Ausgabe 
8.10.1931
 
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Oer Sternhimmel im Oktober

30 Minuten

Wirtschaft

10

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V^z °-v

Banknoten.

Oie Meinung an den Börsen

LNiLL Betrachtungen an der Berliner Börse.

Sonne

und der Deichsbankpräsident anläßlich des 50- jährigen Bestehens des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin abgegeben. Die Besonnenheit in der Bevölkerung käme allmäh­lich wieder, was sich auch schon daraus ergäbe, daß seit b en beiden letzten Wochen wieder ein Lieberschuh an Einzahl

Letzte Nachrichten.

Or. Gehler beim Reichskanzler.

Berlin, 8. Okl. (TDIB. Drahtmeldung.) wie wir erfahren, ist Dr. Gehler heute früh in Berlin e i n g e t r o f f c n. Er hatte eine längere Unterredung mit dem Reichskanzler, von diefcr freundschaftlichen Aussprache wird es abhängen, ob sich ein Weg findet, Dr. Gehler für das Kabinett zu gewinnen. In politischen Kreisen beschäftigt man sich weiter vorwiegend mit der Frage, wieweit die künftige Entwicklung durch die Haltung der D v P. decinfluht werden kann. Am Samstag tritt die Rcichslagssraktton zusammen, auherdem ist der Reichsausfchuh der Dvp. einberufen worden, von ihm ist nach Auffassung gut unterrichteter Beurteiler zum mindesten keine nachgiebige Haltung gegenüber dem zweiten Kabinett Brüning zu erwar­ten. Ls wird vielmehr damit gerechnet, dah beide Instanzen sich hinter die gestern abend kundgegebene Haltung der Parteileitung stellen werden. Aus der anderen Seite wird in führenden Kreisen der Dvp. unterstrichen, dah die Partei gegenüber der nationalen Opposition unter allen Um­ständen ihre Selbständigkeit vertreten will. Unter diesen Umständen erscheint es keines­wegs sicher, dah Mitglieder der ^eichstagsfraktion an der Harzburger Kundgebung tcilnehmcn.

Frankfurt gestern schwach.

Frankfurt a. M., 7. Ott. Dach der Lahm­legung des offiziellen Börsenverkehrs scheint nun auch der Geschäftsverkehr von Bureau zuBureauauf einen Mindestumfang zulam­mens u schrumpfen. Die politischen und wirt­schaftlichen Ereignisse rufen eine Unsicherheit her­vor, die ein Disponieren auf längere Sicht so gut wie völlig ausschließt. Heute vormittag war man etwas freundlicher gestimmt, da von den Kurserholungen der Reuyorker Börse einige An­regung ausging. Später aber griff wieder Schwächeneigung um sich, da die Bctz sprechungen in Washington zu keinem greifbaren Resultat geführt haben. Die Demission des Reichskabinetts, die man zwar schon erwartet hatte, trug naturgemäß ebenfalls dazu bei, daß sich die Gesamtlage wicderungün st iger ge­staltete. Für die Spitzenwerte hörte man Kurse, die gegenüber den gestern genannten zunächst um etwa 2 bis 3 Prozent höher lagen, wovon jedoch später wieder 1 bis 1,5 Prozent verloren gingen. Bemerkenswert ist die Rachfrage, die sich für einige Elektroaktien zu erkennen gab.

STERNBILDER:

GROSZE BUCH-. STABEN

* Selten u. Guilleaume Carlswerk Eisen- und Stahl°AG. Köln-Mül- heim Die Felten u. Guilleaume Carlswerk Eisen» und Stahl°AG Köln-Mülheim, legt den Bericht über bai Geschäftsjahr 1930 31 vor. Da- nach war die Beschäftigung ungenügend, sie ge­stattete nicht annähernd eine wirtschaftliche Aus­nutzung der Anlagen. Die Berkaufspreise standen im In- und Ausland unter andauerndem Druck und sanken mehr als die Rohstoffpreise und Ber- arbeitungskosten. Dem Gewinn aus Fabrikation und Beteiligungen von 5,49 Mill. Mk. und Zins­einnahmen von 19 967 Mk. stehen Generalunkosten mit 2,48, Steuern mit 0,75, Zinsen für Anteil an der Schweizer Anleihe mit 0,39 und Grün- dunaskosten mit 0,37 Mill. Mk. gegenüber. Rach Abschreibungen von 1,50 Mill. Mk. uerbleibt ein Gewinn von 25 823 Mk.. wovon 10 000 Mk. der Reserve zugeführt und der Rest von 15 823 Mk. vorgetragen wird.

