Ausgabe 
8.12.1931
 
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der pMschen 31 angcklagt, denn um einen internen erbotene vsse.ni- baden. Die beiden schieden den öfsent- ig, und die Veweir« is Gericht erachtete gestellt, daß die Der­er Ortsgruppen be- Ansicht, daß hieran Ser ergangenen Ein- >enn deren Umfang bfail'ung gab keinen sich um eine urn- chen Bestimmungen i zweideutig seit, datz ilung nur einem m- kreis und nicht einer en Menschenmenge labungen, wie to«-

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Der Auftakt im neuen Hessischen Landtag.

Abg. Dr. Werner (NSDAP.) Landtagspräsident, Zentrum und Sozialdemo­kraten stellen die Vizepräsidenten. Rücktritt des Kabinetts Adelung.

Darmstadt, 8. Dez. (IBSJl. Drahtmcldung.) Der hessische Landtag trat heule um 12 Uhr zu seiner konstituierenden Sitzung zu­sammen. Bei der Eröffnung waren die Zuschaucr- tribünen sowie die Pressetribüne dicht beseht.

Alterspräsident Rektor Winter (Zentrum) er­öffnete die Sitzung mit der Ramensfeststellung. Wit Ausnahme des durch die voxheimer Affäre bekannt- gewordenen nationalsozialistischen Abgeordneten Schäfer, der sich mit Krankheit entschuldigt hatte, waren alle Abgeordneten erschienen. Der Alters­präsident wies die Abgeordneten auf die beispiellose wirtschaftliche Rot des deutschen Volkes, besonders aber des Hessenlandes hin und verlangte von ihnen, datz sie die vom Volke übertragenen Verpflichtungen unter hintanslellung parteipolitischer Gegensätze sachlich und restlos zu erfüllen hätten. Als der zum provisorischen Schriftführer berufene nationalfozia- listische Abgeordnete Dr. I v e r s dem Alterspräsi­denten die Hand nicht gab, fielen zahlreiche hörtk- Hörtk-Rufe. Ls folgte dann

die Wahl des Landtagspräfidenten

Der nationalsozialistische Fraktionsführer Lenz beanspruchte diesen Posten für die stärkste Partei, dieheute nur noch Existenzberechtigung habe". Die Abstimmung ergab: für den nationalsozialisti­schen Abgeordneten Dr. W e r n er 40 Stimmen, für den früheren Landtagspräsidenten Delp (So}.) 16 Stimmen und für den Kommunisten Keil 12 Stimmen. Damit hat der Abgeordnete Werner die absolute Mehrheit ethalten. Er erklärte, datz er die Wahl annehmc. Als er den Platz des Alterspräsidenten einnimmt, bricht die national­sozialistische Fraktion in Heilrufe aus. Präsident Dr. Werner erklärt, er werde sich bemühen, im Rohmen dessen, was der Landtagspräsident zu tun habe, seine Pflicht zu tun, so sachlich und un- parteiisch wie sein Amt es erfordere. Als Vertreter der größten Partei Deutschlands und des Hauses werde er gemäß den Grundsätzen seiner Partei auf legalem Wege das tun, was unter der Hand des Präsidenten gesetzgeberisch zu formen bleibe. Bei der

Wahl des ste vertretenden Präsidenten war eine Stichwahl zwischen dem Ienlrums- abgeordneten w e ck l e r und dem Sozialdemokraten Delp erforderlich, w e ck l e r wurde mit 37 Stim­men gewählt, während Delp nur 21 St.mmen erhielt. Als zweiter stellvertretender Präsident wurde dann der Abg. Delp (So}.) gewählt. Die Rational­sozialisten enthielten sich hier der Stimme.

Die Demission der Regierung.

Nachdem noch die Schriftführer bestimmt worden waren, gab Staatspräsident Dr. Adelung fol­gende Erklärung ab:

Auf Grund des Art. 37 der Verfassung vom 12 Dezember 1919 stelle ich die A em ter der

Mitglieder des Gesamt mini st eriuws dem neugewählten Landtag zur Ver­fügung und erkläre, datz das Gefamtminifterium entsprechend Art. 38 Abs. 2 der Verfassung die Staatsgeschäfte so lange fortsühren wird, bis der Landtag den Staatspräsidenten neugc- wählt und die von diesem berufenen Mitglieder des Gcsamtminisleriums bestätigt hat."

