Ausgabe 
9.9.1931
 
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Polizei' und Gchuhhundprüfungen.

Der Hessische Polizei- und Schutz. Hundverein 1914 (Sieben veranstaltete am Sonntag eine öffentlich« Zucht-, Schutz- und Po- lizeibundprüsung. Infolge der hohen Mcldczahl wurde ein Teil der Hunde bereit- am Samstag geprüft. Die Nasenarbeiten sanden teil» Im Philo- sophenwall) und im Schtsfenberger Tal statt. 2m Sonntagnachmittag zeigten dann die Hunde auf dem Gebiete de» Gehorsam» und dec Verbrecher, arbeit den zahlreichen Interessenten beachtliche Leistungen 21» Richter fungierten die ÄrimlnaU beamten Seitz (Gießen) und Hainer (Fried, berg). Die Prüfunasleituna lag in den Händen der Herren Matheis, Derzbach und Kri- mtnaipolizeimeister Hofmann.

Zur Vorführung gelangten 13 Zuchthund«, 2 Schutzbunde und 2 Polizeihunde. Da» Können der 17 Hunde erbrachte ein sehr gute» Srgebni». Die Führer wurden mit Ehrenpreisen bedacht.

Im Anschluß an die allgemeine Bewertung der Tiere fand eine Propagandavorsührung statt. Diese Vorführungen zeigten den Wert et ne» gut abgerichteten Hunde» in Privatband und im Pollzeidienst. Do wurden u. a. zwei Äaubüber. fälle inszeniert, die durch da» mutige Zusassen der treuen Begleithunde vereitelt wurden. Bei diesen Heberfällen zeigten die Hunde2ur und .Armin", deren Besitzer Frl. Irmgard Wag. ner und Herr Kurt Huber sind, daß sie ihre Führer in jeder Lage verteidigen. Sin äleberfall auf eine Dame wurve nach Benachrichtigung der Kriminalpolizei, die a'Sbald mit dem Polizeidienft- Hund .Larrneid mittel» Kraftwagen» am Tatort erschien, durch die vorzügliche Arbeit de» Hunde» aufgeklärt. Der .Verbrecher" wurde in einer Feldscheune, In der er sich verborgen hielt, vom Hund gestellt. Bei dem lieberfall auf eine Dtlla zeigte der Polizeidiensthunb .Bruno" (Besitzer Polizeihauptwachtmeister Seng) die Kunst, seinen im Borgarten der Billa überfallenen und mit Stricken gefesselten Herrn zu befreien und den In. zwischen aus einen Baurn geflüchteten Berbrecher zu stellen. ANgemeine Bewunderung erfuhr der Hund .Lärmen" durch fein entschlossene- Zupacken beim Hebersall auf da- Auto de- Herrn. Da­geschickte Arbeiten de» .Verbrecher» , der durch ein in den Weg gelegte» Hindernis da» Fahrzeug zum Stehen zwang, um aus diese Weife den Raub, überfall durchzusühren. wurde durch da» mutige und intelligente Tier vereitelt. Fluchtversuche de» Festaenommenen au» dem fahrenden Auto wurden ebenfalls durch da» scharfe Eingreifen de» Hunde» unmöglich gemacht. Kriminalpolizeimeister Hof­mann hielt sodann eine fune Ansprache, in der er auf die Bedeutung der Arbeit der Hunde In krimineller Hinsicht htnwie» und einige Finger, zeige sür die Laien gab, wie sie sich in kriminellen Fällen au verhalten haben, damit der Hund die Spur mit Erfolg auf nehmen kann. Auf jeden Fall muffe immer die Polizeibehörde benachrichtigt wer. den, da ein unfachmännische» Eingreifen die Arbeit der Polizei nur erschweren könne.

