Ausgabe 
7.9.1931
 
Einzelbild herunterladen

als Vertreter der

haben.

sn

Nachdem nun zwei Interessenten an der Dutz- bach-Llchcr Dahn sich über daS Für und Wider geäußert haben, schließen wir die Aussprach» in unseren Spalten. D. Red.

Begleiter zugelassen werden. Bei Benutzung von Schnellzügen ist die Mindestentfernung von 150 Kilometer weggefallen, ferner kann die Ermäßi­gung in Schnellzügen auch zu den öfter-, Pfingst- und WeihnachtSserien gewährt werden. Die Zahl der Begleiter für Schulfahrten ist auch künftig fo zu bemcffcn, daß auf je neun Schüler ein Begleiter entfällt. Außerdem ist in den Tarif- bestimmungen darauf Bedacht genommen, daß auch künftig wenigsten» eine Lehrperson einet be­teiligten Lehranstalt an der Fahrt teilnimmt. Eine größere Zahl von Lehrern oder Aufsichts­personen kann mit Genehmigung der Eisenbahn­verwaltung von Fall zu Fall in die Fahrpreis­ermäßigung einbezogen werden. Anträge müfsen rechtzeitig an die Reichsbahndirektion gerichtet werden.

Em Feiertag im oberhessischen Handwerk

Abschlußfeier der Iungmeister- 1931.

Bphbach-Licher Bahn.

Eine Erwiderung.

Wan schreibt uns: In der am Freitag ver­öffentlichten Zuschrift über die Zustände im P er- fonenverkehr auf der Strecke Ltch Grünberg der Butzbach-Licher Eisen­bahn werden schwere Anklagen gegen die Dahn- leitung und die aufsichtsführenden staatlichen Stellen erhoben, die ganz sicher in vie­len beteiligten Kreisen beifällig ausgenom­men werden, die aber trotzdem nicht rich­tig sind. ES ist eine arge llebertreibung, wenn man von trostlosen Zuständen spricht, wäh­rend tatsächlich an den Werktagen eine gute Der- kehrSmöglichkeit gegeben ist. DaS muß um so mehr anerkannt werden, nachdem sich die Verhältnisse so sehr geändert haben. Früher waren diese An­klagen berechtigt und sind unserer Erinnerung nach auch recht energisch erhoben worden. Da- maü war der Güterverkehr aus der Strecke noch rentabel, und e» konnte ver­langt werden, daß man auch den unrentablen Personenverkehr in vollem Umfang aufrecht er­halte und daß die Bahn nicht nur den ihr Go toinn bringenden Güterverkehr berücksichtige Das ist erreicht worden. Inzwischen ist aber ein katastrophaler Umschwung eingetrcten. Wie sich die wirtschaftliche Lage ausgewirkt hat, mag eine Zahl zeigen. 2m Juni 1930 betrugen die Einnahmen aus dem Personenverkehr noch etwa 11 000 Mk., aus dem Güterverkehr rund 35 000 Wk. Die entsprechenden Zahlen für 1931 find rund 9000 Wk. bzw. 11500 Wk. Es ist unerfindlich, wie man da noch an eine Erweite­rung des Fahrplans denken kann, nachdem fett einigen Monaten es als feststehend bezeichnet werden kann, daß die Dahn nicht mehr lebensfähig ift. Da muh man mehr als froh fein, wenn der Derkehr aufrecht erhalten bleibt in wirtschaftlich notwendigster Beziehung.

Daß am Sonntag Einschränkungen eintreten, die den wenigen Reisenden sehr un­bequem sein mögen, ist recht bedauerlich. Aber da» muß in Kauf genommen werden, um die Dahn wenigstens noch so lange zu erhalten, daß sie vielleicht doch noch die jetzige Krise, an deren Ende wir noch nicht stehen, überdauert. Die Fahrgelegenheit am Sonntag ist lediglich al» Dehelssmittel, das keine Kosten verursacht, zu werten. Lind dieser Behelf ist besser, als nicht». Sehr traurig ist e» auch, daß von einzelnen

Im Saale de» Lass Leib yi Gießen fand gestern nachmittag die Abfchlußfeier der Iungmeisterinnen und Iungmeister der Provinz Oberhessen 19 31 bei sehr starker Beteiligung statt. Dem Gebote der Zeit entsprechend wurde die Feier in schlichter Weise durchgesührt; die offiziellen Ansprachen, musika­lische Darbietungen der Kapelle Weller, Gesangs- Vorträge, Kaffee und Kuchen und Tanz füllten die Stunden in schönster Weise au».