Elfisch

ändert. Hafer war bei ziemlich ausreichendem Angebot gut behauptet. Für Gerste besteht weiter etwas Interesse, höhere Preise sind aber schwer durchzuholen. Weizen- und Roggenexportscheine waren auf gestrigem Riveau angeboten. Es no­tierten für je 1000 Kilo: Weizen, märkischer, 215

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. Oft. Auftrieb: Rinder 120, Kälber 734, Schafe 390 und Schweine 682 Stück. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 46 bis 49, mittlere Mast- und Saugkälber 40 bis 45. geringe Kälber 35 bis 39. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel: Weidemast 33 bis 35, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 25 bis 29, fleischiges Schafvieh 18 bis 24. Schweine: vollfleischige Schweine etwa 240 bis 300 Pfund 53 bis 55, von etwa 200 bis 240 Pfund 53 bis 55, von etwa 160 bis 200 Pfund 50 bis 54, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 45 bis 50 Mark. Markt­verlauf : Bei allen Biehgattungen ruhig, ge­räumt; alte Schafe schlecht verkäuflich.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Schwebende Terminengagemenis an der Frankfurter Börse.

F r d n f f u r t a. TL, 7. Ott. Infolge Schließung der Dürfe hat sich auch der Frankfurter Börsen- Vorstand veranlaßt gesehen, die bis 9. Oktober verlängerten Engagements bis zum 3 0. Oktober weiter zu prolongieren. Schon bei der letzten Prolongation war der Dor­fenvorstand bemüht, die schwebenden Wert­papierverpflichtungen zu bereinigen. 3n Weiter- Verfolgung dieser Bestrebungen ist nunmehr von dem am 23. September unreguliert gebliebenen Teil der Unterschiedsbeträge ein weiteres Drittel zum 15. Oktober fällig erklärt worden.

Don den Wandelsternen steht die D e n u s zwar der Sonne sehr nahe, trotzdem taucht sie unter günstigen Bedingungen, freilich nur für wenige Minuten gegen Ende des Monats am Abend- Himmel auf. Es ist indessen nicht sehr wahrschein­lich, dah man sie nun auch wirklich zu Gesicht be­kommt. Das wird indessen in den nächsten Mo­naten der Fall fein. Günstiger steht es mit dem Riefenwandelftern Jupiter; er ist zu Anfang knapp vier, gegen Ende fast sechs Stunden und ~ sichtbar. Diese Ausdehnung seiner

Der die 24 Stundemahlen von Mitter­nacht bis Mitternacht eines Tages ent­haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest­stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmilte sicht­baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo­natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be­obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo­natsmitte ist der gerade Pfeil Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats­mitte */i Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Lichi- gestalt zeigt.

Dird von der Reichsregierung und Reichsbank un­bedingt gehalten. Der Sparer wird ge- Ichüht. Jeder Gedanke einer neuen Inflation 7und Abwertung der Mark muh weit weggewiesen Derben. ,

3m Anschluß an diese Ausführungen sprach -Justizrat Reh über feine persönlichen Eindrücke, die er bei der Tagung des Deutschen Sparkassen- -rerbandes anläßlich des 50. Jubiläums in Berlin gewonnen hatte. Auf keinen Fall ließe die Reichs- icgierung eine neue Inflation oder Entwertung ler Mark zu. Richts fei verkehrter, als das un­nötige Geldhamstern, die Aufbewahrung her Gelder zu Haufe oder das grundlose Abheben des Geldes aus Angst vor einer Entwertung. Da­durch werde nur die Geldknappheit größer und das Geld teurer. Die Ausführungen fanden in der Berfammlung großes Interesse.

