diesem Jahr erst recht spät und langsam tn ©ar.fl, offenbar durch den reichlichen Schneefall im OMatA verzögert. Erst nach dem 20. März wu^ den vielerorts Schnepfen beobachtet, was sich auch mit dem übrigen Vogelzug zu decken scheint. To war die Rächt vom 21. auf den 22. März hier in Gießen eine Zugnacht erster Ordnung, wo man viele Stunden hindurch das Rufen ziehender Vögel vom nächtlichen Himmel herunter hören konnte. Es sei besonders darauf hingewiesen. dafz die Schonzeit der Schnepfe nach Aenderung der Hegezeiten in Hessen im April vorigen Jahres erst mit dem 16. April (seither 1. April) beginnt Dis dahin haben auch die Sumpf- lchnevfcn oder Bekassinen Schuhzeit, deren Dalzflug so außerordentlich interessant ist und dem Bogel 'einen Hamen der .Himmelsziege" eingetragen hat.
Die Krähen fliegen eifrig mit Reisig und Halmen im Schnabel. Die östlichen Gäste sind verschwunden, die großen Flüge haben sich aufgelöst. Paarweise suchen die schwarzen Gesellen Acker für Acker ihres Jagdgebietes ab. Wehe dem Gelege, wehe dem Iunghasem den ihr Räuberauge entdeckt? An den Ristbäumen, die man mit einiger Ausdauer seststellen kann, läßt sich ihnen mit der Flinte Abbruch tun. Wo sie aber Feldreviere plündern, im Waldreviere dagegen nisten, wird der Feldpächter des EilenS oder Giftes kaum entraten können. Da die Krähe durch die Verfolgung der Raubvögel durch den Menschen kaum noch natürliche Feinde besitzt, nimmt ihre Zahl dauernd zu und damit auch der Schaden, den sie tut. Für Wiesel baut man die so billigen Kastenfallen in Steinhaufen und Hecken em, streunende. Rester plündernde Katzen halten Flinte und Hund kurz, und gegen den jagenden Hund müssen alle Mittel eingesetzt werden, weil er ein Revier völlig vernichten kann.
ES ist Zeit zur Anlage der Pirschsteige, zum Errichten neuer Hochsitze, zur Bestellung von Wildäckern und zum Erneuern oder Anlegen von Salzlecken. Alles dies aber führt den Säger auch in der stillen Zeit inS Revier, und damit schützt er sein Wild allein schon gegen manchen lieber« grifs menschlicher Schädlinge, denen nach wie vor sein besonderes Augenmerk gelten muh.
Hubertus.
Oderheffen.
Landkreis Gictzen.
Dg. Grohen-Duseck, 6. April. Dieser Tage konnte die Industrielehrerin K. Schneider ihr 2 5. Dienstjubiläum feiern. AuS allen Kreisen der Bevölkerung wurden ihr Glückwünsche und zahlreiche Geschenke entgegengebracht. — Dieser Tage kehrte ein junger Mann unserer Gemeinde aus der französischen Fremdenlegion zurück. Lieven Jahre hat er in Algier, Marokko und in französischen Besitzungen in China verbracht. — Reben dem der Deutschen Turnerschaft angehörigen Turnverein und b: n Fußballklub wurde jetzt hier noch ein Ar- bei ter-Turn- und Sportverein gegründet, der der Freien Turnerschast angrglie- bert ist.
• Beuern, 3. April. Am Sonntag fand in den beiden Schulsälen der hiesigen Schule eine Ausstellung von Handarbeiten statt, die im Laufe des Jahres von den Mädchen unter der Anleitung von Frau Sommerlad angefertigt wurden. Die ausgestellten Schürzen, Kleider, genäht und gestickt, Wäsche, Tischläufer, Topflappen und all die anberen nützlichen Dinge fanden die Beachtung und berechtigte Wertschätzung der Besucher.
° Weitershain, 6. April. Von einem schweren Ungliicksfall betroffen wurde am Samstagnachmittag der 46 Jahre alte Arbeiter Karl Nau von hier, der in der Eisensteingrube bei Atzenhain beschäftigt war. Er wurde dort von herab stürzenden Erbmassen verschüttet, konnte aber von seinen Arbeitskameraden bald befreit werden. Der bedauernswerte Mann wurde mit inneren Verletzungen, ferner einem Unterschenkelbruch und einem Schlüsselbeinbruch von der Gießener Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik in Giehen zugeführt, wo er in ernstem Zustande bar- niederliegt.
