zeuge. Fahrrad und Motorrad, stießen zusammen und d»e drei Fahrer flürAlen. Während der Radsahrer leichte Verletzungen an Kopf und Deinen erlitt, sind die D er le V u n g e n der bei de nMvtvrradfahrer schwerer Natur. Der Führer de« Motorrades. Karl Kühn au« Lindenstruth, wurde in bewußtlosem Zustande mit einem schweren Schatelbruch in die Ehirurgische Klinik nach Diesten verbracht: der Beifahrer der Maurer Schmidt au« Göbelnrod, erlitt eine Vehir ner schü tte - rung und Verletzungen an Schulter und Oberarm. Wie wir heute morgen erfahren. ist Karl Kühn seinen erlittenen schweren Verletzungen noch am gestrigen Abend erlegen.
Landkreis Gießen.
• Lauter. 6. Aug. Die älteste Einwob - nerin unsere« Dorfe«. Frau Katharine Sann Witwe geb. Rahn, feiert heute bei verhältnismäßig guter Gesundheit ihren 8 5. Geburtstag.
h Lich , 6. Aug. Die Stadtverwaltung läßt von Wohlfahrt «erwerbslosen bzw. Fürsorgearteitern feit wahren daS Wegenetz der Feld- und Wald- aemarfimg durch Reuchaussierungen ver- bessern. 3n letzter Zeit konnte hierdurch eine Anzahl befestigter Wege dem Verkehr übergeben werden. Daneben nimmt die Stadtverwaltung auch Bedacht auf die Unterhaltung der be- reitS be st eßenden chaussierten Feldwege. 3nSbe'vndere befinden sich zwei Wege, die Ziegelgasse und der Sttxkbrückenweg in unterhal- tung-tedürf tigern Zustand. Sine Teilstrecke de« ersteren Weges, der al« Hauptverkehrsweg gilt, wird zur Zett instandge'eht. Zu diesem Zwecke rft eine verhältnismäßig starke Schotterdecke auf den Weg aufgebracht worden. 'Dem Vernehmen nach soll die restliche Teilstrecke der Ziegelgasfe im kommenden Rechnungsjahr in gleicher Weise in Stand gesetzt werden. DaS erforderliche Steinmaterial ist in dem naße gelegenen städttschen Steinbruch auf dem Schäferling gewonnen und auch dort aufgearbeitet toorten. Die Anfuhr der Steine besorgten hiesige Landwirte. — Die Getreideernte ist augenblicklich im vollsten Gange. Zur Zeit wird in Der Hauptsache Weizen geschnitten. Seit Montag dieser Woche brummt auch die Dreschmaschine, die augenblicklich vornehmlich von kleineren bäuerlichen Betrieben in Anspruch ge
nommen wird. Der Srtrag wird al« zufri e- denftellend bezeichnet.
Areie Friedberg.
WSN. Butzbach, 6. Lug In dem Prozeß der Provinz Oberheffen gegen die Stabt Butzbach wegen Erhöhung der Strompreise hat das Oberlandcsgcricht in Darmstadt heute ein für Butzbach obsiegendes Urteil verkündet. Die Berufung der Provinzialdirektion Oberhesscn wurde verworfen. Auch das Landgericht Gießen hatte sich auf den Standpunkt der Stadt Butzbach gestellt.
M Butzdach, 6. Vug. Unsere Stadt hatte gestern einen großen lag. Gegen Mittag traf die K a p e l l e des Linienschiffs „Schlesien" hier ein unter reichem Flaggcnjchmuck der Stadt, begrüßt von unserem Stadtoberhaupt. Bei Beginn des Äon- zerles waren der große Saal und die Tribünen des .hessischen Hofs" überfüllt. Redakteur Ä. Schneider begrüßte die Gäste. (Er endete feine Ansprache mit einem Hoist auf das Deutsche Reich. Richt nur die Arrncemarsche. darunter zwei prächtige Fan- farenmärschc, sondern auch die übrigen Darbietungen fanden starken Beifall, so daß immer neue Zugaben erfolgten. Die Matrosen fanden ein dankbare» Publikum.