Eine kleine Satzungsänderung wurde von der Berfammlung genehm gt. Eine Reihe von Dienst­boten, die fünf, bzw. zehn und zwanzig Jahre bei der gleichen Herrschaft im Dienst stehen, wur­den mit Geldprämien ausgezeichnet.

Dei den Wahlen wurde Dürgermeister Men­zel als Direktor w i e d e r g e w ä h l t, ebenso die seitherigen Borstands- bzw. Au-fichtsratsm t- zlieder Plock, Pröscher, Kromm, Bürger- ineister Sachs (Eichelfachfen), Dambmann lMichelbach), Diehl (Tainrob), Deubel (Ru­dingshain). Reu wurde Derufsschullehrer Hitz (Schotten) in den Borstand gewählt.

An die Tagung schloß sich ein einfaches Essen in derKrone" an, in dessen Verlauf Kreisbirek­tor Dr. 3 a n n vaterlänbische Worte auf ben Reichspräsibenten v. Hinbenburg sprach.

Dezirfssparfaffc Laubach.

Ca ubacb, 6. Oft. 3m Saale besSchützen- Hofes" fand bie biesjährige orbentliche M i t- glieberberfammlung ber Bezirks- f b a r f a f f c Laubach unter bem Borsih bes Direktors. Oberamtsrichter Zimmermann, statt. Anwesenb waren sämtliche Vertreter der ©arantiegemeinben. Ferner waren erschienen ber Ehrenvorsihenbe ber 5 a se, Se. Erlaucht Graf Georg Friebrich zu Solms-Laubach, Kreisbirektor Dr. 3 a n n vom Kreisamt Schotten als Vertreter ber Aufsichtsbehörbe, unb Justizrat Dr. Reh als Vertreter des Hessischen Spar- kaffen- unb Giroverbandes in Darmstadt.

Wie aus dem Geschäftsbericht, der von dem Direktor vorgetragen wurde, zu ersehen ist, war die Entwicklung der Dezirkssparkasse tn ihrem 98. Geschäftsjahre recht günstig. Die Rechnung für 1930 schließt mit einer Ein­nahme von 3 784 387,61 Mark und einer Aus­gabe von 3 757 255,28 Mk. ab. Die Spar­einlagen hatten im abgelaufenen 3ahre einen Zuwachs von über 200000 Mk. zu verzeich­nen. Die Bestände der Kasse sind wie folgt an­gelegt: gegen Hypotheken 487 947,38 Mk.; Dar­lehen an Gemeinden gegen Schuldschein 516 471,05 Mark; Kaufgelber 79 877,66 Mk.; Darlehen an Private gegen Bürgschaft 115 206,85 Mark; Darlehen gegen Hinterlegung von Wertpapieren 4383 Mk.; Kurspapiere 50 220Mk.; im Kontokorrentverkehr 124 518,89 Mk.; im Dank- verkehr 49 354,28 Mk.; gegen Wechsel 7414,32 Mk. Der Reingewinn, der 11 078,98 Mk. beträgt, wurde in voller Höhe wie iw vorigen Jahre der Sicherheitsrücklage zugeschrieben, die damit jetzt insgesamt 67 880,57 Mk. ausmachtz Die 3ahresbilanz ergab je an Aktiva und Passiva 1 462 525,76 Mk. Zu erwähnen ist noch, daß der Bestand der Schul- und Pfennigspar- fassen im abgelaufenen 3ahr wieder ein gu­te Ergebnis gezeigt hat, bas nicht zuletzt auf die rege Tätigkeit ber Rechner, denen ber Direktor befonberen Dank ausfprach, zurückzu- führen ist. Die seither gewährten Prämien für

