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Der Sklarek-Prozeß
Die Studentenkundgebungen in Halte
reS Ansehen genießt, beruhigend und aufklärend
b e n worden, darunter sechs von
20 000 Tonnen
und mehr. Ungefähr ein Dutzend Schiffe, die in
einer Tief« von etwa 40 Metern
mit der Seite
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Vorhersage f ü r SamStag: WeUerhin veränderlich und wolkig, einzelne Schauer und fortschreitende Abkühlung.
Lufttemperaturen am 4. November: mittags 14,9 Grad Celsius, abends 10,2 Grad Celsius: am 5 November: morgens 8,8 Grad Celsius. Maximum 15,1 Grad, Minimum 8,2 Grad. — Crdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 4. November: abend» 6 Grad, am 5. November: morgens 4,8 Grad. — Sonnenscheindauer 8 Stunden.
Oie Wetterlage.
Zuspitzung der Lage in der Mandschurei.
Gomefen sprengen die Brücke über den Nonmfluß. - japanische Truppen rücken nach Norden vor. - Welche Bolle spielt Rußland?
Aus aller Well
Die Hebung der in Scapa Jloro versenkten Kriegsschiffe wird eingestellt.
Die Firma, die seit sieben Iahren damit beschäftigt ist, die Schiffe der bei Scapa Flow versenkten deutschen Kriegsflotte zu heben, hat sich entschlossen, die Arbeiten als unrentabel einzustellen. Insgesamt sind 32 Schisse geho -
Im Sklarek-Prozeß wurde gegen den Angekiag ten L u d i n g verhandelt, dem passive Bestechung zur Last gelegt wird. Luding war Buchprüfer beim Finanzamt Berlin-Mitte und bekam als solcher im Jahre 1926 den Antrag, die Bücher der Sklareks auf die Richtigkeit der abgegebenen Steuererklärungen und Gewinne zu prüfen. Cr soll dabei an der Neuaufstellung der Sklarekschen Bücher gearbeitet haben, um sie in Einklang mit den Steuererklärungen zu bringen. Luding roiU lediglich in nebenberuflicher Arbeit die Sklareks steuertechnisch beraten haben. Der Ange- klagte Tuch erklärte, daß im Hause der Sklareks gioße Aufreaung geherricht habe. Es stellt sich näm- lich heraus, daß der Umsag der Firma Sklarek für das Jahr 1926 nur mit einem Drittel des wirklichen Wertes angegeben worden war. Tuch hatte von Willy Sklarek einen Auftrag erhalten, sämtliche Bücher umzuschreiben und den Umsatz der BAG. herauszulassen, da das Konto der BAG. und das Bankkonto falsch gewesen seien. Da der Angeklagte Einwendungen machte, erhielten der Buchhalter Lehmann und andere Angestellte diese Arbeiten übertragen.
Tuch bekundet, daß dem Luding bei der Buch. Prüfung das Warenkonto nicht vorgc- legt worden sei. Der Vorsitzende stellte fest, daß dadurch ein Umsatz von rund 1 M i - Hon Mark unter den Tisch gefallen sei Für das Jahr 1927 wurden die Bücher der Sklareks umgeschrieben und so mit den Steuererklärungen in Einklang gebracht Luding wurde später Angestellter der Sklareks bei einem Monatsgehalt von 400 Mark. Tuch erwähnt. daß auch die Veamten und die städtischen Angestell'e^ Garderobe bestellten und daß
Oie Kabinettsbildung in England.
Werwird-liißcnintnisteruiid Schntztanzler?
