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Abg. Oirrgeldey (ODP ):

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Absichten

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Seite gefordert.

habe die Lieber-

und hat. jetzt Len

Aussprache über den GießenerAsta im Kmanzausschuß.

Dauer sicherlich nützlicher sein, als eine neue Debatte über die Kriegsschuld. Cs sei zunächst nebensächlich, ob man die Frage der Jahreszahlungen oder des Einflusses des Goldwertes auf die von Deutschland zu ent­richtenden Leistungen anschneide. Man müsse auf jeden Fall anerkennen, dah die Jahreszahlungen heute eine größere La st für Deutschland seien als man im Haag beabsichtigt habe. Rot­wendige Voraussetzung zu alt diesem sei aber die Ordnung der Finanzen. Wenn ein Moratorium eingebracht würde, ohne dah diese Bedingung erfüllt sei, so würde sich Deutschland der Gefahr eines Untersuch ungsaus- s ch u s s e s aussetzen, eine Maßnahme, die sich mit dem Prestige eines Maates nicht vereinbare.

Weg zu beschreiten, weil er nicht putschen oder überrumpeln, sondern überzeugen wolle.

Der Stahlhelm hat sich einen Z w e i j a h r e s - plan für die innere und äußere Freibeit Deutsch­lands zurechtgelegt. Der Stahlhelm sieht in diesem Plan vier Etappen vor: 1. das eingebrachte Volks» begehren, 2. die preußischen Landtags­mahlen, 3. eine Reichstagswahl und 4. die im Jahre 1932 stattfindende Reichspräsi­dentenwahl. Wolle Hindenburg seine Amtszeit verlängern, dann werde der Stahlhelm wie immer sein getreuer Nachfolger sein. Werde aber in Deutschland gekämpft um dieses Amt, dann sei der Stahlhelm der Meinung, daß es ein nationaler Deutscher übernehmen müsse. Ein Kampf, wie er jetzt entbrenne, sei bisher in Deutschland noch nicht ausgefochtcn worden. Der Stahll>elm glaube an seine Kraft, an sein Ziel und an den Sieg der nationalen Bewegung. Der jetzige Moment sei mit allem Vorbedacht ausgewählt. Das Gelände sei nach seiner Meinung streng sondiert, Freund und Feind geschieden, und der Augenblick sei so gewählt, daß das Unternehmen zu einem wirklichen Erfolg führen müsse. Weiter betonte er, daß der Stahlhelm bewußt in diesen Kampf ein- getreten fei, um anzuzeigen, daß der lanasame und zähe Aufbau- und Befreiungsweg des Bundes in eine Offensive übergegangen sei, die bis zum Jahre 1932 mit einem vollen Sieg abgeschlossen würde.

9er politische Zweijahresplan des Stahlhelms

Bundesführer Seldte über die nächsten Kampfziele des Stahlhelms.

verlangt von der Regierung eine Politik der Auto­

rität und des stärksten Derantwortungsbewußtseins. , ----------- y... . r, if-9

Sparmaßnahmen dürften nicht auf Kosten sozialer vollkommene Selbstverwaltung fei die agrtemiföe Einrichtung-!, durchg-suhrt werten. Rasche Durch. 1 "----

führung der Osthilfe und Bekämpfung der Arbeits­losigkeit seien vordringlichste Aufgaben. Die Möglich­keit einer freiwilligen Arbeitsdienst-

Abg. Mollath (Wp.)

betont, daß die gestrige Kanzlerrede zehn Jahre zu spät gehalten worden sei. Die offensichtlich«^ Stützung des Kabinetts Brüning durch die Sozial­demokraten unterstreiche dos Mißtrauen der Wirtschaftspartei. Gleichzeitig müsse man ober auch - den rechtsstehenden Parteien den Vorwurf machen, daß sie durch ihre sture Oppositionsstellung den an­deren nationalen Parteien den Weg zu einer praktischen Mitarbeit verrammeln. Kaum ein Wort aber habe der Reichskanzler für den Mittelstand gefunden. Der Redner fordert die Ein­führung der Ärbeitsdienstpflicht; den Geschäftsord­nungsreformen stimmt er zu.