Den offiziellen Teil eröffnete der Dorsitzende der Meisterprüfungskommission für die Provinz Ober Hellen

Gewerbeschulrat Vr. Bönning» (Gießen) mit Glückwunschworten an die Iungmeisterinnen und Iungmeister, sowie mit Grüßen an die Fest- Dufammlung. Besonderen Gruß entbot er dem Vorsitzenden der Handwerkskammer-Nebenstelle Gießen Bauunternehmer Decker (Gießen), der da« Ministerium für Arbeit und Wirtschaft und die Handwerkskammer Darmstadt vertrat. Ober»

manche Leute erfahren in ihrem ganzen Leben nichts davon, daß sie in den Sparkassen die rechte Anlage- statte für ihr Geld besitzen, die außerdem ihnen noch Vorteile und Gewinn durch die regelmäßige Zinsgewährung gibt. Höchste Zeit, daß wir uns alle, die wir unsere sauer genug erworbenen Ersvarnisse erhalten wollen, uns daran erinnern, daß die Pan> zcrschränke der Sparkasse sicherer und geeigneter sind als Strohsack, Ofenloch und Strumpf, die ihre Rolle als Geldschrank ein für allemal ausgespielt

auf die schwere Wirtschaftskrise und ihre überau« schmerzlichen Auswirkungen auf die Kommunen und da- Handwerk hin. Er lenkte weiter die Aufmerksamkeit auf die noch in dieser Woche zu erwartende Notverordnung der Hessischen Regie­rung, durch die voraussichtlich in scharfer Weise die Ausgaben der Gemeinden gedrosselt würden. Neben der Genugtuung darüber in manchen Dür- ficrtreifen dürste aber die Tallache nicht Über­ehen werden, daß die teilweise durchaus be- rechtigten Drosselungen wohl auch nicht an den Ausgaben Vorbeigehen würden, deren Nutzen ba« Handwerk habe, ba« infolgebeffen nur mit sehr starkem inneren Dewegen biesen Sparmaßnahmen I entgegensehen könne. Dennoch seien biete Maß- I nahmen notwenbig, ba wir die Wirtschaftskrise au- eigener Krast überwinden mühten. Er ver­wies weiter auf die Ausgabe der handwerllichen Spihenverbände, gemeinsam mit der Regierung nach Wegen zu suchen, die zur Wiedereröfsnung einer besseren Zeit auch für das Handwerk führen und dadurch der Handwerk-jugend eine lichtere Zukunft eröffnen. Daß diese» Ziel bald erreicht werden möge, sei fein Wunsch für da- Handwerk an diesem Tage.

Däckerobermcister L o e b e r (Giehen) sprach al« zweiter Vorsitzender de« Gießener Ort«gctoerbc- | verein» die Glückwünsche de« erkrankten 1. Dor- sitzenden Haubach und des Verein« auS. Er erinnerte sodann an das Wort DiSmarck» gegen­über einer Abordnung deS Handwerk«, die um die Einführung der Gewervcfreiheit bat: das Handwerk möge dafür sorgen, daß e« vor allem eine Macht werde. Dieses Wort habe noch heute feine Gültigkeit. Die jungen Meister müßten sich bewußt bleiben, daß sie keiner leichten Aufgabe gegenüberstehen und daß der einzelne nichts auS- richten könne, zumal in diesen schweren Notzeiten, daß er, für sich allein, wie ein schwaches Rohr dem Sturmwind zum Opfer falle. Wichtig und notwendig fei auch für die jungen Handwerks­meister vor allem der enge Zusammenschluß in den Innungen und in den OrtSgewerbevereinen, in denen nicht nur mit abfälliger Kritik, sondern auch mit positiven Vorschlägen mitgearbeitet wer­den müsse. Durch seine Organisationen wolle das Handwerk seine Lage verbessern. Da« Handwerk wolle keine Ltaatshilfe, es fordere aber, daß die Regie- und Staatsbetriebe, sowie alle anderen Konkurrenzuntemehmungen de« Handwerks genau so wie der Handwerksmeister zu den .öffentlichen Lasten herangezogen werden. (Beifall.) Der Red­ner forderte, daß der eine genau so wie der andere behandelt werde, getreu dem Wort Schil­lers, daß Staat und Kommunen die Ausgabe haben, für Gerechtigkeit gegenüber jedermann zu sorgen. Zum Schluß forderte der Redner zu ein­trächtigem Zusammenarbeiten mit den Behörden auf, das auch für die Iungmeister richtung­gebend sein müsse.

