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Kreis Schotten.

Wirtschaft

Banknoten.

Bries

Geld

-T- Grebenau, 6. Okt. In unserem Städtchen

Men.

Nachdruck verboten.

5. Fortsetzung.

goo'bis 1923 versah er bii meinbe Srohen-Busell. 8«

Oer Krisendruck in Amenka.

19 amerikanische Banken gestern geschlossen.

WTB. N e u y o r k, 6. Okt. Die Franklin Tr u st Company in Philadelphia, tue vier Zweigstellen unterhält und über Einlagen in Höhe von 22 Millionen Dollar verfügt, hat ihre Schalter für die Dauer des heutigen Tages geschloffen. 18 andere Ba n k e n , die Mehrzahl davon in Penn- sylvanien und Westvirginicn und die anderen im Mittelwesten, haben die gleiche Maßnahme getroffen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 7. Okt. Es wurden notiert: Weizen 228,50 bis 230 Mark, Roggen 220, Sommer­gerste für Brauzwecke 175 bis 180, Hafer (inländi­scher) 160 bis 167,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spe­zial 0, mit Austauschware) 36,50 bis 37,25, Sonder- mahlung 34,25 bis 35, Weizenmehl (niederrhelnlfches, mit Austauschware) 36,50 bis 37, Sondermahlung 34,25 bis 34,75, Roggenmehl 30,50 bis 31,50, Weizen­kleie 8,25, Roggenkleie 8,75 Mark. Tendenz: ruhig.

Men« Menschen «useLnandeegehn

Vornan von L. Schneider.Foerstl.

Ht Heberrechtsschutz D e r l a g O. M e i st e r, Werdau.

Letzte Nachrichten.

Oie Umbildung des ReichSkabineits.

B e r l i n , 7. Okt. (WTB. Drahlmeldung.) Reichs- kanzler Dr. Brüning wurde vom Reichs­präsidenten heute mit der Reubildung des Kabinetts ohne parteimäßige Bin­dungen beauftrag«. Es ist nunmehr als sicher damit zu rechnen, daß Professor W a r m b o l d das Reichswirtschaftsministerium übernimmt. Reber das Verkehrsministerium wird mit Geheimrat Schmiß verhandelt. In politischen Kreisen will man heute vormittag wissen, daß Dr. Wirth das IHini- stcrium behalte. Dieses Gerücht trifft jedoch nicht zu. Vielmehr kommt als hervorragender Anwärter hierfür Reichsminister Dr.Geßler in Frage, mit dem man noch in Verhandlungen stehl. Unter diesen Umständen ist es ausgeschlossen, daß das Kabinett bereits heute abend vollständig ist. An den maß­gebenden Stellen rechnet man jetzt vielmehr mit frühe st ens morgen, also Donnerstag abend.

5-ftagent her Wagenm >2 bis Ende 1930 Hirefto. ^onlumwreins e. S.tn.u.fl. ,5en faufmänni|djen Fähig- ' eine 'ehr gute sinanMt n c r erfreut sich weit ub»

:,-5 junges Mädchen zum Opfer fiel. Der Brautl- -m wurde mit erwartungsvoller Freude am Bahn- k:i abgeholt. Für seinen Besuch war alles aufs hbis hergerichtet, man verlebte einige schone ^.age, b: der Bräutigam vorgob, etwas besorgen zu

dieser 25 Jahre der Turnsache gewidmet und war er der Erzieher der Heranwachsenden Jugend auf turnerischem Gebiet. 3m Jahre 1912 würde unter seiner Leitung eine Schülerabteilung, die heute 30 Mitglieder zählt, und im Jahre 1926 eine Mädchenabteilung mit heute 46 Mitgliedern gegründet. Dein Wirken kennzeichnen die vielen Siege, die seine Turner bei turnerischen Veran­staltungen im Bezirk, Gau und Kreis erringen konnten. Daß seine hervorragenden Leistungen für die Turnsache auch von höheren Stellen der Turnerschaft hoch bewertet werden, bewies die Verleihung des Kreisehrenbriefes, der ihm vor drei Iahren gelegentlich der Einweihung der

Oie Arbeitsmarktlage in Hessen und Heffen-Aaffau. vorübergehende Befserung.