Präsident Dr. Werner teilte daraufhin mit, daß die Rotionalsozialisten eine Beratungs­pause verlangten, um einepolitische Aktion" vor­nehmen zu können. Gegen diesen Vorschlag erhoben nur die Kommunisten Widerspruch. Die Sitzung wurde dann auf 14.30 Uhr vertagt.

Die Grundzüge der neuen Notverordnung.

Berlin, 8. Dez. (ERB. Funkspruch.) Mit der Veröffentlichung der Rotverordnung ist erst im Laufe des Abends zu rechnen. In großen Zügen läßt sich von ihr sagen, datz sie sich in vier haupl- gebiete gliedert: Das ist erstens das Problem der Preissenkung, das nicht nur die einschlägigen privatwirtschafllichen Fragen, sondern auch die Senkung der öffentlichen Tarife und so auch der Mieten umfaßt, hierzu gehört natürlich auch die Ernennung des preissenkungs- k o m m i s f a r s mit besonderen Vollmachten. Man rechnet jetzt sicher mit der Ernennung des Leipziger Oberbürgermeisters G ö r d e l e r. Das zweite Haupt­problem, das mit der Preissenkung ja eng zusam­menhängt, liegt in der Gestaltung der Ge­hälter und Löhne. Die Beamten werden mit einer Senkung der Grundgehälter um 9 v. h. und die staatlichen Angestellten und Arbeiter um 10 v. h. zu rechnen haben, und zwar voraus­sichtlich ab 1. Februar 1932. Die Gehäl- t e r und Löhne in der Privatwirtschaft sollen auf den Stand vom 10. Januar 1 9 2 7 zurückgeführl werden, wobei gegen un­billige Härten eine Berufung an den Schlichter möglich gemacht wird. Der dritte Fragenkomplex bezieht sich auf die Sicherung der öffent­lichen haushalte, hierunter fällt ja schon die Einsparung bei den Personalausgaben. Dazu kommt die Erhöhung der Umsatzsteuer von 0,85 a u f 2 v. h., von der übrigens wahrscheinlich d i e Lebensmittel und die Kapital­ertragssteuer ausgenommen werden dürften. Schließlich enthält die Rokverordnung auch noch eine Reihe politischer Bestimmungen, die der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ord­nung dienen. So war von der Kontrolle des Waffenbesitzes, einem generellen llniform- verbot, verskärkler Sicherung gegen Landesverrat und dem politischen Burgfriede für die Weihnachts­zeit die Rede. Der Reichskanzler wird heute abend um 9 Uhr darüber im Rundfunk sprechen.

Wirtschaft.

* Holländisches Schuhkomitee für Inhaber deutscher Obligationsan­leihen? Wie aus Amsterdamer Börsenkreisen verlautet, sind in Holland zur Zeit Bestrebungen im Gange zur Errichtung eines Schuhkomitees- sur die Inhaber deutscher Obligationsanleihen. Auch der Amsterdamer Börsenvorstand beschäftigt sich mit dieser Frage und macht den Bersuch, mit aus­ländischen Organisationen, die den Schuh der Interessen der Besitzer deutscher Wertpapiere be- zwecken, eine enge Fühlungnahme herzustellen.

' Allgemeine Elertrizitätsgesell- schäft (AEG). Berlin. In der Aufsichts­ratssitzung dec AEG. wurde mitgeteilt, datz der Umsatz der AEG. im abgelaufenen Geschäftsjahr sich auf etwa 370 Mill. Mk. belief, d. h. um rund 30 Prozent zurückgegangen ist. Durch den Aus­fall von Investierungen von Staat. Kommunen und Lndustr.e k)r.n!.n die Werke nicht ausreich:nd beschäftigt werden. Auch werden durch die inter­nationale Krise und die neuen Zollmauern die Exportmöglichkeiten mehr und mehr behindert. Die Berwaltung war bemüht, die Gesamtorgani­sation des Unternehmens dieser Sachlage anzu­passen. Sie mutzte infolgedessen zu einer Reduk­

