Jahresbericht für baS abgelaufene VrreinLjahr, auS dem u. o. hervocging, daß zum erstenmal wieder seit einer langen Reihe von Jahren der Imker einmal seine Töpfe füllen konnte. Von Seuchen sind die Stände des Verbanvs- aebieteS verschont geblieoen. Der Schwarmtrieb der Völker hielt sich in normalen Grenzen. Die Mitgliederzahl des Verein- ist um ein geringes gestiegen. Mit Beginn des neuen Jahres hat der Dersicherungsvcrein des Deutschen Imkerbundes den Hmftpflichtschuy für die Bienenzüchter übernommen, wodurch noch ein Schuh gegen Blitzschlag, Feuer und Einbruchdiebstahl hinzugekommen ist. Die Rechnungsablage durch Rechner Schäfer bot ein günstiges Ergebnis. Einer Ge- samteinnahine von 2240,29 Mark stehen Ausgaben in Höhe von 1959,69 Mark gegenüber. Das Vermögen des Vereins beläuft sich auf 337,50 Mark und besteht neben Vorräten an Kunstwaben und Gläsern aus einem Sparkasseguthaben in Höhe von 200 Mark. Mit überwiegender Mehrheit wurde noch ein Antrag auf Errichtung einer Belegstation im Krofdorser Forst angenommen und dafür ein einmaliger Betrag von 100 Mark bewilligt. Sodann hielt der Schriftleiter der „Diene", Lehrer und Bürgermeister Hensel (Hirzenhain), einen lehrreichen Vortrag über „Bienenzucht für Fortgeschrittene". Auf Grund feiner über 50jährigen Praxis zog er Betriebsweise, Diencnweide und Honigabsatz in den Kreis seiner Betrachtung, ging dann noch auf die hauptsächlichsten Dienenkraiikheiten ein und gab Anweisung zu ihrer Bekämpfung. Reicher Beifall lohnte seine klaren Ausführungen. Lehrer Run? (Ridda) machte noch Mitteilungen organisatorischer Art und wies besonders auf den hohen gesundheitlichen Mert echten deutschen Bienenhonigs hin. Rach kurzer Aussprache schloß der Vorsitzende die Versammlung.
** Das zweite Konzert der Gesang- schule Frau Dr. Meyer, das am Sonntagabend im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde stattfand, bewies eine erfreuliche künstlerische Höhe, Weichheit und Wärme der Tongebung, leichte Höhe, ausgezeichnete Atemtechnik und Sprachbildung sind die Merkmale dieser Schule. Auch musikalisch ist fleißig gearbeitet worden. Mit Sicherheit sangen die Schülerinnen auswendig, und fein Notenwenden störte den Vortrag. Agathe Walther-Lederer bewies auch auf dein Podium starke Begabung und scheint sprachtechnisch in den besten Händen zu sein: sie wurde von Irene Walther meisterhaft auf dem Klavier begleitet. Erna Haase zeigte mit ihrer graziösen Sopranstimme besondere Eignung für Mozart. Franze Zwang erfreute durch weichen, feelenvollen Ton. Leni Palms kröftig-sch mes Organ zeugte von fortschreitender Ausgeglichenheit. Starke Wirkung erzielte Hilde Wohlfahrt durch ihren frischen Vortrag. Die Leistungen von Irene von Reckow, Toni Otto und Gretel Woelke sind besonders hervorzuheben und berechtigen bei eifriger Schulung zu den schönsten Hoffnungen. Elfriede Fischer begleitete auf dem Klavier alle diese Sängerinnen mit gemahnter Fertigkeit und eindringendem Verständnis. Alles in allem ein stader Erfolg, sowohl für die Lehrerin, Frau Dr. Meyer selbst als auch für die Mitwirkenden. Die Glieder der Lukas- und Petrusgemeinde roar-m in so großer Zahl erschienen, daß der Snol überfüllt war. Der Betrag, der bei dieser zugunsten der Schwesternstation der Lukas- und Petrusoemeinde anaeseßten Veranstaltung einging, überstieg erheblich die Summe, die nach den Einirittskarten zu erzielen war, ein Beweis. daß man den Segen der neuerrichteten Schwesternstation allerseits anerkennt.
