Hessischer HauOerein derGustav-Adols-SWng.
88. Hauptversammlung.
Groß-U mftadt. 7. 3 ult Zu feinet 88. Hauptversammlung hatte der Gustav-Abolf-Der- cm da- evangolilchc Hessen land nach Groß-Um- stadt berufen. Der Torrmttaq de- ersten Fest- tage- brachte Feftgotto-dienst« in Stadt und Dekanat Groh-Umstadt, in welchen Vertreter ter Diaspora au- der Nähe unb der Fern« die Notwendigkeit der Gustav-Ado'.sarbeit vor Äugen sühnen 3n Groß-Umstadt sprach Pfarrer und Schuldirektor R e i m e r s ch - Kronstadt (Siebenbürgen) am Vormittag, während der scst- l>chc Gokiesdienst de- Nachmittags von Psarrer D. Mahnert- Innsbruck aeha.ten wurde. In packenden ÄuSsührungen wühle der Redner die Gustav-Ldols-Arbeit für die Glauben-genossen zu schildern. Im Hamen der Kirchenregierung und des Landeskirchen amte- grühte Prälat l). Dr. Dr. Diehl die Festgencinde und würdigte die Bedeutung der Gustcw-Ädolf-Vereinc.
E-.n stattlicher Festzug bewegte sich am Nachmittag durch di« festlich geschmückten Ströhen d«r Stadt nach dem Hofe der Oberreallchule. wo die große öffentliche Kundgebung, und Volk-versommlung statttand. Der Vvr- fihende de- Hessischen Dustav-Ado'.f-Haupiver- ei.nes. Freiherr F). Dr. Hey! zu Herrn-hetm. hielt die Begrühung-anfprache Tinen Druh au- d«m fernen Siebenbürgen bracht« Psarrer Rei - mersch au- Kronstadt, der datauf hinwie-, dah die Eintracht jenen versprengten Splitter deutschen Volk-tum- im heutigen Rumänien davor bewahrt hat, in sremdem Volk-tum und Glauben unterzugehen. Frau Psarrer Cie. Claußen au- Hüsby berichtete sodann von ihrer früheren Tätigkeit in Steiermark. AuS Tirol und besonder- von der evangelischen Pfarr- gemeinde Innsbruck grühte Pfarrer D. Mahnert. Gin Familienobend brachte die offiziellen Begrüßungen. Verwandte Organisationen, ttr.e der VDA. und der Evangelische Bund tauschten mit dem Gustav-Abols-Verein Grüße auS. nachdem der Verein-Vorsitzende Freiherr Hehl zu Herrn-He:m die Gäste begrüßt hatte. Für Den LandeSkirchentag sprach dessen Präsident, Archivdirektor Dr. H c r r m a n - Darmstadt, für da- Dekanat Dekan R ei ch e r t - Lengfeld, für kn« Stadt Bürgermeister Lampe- Groß-Um- stadt.
Der zweite Tag war zunächst der Der- waltung-ratSsihung gewidmet. Die zahl
reichen Vertreter der Gustav-Adolsarbeit nahmen zunächst den Jahresbericht de- Schriftführer- Pfarrer Wagner <Bensheim« entgegen. Aus ihm geh« hervor, dah die Deretnseinnahmen im Bcr chrsjahr den Betrag von 148 358.94 Ml. erreicht hoben. <51 konnten erhebliche Beträge für die heffifch« und die Äuslanddiaspora bereitgestellt werden: der größte Betrag davon fiel der Gemeinde Amöneburg bei Mainz zu. welche dadurch in die Lage versetzt wird, im Herbst d. I. den Grundstein zu ihrer neuen Kirche zu legen. Erfreuliches wurde auch über die IubiläumS- saimnlung berichtet. Die nächste Jahreshauptversammlung de- Gustav-Advls-Derein- soll im Herbst 1932 in Mainz ftattsinden.
