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Gießener Seaelslieger 4*/2 Stunden in der Lust
war im Grunde nicht darauf
Kleidung, keine Handschuhe, daß ihm dec eisige Rordwesl
Fluges reizte. Er vorbereitet,
trug nur leichte keinen Schal, so
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi« 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.
den Ball, während es die VfB.er sichtlich an dem notwendigen Einsatz fehlen liehen. Die Gäste konnten denn auch in der 25. Minute durch den Mittelstürmer ihren ersten Erfolg erzielen, doch auch danach vermochten sich die Giehener noch nicht aufzuraffen. Dis zur Halbzeit änderte sich an dieser Situation nichts. Gleichwohl war der Torwart der Matrosen immer etwas mehr be- schü ttgt. Die zweite Halbzeit brachte keine wesentliche Aenderung im Spielaufbau, die Läuferreihe spielte reichlich ideenlos, der Sturm zeigte wenig Elan, die Läuferreihe vernachlässigte zu allem Lleberfluh noch das Dcckungsspicl und die Verteidigung wurde dadurch über Gebühr belastet. Diesen Umständen war es zuzuschreiben, dah der Mittelstürmer eine Flanke von rechts glatt ver
schärf zusehle und der leichte Regen wie mit tausend Radeln auf ihn eindrang.
Der Flugkamcrad Heinrich war indessen längst wieder gelandet. Schliehlich muhte dev Giehener den Flug unterbrechen, als eine herannahende größere Regenböe den Fluglehrer zum Befehl zur Landung veranlaßte. Der junge Gießener Flieger landete glatt und wurde von den Kameraden herzlichst beglückwünscht.
Die sportliche Leistung ist um so höher ein- zuschähen, als unter den herrschenden Wetter- vcrhältnifsen ein derartig lang ausgedehnter Flug zweifellos eine
Leistungsprobe erster Ordnung
war. Erfreulich ist es weiter, zu wissen, daß sich unter den Giehener Segelfliegern ein Könner befindet, der Fähigkeiten mitbri.igt, und durch seine Leistungen anderen ein Vorbild sein kann.
3n den Kreisen der Segelflieger sieht man den weiteren Fortschritten des Iungfliegers mit großem Interesse entgegen. Ein herzliches „Glück ab“ gilt ihm für seine ferneren Flüge.
12. Rhön-Segelflugweiibewerb und Hindenburgpreis zur Förderung des Gegelfluges.
Die Rhön-Rossittcn°Gesellschaft veranstaltet mit Genehmigung des Deutschen Luftrates vom 22. Juli bis 5. August auf den Hängen und benachbarten Höhen der Wasserkuppe ihren 12. Rhön-Segelflugwettbewerb. Er besteht aus einem ^lebungswettbewerb und einem Leistungswettbewerb für Segelflieger. Insgesamt sind 22 000 Mk. für Preise ausgesetzt, und zwar 10 000 Mk. im ^lebungswettbewcrb und 12 000Mk. für den Leistungswcttbewerb. Gleichzeitig schreibt die Rhön°Rossitten°Gesellschaft den vom Reichspräsidenten zur Förderung des Segelflugs gestifteten „Hindenburgpreis" mit Zusahprämie von 3000 Mk. aus. Die Ausschreibung ist offen für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1931. Um den Preis können sich Flugzeugführer mit dem Segelsliegerausweis C auf motorlosen Flugzeugen bewerben, soweit sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder der deutschen Kulturgemeinschaft angehören, nicht disqualifiziert und im Besitz einer gültigen Sportlizenz sind. Der Hindenburgpreis mit Zusahprämie von 3000 Mk. wird dem Bewerber zuerkannt, der die beste Gesamtflugleistung auf Segelflugzeugen während der Dauer der Ausschreibung erzielt hat.
Linienschiff „Men" (Fußballmannschaft) in Gießen.
Riederlage und Revanche.
Anr Samstagabend traf, von Aeuwied kommend, zu später Stunde die Fußballmannschaft unter der Führung von Leutnant zur See Wittich in Gießen ein und wurde von zahlreichen Mitgliedern, dem Dorstaird des hiesigen VfB. Gießen und Angehörigen des Marinevereins willkommen geheißen. Die Gäste weilten dann zusammen mit den Mitglieder des VfB. und dem Marincverein im Hotel Hopfeld, um einige Erinnerungen aus den vorhergehenden Jahren auszutauschen.
Der Sonntag, der 1. Feiertag, sah dann die Mannschaften auf dem Waldsportplatz. Herr Geihler, der Vorsitzende des VfB., sprach einige Worte der Begrüßung, Leutnant zur See Wittich erwiderte und überreichte einen Blumenstrauß. Bilder als Erinnerungsgaben wurden gewechselt.