*• Gewerkschaftsbund der Angestellten. Man schreibt uns: Der Bezirk Oberhessen— Lahnnau— Dillkreis des.GDA. hielt am Sonntag in Gießen eine Bezirks-Jugend- führertagungab. Rach der Denrüßung durch Dezirksjuaendobmann Mathis (Wetzlar! erstatteten die verschiedenen Iugendgruvven Bericht über ihre Arbeit, die sich insbesondere cnif die Scheinfirmenarbeit, bildende Vorträge und das Gruppenleben bezog. Es formte sestgestellt werden, daß die Jugendlichen ein starkes beruf- riches Interesse zeigen. 3m Mitteldunkte der Tagung stand em Vortrag des Herrn Dr. Dchliebe vom Derufs^eratungSamt und Psycho- technischen Institut Gießen über die Einwirkung deS Führers auf seine Grudpe. Er behandelte die Einstellung der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren zur Umwelt und führte ungefähr aus: Der Hebet gang von der Kindheit ins praktische Leben läßt die Vorstellunaswelt der Jugendlichen sich- vorwiegend in der Phantasie bewegen und nur allmählich durch Erfahrungen in die Welt der Tatsachen überleiten. Aus dieser Grundeinstellung heraus sollten solche Jugendliche nur von der ideellen Seite her berührt werden. Die
' Beeinflussung politischer und öffentlicher Art ist in diesem Alter gering und beginnt meistens erst nach dem 19. Lebensjahr. Es sei um so erfreulicher, daß der GDA. im berufsständischen Sinne die Jugendlichen erfaße, um sie für das Leben und für ihren Beruf tüchtig zu'machen. Aufgabe des Führers sei es, den Kontakt herzustellem. Trete er durch sein fortschreitendes Alter aus der Vorstellungswelt der Jugendlichen heraus, so sei es für ihn an der Zeit, als Führer ab- zutrelen. Dem 'Vortrag folgte eine lebhafte Aussprache.
** A l s gemeinnützig anerkannt. Die Veranstaltungen der im Landesveroand Hessen des Deutschen Lichtspielbundes zusammengeschlossenen Lichteildstellen bei den hessischen Kreisschul» ämtcrn und anderen der Volksbildung und Jugendpflege dienenden Organisationen, die im Volksstaat Hessen ohne Absicht auf Gewinnerzielung ausschließlich zum Zwecke der Kunstpflege oder Volksbildung unternommen werden, sind widerruflich als gemeinnützig anerkannt worden. Die vcrzuführenden Filme müssen als Lehrfilme oder als künstlerisch oder volksbildend anerkannt sein.
Oberbeffen.
Landtrcis (4 rftcn.
g. Klein-Linden, 4. Febr. Auf dem Rückwege vom Walde, wo er mit einem kleinen Wagen Holz geholt hatte, wurde heute mittag auf dcr Land st raße zwischen Großen-Linden und Klein-Linden der 76 Jahre alte Rentier A u g. Seife! von hier von einem Schlaganfall belrof'en, der den alsbaldigen Tod deS be- daucr.swe ten Ma nes zur Folge hette. Straßenpalsanten sanden den Toten au, und veranlaßten seine Hebcrsührung nach unserem Orte.
• Großen-Duseck, 5. Febr. Heute feiert der frühere Gastwirt und Kaufmann Wilhelm Rühl seinen 8 0. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische. Seine Ehefrau Margarete, geb. Gans, geht ihrem 81. Geburtstag entgegen.
