Ausgabe 
8.12.1931
 
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Oberheffen.

Landkreis Giehen.

£ SB l e f e cf, 7. Dez. 21m Samstagabend fand die Generalversammlung der Spar- und Darlehnskase e. ® fh.b.f). Wieseck flott, die sehr stark besucht war. Bürgermeister Scham- der als Vorsitzender des Aussichtsrats leitete die Versammlung. Oberrevisor Hartmann erstattete den Reoisionsbericht. Er ging sehr ausführlich aus die in letzter 3elt vorgenommene Revision ein und kam dabel zu dem Ergebnis, daß zu Befürchtungen überhaupt kein Anlaß bestebe. Wenn auch die Kasse, heroorgerufen durch die allgemeine Wirtschaftskrise und Geldknappheit, sowie durch einige eingegangene Verpflichtungen mit einem Ausfall rechnen müsse, so sei dies noch kein Grund, zu glauben, daß die Kasse dies nicht überwinden könne. Bei vollem Ver­trauen in die neu zu wählende Geschäftsführung müsse es gelingen, über die zur Zeit bestehenden Schwierigkeiten, in der auch andere Kassen sich be­fänden, Hinwegzukommen. Eine sehr rege Aus- spräche brachte Klarheit über manche Mängel und dürfte dazu beigetragen haben, der Kaffe das volle Vertrauen wieder zurückzuaewinnen. Einem Anträge des Vorstandes und Aufsichtsrates, die Stammanteile von 100 RM. auf 200 RM. zu er- höhen und die Haftsumme von 1000 auf 500 RM. zu ermäßigen, entsprach die Versammlung mit 220 gegen 6 Stimmen. Für den ausgeschiedenen Direktor Kolb wurde Karl Werner zum Direktor der Stoffe gewählt. In den Vorstand wurden Adolf Weller und Lehrer Schneider neugewahlt. In den Aufsichtsrot wurde Bürgermeister S ch o m - b e r wieder, und Ernst B i e r a u , Fabrikant, neu- gewählt. Nachdem noch einige geschäftliche Ange­legenheiten erledigt waren, konnte Bürgermeister S ck o m b e r die fehr sachlich verlaufene General- Versammlung schließen. Ä

LI Großen-Linden, 7. Dey. In letzter Zett wurden bei hiesigen Kleintierzüchtern wiederholt nächtliche Besuche abgestattet und Kaninchen g e st o h l e n. Auch in der vorigen Woche wurden bei einem Bewohner der DiSmarckstraße wieder vier schlachtreife Zuchttiere entwendet. Die Diebe, die mit den örtlichen Verhältnissen genau vertraut sein müllen, suchen sich fast immer die an das freie Feld angrenzenden Gehöfte auS.

0 Grüningen, 7.Dez. Bei einem in der hiesigen Feldmark abgehaltencn Kesseltrei­ben wurden 82 Hasen zur Strecke gebracht. Der Hasenbestand erwies sich, im Gegensatz zum ver­gangenen Jahre, als geringer. DaS Land­wirtschaftsamt L i ch veranstaltete im hie­sigen Rathaus einen Dortragsabend. Landwtrt- scyastSrat Dr. L e h r und ein Vertreter der Kalk- stictstosswerke hielten Vorträge über die Wirkung und die hohe Bedeutung deS Kalkstickstosfes für die Landwirtschaft. Die Vorträge wurden durch Lichtbilder ergänzt.

s. Inheiden, 7. Dez. Auch in diesem Winter finden wieder alle vierzehn Tage Betstunden in einem Schulfaal statt, da unter Dorf keine Kirche besitzt. Diele Einrichtung ist in unserem Kirchspiel Trais-Horloff sehr alt, sie läßt sich bis zum Dreißig- jährigen Krieg zurückversolgen. Die Betstunden be­ginnen in der Adventszeit und dauern bis zum Schluß der Pafsionszeit. Besonders von älteren und kränklichen Leuten, denen der Kirchweg nach Trais- Horloff (zumal in der Winterszeit) beschwerlich ist, werden diele Gottesdienste fleißig besucht. Es wird hier auch Gelegenheit gegeben, am Abendmahl teil- zunehmen.

s. AusdemHorlofftal,7. Dez. Die Fett­schweinpreise haben neuerdings im Preise etwas ungezogen das Pfund Lebendgewicht wird mit 41 bis 43 Pfennig bezahlt. Die Ferkel wer- den nach wie vor mit 6 vis 8 Mark je Stück ge­handelt.

streis Schotten.