Kreis Büdingen
Ridda, 4. April. Der praktische Arzt Dr. Fritz Koch erlitt gestern auf ber Fahrt nach Wallernhausen einen Qlutounfall. Der von dem Chauffeur gesteuerte Wagen rannte auf ungeklärte Weife gegen einen Daum, der umgelegt
wurde. Durch den Anprall wurde der Arzt her- auSgeschleudert, ohne zum Glück sich ernstliche Verletzungen zuzuziehen. Der Chauffeur erlitt leichte Quetschungen. Der Wagen muhte abgeschleppt werden.
| :| Dindsachsen, 6. April. Ein Unglücks - fall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am Samstagnachmittag in unserem Orte. Der Arbeiter Konrad Maul wollte seine Schwiegermutter, Frau Dinges von Merkenfrftz, auf dem Motorrad nach f)aufe fahren, geriet aber schon kur; nach der Abfahrt in ein tiefes Schlagloch der ausgefahrenen Strahe, wobei die bedauernswerte Frau von dem Motorrad stürzte und mit dem Kopfe stark auf die Strahe aufschlug. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen, der durch Eindringen
eines Knochensplitters ins Gehirn auf der Stelle eingetreten war.
Preußen.
Kreis Marburg.
WSR. Warburg, 6. April. Heute nachmittag brach in einem Seitenflügel des Marburger Straßenbahndepots, in dem berBetriebs« Werkmeister wohnt, Feuer aus, das rasch um sich griff. Die getarnte Feuerwehr wurde alarmiert, die in zweistündiger Arbeit Herr des Brandes wurde und in ber Hauptsache sich darauf beschränkte, das Warenlager der Straßenbahn zu sichern. Der Dachstuhl brannte vollständig ab. Personen tarnen erfreulicherweise nicht zu Schaden.
Wirtschaft.
Stärkere Belebung auf dem Arbeitsmarki.
WLR. Frankfurt a. M., 6. April, lieber die Arbeitsmarktlage i n Hessen und Hessen-Rafsau berichtet daS Landesarbeits- amt Hessen in Frankfurt a. M.: 3n ber letzten Mgrzhälfte hat sich die Frühjahrsbele- bung auf Sem Arbeitsmarkt endlich ftärtcr durchgesetzt. Die Arbeitslosigkeit hat jetzt in allen Arbeitsamtsbezirken übernommen. Die Zahl der Arbeitsuchenden ging um 16 217 oder 5,2 Prozent auf 292 558 zurück; im vorigen VerichtSabschnitt betrug die Abnahme nur 2910 oder 0,9 Prozent. Fast 60 v. H. der Abgänge entfallen auf die Saison- berufe; km von nahmen die Gruppen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei 1252 Arbeitslose, die Industrie der Steine und Erden 1781, daS Baugewerbe 4210 und die Gruppe Lohnarbeit wechselnder Art 2401 auf. Auch in fast allen K o n j u n k t u r g r u pp e n (besonders Metallindustrie, Holzgewerbe, Bekleidungsgewerbe, Rahrungs- und Genuhmittelgewerbe) hat sich die Lage weiter gebessert. Die Zahl der Haupttinterstützungsempsänger ist um 12 575 (gegen 7887 in der ersten Märzhälfte) gesunken. Die Krisenunterstützten gingen um 1504 auf 52 766 zurück, vornehmlich wohl, weil am 28. März diejenigen mit kurzer Anwartschaftszeit ausscheiden muhten auf Grund der Ucbcrgangs- beftimmungen ber Verordnung vom 11. Oktober 1930.
Oer Saatenstand in Deutschland.
Berlin, 4. April. (WTB.) Die Witterung des vergangenen Winters war bei ausreichenden Rieberschlägen den Saaten im allgemeinen günstig. Erst im März traten infolge wiederholter starker Rachtfröste vielfach Auswinterungsschäden auf. In Rordostbeutsch- land und in den höher gelegenen Gebieten Süd- deutschlands ist eine Begutachtung der Saatenstandsverhältnisse zur Zeit noch nicht möglich. In den übrigen Teilen des Reiches wird der S t a n b ber Wintersaaten bis jetzt im allgemeinen etwas ungünstiger als zur gleichen Zeit des Vorjahres beurteilt. Auch die Frühjahrsarbeiten konnten bis jetzt erst zum Teil vorgenommen werden. Gröhere Fortschritte sind erst in günstigeren Lagen zu verzeichnen.
Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 = gut, 3 mittel, 4 — gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung der Wintersaaten: Winterroggen 3,0 (im Dezember 1930 2,7), Winterweizen 3,0 (2,6), Winterspelz 2,8 (2,6), Wintergerste 2,9 (2,6).
* Der Großhandelsindex. Die vom Sta- tistischen Neichsamt berechnete Indexziffer bcr Groß- bandelspreise stellte sich am 1. 4. mit 113,6 um 0,2 v. 5). höher als in ber Vorwoche. Von den Hauptgruppen ist bie Indexziffer für Agrarstoffe um 1,5 o. H. auf 107,0 gestiegen, während die Indexziffern für Kolonialwaren und für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um je 0,8 v. H. auf 97,6 und 105,5 zurückgegangen find. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren hat weiter leicht (auf 138,1) nachgegeben.
* Früheres Inkrafttreten des Ausmahlungssatzes für Roggen mehl. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat durch eine am Samstag im „Deutschen Reichsanzeiger" erschienene Verordnung bestimmt, daß die Verordnung, durch die der Ausmahlungssatz für Roggenmehl (§ 1 Nr. 1, 3 und 4 des Brotgesetzes) auf 60 bis höchstens 70 o. H. erhöht worden ist, bereits am 9. April 1931 in Straft tritt.
Krankfuricr Börse.
Frankfurt a. M., 7. April. Tendenz: fest. Die Börse eröffnete nach ber triertägigen Der- kehrsunterbrechung erneut in fester Haltung. Die Einlabung deutscher Minister nach England wurde an der Börse freundlich ausgenommen, da man sich im Zusammenhang hiermit eine weitere Entspannung ber außenpolitischen Situation verspricht. DaS Geschäft war au ben ersten Rotterungen recht lebhaft, wurde später aber toicber etwas schwächer. Die Spekulation schritt zu einigen Deckungs- unb Meinungskäufen, zumal von außenstehenden Kreisen einige Käufe in Spezialpapieren vorgenvmmen wurden, denen keine Abgabeneigung gegenüber» stand. Die Kursbesserungen gegen Don- nerstag-Schluh betrugen durchweg 1 kis 2 Prozent. Der schwache Schluß der gestrigen Reu- yorker Börse machte keinen nachteiligen Eindruck. Besonders stark erhöht waren am Kalimarkt Aschersleben, die auf Kapitalerhöhungsgerüchte 8,75 Prozent gewannen. Salzdetfurth wurden etwas beeinflußt und lagen ebenfalls bis 5,5 Prozent stärker gebessert. Lebhaft war daS Geschäft am Chemiemarkt. Die Farbenaktie profitierte von der International Hydrogenation Patent Company Limited-Gründung in Europa im Zusammenhang mit amerikanischen, englischen und holländischen Firmen 3 Prozent. Die übrigen Chemiewerke lagen 2 bis 2 Prozent höher, wobei Goldschmidt im Vordergründe standen. Am Kunstseidemarkt gewannen Bemberg 3 Prozent, Aku 2 Prozent. Von Elektrizitäts- Werten besserten sich Siemens um 2,75 Prozent, bie übrigen Werte von 1 bis 1,5 Prozent. Der Montanmarkt hatte bei ruhigem Geschäft bis 1 Prozent Besserungen. Don Zellstofswerten gewannen Walbhof 3 Prozent, Aschersleben 1,5 Prozent. Der Bankenmarkt verzeichnete Besserungen bis 1 Prozent. Rur Danatbank (minus 1,5 Prozent) wurde etwas realisiert. Recht fest lagen weiterhin Reichsbahnvorzugsaktien mit einem Kurs von 94,5 Prozent. Am Rentenmarkt setzten Altbesitz 0,45 Prozent unb Reu besitz 0,25 Prozent höher ein. Don fremden Werten lagen Türken etwa behauptet. Der Pfandbries- markt lag ebenfalls fester, besonders Goldwerte waren gesucht. Reichsschuldbuchsorderungen bis 0,75 Prozent höher. Im Verlause war das Geschäft ruhig, und die Mehrzahl der Kurse blieb auf dem erhöhten Niveau behauptet. Weitere Besserungen bis 1,5 Prozent hatten von Elektrowerten Schuckert, AEG., Gesfürel. Ferner wurden Siemens (1,25 Prozent) etwas realisiert. Die ©tinunung war weiterhin durchaus freundlich. Am Geldmarkt konnte man eine Entspannung bemerken. Der Sah ermäßigte sich auf 4,5 Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,20, gegen Pfund 20,4075. London gegen Reuyork 4,8592, gegen Paris 124,28, gegen Mailand 92,78, gegen Madrid 44,1250, gegen Schweiz 25,2513, gegen Holland 12,12.
