Ausgabe 
7.5.1931
 
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bis 30; Kartoffeln 5 bis 6; Aepfel 40 bis 50; Dörrobst 30 bis 35Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 110; Suppenhühner 90 bis 110; Nüsse 60 bis 70; das Stück: Tauben 70 bis 80; Eier 9; Blumenkohl 40 bis 70; Salat 20 bis 25; Salat- gurken 50 bis 70; neue Ober-Kohlrabi 20 bis 25; Lauch 5 bis 15; Sellerie 10 bis 50; das Bund: neue Rettich 20 bis 25; Radieschen 15 bis 20 Pf.; der Zentner: Kartoffeln 4 bis 5; Weißkraut 10 bis 15; Wirsing 20 bis 30; Rotkraut 20 bis 30 Mark.

" Versa in mlung der Oberschlesier. Die Oberschlesier, die vor zehn Jahren eine Ortsgruppe derVereinigten Verbände heimat- treuer Oberschlesier" bildeten, haben sich auch jetzt wieder zusammengeschlos'en, um den Heimat­gedanken unZ> die Heimatliebe zu pflegen. In der jüngsten Versammlung imAuerhahn" wurde der frühere Vorsitzende der Ortsgruppe, Lands­mann Motz, erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Weiter wurde beschlossen, jeden ersten Montag im Monat Mitgliederversammlungen abzuhalten. Von den erschienenen schlesischen Studenten machte stud. jur. Hans Ruschka, der in der nächsten Versammlung eingehender über die gegenwärtigen Zustände an der Hultschiner Grenze sprechen wird, interessante Ausführungen über die Grenz­schikanen der Tschechoslowaken. Landsmann Max Fröhlich trugoberschlesische Schnurren" vor.

Die Zimmermeister-Zwangs- 3n n un g Stadt und Landkreis Gie­ßen Hielt am Samstag im RestaurantZum Andres" dahier eine Innungsversammlung ab. Rach einleitenden Ausführungen von Obermeister Rinker (Ronnenroth) referierte Geschäfts­führer Kirchner (Gießen) über die Tätigkeit der Innung im abgelaufenen Vierteljahr. Weiter sprach der Redner über die Auswirkung der Wirtschaftskrise im Zimmererhandwerk unv die seither zur Besserung der Lage durchgeführten Maßnahmen. In einer regen Aussprache wur­den die weittragenden Folgen der Schwarzarbeit und der Preisunterbietungen besprochen. Auch die Beitragsregelung war Gegenstand der Ver­handlungen. Zum SHluß wurde noch eingehend auf die Rotwendigkert hingewiesen, die private Bautätigkeit durch geeignete Maßnahmen zu unte« stützen.

" Preisgekrönte Gießener Hunde­züchter. DomVerein Hundesport für Gießen und Umgegend" wird uns geschrieben: Bei der in Frankfurt veranstalteten Ausstellung von Hunden aller Rassen konnten auch einige Gießener Hundefreunde erfolgreich sein. In der überaus großen Konkurrenz in allen Klassen es waren 2046 Hunde ausgestellt haben folgende Mit­glieder des Vereins Hundesport Gießen Preise erhalten: BoxerzwingerHassia" (Be­sitzer E. Riemann, Gießen): I. Bester Boxer- rüde und beste Boxerhündin der Ausstellung, vorzüglich; il. 1. und 3. Preis (offene Klasse) für gestromte Hündinnen, vorzüglich; III. 2. Preis für gelbe Hündinnen, vorzüglich; IV. 1. Preis für Zuch^gruppe, vorzüglich; V. 2. Pr. für Zuchtgruppe Polizeihundrasse unter 26 Gruppen: Anwartschaft auf Siegertitel, Baron v. Gingin Zuchtmedaille und vier Ehrenpreise. Dr. Erb, Gießen, Barsoihündin, 3. Preis (offene Klasse) Ehren­preis, vorzüglich; Glatchaarfoxterrierrüde 4. Pr. und Ehrenpreis (offene Klasse); Glatthaar­foxterrierrüde (Jugendklasse) 2. Preis und Ehren­preis. Frau Olga Münker. Gießen: Schot­tische Terrierhündin (Jugendklasse) Sehr gut, 1. Preis und Ehrenpreis. Herr Aug. Schwan, Gießen: Schnauzerhündin (offene Klasse) vor­züglich, 4. Preis und Ehrenpreis.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 6. Mai. Am Samstag und Sonn­tag veranstalteten die Gasversorgung W i e s e ck und die Installationsfirma Wagner im Saale des Gasthauses Walter Gasvor­träge verbunden mit Schaukochen. Die praktische Durchführung hatte die Gasherdfabrik Iunker & Ruh übernommen. Frau Müller- Moers von der Firma Iunker & Ruh schilderte die zweckmäßige und billige Gasverwendung in der Küche. Auf zwei Gaskochern und auf vier Iunker & Ruh-Gasherden zeigte sie den zahl­reichen Hausfrauen, auf welche Weise man auf Gas schmackhaft, billig und nahrhaft die Speisen zubereiten kann. Die Rednerin gab den Haus­frauen eine Menge Ratschläge und sog. Haus­frauenkniffe bekannt, durch die in der Küche Geld erspart werden kann. Die weiteren Aus­führungen waren der Brenner- und Gasherd­