0 Rudingshain, 7. Dez. Die Auto­linie Ulrich st einSchotten. Die_ auch durch unser Dors führt, bedarf immer größerer Zuschüsse der Garantiegemeindcn. AuS diesem Grunde beschloß der Gemcinderat in seiner letz­ten Sitzung, den Vertrag mit der Oberpostdirek­tion vorsorglich ab I. April 1932 zu kündigen. Es wäre bedauerlich, wenn diese Autover- bindung, die als einzige den oberen Vogelsberg mit der Kreisstadt Schotten verbindet, aus finan­ziellen Gründen eingehen müßte.

Kreis AlSfeld.

* Rieder-Gemünden, 7. Dez. Eine unfrei- willige Unterbrechung und zuletzt praktische Ergän­zung fand der zur Zeit hier stattfindende Feuer- wehrkursus durch einen Dachboden- brand. Im fioufe der Familie Weber war das auf dem Speicher lagernde Heu in Brand ge­raten. Dem energischen Zugreifen der hiesigen Feuerwehr ist es zu danken, daß das Feuer auf feinen Herd beschränkt blieb und nach kurzer Zeit gelöscht war.

ss. Grebenau, 6 Dez. Die Holzhauer­arbeiten haben in ollen Förstereien im Staats­wald des Forftamts Grebenau begonnen. Viele Arbeiter, auch besonder» Kleinlandwirte, haben da- durch für einige Wochen Beschäftigung und lohnen­den Verdienst gesunden. Vom Gemeinderat war auch hier die Einführung der Bürger­st e u e r beschlossen.

preutzen.

Ureis Wetzlar.

OWehlar. 7. Dez. In der .Alten Post" sand die 1. Wintervertreterversammlung der KretSbauernschaft unter der Leitung deS Vorsitzenden Georg Allmenröder (Wetz­lar) statt. Landtagsaog. Keller (Röll-Hausen) hielt zunächst einen Vortrag über daS Thema: .Die Landwirtschaft in der nationalen Kampf­front'. Heber die Lage des KreifeS sprach KrciS- tagSabg. Breil (Btskirchen). Er wandte sich ficgcn die dauernden Erhöhungen der KreiS- teucrn und gegen die Zusammenlegung von Kreissparkasse und städtischer Sparkasse. In der Aussprache wurde Protest gegen neue Lallen erhoben, die bei den heutigen Preisen und der Lage der Landwirtschaft untragbar seien. Ein­stimmige Ablehnung fand die geplante Ver- schmclzung der Krcissparkasse mit der städtischen Sparkasse.

# Ovenhausen, 6. Dezember Don der Ge­meindevertretung wurde für die Holz- fällung in diesem Winter die Lohnforderung des Holzhauermeisters Fritz, die gegenüber dem Borjahr eine 2Opro3tntigc Kürzung oorsieht, an­genommen. Die Arbeiten sollen nur non Wohl­fahrt-erwerbslosen und Krijenunterstutzungsemp- fängern durchgeführt werden.

# Dutenhofen, 6. Dez. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wurde die diesjährige Holzfällung im Gemeindewald dem seitherigen Holzhauer Karl Weber übertra­

gen. Die Vertretung sprach sich gegen einen für unsere Gemeinde evtl, geplanten Lehrer st el- le nab bau aus. Auf Grund eines Berichtes des Gemeindevorstehers über die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde sah die Ver­tretung von einer Erhöhung der Gemeindeumlagen auf die Reolsteuern und Grundvermögenssteuern, sowie von der Bürgersteuer ab. Die Vertretung nahm Kenntnis von einem Schreiben des Pres- byteriums der evangelischen Kirchengemeinde über die Beschaffung eines Bauplatzes für eine zweite Transformatorenstation. Das vom Preußischen Landwirtschaftsministerium bereitgestellte Dar­lehen von 25000 Mark für den SB a f f e r lcitungsbau der Gemeinde wurde unter An erkennung der gestellten Bedingungen angenommen.

j Hochelheim, 6. De z Die Pächter der hiesi- gen Gemeindejagd veranstalteten eine Feld- t r e i b j a g 6, deren Ergebnis sehr enttäuschte. Außer einem Fuchs, der sich merkwürdigerweise auf einem Sturzackerdrückte', wurden nur einige Hasen geschossen Die Strecke bleibt weit hinter Den­jenigen der Vorjahre zurück.