WSV. 3n der zweiten Septemberhälfte ist die Zahl der Arbeitsuchenden im Be» reich des Landesarbeitsamts Hessen um rund 1200 auf 271 665 z u r ü ck g e g a n g e n. Die Landwirtschaft hat für die Kartoffelernte zahlreiche Arbeitslose, auch solche aus andern Berufen, eingestellt. Ferner weisen die Leder­industrie und das Bekleidungsgewerbe eine ver­stärkte Saisonbelebung auf; auch das gewerbe ist durch Einstellungen von Zeitarbei^rn bei der Reichsbahn auf Grund des zusätzlichen Arbeitsbeschaffungsprogramms merklich entlastet worden. Infolgedessen hat sich die Verhältnis- mäßig nur leichte Zunahme der Arbeitsuchenden in den meisten übrigen Berufsgruppen mehr als ausgeglichen. Es scheint jedoch nach den Be­richten der Arbeitsämter zweifellos, daß die Ent­spannung auf dem Arbeitsmarkt nicht von län* gerer Dauer sein wird; man rechnet nach Beendi­gung der Erntearbeiten wieder mit größeren Zugängen. Die Zahl der Hauptunterstühungs- empfänger ist in der Arbeitslosenversicherung um 1428 auf 77 845, in der Krisenunterstuhung um 1080 auf 67 136 gestiegen.

Freundlichere Stimmung in Berlin.

B e r l i n , 7. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die kräs- tige Aufwärtsbewegung an der gestrigen Reu- yorker Börse löste im heutigen Verkehr von Bureau zu Bureau eine wesentlichfreu n d - lichere Stimmung aus. Das Ergebnis der Konferenz im Weihen Hause war zwar für die hiesigen Bankkreise etwas enttäuschend, da uver die europäischen Probleme nur wenig gesprochen worden ist. Man hielt dies aber für eine taktische Maßnahme, da man anscheinend erst den Besuch Lavals für diese Besprechungen abwarten will. Vorläufig beschränkte man sich jedenfalls auf innerwirtschaft iche Maßnahmen der Vereinigten Staaten die aber die Einsicht erkennen lassen, daß unbedingt möglichst schnell eingegriffen werden muß, um der gegenwärtigen internationalen Wirt­schaftskrise zu steuern. Später würden dann wahr­scheinlich auch von selbst günstige Auswirkungen dieser Vorschläge auf Europa eintreten. Einer der Hauptpunkte des Hoover - Planes ist em zu bildender Kreditfonds von etwa zwei Milliarden Mark, der zur Verflüssigung der auch in Amerika reichlich eingefrorenen Kre­dite dienen soll. Außerdem will Hoover die Re- di s k o n t i e r u n g s m ö g l ich k e i t e n er­leichtern, um so zu einem etwas erweiterten Notenumlauf zu kommen. Ruch die Rachrichten um Brüning lauteten heute etwas günstiger. So konnten die Kurse im heutigen F r e i v e r - kehr sich allgemein erholen, und auf der erhöhten Basis fanden auch verhältnismäßig viel Umsätze statt. Heber einen Wiedereröffnungs­termin der Börse läßt sich Zuverlässiges auch heute noch nicht sagen. Auch die heutige Borsenvor-

stands-Sihung wird sich kaum entscheidend nut dieser Frage beschäftigen können und nur technische Dinge beraten, da die Entscheidung bekanntlich bei den Aufsichtsbehörden und der Reichsbank liegen wird. Am Devisenmarkt neigte der österreichische Schilling weiter zur Schwäche, gegen Pfund war ein Kurs von 30 Brief zu hören, wäh­rend sich Pfund Dollar auf 3,91, Pfund gegen Paris auf 99,25, Pfund gegen Amsterdam auf 9,60, Pfund gegen Mailand auf 76,38, Pfund gegen Spanien auf etwa 43 und Pfund gegen Schweiz auf 19,88 stellten.