tion aller Kosten, somit auch der Personalaus- gaben, schreiten. Diese Maßnahmen sind mit weitgehender Wirkung durchgeführt worden, konn­ten sich jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht so schnell auswirken. Die im Gange befindlichen Bilanzarbeiten werden voraussichtlich, nach Vor- nahme der ordnungsmäßigen Abschreibungen, einen Betriebsverlust ausweisen. Die Finanzlage ist zufriedenstellend.

* Bereinigte E le k t r i z i t ä t s - und B e r g w e r k s - A G., B e r l i n. Die Bereinigte Elektr'.zitäts- und Bergwerks-AG., Berlin (B:ba), die Dachgesellschaft der vier großen Wirtschafts­unternehmungen Preußens, legt den Abschluß für das am 30. Iuni abgelaufene dritte Ge­schäftsjahr vor. Die Erträgnisse aus Beteiligun­gen betrugen 12,62 Mill. Mk. (17,23 Mill. Mk. in dem das 1. Ha bjahr 1630 umfassenden zweiten Ge­schäftsjahr). Aus dem Reingewinn von 11,49 Mill. Mk. (15,02) werden nach Abführung von 0,58 (0,76) an die gesetzliche Reserve 4 (6) Pro­zent Dividende ausgeschüttet. 66 417 Mk. (64 162) werden vorgetragen. Die Berringerung des Er­trägnisses wurde durch Dividendenrückgänge bei einigen Beteiligungsgesellschaften verursacht.

Oie deutschen Börsen.

Stärkste Zurückhaltung in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 7. Dez. Zum Wochen­beginn herrschte im telephonischen Freiverkehr wie­der st ä r k st e Z u r ü ck h a l t u n g. Die Speku­lation verhielt sich im Hinblick auf die bevor­stehende Beröffentlichung der Rotverordnung sehr abwartend, zumal über einzelne Punkte ziemliche Ungewißheit besteht. Die Tendenz neigte für A k - t i e n eher zur Schwäche, da nennenswerte An­regungen nicht Vorlagen, mit Ausnahme der festen Reuyorker Börse, die aber fast ohne Eindruck blieb. Bei kleinem Umsatz ergaben sich überwie­gend Kursverlust: von 1 Prozent. Stärker angeboten waren wieoer Reichsbankanteile, die etwa 2 Prozent einbühten. Bon Elektroaktien la­gen AEG. mehr im Angebot, was einen Rückgang von etwa 1,52 Prozent zur Folge hatte Ueber den AEG.-Abschluß war man zwar geteilter An­sicht, doch hat er in hiesigen Dörsenkreisen über­wiegend verstimmt, vor allem wegen des zu er­wartenden Betriebsverlustes. Die übrigen Elek­trowerte und I.-G.-Farben gaben gegen die er­holten Kurse vom Samstag bis zu 2 Prozent nach. Montanwerte lagen uneinheitlich, im ganzen ,e- doch nur wenig verändert und bei geringem Ge­schäft. Bankaktien lagen geschäftstos.

Am Rentenmarkt trat heute eine merkliche Beruhigung ein, da die Abgaben fast aufgc- hört haben und auch das noch herauskommende Material glatt ausgenommen wurde. Auf kleine Käufe und Rückdeckungen konnten sich 8prozentige Goldpfandbriefe, die besonders stark gedrückt waren, fast überall um 12 Prozent erholen: 7prozentige Goldwerte lagen dagegen vernach­

lässigt. , Auch Liquidationspfandbriefe begegneten einigem Interesse, so datz sich ebenfalls leichte Besserungen einstellten. Reichsschuldbuchforderun­gen waren zu etwa 1 Prozent höherem Kurse ge­sucht, ebenso machte sich für Altbesitzanlcihe bessere Rachfrage bemerkbar. Kommunale Werte ohne Geschäft. I.-G.-Farben-Bonds zogen zirka 1 Pro­zent an, wobei die leichte Erholung der deutschen Bonds an der Reuyorker Börse nicht ohne Em- fluh blieb. Für Auslandsrentcn bestand nach wie vor kein Interesse.