> Dornholzhausen, 7. Dez. Ein Zu­sammenstoß zw.schen einem mit Marktfrauen besetzten Omnibus der Krastpostlinie Butzbach-Hochelheim und dem Pferdefuhr­werk eine- Händlers aus Oberkleen ereignete sich am Samstagabend im hiesigen Orte, wobei das Pferdefuhrwerk einige Beschädigungen erlitt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Hessische Derkehrsfragen.

Dorstandösihung des Hessischen DerkehrSverbandes.

Der Vorstand deS Hessischen Derkehrs- verbandeS trat dieser Tage zu einer Sitzung in Darmstadt zusammen. Beim

Gcschästsbericht

wurde von dem Vorsitzenden Th Stemmeru.a. darauf hingew e en, daß die Fremdenver- kehrsftatisttk noch immer Schwierigkeiten biete. Eine weitere Ausgestaltung dieser wichtigen Einrichtung sei notwendig. Der Vorsitzende wie- weiter aut d:n Hessenkalender für 1932 hin. der e.n wertvolles Mittel dars.e le, die Schön­heiten des Landes immer weiteren Kreisen näher­zubringen. Bedauert wurde, daß der Eingang der MitgliedSbeilräge au'e.ordentlich zu wünschen übrig lasse. Denkbar ve.krhrt wäre es, wenn aus der augenblicklichen Rot d:r Zeit her­aus geschlossen würde, man könne auf eine aktive Derkehrspolitik Verzicht leisten.

Oberreg'.erungsrat Dr Krebs, drD rkehrs- refercnt im Hei.ischen Miristerium des Innern, berichtete h eraus üjer den S.and der Vorarbeiten auf Erbauung der

fjafraba-Slrafje.

Das Hauptbindern.s, das sich den Plänen ent- gegens.elle, sei noch immer der Paragraph 13 des Finanzausgleichge ct;e7, der die Ecltebung von Ge­bühren aus tf entliicn Wegen verbiete. Was die Bauwürdigkeit der Straße und ihrer einzelnen Ab­schnitte anlange, so sei hierfür in erster Linie die jeweils zu erwartende Be..ü^ung von en schei'.en- der Bedeutung. Gerade hinsichtlich der zunächst zur Ausführung vorgesehenen Teilstrecte von Frankfurt und Mainz über Darmstadt nach Mannheim und Heidelberg lägen die Voraussetzungen in dieser Beziehung besonder- günstig. Von Bedeutung sei zur Zeit insbesondere auch die starke Entlastung, d e die Inangriffnahme wenigstens einer Teilstrecke der Straße für den Arbeitsmarkt bringen würde. Gs sei berechnet worden, daß der Gesamtbau der Hrfraba-Straße an den Baustellen etwa 21 Millionen Tagewerke ermöglichen toü.de, d. h. bei g: ft red', er A rbeit d e Beschäftigung von 4? 0^0 Arbe.tern auf die Dauer von zwei Jahren. Gleichzeitig würden 20 000 Ar- beiter der Stein- und der fonftigen H.lsSindustrie

des Straßenbaues für die gleiche Zeit volle Be­schäftigung finden.

Weiter berichtete Dr. Krebs über die Neu­regelung des Kraftverkehrswesens, und Atoar sowohl deS Personen-, wie drS Güter­verkehrs. Die wichtigen und für die Gestaltung des Verkehrs gerade auch in vielen Teilen des Lande- Hessen besonders bebeutun ,-sollen Bestimmungen wurden eingehend erörtert.

Hierauf erstattete der stellvertretende Vorsitzende des Der.ehrSverbanLes, Bei erungsrat a. D. Dr. N o e f e ne r einen Bericht über ze tgemäße Pro­bleme der

Verkehrsgestaltung Der Reichsbahn.