Außerordentlich starke Zurückhaltung in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 6. Okt. Im Verkehr von Bureau zu Bureau herrschte heute vormittag ziem­liche Nervosität. Die Kurse wurden im Hin- blick auf die schwache Haltung der gestrigen Neu- yorker Börse zunächst schwächer genannt, später trat aber eine Erholung ein, wodurch das gestrige Niveau zum größten Teil wieder erreicht wurde. Gerücht­weise verlautete, daß die Einberufung einer europäischen Konferenz erörtert werde, au der die internationale Lage besprochen werden soll. Daneben fand auch die Bermutung amerikanischer Bankkreise, daß Hoover eine Verlängerung des Moratoriums um drei Jahre bean­tragen werde, ziemliche Beachtung. Allgemein be­stand jedoch außerordentlich starke Zu- rückhaltung, wobei man auf die eingetretenen innerpolitischen Verhältnisse verwies. Die Umsatz- tatigkeit hielt sich in den allerengsten Grenzen. Am Pfandbriefmarkt hörte man die Kurse gegen gestern ebenfalls kaum verändert.

Oesterreichische Valutaspekulationen durch Postanweisungen.

Dec Postanweisungvverkehr nach dem Auslande wird eingestellt.

WTB. Wien, 6. Okt. Die Postdirektion verfügte heute mittag die Einstellung des Postan- w e i s u n g s o e r k e h r s bis auf weiteres nach dem gesamten Auslande, nachdem gestern bereits eine teilweise Sperrung des Post- anweisungsoerkehrs erfolgt war. Der Grund zu der Maßnahme ist die Beobachtung, daß infolge der Kursdifferenz ausländischer Währungen bei der amt­lichen Umrechnung und im freien Handel mittels Postanweisungsverkehrs Dalucaspe- k u l a t i o n e n einsetzten.

Turnhalle des Turnvereins Krofdorf überreicht wurde.

<> Hörnsheim, 6. Okt. Ein Z u s a m m e n- st o h zwischen einem kleinen Landpostkrastwagen und einer Radfahrerin ereignete sich gestern vor­mittag an der hiesigen Ortsstraße. Die Radfahrerin bog aus einer Seitenstraße in die Hauptdorsstraße ein und stieß hierbei mit dem Postkraftwagen zusam­men; sie stürzte auf die Straße und erlitt durch den Sturz eine Gehirnerschütterung, sowie Verletzungen an beiden Beinen. Dr. Watz von hier leistete die erste Hilse und verbrachte die Verletzte in ihre Wohnung.

nende Schall, der vorn Himmel zur Erde fuhr und sich anhörte wie das Getöse aneinandcrprallender Eisenplatten, überschrie ihr Flüstern, das aber trotzdem sein Ohr erreichte.

Du mußt dich nicht fürchten", tröstete er. Unb noch einmal:Du mußt dich nicht fürchten." ilnb ihm selbst stockte dabei der Herzschlag. Das matte Braun feines Gesichtes wechselte dabei zu gelber Fahle.

Er legte den Kops in ihren Schoß und stam­melte ihren Aamen. Sie sah ganz reglos. Rur ihre Augen glitten suchend nach dem trüben Wasser des Hortobagy. Er sah es und deckte mit einem Aufstöhnen das Gesicht mit beiden Hän­den. Als er die Hände wieder finken lieh, und das Mädchen noch immer neben ihm sah, ohne eine Spur von Leben oder Bewegung zu zeigen, verlor er jegliche Selbstbeherrschung. Run, da sie seine Frau war, brauchte er auch das Wort nicht mehr zu halten, das er sich selbst und der Groß­mutter gegeben hatte. Rur mehr sein Blut sprach und das Verlangen, sie zu feinem Eigentum zu machen, so lange es noch Zeit war und ehe ein anderer sie an sich riß.

Er legte ihr die Hand über die Ohren, damit sie den Donner nicht hörte, der über sie hinging. Die ganze Steppe stand in fahles Licht getaucht.

3n schwerem, geheimnisvollem Rauschen fielen die ersten Tropfen. 3m Widerschein der Blitze flimmerten sie wie irisierender Stahl. Wie mit toeitgebffnetem, dürstendem Munde trank die Erde das Rah in sich, das da vom Himmel auf sie herabstürzte. Die Gräser hoben sich. Mit blitzen­den Leibern jagte ein Rudel Pferde vorüber. Die Steppenkräuter und die Kletterstauden, durch die sie rannten, zitterten leise nach.

Als Horvath sich erhob, wagte er keinen Blick in den des Mädchens zu tun. Sie benötigte seine Hand, um sich erheben zu können. 3n meter- weitem Abstande und dann wieder eng zusammen- gedrückt, schritten sie nach der Tanja.