• Leihgestern, 5. Febr. Gestern nachmittag verunglückte der 33jährige Landwirt Jäger auf der Straße von Leihgestern nach Dornholzhausen. Er glitt auf der eisglatten Straße aus, stürzte und erlitt eine schwere Prellung, so daß er seinen Weg nicht fortsetzen konnte. Dr. Speck von Croßen-Linden leistete ihm die erste Hilfe und krachte ihn in seinem Kraftwagen zunächst nach Croßen-Linden. Von dort aus wurde der Verunglückte durch die hiesige Freiwillige Sani- tätskolonne nach dcr Gießener Chirurgischen Klinik gebracht.
]) Langsdorf, 4. Febr. Der Rindviehbestand des hiesigen Altbürgermeisters Bender erfuhr eine überraschende Bereicherung durch eine Sim» mentaler Kuh, die drei lebende Kälber zur Welt brachte. Die Jungtiere besitzen normale Größe und sind sehr munter, so daß zu erwarten ist, daß alle drei am Leben bleiben.
Erweitertes
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 4. Febr. Wegen Unterschlagung von K r a n k e n k a s s e n b e i t rä ge n , wie die Anklage annimmt in Höhe von etwa 25 000Mark, hatte sich heute der Leiter L. R. der Wiesecker Zahl- und Meldestelle der Ortskrankenkasse Gießen-Land und der Landkranken- taffe des Landkreises Gießen zu verantworten. Der Angeklagte, der diese Stelle nebenberuflich gegen entsprechende Vergütung verwaltete, bestritt jegliche strafbare Handlung, konnte aber auch keine überzeugende Erklärung dafür geben, wie dieses hohe Defizit entstanden, und wohin das fehlende Geld gekommen ist. Er habe die Leitung nur dem Ramen nach geführt, während seine Frau die ganzen Kassengeschäfte erledigt und im Besitz des Kassenschlüstels gewesen sei. Auch bei der Hauptstelle fei nicht alles in Ordnung gewesen, die die von ihm überwiesenen Beträge nicht sämtlich zu seiner ©ntlafhmg gut» geschrieben hätte. Cs könne auch sein, daß Familienangehörige Zahlungspflichtigen Schuldnern Quittungen ausgehändigt hätten, ohne die angeforderten Geldbeträge empfangen zu haben. Der a's Sachverständige vernommene Verbandsrevisor wies auf Grund eingehender Buchprüfung der Bücher und Belege die Unrichtigkeit der von dein Angeklagten vorgeschühten Angaben nach. Rach umfangreicher Dcweiseufnahme kam das Gericht zu der Ueberzeugung. daß nur der Angeklagte strafrechtlich für den Fehlbetrag ver- antwortllch ist, und verurteilte ihn wegen Unterschlagung ihm anvertrauter Gelder zu vier Monaten Gefängnis.
Wirtschaft.
Holzversteigerungs - Termine.
Freitag, dcn 6. Februar.
Versteigerer: S.a.t L>ie„cn. Versteigerungsort: Sladtwald, Försterei Hochwart, Zusammen.unst Kreuzung Licher Straße, 8. Schneise. 9.30 Uhr.
Versteigerer: Bürgermeisterei Lich. Versteigerungsort: Licher Stabtwald,, Zufammenkunft am Kreuzungspunkt der Rieder-Bessinger Schneise im Rehtränksberg. 10 Uhr.
Frauksurber Börse.