Als dann

Abg. Dr. Mierendorff (Soz.)

das Wort erhält, verlassen die Nationalsozialisten den Saal. Der Redner ruft ihnen nach: Bleiben Sie hier, Dr. Goebbels, wenn Sie den Mut haben, einem Kriegsteilnehmer ins Auge zu schauen. Wir wären heute schon weiter, so fährt der Redner fort, wenn alle am Wiederaufbau mitgearbeitet hätten. Aber Sie (nach rechts) haben hinter dem Busch ge­sessen und Steine aus uns geworfen, als wir den Karren aus dem Dreck zogen. Man kann die heutige Not nicht beheben mit dem Hokuspokus der Na­tionalsozialisten. Das deutsche Volk steht nicht hinter den Nationalsozialisten, sondern im Lager der deut­schen Arbeiterschaft.

Abg. Stob r (Nats.) beantragt Vertagung. Nationalsozialisten, Deutschnationale und Kommu­nisten verlassen den Saal. Präsident Lobe stellt die B e s chl u ß u n f ä h i g k e i t fest und be­raumt die nächste Sitzung für Samstag 12 Uhr an mit der Tagesordnung: Fortsetzung der Beratung und Geschäftsordnungsreform. Bei dem Aufruf die­ses Gegenstandes rjift Abg. Stöhr (Rats.): Die Ge- fchäftsordnungsreform werden wir schon verhin­dern!

Obstruktionsabsichten der Opposition?

Der Wverstand gegen die Geschäfts- ordnungsreform des Reichstags.

Berlin, 7. Febr. (CNB.) Zur Vorbereitung der heutigen Verhandlung über die Geschäftsordnungs­reform haben die Nationalsozialisten gestern eine Besprechung abgehalten, die sich bis in die späten Abendstunden ausdehnte. Die Oppo­sitionsparteien wollen gemeinsam versuchen, die Beschlußunfähigkeit des Reichstages her­beizuführen, um das Zustandekommen der Reform vorläufig zu verhindern. Nationalsozialisten und Deutschnationale wollen bei allen Anträgen, auch bei den Anträgen auf Aufhebung der Jmmuni-

Aus aller Wett.

Vas Attentat in der ReichSbahn- direküon Berlin.

Wie schon kurz gemeldet, drang am Freitag gegen mittag ein Monn in das Arbeitszimmer des Direktors der Reichsbahn, Zander, in der Reichs­bahndirektion Berlin ein und gab etwa fünf b«i s sechs Schüsse auf den Direktor ab, von denen einer in die Schulter und einer in den Ober­schenkel traf. Der Unbekannte tötete s ich dar­auf durch einen Herzschuß. Die herbeigerufene Polizei fand bei dem Attentäter einen an die Polizei gerichteten Brief, aus dem hervorgeht, daß es sich um den 50jährigen Fahrkartenausgeber und jetzigen Unfallrentncr Willi Freese, wohnhaft in Char- lottenburg, handelt. Aus diesem Briefe geht hervor, daß er einen Anschlag auf den Direktor bei der Reichsbahn, K a s s a ck, beabsichtigte, der früher De­zernent der Unfallrentner gewesen ist. Freese hat im Eisenbahndienst im Jahre 1914 einen Unfall erlitten. Er war in der Fahrkartenausgabe aus­geglitten und auf den Hinterkopf gefallen. Infolge dieses Unfalles litt er an rein nervösen funktionellen migräneartigen Beschwerden, die ihn zunäch st völlig erwerbsunfähig machten. Bis zum Jahre 1916 hat sich sein Leiden jedoch nach zwei Gutachten, darunter eins des von Freese selbst ge­wählten Arztes, soweit gebessert, daß die Er­werbsunfähigkeit nur noch 50 v.H. betrug. Die auf Grund dieser Gutachten festgesetzte Unfall­rente von 50 v. H. ist auch vom Reichsoersicherungs-

Das Zentrum betonte, daß die Studenten­schaft ihre Befugnisse überschritten habe. Die Er­hebung von Zwangsbeiträgen müsse auf hören. So wie bisher könnten die Dinge nicht weitergehen, dah die Studentenschaft eine eigene Politik treibe, sogar Außenpolitik im Gegensatz zur Reichsregierung.

Bon der Volksrechtpartei wurde das Vorgehen der Studenten schärf st ens miß­billigt. Die Regierung solle entschieden durch­greifen.