Der Nachmittag de- zweiten Festtage- pflegt der Gustov-Adoll-Frauenarbeit gewidmet zu sein. In überau- stattlicher Zahl hatten sich die Vertreterinnen der Gustav-Adolf-Frauenarbeit zu einer Vorstände-Konferenz mit an schließ en der Frouenversammlung «ingefunden. Gin Vortrag von Frau Pfarrer Lic. C l a u h e n über die Arbeit der Inneren Misfion in der Tscheche-
» Llrwakei
fand die gespannteste Aufmerksamkeit der An- wesenden und tat in ergreifenden Dildern die Notwendigkeit der Mitarbeit auch der evangelischen Frauenwelt bei der Gustav-Adolfsache kund Gin Geschäftsbericht über die Tätigkeit der Hessischen Gustav-Adolf-Frauenvereine ergab auch hier ein erfreuliche- Bild reger Tätigkeit. Sin hoher Betrag konnte für das gemeinsame hessisch« Liebe-Werk der Gustav-Adolf-Frauenvereine den Diakonissen- und Schwesternstationen in Heusenstamm bei Offenbach bereitgestellt werden: ebenso wurden die Zöcklerschen Anstalten in Stanislau mit namhaften Beträgen bedacht.
Wie alljährlich, schloß sich auch in diesem Jahr am Vormittag deS 7. Juli ein Lehrgang über die Gustav-Adolfarbeit an die eigentlichen Festtage an. Direktor N e i m e r s ch sprach von der jetzigen Notlage der Siebenbürger Sachsen, während Frau Lic. Claußen sich über ihre Erfahrungen in der Jugendarbeit für die Diaspora in instruktiven Ausführungen verbreitete und Pfarrer D. M a h n e r t (Innsbruck) einen geschichtlichen Rückblick auf die Austreibung der Zillertaler auS Tirol gab.
Wirtschaft.
Die ArbeiiSmarktlage in bescheidenem Umfange gebessert. Der Arbeit-markt hat sich nach dem Bericht der Neichsanstalt inderzweitenHälfte des Monat- Juni ähnlich wie im vorigen Berichtszeitraum in bescheidenem Umfange gebessert. Bei den Arbeitsämtern waren am 30. 3uni noch rund 3 962 000 Arbeitslose gemeldet. Damit ist gegenüber Mitte Juni ein Rückgang um rund 38 000 zu verzeichnen, während im gleichen Zeitraum deS Vorjahre- nur noch eine Abnahme um rund 5000 stattgefunden hatte. Gegenüber der Höchstbelastung Mitte Februar diese- Jahre- beläuft sich der Nückgang der Arbeitslosenzahl auf rund 1 030 000, während er im Vorjahre, in dem der winterliche Höhepunkt der Arbeitslosigkeit allerdings wesentlich niedriger lag, bi- Ende Juni nur rund 725 000 betrug. Die Zahl der Hauptunter- stühungSempfänger in der Arbeitslosenversicherung ging Dom 16. bi- 30. 3uni um runß 62 000 zurück, und zwar auf rund 1 414 000; in der Krisenfürsorge hat ein geringer Zu- wach- um rund 6000 auf rund 940 000 Haupt- Unterstützungsempfänger stattgefunden. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern anerkannten Wohlfahrt-erwerbslosen betrug am letzten Stichtage, Ende Mai. rund 1 004 000.
•
• Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reich-amt berechnete Großhandelsinderziffer stellt sich für den Monatsdurchschnitt Juni mit 112,3 um 0,9 v H. niedriger als im Vormonat. Die Inder- ziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 107,3 iminu- 1,7 v. H ), Kolonialwaren 95,1 (minus 0,4 v. H ), industrielle Nohstvffe und Halb- Waren 102,9 (minus 0,4 v. H.). und industrielle Fertigwaren 136,7 (minus 0,4 v. H ).
• ReichSh ilfe f ü r Nordwolle. Wie die »Frankfurter Zeitung" erfährt, hat sich das Reich bereit erklärt, bei der Norddeutschen Woll
kämmerei- und Kammgarnspinnerei ein neue- Kapital von 50 Millionen Mark zur Verfügung Ml stellen unter der Voraussetzung, daß die Gläubiger auf 40 v. H. ihrer Forderungen verzichten.