konstruktion, sowie der guten Behandlung des Gasherdes, der Wärmeregulierung, der Zeit- und Fettersparnis gewidmet. Aber auch die zweckmäßige und richtige Gasverwendung bei der Wäsche, bei der Warmwasserbereitung und Raumheizung wurde geschildert. -In kurzer Zeit stellte die Rednerin während des Dortrages die verschiedensten Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte sowie Kuchen und Plätzchen auf dem Kocher, in Brat- und Backofen sowie im Grill fertig. Rach dem Dortrage konnte man sich durch schmack­hafte Kostproben von der Güte der hergestellten Speisen überzeugen. Das FischhausCuxhaven" hatte eine Anzahl Fische für das Schaukochen zur Verfügung gestellt. Die Dorsitzende der Gießener Hausfrauen-Beratung, Frau Dr. K o e p p e, Gie­ßen, wies auf die Ziele der Beratung hin. Es wurde von chr ferner auf den hohen Wert der Seefischnahrung hingewiesen. Rach Beendigung der Kochvorführungen dankte im Ramen des Städttschen Gaswerkes Gießen Dr. G o e r e s den Deranstaltern und insbesondere der Rednerin des Abends.

Amtseinführung

des neuen Oberbürgermeisters von Mainz.

WSR. Mainz, 5. Mai. Gestern nachmittag fand die feierliche Einführung und Derpflichtung des neuen Oberbürgermeisters der Stadt Mainz, Dr. E h r h a r d , statt. Der Ein­führung wohnten sämtliche Bürgermeister und Beigeordneten, die Stadträte und die Direktoren und Abteilungsleiter der einzelnen städtischen Betriebe bei. Im Auftrage der hessischen Staats­regierung nahm Provinzialdirektor Dr. Weh^- ner den neuen Oberbürgermeister in Eid und Pflicht. Rach der Vereidigung überbrachten Bürgermeister H i e m e n s im Auftrage der Bürgermeister und Beigeordneten und Stadt­rat Christ im Auftrag des Mainzer Stadtrats dem neuen Oberhaupt herzliche Glückwünsche dar. Der neue Oberbürgermeister Dr. Ehrhard dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versprach, sich mit all seiner Kraft für den Wiederaufstieg der Stadt Mainz einzusehen.

2 Millionen Defizit im Darmstädter Etat.

D a r m st o d t, 5. Mai. (WSN.) Der Darm» städter Stadtrat befaßte sich heute zum drittenmal mit dem Etat für das Rechnungsjahr 1931/32^ der jetzt mit einem Fehlbetrag von 2,014 Millionen Mark abschließt. Nach noch­maliger Debatte wurden die Deckungsvor- schlage der Stadtverwaltung abge­lehnt und der Etat in dex vorliegenden Fassung gegen die Stimmen der Nationalsozialisten, Deutsch- nationalen und Kommunisten angenommen. Der Etat wird nunmehr der Aufssichtsbehörde zugehen.

BroipreiSerhöhung.