Kultusminister Or. Adelung erklärte, die zutage getretenen Bestrebungen könn­ten nicht geduldet werden, doch habe die Regierung das ernste Bestreben, die Selbst­verwaltung zu pflegen und zu erhalten, denn verschiedentlich sei auch manches Er- freulicheerreicht worden. Da sich in Gießen die Dinge sehr zugespiht hätten, müsse ernstlich erwogen werden, ob die bestehende Selbstver­waltung noch erhalten werden könne. Eine Ab­führung von Zwangsbeiträgen an die Deutsche Studentenschaft sei verboten. Der zutage getretene Terror könne nicht geduldet werden, und die Studentenzeitung könne in der bis­herigen Weise nicht weiter erschei­nen. Einzelne Artikel hätten unerhörte Angriffe gegen den Staat und gegen Staatsmänner ent­halten. Die einheitliche Stellungnahme des Aus­schusses werde daher von der Regierung begrüßt, denn von allen Parteien müßten die Vorgänge sehr ernst genommen werden.

Von demokratischer und sozialdemokratischer Seite wurde noch darauf verwiesen, dah die Verhältnisse in Darmstadt nahezu grundsätzlich anders liegen als in Gie­ßen. Der Ausschuß nahm schließlich folgenden Antrag einstimmig an:Auf Grund eingehender Verhandlungen im Finanzausschuß hat sich die Regierung bereit erklärt, die Vorgänge im Gie­ßener Asta weiter zu untersuchen, und, im Falle sich eine Lleberschreitung seiner Befugnisse ergibt, die gebotenen Maß­nahmen zu ergreifen. Die Regierung wird nach Abschluß der Llntersuchung dem Landtag be­richten. Der Ausschuß erklärt damit den Antrag Reiber für erledigt." Weiterberatung Dienstag.

tät einzelner Abgeordneter, namentliche A b - st i m m u n g verlangen, um durch diebann not­wendig werdenden über hundert nament- . l i ch e n 21b ft imm ungen die Mehrheitsparteien zum A b b r e ch e n der Abstimmungen' zu veran- | lassen. Die Rechtsparteien hoffen dabei auf die Mithilfe der K o m m u n i ft e n. Die hinter der Regierung stehenden Parteien bereiten Gegen­maßnahmen vor, um unter allen Umständen zu ver­suchen, sämtliche Anträge zur Genehmigung von Strafverfolgungen und die Aenderung der Geschäfts­ordnung heute zu verabschieden.

Nationalsozialisten nnd Stahthelm-Volksbegehren. Essen, 6. Febr. (ERB.) Die Nationalzei- t u n g, die in Westdeutschland als das maßgebende Blatt der NSDAP, angesehen wird, bemerkt zur Einreichung des Stahlhelm-Volksbegehrens folgen­des: Seitens der politischen Tagespresse sind in die­sen Tagen alle möglichen Kombinationen an das Stahlhelm-Volksbegehren geknüpft worden, die das Verhallen der NSDAP, zu dem Vorgehen des Stahlhelms betreffen. Hierzu stellen wir fest: Wie der Führer Adolf Hi fier in den vergangenen Wochen schon mehrfach zum Ausdruck brachte, wird der Zeitpunkt eines Volksbegehrens und Volksentscheids unsererseits durch ihn be­stimmt. Wir haben daher, solange Hitler zu dem Begehren des Stahlhelms keine Stellung genommen hot, keinerlei Veranlassuna.unsbefür- wartend zu äußern. Wir haben Anlaß anzuneh­men, daß das auch die Ansicht maßgebender Stellen der Partei ist.

Wann soll Deutschland die ^oungrevision fordern? London, 6. Febr. (TU.) In einem Artikel über die Entwicklung in Deutschland, der an die Rede des deutschen Reichskanzlers Dr. Brüning bei der Eröffnung des Reichstages anknüpft, vertrittM anchester Guardian" den I Standpunkt, dah nach Regelung der in­nerdeutschen Finanz-Verhaltnisse Deutschland die Frage der Revision des Voungplanes anfchneiden könne. Der Ver­such, dieses Problem zuerst in Angriff zu neh« l men, mühte für die Allgemeinheit und auf die

Iugend noch nicht reif. Man solle die studentische Jugend nicht so ernst nehmen, sonst käme diese sich wichtiger vor als sie wirklich sei. Aus reif einer freiwilligen Arbeitsdienst- I diesem,Grunde halte er den demokratischen An- pflicht müsse schleunigst geprüft werden. Mit trag für sehlgehend. .