Die Arbeiten und Vorführungen wurden vom Publikum mit großem Beifall aufgenommen. An­schließend fand in der WirtschaftPhilosophenwald" die Preisoerteilung statt. An erster Stelle wurden die nachstehenden Hunde ausgezeichnet: 1. Die PoiizeidiensthundinCarmen", Dobermann, Besitzer Kriminal Hauptwachtmeister Rienhardt, Gießen (Bewertung: vorzüglich)', 2. der deutsche SchäferhundBärbel" von der Strupmühle, Be­sitzer und Führer W. Weiß, Grohen-Duseck (Bewertung: gut): 3. der deutsche Schäferhund Donar v. Hohlweg", Zuchthund, Besitzer Karl Schwarz, Wiefeck (Bewertung: vorzüglich); 4. die deutsche SchäferhündinBritta vom Dusccker Schloß", Zuchthund, Besitzer Karl Wiedmeyer, Gießen (Bewertung: vorzüglich).

Born, Stadt-Po st amt. Beim Stadt- Postamt ist jetzt in der Zeit von 12 bi- 14 ilbd ein Schalter für Berkauf von Wertzeichen. An- nahnie von Dinschreib- und Wert b r i e f e n, Auf- geden von Telegrammen und Anmelden von Ge­sprächen offen. Einzahlungen können in der Zeit nicht gemacht werden.

Beginn der Winterspielzeit de» Gießener Stadttheaters. Da» Gießener Publikum hat den Willen zu feinem Theater durch den regen Besuch im vorigen Jahre auf» neue erhärtet. Die Zahl der Borstellungen Ist trotz der Krise unsstzer wirtschaftlichen Lage ge­wachsen. Do war e» und so soll e» bleiben! Der verschärften Rotlage ist Rechnung getragen durch einen radikalen 2tobau der Abonnementspreise, der. gesteigert noch durch die zahlreichen Sondcr- vergünstigungen, es ledern, der bisher dem Thea­ter fernbleiben mußte, ermöglichen soll, Mit­helfer am Kulturwerk seiner Heimatstadt zu werden. Anmeldungen schriftlich oder an der Tage-lasse an allen Dorverkauf-tagen während der Somnierspielzelt, ab 25. September täglich. Die alten Abonnenten können sich durch fdjrift* liche Bestellung bis Freitag, 11. d. M., ihre ge­wohnten Plätze sichern.

* ®ln Achtzigjähriger. Am morgigen Donnerstag feiert der Gerichtsvollzieher i. R. Konrad Seivel auf feinem Jagdhaus .Waid- mannsruhe" oei BerSrod in aller Rüstigkeit sei­nen 80. Geburtstag.

Wem gehören d i e Fundgegen- stände? Da» Polizeiamt Gießen teilt mit: Das Verzeichnis über die im Monat August gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der An­schlagtafel im Flur des Polizeiamts. Landgraf-Phi­lipp-Platz 1, etngefehen werden. Die Empfangsberech- tigtcn werden aufgefordert, ihre Rechte innerhalb zwei Monaten im Fundbureau während der Dienst- stunden geltend zu machen.