Starkenburg
MSN. Darmstadt. 6. Aua. Oberregie» rungsrat Lindenstruth bei der Abteilung für Dekch- und Derkehrssteuern des Landesfinanz- amteS ist zum Landesfinanzamtsdirektor und Leiter dieser Abteilung ernannt worden.
Preußen.
Kreis Marburg.
WSR. Marburg, 6. Aug. An der hiesigen Universität habilitierte sich alS Privatdozent Dr. Fritz Ahlfeld.
|| Marburg. 6. Aug. Der Gastwirteverein Marburg und Umgegend hat beschlossen, daß infolge der schwierigen Wirtschaftslage, von der insbesondere auch der Gastwirtestand schwer betroffen ist, den Gästen nur noch gegen bar Getränke und Speisen verabreicht werden können. Da einzelne Wirte ein halbes Liter Bier noch für 35 Pf. verkaufen, sollen die Brauereien gebeten werden, einheitliche Bierpreise und einen Preisschutz einzu- führen.
Oeuffchlandflug twmll. bifif 16. August
Die größte flugsportliche Veranstaltung in diesem Jahre wird der oom 11. bis 16. August ftattfinbenbe Deutschlandflug sein. Im Gegensatz zum (Europa- Rundslug wird dieser Wettbewerb erstmalig als Rennen ausgetragen, da die Punkte bei der technischen Prüfung In „Plus-Minuten" umgerechnet werden und der nach Zeit schnellste Flieger Sieaer wird. Der veranstaltende Aero-Club von Deutschland gibt setzt folgende Einzelheiten bekannt:
Das (Eintreffen der Flugzeuge ist ab 8. August auf dem Flughafen Staaten zu erwarten. Die technische Prüfung findet oom 11. bis 14. August, mittags, in Staaten jtatt, wobei eine Auswertung tiefer Prüfung in „Plus-Minuten" für die Startfolge zum Streckenflug vorgenommen wird. Das Ergebnis der technischen Prüfung ist also zugleich die Startreihenfolge für den Streckenflug. Der Beste aus der technischen Prüfung hat den ersten Start für den Strcrfcnflug. Die Stanreihensolge wird am 14. August auf dem Flughafen Staaten befannt- gegeben. Der StartAum Streckenflug erfolgt am 15. August früh (ab 4.30 Uhr) vom Flughafen Staaten aus. Die Flugstrecke des ersten Tages — 15. August — führt von Staaten über Lübeck— Münster—Böblingen nach München. Die Flugstrecke des zweiten Tages führt von München über Wien— Breslau nach Berlin-Tempelhof. Die Länge der Strecke ist am ersten Tage 1140 Kilometer, am zweiten Tage 1835 Kilometer, insgesamt also 2130 Kilometer. Da» Ziel in Tempelhof wird am Sonntagnachmittag erreicht werden.
7. Hohensyburg kennen.
Arn 13. September veranstaltet ber Allgemeine Deutsche Automobil-Elub Gau 5 Westfalen-Lippe auf der bekannten Rundstrecke an der Hohensy- burg sein traditionelles Hohensyburg-Rennen. Seit dem Jahre 1925 wird diese Veranstaltung alljährlich durchgesührt. Lediglich im Jahre 1929 wurde sie durch da« Straßenrennverbot zur Zu- verlässigkcitSfahrt. Aber nachdem im vorigen Jahr die Strecke offiziell als Hilsrennstrecke anerkannt wurde, lebt sofort die alte Veranstaltung wieder auf. Durch die Tatsache, daß die 14,8 Kilometer lange Rund strecke in Deutschland die einzige für Automvobile genehmigt« Straße ist, erhält da« Rennen eine außerordentliche Bedeutung. 3n Westdeutschland ist sie überhaupt die einzige genehmigte Straße und Rundstrecke für Geschwin- digbtttswertungen. So dürste dann das Hohensy- burg-Reimen, da« für Automobile und Motorräder offen ist. ein motorsportliche« Ereignis allerersten Ranges werden.
Radsport im „Lahngau" des BdR.
Saalsportfest in Gießen.