Frankfurt a.M., 5. Febr. Tendenz: etwas schwächer. Rachdern im Anschluß an die feste Haltung der gestrigen Abendbörse im heutigen Vor- mittagsvcrkehr noch ziem ich feste Kurse genannt waren, eröffnete die amtliche Börse in etwas abgcfchwachter Haltung. Die Spekula, ion schritt zu einigen Gewinnmitnahmen. Ein weiterer Unficherheils'aktor bestand in der ungeklärten StahlvereinSsividend- frage, da jetzt wieder verlautet, daß nur 1 bis 2 Prozent gewahrt werden sollen. Ferner ging von dem Antrag des Stahlhelms auf ein VollBeg.hren zur Auslösung des Preußischen Landtages eine gewisse Verstimmung aus, trotzdem die politische Konstellation weiter günstig beurteilt wird. Am Elck- tromarft war die Kursentwicklung nicht einheitlich. Während AEG. und Siemens 1,75 bis 2,75 Prozent nachgaben, setzten Lahmeyer und Elektrische Lieferungen 1 Proz. höher ein. Bei letzteren sprach die Hoffnung auf eine unveränderte Dividende mit. Von Chcmiew.rten gaben I.-G.- Farben, Sch.ideanstalt und Rütg:rsw rke 1,25°/o nach. Metallgesellschaft 1 °’o freunb[u;cr. Salzdetfurth büßten 3 5, Westeregeln 2 Proz. e'm, während büßten 3,5, Westeregeln 2 Prozent ein, während As^crsleben unverändert waren. Bei Kunstseidewerten und Schifsahrtsaklien gingen die Kurse um 1,5 Prozent zurück. Bauunternehmungen und Zell- stofsverein blieben relativ gehalten. Der Montän- marft lag 2,5 Prozent schwächer. Von Danken lagen Danatbank 1 Prozent und neue Reichsbankanteile 2 Prozent niedriger. Daimler lagen auf die Vergebung der Dieselmotorenlizenz an Frankreich 1,25 Prozent fester. Am Anleihemarkt blieben Reubesih nach ten Rückgängen ax der Abendbörse behauptet. Altöesih lagen um den Bruchteil eines Prozentes höher. Pfandbriefe ruhig und unverändert. Reichsschuldbuchforderungen behauptet. Im Verlaufe konnte sich die Tendenz wieder merklich b e f e st i g e n, da aus dem Aus'.ande einige Kauforders eingetroffen sein sollen. DaS Geschäft war lebhaft, und die Kurse erfuhren eine Befestigung bis zu 1 Prozent. Montanwerte lagen nach dem Dekanntwerden der vierprozentigen Stahlvereinsdividende Weiler, schwächer. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 4,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2047, gegen Pfund 20,4275, Lon- fron gegen Kabel 4,8587, gegen Paris 123,91, gegen Madrid 92,79, gegen Spanien 48,10, gegen Schweiz 25,1525, gegen Holland 12,0913.
Berliner Börse.
Berlin, 5. Febr. Wählend im heutigen Dor- mittagsvcrlehr die Stimmung weiter leicht fest war und man die innerpolitische Situation, wie auch die börsentechnische Lage durchaus günstig beurteilte, machte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine etwas stärkere Unsicherheit bemerkbar. Die Devositenkassenkundschaft hatte zwar einige Kauforders vorgelegt, und auch aus dem Reiche und dem Auslande war Kaufneigung festzustellen. Die großen Deckungen blieben aber aus. Die Unsicherheit war nicht mehr so groß, wie gestern. Die Spekulation bekundete sogar Realisationsneigung, ander'eits wurde sie zu Gewinnmitnahme veranlaßt. Der Antrag des Stahlhelms auf Auslösung des Preußischen Landtages und das aus Danbreisen ziemlich positive Verlauten, daß man in der heutigen Sitzung des Stahlvereins sich für eine 4prozentige Dividendenausschüttung entscheiden werde und die Abschlußzifsern entspreche d ungünstiger seien, hinderten jedoch nicht, daß noch überwiegend 1 bis 2 Prozent Besserung vorhanden war und daß einige Rebenwerte mit Plus-Plus-Zeichen erschienen. So gewannen Rordwolle 2,5 Prozent, Gebrüder Körting waren ohne Rotiz. Daimler gewannen auf Meldung von der Mitteilung der Gewährung der Die'e motorenlizenz an Frankreich 3,25 Prozent, auch Deutsche Ton- und Stein- Werke erschienen mit P us-Plus-Zeichen. Im Zusammenhang mit der Dividendenausschüttung beim Stahlverein lagen Phönix und Gelsenllrchen
2 Prozent gebrückter. Anleihen ruhig: Reubesitz mit Minus-Minus-Zeichen kamen 0,4 Prozent niedriger zur Rotiz. Ausländer wenig verändert. Bosnier uns Mazedonier le.cht gebessert. Psand- lriefe weiter eher freundlich. Tagesgeld erleichterte sich auf 5,75 bis 7,75, vereinzelt sogar auf 7 5 Prozent. Monatsgeld und Warenwechsel unverändert. Rach den ersten Kursen bröckelte die Tendenz etwas ab. Svenska gaben ihren Anfangsgewinn von 3,25 Mk. wieoer her. Deutsche Ton- und Sleinwerle kamen mit 4 Prozent zur Roliz. Die Stahlvereinswerte gingen bis zu 1 Prozent zurück. Später wurde die Stimmung allgemein Wieser fester, und es traten Kurs- 6efferungen bis zu 1,5 Prozent ein.