Schiedsrichter Petri, Wetzlar, gab sodann den Ball frei, die Gäste hatten Anstoß. Ein lebhafter Kampf setzte ein, der die Giehener sofort vor das Tor der Matrosen brachte und bereits in der 1. Minute zu einem Erfolg führte, der allerdings nicht gewertet wurde, da er aus Abseitsstellung erzielt war. Den Gästen gelang es aber bald, trotz einer ständigen leichten Ueberlegen- heit der Platzbesiher, in der 10. Minute den Führungstreffer zu erzielen und bis zur Halbzeit den Vorsprung zu halten. Die Gießener hatten in der Folge manche prächtige Torgelegenheit, die allerdings teils durch Unentschlossenheit des Sturmes, teils durch die Leistungsfähigkeit des Tormannes der „Hessen" zu keinem Erfolg führten. Mit 1:0 für die Gäste wurden die Seiten gewechselt. Vor dem Wicderanpfiff jedoch begaben sich die Spieler an die Gedächtnisstätte, an der unter kurzen Ansprachen zu Ehren der Gefallenen ein Lorbeerkranz niedergelegt wurde.
Die zweite Spielhälfte stand int Zeichen einer Ueberlegenheit der Gießener, dem Gegner waren lediglich eine Reihe von Durchbrüchen vergönnt, die allerdings in der soliden Verteidigung und schließlich im Torwart ein schwer zu nehmendes Hindernis fanden. In gleichmäßigen Abständen vermochten die Gießener den Ausgleich, den Führungstreffer und zwei weitere Erfolge zu erzielen, und damit als verdienter Sieger den Platz zu verlassen. Das Spiel wurde sehr fair durchgeführt. Die Gäste bemühten sich, das, was die Gießener an technischer Reife voraus hatten, durch Eifer zu ersetzen. Der Schiedsrichter war dem Spiel ein durchaus gerechter Leiter,
Am Sonntagabend fand man sich abermals zu einer geselligen Veranstaltung zusammen, die einen sehr angeregten und unterhaltsamen Verlauf nahm und die freundschaftlichen Bande der beiden Mannschaften erneut festigte. Am Montagnachmittag wurde dann der Rückkampf aus- getragen, zu dem aber nur etwa die Hälfte der Zuschauer vom Vortag, etwa 300 erschienen waren. Zu diesem Kampf muhten die Hiesigen mit Ersah antreten. Kreß I. fehlte. Balser war durch Böckler vollwertig erseht, Fehling wirkte mit, auf dem Posten des Halblinken stand ein neuer Mann, der sich sehr gut und wirkungsvoll einfügte. Die Gießener spielten zwar in der ersten Viertelstunde überlegen und man war der Meinung, daß die Gegner abermals eine Riederlage würden einsteckcn müssen. Bald aber änderte sich das Bild, die Matrosen gingen mit allem Eifer an
Auf dem Segelfluggelände Dörnberg bei Kassel begann am 17. März der zweite Kursus im Gleit- und Segelflug, der von der Deutschen Burschenschaft veranstaltet wurde. Insgesamt hatten sich hierzu 18 Anfänger gemeldet, die unter der Leitung der Fluglehrer cand. iur. Siinrich und cand. rer. nat. Hamann in die Geheimnisse und Technik des Segelfluges eingeweiht sein wollten. Die angehenden Segelflieger hatten inzwischen bereits erhebliche Fortschritte gemacht; bereits nach 14 Tagen, also gegen Ende März, konnten 1 2 A - und 1 B-Prüfung abgenommen werden. Die Leistungen der Anfänger waren aber erst der Auftakt zu weiteren großartigen Segel- flügen, die zum Zweck der
Ablegung der Lprüfung durchgeführt werden sollten. Für diese E-Prüfung hatten zwei Segelflieger gemeldet, und zwar ein Pilot der Lufthansa, Herr Heinrich, der auch im Segelflug seine Tüchtigkeit beweisen wollte und der den Gießenern bekannte Iungsegelflieger stud. mcd. Frih Schmidt, dessen nie erlahmende Schaffenskraft der Gießener Iugendsegelflieger- gruppe bereits wertvolles geleistet hat. Zuerst startete Herr Heinrich, der mit einem Flug von 10 Minuten Dauer über Start die Prüfung bestand und wieder landete. Rach ihm wurde stud. med. Schmidt abgeschnellt und führte einen Flug vor, der alle Beachtung verdient.
Der Segelflieger blieb VA Stunden in der
Lust und umkreiste den hohen Dörnberg in vielen Kurven und Windungen (etwa 500) in verschiedenen Höhenlagen.
Kurz nach seinem Start ging auch Herr Hein- r i ch wieder an das Flugzeug, und während der Dauer von zwei Stunden umsegelten die beiden Flieger den Berg. Das Unternehmen war begünstigt durch einen lang ersehnten Wind von 12 bis 15 Meter pro Sekunde, obwohl das Wetter im allgemeinen sonst nicht freundlich war, beim viele Böen, Wolken, zum Teil auch Rebel und leichter Regen erschwerten den Flug.