Der Lahngau im Bund Deutscher Radfahrer tritt am Sonntag mit einem Gau-Iugend-Saal- sport fest an die Oefsentlichkeit. Zur Austragung gelangen Iugenbrcigen, Jugend-Radballspiele und Kunstfahren. Da der Iugendsaalsport im Lahngau zur Zeit auf beachtlicher Höhe steht und da für dieses Saalsportfest zahlreiche Meldungen eingeganaen sind, dürfte guter Sport zu erwarten sein. Das Programm der Veranstaltung sieht außerdem einen Vortrag des Reichsjugendsührers Arthur Dahl- Kassel, sowie eine Reihe musikalischer Darbietungen vor. Am Vormittag gelangt ein Jugend-Zu- verlässigkeitsfahren über 17 km mit Start und Ziel am Schützenhaus und ein Zweiermannschaftsfahren der Aktiven über 8 0 km (Start: Walltor, Ziel: Schützenhaus) zur Durchführung. Auch hierzu sind zahlreiche Meldun- gen eingegangen. Näheres in der heutigen Anzeige.
Hauptschießen
her Schühengesettschast 1926 Gießen.
Bei dem am 1., 2. und 3. August abgehaltenen Hauptschicßen mit Großkaliber wurden folgende Resultate erzielt, und zwar:
1. Auf der Festscheib « 100 Meter (40er Ringscheibe stehend aufgelegt): 1. Sauer, Gießen, 40 R. (Etechschuh 31); 2. Hill. Alsfeld, 39/34 Ringe; 3. Herrmann, Gießen, 39 34 R.; 4. Spa- mer, Ridda, 39/24 R; 5. Sühel, Schottert, 38/36
Ringe; 6. Heinen. Wetzlar, 38 35 R.; 7. Kumme- row, Gießen, 38 34 R; 8. Tertvr, Lich 38/34 R.; 9. Rühl, Laubach. 38 32 R; 10. Maidhof, Lich, 37/34 R.; 11. Mobs, Gießen. 37,30 R.; 12. De- Wald, Gießen, 37/28 Ringe.
Festscheibel75Meter (stehend sreihand): 1. Ricke!, Ridda, 34 R. Stechschuß 2; 2. Steller, Weilmünster, 33/32 R.; 3. Reumann. Schotten, 33/31 R; 4. Dewald, Gießen, 33/0 R.; 5. Loew, Weilmünster, 29/26 R.; 6. Maidhof, Lich, 27/16 R.; 7. Kummerow, Gießen, 26/15 R.; 8. Schilling, Gießen, 24 21 Ringe.
Oie Sommerspiele des S. Bezirks.
Der 5. Bezirk im Turngau Hessen der DT. veranstaltet am Sonntag seine Sommerspiele, zu denen nur Meldungen in Faustball vorliegen. 3n der Meisterklasse werden T. u. Epv. Butzbach l und Polizeisportverein Butzbach I dem vorjährigen Dezirksmeister, Tv. H o l z- heiml, gegenüverstehen. Zur ^-Klasse haben Tv. Rieder-Mörlen I, Tv. Holzheim II, T. u. Spv. Butzbach II und Pvl.-Spv. Butzbach II gemeldet. Richt eine einzige Meldung liegt in der Jugendklasse vor. Auch in der Altersklasse kommt es zu keinem Spiel, weil hier nur Tv. Rieder- Mörlen gemeldet hat.
Handball im Lahn-Oünsberg-Gau
Albach — Burkhardsfelden 4:1 (1:0).
Die beiden Mannschaften standen sich vor dem Endspiel Friedberg-Fauerbach.Londorf im Gesellschaftsspiel gegenüber. Trotz überlegenem Spiel gelang eS Albach in der ersten Halbzeit nur einmal, den guten Tormann von Burkhardsfelden zu schlagen. Rach Wechsel spielt Albach weiterhin überlegen und konnte noch dreimal erfolgreich sein. Gegen Schluß erzielte Burkhardsfelden durch 13-Meter-Wurs das Ehrentor.
Handball im Sau Hessen (O.T.)
Drei Mannschaften des Tv. Grohen-Linden im Feld.