schärfstem Nachdruck sei eine aktive aufbauende Kul- öoltsjjart®

turpolitik zu fordern. In der Erwartung der Er- die Vorkommnisse ebenfalls^ bedauert. Bei allem füUung dieser Forderungen lehne seine Partei die I Verständnis für JugeElchkvit könne mitCHcfer Su&trauensanträgc ab. der Betätigung nicht w^den.

u 1 Es sei vor allem unverständlich, dah eine gebil­

dete Iugend sich in Antisemitismus ergehe. Die bisherige Haltung der Regierung wurde aner- fannt Die mißleitete Studentenschaft müsse auf die rechten Wege geleitet werden. Die beanstandete Dezember-Rummer der Studenten­zeitung sei ein Machwerk, das berechtigte Em­pörung bei allen Gemäßigten Hervorrufen müsse.

Wir freuen uns der Erklärung des Reichs­kanzlers, dah er den Etat mit parlamen­tarischen Mitteln v:rabschieden will. Wir richten aber an die Regierung die Mahnung, , . Sonern

sich nun auch der Möglichkeiten bewuht zu sein, Heidelberg, 6. Febr. (TL) In Heidelberg die die Verfassung der Staatsführung in die sprach der Gründer und erfte ^"I^Lfuhrer des Hand gibt, falls das Parlament vor einer so Stahlhelms, Bund der Frontsdldatcrt 8^8 mitscheid^iden Aufgabe versagen sollte. Der Selb te über die politischen Absichten des Mahl- geschichtstreue Mensch, den Dr. Döhring gestern Helms. In Koblenz haoe der Stahlhelm fernen als das Ideal hinstellte. ist doch nicht der, der Willen zum Ausdruck gebracht, diesem^ unmöglich immer nur nach rückwärts blickt. Der gewordenen La n dta gi n P re e n em Ende deutschnationale Führer Hugenberg hätte es in I zu machen. Ietzt sei es soweit. Der Stahlhelm der Hand gehabtsdamals als di: Deutschnatio- wisse, weshalb er die Verantwortung allem uber- nalen die Macht hatten, dem System, dem sie nommen, bzw den anderen frommen habe heute den Kampf ansagen, durch eine verständige namuch als lb ^at sp o l i t is cher Bund, der verantwortungsbewußte Führung und Zusam- nicht parteipolitisch denke und darum v'"Mit menarbeit mit anderen verantwortungsbewußten telnd und ^'umernd wirken koime. Was

Kräften die Wendung zu geben, die längst parteipolitisch gesprochen rechts sehe, werde nut

cinsSbm Ä wenn °die Deutschnationalen ^nr ©ta^to Ö^jen. Ä

damals Nicht die Flucht in di- D-rantwortungs. Sachlichkeit <mfb-ue, muff- dem Stabil>.lm bei-

lollakeit angetreten hätten. Die deutsche Wirt- Pflichten. Besonvers aber durste er den Beifall

schaftskrise ist, wenn nicht verursacht, so min- aller derer Hnden ^r dw im Gelsteei^r mo-

destens verschär ft durch das Unver- dernen demokratischen Verfassung der Mehr­

st ändnis unterer ausländischen Der- I heitswille das höchste Gesetz sei. Der tragsgegner Wir kämpfen gegen die I Wille des Volles stehe fest Das Volk habe am drückende Last dieser Verträge, aber dieser Kampf 14. September gesprochen Es sei erst em Anfang

ist schwer und sein Erfolg leidet darunter, wenn O^Men. Das^E werde s,ch noch ganz anders

wir unsere ganze Energie in den Dienst der freisprechen. Dieienlgen irren, die glaub.em es

Aufgabe stellen, den Schuldigen unter uns wurde letzt zu Vorwahlen kommen. Die Ruh-

zu suchen. Das ist der große Fehler der Ratio- meher des Systems, das offenbar versagt habe,

nal ozialisten. Ihre Bewegung, die durch eine wurden sich nicht dazu bequemen die demokrati-

gewaltige Gesühlswelle in die Höhe gehoben schen Folgerungen zu^ ziehen. Der Smhl^lm

worden ist, wird ihre Bewährung erst dann werde sie zu diesen ..^6erungen zwingen, und

beweisen binnen, wenn es ihr gelingt, die Ge- | zwar lege er den größten Wert darauf, diesen fühlswerte, denen sie ihren Aufschwung verdankt, umzuschmelzen zu wirklich staatspoliti-

schen Werten.