Frankfurter Schlachwichmarlt.
Frankfurt, 5. Febr. Auftrieb: 78 Ri rder. 671 Kälber, 1J4 Schafe, 429 Schweine. Preise cm frankfurter Viehmarkt (nicht S allpreife). U3 wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 63 bis 67 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 53 bis 62, geringe Kälber 53 bis ^7. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- häinmel (Weidemast) 45 bis 43, mittlere Mast- tämmer, ältere Masthämrnel und gut genährte Schafe 40 bis 44, fleischiges Schafvteh^ö bis 39 Mk. — Marktverlauf: Kälber, Schale und Schweine rege, ausverlauft. x
Briefkasten öer Redaktion
B. G., Gießen. Zum Eintritt in die Reichsmarine stehen Ihnen folgende Meldestellen zur Derfügui g: Schisfsstamrndioision der Ostsee in Kiel, Schiffs- ffammbiDifion der Nordsee in Wilhelmshaven. Meldungen werden dort jederzeit entgegengenom.^en, zwcckmäßigerweise müssen sie aber einige Monate vor dem erwünschten Eintrittstermiu erfolat sein. Einstellungen von Freiwilligen erfolgen Anfang April und Anfang Oktober jedes Jahres. Van den obengenannten Meldestellen können Sie auch das Merkblatt für den Eintritt in die Reichsmarine erhalten.
h. B. in Beuern. .Für Militär-, Kriegs- und Krankheitszeiten werden Stcigerungsbeträge nicht gewährt. Diese Zeiten werden zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft angerechnet. — Zum Eintritt in die Reichcmarine stehen Ihrem Neffen 'folgende Meldestellen zur Verfügung: Schiffsstammdivision der Ostsee in Kiel, Schiffsstammdivision der Nordsee in Wilhelmshaven. Meldungen werden dort jederzeit entgegengenommen, zweckmäßigerweise müssen sic aber einige Monate vor dem erwünschten Eintritts- termin erfolat sein. Einstellungen von Freiwilligen erfolgen Anfang April und Anfang Oktober jedes Jahres. Von den oben genannten Meldestellen kann Ihr Neffe auch das Merkblatt für den Eintritt in die Reichsmarine erhallen.
Letzte Nachrichten.
Landiagsabgeordneter Haury f.
Darmstadt, 5. Febr. (1BIB. Drahlineldung.) heule nacht verstarb an einem heczfchlag dcr deutsch-volksparteiliche Landtogsabgcord- nete Houry, dormstödtifcher Zimmermeister, haury stand im 59. Lebensjahre. <Er gehörte feil 18 Jahren dem Darmstädter Stadtrat und dessen Finanzausschuß. sowie feit 7 Jahren dem hefflf/'eu Landtag an. haury, ein kerniger deutscher Handwerksmeister, hat sich in feiner Landlagslättgkcit namentlich für die Belange des Mittelstandes, des Handwerks und Gewerbes, insbesondere aber des Hausbesitzer, stets warm eingesetzt.