Den letzten pflichtspielfreien Sonntag benützen die Großen Lindener dazu, mit der ersten, der zweiten und mit der Schülermannschaft Rückspielverpslichtun- gen zu erfüllen. Die erste Mannschaft tritt gegen die erste von Rieder-Mörlen, die zweite gegen Lang- Göns und die Schülermannschaft gegen die Schüler von Hörnsheim an.
Reitertag in Londorf.
Der .Ländliche Reit- und Fahrverein Rabenau", der alljährlich bisher in Londorf ein größere« Reit- undFahrturnier auf gezogen hatte, nahm in diesem Jahre, In Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Rotlage, hiervon Abstand unZ> veranstaltete nur im kleinen Rahmen einen log. .Reitertag". Die Veranstaltung diente in erster Linie dazu, genau wie in anderen Vereinen, die Leibesübungen betreiben, einen Hebet- blick über die Tättgkeit im Reitsport, vor allem der akttven Reiter des Vereins, zu geben und ferner vorgeschrittene Reiter und Fahrer für das neugefchaNene .Deutsche Reiter- bzw. Deutsche Fahrer-Abzeichen" zu prüfen. Als Prüfungskommission hierfür waren zwei, vom Reichsverband Berlin, anerkannte Richter erschienen, und zwar Landstallmeister Hertel (Darmstadt> und Rittmeister a. D. Graf v. Dredvw (Altenburg). Ferner waren als Richter für die Hebungen der Abteilungen noch zwei Vorstandsmitglieder des Provinzialverbandes der oberhessischen Reit- und Fahrvereine, P. Hoffmann (Hof-Güll) und R. Kleberger «Melbach) anwesend.
Aus dem herrlich gelegenen Turnierplatz marschierten zunächst alle sechs Abteilungen des Raben auer Vereins und die Abteilung Rieder-Ohmen des befreundeten Rachbarvereins Grünberg in Paradeaufstellung auf Das Kommando hatte der älteste Rabenauer Reitlehrer K. Röcker (Weiters- hain), der auch vom Sammelplatz Londorf aus unter Dvrantritt des Londorf er Polaunenchor« die Abteilungen mit vorangetragener Standarte durch Londorf zum Turnierplatz geführt hatte. Als Steuerung wurde nächst dem Abteilungsreiten, ein Wettbewerb in Freiübungen durchgefuhrt, befon- ders gut schnitt hierbei die Anfänger-Reitabtei
lung Lvichors-Rordeck unter ihrem Reitlehrer K. Pfeiff ab.
Beste Leistungen in Sinzelfreiübungen zeigte hierbei Adam Pfaff (Abt. Londvrf-Ror- deck>, Willi Döll (Abt Rieder-Ohmen). Fritz El au (Abt. Grohen-Bufeck^. Kurt Peil (Abt. Wermertshausens Wilh. Wagner (Abteilung Geilshausen.. Reinhold Theiß (2LbL Weiters- Hain). An die Genannten wurden Ehrenschleisen und Ertnnerungspreise verteilt.
Ferner bestanden die P r ü f u n g e n für daS .Deutsche Reiterabzeichen Klasse III in Bronze": Adolf Röcker, Wilhelm Reichert. S Lerch, W. Ricklas, R. Theiß, Ad. Loth, (alle von der Abt. Wei- tershain-; Hch. Becker (Abt. Geilshausen); Hch Kornmann. P. Kornmann, K. Peil (alle von der Abt Wermertshausen); K. Pfeiff, Reitlehrer «Abt. Lvndorf-Rordeck»; Fritz Esau, O. S ch m l d t. Hch Rübsamen , Aug. Weber (sämtlich von der Adt. Droßen-Busecki und 3aL Grkel (Abt. Rieder-Ohmen.
Tie Prüfungen für daS .DeutscheFah- reraozeichenKlassell! inBronze traten.
nach den Ausschreibungen, nur ehemalige Schüler von Fahrschulen zugelassen. Hierbei »eftanten A» Röcker i Abk. WeiterShain». Kutscher Wilbeü» Dörr (Londorf». Hch Becker (Abt. GeilSoau- len), Hch. Kornmann (Abt. Wermertshausen), und Fritz El au (Abt Droften-Duseck).