• D i e Deutsche Dunlop Gummi Compagnie AG. in Hanau weist für 1930 einen Verlust von 928 094 Mark aus. Einem Brutto- warengewinn von 561 597 Mark stehen Abschreibungen in Höhe von 1 044 205 Mark gegenüber, sowie ein VorjahreSverlustvortrag von 445 486 Mark.
Frankfurter Börse.
F r a nk f u r t a. M.. 9. Juli. Tendenz: unsicher. Entgegen der schwach?n Haltung des Abendbörsenverkehrs, die ihre Ursache in den wenig ermutigenden Nachrichten von den gestrigen Auslandbörsen hatte, setzte die offizielle Börse auf Grund von Gerüchten über eine private Anleihe an Deutschland gegenüber der gestrigen Abendbörse eher etwas freundlicher ein. Es herrschte allenthalben noch größte Zurückhaltung, da nichts vorlag, was die Umsatztätigkeit hätte an- regen können. Die Spekulation zeigte etwas Dek- kungsnachfrage. Don außen her sind Orders kaum cingclroffen. Die Kursgestaltung ließ eine Einheitlichkeit nicht erkennen. Es ergaben sich Kursveränderungen nach beiden Seiten von bis au einem PrvA. Durch feste Haltung zeichneten sich Nheinstahl, die unter Berücksichtigung des Dividenden» abschlages 2,25 Proz. höher notierten, ferner Salzdetfurth mit plus 2 Proz. und 3G.-Farben mit plus 1,75 Proz. aus. Am Elektromarkt lagen die. Kurse meist um Bruchteile eines Prozents schwächer. Lediglich AEG. zogen 0,5 Proz: an. Don Montanaktien gaben Gelsenkirchen 0,75 Proz. nach Am Umsahgebiet der Schiffahrtspapiere büßten Hapag 1,5 Proz. ein, während Nordd. Lloyd sich leicht bessern konnten. Bankaktien waren bei geringem Geschäft kaum verändert. Südd. Zucker eröffneten gehalten. Der Anleihemarkt lag geschäfls- los. Der Markt der festverzinslichen Werte wies nahezu fei* Veränderung auf. Reichsschuldbuch
forderungen mit 60 Proz. unverändert. 3m Verlaufe neigte Ne Tendenz unter Schwankungen Aur Schwäche Da- Abendbörlenniveau wurde dabei zum Teil noch unterschritten. Das Geschäft ftagnierle fast vollkommen Sehr starke 3urü<fßaltung ging davon auS. daß die Dividendenmarktlage noch nicht zu übersehen ist. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7.5 Prvz. erleichtert. Am Devisenmartt noaerte die Mark gegen Dollar 4 2140. gegen Pfund 210,5075. London gegen Neudorf 4,8660, gegen Paris 124.13, gegen Mailand 92,95, gegen Madrid 51,35, gegen Schweiz 25,08, gegen Holland 12,0775.
Berliner Börse.
