Ausgabe 
5.11.1931
 
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Der Sklarek-Prozeß

Die Studentenkundgebungen in Halte

reS Ansehen genießt, beruhigend und aufklärend

b e n worden, darunter sechs von

20 000 Tonnen

und mehr. Ungefähr ein Dutzend Schiffe, die in

einer Tief« von etwa 40 Metern

mit der Seite

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Vorhersage f ü r SamStag: WeUerhin veränderlich und wolkig, einzelne Schauer und fortschreitende Abkühlung.

Lufttemperaturen am 4. November: mittags 14,9 Grad Celsius, abends 10,2 Grad Celsius: am 5 No­vember: morgens 8,8 Grad Celsius. Maximum 15,1 Grad, Minimum 8,2 Grad. Crdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 4. November: abend» 6 Grad, am 5. November: morgens 4,8 Grad. Sonnenscheindauer 8 Stunden.

Oie Wetterlage.

Zuspitzung der Lage in der Mandschurei.

Gomefen sprengen die Brücke über den Nonmfluß. - japanische Truppen rücken nach Norden vor. - Welche Bolle spielt Rußland?

Aus aller Well

Die Hebung der in Scapa Jloro versenkten Kriegsschiffe wird eingestellt.

Die Firma, die seit sieben Iahren da­mit beschäftigt ist, die Schiffe der bei Scapa Flow versenkten deutschen Kriegsflotte zu heben, hat sich entschlossen, die Arbeiten als unrentabel einzustellen. Insgesamt sind 32 Schisse geho -

Im Sklarek-Prozeß wurde gegen den Angekiag ten L u d i n g verhandelt, dem passive Bestechung zur Last gelegt wird. Luding war Buchprüfer beim Finanzamt Berlin-Mitte und bekam als sol­cher im Jahre 1926 den Antrag, die Bücher der Sklareks auf die Richtigkeit der abgegebenen Steuer­erklärungen und Gewinne zu prüfen. Cr soll dabei an der Neuaufstellung der Sklarekschen Bücher ge­arbeitet haben, um sie in Einklang mit den Steuererklärungen zu bringen. Luding roiU lediglich in nebenberuflicher Arbeit die Sklareks steuertechnisch beraten haben. Der Ange- klagte Tuch erklärte, daß im Hause der Sklareks gioße Aufreaung geherricht habe. Es stellt sich näm- lich heraus, daß der Umsag der Firma Sklarek für das Jahr 1926 nur mit einem Drittel des wirklichen Wertes angegeben worden war. Tuch hatte von Willy Sklarek einen Auftrag er­halten, sämtliche Bücher umzuschreiben und den Umsatz der BAG. herauszulassen, da das Konto der BAG. und das Bankkonto falsch gewesen seien. Da der Angeklagte Einwendungen machte, erhielten der Buchhalter Lehmann und andere Angestellte diese Arbeiten übertragen.

Tuch bekundet, daß dem Luding bei der Buch. Prüfung das Warenkonto nicht vorgc- legt worden sei. Der Vorsitzende stellte fest, daß dadurch ein Umsatz von rund 1 M i - Hon Mark unter den Tisch gefallen sei Für das Jahr 1927 wurden die Bücher der Sklareks umgeschrieben und so mit den Steuer­erklärungen in Einklang gebracht Luding wurde später Angestellter der Sklareks bei einem Monatsgehalt von 400 Mark. Tuch er­wähnt. daß auch die Veamten und die städtischen Angestell'e^ Garderobe bestellten und daß

Oie Kabinettsbildung in England.

Werwird-liißcnintnisteruiid Schntztanzler?

London, 4. Vov. (CAD.) Die Zusammen­setzung des neuen Kabinetts wird streng geheim gehalten und wird wahrscheinlich erst wahrend des Wochenendes oder Anfang nächster Woche bekannt werden. Nachdem Sir AustenCham- berlain mit Rücksicht auf jüngere Kollegen auf alle Amtsansprüche verzichtet hat, fragt man sich, ob Lord Reading oder Lord Erewe, die beide nicht mehr jung sind, seinem Beispiel folgen werden. Ein sehr wichtiges Amt wegen seiner Beziehungen zur Tarifsrage ist naturge­mäß das Handelsamt, und das Problem, ob der augenblickliche Präsident des Handelsam-