Die Veranstaltung nahm einen guten Verlauf und dürfte einen wetteren Ansporn für die aktive Tätigkeit in den ein^dnen Reitabteilungen bilden.
v. R.
Kurze Sportnotizen.
Bei der soeben beendeten Alpen- fahrt gewann tue deutsche .Wanderer"-Mannschaft den internationalen Alpenpvkal.
Gustave Roth (Belgien) und der deutsche Metstcr Gustav Eder (Dortmund) kämpsen am 30. Auaust in Der'.in erneut um die Europameisterschaft im Weltergewichtsboren.
Hertba/BSS. hat sich jetzt entschlossen, da« Spiel gegen den 1. ZE Rürnberg am Coniv* tag in Rürnberg doch auSzutragen.
prominente Kußballer in Gießen.
VfB. (Liga) - BfK Zürth (BezirkSliga).
Der hiesige DfB. hat für Samstagabend eine Mannschaft verpflichtet, berem Auftreten von den Fußballinteressenten in Gießen mit sicherlich gesteigertem Interesse entgegengesehen wird. Die Liga- Mannschaft des Vereins für Rasenspiele Fürth, eine Mannschaft die in der fpiclftärfften deutschen Bezirksliga eine Rolle spielt, wird auf dem Waldspielplatz gegen die 1. Mannschaft des VfB. antreten und die Grün-Weißen zu einer Leistungsprobe heraussordern, wie sie den DfLern bisher noch nicht beschieden war. Es darf nicht vergessen werden, in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, daß die Mannschaft des VsR. in den Verbandsspielen keine geringeren Mannschaften als die des 1. FC. R., der opieloereinigung Fürth, der Würzburger Kickers, der Bayern von Hof und des Nürnberger ASB. zu Gegnern hat. In dieser prominenten Gesellschaft kann sich sicherlich eine Mannschaft nur bann hallen, wenn sie tatsächlich mit außerordentlichen Leistungen aufzuwarten vermag. Außerdem darf nicht vergessen werden, daß die Gäste vom Samstag in der süddeutschen Trostrunde gegen den Endspielgegner um die DFB.-Meisterschaft gegen 1860 München nur knapp unterlag (4:3) und damit ihr Können nach- drücklichst unter Beweis stellten.
Die beiden Mannschaften stehen sich in folgender Aufstellung gegenüber:
VfR. Fürth.
Hirsch Förster Schwender Leitzmann Emmert I Stemmer Sesselmann Dietrich Emmert II Schönlein Wolf Lehrmund Haupt Bärenfänger Wlodareck Schmidt Post Knauß Leutheuser
Singel Kreß I Balser
VfB. Gießen.
Unterzieht man die einzelnen Spieler der Gastmannschaft einer kurzen Bettachtung, bann ergibt sich folgenbes Bild: Die bekanntesten und befähigtsten Spieler haben die Fürther zweifellos in den beiden Außenstürmern S e f f e I m a n n und Wolf. (Emmert II gilt als Mittelstürmer, ber feiner Mannschaft manchen Impuls gibt unb den Sturm immer wieder nach vorn reißt. Der Tormann Hirsch ist zwar noch sehr jung, gilt jedoch bereits als einer der aussichtsreichsten Torhüter Süddeutschlands und bedeutet für seine Mannschaft einen hoch einzuschähen- den moralischen Rückhalt. Die Fürther sind eine Kom- binationsmannschaft ersten Ranges, führen den typi- schen südbeutschen Flachpaß vor unb arbeiten äußerst flink unb zuverlässig. Daraus erhellt, baß bic DsBer vor einer außerorbentlich schweren Aufgabe stehen, wenn sie auch nur ehrenvoll bestehen wollen. Die DsBer haben sich mit der Verpflichtung der Gäste
au» Süddeutschland eine Ausgabe gestellt, der sie, aller Voraussicht nach, kaum voll gerecht zu werben vermögen. Dies insbesondere deshalb, weil die Mannschaft einige neue Kräfte ausgestellt hat, zu denen erst ber innere Kontakt geschaffen werden muß. Zwar hat die Mannschaft unter der Leitung des bekannten ehemaligen Halbstürmers Bärensän- g e r (FC. Benrath) eifrig trainiert, es bleibt indessen noch abzuwarten, inwieweit sich die Mannschaft in ber Spielanlage System angeeignet hat. Daß man eine Mannschaft, wie ber bes VsR. Fürth nur mit genauester Zusammenarbeit entgegentreten darf, wenn man erfolgreich fein will, erscheint klar. Ob bic DfB.-Mannschaft in bic,er Hinsicht den Ansorbe- rungen entsprechen wird, ist nicht sicher. (Ein Sieg der Fürther steht, sofern die Mannschaft in der genannten Aufstellung antritt, absolut fest.