Das Urteil im Goldmacher-Prozeß.
München, 5. Febr. (MTB. Drahtmeldung.) 3m Goldmacher-Prozeh wurde heute mittag folgendes Urteil verkündet: Taufend ist schuldig fünf vergehens des vollendeten und ein vergehens des versuchten Betruges und wird zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren, 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Auf die erkannte Strafe werden 1 Jahr und 8 Monate Untersuchungshaft ongerechnet, dagegen wird Taufend von der Anklage eines vergehens des versuchten Betrugs freigesprochen. Soweit verurteilt, hat Tausend die kosten der versehrens zu tragen, soweit Freispruch erfolgte, werden die kosten von der Staatsfaffe übernommen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 5 v H.» Lombardzinsfuß 6 v. H.
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Berlin
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Berlin
Bantnoten.
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Llmenkaniiche Roten . .
4,193
4.213
Beigliche Roten . . .
58,38
58,62
Datum
42.
5.
4 2.
5.2.
Datum
4 2.
5.2
4.2.
5.2.
Votum
4.2.
5^.
4.2.
3.2
lanlidie Roten . . .
112,05
112.49
Gitfl'ildir Roien ....
■ Ä ■ e
20,385
20,465
6% TeutW Retchcmuewe
ramburfl-tflmcTttn 'Batet . . . ?
63,5
62,5
62.75
62.9
Bereinigte Stahlwerke .
59,75
57,75
57
rtraniöiliehe Roten . . .
e e e •
16,454
16,514
von 1S-.-7 ........
85
—
84,8
—
Hamburg-SNbam. Dampllchiss. 8
—
—
130.4
131,75
Ctabl Minen .....
16’/.
30.75
—
30,65
30,4
Holländische R"tcn . . .
168,59
169.27
7% Deutidw RetchSanIeihe
(>ania Damvllchisf .... 10
--
—
104
106.4
Ralliverle Aickerkleben . .
. 10
134
134
132,5
135
^loiieniichc Roten....
21,975
22,055
von 1929 ..........
38.4
—
98,6
—
Rorbbeutickivr Slotjb.....8
64,5
64
63,9
64
Kaliwerke Westeregeln . .
. 10
142
140
138.25
139,75
Rorwegiiche Violen . . .
112.03
112.47
S^uitdjc rint.-Ablöt.-LchuId m(f
BUgemente TeuiicheLreditansl. 10
96,5
.—
96,65
97,25
Kaliwerke Salzdetfurth . .
. 15
203,5
200,25
196,5
200,25
Deutich-Leslerreich, 1 100 Schilling
58.93
59,17
Vltuloi.-ßicditeii.......
51.7
51.8
51.75
51,9
Barmer Bnntoeretn ... 10
101
101
100.9
100.13
iKumaniidie Noten . . .
2,48
2,50
ohne Aiirlvl.-Rechke . .
4,95
4.95
5,3
4,9
Berliner HandelSaeielllchasi . 12
121
121
121,5
R. G. flarbeit-Ittoustrte . .
Dunomit Nobel . ... .
133,5
132,25
131,4
132,65
Schwediiche Noten . . .
112,28
112,72
8% Hell. Sjolhhnnt von 1929
Commerz, unb 'Brtvai-Banl . 11
111,25
__
111,25
111,5
Schwerer Noten ....
81,09
81,41
(r(id<ot)(D 102%) .....
Cbcrhvllcn Provinz. Anleihe ml'
88,5
•—
89
—
Tarmitabt-t unb Nattonalbanl 12
142
141
141
140
• - o
—
63,25
—
Spanische 9?uien ....
42,32
42,48
teutldie Bant unb
Eckikideanslall......
124,5
123,5
Tiched>oiiownkil(tze Nölen.