teS, Sir Philipp Cunlisfe-Lister, seinen Posten behalten oder dem Liberalen R u n c i m a n Platz machen wird, wird deshalb lebhaft erörtert. In politischen Kreisen wird Reville Cham­berlain weiter als .sicherer Kandidat" für den Posten des Schahk»nzlers ange­sehen, dessen offizielle Residenz)owningstreet 11 aber bald von Baldwin bezogen werden wird. Dies hängt Wohl damit zusammen, daß Baldwin als Führer der Konservativen Partei in ständiger Fühlung mit seinem Rachbarn M a c - donald in Downingstreet 10 bleiben muh. Lloyd George erklärte in einem Schreiben an Ölt Herbert Samuel, daß er von dem Vorsitz der Parlamentssraktion der Liberalen Partei z u - r ü ck t r e t e. Er sei mit dem katastrophalen Kurs, in den die Partei in der letzten Zeit geführt wor­den sei. in keiner Weise einverstanden gewesen.

einzuwirken. Während Böhmer noch sprach, be­trat Prof. Dehn mit dem Rektor den Hörsaal Der Rektor erklärte. Am DienSta^ habe er eine Lammsgeduld bewiesen und die Studenten hr>r sehr schweren Dingen bewahrt. Ieyt aber win- den die unrechtmäßig Anwesenden lestgestellt und unnachsichtlich vor das Disziplinarg e- richt gestellt werden, wobei es keineswegs beim Verweis von der Hochschule bleiben werbe. Darauf erhob sich ein Student und erklärte: ..Wir folgen für heute dem Rat Prof. BöhmcrS und gehen zu ihm hinüber, um seine Darlegungen an- zuhören Der Kampf aber wird fortgesetzt!" AlS die Opposition den Saal verlassen hatte, konnte Dehn sein Kolleg ohne Störungen halten. Dr. Dehn verließ das Aniversitätsgelände im Kraft­wagen unter polizeilicher Bedeckung. Zu Be­lästigungen DehnS oder seiner Kollegteilnchmer ist es nicht gekommen. Degen 22.30 Ahr war die Ruhe in der Stadt im allgemeinen wiederherge­stellt Am Freitag wird voraussichtlich eine all. gemeine Studentenversammlung zu­sammentreten, in der der Rektor, der Prorektor Pros. Völker und Pros. Böhmer sprechen werden.

Aufsianbsgefahr in Kaschmir.

Die Mohammedaner gegen den Maharadscha.

London. 4. Rov. (TU.) Die Lage in Kasch- mir hat sich ganz außerordentlich verschärft, so daß Mittwoch englische Truppen dorthin zur Aufrechterhaltung der Ordnung abmarschieren werden. Die indische Regierung befürchtet ernste Rückwirkungen im Pundschab-Gebiet, wo die Mohammedaner mit ihren OlaubcnegenoHcn in Kaschmir sympathisieren, so daß die Regie­rung die Ansammlungen von Mohammedanern an der Grenze verbieten mußte. Die Ausstands­bewegung unter den Mohammedanern in Kalch? mir Hal sich so verstärkt, daß man mit einem offenen Aufstand der Moslems rech- net, die den Maharadscha von Kaschmir a b s e y e n wollen.

Den unmittelbaren Anlaß gab ein Gefecht zwi­schen Mohammedanern und Regierungstruppen von Kaschmir bei Mirvur und an anderen stellen der Grenze zwilchen Kaschmir und Britisch Indien, wo Mohammedaner in das Gebiet von Kaschmir ein- bringen wollten. Tausende von ihnen sind verhaftet worden. Ueberall aber werden sie von der Be­völkerung mit Begeisterung begrüßt. Die Behörden haben die Brücken über die Flusse mit Stacheldraht versperren lassen, so daß der