])1.Viertel

(t) Vollmond d letztes Viertel

Gin sehen wir zwischen ber Cassiopeia unb ben fjlejaben ben Perseus mit bem Algol unb weiter- Gin bie Andromeba, bie bann in ben Pegasus sozusagen einmünbet. Etwas unter ber Qlnbro- meba ist das kleine, aber sehr hübsche Sternbilb »es Dreiecks zu erblicken, bessen brei Sterne ein »einahe gleichschenkliges, ziemlich langgestrecktes Dreieck bilben. Rahe bem Scheitelpunkt erstrahlt Sie W-förmige Cassiopeia, währenb sich im Ror- Sen der große Bär seiner tiefsten Lage nähert. Vom Arctur in ber Verlängerung ber Schwanz Perne bes Großen Bären man nennt sie auch Äeiselsteme des Himmelswagens, gilt es nun Ibis zum nächsten Frühjahr Abschied zu nehmen. Schön sichtbar ist auch die bis zum Scheitelpunkt zehenbe Milchstraße.

Kreis Alsfeld. \

s£2s ® r e b e n a u , 7. Oft. Bei der hiesigen Odst - Versteigerung an den Provinzialstraßen wur­den sehr mäßige Preise erzielt. Kelterodst stellte sich der Zentner auf 1 bis 2 Mark, dagegen wurden bessere Sorten wie Goldparmäne, Harberts Renette und Prinzenapfel, mit 3 bis 4 Mark je Zentner be­zahlt. Die in unserem Städtchen seit mehreren Jahren bestehende Filiale der Mechanischen K 1 e i d e r f a b r i k Georg Dietrich Bücking (Als­feld) hat den Betrieb e i n g e st e 1 l t. 30 bis 35 Mädchen und Frauen sind dadurch arbeitslos ge- I worden.

effen.

fr SchM. SWS«lirl|. Ma&nge

' «W ju »Sotten

erschienenen Beritt- , £en?«ttttter der tc,l-or Dr. 3ann, und Waoi>. ten Vorsitzenden ^ronndes, sowie Ober- Vorsitzenden des Aus-

Inusenen Geschäftsjahres denlo die Ausioertungs- 92< bis 1930. Bürger* :tte alsdann einen gt- Q t über dos vergangene h günftig fortenttoidelt. aus rund 1 46300) M. nt der Kasse Hal sich er­det tzparer. Für wohl* 1400 Dark verausgab!, i Krankenhaus Schollen gewinn aus 1(3) mit er Büdlage zugeschlagtn, r. 7)000 Mark erreich!, s e n wurden eiva 27 CO) Aeimkparbüchsen Djenl ber Einlagen btt angelegt, 16 tyrojent in i in Bürgschaft 1,5 Otoieni im Kommunal­en hd) aus ben Konto- 'tte verbreitete sich der t allgemeinen geldwirl- im vergangenen Jahre |ttn Monaten, über bie ibrang. Der Glaube und 'ünbigteii unserer Wh' »en. die Aeichsmark alle Fälle sestund

Planeten:

f) Venus l^Mars (§) Jupiter

Saturn

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lungen auf bie Spareinlagen zu ver­zeichnen sei. Bevor bie Mitglieberversammlung durch ben Direktor geschlosien würbe, sprach 3ustizrat Dr. Reh namens des Hessischen Spar­kassen- und Giroverbandes der Kassenverwaltung Dank für ihre im letzten 3ahre geleistete Tätig­keit aus.

An ben geschäftlichen Teil schloß sich em ge­meinschaftliches Mittagefsen an, bei bem Se. Er» laucht Graf Georg Friedrich der ernsten Zeit in einer Ansprache gedachte, die mit einem Hoch auf den Reichspräsidenten und das deutsche Vaterland ausklang.

Landkreis Gics;en.

oo Klein.Linden, 7. Oft. In der Mitglie­derversammlung des hiesigen Geflügelzucht- Vereins wurde beschlossen, am 12. und 13. De­zember im Saale der WirtschaftZur Burg" eine letale Geflügelschau zu veranstalten. Mit der Schau soll ein Preisschießen und eine Ver­losung verbunden fein.