Die VfB.-Mannschaft: B a l f e r ift zweifellos einer der Besten in der Mannschaft. Bingel zuverlässig und gut in Form, Kreß I bei aller Aufopferung vielleicht nicht ganz der richtige Mann, Leutheu f e r unb P o st sind zuverlässige Kämpen, Kn a u ß (ein Jugendlicher) wirb einen sehr schweren Stand haben. Särenfänger dürfte kaum ent- täuschen, Hauptist leider durch eine Fußoerletzung noch etwas gehandicapt und zur Vorsicht verpflichtet, Wlodareck ist neu in der Mannschaft, Schmidt und Lehrmund: man hofft, daß sie gut auf dem Posten sein werden.
Das Spiel beginnt morgen um 18.30 Uhr. Der Fußballkampf, ber sich bei einer nur einigermaßen guten Leistung der DsBer sehr wohl zu einem Großkampf entwickeln kann, dürfte sicherlich viel Interesie auslösen. Auf das Ergebnis des Kampfes, der einen eindrucksvollen Auftakt ber diesjährigen Saison darstellen sollte, darf man mit Recht sehr gespannt sein.
Für den Sonntag hat die Mannschaft ein weiteres Spiel abgeschlossen. Der Gegner ift die Liga- Mannschaft des DfB. Weidenau, eine leistungsfähige Mannschaft, gegen die die Grünweißen keinen leich- ten Stand haben werden. Zudem wird ber Mannschaft das Spiel gegen Fürth noch „in den Knochen (legen*. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß Weidenau nahezu zwei Schnellzugstunden entfernt liegt. Ob es unter diesen Umständen möglich fein wird, gegen die ausgeruhten Weidenauer einen Sieg zu landen, darf mit Fug und Recht als sehr fraglich bezeichnet werden.
Die 2. Mannschaft hat die 1. Mannschaft bes FT. Daubringen, ben hartnäckigen Gegner ber vergangen nen Saison zum Gegner. Auch hier wirb ber Sieg nicht leicht zu erringen fein. Immerhin barf man bie zweite Mannschaft al» Sieger erwarten.
Regeln für die Postabfertigung.
Zur glatten und raschen Qlbfertigung an den Postschaltern kann das Publikum im eigenen Interesse viel beitragen, wenn es die nachstehenden Regeln beachtet:
1. Wähle für deine Dostgeschäfte möglichst nicht die Hauptverkehrsstunden.
2. Klebe auf alle freizumachenden Sendungen die Marken vor der Einlieferung auf, wozu du bei Briefsenduygen. Postanweisungen und Zahlkarten verpflichtet bist.
3. Schreibe zu Wert- und Einschreibesendungen einen Einlieferungsschein — mit Tinte — vorher aus.
4. Halte daS Geld abgezählt bereit. Hebergib größere Mengen Papier- oder Silbergeld stet« geordnet. Lege bei gleichzeitiger Ein- oder Auszahlung von drei und mehr PostanweisungS- und Zcchlkartenbeträgen sowie beim Einkauf von drei oder mehr verschiedenen Sorten von Wertzeichen im Betrag von mehr al« 5 Mk. eine auf gerechnete Zusammenstellung der zu zahlenden Beträge vor.
5. Benutze bei eigenem stärkerem Verkehr die besonderen Einrichtungen (Einlieferungsbücher, Selbstvvrbereitung von Paketen, Einschreibbriefen usw.).
Büchertisch.