Die nationalsozialistische Bewegung ist zu stark geworden, als daß sie sich länger den unerhörten Goebbels-Satz leisten könnte:Was wir tun, wenn wir die Macht haben, geht niemand etwas an! Wir freuen uns der Versicherung des Reichskanzlers, daß er weitere Erspar- Darmstadt, 6. Febr. (WTD.) Im Finanz­nisse machen will. Reich und Staat können sich ausschuh wurde zunächst vor Eintritt in die Be- eine Schuldenvermehrung und Steuervermehrung ratung der Kapitel 67 und 68 (Landes- nicht leisten. Die Ersparnisse sind möglich, Universität Gießen und Technische ohne daß die Rechtstitel der Beamtenschaft und Hochschule Darmstadt) der demokra- die Titel anderer Personalbezüge aufs neue be- tische Antrag behandelt, d enStudenten- rührt werden müssen. Der furchtbaren Arbeits- aus schuß (Asta) an der älniversität losigkeit können wir nur begegnen durch ein Zu- Gießen aufzulösen. Von den Anlragstel- sammenwirken der schaffenden Kräfte unseres I lern wurde erklärt, dah der Antrag durch den Volles. Wir brauchen einen wirtschaft- Beschluß der Asta bewirkt sei, der den nume- lichen General st ab, der sich zusammenseht I r u s clausus Erlaß der Reg.erung für aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern und ge- I Philologen abgelehnt und angesichts der stutzt wird durch die führende Hand der Reichs- I üeberfüllung der akademischen Berufe und der leitung. Das lapitalistische System hat sich im Zurückdrängung des deutschen Volkstums die letzten Jahrhundert durchaus bewährt, während Einführung des numerus clausus der Sozialismus beim Ausbruch des Krieges für Studenten der jüdischen Rasse bei seiner Beendigung volllommen versagt gefordert hatte. Die Aeuwahl des Asta Die Fehler des Systems liegen darin, dah zeige, dah man bei der Studentenschaft von der das kapitalistische System v e r f ä l s ch t wor- staatsfeindlichen Betätigung und den über^die ____ ist durch das Eindringen sozialistischer Ge- I Befugnisse des Asta hinausgehenden darckengänge. Wir brauchen wirtschaftlich ein I nicht ablassen wolle. Die Regierung llares Entweder-Oder. Die Finanzreform ist not- Pflicht, schärfstens gegen diese wendig, nicht damit wir mehr Geld zur Tribut- I griffe vorzugehen.

zahlung haben, sondern damit bei den kommenden Don sozialdemokratischer Verhandlungen über die Revision der Tribut- wurde ebenfalls schärfstes Vorgehen Verpflichtungen die nötige innere Wider - I Staatsgeld könnte unmöglich zur Bekämpfung st and straft bei uns vorhanden ist. des Staates verwandt werden. Die Freiheit der

A,, z«. - «.« > x Gesinnung werde damit nicht angetastet.

Abg. SlMpfLNdörfer (Cyr.-Soz.) Aom Landbund tourcen die Vorgänge in Giehen bedauert. Cs sei Sache der Regierung, den Asta an seinen Platz zu verweisen. Für die

amt bestätigt worden. Das Ergebnis noch­maliger Nachuntersuchungen, zum letzten Male im Jahre 1930 ermöglichte es, Freese seine 50prozentige Rente in Höhe von 50,19 Mk. monatlich zu belassen. Die letzte amtsärztliche Untersuchung im November 1930 hatte jedoch ergeben, daß eine Verschlimme­rung seines Leidens nicht eingetreten war. Nach alledem wird angenommen, daß Freese, als er das Attentat verübte, in vorübergehender geisti­ger Verwirrung befand. Weder der von ihm verletzte Reichsbahndirektor Zander noch der Be­amte, auf den fein Anschlag eigentlich gemünzt war, hatte mit Freeses Rentenangelegenheit irgend etwas zu tun. Der Zustand des Schwerverletzten, Direktor Zander, ist bedenklich. Die Leiche des Selbstmörders wurde beschlagnahmt und dem Schauhause zuge­führt. Freese war früher Fahrkartenknipser und später Rentner.

Der Reichspräsident beim Reitturnier.