Er fühlte sich schuldig, trotz ihrer göttlichen und gesetzlichen Verbundenheit. Zusammenschauernd drückte er die Fäuste gegen die Schläfen.

3ch werde jetzt sofort zu deinem Vater gehen, Raja."

Rein!" Sie hielt ihn mit beiden Armen fest.

Ich will ihn nochmals bitten, dah er dich mir gibt. Du hast gesehen, wohin es führt, wenn man im Geheimen Mann und Frau ist."

Du darsst jetzt nicht zu ihm gehen!" weinte sie aus.3eht nicht! Er würde dich fragen und du würdest in deiner Erregung alles gestehen, auch daß wir uns haben trauen lassen."

,lind bann? Er machte sich behutsam frei, . faßte ihren linken Arm und ging mit ihr dem j Landhause Dosanvis zu.Bleib hier, bis ich wiederkomme". bat er, als sie an dem niederen Heckenzaune standen.

. (Fortfehung folgt.)

Wir wollen uns die letzten Stunden nicht ver­gällen", sagte er besänftigend.Seh dich zu mir! Wer weiß, wann wir uns Wiedersehen!"

Er faßte nach ihrer Hand und zog sie neben sich in das vertrocknete Gras. Da sie noch immer schweigsam blieb, begann fein Blut sich wieder zu erregen. Aergerlich klopfte er den Staub von seinem dunklen Beinkleid.Wenn du verstimmt bist, weshalb kommst du dann? 3ch mußte mir die Zeit stehlen, hier eine geschlagene Stunde auf dich zu warten. Und das ist nun der Dank dafür!

Er wollte sich erheben, aber ihre Hand griff erschrocken nach seinem Arm.Guido, wenn du wüßtest!" . « c

Was soll ich denn schon wieder wissen , rief er verzweifelt und wühlte in feinem dunklen Haar.3ch habe schon mit so viel verwöhnten Frauen zu tun gehabt, aber du bist noch die ver­wöhnteste von allen."

Das nicht! Aber die bemitleidenswerteste sicher."

Bemitleidenswert?" lachte er ungehalten auf. Weil ich dich zu meiner Frau gemacht habe? Deswegen? Dann laß mich doch, wenn es dir solch ungeheures Opfer ist. Rimm dir doch einen anderen. Es gibt so viele außer mir!

Er saß vorneüber geneigt, riß ein Stück Rasen aus der vertrockneten Erde und warf es mit einem zornigen Laut in den Hortobagy, daß das Wasser' zischend aufsprihte.

Guido i 3d) hätte Ettel Rovas Frau werden f°ll(StteI Rovas Frau!" lachte Horvath auf.Das ist" doch der Gelbe mit der Riesenglahe? Einen feinen Mann hätten sie dir ausgesucht. Reben dem tann ich mich allerdings nicht sehen lassen.

Dann, als das Mädchen herzzerbrechend auf- weinte, lenkte er ein.3ch wollte dich nicht kränken, aber es wäre doch zu toll gewesen, wenn du gerade den hättest nehmen wollen. Der ist ja dreißig 3ahre älter als du. Und wenn er auch Geld hat wie Heu, von dem Geld allein wird die Liebe nicht satt."

Sie barg ihr Gesicht an seiner Brust. Die ganze Steppe lag plötzlich von blauem, blendendem Licht übergossen, hob sich, senkte sich zuweilen und erzitterte tief von dem Rollen und Knattern, das über sie hinwegdröhnte.

Dichtes, schwarzes Gewölk jagte vorüber, daß cs stockdunkel wurde. Gleich drohenden Fingern reckte sich das Schilf zur Höhe und neigte sich im Winde gegeneinander.

Die Angst des geliebten Weibes wirkte auf Horvath beruhigend. Er legte den Arm um Raja und zog sie an sich. 3m blauen Schein der Flam­men, die vom Himmel herniederzüngeltcn, fat) er ihre Augen in brennend heißem Flehen auf sich gerichtet.

Was ist denn, mein Liebes?

Ihr Gesicht glitt auf seine Brust. Der dröh-

Hnö bann?

Wenn einer geht, kann er nichts als hoffen, daß er alles so wiedersindet, Wie er es ver­lassen hat. *

Guido Horvaths Ferien neigten sich ihrem Ende zu. Fünf Tage noch. Dann wollte auch er der Sonne des Südens entgegen. Aegypten war diesmal das Ziel, das er als erstes anftrebte. 3n Kairo meldeten die Blätter fern Eintreffen für die erste Hälfte des Oktober.