Die Deutsche BokkSpartei, Ott». 8ruppe Gießen, hielt am Montagabend Im GasthausHindenburg" eine gut besuchte Mit- gliederversammluna ab, in welcher der Pro- vingial-GeschäftSführer Heinemann, Gießen, über daS ThemaDer Aationalsozlali-muS" sprach. Der Redner empfahl zunächst, die natio­nalsozialistische Bewegung nicht al» eine Partei abxutun, denn hinter dieser Bewegung stehe mehr, stebe der Aufbruch im deutschen Dolk, der Protest der deutschen Seele gegen alle», wa» ihr seit 1918 an 3nre±t angetan worden sei. Sodann beschäftigte sich der Dortragende in ein­gehender Kritik mit dem nationalsozialistischen Programm, da- er in den Hauptkaptteln beleuch­tete. Er betonte, daß die Deutsche BolkSpartei fick in keiner Weise von den Ratwnalsozialislen bei der Geltendmachung der nationalen deutschen Interessen vor der Weltöffentlichkeit und der vaterländischen Belange im Innern übertreffen lasse; In dieser Hinsicht sei die DBP. durchaus einig mit allen rechts von Ihr stehenden politi­schen Gruppierungen. Hinsichtlich der Außen­politik rückte der Redner von der taktischen Hal­tung der Rattonalsoziallsten ab, wobei er behaup­tete, der außenpolitische Riederaang Deutschlands sei erst seit den Reichstagswahlen am 14- Sep­tember v. I. mit dem starken Anwachsen der Rationalsozialisten zu verzeichnen. Cr empfahl al» besser und erfolgversprechender daS Borbild Stresemann» in der Art seine» taktischen Han­deln» von Fall zu Fall. Weiter beschüsttgte sich der Redner eingehend mit den Programmpunkten der Rationalsozialisten zur Innenpolitik, wobei er namentlich in finanz- und wirtschaftspolitischer Hinsicht, ober auch In den Fragen der Kultur­politik einen scharsen Trennungsstrich gegenüber der RSDAP. zog. Mit Entschiedenheit sprach er sich gegen ein StaatSrentnertum für alle alten "Volksgenossen auS, wie eS in den sozialpoliti­schen Forderungen der Rationalsozialisten ver­heißen werde. Ebenso entschieden widersprach er der von Gottfried Feder verantwortlich gezeich­neten nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik, wobei er sowohl dem Antisemitismus im Sinne der RSDAP. aus menschlichen Gründen, Vie auch dem Hochkapitalismus, au» Erwägungen einer gesunden privatkapitalistischen Wirtschafts­führung, eine klare und entschiedene Absage er­teilte. Der Redner wandte sich weiter gegen die politische Vormachtstellung der Gewerkschaften und schließlich in scharfer Weise gegen die ver­heerenden Auswirkungen einer bedenkenlosen po­litischen Agitation unter der Jugend, die schwerste Befürchtungen um die Heranwachsende Generation und da» künftige Geschick deS BaterlandeS be­rechtigt erscheinen lasse. Zum Schlüsse bezeichnete der Redner die politische Arbeit auf der Grund­lage der deutsch-volkSparteilichen Weltanschauung al- die sicherste Gewähr für einen gedeihlichen Wiederaufbau von Volk und Vaterland, an dem eifrig mitzuarbeiten allen ehrlich um die Dolks- aemeinschast und nicht um Parteiinteressen be­sorgten Deutschen oberste Pflicht sein müsse. An den mH lebhaftem Beifall aufgenommenen Vor­trag schloß sich eine kurze Aussprache an.

Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. In einer nationalsozialisti­schen Versammlung sprach am Samstag abend im East Leib der Iugendsührer Gerhard Stöckel über das ThemaJugend im Ausbruch". Der Redner sprach von der geistigen Haltung der heutigen Jugend, die unter wesentlich veränder­ten Voraussetzungen der Erziehung ausgewachsen sei, als die vorhergehende Generation. Sie sei gleichzeitig auf Grund der mannigfachen Erfah­rungen der Nachkriegszeit zu einer intensiveren Teilnahme an den Ereignissen des Tages ge­zwungen worden, als cfl vordem der Fall gewesen sein mag. Der Redner forderte hie politische Be­tätigung der Jugend; der Jugendliche müsse An­teil nehmen an der Gestaltung der Zukunft, feiner eigenen Zukunft, und dürfe schon deshalb nicht abseits stehen. Politik sei werdende Geschichte, diese sei pulsierende» Leben, das auch die Ju­gend heute mehr denn ie bewußt leben müsse. Die Jugend sei ein Teil der menschlichen Ge­meinschaft und sei daher berechtigt, ja, sogar ver­pflichtet, mitzuwirken an der Gestaltung unseres Volkstums. Die Schulung zu dieser Mitarbeit müsse frühzeitig einsehen, damit der Heranwach­sende Mensch seiner Aufgabe gerecht werden könne. Die Jugend müsse im Rahmen der politi­schen Schulung gleichzeitig an Ordnung und Disziplin, än Gehorsam gewöhnt werden, und sie müsse außerdem die Rotwendigkeit deS Führers und de» Führergedanken» anerkennen lernen. Die heutige Jugend habe viel DegativeS gesehen, um so ernsthafter müsse sie um eine gefestigte Weltanschauung ringen, um eine Weltanschauung deS Positiven. Hier gelte es in erster Linie mit­zuwirken an der Beseitigung der entnervenden Arbeitslosigkeit der Jugendlichen. Zum Schluß wies der Redner darauf hin, daß es heute nicht mehr angehe. im Rur-Romantischen sich zu ver­lieren, heute müßten vielmehr alle Kräfte in die Tat umgetoanöelt werden. Die Hitlerjugend habe eS sich zur Aufgabe gemacht, in diesem Sinne den jungen Menschen vorwärtszuhelfen. Der Vortrag wurde beifällig aufgenommen.