Der Ausbau des Fahrplan -sei trotz des ®m- stes der Zeit organisch weiter zu entwickeln. So fei es hauptsächlich notwendig, schnellsahrende Züge mit 70 biS 75 Kilometer Reisegeschwindigkeit auch mit der drittenWagenklasfezuschaf­fen und den De^irkSeilverkehr besonder- pfleglich zu behandeln. In diesem Zusammenhang feien die Versuche, die mit einem neuen 6 i l - triebwagen von der Reichsbahn gemacht wor­den seien, von besonderer Bedeutung. Eine Ver­mehrung der Bezirkseilzüge, am besten durch Triebwagen, sei notwendig. In ausführlichen Darlegungen machte der Re'erent hierauf ins ein­zelne gehende Vorschläge hinsichtlich einer Anpas­sung des Personentarifs an die veränderten Zeitverhältnisse. Weiter wurde u. a. dargelegt, daß das derzeitige System der überhöhten Schnell- und Eilzugszuschläge dringend einer Revision be&ür.e, namentlich um den Ver­kehr über mittlere und weitere Entfernungen zu erleichtern. Schließlich wurde dargelegt, daß e- geboten sei, in Ergänzung zur Einzelsahrkarte und zu den Fahrtausweisen für Gesellschaftsreisen Fahrpreisermähigungen für kleinere, ge­meinschaftlich rci,enbc Gruppen einzusühren. Die Versammlung beschloß, daß die Darlegungen zur Ausgestaltung des Personentarifs in einer Denkschrift zusammenzufassen sind. Dann wurde noch über die Einführung von Reh- undDe- zirkskarten der Reichsbahn vom 1. Ja­nuar 1932 ab berichtet.

SJ.-fporl

VfB.'Gießen.

vfv. kurhessen kastel 1:6 (1:2).

Das Spiel des vergangenen Sonnlags auf dem Platz des VsB. war, im ganzen gesehen, eine reichlich einseitige Angelegenheit. Die Gäste hat­ten jederzeit das Heft in der Hand. Das Er­gebne von 6:1 überraschte nicht. Es war zu er­warten, gleichwohl man noch dis zur Pause hoffte, daß die Riederlage nicht so hoch ausfallen werde. Le.der fielen aber die VfB.er in der zweiten Halbzeit, so tote meist, wieder sehr ab. Der Platz war in sehr schlechter Verfassung und ver­hinderte eine restlose Entfaltung der Mann­schaften. Immerhin sanden sich die Kurhessen (die in der gemeldeten Aufstellung antraten) noch besser damit ab als die VfB.er; sie gingen viel weniger zu Boden (das war deutlich am Dreh zu bemerken) und fanden selbst auf der sehr glitschigen Erde immer wieder die Möglichkeit zu schnellen Starts. Immer waren die Gäste eher am Ball, griffen stets an, und wenn der Gegner den Ball hatte. Die VfB.er liehen sich dies nicht so ernsthaft angelegen sein. Ganz zu schweigen davon, daß die Kurhessen in der Kombination, in der Ballabgabe, im Spiel von Verteidigung zum Läufer und zum Stürmer wesentlich exakter waren, so daß die VfB.er schlechterdings wenig zu melden hatten. Der Sieg der Kasseler war nie gefährdet. Der Internationale Weber, der in der Verteidigung keinen Augenblick unüberlegt arbeitete, klärte bei den wenigen kritischen Si­tuationen ohne viel Aufwand an Mühe, hatte aber nach Lage der Lache nicht allzuviel Ge­legenheit, ernsthaft sein Können unter Beweis zu stellen. Ausgezeichnet waren bei den Kassela- nern der Mittelläufer und der Link-außen. Die Gäste waren fast durchweg schneller alS die Hie­sigen.

Von den Grünweihen verdient in erster Linie Balser im Tor genannt zu werden. Er hatte reich­lich zu tun. weitaus mehr al- fein Gegenüber. Er hatte einen großen Tag und verhinderte feiner Mannschaft eine höhere Riederlage. Reben ihm ist Haupt zu nennen, der aufopfernd spielte, leider aber von seinen Rebenleuten nicht immer genügend verstanden wurde. Kreß in der Ver­teidigung überraschend gut. Bingel nicht so sicher wie sonst, Knau- noch nicht widerstandsfähig ge­nug: schlecht und recht taten die anderen ihre Pflicht.