Tagesgeld war zu 7,5 Prozent ziemlich leicht.

Gewisse Beruhigung in Berlin.

B e r l i n , 7. Dez. (WTB. Funkspruch.) Im heu­tigen telephonischen Fceiverkehr konnte man in den Bormittagsstunden eine gewisse Beruhi­gung feststellen. Die weitere Erholung der deutschen Werte in Reuyork wurde als ein gutes Zeichen angesehen, und auch sonst schien man hinsichtlich der Rotverordnung etwas zuver­sichtlicher gestimmt zu sein. Man sck^int sich die SPD. geneigter machen zu wollen, in dem man von einer Senkung der Einkommen­steuerfreigrenze absieht, auch soll eine allgemeine lOpro^entige Mietsen­kung eintreten. An eine Kapitalertragssteuer wird auch nicht mehr gedacht, doch wird allerdings hierfür eine einmalige lOprozentigc Kupon­steuer geplant. Letztere würde natürlich in erster Linie für die festverzinslichen Werte von Bedeu­tung sein da die Mehrzahl der Aktiengesellschaf­ten in diesem Iahre doch keine Dividende zahle. Man konnte zunächst für Aktien ein gewisses

Stühungsbedürfnis feststellen und nannte gegen gestern abend leicht befestigte Kurse. Farben erholten sich anfangs um etwa 1 Proz., d. h. ihr Berlust hatte gestern abend 2 Proz. betragen, wo­bei man einmal von Glattstellungen bei der Liqui­dationskasse und zum anderen von Tauschorders gegen Farbenbonds sprach. An den übrigen Märk­ten waren die Kursveränderungen heute sehr trüb. Bankaktien lagen behauptet: von Elektropapieren waren Siemens und AEG. weiter auffallend wider- tandsfähig, während Schubert und Licht & Kraft bereits wieder eher etwas zur Schwäche neigten. Montanwerte zeigten ruhige Tendenz, für Kunst- eideaktien bestand eher etwas Interesse. Am> Markt der festverzinslichen Werte blieben die Deränderungen gering, nur Reichsbahnvorzugs­aktien schwächten sich um zirka 2 Prozent ab. Im Berlaufe des Bormittags wurde die Tendenz aber allgemein schwächer. Die Meldung eines Mittagsblattes, datz die Rotverordnung auch eine Zwangskonvertierung der Zinsen vorsehc, verstimmte und löste bei der Spekulation Abgabeneigung aus. Man wollte auch wissen, datz heute die deutschen Werte in der Schweiz wieder schwächer seien und brachte dies in Zusammenhang mit den Baseler Verhand­lungen, die scheinbar für Deutschland nicht ge­rade günstig ständen. Es hatten sich ja bereits am gestrigen ersten Berhandlungstage verschiedene Schwierigkeiten gezeigt, die aber doch wohl haupt- ächlich politischer Ratur waren. Die Kurse der Aktienwerte verloren daher meist wieder ihre ersten Gewinne und gingen teilweise noch unter das gestrige Abendniveau zurück. Bemerkens­wert schwächer lagen hierbei Bankaktien.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem heutigen Rinder-Ruhvieh- marktinGießen standen 828 Stück Grotzvieh, 96 Fresser und 194 Kälber zum Berkaus. Cs kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe (1. Qualität) 300 bis 400 Mk., (2. Quali­

tät) 200 bis 275 Mk., (3. Qualität) 100 bis 180 Mark: Schlachtkühe 50 bis 250 Mk.: Rin­der (halb- bis dreivierteljährig) 60 bis 130 Mk., (dreiviertel- bis zweijährig) 80 bis 200 Mk., (tragend) 180 bis 300 Mk. Marktverlaus: schleppend.

Devlsenmarkk Berlin Frankfurt a. M.

/.Dezember

8. Dezember

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

fflfID

artet

Geld

Briet

Helsingsor» .

7.093

7.107

6,993

7,007

Wien...