D Großen-Linden, 7. Oft. Unser neues Schu 1 haus, das ursprünglich nach den Herbst- serien seiner Bestimmung übergeben werden sollte, kann vorerst nicht seitiggestellt werden. Da laut 9lob Verordnung die Kreditinstitute an die Gemeinden keinerlei Darlehen geben dürfen, erhält auch unsere Gemeinde feine Mittel mehr zur Beendigung des Baues. Das Schulhaus ist nahezu fertig, cs find nur noch einige Schreinerarbeiten zu erledigen.

Kreis Schotten.

§ Ober - Seibertenrod, 7. Oft. Einer unserer ältesten Ortseinwohner, 3ohs. Schmir- m u n b Hl., starb am Sonntag im Alter von nahezu 85 3ahren unb wurde gestern unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen.

§ Rebaeshain, 7. Oft. Unsere Gemeinde bat unter den großen Lindenbäumen am Fried­hofseingang ein würdiges, stattliches Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkriegs errichtet. Das Denkmal, ein hochragender Obelisk aus grauem Slein mit entsprechenden Zuschriften, gekrönt von einem großen Eisernen Kreuz, ist nun vollendet. Die Sieinmetzarbeiten wurden von ben Herren K. Meisfi (Schotten) und Eifert (Sichelhain) ausgeführt, das schmiedeeiserne Kreu; ist ein Werk des Schmiedemeisters Rudolf A p p e (Ulrichstein). Der Platz unter den Friedhofslinden mit dem Blick auf ben nahen Oberwalb unb bie fernen Dergzüge ber Rhön ist schon von Ratur sehr

(Rachbruck verboten!)

Der Oktober bringt am Sternhimmel ben Be­ginn des Winters, freilich ohne den sommerlichen Best im Westen ganz beseitigen zu können. 3n taefem Monat kommen uns gewöhnlich die beiden prächtigen Wintersternbilder Orion unb Zwillinge jum ersten Male wieber zu Gesicht; sie sinb un­gefähr gleichzeitig gegen Snbe bes Monats etwa um 21.30 Uhr voll auf gegangen. Schon etwas eher s mb bie rechts von ihnen stehenden Winterbilder, t?or allem ber Stier, sichtbar geworben. Weiter-

stimmungsvoll, nun bietet er einen wunbervollen Rahmen für das wohlgelungene Denkmal. Die Denkmalsweihe soll im Beisein von Baurat Kessel (Schotten), von bem ber Entwurf stammt, am 18. Oktober durch Pfarrer Zehfuß (Hopf­mannsfeld) vorgenommen werden.

)' Steinberg, 7. Oft. Die alte R i dder- brücke wird durch eine Betonbrücke er­setzt. Der Bau wird von ber Firma Müller (Hirzenhain) ausgeführt. Der Verkehr für leich­tere Fahrzeuge wirb über eine provisorische Holz­brücke geleitet, währenb bie Straße für schwe­rere Fahrzeuge gesperrt ist unb bie Umleitung über Hirzenhain führt.

Sichtbarkeit rührt zum Teil von ber Verspätung des Sonnenaufgangs her. Er steht im Sternbild des Löwen, dem er auch dieses 3ahr hindurch treu bleiben wird. Von den übrigen Wandelsternen ist nur noch ber Saturn sichtbar, ber zu Be­ginn des Monats um 22.30, gegen Ende um 20.30 Uhr verschwindet.

Arn 11. des Monats findet nicht weit vorn Herbstpunkt eine bei uns nicht sichtbare, an sich aber ziemlich bedeutende Teilversinsterung ber I Wrndnkteninarkt.

Sonne statt. Alle Finsternisse bieses 3ahres spie- Berliner ^VUNenmarn.

len sich in ber Rähe ber beiden Tag- und Rächt- Berlin, 7. Oft. Angesichts der allgemeinen gleichepunfte ab, was seinen Grund darin hat, dah Wirtschaftslage unb infolge ber Unsicherheit De» biefe beiben Punkte zur Zeit mit ben langsam 1 ----------Hnnon-

wanbelnden Schnittpunkten ber Sonnen- unb der Mondbahn zusammenfallen. st ermann.

