicht übertrieben hochstellen zu lassen. Wieder waren es besonders Nebenwerte, die von der freundlichen Stimmung beeinflußt wurden. Elektrowerte, Karstadt, Harburger Gummi erschienen mit Plus-Plus-Zeichen, aber auch Feldmühle, Zellstoff Waldhof, Deutsche Ton- und Steinzeug, Neue Reichsbankanteile, Stollberger Zink, Elektrische Lieferungen und Lahmeyer waren um v. H. bis 4 v H. gebessert. Auch Soenska mit plus 5 Mark und Ehade mit plus 3,75 Mark zeichneten sich durch Festigkeit aus. Anleihen freundlich. Altbesitz lag j v. H. höher. Von Ausländern lagen Türken etwas fester. Der Pfandbriefmarkt lag wieder freundlich. Reichsschuldbuchforderungen bei leb haften Umsätzen 1 bis 1 o. H. höher. Auch Industrie- cbligationen wieder fest. Am Geldmarkt erhöhte sich der Satz für Tagesgeld auf 4 bis 6 v. H. Die übri gen Sätze waren unverändert. Nach den ersten Kursen roiirbe es allgemein etwas leichter. Später ging aber von der Veröffentlichung des Reichsbant ausweises für die erste Februarwoche, der mit seiner Entlastung um 310 Millionen und seiner Befestigung der Deckungen um 3,7 resp. 3,9 v. H. als ganz gut angesprochen wurde, eine neue Anregung aus. Auch traten neue Auslandsdeckungskäufe ein, die die etwas oerfirte Börse zu weiteren Rückkäufen zwan gen. Das Geschäft wurde wieder lebhaft und Papiere wie Schultheis, Aku, Bernberg, Kali, Afchers leben, Salzdetfurth und Julius Berger zogen gegen den Anfang bis 5 v. H. an. Nennenswert ist noch die von Anfang an feste Haltung der Reichsbahn Vorzugsaktien.
Banknoten.
%rantnin a. Dl.
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10.2.
Datum
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Datum
9.2.
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65
67
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2,8
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3,55
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Berlin — Frankfurt
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136
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34
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Llöcknerwerie » «SIn-Ncuegeii. . . . Manncomann-Rölireo Mansielder Bergbau Cbcridiici. EllenbevaN Cbccfdiiel. Nokswerke.
Pbdnir Leradau Rbctntlcde Braunkohle« Rheinstahl
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4% OefterrctdiW Goldrente . . 4,20% Oriierreichllche Gtlberrenle 4% OcitcrreichiiLe Einheitliche
Rente • ■
4% Ungarilche Goldrente . . . •
4% Ungarilche Siaafrentev. 1910
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t% Unpaniche «ronenrenle .
4% Türliirbe Aollanlelbe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-euu
Serie I
4% besgl. Serie II - .... • . ■
6% Rumänische oereinb. Rente von 1903 • ’
4%% RnmLnilche vereinh Rente
von 1913 • • • ■ t% Rumänische vereinh. Rente
19,9 । 17,13 17,25
1,35
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'16V.
. 10
. 10
9 2. ' 10.2.
Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.
angeführten Ziffern Leben die Höhe der zuletzt befchtoffenen Dividende an. - Reichsbnnldiskont s v.Sj., Lombnrdzins.uv s i>.».
4.191
58,45
'112,18
20.40
16.465
168.46
21.985
112.10
58.93
2.475
112.33
81.06
42.34
12,39
73,15
»crlin. 9-Februar________
Ämerlkonllchr Noten .....
Belache Noten ......
Laniiche Noten
Englische Noten .
Hranzünlche Noten .
Holla,idilche Noten.......
MalienOche Noten
Norwegische Noten
Deullch-cesterreich, 4 100 Schilling (Mumänlidif Noten.......
Schweviiche Noten ......
Schweizer Noten..... . .
Spanllche Noten.....
T'chechollowotiiche Roten
Ungarilche Noten ....
25ricf 4.211
58.69
112.62
20.48 16,525
169.14
22.065
112.54
59.17 2,495
112,77 81.38
42.50
12.45
73,45
a.7N.
vampum-eimertla «alci . . • • Hamburg-Lübaw. DampsschM - « Hania Damosschili.....1°
Norddeutscher Lloyd 9 Allgemeine DrutschcCreditanst. Barmer Bankverein .... Berliner Hanvel-gclellichait .
Comm»rz- und Privat-Bank . Darmsiädtrr und Nattonalbauk
Die hinter den Papieren
.vranuun a.
Berlin
Schluß-1 lurd |
t-Uhr- Kurs
Schluß-i kur« |
Anfang» Kurs
Datum
9.2.
10.2. |
9.2. 1 1
10.2.
6% Deutsche RcichSailleihe
85 1
—
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7% Deutsche Retch?anleihe
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von 1929 ........ •
—
—
Deutsche Anl.-Mlö!.-2ch»w mit
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53,25
53,9
53,4
53,75
DeSgl. ohne Aurlos.-Rechte . .
5,2
5,75
5,25
5,4
6% Hess. BoUiklant von 1929
89
89
<rüd<ahll>. 102%) - - - - -
Cbfrbrifcu Provinz ' Anleihe ml' Aueioi^Nechten . . . • • ■
48,75
—
Deuisllre Komm. GammelauL
51,25
Anleihe Serie 1 - -
8% Franks. Hnp.-Bank Soldpse
51
—
—
100,5
XIII untünDbar bU 1934 . . • 7% Franks. Hvv.-Bank Soldpse
—
92,8
unfunotar bi» 1932
—
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87,13
Slqu. tiolPDfc........
•—
—
——
8% Pr. Lanverpsan>brieianltalt
100,5
100,5
^landbricse R.' 9
—
8% Pr äanoevr an bricfanftalt
81. 20.....
97
—
97
——
7% Pr 2anb«> an obriefanflall
Psanbbrlesc 81 81 ...
97
—
97
—
e.QJ abg. Aor.r..gS.Obltgatio-
nen. riuUahlbar 1932 ...
97,5
—
•—
79,5 1
80
80,25
g.Iebruar
10 Zebniar
Amtliche Notierung
Amtliche Tlollcrung
— ,
—
o»elo
Lriei
Geld
Zrlet
45,51
44,5
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AmIt.-AoN-
168,78
169.12
168,70
169,04
165,5
167
Bu n -Aire6
1.283
1,287
1,283
1.287
Brn.-Antw
58.64 '
58.76
58.615
58.735
—
142,5
—
(ibriftiania ■
112,44
112.66
112,43
112.65
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Kopendagm
112,47
112,69
112,43
112.65
—
60
59.75
Stockuolni •
112.56
112.78
112.54
112,76
——
96.75
99
HelsinoforL.
10,574
10.594
10.573
10.593
——
77,9
76,25
Italien. .
22,005
22,045
21.99
22,03
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89,5
—
London. - .
20.433
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116.4
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Paris. ■ • .
16,475
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108
109
Schwei; .. Sva ien - -
81,17
81,33
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32,65
33,13
41.41
41.49
42.56
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yavmr . .. Pio de Ian.
2,080 0,365
2,084 0.367
2,080
0,366
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107.5
106
Wien in D--
59,00
59,12
——
249
254
Ceft. abgeft
59,03
59,18
12
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Prag . . Bciirad .
12,432
7,410
12,453
7,424
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