58,94

59,06

58,94

59,06

Prag . . .

12,47

12,49

12,47

12,49

Budapest . .

73,28

73,42

73,28

73,42

Golla . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

169,68

170,02

169,93

170,27

C6U> ....

75,17

75.32

74,68

74,82

Aovenhagen.

75,67

75,83

75,17

75,33

Stockholm .

75,67

75.83

75,17

75,33

London. . .

/ 13,73

13,77

13,66

13,70

Buenos Airei

1,018

1,022

1,008

1,012

Neunort . .

4,209

4.217

4,209

4,217

Brügel. . .

58,49

58,61

58,49

58,61

Italien. . .

21,28

21,32

21,28

21,32

Parisi . . .

16,48

16,52

16,48

16,52

Schweiz . .

81,77

81,93

81.77

81,93

Svcmlen . .

35,06

35,14

34.61

34,69

Danzig. . .

82,02

82,18

81,97

82.13

Japan . . .

2,058

2,062

2,058

2,062

Siro de Ian..

0,242

0,244

0,244

0,246

Jugoslawien.

7,393

7,407

7,393

7.407

Üiliation . .

12,49

12,51

12,49

12,51

Banknoten.

Berlin, 7 Dezember

Geld

Dries

oimertkainickie Noten .......

4,20

4,22

Relpttche Noten . ........

58,33

58,57

Däniiche Noten .........

75,50

75,80

Englische Not.'n .........

13,69

13,75

'Hüten

16,46

16,52

JpollänbMdje Noten ........

169,31

169,99

Italienische Noten........

21,26

21,34

Norwegische Noten........

75,00

75,30

Teutsch-Leslerreich, 1 1OO Schilling

Rumänische Noten........

2,48

2,50

P.ctiroeblldie Noten........

75,50

75,80

Schweizer Noten. ........

81,59

81,91

Svanilckie Noten. ........

34,83

34,97

Ungarische Noten........

Reichsbankdivkonl 8 v. £)., Lombardzins

10 v. h

Neuer Rückschlag des Pfunds.

An den internationalen Devisenmärkten hat das Pfund heute wieder einen starkenRück- schlag erlitten. Rachdem es am Samstag mit 3,3025 gegen den Dollar geschlossen hatte, er­öffnete es heute mit 3,28, um sich gegen Mittag aus 3,2425 abzuschwächen. Gegen den Gulden ging das Pfund auf 8,09 zurück, gegen Zürich auf 16,85, gegen Paris aus 82" '8. Der Dollar war im Zusammenhang mit den Goldverschiffungen kräftig erholt und zog in Amsterdam auf 248,35, in Zürich auf 514,75 und in Paris auf 25,52 an. Die Reichsmark lag international weiter abgeschwächt: sie ging in London auf 14,18 (heute morgen 143/«) zurück, in Amsterdam auf 57,47, in Zürich auf 119 und in Paris auf 588 (letzte Rotiz vor einigen Tagen 605). Der

französische Frank war allgemein fester. Die Rorddevisen behaupteten sich, ebenfalls die Südamerikaner.

Am Rachmittag war das englische Pfund häufigen Schwankungen unterworfen, es schloh aber leicht erholt. Gegen den Dollar stellte es sich auf 3,26'/«, gegen den Gulden auf 8,08, gegen Zürich auf 16,7750 und gegen Paris auf 83,18. Der Dollar war vorübergehend aus­gesprochen schwach, doch konnte er sich am Spät­nachmittag wieder befestigen. Die Reichsmark war weiter gedrückt, in London stellte sie sich auf 14,20, in Amsterdam auf 56,60, in Zürich auf 117,50 und in Reuhork auf 23,00. Die Rorddevisen waren knapp behauptet, der französische Frank war gut gehalten.

Neues für den Bücheriisch.