"Berlin. 9.3uli. Nach etwas schwächerem Vormittagsverkehr eröffnete die Börse heute bei außerordentlich großer Geschäfts- st i l l e zu 1 bi- 2 Prozent schwächeren Kursen Nach wie vor herrschte starke Zurückhaltung. die herauskommend« Ware wurde aber überall glatt ausgenommen. Verstimmend wirkte die Schwäche an der gestrigen Neuyorker Börse und an den übrigen Auslandbörsen. Der Reichs- bankauSweiS per 7. Juli, der von der Börse mit Spannung erwartet wurde, hat zwar eine Er- Höhung deS Devisenbestand«- um 71 Millionen Mark gebracht, und die Deckung hat sich von 40,1 Prozent auf 43,6 Prozent erhöht, doch sprach man an der Börse davon, daß zu berücksichtigen ist. in welcher Höh« der DereitschastS- kredit in Anspruch genommen werde Wechsel. Schecks und Lombards haben sich um 225 Millionen ermäßigt. Noten sind im Betrage von 184 Millionen zurückgefloffen. Mit 3nterefle nahm man die Nachricht aut. daß der Reichsbantpräfi- dent Dr. Luther schon jetzt nach London fährt, um wegen einer großen langfristigen Anleihe für die ReichSbank zu verhandeln. doch wurde die Tendenz noch nicht dadurch beeinflußt. Devisen sollen eher angeboten sein, doch war der DollarfurS gegen Reichsmark etwas fester. De» Londoner Diskont, mit dessen Ermäßigung man seit Wochen rechnet, blieb auch heute unverändert. Schuckert. Oren- stein. Kali Aschersleben. Salzdetfurth. NEW. und Reichsbank waren üb«k 2 Prozent hinaus bis zu 4.5 Pro^nt abgeschwächt, während Svenska 8 Marl zurückgingen. Nordwolle wurde heute nicht mehr per Termin notiert. Di« Torgänge bei der Gesellschaft werden aber weiter lebhaft diskutiert, zumal gestern Meldungen über eine Hilfsaktion des Reiches wieder dementiert wurden. Deutsche Anleihen waren etwas abgeschwächt. Der Pfandbrief markt war noch nicht zu übersehen. Tagesgeld blieb mit 8 Prozent unverändert, MonatSgeld 7,75 bis 9.50 Prozent, Warenwechsel etwa 7,50 Prozent. 3m Verlause wurde es wieder etwas fester, da man schon die zu erwartende große AuSIandanleihe für d i« allernächste Zeit erhofft. Die Kurse konnten sich wieder um 1 bis 2 Prozent gegen Anfang bessern. Hugo Schneider wurden verspätet mit minus-minus 4 Prozent niedriger festgesetzt. Verger konnten sich um 3> Prozent, Svenska w.eder um 4 Mark befestigen. Reichsschuldbuchforderungen nach Iproz. schwächerem Beginn wieder erholt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 9. Juli. Austrieb: 77 Rinder, 923 Kälber, 184 Schale. 752 Schweine. Es notierten: beste Mast- und Saugkälber 50 bis 56, mittlere Mast- und Saugkälber 44 bis 49, geringe Ääl.cr 35 bis 43, Mastlämmer und jünger« Mast- hämmel, Weidemast, 40 bis 45, mittlere Mast- tämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 35 bis 39: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 41 bis 44, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 42 bis 45, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 41 bis 45, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 38 bis 41 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schafe schleppend, ausverkauft: Schweine ruhig, geräumt.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 8. Juli. Die Erholung am Produktenmarkte machte heute weitere Fortschritte. Das Jnlandangebot von Drotgetreide neuer Ernte, insbesondere zur kurzfristigen Lieferung, hat sich infolge des regnerischen Wetters vermindert und verschiedentlich glaubt man, daß bei Anhalten der gegenwärtigen Witterungsverhältnisse auch das Offertenmaterial von Vrotgetteide alterßmte wieder etwas mehr Beachtung finden wird. Für Weizen und Roggen neuer Ernte bewilligten Mühlen und Händler etwa 2 Mark höhere Preise als gestern, wobei für Weizen die Tatsache stimulierie, daß bereu3 gestern nachmittag verschiedentlich Abschlüsse in Weizenmehl für die neue Campagne zustande, gekommen sind. Am Lieferungsmarkte setzte Weizen bis 1,50 Mark, Roggen bis 2,50 Mark fester ein. Weizen- und Roggenmehle zur prompten Lieferung haben bei behaupteten Preisen kleine- Dedarfsgeschäft.
Dberßeffen.
Stadtvorstand in Alsfeld.
X Alsfeld, 8. Juli. In der jüngsten Sitzung de» Stadtrate- wurde zunächst über die Errichtung der Kläranlage verhandelt. Nachdem di« ministerielle Genehmigung zur Erbauung bet Anlage erteilt ist. wurde beschlossen, mit der Ausführung der Arbeiten sofort zu beginnen. Nach dem Angebot beläuft sich die Desamtkostensumme auf rund 48 000 Mark.