Sterne:

Kleine Buch­staben

Berlin, 8. Oft. (WTB. Funkspruch.) Rach- dem der erste Eindruck ber H o o v e r - A k t i o n an ber gestrigen Reuyorfer Börse einer Er­nüchterung Platz gemacht hat, war die Ten­denz im ©inflang mit der Abschwächung gegen Schluß des Reuyorfer Verkehrs ebenfalls eher schwächer. Es sind anscheinend Zweifel entstanden, ob die von H o o v er geplanten Maß­nahmen ausreichen werden, um das erschüt­terte Vertrauen zu der amerikanischen Finanz­lage wiederherzustellen, und ob der beschlossene Hilfsfonds von einer halben Milliarde aus- reichen wird, um die eingefrorenen Kredite wieder zu mobilisieren. Hinzu fam aber noch die heute herrschende innerpolitische Unsicher­heit. Rachdem nun auch einige Regierungs­parteien Opposition machen, ist es frag­lich, ob es dem Reichskanzler gelingen wird, ein lebensfähiges Kabinett zu bilden. Die Haltung der Deutschen Volkspartei wird ausschlaggebend für die nächsten Tage fein. Daß die Devisen- betoegungen immer noch im Mittelpunkte des 3nteresses stehen, beweisen die Gerüchte um die Stabilisierung des englischen Pfundes. Die britische Botschaft in Paris bezeichnete eine in der Morgenpresse erschienene Erklärung, daß der Sterlingkurs auf der Hohe von 100 Francs stabilisiert werden solle, als völlig unrichtig. 3n der Tat ist es auch so, daß man in England zunächst bie Entwicklung ber anderen Währungen abtoarten will, bis man eine Entscheidung fällt. 3n einem Leit­artikel würdigt dieFinancial Rews" die Gründe, die Deutschland veranlassen, den Goldstandard zu behaupten, und sie sagt: Wenn ein offenes unb unzweideutiges Ver­lassen des Goldstandards eine Gefahr ist, die unter allen Umständen vermieden werden muß, dann ist es für Deutschland dringende Rotwendigkeit, ein Mittel zu entdecken, um einen Ausweg aus der jetzigen Lage zu finden. Das Gesamtbild der wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands weist mit ungeheurer Stärke auf die Rotwendigkeit einer baldigen Lösung des allgemei­nen Goldproblems der Welt hin, mit dem Deutschlands Schwierigkeiten so eng ver­knüpft sind. Was das angebliche Verbot der Aus- landseffeftenverkäufe betrifft, so scheint eine offi­zielle Abmachung hierüber nicht vorzuliegen. Die Reichsbank hat es ja nicht nötig, für im Frei­verkehr verkaufte Effekten Devisen zur Verfügung zu stellen und hat dies ja auch in den letztem Tagen nicht mehr getan. Hiergegen ist wohl sei­tens der Privatbankiers Einspruch erhoben wor­den, so daß, falls es nicht zu einer gütlichen Eini­gung über diesen Punkt mit der Reichsbank kommt, hierzu der Erlaß einer entsprechenden Rotverordnung zu erwarten ist.