Dasil Carey:Schätze der Süd- s c e". Avalun-Berlag, Hellerau bei Dresden. (268) Ein Roman aus der Südsee und dabei eine reichlich derbe Geschichte aus den Kreisen der Händler und Schissahrer, der in den Ge­filden der Südseearchipel nach mancherlei Werten lahnden, um damit ihre Geschäfte zu machen. Diesmal geht es aber weniger um Gold, Edel­stein oder um Perlen, sondern um Ambra, jenes merkwürdige organische Produkt des Pottwals, das in der Parfümerie einen vielbegehrten Stoff darstellt und wegen seines seltenen Vorkommens teuer bezahlt wird. Um Ambra geht der Kampf zwischen einigen Händlern, ein Kampf, der harte Formen anninrmt und Mord im Gefolge hat, aber schließlich doch zugunsten jener endet, die die Würdigeren find. Die tropische Landschaft der Eüdseeinseln gibt dem sehr unterhaltsam und spannend geschriebenen Roman den lebendigen und wirkungsvollen Hintergrund.

Die Hessische Gemeindeordnung. Die neue Hessische Gemeindeordnung vom 10. Juli 1931 erschien in der amtlichen Aus­gabe des Hessischen Staatsyerlages, Darmstadt. Die handliche Broschüre, der das gleichzeitig ver- öfsentlichte Zweckverbandgeseh beigegeben ist, ist zu einem Preis erhältlich, der der Geldmittel­knappheit voll Rechnung trägt. Vom Verlage be­zogen kostet das in festen Karton gebundene Stück 80 Pf., wozu bei Postversendung 10 Pf. Freige­bühr kommen.

Lor und hinter den Kulissen. Von Franz S e l d t e. (Verlag K. F. K o e h l e r , Leipzig, ©ebb. 4,80 Mark. 504) Es wird nur wenigen bekannt fein, daß Franz Seldte, der erste Sun«

dcsführer des Stahlhelms bereits im Kriege im politischen Dienst der Obersten Heeresleitung Erfah­rungen sammeln konnte. Sein neues Erlebnisbuch ist nicht nur wegen der Persönlichkeit des Verfassers, sondern auch deshalb von größtem Interesse, weil es Einblick in einen Zweig des Krieges gewährt, der bisher noch nicht geschildert ist: Die Beeinflussung des neutralen Auslandes durch Bild und Film und die Tätigkeit der Frontfilmtrupps, die das wertvolle Material hierfür beschaffen Die Leser der Kriegs­bücherM. G. K." undDauerfeuer" wissen, daß Seldte sich in den Schicksalen desOberleutnant Stahl" eigenes Erleben vom Herzen schreibt. Kaum von schwerer Verwundung genesen, im Begriff zu feiner Kampfdivision zurückzukehren, erhältOber­leutnant Stahl" einen Ruf in das von der Obersten Heeresleitung neu gegründete politische und mili­tärische Amt. Reisen in neutralen Ländern, im Pro­paganda. und Abwehrdienst, weiten ihm, dem alten Frontsoldaten, den Blick, zeigen ihm daß die Front nur ein kleiner Ausschnitt des vielseitig gelagerten Kampfes ist. der den Erdball umtobt. Als Führer eines Frontfilmtrupps erlebt er zwischendurch die interessantesten Episoden beim Durchbruch der Jta- lienfront 1917 und bei den Frühjahrsschlachten im Westen 1918. Die Entscheidung steht auf des Messers Schneide. Schmerzlich empfindet er die Spuren des Zusammenbruchs im Herbst 1818 im Ausland. Ein Aufruf zum Gegenstoß am 9. November bleibt leider ohne Erfolg, am 13. November gründet er mit sieben Mann den Frontkämpferbund. Damit klingt das in sich geschlossene Buch und bas breibänbige Kriegs­erlebnis Franz Selbtes aus. Dem außerordentlich spannenben Buche kann man eine gute Empfehlung mit auf ben Weg geben.

Buntes Allerlei.

Gchmerzbetäubung durch Chorgesang.