Der Spiüverlauf war, trotzdem das Spiel durchaus von den Kurhesfen bestimmt wurde, in jeder Phase interessant und die Zuschauer kamen aus ihre Rechnung. Stet- wurde flott gespielt und das Tempo vom Ansang bi- zum Schluh beibehalten. Schon itf der dritten Minute ging ein wohlgemeinter Schuß der VfB er im Degen­stoß zu einem Angriff der Kurhessen neben da« He.ligtum der Gäste, bald darauf endete aber auch ein Angriff der Kasselaner im AuS. zwei Wen für Kalle! brachten nicht- ein. Während eines anhaltenden gefährlichen Gedränge- vor dem VfB -Xot arbeiteten Verteidiger und Läufer verzweifelt. De Kurhessen lagen aber immer mehr In der Hälfte deS Platzbesitzer- und nur 1 hin und wieder gelang den Grünweihen ein Durch­

bruch, der von der gegnerischen Verteidigung sicher abgzfangcn wurde. In der 20. Minute tarnen die Kasselaner zum ersten Erfolg. Ein zügiger Angriff wurde unhaltbar mit dem ersten Treffer besiegelt. Balser muhte auherdem des öfteren eingreifen. In der 38. Minute landete ein Ball, genau placiert und scharf geschossen, in der rechten unteren Ecke. In der 40. Minute holten die Grünweihen ein Tor auf, das zugleich das Ehren­tor fein sollte. Halbzeit 2:1. In der 7. Minute nach der Pause fiel aus dem Gedränge heraus das 3. und eine Minute später daS 4. Tor für die Gäste. Der Ball ging haarscharf unter die Latte. Wohl kämpften die VfB.er noch mit Energie, bemühten sich, das Ergebnis zu halten, liehen in ihren Einzelleistungen jedoch merklich nach, während die Kurhessen nach wie vor ihre Form beibehielten und mit zwei weiteren Toren (ein Elfmeter dabei) da- Schicksal der VfB.er be­siegelten.

Das Spiel wurde sehr fair au-getragen, der Schiedsrichter hatte kein schweres Amt und ent­schied korreft. Da- Publikum nahm lebhaften An­teil. Die VfB.er nahmen die Riederlage gegen die fähige Mannschaft der Kurhessen mit Würde hin.

Aus dem Turngau Hessen OT.

Sine Dezirksvortumerstunde des 5. Bezirks, Die am Sonntag unter Leitung von BezirkStumwart W. L a n g (Lang-DönS) in Bad-Rauheim statt­sand. war gut besucht. Beschlossen wurde, das Wintergeräte-Wetturnen deS Bezirk- anfangs März in Butzbach oder Bad-Rauheim durchzu­führen und das volkstümliche BezirkStumsest im Juni im Bad-Rauheimer Hochwald zu veran­stalten. Am 10. Januar findet in Friedberg eine Verein--Führertagung (Vorsitzende und Turn­warte) statt.

(Serätewefffampf in Waldgirmes.

Die Turnvereine Gräfenhausen bei Darmstadt, Lollar und Waldgirmes trafen sich am Samstag­abend hier mit je einer Mannschaft von sechs Turnern zu einem Wettkampf am Pferd. Barren, Reck und einer Äürfrciübung. Als Kampfrichter amtierten die Turnwarte Leib aus Krofdorf. Rinn aus Heuchelheim und Schlicht au» RiedergirmeS. Die höchste Punktzahl mit 586 erreichte WaldairmeS. eS folgten Lollar mit 573 und Gräsenhaufen mit 572. Die drei besten Sinzel- kämpfer waren Brücher (Gräfenhausen) mit 112, Wilhelm Ferber (Waldgirmes, mit 106 und Ludwig Hettche (Lollar) mit 103 Punkten. Die zahlreichen Zuschauern Verfolgten den span­nenden Wettkampf mit großem Interesse.

Arbeiter-Turn' und Sportbunb.

Erbstadt I Gießen I 6:4.

Gießen weilte zum vorletzten Kreisklastenspiel in Erbstadt. Die Gäste lagen bald mit zwei Toren in Führuna. Durch einen Eckball kam Dann Erbstadt zum ersten Tore und konnte bis Halbzeit auf 3.2 erhöben. Rach Der Pause kam ErbstaDt wieder etwas mehr auf und konnte zwei weitere Tore erzielen, denen Gießen nur eines entgegenzusetzen vermochte. Bis Schluß gelang es jeder Mannschaft noch je ein­mal erfolgreich zu fein.

wieseck I Heuchelheim I 2:1.