London, 4. Vov. (CAD.) Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts wird streng geheim gehalten und wird wahrscheinlich erst wahrend des Wochenendes oder Anfang nächster Woche bekannt werden. Nachdem Sir AustenCham- berlain mit Rücksicht auf jüngere Kollegen auf alle Amtsansprüche verzichtet hat, fragt man sich, ob Lord Reading oder Lord Erewe, die beide nicht mehr jung sind, seinem Beispiel folgen werden. Ein sehr wichtiges Amt wegen seiner Beziehungen zur Tarifsrage ist naturgemäß das Handelsamt, und das Problem, ob der augenblickliche Präsident des Handelsam-
teS, Sir Philipp Cunlisfe-Lister, seinen Posten behalten oder dem Liberalen R u n c i m a n Platz machen wird, wird deshalb lebhaft erörtert. In politischen Kreisen wird Reville Chamberlain weiter als .sicherer Kandidat" für den Posten des Schahk»nzlers angesehen, dessen offizielle Residenz iß)owningstreet 11 aber bald von Baldwin bezogen werden wird. Dies hängt Wohl damit zusammen, daß Baldwin als Führer der Konservativen Partei in ständiger Fühlung mit seinem Rachbarn M a c - donald in Downingstreet 10 bleiben muh. Lloyd George erklärte in einem Schreiben an Ölt Herbert Samuel, daß er von dem Vorsitz der Parlamentssraktion der Liberalen Partei z u - r ü ck t r e t e. Er sei mit dem katastrophalen Kurs, in den die Partei in der letzten Zeit geführt worden sei. in keiner Weise einverstanden gewesen.
einzuwirken. Während Böhmer noch sprach, betrat Prof. Dehn mit dem Rektor den Hörsaal Der Rektor erklärte. Am DienSta^ habe er eine Lammsgeduld bewiesen und die Studenten hr>r sehr schweren Dingen bewahrt. Ieyt aber win- den die unrechtmäßig Anwesenden lestgestellt und unnachsichtlich vor das Disziplinarg e- richt gestellt werden, wobei es keineswegs beim Verweis von der Hochschule bleiben werbe. Darauf erhob sich ein Student und erklärte: ..Wir folgen für heute dem Rat Prof. BöhmcrS und gehen zu ihm hinüber, um seine Darlegungen an- zuhören Der Kampf aber wird fortgesetzt!" AlS die Opposition den Saal verlassen hatte, konnte Dehn sein Kolleg ohne Störungen halten. Dr. Dehn verließ das Aniversitätsgelände im Kraftwagen unter polizeilicher Bedeckung. Zu Belästigungen DehnS oder seiner Kollegteilnchmer ist es nicht gekommen. Degen 22.30 Ahr war die Ruhe in der Stadt im allgemeinen wiederhergestellt Am Freitag wird voraussichtlich eine all. gemeine Studentenversammlung zusammentreten, in der der Rektor, der Prorektor Pros. Völker und Pros. Böhmer sprechen werden.
Aufsianbsgefahr in Kaschmir.
Die Mohammedaner gegen den Maharadscha.
London. 4. Rov. (TU.) Die Lage in Kasch- mir hat sich ganz außerordentlich verschärft, so daß Mittwoch englische Truppen dorthin zur Aufrechterhaltung der Ordnung abmarschieren werden. Die indische Regierung befürchtet ernste Rückwirkungen im Pundschab-Gebiet, wo die Mohammedaner mit ihren OlaubcnegenoHcn in Kaschmir sympathisieren, so daß die Regierung die Ansammlungen von Mohammedanern an der Grenze verbieten mußte. Die Ausstandsbewegung unter den Mohammedanern in Kalch? mir Hal sich so verstärkt, daß man mit einem offenen Aufstand der Moslems rech- net, die den Maharadscha von Kaschmir a b s e y e n wollen.