B r i a n b hat als Präsident des Völkerbundsrats in einem Schreiben an den Vertreter Japans, P o s h i s a w a, zu den Bedingungen Japans für die Räumung der Mandschurei Stellung gnommen. In ber Note Briands heißt es: lieber die vier ersten Punkte ber japanischen Forderungen bestehe keiner­lei Meinungsverschiedenheit zwilchen Japan und China. Was den noch strittigen Punkt, nämlich die Anerkennung der Verträge betreffe, so weist Briand darauf hin, daß die chinesische Regie- rung sich bereit erklärt habe, alle Meinungsverschie­denheiten über die Auslegung ber Verträge einem Schiedsgericht oder einem Schlichtungsverfah­ren zu unterbreiten. Briand gibt der Erwartung Ausdruck, daß unter diesen Umständen die javanische Regierung ihre Truppen gemäß ihren Erklärungen vor dem Rat in möglich st kurzer Frist aus dem besetzten Gebiet zurück ziehen werde. Da die japanische Regierung der Frage ber Sicherheit ihrer Staatsangehörigen eine große Bebeutung beilege, weise er auf die (von Japan abgelehnte) Entschließung vom 24 Oktober hin, in der der Rat den beiden Parteien nahegelegt habe, beiderseits möglich st bald V er- t re ter zu benennen, um die Einzelheiten der Räumung und der Wiederinbesitznahme des ge­räumten Gebietes zu regeln

3n dem neugewahlten englischen Parlament, das Fitzroy zum Sprecher wiederwählte (unten links), wird nie Opposition nur drei Banke einnehmen. Alle anderen Bänke werden von den Konservativen be­setzt ^er Sprecher, der übrigens ein Abkomme des Königshauses der Stuarts ist, bekleidet das Ami ues Vorsitzenden und hat seinen Stuhl in der Mitte zwischen den Bänken ber Parteien.

wuchs indessen immer weiter an. Die Massen wurden in umliegende Gebäude abgedrängt, von deren Freitreppen ununterbrochen in Sprech­chören ..Dehn rausl" und ..Schupo raus!" ge­rufen wurde. Es.gelang erst nach Herbeirufung erheblicher Verstärkungen, den Platz und die Ge­bäude zu räumen. Der älniversitätsplatz sowie die einmünd:nden Straßen waren von Tausenden von Menschen umsäumt, die sich jedoch passiv verbie ten Trotz schärfster Kontrolle war es außer den mit Sonderausweisen Dehns versehenen Hörern 40 weiteren Studenten gelungen, in den Hör- s a a I zu gelangen. Zweimal versuchte der Jurist Böhmer, der bei der Studentenschaft besonde-

London, 4. Nov. Der Sonderkorrespondent des Daily Telegraph" in ber Manbschurei meldet aus Siipinghai, chinesische Truppen unter General Wan- ulin, einem Unterführer des Generals Tschang- u e l i q n g , haben bie über den Nonni - luh sührenbe lange Brücke 50 Kilometer üblich des Knotenpunktes Angantschi durch Feuer aus 32 Feldgeschützen an vier Teilen zerstört. Der Verkehr auf ber Linie TaonanAngantschi ist sofort unterbrochen worben. Darauf ist eine starke japanische Streitmacht nach Norden abgesandt worden, um diese wichtige Eisenbahnlinie für den Fall von Verwicklungen mit Rußland wieder benützbar zu machen Dieses Er­eignis dürfte das wichtigste seit der Besetzung sein und diese an Bedeutung vielleicht noch übertreffen. Sechs Eisenbahnzüge mit 3000 Mann In­fanterie, Kavallerie, Artillerie, Pionier- und Auto- mobilabteilungen, Funkentelegraphie-, Saniläts. und Munitionsabteilungen sind in aller Eile nach Norden abgesandt worden. Sie haben (Sonn­tag und Montag Taonan passiert. Die Japaner haben dabei im Einverständnis mit dem chinesischen General Tschanghaipeng gehandelt, der den eingangs der Meldung genann­ten General Wanfulin beschuldigt, mit den Russen im Einvernehmen zu handeln. AU« Stationsbetriebe nördlich von Supinghai sind von den Japa­nern übernommen worden Taonan ist jetzt gemeinsames Hauptquartier der japanischen und der 10 000 Mann starken chinesischen Truppen unter General Tschanghaipeng. Die Truppen fraternisieren miteinander. In Angantschi steht der chinesische Ge­neral Matschanschan, der nach chinesischen Be­richten von R u ß l a n d alle seine Feldgeschütze und Munition nebst einem Stab militärischer Rat­geber bezogen haben soll. Die japanische Sorge erklärt sich daraus, daß Angantschi eine Schlüssel­stellung ber nördlichen Mandschurei bildet.