Zur Wasserversorgung der Stadt wurde vom Vorsitzenden mitgeteilt, daß der im Sommer, in der heißen und trockenen Jahreszeit, manchmal austretende Wassermangel Veranlassung gegeben habe, sich mit der Beseitigung des Uebelstandes eingehend zu belassen. Di« vom Kulturbauamt gemachten Vorschläge sehen eine Erweiterung deS Hochdruckbehälter-, sowie die Legung einer besonderen Leitung nach dem Behälter und eine Ouellsassung im Gebiet der Niederdruckleitung mit verschiedenen Nebenarbeiten vor. Die Gesamtkvsten diese- Projekt- werden sich auf ungefähr 100000 Mark belaufen Die vom Kulturbauamt gemachten Vorschläge wurden zur Kenntnis genommen, doch muß beten Ausführung wegen Mangel an Mitteln in Rücksicht auf die allgemein schwierigen Wirtschafts- Verhältnisse vorerst zurückgestellt werden.
Aus eine im vergangenen Frühjahr «ingereichte Beschwerde von Al- selber Handwerksmeistern wegen Verteilung von städtischen Arbeiten war beschlossen worden, die Angelegenheit auf Grund der vom Stadtbauamt ausgestellten Nachweisungen durch eine besondere Kommission prüfen zu laufen. Die Kommission stellte die Richtigkeit der vorgelegten Aufstellungen fest, ferner, daß da- Stadtbauann bestrebt gewesen sei, die Arbeiten möglichst gleichmäßig zu verteilen. Der Dtadworstand nahm von dem Protokoll Kenntnis und billigte «S.
Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende bekannt. daß eine vom Htadlvorstand gegebene Anregung wegen Grünhung einer privaten Straßenreinigungs-Gesellschaft vom HauSbesiycrverein abgelehnt worden sei.
In der anschließenden nichtöfsentlichen Sitzung wurde über die Verpachtung des Hotel- ..Deutsches Haus" verhandelt und der mit dem seitherigen Pächter Hermann S ch m a 11 auS Gießen bestehend« Pachtvertrag auf weitere fünf Jahre erneuert.
Landkreis Gictzen.
r Alten - Duseck. 8. Juli. Der seit 1930 in unserem Dors« tätige Schulverwalter S ch« m • bet wurde ab 1. Juli mit der Verwaltung der Lehrerstelle in Ober-Seibertenrod betraut. Die Gemeint b.'baucrt den Weggang dieses Lehrers, der sowohl durch seine berufliche Tüchtigkeit, als auch durch sein stets sreundliches Wesen tm persönlichen Umgang die Wertschätzung der Einwohnerschaft des Dorfes sich erworben hatte.
bg. Großen-Buseck, 8. Juli. Ein in der Nacht nach Hause fahrender Radfahrer kam dadurch zu Fall, daß ein offenbar geblendeter Hase ihm unvermutet ins Rad sprang. Die Verletzungen des ManneS sind glücklicherweise nicht schwer.
'Bersrod, 8. Juli. Gestern vormittag ereignete sich im Anwesen eines hiesigen Landwirt- ein U n g l ü d 6 f a 11. Ein Elektriker, der mit Installationsarbeiten in ter Scheune beschäftigt war, stürzte während der Arbeit von einer etwa vier Meter ßofcen Leiter auf die Erde und erlitt dabei einen Armbruch, sowie einige leichtere Verletzungen. Der Verunglückte wurde von der Freiwilligen Sanitätskolonne Dom Roten Kreuz in Gießen nach der Chirurgischen Klinik gebracht.
k. Lang-Göns, 8. Juli. Der hiesige Gewerbeverein hielt im Gasthaus »Zum ®am- brinus" eine Werbeversammlung ab. Syndikus Röhr von der Handwerkskammemebenstell« Gießen sprach über die derzeitige wirtschaftliche Lage des Handwerks, während Geschäftsführer Kirchner (Gießen) über die Aufgaben der Beratungsstelle des DeAirksverbandes der Gewerbe- Vereine, sowie über die Abgabe der Dermögens- fteuererflärungen referierte. Zum Schluß sprach Syndikus Röhr noch über die Organisation des Handwerks im Kreise Gießen.
Kreis Friedberg.