Oberbeffen.

Landkreis Gieren.

X K l ein - L 1 n b e n, 8. Sept. Die Wetzlarer Straße, die feit langer Zeit in einem mangel­haften Zustand war, wird jetzt durch Aufbringen einer größeren Schicht Steinschlag, mit nachfolgender Teerung, wieder in guten Zu- stand gebracht. Der Behang der Obstbäume an der Provinzialstraße GießenWetzlar ist nur als mittelmäßig zu bezeichnen.

Alt«n -2 u s «ck, T. Sept. Der Kegel­klub ..Gut Holz" veranstaltet« In dielen la­gen sein 2 bkegeln. Die Meisterschaft für da» Iahr 1931 errang Fr. DSU mit 282 Holz bei 40 Kugeln. Den Wanderpreis für 1931 errang Wilhelm Wagenbach mit 44 Holz bei 6 Ku- ?eln. Bei dem zugleich stattfindenden Preis- e ge l n erhielt ebenfalls Fr. Döll den 1 Preis, 2. Wilhelm Leidner. 3. -Heinrich Müller, 4. Gustav Lückel, 5. Wilhelm Waaenbach.

)( Li ch. 7. Sept. 3m Alter von 66 Jahren verstarb nach langem schweren Leiden der Landwirt Wilhelm Fuhr. Del der Beerdigung zeichnete StiftSpsarrer D r a u d t in treffender Weise da- Lebensbild deS stillen und bescheide­nen, treuen und gewissenhasten ManneS. Land­wirt Fuhr gehörte seit 1913 bzw. 1913 der Kir­chengemeindevertretung und dem Kirchenvorstand an und hat sich in dieser Stellung besonder« Verdienste erworben. Rektor Srb legte daher namen» de» KirchenvorstandeS bei der Trauer­feier einen prachtvollen Kranz nieder. Der Männergesangverein ,(MclIia ehrte fein lang­jährige» Mitglied und feinen DereinSrechner durch Vortrag von zwei Liedern. Der hiesige e t> a n geltsche Kirchengefangverein. der seit einigen Jahren seine Tätigkeit eingestellt hatte, lebt jetzt wieder auf. ES traten dem Verein etwa 50 neue Mitglieder bei. Die Leitung übernahm wieder der Organist der Marienstift»kirche Lehrer Stein.

ältphe, 8. September. Dieser Tage fand die <Srummctgra»Derftelgerung auf dem Gemeindewiesengelände statt. Da Ueberschuh an Grünfutter herrscht, wurden sehr mäßige Preise erzielt. Die geringsten Morgen kamen auf 2 bl» 5 Mark, mittlere Güte auf etwa 10 Mark durch­schnittlich; die besten Morgen brachten Beträge von 20 bi» 28 Mark. Für die gleichen Morgen muhten in andern Jahren schon über 60 Mark bezahlt werden. In unserer Gemeinde wurde nunmehr auch die Diersteuer eingeführt. Kommunistische Unruhen vor Gericht.

WSN. Mainz, 8. Sept. Wegen Zusammen- rottung und öandfriedensbruchs hatten sich sechs K o m m u n 1 st e n vor dem hiesigen Be- zirksschoffengericht zu verantworten. Die Unge­sagten hatten sich In der Nähe des Albansberges getroffen und die Fenster verschiedener Häuser, dar­unter das des Oberbürgermeisters a. D. Dr. lb, mit Steinen eingeworfen. Das sofort herbeigerufene UeberfaUfommanbo konnte ble sechs Angeklagten als der Tat dringend verdächtia verhaften. Das Ge- richt verurteilte einen der Uebeltäter unter Hinzu­rechnung einer Strafe von fünf Monaten zu ins­gesamt acht Monaten Gefängnis und die übrigen Angeklagten zu je drei Monaten Ge­fängnis. Bel einem Angeklagten wurden zwei Monate und zwei Wochen, bei den übrigen nur je ein Monat der Untersuchungshaft angerechnet. Der Antrag der Verteidigung auf Haftentlassung wurde vom Gericht abgelehnt.