. . . ,
12,39
12.45
Susloi.-Jkditett......
48,23
—
—
DtSconw-GeleUlchaft, ... 10
110,65
—
110,4
110.25
Goldlchmldt......
36
—
35,75
36,25
Ungoriickie Roten
73.15
73,45
Seuifdie Stumm. Cammelabl.
Anleihe Serie 1 ...
8% iitanll. Hnv.-Dnnl Goldvle
49
—
49
—
DreSbner Banl......10
Reicksbcmt........12
111
236,24
111,5
110,75
238
110,75
Rütgeriwecke......
MelaNgeieMckast.....
46,5
67
46
68
46
67
46,25
Devifenmartl Berlin
- Frankfurt
a.M
XIII unfüntbar bla 1984 . . . <% Rranll. Hup^Baok Goibpfe
100,25
—
—
—
Ä.tr.G..........8
95,79
94
94,65
94,75
Philtpv Holzmann ....
Zementwerk Heidelberg .
74,5
74,4
74
74
4.Sebnmr
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92,75
Bergmann.........9
—
—
100.5
103
. 10
70
—
—
Tlntirnina
Amtliche Jloiicruna
nnlunobat Ma 1932 .
——
——
Llettr. Lielerungigelelllchast. 10
109
109.75
109,5
110,5
Cem entwert Saristadt. . .
. 10
—
—
—
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Arie
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4K% Mihclntictie Hiw.-BaiN
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«Zellen & Guilleaume . 7%
107,5
76,5
107,5
—
106
75,75
107,5
74,75
Liadß 8 Ureytag ....
40,5
40,25
39
Stau, yoicpfc......
87,65
—
—
Amst.-Rott.
168,7b
169,10
168,77
169,11
8% l’r. Sandciv'nvvbrielanstalt.
GeleüichaN für Eletlrilche
Sdiultbfts Potzenhofer . .
Eftroerfe........
Slku..........
155,5
157,5
Bu m. Aires
1.277
1,281
1,280
1,284
Pjanbl-neir R. >V
6% Pr VanbNr an.briflanftaU.
100,5
—
100,5
——
Unicrnehmungen .... io
Hamburger Eiektrizttätg-Werke 10
103,5
103
101,75
103,25
r~i?
Brss.-Antm
58,58
58,70
58,58
58,70
104,75
105,5
58
57,5
133
Ghrfftianla.
112,33
112,55
112,33
112,55
Komm.-Lb! 31.20. .
97
- -
97
—
iibemijche Eiektrizttät .... 9
Lchleitiche Vektnzitüt. ... 10
5rfiudcit&ti.o. .....11
106
103
58.75
58,5
.flöpenliag:n
112,35
112,57
112,33
112,55
7% Ar. Sanueei andbriefanklalt. Pfandbriefe R N .....
S.iL.S abg. vorweg«-Obligatio, neu. rückzahlbar 1932
97
97
—
110
108,75
106,25
107,5
106
109
Bemberg...... .
Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aichasfenbura . . Charlottenburger Wasser .
13V.
58
91.5
91,5
56,5
90,5
58,75
91,5
Stockbolm - HelnngforZ. Italien. . - vondon. . .
112,48
10,569
112,70
10,583
112,46
10,569
112,68
10,589
96
Liemcne & Halske . ... . 16
Itanirabto . ........ 8
173,75
171
170,5
125
170,65
. . 8
74,75
71
83,25
71,5
83,5
21,995
20,408
22,035
20,448
21,98
20,407
22,02
20.447
.’nluiieoer S Gc., ..... 10
111
113,25
111,5
113
Teiiauer («a?.....
-—
107
108.25
'ji tun ort . •
4,200
4.208
4,205
4,285
Tatmler Motoren ....
. . O
21,5
23,75
21.25
24.5
16,464
16,504
16,465
16,505
4% Cdlertelditidie Solbrtnte . .