Den unmittelbaren Anlaß gab ein Gefecht zwischen Mohammedanern und Regierungstruppen von Kaschmir bei Mirvur und an anderen stellen der Grenze zwilchen Kaschmir und Britisch Indien, wo Mohammedaner in das Gebiet von Kaschmir ein- bringen wollten. Tausende von ihnen sind verhaftet worden. Ueberall aber werden sie von der Bevölkerung mit Begeisterung begrüßt. Die Behörden haben die Brücken über die Flusse mit Stacheldraht versperren lassen, so daß der
B r i a n b hat als Präsident des Völkerbundsrats in einem Schreiben an den Vertreter Japans, P o s h i s a w a, zu den Bedingungen Japans für die Räumung der Mandschurei Stellung gnommen. In ber Note Briands heißt es: lieber die vier ersten Punkte ber japanischen Forderungen bestehe keinerlei Meinungsverschiedenheit zwilchen Japan und China. Was den noch strittigen Punkt, nämlich die Anerkennung der Verträge betreffe, so weist Briand darauf hin, daß die chinesische Regie- rung sich bereit erklärt habe, alle Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung ber Verträge einem Schiedsgericht oder einem Schlichtungsverfahren zu unterbreiten. Briand gibt der Erwartung Ausdruck, daß unter diesen Umständen die javanische Regierung ihre Truppen gemäß ihren Erklärungen vor dem Rat in möglich st kurzer Frist aus dem besetzten Gebiet zurück ziehen werde. Da die japanische Regierung der Frage ber Sicherheit ihrer Staatsangehörigen eine große Bebeutung beilege, weise er auf die (von Japan abgelehnte) Entschließung vom 24 Oktober hin, in der der Rat den beiden Parteien nahegelegt habe, beiderseits möglich st bald V er- t re ter zu benennen, um die Einzelheiten der Räumung und der Wiederinbesitznahme des geräumten Gebietes zu regeln
3n dem neugewahlten englischen Parlament, das Fitzroy zum Sprecher wiederwählte (unten links), wird nie Opposition nur drei Banke einnehmen. Alle anderen Bänke werden von den Konservativen besetzt ^er Sprecher, der übrigens ein Abkomme des Königshauses der Stuarts ist, bekleidet das Ami ues Vorsitzenden und hat seinen Stuhl in der Mitte zwischen den Bänken ber Parteien.
wuchs indessen immer weiter an. Die Massen wurden in umliegende Gebäude abgedrängt, von deren Freitreppen ununterbrochen in Sprechchören ..Dehn rausl" und ..Schupo raus!" gerufen wurde. Es.gelang erst nach Herbeirufung erheblicher Verstärkungen, den Platz und die Gebäude zu räumen. Der älniversitätsplatz sowie die einmünd:nden Straßen waren von Tausenden von Menschen umsäumt, die sich jedoch passiv verbie ten Trotz schärfster Kontrolle war es außer den mit Sonderausweisen Dehns versehenen Hörern 40 weiteren Studenten gelungen, in den Hör- s a a I zu gelangen. Zweimal versuchte der Jurist Böhmer, der bei der Studentenschaft besonde-
London, 4. Nov. Der Sonderkorrespondent des „Daily Telegraph" in ber Manbschurei meldet aus Siipinghai, chinesische Truppen unter General Wan- ulin, einem Unterführer des Generals Tschang- u e l i q n g , haben bie über den Nonni - luh sührenbe lange Brücke 50 Kilometer üblich des Knotenpunktes Angantschi durch Feuer aus 32 Feldgeschützen an vier Teilen zerstört. Der Verkehr auf ber Linie Taonan—Angantschi ist sofort unterbrochen worben. Darauf ist eine starke japanische Streitmacht nach Norden abgesandt worden, um diese wichtige Eisenbahnlinie für den Fall von Verwicklungen mit Rußland wieder benützbar zu machen Dieses Ereignis dürfte das wichtigste seit der Besetzung sein und diese an Bedeutung vielleicht noch übertreffen. Sechs Eisenbahnzüge mit 3000 Mann Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Pionier- und Auto- mobilabteilungen, Funkentelegraphie-, Saniläts. und Munitionsabteilungen sind in aller Eile nach Norden abgesandt worden. Sie haben (Sonntag und Montag Taonan passiert. Die Japaner haben dabei im Einverständnis mit dem chinesischen General Tschanghaipeng gehandelt, der den eingangs der Meldung genannten General Wanfulin beschuldigt, mit den Russen im Einvernehmen zu handeln. AU« Stationsbetriebe nördlich von Supinghai sind von den Japanern übernommen worden Taonan ist jetzt gemeinsames Hauptquartier der japanischen und der 10 000 Mann starken chinesischen Truppen unter General Tschanghaipeng. Die Truppen fraternisieren miteinander. In Angantschi steht der chinesische General Matschanschan, der nach chinesischen Berichten von R u ß l a n d alle seine Feldgeschütze und Munition nebst einem Stab militärischer Ratgeber bezogen haben soll. Die japanische Sorge erklärt sich daraus, daß Angantschi eine Schlüsselstellung ber nördlichen Mandschurei bildet.