Weiter sprachen noch Duchdruckereibesitzer Klein (Gießen), der gleichfalls zur Unter­stützung der handwerklichen Organisationen und Einrichtungen aufforberte; Bäckermeister D e i b e I (Gießen), der die jungen Meister zur ständigen Weiterbildung im Berufe ermahnte und ebenfalls den Anschluß an die Organisationen empfahl: Oberreallehrer i. R. Haggenmüller (Gießen), der zur Treue im Kleinen wie im Großen auf­forderte und den jungen Meistern empfahl, stets nach dieser Richtschnur zu leben und zu arbeiten.

Den Dank der jungen Meister brachte Iung­meister Baumann (Gießen) in herzlichen Wor­ten zum Ausdruck. Seiner Ansprache folgte der gemeinsame Gesang deS ersten Verse« der Natio­nalhymne.

Den geselligen Teil füllte die Kapelle Weller gut auS, Iungmeister Alfred D e i - ch e r t erfreute durch Gesangsvorträge, im An­schluß an die Kaffeetafel folgte als Abschluß Tanzvergnügen.

Aus Oer Provmzialhauptstabt.

Gießen, den 7. September 1931.

Gtrohsäcke, Osenlöcher und (Strümpfe.

Strohsack, Ofenloch und Strumpf in Zusammen­hang miteinander zu bringen, erscheint auf den ersten Blick hin reichlich sinnwidrig und herausge- sucht. Aber es scheint nur fo! In Wirklichkeit, im täglichen Leben, liegen die Beziehungen dieser drei verschiedenen Dinge zu einem vierten, sehr wert- vollen Stoff, außerordentlich nahe beieinander. Es flibt so manchen Menschen unter uns, der sein Geld, eine Ersparnisse mit Strohsack, Ofenloch und Strumpf zusammenbringt. Und er dünkt sich beson­ders schlau, weil er überzeugt davon ist, in diesen Verstecken sei sein Geld durchaus sicher, und dazu habe er es stets griffbereit, um darüber im Augen­blick des Bedarfs verfügen zu können.Sicherheit zuerst- das Wort hat dabei allerdings nur sehr bedingten, sehr eingeschränkten Wert. Wir hören so oft davon.

In einem Gerichtsbericht lesen wir Aum Beispiel, daß eine kluge Frau ihren nicht unerheblichen Be- sitz an Geld in das Ofenloch tat. Nun ist auch der Fall schon oft vorgekommen, daß eine andere, un. beteiligte Person, die von den Schätzen des Ofen­lochs nichts wußte und nur Papier darin sah, rasch zum Streichholz griff und dem Reichtum im Ösen- loch ein schnelles Ende bereitete. So kam es in die- fern Fall nicht. Ader es fand sich einer, der die Ge­pflogenheit mancher Leute kannte, der von der Eig­nung eines Ofenloches zum Tresor nicht viel hielt und daher aus dieser Stätte sich den Schatz heraus- holte und für sich behielt. Eine bittere Lehre gewiß aber warum muß sie so spät erst erworben werden!

In einem anderen Falle lasen wir von derHor­tung" schöner Geldscheine im Strohsack des Bettes, das in einem einfachen Landhause stand. Don Geiz­hälsen weiß man, daß sie alltäglich ihren Besitz nach­zählen, sich an dem Knistern der gesammelten und gehüteten Scheine erfreuen. Diese Frau tat nichts dergleichen. Sie war davon überzeugt, ihr Gell» sei sicher, und daher ließ sie es solange im Strohsack, bis eines Tages die Mäuse davon erfuhren und die kostbaren Scheine zum Bau des Wochenbettes der Mäusemama benutzten. Auch dieser Schaden ließ sich nicht wieder gutmachen, die Scheine waren zer­rissen. Und der Strumpf, auf den unsere Altvorderen Iirofjc Stücke hielten, ist kein feuer- und diebstahl- icherer Tresor, das sollte heute eigentlich jedem klar ein.