Das mit großem Erfolg durchgeführte Berliner Reitturnier erreichte mit dem Besuch des Reichspräsidenten feinen Höhepunkt. Der Präsident erschien um 15 Uhr in der Halle und wurde nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Reitverbandes, o. Z i tze w i tz - W e e d e r n, zur Ehrenloge geleitet, wo ihn das überfüllte Haus mit Hurrarufen und Händeklatschen begeistert emp­fing. In den Logen bemerkte man weiterhin den italienischen Botschafter Orsini Bm^sni, den schwedischen Gesandten a f Wirs6 n, Reichswehr­minister (3 r o e n e r, Reichsernährungsminister Schiele, den Chef der Heeresleitung, General v. H a m m e r ft e i n, sowie zahlreiche Persönlich­keiten des öffentlichen Lebens. Nachdem die auslän­dischen Offiziere dem Reichspräsidenten vorgestellt worden waren, wurde mit dem sicb über zwei Stun­den hinziehenden Rekordhocy-Weitsp rin­gen über einen sogenannten Oxer (ein grüner Busch mit je einer Stange vor und hinter dem Sprung, 1,80 Meter hoch und breit) begonnen. Blie­ben hier noch 19 Pferde fehlerlos, schaffte es nach der Erhöhung der Maße auf 2 Meter nur noch Harald (Rittmeister o. Hülsen) und verhalf so den deutschen Farben zu einem neuen Siege. Der Hannoveranssr Packard holte sich unter Major Bürkner den Preis der Ausstellungshallen, und dann folgte die Prämiierung der Teilnehmer der großen Vielseitigkeitsprüfung. Die Schau- nummern, die an Exaktheit in der Ausführung nichts zu wünschen übrig ließen, lösten ft ü r m i » schen Beifall aus.

Wirbelsturm und Uebcrschwemmung an der Ostküste Australiens.

Rach wochenlangen Regenfällen brach ein Wirbelsturm los. der zur Folge hatte, dah um­fangreiche äleberschwemmungen eintraten. Viele Häuser mußten geräumt werden. Der gesamte Verkehr einschließlich des Straßenbahn- und Eisenbahnverkehrs ist völlig in Einordnung ge­bracht. Tausende von außerhalb der Stadt Bris­bane wohnenden Angestellten waren außerstande, heimzufahren; sie wurden in Schulen, Kir­chen und Warenhäusern unterge­bracht. Der größte Teil des Landes längs der Küste ist von der Umwelt abgeschnit- t e tl Die Ernte ist zerstört und eS wird gemeldet, dah viel Vieh um gekommen ist.

Ein Dorf

durch Schnee von der Außenwelt abgeschnilken.

Der schwerste Schneesturm, der seit 36 Jahren i n Mittelengland erlebt wurde, hat das Dorf Blanchland in Northumberland von der Außen­welt vollständig abgeschnitten. Der Schnee liegt über zwei Meter hoch, so daß der Omnibus- und Post- ocrkehr eingestellt werden mußte. Seit vier Tagen ist keine Verbindung mit dem Dorf möglich gewesen.

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Wettervöra.rSsagc.

Die Tiefdruckstörung über den britischen Inseln hat ihren Weg südöstlich nach Frankreich eingeschla- gen, ohne Einfluß aus unsere Wetterlage zu ge- winnen. Durch das vielfach nächtliche Aufklaren und die bestehende Schneedecke sind die Temperaturen in ganz Deutschland noch weiter zurückgegangen. Neue Anzeichen auf Umgestaltung des Witterungs­charakters sind zur Zeit nicht vorhanden, so daß mit Anhalten des FrostweUers zu rechnen ist.

Aussichten für Sonntag: ForUauer des Frostwetters, stellenweiss Dunstbildung oder bewölkt, sonst meist klar, aushciternd.

Lufttemperaturen am 6. Februar: mütags5,2 Grad Celsius, abends7,9 Grad; am 7. Februar: morgen?10,2 Grad. Maximum 4,6 Grad, Mini­mum10,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Februar: abends 0,2 Grad; am 7. Fe­bruar: morgens 0,2 Grad Celsius.

Amtliche Dinkerfpoctnachrichten.

Vogelsberg, Hoherodskops: Klar, 14 Grad, 50 bis 60 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut Hercyenhainer Höher Klar,9 Grad, 25 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut

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