Die Mannschaften, beide komplett, lieferten sich ein flottes Spiel. Wieseck konnte durch einen Stopf* ball in Führung gehen. Dann brachte Heuchelheim eine schärfere Rote in» Spiel. Bi» Halbzeit blieb es beim Stande von 1:0. Rach dem Wechsel lag Wieseck mehr im Angriff und nur da» geschickte Abseitssviel der Gaste zerstörte Die schönsten Angriffe der Ein* heimischen. Auf der Gegenseite unterband die sichere Abwehr jeden Erfolg. Schließlich kam Diefeck zu einem zweiten Tor und erst kurz vor Schluß konnte Heuchelheim durch einen Strafftoß ein Tor aufholen.

wieseck U Großen-Linden I 4:1.

Da» Spiel ging um Die Bezirksmeifterschaft der zweiten Be;irk»klaste. In einem flotten Spiel ging Wieseck bald in Führung. Je ein Elfmeterball auf beiden Seiten wurde verschossen. Auch die Ecken brachten nicht» ein. Erst für) vor Halbzeit stellte Wie,eck das Resultat auf 2:0. Rach dem Seiten­wechsel erzielte Großen-Linden das einzige Tor. Wieseck wurde nun etwa» überlegen und konnte durch technisch desiere» Spiel noch zweimal erfolg­reich fein.

Londorf I Saufen I 1:1.

Leide Mannschaften, Gruopenmeister, standen sich in Londorf gegenüber. Die Gaste zogen e» aber vor, da sie nicht komplett anwesend waren, Londorf die Punkte kampflos zu überlasten. Ein Freundschafts­spiel zwischen beiden Mannschaften ausgetragen, endete 1:1.

Gießen Jugend wieseck Jugend 1:2.

Im Schlußspiel um Die Meisterschaft Der Jugend« klasse spielten diese Mannschaften auf Dem Trieb. Die Wiesecker lieferten mit zehn Mann den Gieße­nern ein gleichwertige» Spiel und gingen zuerst in Führung. Bei 'Halbzeit stand da» Spiel 1:1. Rach Der Pause war Wieseck mehr im Vorteil unD über« nahm abermals Die Führung. Nachdem von jeder Partei ein Spieler das Feld verlassen mußte, wurde Gießen etwas überlegen, konnte jedoch bi» zum Schluß nichts zählbares mehr erreichen. So wurde Die 1. Jugend von Wieseck Bezirksmeister Der Iu- genDklafse.

Großen-vuseck I Lollar I 3:3.

In einem ausgeglichenen Spiele lag Lollar bei Halbzeit 3:1 in Führung. Rach Dem Wechsel war Großen-Duseck etwas im Vorteil unD konnte bi» zum Schluß Den Ausgleich herstellen.

Caunebad) I Kinzenbach I 3:4.

Die Gegner standen sich in Launsbach gegenüber. Bei Halbzeit lag Launsbach mit 3:1 in Führung. Rach Der Pause stellten aber Die Gäste Den Ausgleich her unD erzielten kurz vor Schluß Das Siegestor.

Amtsgericht Gießen.