Hub er ließ biesmal eine Frau zuruck. ©eine Frau Raja hatte feinem Drängen nachgegeben unb sich vor Tagen im Geheimen mit ihm trauen ^Run saß er zwischen Schilf unb bürftigem Weidengestrüpp, das den Hortobagy umsäumte, und blickte gedankenverloren nach dem Streifen gelben Sandes, der das Braun der krustigen Erde durchschnitt. . , ... . ...

Trübe von mitgespültem Erdreich walzte sich das schlammige Wasser dahin. Ein zweirädriger Karren mit einem großen Blachendache kmrschte im Hferfanb und verschwand in einer Wolke grobkörnigen Staubes. . .

Horvath wühlte ärgerlich mit seinem Stock m dem Boden. Wie lange wollte sie ihn noch warten lassen? Wie satt er das hatte! Wie satt! Immer dieses Bitten und Betteln, bis sie ihm ein Zu­sammentreffen gewährte. Gut, daß er endlich reifen mußte. Es wäre nicht länger zu ertragen 8 Eine stickige Schwüle lag in der Luft. Die Sonne stand dicht über dem Horizont, und über die Pappelfpihen flog ein rötlicher Schimmer, während sich die Abendschatten bereits in ihr schwarzes Laub legten, daß sie noch hoher und ernster schienen, als brüteten sie Unheil und Verderben. .. ...

Die Lust fieberte in Gewitterschwüle, ganz von brennendem Dunst gesättigt. Die Himme skuppel wölbte sich in schwarzem Samt, unb broyte lang­sam auf bic Erde herabzugleiten.

Melancholisch, mit kaum hörbarem Wellenschlag, schob sich der Hortobagy dahin. Ein dichter Schritt kam über den gelben Streifen Sandes. Horvaths Ohr erlauschte den leisen Ton.

Das Schilf wurde zur Seite geschoben. Guido!" , , .

Er erhob sich nicht, wandte nicht einmal den Kopf. Rur seine Hand streckte sich in lässiger Be­wegung über die Schulter.Ich habe dieses War­ten nachgerade satt bekommen. Richt einmal jetzt kannst du pünktlich sein, wo du doch meine Frau

Als sie nichts erwiderte, sah er auf und blickte in ein Gesicht, aus dem bis tief in die Lippen hinein jede Farbe gewichen war. Sie sah über ihn hinweg nach den Wolken, die langsam über den Himmel gekrochen kamen.

Gchwcinemarkt in Gedern.

V Gedern, 6. Okt. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 594 Tiere ausgetrieben. Für 6 Wochen alte Ferkel wurden 8 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 8 bis 12 Mark unb für Läufer je nach Qualität 12 bis 20 Mark bezahlt. Der Han­del war teilweise sehr lebhaft. Es blieb geringer Ueberstand.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

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© ä) o 11 e n, 6. Okt. Dor kurzer Zeit wurde einem Wochenendhaus unweit des früheren ; jrerheirns ein Einbr e ch e r f c st g e n orn - n Der Täter, der im hiesigen Arntsgerichts- ängnis saß, ist nun in der Rächt zum Montag Gebrochen und spurlos ver sch wundem i brach ein Loch in den Kamin und stieg durch k fen auf das Dach. Bon hier aus ließ er sich r fls eines Seiles, das er aus Bettuch und Sfltzrr gedreht, in den Gefängnishof unb enttarn U-ch Ueberflettern ber Mauer. Ieht fanden Les- 5; »facher im Stadtwald auch ein herrenloses 3:|rrab mit elektrischer Lampe. In etnec LoTnnappe waren größere Mengen Z i - q cilloä unb ein Fernsprecher unter- Tracht. Anscheinenb gehörte bas Fahrrab bem

Ezengeryi hielt noch immer das Gesicht zuruck- tcüanbt. Er sah Rosmaries schlanke Gestalt unb ieben ihr bie stattliche des Freundes, der den fcn um das Mädchen gelegt hatte. Zwei weiße rücher flatterten im Winde.

täuschender Dunst schwebte aus der Ferne tewan als ob Ströme goldenen Staubes vom Äi-nmel Tjerab zur Erde flössen. Hinter diesem Fleier verschwand alles: die Gärten, die toogen- )en Felder, das Grün der Bäume, das dunkle Buaun der Aecker, bie weitläufigen ®ebofte der )t«i Landgüter, von denen das eine im Besitze rSröks war unb bie anbern ben Horvaths und Busanyis gehörten. . .

mein lieber Bela!" Der Professor legte feine hanb auf den Arm des jungen Mannes und imng Bela, das Gesicht nach ihm zu wenden. Tlun heißt es vorwärts sehen. Wir können nichts ils hoffen, daß wir alles so toieberfmben, tote Dur es verlassen haben."