WSR. Friedberg, 6. Mai. Die hiesige Bäcker-Innung gibt bekannt, daß ab 7. Mai eine Erhöhung des Drotpreises in Kraft tritt. Es kostet hellgemischtes Weizenbrot 92 Pf., dunkelgemischtes Weizenbrot 85 Pf. und Roggen­brot 75 Pf., alles für den vierpfündigen Laib.

WSR. Frankfurt a. M., 6. Mai. Das Frankfurter Däckergewerbc, das eine Beibehal­tung des bisherigen Brotpreises davon abhängig gemacht hatte, daß es gelingen werde, die stän - dig gestiegenen Mehlpreise durch ge­eignete Maßnahmen zurückzuschrauben, glaubt jetzt mit einer Brvtpreiserhöhung nicht mehr länger warten zu können. Mit Wirkung ab 7. Mai werden die Brotpreise in Frankfurt a. M. um drei bzw. vier Pfennig für den Dreipfün- d e r erhöht. Das Schlüchternbrot steigt von 63 auf 66 Pfennig, das Roggenbrot von 56 auf 60 Pfennig, dos Bauernbrot von 60 auf 63 Pfennig. Dieser Brotpreisaufschlag wird von dem gesam­ten Bäckergewerbe (Brotfabriken, Konsumverein und Innung) eingeführt.

Große Strafkammer Gießen.

* Gießen, 5. Mai. Ein Polizeioberwachtmei­ster von Butzbach war durch das hiesige Schöffen­gericht wegen Diebstahls zu 3 Monaten Gefäng­nis verurteilt worden. Gegen dieses älrteil ver­folgte er zum Zwecke seiner Freisprechung Be­rufung. In einer Wirtschaft in Butzbach, die er häufig aufzusuchen pflegte, hatte er den Sohn eines Iagdpächters und dessen Freund oberfläch­lich kennengelernt. Von diesen will er oufgefor- dert worden sein, sie in ihrer bei Pohl-Göns gelegenen Jagdhütte zu besuchen. An einem dienstfreien Tage begab er sich, nachdem er im

Laufe des Vormittags noch mehrere Wirtschaf­ten aufgesucht hatte, mit anderen zur Jagdhütte, die sie aber verschlossen fanden. Kurz entschlossen stieg er über einen 2,50 Meter hohen Drahtzaun. Im Inneren der Hütte verstreute er zunächst in den einzelnen Räumen das vorgefundene Mehl. Bevor er aber die Hütte wieder verlieh, nahm er eine Reihe für ihn wertvoller Gegenstände, wie zwei Ferngläser, einen Revolver, Jagdpatronen und dergleichen mit, die er teils im Walde unter einer Hecke versteckte, teils auch in sein Heimat­

dorf verschaffte. Der Angeklagte, der infolge Trunkenheit sich an Einzelheiten nicht erinnern will, bestreitet im übrigen jede diebische Absicht, er habe den Jägern nur einen Streich spielen wollen. Die Staatsanwaltschaft hielt den Ange­klagten auf Grund der eingehenden Beweisauf­nahme des Diebstahls für überführt und bean­tragte die kostenfällige Verwerfung der Berufung. Das Gericht hielt die Vernehmung weiterer Zeu­gen für erforderlich, deren Ladung unter Ver­tagung des heutigen Termins angeordnet wurde.

Wirtschaft.

Kritische Lage am Lahn-Dill Erzmarkt.

Wetzlar, 6. Mai. (WTB.) Der Berg- und Hüttenmännische Verein Wetzlar teilt über die Lage am Eisenerzmarkt und über die Konjunk­tur im Lahn-Dill-Bergbau u. a. folgendes mit: Leider sind die optimistischen Rachrichten, die in der Presse über die Dortmunder Verhandlun­gen wegen Mehrnbnahme einer be­scheidenen Menge Roteisen st eins zur Erhaltung des Bergbaus an Lahn und Dill ver­breitet worden sind, nicht richtig. Die Verhand­lungen sind gescheitert. Ein Teil der Hüt­ten, und zwar die größeren Konzerne, war für ein Entgegenkommen, jedoch lehnten die Mehr­zahl der Hütten die Mehrabnahme auch nur einer Tonne Eisenstein ab. Diese Haltung der Einkaufsabteilungen steht in starkem Widerspruch zur Stellungnahme der leitenden Führer der Hüttenindustrie, die immer wieder be­tonen, daß die Großindustrie Wert darauf legen müsse, auch die mittleren und kleineren Betriebe zu erhalten, da ihre eigene Existenz damit eng) verbunden sei. Dieses Verhalten der westfälischen Hütten wirkt um so nachteiliger, als nunmehr auch solche Abnehmer, die bisher im Interesse des hiesigen Erzbergbaus Opfer gebracht und lau­fend noch Erze bezogen haben, ihren E r z a b r u f einschränken. Die Lage gestaltet sich daher auf einmal krittscher als je zuvor.