Der Flieger Schmidt erzählt, daß er ursprünglich nicht die Absicht hatte, den Flug über das notwendige Maß hinaus auszudehnen, daß ihn aber schließlich der Versuch eines längeren
gegen Tennis/Dorusfia eine knappe 5 ^-Niederlage einstecken. In Düsseldorf spielte der FSV. Frankfurt gegen Turu Düsseldorf. Trotz der schlechten Bodenverhältnisse langte es den Frankfurtern zu einem 3:2-(3:2-)Sieg. Offenbacher Kickers waren in Bremen über Werder Bremen mit 2:1 (1:1) erfolgreich. Rotweiß Frankfurt konnte einen 10:0-(4:0-)Sieg in der Schweiz gegen den FC. Monthey verzeichnen. In Reuchatel endete das Treffen zwischen FV. Saarbrücken und FC. Reuchatel mit 3:0 zugunsten der Deutschen, Westmack Trier unterlag mit 1:0 gegen FE. Diel. Hanau 93' setzte auf seiner Südfrankreichfahrt die Siegesserie fort. Diesmal war es die AS. Rizza, die mit 7:3 (4:0) verlor. Jahn Regensburg und Köln/Sülz trennten sich in Köln mit einem 4:4°Ergebnis, während Phönix Ludwigshafen in Viersen gegen Grünweih Viersen ein 2:l-(2:0-)Crgebnis heraushotte. Auch der Ostermontag brachte wiederum ein umfangreiches Programm. In München spielte Wacker Mün- gen gegen den FC. St. Gallen. Die Eidgenossen verloren mit 4:1 (2:1). Eintracht Trier hatte sich Düsseldorf/Ratingen 04 verpflichtet. Cs gab einen glatten 5:l-(0:l-)Sieg der Einheimischen. Karlsruhe wartete, mit einem Fußball-Blitzturnier auf, das jedoch stark unter der ungünstigen Witterung zu leiden hatte. Sieger wurde der Karlsruher FV. In Frankfurt endete das Treffen Admira Wien — Eintracht Frankfurt 2:2 (0:0). Auch hier machte sich die ungünstige Witterung sehr störend bemerkbar. Rur knapp 1500 Zuschauer hatten sich eingefunden, die dazu noch von beiden Mannschaften enttäuscht wurden.
Rach ihrer Niederlage gegen Tennis/Dorussia konnte Bayern München in Hamburg gegen den Hamburger SV. vor 12 000 Zuschauern einen verdienten 4:2-Sieg feiern. FSV. Frankfurt konnte sich gegen Schwarzweib Barmen mit einem 2:1 (2:1) erfolgreich behaupten.
Ebenso ist das 2:2-Ergebnis, das Hanau 93 in Rimes gegen die AS. Rimes errang, ansprechend. Sehr wechselvoll kämpften die Würzburger Kickers in Rorddeutschland. Einer 5:2°Riederlage gegen Germania Lehr folgte ein 5:4°Sieg gegen Viktoria Wilhelmsburg. Jahn Regensburg verlor gegen Schwarzweih Essen mit 5:3, noch schwerer wurde Phönix Ludwigshafen vom Kölner ^SC. geschlagen. 5:1 lautete hier das Ergebnis zugunsten der Kölner. Dagegen machte West.nark Trier gegen den FC. Bern mit einem 3:3°Unentschieden von sich sprechen. Die Offenbacher Kickers feierten einen Sieg mit 3:2 gegen Arminia Bielefeld.
Zum Zußballkampf gegen Deutschland.
Hollands Vertretung.
Zu dem am 26. (April in Amsterdam stattfindenden Fußball-Länderkampf Holland gegen Deutschland haben die Holländer folgende Mannschaft auf gestellt: van der Meulen, Haag. — van Run, Eindhoven; Wanders, Wageningen. — Pauwe, Feihenord; Anderießen, Amsterdam; van Heel, Feijenord. — Wels, Amsterdam; Tap, Dortrecht; Laagendaal, Rotterdam; van der Heiden, Wageningen; van Rellen, Dortrecht. Zur Vorbereitung wird diese Mannschaft noch zwei Uebungsspiele absolvieren. Von holländischer Seite wird zu diesem Kampf ein schwedischer Schiedsrichter gewünscht, als Linienrichter ist deutscherseits wieder Dr. Bauwens tätig. Von Interesse ist, daß bereits alle Karten vergriffen sind, für die deutschen Besucher stehen nur 5000 Karten zur Verfügung.
wandeln konnte. Erst eine Viertelstunde vor Schluß vermochte der VfB. durch energischen Einsatz von Haupt den ersten und einzigen Treffer des Tages zu buchen. Willer, Wetzlar, leitete fast etwas zu korrekt. In der Zusammenfassung ergibt sich die Tatsache, dah das Auftreten der „Hessen"-Mannschaft wiederum allgemein gefiel. Wenn die beiden Spiele in sportlicher Hinsicht auch nicht Höhepunkte darstellen, so darf der VfB. mit dem ideellen Erfolg doch sehr zufrieden sein. Am gestrigen Abend fand nun noch eine Vortragsveranstaltung statt, in der Leutnant zur See Wittich einen Vortrag über die Mittelmeer-Reise des Linienschiffes „Hessen", hielt. Heute, Mittwoch morgen, 8.55 Uhr, verliehen die Gäste unsere Stadt.
Süddeutsche Mannschaften auf weisen.
Bayern München gastierte am Ostersonntag in Berlin. Obwohl die Bayern einen ausgezeichneten Fußball vorführten, mußten sie zum Schlüsse
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