Wiebersinden, wie wir es verlassen haben", fmilte es in Szengeryis Ohr nach. Er senkte ben Kaps. Rach einer Weile hob er ihn und sah ücrhmals zurück.

Ls war nichts mehr zu unterscheiden.

Der Professor blickte unentwegt geradeaus während der Rosselenker alle Mühe hatte, daS !-fährt sicher über den stellenweise klaffenden Lkden hinwegzulenken.

Am Rande der Steppe stieg em Gewitter auf. Man sah Blitze niedersahren unb hörte den 2'mner nachrollen. Aber bie Ebene Rbtie üer- jeöenö nach bem Labsal bes Regens. Der bleiche fj.mmel lieh keinen Tropfen entschlüpfen, obwohl ölc Lust von Dünsten gera* esu geschwängert war.

Janz in schwarzen, toiroelnben Staub gehüllt, iirite der Wagen an ausgetrockneten Brunnen oerüber. Rur die Hufschläge der Pferde unb bas Mtem ber Räber unterbrachen bie lastende ö'lillc

Lörök toanbte bas Gesicht nach Szengeryi, sah bon geneigten Kopf unb begann mit ihm von ber Reise zu sprechen. Es kam Zuerst keiner^i Antwort. Aber ber Professor ließ es sich nicht v-rbrießen, weiterzureben, bis bie Augen bes iiingen Mannes wieder Interesse zeigten und dis bns Erwarten alles dessen, dem sie fufjren, die Depression des Abschieds verscheuchte.

3n drei Iahren kam man ja wieder! Drei Jahre waren keine Ewigkeit.

ää käcf:«»:im* Walde abgeftellt hatte. Rolle S ön He Zigarillos dürsten gleichfalls Diebsgut sein.

KenmTVer W-ib. Kreis Alsfeld.

mifen Sahi/J ' Rieder-Gemünden, 5. Okt. Zu bem bin SirnJiu enn«i tnncht vom Sängertag in Rieber-Gemunben ist oi'nhu - ' d,U5 6,1 fci*f)tigenb mitzuteilen, bah nicht ber altere Teil

iabrung FLK dos & hiesigen © ä n g e r D e r e i n t gun g fern Ihriges Bestehen feiert, fonbern fern 50jah-

-unebmen 4«=*- Entgegen bem Berichte feiert der G e - orteuS 'f-mgverein Eintrach t Rieber-Ohmen

!c' rojähriges Bestehen. ... .

erWi»! <J®e.röen»i Grebenau, 6. Okt. unjerem

iwn we im Frü-jahk tut ein Heiratsschwindler auf, dem ein h.e- luge oon Futterun, * ..... ..... rx-r e:-f

S UE^die Qlsbaß E dar M, wenn ber ,5 ([®Q5 findet. Abschuh

"n echten Deidmann un. h der Bräutigam vorgao, eimav uquiyc;. irtunben unb bereiten ihm rissen und mit ber Eisenbahn aus Nimmerwieder- Hubertus, hier davonfuhr. Nachdem festgestellt worden war, kfr bas Sparkassenbuch der Braut

I fth (te, benachrichtigte man die Gendarmerie. Jn- pd djen soll es gelungen sein, den Heiratsschwindler , ^Schlitz zu fassen und ins Amtsgerichtsgesang- ^lei lN ÄUWch, v non Alsseld einzuliefern. Heute wurde im

Ter (eit einiaen Bnh. i=hen Wallersdorf von Landwirt Heinrich We 11 - iermeifter Dr lcuf e r I. in feinem gepachteten Gememde-Fischer--

nstmimig wm Büraen ri,t eine F o r e l l e im G e w i ch t v o n 5/^ P f d.