WSN. Friedberg, 8. Juli. Heute morgen 7.45 Uhr wurde auf der Strecke Frankfurt—Friedberg zwischen Nieder-Wöllstadt und Groß-Karben der Rottenarbeiter Karl Bär aus Glauberg von einem D- 3u g überfahren und getötet. Bär hatte die Aufsicht an der Drückenumbaustelle.
KreiS Büdingen.
nd. N i d d a. 8. Juli. Gegenwärtig unternimmt der aus 100 Knabsn und Mädchen bestehende Der-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 v.H., Lombardzinsfuß 8 v. H.
IVranftun a. Dl.
Zkriln
Irtantrun a. WI.
Berlin
Schluß turt
t «Uhr- Nur-
Schluh- Iur4
Unfony flurt
edtiufe« lur<
l'Uhr» Mure
Gchluß» hir«
Anfang» riur4
Dalum
8.7.
9.7.
8.7.
S.7.
Vatvm
8.7.
9.7.
8.7
9.7.
6% Teutldx iKetdieanleibe v. 1W.
78.5
—
78,5
—
Oamburg-flmenta Patei
. t-
46.5
45
46
45.65
7% Deutsche IReidrfanleibc v. 1929
95
—
94,6
—
Hamburg-Lüdam. Tantpsschis
. o
——
94,25
—
5':°,. Doung-Anletbe von 1930 .
69,75
—
70
—
Hansa TiimpffditH . . . .
—
—
77.5
Deutsche Änl . .Iblöl.-Lchuld mii
Norddeutscher Lwyv ....
. 6
48
48,25
48.9
48,25
9uJlof.-9leCLtcn.......
50
50,1
50,1
50
A.S. für Brrkebrtwefen Akt.
—
47,75
—
t>6ne Autlos^Rechte . . .
5
—
5
4.85
Berliner Handelrgesellschaft.
6
103
—
103,25
102,5
8°o Hell. SolUflaai von 1929 , rück«ab Id. 109%)......
Cbetbtiicn Proomz-Anleihe mii
(Sommerv und Privat-Bank .
7
100.75
100,5
100.75
100,5
87,5
87,5
TarmftaBtcr und Rattonalbank 8
101,75
—
101,5
100,5
Teutiche Bank und
Autlos.-Rtchlen.......
49
—
—
—
Disconto-Gesellschaft. . .
6
100.5
—
100.5
100.5
Deutsche Romm. eammcIabL
Ttrtbner Bank......
6
100.5
100,5
100.5
100.5
An leibe Serie 1.......
8% trtanlf. Hvv.-Bank «oldpse
47
—
46,5
—
ReichSbank........
12
132,5
131,4
133
15 nokündbar di« 1935 . . . . 7% «rtonff- Hdv-.vank «oldvfe unkündbar dis 1936 Serie 16 .
98
—
—
—
fl-G.ffl...........
. 7
90
90,5
91.5
90
92
—
Bergmann........
Bektr.Lieieruntzögesellschast.
. 9 10
70,5
101.5
100
4‘<L°o ftranki. Hvv.-Bank £Iqu..
Li»: und Ätafl......
10
112,5
112
112
110,75
Pfandbriefe........
86,2
—
—
Helten 8 üluilletrame....
sy,
68
67,5
65
«!:% Rheinische Hop.-Bank-Ltau
Aefellschaft für tieltriitbe
Ololbpfe...........
8% Pr. L andeipl andbriesanstatt.
86,75
—
—
—
Uniernebmunaen ....
Rbeinische SlektnziiLt . . .
9 . 9
105^5
105,5
105.65
97.5
105
’Sfanbbtiefc R. 19......
7% Pr. San de^psandbrief anstatt.
100
100
—
Tchucken & üo.......
11
119.25
118,5
120.75
118.5
Siemens & Halöke.....
14
149.5
149
150.75
148,5
Pfandbriefe R. 10 ..... .
95,5
—
95,5
—
Vibmcgct & ty).. . . . .
12
108
106
4% OeÜerrelchifche @oI6rente . .
19,25
_
19,13
Buderus.........
. 4
40,5
_
40,5
63.5
38,75
4.20% Lesterreichiiche Silberrente
1,16
_
1,25
1.15
Teutiche Erdöl......