züglich der weiteren Entwickelung in der 3nnen- politik, war die Unternehmungslust an der Pro­duktenbörse äußerst gering. Das fehlende erft» händige Angebot trug ebenfalls zu dem schleppen­den Geschäft bei; die Landwirtschaft ist angesichts die Schulsparkassen, Dienstboten und Reugebo- I der günstigen Witterungsverhältnisse weiter nnt rene wurden auf einstimmigen Beschluß beibehal- Angebot sehr wenig am Markte und die Sor­ten. Die von bem Bezirkssparkassenrechner Loh berungen lauten kaum nachgiebiger. Sur Weizen Dorgetragene A u s w e r t u n g s r e ch n u n g von würbe, soweit Umsätze zustandekamen^ im Prompt 1930 wurde genehmigt. § 48 der Satzung wurde geschäft etwa 1 Mark hoyere Preise als gestern aus steuerrechtlichen Gründen hinsichtlich der Ver- bewilligt, der Lieferungsmarkt setzte nach stetigem Wendung des Reingewinnes zu gemeinnützigen Vormittagsverkehr 1 bis 2 Mark Mter cin- Zwecken für die Garantiegemeinden geändert, Roggen bleibt knapp offeriert und die Mühlen wozu die Aufsichtsbehörde schon im voraus ihre haben Schwierigkeiten bei der Beförderung des Genehmigung erteilt hatte. Der Vorstand mußte Rohmaterials die Preise waren behauptet. Am im 3ahre 1930 zu 24 Sitzungen zusammentreten, Lieferungsmarkte kam es unter veredelten Ad- was auf ben erhöhten Geschäftsbetrieb ber Kasse gaben ber Deutschen Getreibehandelsgesellschaft zurückzuführen ist. in ber Dezembersicht zu einem leichten Rückgang.

Oberamtsrichter Zimmermann gab im An- Das Mehlgeschäft hat sich nicht belebt, die Preise schluß an seine geschäftlichen Ausführungen noch | für Weizen- unb Roggenmehle waren wenig ver­einen aufflärenben Bericht über bie Ursachen ber im Laufe bes Sommers eingetretenen Gelb­mittelknappheit. Er betonte insbesonbere, daß an eine 3 n f l a t i o n nicht z u denken fei, dg nach dem Dankgeseh ohne die gesetzliche

»lare Erinnern. Ich enl* \ ich sie demütigte, Vie c ae Frau gebemütigt

. hinMy schritt ich zue Rechenschaft zu ziehen- , er in diesem SugenbM en muhte. Sine Minute "batte meinen Revolver . mir aus der Hand-" 1-4 Dioxid) em ö-huh. , n inI M -Ä* £eben zurüogeveii

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8 Oktober

Amtliche <«e1d

Dotierung Brief

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Hcllingsorl .

10,34

10.36

10.34

10,36

Wien....

50,70

50.80

50.70

50,80

Praa . . .

12,482

12.502

12.482

12.502

Budapest . .

73.28

73.42

73.28

73.42

Sofia . . .

3.087

3.073

3,067

3.073

Holland . .

168,83

170,17

169,83

170,12

C6I0 ....

93,41

93.59

92,91

93,09

Ropcnliagen.

94,16

94,34

93.41

93,59

Stockvolm .

97,65

97.85

96,40

96,60

London. . .

16.43

16.47

16.13

16,17

Buenos Aire

0,908

0.912

0.848

0,852

Neuvorl .

4.209

4.217

4.209

4,217

9rüffel . .

59,14

59.26

59.04

59,16

Italien. .

21.58

21.62

21,58

21,62

Pari- . .

16.70

16.74

16.68

16.72

Schweiz .

82,52

82.68

82.52

82,68

Spanien .

37,86

37.94

37.96

38.04

Danjig. .

82,07

82,23

82,07

82,23

Japan . .

2,078

2,082

2,078

2.082

Rio de Ian

0.209

0,211

0,209

0.211

Iugoflawicn

7.473

7,487

7,473

7.487

ÜifsaLou .

15,08

I 15.12

14,69

14,71

Berlin, 7.Cfobtr

Geld

Bries

-lmeritanifche Noten.......

4.20

4,22

Belgische Noten.........

59.03

59,27

Tänifche Noten.........

93,96

94,34

Englifche Noten.........

16,39

16,45

Franzöfifche Noten........

16.67

16,73

Holländische Noten........

169,46

170,14

Italienische Noten........

21,61

21,69

Norwegische Noten........

93.21

93,59

Deutsch-Leslerreich, 100 Schilling

50.50

50.70

Rumänische Noten........

2,50

2.52

Schwedische Noten........

97,40

97.80

Schweizer Noten.........

82,34

82,66

Spanische Noten.........

37,62

37.78

Ungarische Noten........

72,75

73 15