Sollte klar sein! Aber wie die Geschichten des täg­lichen Lebens uns lehren, ist die Erkenntnis immer noch nicht weit genug gediehen. Fast scheint es.

meister Heß (Friedberg) Handwerkskammer-Nebenstellen Gießen und Friedberg, Regierungsrat Dr. Braun (Dießen)

Gemeinden die Sfificru der Bahn dadurch bv- droht wird, daß man in der Ltundungsbewilll- gung von Steuern und Zinsen nicht entgegen* kommt. Wie wenig Anklang dieser Standpunkt findet, gebt daraus hervor, daß gerade von einerhöheren Stelle", von der in dem Klage­artikel die Rede ist, der Gedanke zur Debatt« gestellt wurde, Stationen aufzuheben, und daß auch in Erwägung gezogen werden müßte, für den Autobetrieb unrentable Umwege einzusparen und Haltestellen zu verlegen.

In all den Anklagen gegen die Bahn klingt immer der Gedanke wieder, daß ja die Bahn m andere Hände übergeben könne, wenn die Firma Lenz sie nicht mehr bewirtfchafte. Da fragt man sich, was da« für Hände fein sollen? Vielleicht die Reichsbahn? Diese legt keinen Wert darauf, ihr Defizitkonto durch Uebernahme einer notorisch unrentabelen Dahn zu erhöben. Der Hessische Staat? Dann traut man doch den leeren Kassen in Darmstadt allerlei zu. Die Kreise und di» Gemeinden? Die haben auch weniger, wie nicht». Also kann e« nur so weitergeben, daß man den De trieb einigermaßen erhält, und man muß froh fein, daß bi» 1932 die Bahn gesichert erscheint, wenn die beteiligten Stellen in Staat und Gemeinden ihr nicht ihre Hilfe versagen.

k Tun 44'c

al» Vertreter de» KreiSamt» Dießen und der Provinzialdircktion Oberhessen, Dürgermeister Dr. Hamm (Dietzen) al« Vertreter der Stadt­verwaltung, Däckerobermeister Loeb er (Dietzen) al» Vertreter be« Giehener Ortsgewerbeverein«, dir Prüfung-meister, Oberreattehrer i. R. Hag - Se n m ü 11 e r (Giehen) als Schriftführer, sowie ie Vertreter der Presse. Weiter ermahnte er die jungen Meister, stet« ihre Pflicht und Schul­digkeit zu tun und eifrig mitzuarbeiten in den Organisationen des Handwerk«.

Da« Srgebni« der Meisterprüfung 1931 ist folgendes: Zur Meisterprüfung meldeten sich 264, von denen 218 bestanden: mit Note 1 - 15, Note II - 91 und Note III = 158. 2m einzelnen bestanden: Automechaniker 3, 'Bäder 26, Elektriker 34, Friseure 3, Maurer 16, Metzger 15, Polsterer 3, Sattler 3, Dauschlosser 11, Werk­zeugschlosser 2. Maschinenschlosser 7, Schmiede 2, Schneider 4, Spengler und Installateure 3, In­stallateure 3, Schuhmacher 15, Schreiner 30, Wag­ner 3, Zimmerer 4. Maler und Weitzbinder 12, Schriftsetzer 3, Steinmetzen 2, Uhrmacher 2, Schneiderinnen 8, und je 1 Pflasterer, Lackierer, Müller, Weitzzeugnäherin.

Die offiziellen Ansprachen.

Bauunternehmer Becker (Gießen) übermittelte den Iungmeistern und Iungmeisterinnen die Glück- wünsche des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft und der Handwerkskammer, Darmstadt. Obermeister Heß (Friedberg) gab den Glückwünschen der Hand- werkskammer-Nebenstellen Gießen und Friedberg Ausdruck, denen er feine verfönlichen Glückwünsche beifügte. Er forderte die jungen Handwerksmeister auf, in ihrem Beruf und in den handwerklichen Organisationen eifrig mitzuarbeiten zum Besten des Handwerks und des Vaterlandes.

Regierungsrat Dr. Braun (Gießen) sprach den jungen Handwerksmeistern die Glückwünsche be» Mreisamts Gießen und der Prooinzialdirektion Oder- Hessen au». Er wies sodann auf die Wirtschaftskrise hin und auf die Bestrebungen zur Unterstützung des Handwerks in dieser schweren Zeit, die ohne die Aufrechterhaltung eines gesunden Mittelstandes nicht überwunden werden könne. Er warnte vor dem ständigen Rufen nach Staatshilfe und ermahnte, daß das Handwerk sich Der in ihm wohnenden inneren Straft bewußt fein müsse. Weiter forderte er auf, dem Selbstvertrauen noch die unbedingte Lieferung von Qualitätsarbeit beizufügen, da nur durch diese beiden Faktoren das Handwerk seine Lage bessern könne. Die jungen Meister forderte er auf, auf dieser Grundlage zu arbeiten und sich dadurch eine sichere Existenz zu schaffen.