Es mehren sich die Gerüchte, wonach die spa­nische Regierung einem selbständigen man- dschurischen Staat unter dem frühe­ren Kaiser von China, der zur Zeit in der japanischen Konzession in Tientsin lebe, keine Hin- dernisse in den Weg legen würde Vorbedingung hiersür sei jedoch, daß die Ruhe in der Mandschurei wieder hergestellt werde und örtliche Verwaltungen in Mukden, Kirin und Tsitsikar eingerichtet wurden. Die Ansicht der amtlichen Kreise in Tokio geht, wie die ,,Daily Mail" meldet, dahin, daß die Schwie­rigkeiten zwischen Japan und China unbeschadet des k'üaen Streitfalls über kurz oder lang auf g e roaltfame Weife geregelt werden müßten, ba keine Aussicht auf eine friedliche Einigung bestehe.

Notenkrieg in Genf.

Dcr Völkerbund verflicht einen Druck auf Zapan.

G e n f. 4 Rov. iWTB.i Der Vertreter Chinas im Völkerbundsrat Sze hat eine neue Rote an den Völkerbundsrat gerichtet, worin cr barlegt, daß Iapan feine Truppen immer n och nicht aus der Manbfchurel zurückge­zogen habe Die japanischen Truppen hätten im Gegenteil entschieden die Besitznahme der Süb- manbschurei ausgedehnt und verstärkt und Versuche zum Eindringen in den nördlichen Teil der Mandschurei gemacht. Das Verbalten Japans stelle eine Verletzung des Artikels 10 des Völkerbund-Paktes und des Artikels 2 deS

bann auf Veranlassung der Sklareks In den Büchern d l e Zahl 70 hineingeschrieben wurde zum Zc.chen dafür, daß keine Rech - n un g geschickt werden sollte. Lehmann er­klärte hierzu, daß bei dem Konto besonders be­vorzugter Kunden auf Veranlaslung der Skla­reks Die Bemerkung ..Richt mahnen Platz fand. Aus den Akten stellte ber Vorsitzende fest, daß tn_ dieser Weile Stadtinspektoren. Stadtamt. männer, Oberrcchnungsreviforen und Stadtröte bedient wurden. Leo Sklarek: ..Im Iahre 1923 kamen alle mit Dummikraqen und Ho z'ä»uden zu uns und wollten einae kleid et wer­den. obwohl sie große Gehälter hatten."

Diejenigen Beamten, bie größeren Einfluß bei ber ctabt Haben, sollen nach ber Anklage von ben Silo- rcl» zu Besichtigungen eingelaben worden sein und ebenfalls Garderobe bekommen haben, bie von einer erstklassigen Schneibersirma nach Maß angefertigt würbe und nicht aus ben Konfektionsbestänben ber KVG stammte, unb Zwar sollen die Etikette dieser Firma heraus getrennt worden sein Insgesamt soll so bei der betreffenden Firma für 90000 Mark Kleidung ange- fertigt worden sein Die Anzüge sollen bis ,u 400 Mark gekostet haben. Vorsitzenber: ,Lst es rich­tig. daß bie Magistrat beamten teilweise Anzüge ohne Rechnung erhalten haben?" Leo Sklarek: .^err Vorsitzenber' Ich muß offen sagen, e? ist nicht schon, von diesen Leuten, bie bei der Stabt Berlin Gehälter von 30 000 bis 40 000 Mark bezogen unb trotzdem bei uns lausten." Vorsitzender: ..Sie rauf­ten. aber bezahlteck nicht?" Leo Sklarek ..Was soll ich dazu sagen? Wir haben manchem eine Rechnung geschickt: die Anständigen bezahlten unb bie Unan- ftänbigen bezahlten nicht."

oder dem Kiel nach oben auf dem Meeresgründe ruhen, werden dort verbleiben

Raubüberfall am vankschaller.

In Magdeburg ereignete sich ein Raubüberfall vormittags gegen 10 Uhr im Schalterraum ber Reichsbankfiliale. Als ein Bote einen Betrag von 10 000 Mark abgehoben hatte, würbe er von zwei Männern angesprochen, bie ihn um das Einwechseln einiger Noten baten. Im Verlause dieser Unterredung überfielen sie ihn unb entroenbeten i h m den abgehobenen Betrag von 10000 Mark. Die Täter flüch­teten darauf aus dem Reichsbankgebäude, wurden aber sofort durch Beamte ber Bank verfolgt. Einer ber Täter konnte der Polizei übergeben wer- ben, wo er anhand feines Paffes als der Pole Milecki festgestellt wurde. In seinem Besitz befand sich der gesamte Betrag des gestohlenen Geldes Der zweite Täter, anscheinend auch ein Ausländer, ist noch flüchtig.