25
—-
_
Buverue . . ........6
46
45.25
45,5
46,75
Teurfche Ltnuleum . . .
101
100.65
101.75
Schwei; ».
81.125
81,285
81,15
81.31
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- .
Deutiche Stbßl . ...... 6
69,75
61,25
61,5
Maschinenbau A.-tS. ...
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30,5
30.9
Sva tra . .
42,51
42,59
42,36
42.44
4% Oelterreichiiche Einheitliche
__
Rat. Sluiomobil ....
• . 0
—
—
—
—
Japan - - .
2,078
2,082
2,079
2.083
Rente . •
—
—
1,3
_
75
76
74,5
Orrnltetn 8 floppe! . . •
• . 6
—
—
42,75
41,75
Wo de 'Yan.
0,368
0,370
0,368
0,370
4% Unfictilttif Oolbrente . . . .
20
—
20
20
Hoeich Eilen. .......
75
73
73
Lconboro Tteh.....
. 10
101
—
100.5
101
Wien in D-.
4% llnflcrW EtaatSrente v. 1910
17
—
16,9
16,9
_
60.25
Sbeneta ....
238
—
240
243,25
reft. abgeft
59,013
59.115 -
59,03
59,15
4'/,% beffli. oon 1913
—
—
17.3
17.4
yiie Bergbau.......10
167
—
165,5
166
'Prag . - .
Bel,rod . .
12.43
12 45
12,431
12,451
4% Unporildie flronenrente .
1,35
■—
1.35
1.35
56,75
—
56,5
55,75
.^ronyurker Moichtnen . .
. . 4
12,5
12
12.75
—
7,405
7.419
7.406
7,420
4% liirliicbe Zollanleibe von 1911
3,13
3.2
3,2
Söln-Sicueilcn. . ..... 7
_
66
65,5
(»rinnet ......
. . «
30,13
—•
tbuoap.'it . .
'3.325
73,465
73,32
73,46
4% lürtlidK Bagdadbakm-Anl
3,15
Manncrmunn.Röbre» .... 7
64,25
62,75
63,5
64,5 31
Hevligentlaedt . . .
. . C
—
—
—
—
»ui ftricn
3,047
3,053 .
3.044
3,050
Lene l
1,13
——
Manslelber Bergbau . .... 7
31,5
39,5
31,75
Iunglian«.......
. . 6
30,5
——
30,25
31
"issobon .
18,83
81,58
18,87
18.83
18,87
4% otafll. Serie II
3,15
—
——
3,2
Obcrldtlci. ölh.-nbeoad .... 5
37,75
Lediwtrke........
. . 8
74,5
—
«—
—
Danzig
81.74
81.58
81,74
6% RumünNcke veretnh. Rente
9,4
Cbi'ildilei. Koltwerke. .... 7
—
67,5
68,25
Mamlraltwerle Höchst a. M
. . 8
68
—
—
—
tionft UlM.
1,784
1,789
1.784
1,789
von 1903 . . .
9,5
—
PbSnir Bergbau . . . . 6Y,
57
—
55,4
53.25
cJttag.........
. 10
—
56,5
——
$itntn
5,445
5.455
5.445
5,455
p/,% Riimänilche verrmh. Rente
14,5
Rheiniiche BrauiUohle» . . 10
154
—
155,4
136,5
Gebt. Roeder ......
. 10
—
—
—-
•—
Canaoa
4,196
4,202
4,196
4,204
tun 1913 ..........
14.4
i 14.2
Sihetnllahi ........6
69
66,75
67,5
67,5
Doigt 8 Haesfner ....
Süddeutiche Zucker . . .
. . 9
—
147,5
—
Uvu uav .
2,837
2,843
2,807
2,313
4% Oluntdntftße vereinb. Rente
7,5
—
7,65
I 7,5
Vliebeck Montan ...... 7,2
76,5
. 10
—
116
-
Tatro • ■ .
20,925
20,965
20,925
20,965