*

2G. -Farbenindustrie AG., Frank­furt a. M. Das Roherträgnis des Jahres 1930 betrug bei der IG.-Farbenindustrie AG. nach Abzug der Generalunkosten (alles in Millionen Mark) 217,48 (256,48). Davon gehen ab Anleihe­zinsen mit 14,98 (14,98), Abschreibungen mit 57,28 (70,1), Steuern mit 55,99 (66,8). Hiernach ergibt sich für 1930 ein Reingewinn von 89,21 (104,59), wozu noch der Gewinnvortrag aus dem Jahre 1929 mit 5,94 (5,46) tritt, so daß für die Gewinn­verteilung 95,16 (110,06) zur Verfügung stehen. Es wird bekanntlich die Ausschüttung einer Divi­dende von wieder 12 Prozent auf das gegenüber dem Vorjahre um rund 85,63 auf 713,71 ver­minderte dividendeberechtigte Aktienkapital vor- geschlagen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 7.Mai. Tendenz: still und unsicher. Im heutigen Vormittagsverkehr nannte man im Zusammenhang mit der erholten gestrigen Reuhorker Börse und der gesenkten Diskontrate in Boston und Philadelphia recht feste Kurse. Die amtliche Börse eröffnete dann ziemlich enttäuschend, da man mit einem freund­lichen Beginn gerechnet hatte, zumal die Kulisse teilweise schon etwas vorverkaust hatte. Reben der herrschenden Orderlosigkeit beunruhig­ten die Meinungsverschiedenheiten vuf der Washingtoner Konferenz wegen der Kriegs- und Reparationsschulden, und die gestrigen kommu­nistischen Unruhen in Berlin. Die bevorstehenden Auseinandersetzungen wegen der Zollunion traten ebenfalls wieder mehr in den Vordergrund, so daß die Stimmung ziemlich unsicher war. Die Kurse zeigten indessen meist kleine Besse­rungen, wobei die Umsätze sich jedoch in engen Grenzen hielten. Am Elektromarkt ergaben sich meist Besserungen bis 1,25 Prozent. IG.-Farben mit 145 Prozent eröffneten gut behauptet, nach­dem an der Dorbörse noch ein Kurs von 146,5 Prozent genannt wurde. Metallgeschaft zogen um 2 Prozent an. Höher lagen außerdem noch Danatbank, Zellstoff Aschaffenburg, Salzdetfurth, die bis,.2,5 Prozent gewannen. An den übrigen Märkten herrschte Geschäftssttlle, und die wenigen Kurse, die noch zustande kamen, blieben behauptet. Mainkraftwerke waren auch heute ohne Inter­esse und angeboten. Am Anleihemarkt lagen Altbesih und von Ausländern Anatolier etwas fester. Am Pfandbriefmarkt blieben die Kurse unverändert. Reichsschuldbuchforderungen lagen bis zu 1 Prozent fester. Im Verlaufe

stagnierte das Geschäft fast voll­kommen, da die Orderlosigkeit anhielt und die Spekulation keine Unternehmungslust zeigte. Die Stimmung blieb unsicher. Die Kurse lagen gegen den Anfang jedoch meist unverändert, vereinzelt ergaben sich auch kleine Abschwächungen. Am Geldmarkt war Tagesgeld zum Sah von 3,5 Pro­zent weiter erleichtert. Am Devisenmarkt lag das Pfund international befestigt im Zusammen­hang mit der erneut ermäßigten Diskontakzept­rate. Man nannte Mark gegen ^Jjillar 4,1982, gegen Pfund 20,4240, London gegen Reuyork 4,8650, gegen Paris 124,45, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 46,80, gegen Schweiz 25,25, gegen Amsterdam 12,11.

Berliner Börse.