. 6
64
4% Unganjche Holdren» ....
16,2
—
16.25
16
Geilenkirchener......
. 9
69
68.25
69
66,5
4% Unganjche Staatsrenle v. 191t
14,5
——
14,6
Harren er.........
. 0
—
59.5
—
4K% btigl. eon 1913.....
—
—
14,5
—
Hoesm Ecken........
. 6
—
—
49.4
49.75
5% nbpeft. ©olbmeplanet von 99
9,75
—
9,9
9,5
Ilfe Bergbau.......
10
—
—
145
145
4°o Türkische Bollen leibe von 191)
4% Türkische Bagdadbabn-Anlkidc
2,5
—
2,7
Llocknenverke.......
. 6
50.5
—
50,25
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2,65
—
Mannesmann-Röbren . . .
. 6
61,75
61
61.75
61
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2,65
—
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Mansselder Bergbau ....
. 0
27,25
—
5% Rumün. verelnb. Mente 6.1903
——
—
—
C berichtet ÄeHtoerte . . .
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—
60.75
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—
14,1
5.9
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4h
10
Sc
_
44
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154.9
13,9
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. 6
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Berlin
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—
—
—
—
Bereinigte Llahlwerte .... 4
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—
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—
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Saliwerie Lalzdetfurih ... 15
187
189
192
188
.1. S. Zarben-Induktrie ... 12 Verein, chem. Industrie .tzrank»
129,5
131,25
130,75
128,75
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—
_
—
l-cheideanstalt. ......10
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—
—
—
(itolNdimiet.........O
37.5
37
37,25
35.15
RütgerLwerie........5
39,5
39
40.25
39,25
$lemllgdenf(6aft.......5
55
—
55
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Philivp tzolzniann......8
Zementwerk Heidelberg. ... 7
cementroerl ftcrlftabi.....7
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51.5
73I_5
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LSaob & Fregtag......O
25
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Stfialtbeif Padenbofer ... 15
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--
128.75
125,5
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77,75
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91
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—
—
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24
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Teutsche Linoleum.....6
59
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58,75
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——
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Leonbard Tieg.......8
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Eoeneta.........15
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227
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G rinne r..........O
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Banknoten.
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Belgifche Noten.........
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Lnglifche Noten.........
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Norwegische Noten........
Teutsch-Lesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten.........
Loanilche Noten.........
Ungarische Noten ........
Devisenmarkt Berlin -
4.217
58,80
112,61
20.49 16,487 169,46
22,11
112,62 59,145
2.498
112,94
81,72
39,72
73,30
- Frankfurt
4.237
59,04
113,05
20,57
16,547
170,14
22.19
113,06
59.385
2,518
113,38
82.04
39.88
73,60
a. M.
8. Juli
9. Juli
Amtliche «elt>
Notierung »rief
Amtliche Notierung Selb »rief
HrifingsorO . Wien. . . . Prag . . . Budapest . « Sofia . . . Holland . . Crio . . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Arres Neuyotl . . 8rüffel . . . Italien. . .
.
Lchwest . . Spanten . . ranzig. . . Japan . . . Kn de Jan.. Jugoslawien. LsslaLon . .
10,593
59.205
12.473
73,40 3,049
169,4.) 112,72 112,72 112,86
20,475
1,341
4,209
58,77
22,045 16,478
81,67- 40.03
81,89
2,081 0.315
7,437
18,68
10,613 59,325 12,493
73.54 3,055
169,77 112.94 112,94
118.08 20.515
1.345 4,217 58.89
22,085 16,518
81,83 40,11
82.05 2,085 0,317
7.451
18,72
10,593 59,195 12,472
73,38 3,051
169,55 112,72 112,72
112,86 20,475
1,330 4,209 58,77
22.045 16,478
81,67 40.06 81,89
2.081 0,314
7.436 18,68
10.613 59,315 12,492
73,42 3,057
169,89 112,94
112,94 113.08 20,515
1,334 4,217 58,99
22,035 16,518
81,83 50,14 82.05 2.085 0,316 7.459 18,72