B »logen. Die Forelle bat eme Lange non 65 cm.

bw ber Wohl hängt noch i PrCUftCtL

e tzictzen. Kreis Wetzlar.

C'i turd) die gute Witte, DER. Wetzlar, 6. Okt. In der Jagdhütte wurde die Kartoffel' Inner Iagd in Werdorf bei Wetzlar erlittber c mm sie setzt als beende, liagdpächter Fabrikant H a h n aus Altena (West : i: reichlich Einige emp Illen; gestern einen f ch w e ren Unfall. Er Industrie und Gbelfraid tollte eine Buchse aus dem ^^hrschrank neh Her der onhallenden » non, als sich auf ungeklärte Weise ern Schuh fe ,«US'.»»Ä 8Sap

? S&s säxä nach Shringshaul-n -mg-l.-I-rt

neister von Troßen.ruleck. ß c b D r 6 Okt. Dor 25 Iahren, am

wurden t_\t Wasserleitung . 0(t'o6cr 1906i wurde unser Mitbürger Wilhelm do- : Wegenetz reo - . Tur nwart des Turnvereins

. 1001 narinh »r du ' * ^t. Er bekleidet dieses Amt

aid) heute noch. Unermüdlich hat er sich während

auf h?°n fe ülü Srcnjcn des Busecker Tals hinaus eines sehr VI? '«ne & |LiL-m fRufd.

Kreis Büdingen.

"'Q blreiben' J11'5 ,? Ridda, 6. Okt. Wie die Landwirtschast- "iccr Schulen, so weisen auch die Gewerbe- schiech, , rc llien einen starken Schüler rück g a n g ^aufer^i»Un^ a1. der einmal auf die schwachen Knegsiahr- dcniüU,°? "°ch ein!? 8um andern auf die Wirtschaftskrise zu- ' benn bic?01 m^uführen ist. Die Beschränkung der Klassen- at Ml führt auch hier zum Abbau von Lehrkräften.

efjenn JMen ia«,, . J Jen nächsten Iahren dürfte der Fortbestand 'en Qm 16 n» V* n.n«f>er Gewerbeschule auf dem Lande in Stage .Strout unhDSe! stellt fein, was im Interefse des Handwerks be- Uli* wäre.

Berlin, k .Ok'ober 'Jlmenlanndie 'Jloten.......

Beigijche Violen Taniiche Violen

Engliiäie fioUn.........

RtansölHdie Noten Holländische Noten Ntalienliche Noten Norwegtlche Nölen TeuHch-Lelterrelch, I 100 SchMing Numänilche Noten........

Schwedtiche Noten Schweizer Noten.........

Spanische Noten

Ungarische Noten .......

6 . Df ober

7 Oftober

Amllichk Notierung

Amtliche Notierung

»flD

Brie'

Geld

Seiet

Helsingsor» .

Wien....

10,34

53,45

10,36

53,55

10,34

50,70

10.36

50,80

Prag . .

12,48

12,50

12.482

12.502

Budapest . .

73,28

73,42

73,28

73,42

3,067

3,073

3,067

3,073

Holland . .

169,48

169,82

168,83

170,17

CSlo ....

92,91

93,09

93,41

93,59

Kopenhagen

93,51

93.59

94,16

94,34

Stockholm

98.40

98,60

97,65

97,85

London. .

16,08

16,12

16,43

16,47

Buenos Aire

0,918

0,922

0,908

0,912

Neuport .

4.209

4,217

4.209

4,217

Brüssel. .

59,14

59,26

59,14

59,26

Italien. .

21,48

21,52

21,58

21,62

Parts . .

16,70

16,74

16.70

16,74

Schweiz .

82,42

82,58

82.52

82,68

Spanien .

37,86

37,94

37,86

37,94

Danzig. .

82,02

82,18

82.07

82,23

Japan . .

2,078

2,082

2,078

2,082

Rio de Ion

0,189

0,191

0,209

0,211

Jugoslawien

7,473

7.487

7.473

7,487

Liliadon .

14,64

1 14,66

15,08

15,12

4.20

4,22

59,03

59,27

93,21

93.59

16.04

16.10

16,67

16,73

169,11

169.79

21.46

21.54

92,71

93,09

53,29

53,51

2,50

2.52

96,16

96,54

82,24

82,56

37,62

37,78

72,75

73,15