Berlin, 7. Mai. Heute vormittag war die Ten­denz auf die Diskontermäßigung in Boston und Philadelphia, wodurch sich die Hoffnungen auf eine Reduzierung der Neuyorker Rate verstärkt haben, allgemein freundlich, und an der Vorbörse nannte man mehrprozentig erholte Kurse. Obwohl die Grundtendenz des Börsenverkehrs freundlich war, brachten die Kurse allgemein Enttäu­schungen, so daß das Kursnioeau weiter ziemlich uneinheitlich war, bei Schwankungen bis 2 v. H. nach beiden Seiten, wobei jedoch die Besserungen überwogen. Vor allem beunruhigte die Zukunft des Geldmarktes. Hiernach muß man für die nächsten Wochen mit einer Beschaffung rechnen, da zirka 5 0 0 Millionen Mark Kredite vom Reich und der Reichsbahn benötigt werden. Hinzu kam noch die Meldung eines Mittagsblattes, nach der das Reich infolge der zu schleppend eingehenden Steuergelder jetzt schon 500 Millionen Mark Reichs­schätze per 15. November und 15. März zu 6 v. H. verzinsen und emittieren soll. Von sonstigen wenig günstigen Momenten sind der weiter rückgängige Kohlenabsatz im Ruhrkohlengebiet und die schlechte Beschäftigung der Eisen- und Stahlwerkindustrie im April zu nennen; dabei bleibt die Nachricht von der Ankunft des Präsidenten der BIZ. ohne Eindruck. Das Geschäft war sehr ruhig. Die Provinz hatte in Erwartung einer festeren Börse kleine Verkaufs­orders hergelegt, und die Spekulation legte sehr große Zurückhaltung an den Tag. Drenftein & Koppel gingen auf Gerüchte von einem wahrscheinlichen Dividendenausfall 4 v. H. zurück, dagegen waren Rheinische Braunkohlen, Dessauer Gas, Konti Gummi, Thüringer Gas, Ilse bis 4 v. H. gebessert. Ausländer kaum verändert, Pfandbriefe ruhig, Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v. H. höher. Geld war weiter leicht. Tagesgeld ging, auf 4 bis 6 v. H. zurück, die übrigen Sätze unverändert. Der Verlauf brachte allgemein Kurseinbußen von 1 bis 2 v. H. Der angebliche Rückgang der JG.-Ehemie- bafel-Aktie heute in der Schweiz um 10 Franken verstimmte. Die Spekulation schritt zu Abgaben, die sich auf fast alle Märkte erstreckten. Nur Holzmann waren 1 v. H. fester.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Mai. Auftrieb: 56 Rin­der, 788 Kälber, ?7 Schafe, 454 Schweine. Es no­tierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 62 bis 65, mittlere Mast- und Saugkälber 57 bis 61, geringe Kälber 50 bis 56 Mk. Markt­verlauf: Kälber und Schqfe mittelmäßig, geräumt; Schweine ruhig, zum Schluß schleppend, ausver­kauft.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 8. Mai.

Kapelle des Alten Friedhofs. 20.30 Uhr pünktlich: Abendandacht für Studenten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 9. Mai 1931. Freitag abend.7.20 Uhr; Samstag vor­mittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.§0. Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends 7 Uhr.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.

Arankfuri a. 2)1.

Berlin

Schluß», hir< |

l«Uhr« flurd

Schluß» hir«

Anfang« flurd

Datum

....

7.5.

6.5.

7.5.

6% Deutsche RetchSanlethe von 1927 ..........

84,75

_

84,75

_

7% Deutsche Reichsanlethe von 1929 ..........

100

_

100,9

_

Seutldie An1..Ablö1^Schuld mit

AnLlos.-Rechten.......

55,4

55,7

55,5

55.9

Desgl. ohne Ausios.-Rechte . .

5,3

5,4

5,4

6% Helt. Solkftaai Don^29 (rüd<af)lb. 102%) ......

95,5

95,65

_

CbrrfKlIcn Provinz» Anleihe mii

Auslos^Rechten.......

55,5

-

Deutsche fiumnu Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

--

54,7

8% fitanll. Hvp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bis 1934 . . .

7% firanll. Hyp^Baal Goldpfe unkündbar 614 1933 .....