Großer Waffendiebflahl in Sranffurt

WSN. Frankfurt a. M., 8. Sept. In der ver­gangenen Nacht ist In der Neuen Mainzer Straße ein schwerer Waffendiebstahl ausgeführt worden. Es wurden dabei etwa 20 Revolver mit Munition und 30 bis 40 Dolche ge- ftohlen. Die Einbrecher drangen in die über Dem Waffenaefchäft befindlichen, zur Zelt leersiehen- den Geschäftsräume ein, die nicht verschlossen waren. Sie bohrten den Fußboden in einer Große von 30:30 cm an und gelangten bann durch die etwa 30 cm starke Decke in die darunter liegenden Räume des Waffengeschäfts. Das Diebesgut ver­packten sie in Brotbeutel, die sie an Ort und Stelle Dorfanben. Als Täter kommen drei junge Leute in Frage, denen man auf der Spur sein will.

Eine Einbrecherbande erwischt.

WSR. Frankfurt a. M, 8. Sept Rach län­gerer Fahndung gelang es gestern der Frankfurter Krimalpollzei, eine auS vier jungen Leuten und einem alten Zuchthäusler und Hehler bestehende Einbrecherbande fest zunehmen. Seit Wochen gelangten Dutzende von Einbrüchen im Wohnunasviertel deS Hauptbahnhoses bei der Kriminalpolizei zur Anzeige, ohne daß es gelun­gen wäre, die Einbrecher zu ermitteln. Schließlich wurde durch einen Hinweis aus dem Publikum die Polizei auf eine Anzahl junger Leute auf­merksam gemacht, die in einer Mansarde In der Moselstraße hausten. Durch rasches Zugreifen ge­lang es der Polizei, das Rest vollkommen aus. zuheben. Die Einbrecher waren der Polizei inS Garn gegangen. Ihre Spezialität war daS Ein­dringen durch offene Fenster, gleichgültig, ob eS sich um Parterre-Wohnungen, ober Räume im ersten, zweiten oder dritten Stock handelte. Zwei Täter drangen ein, während die Komplicen Schmiere standen, um bei Zeiten warnen xu kön­nen. Das Diebesgut wurde zum Teil Im Pfand­haus versetzt, zum größten Teil aber an Straßen, mädchen verkauft. Die Führer der Bande waren der Krastwagenführer Karl Schmalz auS Die. ßen und der Autoschlosser Wilhelm M e n n e l auS Rürnberg. Mittäter sind der Maler Leo G a tz auS Könitz und der Arbeite: Fredy Schwarz aus Ehringshausen, sowie die 21;ährige Margarete B. Abnehmer de» Diebesgutes war der bei Gericht und Polizei bekannte Hausdiener Paul E a l o t. Selbstredend zahlte er für die Deute lächerlich ge. ringe Preise. Einmal z. D. gab er den Tätern für Sachen im Werte von etwa 3300 Mark nur 40 Mark. Die Festgenommenen sind im großen und ganzen geftänolg, wenn sie sich auch gegenseitig Die Hauptschuld zuschieben. Zwölf Einbrüche find bereits einwandfrei geklärt, aber mindesten» noch ein Dutzend anderer Einbrüche kommt auf ihr Konto.

Zuchtviehversteigerung in Wehlar.