Dürgermeister Dr. Hamm (Giehen) wies tm Anschluß an seine Glückwunschworte gleichfalls

E i n Siebzigjähriger. Färbermeister Christian Wallenfels, wohnhaft KirchenplaN 23, feierte am Sonntag in körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag.

Zur Fahrpreisermäßigung zu­gunsten der Jugendpflege gibt ba« hessische Kultusministerium bekannt, bah bie tüt die Jahre 1931 1932 ausgestellten Anerkennungs- bescheinigimgen (weiße Postkarte) zur Zeit den zu­ständigen Eisenbahnbirektionen listenrnähig nach- getoiefen werben. Es ist hoher nicht zulässig, bah bie AnerkcnnungsbefcheiniguHgen bei einer even­tuellen Aenderung her eingetragenen Personalien durch bie Organisation selbst abgeändert werben, sondern die Bescheinigungen find zur Aenderung dem Ministerium in Darmstadt, Wilhelminen- strahe 3, vorzulegen, damit auch die den Eisen- babnbirektionen übersandten Listen berichtigt wer­den können.

Fahrpreis-Ermähigung der Reichsbahn für Schulfahrten. Die Larisbestimmungen bet Reichsbahn übet bie 50prozentige Fahrptei^rmähigung für Schul­fahrten sind dahin erweitert worden, daß neben den Lehrern auch andere Aufsichtspersonen al»

Vornotizcn.

TageskalenderfürMont a g. Deutsche Dolkspartei: 20.30 Uhr^Hindenburg-, Mitglieder- Versammlung. F. G. F.: 20.30 Uhr Hauptübung. Kurzschriftverein von 1861: Anfängerlehrgang, 19 Uhr, Goetheschule. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Nie wieder Liebe".

Dotführung der Sützmostberei- tung. Die Guttempler-Loge .Hassia", Giehen, veranstaltet am Mittwoch. 9. September. 20 Uhr, im Kaufmännischen Verein-Haus in Gemeinschaft mit dem Naturheilverein und dem Obst- und Gar­tenbauverein eine praktische Vorführung der Süh- mostbereitung für den Haushalt. Der Besuch die­ser Veranstaltung dürfte in jedermanns eigenem Interesse und nicht zuletzt im Interesse des hei­mischen Obstbaues zu empfehlen sein. Nähere» in her heutigen Anzeige.

Oie Gemeindekaffe um 2000 M. geschädigt.

|( Marburg, 6. Sept. Der früher« Gemeinde­rechner von Fronhausen (Lahn), der seit vielen Jahren fein Amt mit größter Gewissenhaftigkeit führte, kündigte im vergangenen Jahre diese Tätig­keit und übergab feinem Nachfolger eine Abrechnung, die scheinbar in Einnahme und Ausgabe stimmte. Bet näherer Nachprüfung ergab sich jedoch ein Fehl- betragvon2000 Mark. Der Gemeinderechner, der eine Betrugsabsicht in Abrede stellte und angab, die Arbeit sei ihm über den Stopf gewachsen, konnte keine Belege über Einnahmen und Ausgaben vorzeigen, da sie ihm geftoh l e n seien. Es wurde jedoch festgestellt daß er sie verbrannt hatte. Das hiesige Schöffengericht er­nannte gegen den Gemeinderechner wegen Amts- Unterschlagung und Beiseitefchaffung von Belegen auf neun Monate Gefängnis.

(Schluß be» redaktionellen Teils.)

Die Verwendung der hochwertigen Ruhrkohle ist für die Heizung der Beweis, daß das Beste immer das billigste ist. An Heizkraft von keiner anderen europäischen Kohle übertrofferr erlaubt ihre Ver­wendung, mit der geringsten Menge bei stet» aus­reichender Wärmelieferung auszukommen fo daß wesentlich an den Heizungskosten gespart werden kann. Ein weiterer Vorteil liegt in her Mannigfaltia- leit der im Ruhrrevier geförderten Kohlenarten, so daß für alle gebräuchlichen häuslichen Oesen, Eisen­oder Kachelöfen, Dauerbrenner amerikanischer oder irischer Bauart oder Küchenherde eine besonder» geeignete Ruhrkohle verfeuert werden kann. Bei der Gelegenheit sei auf das der heutigen Ausgabe de» Gießener Anzeigers beiliegende Werbeblatt über Ruhrkohlen hingewiefen. 5865A