Es mehren sich die Gerüchte, wonach die spanische Regierung einem selbständigen man- dschurischen Staat unter dem früheren Kaiser von China, der zur Zeit in der japanischen Konzession in Tientsin lebe, keine Hin- dernisse in den Weg legen würde Vorbedingung hiersür sei jedoch, daß die Ruhe in der Mandschurei wieder hergestellt werde und örtliche Verwaltungen in Mukden, Kirin und Tsitsikar eingerichtet wurden. Die Ansicht der amtlichen Kreise in Tokio geht, wie die ,,Daily Mail" meldet, dahin, daß die Schwierigkeiten zwischen Japan und China unbeschadet des k'üaen Streitfalls über kurz oder lang auf g e • roaltfame Weife geregelt werden müßten, ba keine Aussicht auf eine friedliche Einigung bestehe.
Notenkrieg in Genf.
Dcr Völkerbund verflicht einen Druck auf Zapan.
G e n f. 4 Rov. iWTB.i Der Vertreter Chinas im Völkerbundsrat Sze hat eine neue Rote an den Völkerbundsrat gerichtet, worin cr barlegt, daß Iapan feine Truppen immer n och nicht aus der Manbfchurel zurückgezogen habe Die japanischen Truppen hätten im Gegenteil entschieden die Besitznahme der Süb- manbschurei ausgedehnt und verstärkt und Versuche zum Eindringen in den nördlichen Teil der Mandschurei gemacht. Das Verbalten Japans stelle eine Verletzung des Artikels 10 des Völkerbund-Paktes und des Artikels 2 deS
bann auf Veranlassung der Sklareks In den Büchern d l e Zahl 70 hineingeschrieben wurde zum Zc.chen dafür, daß keine Rech - n un g geschickt werden sollte. Lehmann erklärte hierzu, daß bei dem Konto besonders bevorzugter Kunden auf Veranlaslung der Sklareks Die Bemerkung ..Richt mahnen Platz fand. Aus den Akten stellte ber Vorsitzende fest, daß tn_ dieser Weile Stadtinspektoren. Stadtamt. männer, Oberrcchnungsreviforen und Stadtröte bedient wurden. Leo Sklarek: ..Im Iahre 1923 kamen alle mit Dummikraqen und Ho z'ä»uden zu uns und wollten einae kleid et werden. obwohl sie große Gehälter hatten."
Diejenigen Beamten, bie größeren Einfluß bei ber ctabt Haben, sollen nach ber Anklage von ben Silo- rcl» zu Besichtigungen eingelaben worden sein und ebenfalls Garderobe bekommen haben, bie von einer erstklassigen Schneibersirma nach Maß angefertigt würbe und nicht aus ben Konfektionsbestänben ber KVG stammte, unb Zwar sollen die Etikette dieser Firma heraus getrennt worden sein Insgesamt soll so bei der betreffenden Firma für 90000 Mark Kleidung ange- fertigt worden sein Die Anzüge sollen bis ,u 400 Mark gekostet haben. Vorsitzenber: ,Lst es richtig. daß bie Magistrat beamten teilweise Anzüge ohne Rechnung erhalten haben?" Leo Sklarek: .^err Vorsitzenber' Ich muß offen sagen, e? ist nicht schon, von diesen Leuten, bie bei der Stabt Berlin Gehälter von 30 000 bis 40 000 Mark bezogen unb trotzdem bei uns lausten." Vorsitzender: ..Sie rauften. aber bezahlteck nicht?" Leo Sklarek ..Was soll ich dazu sagen? Wir haben manchem eine Rechnung geschickt: die Anständigen bezahlten unb bie Unan- ftänbigen bezahlten nicht."
oder dem Kiel nach oben auf dem Meeresgründe ruhen, werden dort verbleiben
Raubüberfall am vankschaller.
In Magdeburg ereignete sich ein Raubüberfall vormittags gegen 10 Uhr im Schalterraum ber Reichsbankfiliale. Als ein Bote einen Betrag von 10 000 Mark abgehoben hatte, würbe er von zwei Männern angesprochen, bie ihn um das Einwechseln einiger Noten baten. Im Verlause dieser Unterredung überfielen sie ihn unb entroenbeten i h m den abgehobenen Betrag von 10000 Mark. Die Täter flüchteten darauf aus dem Reichsbankgebäude, wurden aber sofort durch Beamte ber Bank verfolgt. Einer ber Täter konnte der Polizei übergeben wer- ben, wo er anhand feines Paffes als der Pole Milecki festgestellt wurde. In seinem Besitz befand sich der gesamte Betrag des gestohlenen Geldes Der zweite Täter, anscheinend auch ein Ausländer, ist noch flüchtig.