Am 13. Juli L 3. hatte sich in einem Nachbarort eine größere Anzahl Nationalsozialisten versammelt, um, wie die beiden Angeklagten im Gegensatz zur Anklage behaupten, an einem sog. Sprechabend teil- zunehrncn. E» mögen 100 Mitglieder Der national- sozialistischen Ortsgruppe in Dem Versammlungslokal gewesen sein; außerdem waren etwa 20 Nichtmit- glieder, Angehörige und Der Bewegung Nahe­stehende, erschienen, und zwar auf besondere schrift­liche Einladung. (Einberufer der Versammlung und Deren Leiter war Der Ortsgruppenführer. Dieser unD der Redner de» Abends wurden der Verletzung der Paragraphen 1 und 2 der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten zur Bekämpfung Der politischen Ausschreitungen vom 28. März 1931 angeklagt, denn In Wirklichkeit soll es sich nicht um einen internen Sprechabend, sondern um eine verbotene öffent­liche Versammlung gehandelt haben. Die beiden Angeklagten verneinten aber entschieden den öffent­lichen Charakter Der Versammlung, unD die Beweis­aufnahme gab ihnen recht. Das Gericht erachtete es auf Grund derselben für feftgefteUt, daß die Der­fammlung auf die Mitglieder Der Ortsgruppen be­schränkt gewesen ist. Cs war Der Ansicht, daß hieran Die Tatsache Der an Nichtmitglieder ergangenen Ein> laDungen nichts geändert hat, denn Deren Umfang und Die Art unD Weise ihrer Abfassung gab keinen Anlaß zur Annahme, es habe sich um eine Um­gebung Der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen gehandelt. Es steht vielmehr unzweideutig fest, daß Die Teilnahme an der Versammlung nur einem in­dividuell abgegrenzten Personenkreis und nicht einer unbestimmten, unkontrollierbaren Menschenmenge zustand. Die Kontrolle der Einladungen, wie über­haupt diejenige des Zutritts zum Versammlungs­lokal, hatte der Ortsgruppenführer, dem die voraus- sichtlichen Besucher der Versammlung bekannt waren, selbst in die Hand genommen. Auch hatte dieser vor Beginn derselben bekanntgegeben, die Ver­sammlung sei keine öffentliche, und Nichtmitglieder und Uneingeladene hatten bas Lokal zu verlassen. Zur Annahme, daß dies wider besteres Wissen, etwa jur Täuschung der Aufsichtsvrgane, geschehen sei, ehlte jeder Anhalt. Beide Angeklagte wurden freige- prochen.

Zwei Kraftfahrer, denen wegen vorschriftswidrigen Fahrens Strafbefehle zuaegangen waren, hatten mit ihren Einsprüchen kein Gluck. Sie wurden auch im neuen Verfahren, diesmal nach vorausgegangenen Beweisaufnahmen, zu den üblichen (BelDftrafeii ver­urteilt. Der eine, ein Motorradfahrer, war ohne ausreichenden Anlaß auf der Landstraße ein Stück Wegs links statt rechts gefahren. Zu feiner Anzeige wäre es wohl nicht gekommen, wenn er bei dieser Gelegenheit nicht einen Fußgänger umgefahrett hätte. Dieser i^lte allerdings selbst unvorsichtig ge­handelt, indem er kurz vor dem Motorradfahrer plötzlich vom Bankett aus die Fahrstraße betrat, um dort eine Mütze aufzuheben. Der andere ein Auto­fahrer, hatte ebenfalls aus unzureichendem Anlaß Die Kurve Kirchenplatz Schulftraße, also an belebter Stelle, nicht nach Vorschrift im weiten Bogen, son- Dern vorschriftswlbrig allzu kurz genommen.

Wietzener Wochen Marktpreise.

Gießen, 8. Dex. Ss kosteten auf Dem heu­tigen Wochenmarkt Das Pfund: Kochbutter von 1 Mart an; Butter 120 bi» 130; Matte 25 bi« 35; Käse (10 Stück) 60 bis 143; Wirsing 7 bl« 8; Weißkraut 5 bi« 6; Rotkraut 7 bi« 8; gelbe unD rote Rüben 8 bl« 10; Spinat 15 bl« 20; Untcr-Kohl- rabi 5 bi« 6; Grünkohl 10 bl« 12; Rosenkohl 15 bi« 20; FelDsalat 80 bi« 100; Tomaten 40 bis 50; Zwiebeln 10 bi« 12; Meerrettich 35 bi« 70: Schwarzwurzeln 25 bi« 35; Kartoffeln 4; Aepsel 8 bl« 10; Birnen 8 bi« 10; Dörrobst 30 bl« 35; Enten 80 bl« 100; Honig 40 bl« 50; junoe Hähne 80 bi« W; Suppenhühner 70 bi« 80; Rüste 35 bl« 40: Da« Stück: Tauben 50 bi« 60; Sier 14 bi« 15; Blumenkohl 20 bi« 60: Endivien 8 bi« 10; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bi« 10; Rettich 10 bi« 15; Sellerie 10 bi« 40 Pfennig; der Zent­ner: Kartoffeln 3 bi« 3,50; Replel 4 bi« 7; Weiß­kraut 3 bi« 3,50: Wirsing 4 bi« 5; Rotkraut 4 bi« 5 Mart; Gänse 70 bi« 80 Pf. Da« Psunb.

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