— Ludwig Finkh: „Die Reise an den Bodensee". Verlag von Adolf Donz & Co., Stuttgart. Geb. 2,25 Mk. (177.) — Wohl kaum ein anderer Dichter hat die Landschaft des Bodensees. das Welen der Städte an seinen grünen Hsern. den lebendigen Zauber der Dörfer, die Kraft und die Eigenart der Menschen und den sanften Glanz, der dort die Dinge und die Ratur umwebt, so fein darzustellen vermocht, wie Ludwig Finch. Kaum einer bettachtet den Bodensee mit so klaren Augen wie er. Er bringt dem Leser die Berge nahe und die grünen Hier, die das klare Walser säumen, er vermag in Worten die Luft so wiederzugeben, wie es die alten holländischen Maler mit der Farbe vermochten und webt so das Bild vieler Landschaft zu einer vollkommenen Einheit- Was aber das kleine Büchlein besonders reizvoll macht, ist die Verbindung des gegenwärttgen Geschehnisses mit der Landschaft und mit der Vergangenheit. Daß er bie Wenfchen. ihre Gewohnheiten, ihre Sprache dem Ganzen einordnet, wie ein Goldschmied den Edelstein dem lauteren Gold, erscheint fast felbft- verständlich. Der das kleine Büchlein gelesen hat.
wird lebhaft wünschen, den Bodensee, die deutsche Riviera, da« alte Lindau und die Insel Mainau, die Abtei Reichenau und das liebliche altertümliche Meersburg, wie auch noch viele« andeve kennenzu lernen.
— Margarete Seemann : Benedeit« Erde. 79 Seiten 8°. Ganzleinen 4 Mk. 3rran$ Bvrgmeher Verlag, HildeSheim. (174.) — ßont Laurmann-Krnzelmann: Dom heimlichen Leben zwischen Mutter und Kind. 80 Seiten 8°. Drosch. 2 Mk., Ganzleinen 3.50 Mk. Franz Borgmeyer Verlag, Hildesheim, (175.) — 3n diesen beiden Bändchen haben zwei mütterliche Frauen ihre persönlichen Erlebnisse mit ihren Kindern in Form von Versen und kurzen. tagcbuchmähigen Aufzeichnungen niedergelegt, die — über den privaten HmkreiS hinaus — auch manchen anderen Müttern und jungett Frauen in stillen Stunden eine willkommene Lektüre bilden werden.
Buntes Allerlei.
Ilgerjagb an Lord.
Die aufregende Geschichte von einer Tigerjagd an Bord eine« Schiffes erzählte der Oberingenieur deS Rorddeutschen Lloyd-Dampfers .Lahn", al« das Schiff im Londoner Hafen anlegte. Der Dampfer, der außer der Mannschaft 16 Passagiere an Bord hatte, brachte einige Tiger von Dinga- pore nach Europa; sie befanden sich in vier getrennten Käfigen auf dem inteven Deck. .In den Rachtstunden de« 23. Juli, kurz bevor wir Marseille erreichten", berichtete ter Oberingenieur, .gelang eS einem der Tiger, einem .Menschenfressers von etwa 140 Zentimeter Höhe und 2 Meter Länge, sich aus seinem Käsig zu befreien, indem er die Holzverschalung mit seinen mächtigen Tatzen zerschlug. Ein Matrose, der gerate von ter Wache zurückkam, befand sich dem Tier in der Dunkelheit plötzlich gegenüber. Er dachte zunächst, es fei ter Schiffshund, rief ihm bei Damen, und als da« Tier herankam, streichelte er e«. Man kann sich sein Entsetzen vorstellen, als er entdeckte, daß es ein Tiger war. Der Mann rannte fort, ater die Bestie setzte hinter ihm her, packte ihn am Handgelenk unb riß ihm das Fleisch bi« zum Knochen heraus. Er entkam, und ter Offizier auf der Landungsbrücke teilte uns telephonisch mit, daß wir un- in den Kabinen halten fottten. Als es einige Stunden später heller wurde, guckte ich aus meiner Kabine heraus und sah den Tiger herumschleichen. Unterteilen hatten sich die Offiziere unb