- Wetzlar, 6. Sept. Die 34. Ausstellung und Zuchtviehverstelgerung deS M l t- teldeutf ch«n Rvtviehzüchterverban- deS. die am Freitag auf dem neuen Schlachthof der Stadt Wetzlar ftaltfanb, war mit Z6 Bullen beschickt. Die Oderhesfische Herdbuchgesellschaft Gießen, der Verband Kurhessischer Rotvieh^üchter Frankenbach a. d. Eder, die Herdbuchaesetlschaft für Vogelsberger, Wetzlar, ble Odenwäloer Herd- buchaefettfchaft Darmstadt und ble Herbbuchge- sellschast für Vogelsberger Biedenkopf waren mit Material vertreten. Als Prei-richter waren u. a. auch Professor Kraemer (Gießen) und Pro- fclor Güü «Gießen) tätig. Rach der Prä­miierung fand ble Versteigerung bei Bullen statt. Die guten 'Bullen erzielten be- frtebigenbe Preise, während die geringeren Tier« im Preise sehr abHclcn.» wurden bei der Üv steigerung 45 Butten verkauft. Der Geiamtdurch- fchnittspreiS betrug 489 Mark. Die Preise be­wegten sich in den Grenzen von 330 bis 910 Mk. Den höchsten Drei» mit 910 Mark erzielte bet Lanbwirt Wilhelm Depler (Hörnsheim). Er­werber be» betreffenben Butten war ble Stabt Schotten. Den zweitbest bezahlten Butten 900 Mark erwarb bie Gemeinde Salzböden von dem Landwirt Wilhelm ©ölten berget (Grie­delbach, Krei» Wetzlar).

Für Iler« mit ccistungsnachwel«.

ES erhielten u. o. Preise.

Klasse 1 (Butten 12 bi» 15 Mote alt)i 2e-Pr. W. Bepler, HörnSheim; 3e-Pr. L. Engel, Wwe^ Hörnsheim; 3ck-Pr. A. Sngel V., Hörns­heim; lobende Anerkennung erhiett Fr. Jung, Hochelheim.

Klasse 2 (Butten. 15 Monate und Älter)t 3. Pr. Vorsteher a. D. Lehnhard. Reiskirchen; 3. Pr. K. Fr. Stroh, Reiskirchen: lobende Aner­kennungen erhielten: 2. Hartmansen, Hochelheim^ St Held, Reiskirchen.

Jür Tiere ohne Leistungsnachweis.

Klaffe 3 (Dullen, 12 bi» 15 Monat« alt)t 2. Pr. W. Leng l., HörnSheim; 3. Pr. W. Ludwig. HörnSheim, I. Schlapp III., Staufenberg, K. Rinn, Watzenborn, und 2. Müller, Wwe., Hörns­heim; lobende Anerkennung erhielt: I. Olh. Wwe., HörnSheim.

Klaffe 4 (Butten, 15 Monate und älter)« Lobende Anerkennungen erhielten: H. Zöro, HörnSheim, und I. Bork. Lützellinden.

Oie Wetterlage.

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Wettervoratrssage.

Der Hochdruck ist etwas zurückgegangen, ander­seits hat sich die nordöstliche Störung weiter auf­gefüllt, so daß ein Ausgleich der Druckgegenfätz« ftattgefunben hat. Unser Gebiet liegt im Bereich einer Hochdruckbrücke, die sich in west-östlicher Rich­tung quer über Deutschland erstreckt. Die zusam- mensinkenden ßuftmaffen in ihr behalten zunächst noch das schöne Wetter, wobei die Temperaturen tagsüber anfteigen. Nachts tritt wieder Abkühlung ein, jedoch nicht mehr so stark wie seither.

Lorherfage für Donnerstag: Früh­nebel, tagsüber aufheiternd, aber auch zeitweise leicht wolkig, wärmer und trocken.

Vorhersage für Freitag: Teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter und trocken.

Lufttemperaturen am 8. September: mittags 14,2 Grad Celsius, abends 7,2 Grad; am 9. September: morgens d,9 Grad. Maximum 14,3 Grad, Minimum 2,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 8. September: abends 14,2 Grad; am 9. September: morgens 9,0 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 6Vi Stunden.

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ZÄlhvo die «Zeit- voHWcttV/cLtt ist/, bleibt u/nerschüttert das Gelöbnis:

Treue doch nur der Einend der Cigarette