Berliner Börse.
Berlin, 7. April. Auch zu Beginn der heutigen Börse war das Geschäft infolge der viertägigen Unterbrechung nicht umfangreich, doch konnte man bei den Banken einige Kauforders feststellen. Eine Reihe günstiger Momente wirkte anregend, während weniger günstige Nachrichten, wie der schwache Schluß der Neuyorker Börse, die belgische Äohlen- preisermäßigung, der schlechte Roheisenabsatz, kaum beachtet wurde. Vor allein stimulierte die Einladung des Reichskanzlers unb des Reichsaußenminifters nach London, ferner die Gründung der International Hydrogenation Patent Company Limited, von der besonders bie Farbcnakticn profitieren konnten.
die bei lebhaften Umsätzen über 2 o. H anzogen. Sehr fest lagen Kaliwcrte, die bis 6 v. H. gewannen. Hier regte besonders die Besserung des Absatzes im März an. Im allgemeinen betrugen die Besserungen 2 v. H gegen die Schlußnotierungen vom Donnerstag. Etwas vernachlässigt waren anfangs Montan- werte, von denen Ilse 4,5 v. H. verloren. Bergmann. Thüringer Gas und Konti Gummi lagen ebenfalls etwas schwächer. Mit 2 v. H. gebessert wurden noch Sarolti, Zellstoff Waldhof, Asct)ersleden und Hackethal, letztere sogar um 5 v H. Deutsche Anleihen lagen fest, ebenfalls Reichsschuldbuchforderungen. Ausländer gut behauptet. 4,5-v. H. Rumänen auf den Anleihccrfolg fester. Der Pfandbriefmarkt lag eben« falls freundlich. Am Geldmarkt war noch keine Er- leichterung zu verspüren. Die Säge waren unverändert. Im Verlaufe war es allgemein lebhaft, und die Kursbesferungen setzten sich bis zu 1 v. H. weiter fort. Besonders lebhaft und fest waren Schuckert, die 3 v. H gewannen, Farben« akticn, AEG., Westeregeln und Salzdetfurth. Verspätet zur Notiz gelangten j^pmburger Hochbahn mit einem Gewinn von 2,25 v H. und Lissaboner Stadtanleihe, die 1 v. H. schwächer lagen. Auch für Bank- und Montanpapiere zeigte fid) später etwas Interesse.
Frankfurter Lchlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 7. April. Oluf tri ebt 903 Rinder, darunter 210 Ochsen 77 Dullen. 337 Kühe, 188 Färsen: ferner 509 Kälber, 19 Schafe, 4889 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige. auSgemästele, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 47 bi- 51 Mk, (ältere) 43 bis 46, sonstige vollfleischige (jüngere) 38 bi- 42: Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 42 bis 46. sonstige vollfleischige ober ausgemästete 37 bis 41: Kühe: jüngere, dollfleischige, höchsten SHlachtwerts 37 bis 40. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 32 bis 36, fleischige 27 bi- 31; Färsen (Kalbinnen, Iunarinber): vollfleischige. ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 48 bis 52. vollfleischige 43 biS 47. fleischige 33 bis 42. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74. mittlere Mast- unb Saugkälber 64 bis 69. geringe Kälber 56 bis 63. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 45 bis 48. vollfleischigc» Schweine von etwa 240 bis 300 Psunb 45 bis 49, von etwa 160 bis 240 Pfunb 46 bis 50, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Psunb 43 bis 47 Mk. — Marktverlauf: Rinder ruhig, ausverkaust. Kälber unb Schafe lebhaft, geräumt. Schweine lebhaft, geringer ilebetflanb.
Erweitertes
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 6. April. Ein kaufmännischer Angestellter, ber nach seiner Entlassung noch bie Finanzierungsgeschäfte seines früheren Arbeitgebers besorgte, hatte, um eine vorübergehenbe Geldstockung zu beheben, einen Wechsel gefälscht, den er bei einer Bank diskontieren ließ. Da er aber am Fälligkeitstag für die Einlösung des Wechsels sorgte, wodurch niemand Schaden erlitt, wurden ihm mildernde Umstände zugebilligt. Wegen schwerer Urkundenfälschung wurde er zu der gesetzlich zulässigen Mindeststrase von einer Woche Gefängnis verurteilt.