Wcttcrvorauefage.
Die atlantische Störung, durch deren Vorderseite Deutschland das für die Jahreszeit sehr milde Wetter erhielt, zieht in nordöstlicher Richtung weiter. Infolgedessen drehen die Winde mehr auf Westen zu, so daß die Zufuhr ozeanischer Lust gefördert wird- Von dcr französischen Westküste in nordöstlicher Richtung über Westdeutschland bis nach Hamburg hin hat sich bereits ein schmaler Ricderschlagstreifen gebildet, dcr auch bis in unseren Bezirk vordringen dürste. Da sich der hohe Druck weiter abbaut und die Störungen Im Rorden platzgreifen. dürfte sich allmählich eine Westwetterlage entwickeln
Vorhersagesür Freitag Wrchte'hasteS und meist bewölktes Wetter, wieder etwas kälter einzelne Riederschlägc.
Am Mittwochaoend wiederholten sich die Kundgebungen gegen Prof. Dehn vor der Hallcschen Universität Der Rektor hatte, um strenge Ab- sperrungsmahnahmen zu ermöglichen, die Vorlesungen Dehns bis zum Schluß des übrigen ö . । Kollegbetriebes verlegt Das Kolleg sollte erst
xeuoggpattes dar. Gegenüber der lapanischen um 20 Uhr beginnen Schon um 19 Uhr machten -J ■ lun0, daß Japan seine Truppen erst zu- sich vor der Universität starke Ansammlun- ruckziehen werde, wenn vorher ein Ad- gen von Studenten bemerkbar Polizei kommen zwischen China und Iapan abge- suchte den Platz zu räumen. Die Menschenmenge schlossen sei, betont der Vertreter Chinas wie- 1 *—** : " -• — -
herum entschieden, daß die chinesische Regierung fest entschlossen sei, „unter keinen Umständen unter dem Druck der militäri- schenOkkupation zu verhandeln". China sei überzeugt, daß die Mitglieder des Völkerbundes und die Vereinigten Staaten es nicht dulden wurden, daß der Völkerbundspakt, der Kellogg- pakt und der Reunmächtevertrag ..mit Füßen getreten" werden
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Einfuhrmonopol in Estland?
Reval, 4. Rov. (TU.) Die estländischc Regierung hat dem Finanzausschuß des Parlaments einen Gesetzentwurf vorgelegt, der der Regierung das Recht gibt, den gesamten Einfuhrhandel Estlands zu monopolisieren. Die Regierung kann das Monopol selbst ausübcn oder seine Ausübung einzelnen *Krmen übertragen. Vorläufig soll das Monopol aus folgende Warengattungen angewandt werden. Getreide und Mehl, Zucker. Petroleum. B.nzin, Benzol. Gasolin und deren Gemische. Raphtha, Steinkohle. Koks. Salz und Heringe. Das Monopolgcsey wird mir der Rotwenoigkeit, dle Sinsuhr zu ver- r i n g e r n, begründet. 'Die Annahme des Gesetzes durch das estländische Parlament wird erwartet
Das neue englische Parlament.
gesamte Handel mit Indien zum Stillstand gekommen ist. Der Maharadscha hat einen älteren Palast zur Verfügung stellen müsien, um bie große Zahl ber an ber Grenze unb in ber Hauptstabt ver-' hafteten Personen, bie auf 2000 angegeben wird, unterbringen zu können. Da bie inbischen Regimenter sehr viel Mohammedaner enthalten, so müssen bie indischen Behörden auf drei rein englische Regimenter für bie Expedition nach Kaschmir zurückgreifen. Die Erregung unter ber Bevölkerung ist ungeheuer.
Der indische Tributärstaat Kaschmir, der feit 1925 unter der Regierung des Maharadscha Sir Hari Sing steht, liegt im Hochgebirge des Kara- korum an der indisch-turkestamschen Grenze und umfaßt 218 000 Quadratkilometer mit 3.3 Millionen Einwohnern Die Hauptstadt Srinagar zählt 140 000 Einwohner.