101,5

__

_

95,5

_

_

_

4y,% Rheinische Hyp.-Bank filqu. Goldpse.........

91,4

_

_

_

8% Pr. Lon verplan dbriefanstalt, Psandbriese R. i»......

100,5

__

100,5

8% Pr. Landeipiandbriefonstalt, fiomm^Cbl. N. 20......

_

7% Pr. Lande°ptaNdbriesanstalt, Psandbriese ffi. H......

AEG. abg. LorlriegS-Obligatio. nen, rückzahlbar 1932 .....

96,5

_

96,5

4% Oesterretchilche Goldrente . .

22,8

20,65

4,20% Oestorreichifche Silberrente

2,25

2,3

4% Oekierreichische Einheitliche

Rente...........

_

_

4% Ungarische Goldrente ....

18,65

4-

18,75

4% Ungarische Etaattrente v. 1910

15,8

15,75

15,9

Wi% vesgi. von 1913 . . . .

1% Ungarische Kronenrente . .

16,25

4% Türlische Zvllanleihe von 1911

4,05

4

4,13

4% Türkische Bagdadbaha-Anl.

Serie 1..........

° 4,13

4% deSgl. Serie II.......

4,1

4

4,1

6% Rumänllche veretnh. Rente

von 1903 .........

8,25

iyt% Rumänische veretnh. Rente von 1913 ..........

15

15,1

15,13

4% Rumänische vereinh. Rente .

6,75

6,7

6,07

Frankfurt a. 2)1.

Berlin

Schluß»! kurs |

l.Uhr. Kurs

Schlug« Iur4

Ansong« Kurs

Datum

6.5.

7.5.

6.5.

7.5.

Hamburg-Amerika Palet ... 7

57,4

57,75

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

110,5

Hansa Dampsschiss.....10

79,5

Norddeutscher Lloyd.....8

58

-

58,25

58

WIgemeine DeutscheEredltanft. 10

-

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

118,5

118,5

119

Commerz- und Prival-Bank . 11

107,4

107,25

107,25

107,25

Darmstädter und Nationalbank 12

Deutsche Bank und

132

134

132

133

DiSconto-Gesellschast, ... 10

103,5

-

103,5

103,5

Dresdner Bank......10

103,5

103,5

103,5

Retchöbank........12

145,75

-

145,5

146,75

A.E.G............8

102,25

102,75

103,5

103

Bergmann.........9

81

Elektr. Lieserungrgelellschast. 10

114.25

113

Licht und Kraft......10

117,5

118

118

119

gelten & Guilleaume ... 7^

Gesellschaft für Elektrische

81,5

82

83,5

Unternehmungen .... 10

Hamburger ElettrizitätS-Werke 10

119.5

120,75

120,9

121,25

-

Rheinische Elektrizität .... 9

112

Cchlefifche Elektrizität. ... 10

Schlickert LEo.......11

136

137

137

137,75

Siemens & Halske.....16

163,4

164

163,75

164,5

Trauiradio.........8

LahmeyerLCo.......10

125

124

Buderus...... .... 6

Deutsche ErdSI.......6

45,5

45,5

47,25

63,25

70,4

Essener Steinkohle . 8

Gelsenkirchener .8

75,5

76,25

77,25

Harpcner..... 0

65,75

65

Hoefch Eilen........t¥i

61

gife Bergbau ...... 10

171

173,5

63

63

62,75

Köln-Neueffen....... 7

-

67

66,5

ManneSmann-Röhre» .... 7

74

74,25

74,65

ManSselder Bergbau ..... 7

33,5

33,75

-

Oberschlei. Ghenbebatf .... 6

Oberschles. ttolöwerke. .... 7

74

74

Phönix Bergbau...... 6^

53

53,75

53,13

53,25

Rheinische Braunkohle» . . 10

161

164

Rheinstahl ......... 6

74

73,5

74

1 Riebeck Montan.........

Frankfurt o. M.

Berlin

Schluß« kurs

1«llhr« Kurs

Schluß» kurs

Anfang- Kurs

Datum

6.5.

7.5.

6.5.

7.5,

Bereinigte Stahlwerke.....

51,5

51,5

51,5

Otavt Minen......16'/.

28,25

28,25

Kaliwerke Aschersleben ... 10

141

142

142

Kaliwerke Westeregeln ... 10

144

146

147

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

217

219,5

219,75

221

I. G. FarbenIndustrte... 18

145

145

145,75

145,25

Dynamit Nobel..... . 6

6^chi>idennstalt........9

128 5

Goldschmidt ........ 6

42,5

42,5

RütgerSwerke ........6

_

50,65

51,5

Metallgeselllchaft.......8

671

691

68

Philipp Holzmann......7

96,5

96

97

97

Zementwerk Heidelberg . 10

Eementwerk Karlstadt. ... 10

87

_

29,25

29,5

09 5

_

Schultheis Patzenhoser ... 16

152

151,75

-

9iin ......... 18

82,5

83,25

Bemberg.........«

97

97?5"

98'5

Zellsloss Waldhos .... 18'/,

90

90,75

' 91,5

fiellstoff Aschassenbura ... 12

Charlottenburger Wasser ... 8

80,5

79,13

80

Dessauer GaS ....... 9

-

128

130,25

Daimler Motoren......0

28,5

28,25

29

30,25

Deutsche Linoleum ......

82

62,5

82

il?nt DliitomobU ....... 0

_

Orenstein & Koppel . .... 6

49

45

Leonhard Tietz ...... 10

106

107

106,5

241

___

grankfurter Maschine» .... 4

14,5

__

16,5

fflrihnet...... 6

37.5

-

35

Heyliaenstaedt.......o

IungyanS..........6

Lechwerke..........8

Matnkrastwerkc Höchst a.M». . 8

Miag...........IC

- -

--

®ebt. Roeder ....... io

Botgt & Haeffner......9

Süddeutsche findet . . 10

120

*

119,5

120,45

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin--Frankfurt a.M.

Berlin, 6. Mai

Geld

Dries

Amerikanische Note»......

4.179

4,199

Belgische Noten........

58,23

58,47

Dänische Noten . .......

112,03

112,47

Englische Noten ........

20,37

20,45

Französische Noten .......

16,37

16,43

Holländische Noten .......

168,26

168,94

Italienische Noten........

22,02

22,10

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling

112,03

112,47

58,97

59,15

Rumänische Noten.......

2,485

2,505

Schwedische Noten.......

112,13

112,57

Schweizer Noten........

80,67

80,99

Spanische Noten........

43,56

43,74

Tschechoslowakische Noten.....

12,42

12,48

Ungarische Noten .......

73,00

73,30

6. Mai

7. mal

Amtliche Notierung

Amtliche Gelb

Notierung Brie,

(Selb

Brief

Arnst.- Rott.

168,53

168,87

168,46

168.80

öuen.-AireS

1,320

1,324

1,294

1,298

Br-si.-Antw.

58,335

58,455

58,335

58.455

Chrtstianta. Kopenhagen

112,30

112,52

112,31

112,53

112,30

112,52

112,31

112,53

Stockholm .

112,43

112,65

112.45

112,67

Helnngfors,

10,556

10,576

10,556

10,576

Italien. . .

21,97

22,01

21,965

22,005

London. ..

20,402

20,442

20,404

20,444

WeuDort . .

4,195

4,203

4,1945

4,2025

Paris. . ..

16,394

16,434

16,391

16.431

Schweiz ..

80,795

80,955

80,815

80.975

Spanien . .

43,71

43,79

43.51

43.59

Japan - . .

2,075

2,079

2,075

2.079

Rio de Ian. Wien in D-«

0,289

0,291

0,279

0,281

Oest- abgeft.

59.02

59,14

59,005

59,125

Prag - . . - Belzrad . .

12,428

12,448

12,427

12.447

7,377

7,391

7,377

2,391

Budapest. .

73,14

73,28

73,13

73,27

Bulgarien .

3,036

3,042

3,039

3,045

Lissabon .

18,85

18.89

18,85

18,89

Danzig. . . Konstantia.

81.56

81.72

81,57

81.73

1,784

1,789

1,784

1.789

Athen. . .

5,34

5,49

5.44

5.45

Lanada . .

4,192

4,200

4.192

4.200

UruQuao. .

2,667

20,915

2,673

2,617

2.628

tdro ...

20,955

20,925

20,965