Anfangs dieses Jahres wurden im Stamm - Heimer Wald mehrere Iagdhäuschen erbrochen und dabei von den Dieben alles Erreichbare mitgenommen, das sie teilweise bei Althändlern in Geld umzusehen versuchten. AlS Täter wurden zwei wegen Diebstahls wiederholt vorbestrafte Melker ermittelt, von denen ber eine zu zwei Jahren Gefängnis, ber anbere zu einem Jahr einem Monat Gefängnis verurteilt wurde.
Aus der Untersuchungshaft wurde ein Dach- deckergehilfe vorgeführt, ber sich wegen einer Reihe von ihm begangener Diebstähle und Betrügereien zu verantworten hatte. So hatte er gelegentlich der Ausführung von Dachdeckerarbeiten erhebliche Mengen von Kupfer mitgenommen, in anderen Fällen zwei Fahrräder bzw. Dhnamo- lampen gestohlen, ein andermal von einem auf der Straße stehenden Lastauto Bekleidungsstücke entwendet. Auch scheute er sich nicht, durch falsche Vorspiegelungen mehrere Bekannte seines Vaters um Geldbeträge zu beschwindeln. Da der Ange- geklagte noch nicht rückfällig war. wurde gegen ihn auf eine Gesamtstrafe von einem Jahr Gefängnis erkannt. Zwei Jugendliche, die dem Angeklagten bei dem Diebstahl des Kupfers Beihilfe geleistet hatten, wurden zu geringen Strafen verurteilt. Insoweit gegen sie auf Freiheitsstrafe erkannt wurde, wurde ihnen unter Setzung einer vierjährigen Bewährungsfrist bedingter Strafaufschub gewährt.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Neichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o.H.
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125
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Banknoten.
Serlin, 2 .April
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Slmrrilonstche Siolen......
4.184
4.204
Belgstche 9?olm .......
58,20
58.44
Täuijche Noten .......
111.98
112,42
CngÜldw Noten........
20.35
20,43
tzronjöstiche Noten.......
16.41
16,47
Holländiiche Noien.......
167,83
168,51
rstaltenstche Noten........
22,00
22,08
Norwegilche Noien.......
Deustch-Oesterreich, * 100 Schilling
111,98
112,42
58,79
59,03
Nuoiöoiiche Noten.......
2,475
2,495
Echwebliche Noten.......
112,11
112,55
Schweizer Noten ........
80,49
80,81
Spanische Noien ........
Tichechostowotilche Noten.....
46,16
12,395
46.34
12,453
llnganiche Noten .....
72,95
73,25
Devisenmarkt Berlin
- Frankfur
a.7N.
2.«pr<1
7. «peil
«miliche c»ew
Notierung »rief
»mlliche Selb
Notierung Zritf
Smit.« Rott.
168,16
168.50
168.22
168,56
Bucn.-AireS
1,458
1,462
1.458
1.462
Br'^.-AnNv.
58,315
58.135
58,33
58,45
Ghrifttonia.
112.22
112.44
112.27
112,43
.Novendagev
112.20
112,42
112,25
112,47
SiockKolm -
112.28
112,50
112,33
112,55
HelnncriorS-
10,554
10,574
10,559
10,579
Italien. . .
21,965
22,005
21.97
22,01
London. . .
20,38
20.42
20,389
20,429
NetWork ..
4.1945
4,2025
4,1965
4.2045
BariL....
16,407
16.447
16,411
16.451
Schwei; ..
80,675
80,835
80,73
80,39
Spanten. .
45.90
46,00
46,22
46.32
Japan . . -
2,073
2,077
2.073
2,077
Nio de Jan-
0,304
O,3U6
0,314
0,316
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C<fL abgeft
58,985
59,105
59,01
59,13
Prag . ..
12,429
12,449
12,427
12.447
Äelarod ..
7,363
7,377
7.373
7.387
Vadaprst. .
73,10
73,24
73.15
73,29
Bnisarren.
3,038
3.044
3.041
3.047
tirfladon .
18,84
18,88
18,84
18.83
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81,51
31.67
81,525
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5,734
5.747
5,433
1 <83 5.448
Lanada . .
4.192
4.200
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4.202
llnijuan . .
2,987
2.993
2.977
2.989
Tatro . .
20,895
20,935
20,91
20,95