Wcttcrvorauefage.

Die atlantische Störung, durch deren Vorder­seite Deutschland das für die Jahreszeit sehr milde Wetter erhielt, zieht in nordöstlicher Rich­tung weiter. Infolgedessen drehen die Winde mehr auf Westen zu, so daß die Zufuhr ozeani­scher Lust gefördert wird- Von dcr französischen Westküste in nordöstlicher Richtung über West­deutschland bis nach Hamburg hin hat sich be­reits ein schmaler Ricderschlagstreifen gebildet, dcr auch bis in unseren Bezirk vordringen dürste. Da sich der hohe Druck weiter abbaut und die Störungen Im Rorden platzgreifen. dürfte sich allmählich eine Westwetterlage entwickeln

Vorhersagesür Freitag Wrchte'hasteS und meist bewölktes Wetter, wieder etwas kälter einzelne Riederschlägc.

Am Mittwochaoend wiederholten sich die Kund­gebungen gegen Prof. Dehn vor der Hallcschen Universität Der Rektor hatte, um strenge Ab- sperrungsmahnahmen zu ermöglichen, die Vor­lesungen Dehns bis zum Schluß des übrigen ö . Kollegbetriebes verlegt Das Kolleg sollte erst

xeuoggpattes dar. Gegenüber der lapanischen um 20 Uhr beginnen Schon um 19 Uhr machten -J lun0, daß Japan seine Truppen erst zu- sich vor der Universität starke Ansammlun- ruckziehen werde, wenn vorher ein Ad- gen von Studenten bemerkbar Polizei kommen zwischen China und Iapan abge- suchte den Platz zu räumen. Die Menschenmenge schlossen sei, betont der Vertreter Chinas wie- 1 *** : " - -

herum entschieden, daß die chinesische Regierung fest entschlossen sei,unter keinen Umstän­den unter dem Druck der militäri- schenOkkupation zu verhandeln". China sei überzeugt, daß die Mitglieder des Völkerbundes und die Vereinigten Staaten es nicht dulden wurden, daß der Völkerbundspakt, der Kellogg- pakt und der Reunmächtevertrag ..mit Füßen getreten" werden

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Einfuhrmonopol in Estland?

Reval, 4. Rov. (TU.) Die estländischc Regie­rung hat dem Finanzausschuß des Parlaments einen Gesetzentwurf vorgelegt, der der Regierung das Recht gibt, den gesamten Einfuhr­handel Estlands zu monopolisieren. Die Regierung kann das Monopol selbst ausübcn oder seine Ausübung einzelnen *Krmen übertragen. Vorläufig soll das Monopol aus folgende Waren­gattungen angewandt werden. Getreide und Mehl, Zucker. Petroleum. B.nzin, Benzol. Gasolin und deren Gemische. Raphtha, Steinkohle. Koks. Salz und Heringe. Das Monopolgcsey wird mir der Rotwenoigkeit, dle Sinsuhr zu ver- r i n g e r n, begründet. 'Die Annahme des Ge­setzes durch das estländische Parlament wird er­wartet

Das neue englische Parlament.

gesamte Handel mit Indien zum Stillstand ge­kommen ist. Der Maharadscha hat einen älteren Palast zur Verfügung stellen müsien, um bie große Zahl ber an ber Grenze unb in ber Hauptstabt ver-' hafteten Personen, bie auf 2000 angegeben wird, unterbringen zu können. Da bie inbischen Regimen­ter sehr viel Mohammedaner enthalten, so müssen bie indischen Behörden auf drei rein englische Regimenter für bie Expedition nach Kaschmir zurückgreifen. Die Erregung unter ber Bevölkerung ist ungeheuer.

Der indische Tributärstaat Kaschmir, der feit 1925 unter der Regierung des Maharadscha Sir Hari Sing steht, liegt im Hochgebirge des Kara- korum an der indisch-turkestamschen Grenze und umfaßt 218 000 Quadratkilometer mit 3.3 Millio­nen Einwohnern Die Hauptstadt Srinagar zählt 140 000 Einwohner.