Der Naturmensch ist infolge ber engen Gemein­schaft, in ber er mit seiner Sippe unb seinem Stamm lebt, von den Einflüssen ber Umwelt ftär- ter abhängig, als ber zivilisierte Europäer, ber sich viel mehr als Einzelwesen fühlt. Wie weit biefe Einwirkung ber Masse geht, bas zeigen Mitteilun. gen über ärztliche Behandlung ber Eingeborenen von Westafrika, bie Dr. F. Ronnefe 1 bt aus Sierra Leone berDeutschen Mebizinischen Wochen­schrift" zugesandt hat. Die kollektive Einstellung geht so weit, baß man sic sogar zur Schmerzbetäu- bung benutzt.Die Eingeborenen hier", schreibt ber Verfasser,flehen einer Narkose noch mißtrauisch gegenüber, obwohl sie sich ins Unvermeibliche fü­gen, wenn es nicht anbers geht. Sie sind auch be­reit, einen nicht allzu langen schmerzhaften Eingriff über sich ergehen zu lassen, wenn sie sich baburdj eine tünstlilye Betäubung ersparen können. Die Angehörigen, bie den Kranken während der Ope­ration stutzen unb festhalten, sprechen bann im Chor kurze melobische Sätze mit sehr starkem Rhyth­mus, sobald sie erkannt haben, bah ich beim schmerz­haften Teil ber Arbeit angelangt bin. Das erinnert sehr an ben Gesang einer Rubermannschaft. Bei jebem Anstieg bes Rhythmus strafft sich ber Körper des Kranken, was wohl eine kurze anhaltenbe Be­täubung bes Schmerzes hervorrust, bic sofort nach­läßt, aber halb roieber zustanbekommt, wenn ber Rhythmus bes Chores anschwillt. Das Verfahren tritt besonders beim Nähen größerer Verletzungen hervor: es kommt ganz von selbst bazu, baß bie einzelnen Nähte zugleich mit dem jeweiligen An- tieg bes Rhythmus gesetzt werben. Ich nehme als ehr wahrscheinlich an, baß ein ähnliches Verfahren )er Schmerzbetäubung von ben Eingeborenen beim Tätowieren, beim Anlegen von Ziernarben ange-

manbt wirb." Dieser innige Zusammenhang bes Einzelnen mit der Gemeinschaft kommt aber noch mehr bei einem Todesfälle zur Entfaltung. Die Menschen leben hier in so enger Verbundenheit, daß sie in ber Regel ziemlich genau wissen, mann ein letztes Stünblein geschlagen hat, unb vor allem weiß ber Betreffenbe es selbst mit einer gewissen Sicherheit. Dann legt er sich zum Sterben hin; Freunbe unb Verwandte kommen von nah uud fern herbei und nehmen in aller Herzlichkeit Abschied von ihm. Ist er dann wirklich tot, so brechen alle in der Ortschaft Anwesenden in die Totenklage aus. Der Arzt kann geradezu danach urteilen, ob bie; Patienten bas feste Gefühl haben, baß sie sterben werben ober nicht, unb meist wirb er bann bas Richtige treffen. Dr. Ronnefelbt erzählt von einer Frau, bie über 75 Jahre alt war, ein Herzleiben hatte, bann einen Schlaganfall unb gleichzeitig eine ßungenentjünbunq bekam. In bie,em Falle glaubte er. ben balbigen Tod voraussagen zu können, ohne daß die Kranke selbst bie Empfindung hatte. Abex die Fran erholte sich vollständig, und die Eingebore­nen fanden das ganz natürlich, denn die Alte war eben nicht zum Sterben bereit, weil sie nichts vom Tode wußte. Nur bann, wenn ber Arzt ben Kran­ken noch rettet, obwohl er und feine Angehörigen das nahe Ableben voraussehen, dann hält man ihn für einen Wundermann und bringt ihm besonderes Vertrauen entgegen. Wenn ein Kranker plötzlich stirbt, so gilt das für ein sehr schlechtes Zeichen. Man macht dem Arzt Vorwürfe, baß er bie An­gehörigen nicht rechtzeitig gewarnt hätte, denn bann hätten sie zum Abschiebnehmen zusammenkommen können. Wenn aber einer allein stirbt, bann gilt bics als eine Schmach für bic ganze Familie.

Bei schlechtem Mundgeruch tüchtig gurgeln mit dem nuten Chlorodont-Mundwasser. Flasche 1 Mk. Hüten Ste sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen.