nen Sonntag durchgeführte Haussammlung für die Wintrrnothilfe hatte folgendes "Resultat: Bargeld 629,80 Mark, Kartoffeln 65 Ztr., 28 Brote 35 Pfund Wehl, 21,65 Ztr. Obff. 85 Pfund Hülsenfrüchte, 30,5 Pfund gelt etwa 50 Pfund Heisch- und Wurstwaren, Gemüse, Kleidungsstücke und etwa- Brennmaterial.
y. Lollar, 3.Dez. Am Dienstagabend führte die Evangelische Iugendvereinigung L a ng » G ö n s im großen Saale der .Linde" das bekannte Dolksftück von Schönherr „Glaube und Heimat" auf. Die Aufführung machte auf die zahlreichen Zuhörer einen tiefen Eindruck. Infolge des erfreulich guten Besuches und des freundlichen Ent- gegenkommens der Gastwirtsfamilie Hofmann kennte der W i n t e r n o t h i l f c des Kirchspiels ein stattlicher Betrag überwiesen werden.
»trete La oucn.
a. Schotten, I. D^. Zum Besten der hiesigen Winternothilse fand am Sonntagabend in der Turnhalle eine wohlgelungene Wohltätig» keitsveranstaltung statt. Das hiesige Philharmonische Orchester unter Leitung seines Dirigenten Dr. S e u l i n g trug mehrere wertvolle Konzertstücke vor und erntete re ch:n D i.all. Der hiesige Kindergarten unter Leitung von Kindergärtnerin Frl. Weber führte mehrere WeihnachtSftückchen auf. Die 1. und 2. Klaffe der Volksschule trugen mehrere Gedichte, Sprechchbre, Lieder und ein lustiges Adventstück vor. Der Dchottener Männerchor fang einige Lieder. Frl. Säubert aus Gießen brachte Die Rofenlieder und „Licbesfeier" au Gehör und errang damit einen großen Erfolg. Die Realschule zeigte in einem luftigen Theaterstück Szenen aus dem ober» hessischen Volksleben. Auch der Turnverein brachte beifällig aufgenommene Sonderbar, ührungen der Turnerinnen Pfarrer Römer sprach aus Vorsitzender der Winternothilfe allen Mitwirkenden Dank aus.
wg. Gedern, I Dez. Die zweite diesjährige Besichtigung des vor etwa einem halben Jahre h er gegründeten ReitervereinS fand gestern durch Rittmeister a. D. Freiherrn Roeder von Diersburg lKesselbach-Roederhof) und Rittmeister a.D. Gras von Bredow (Altenburg) statt. Dabei konnten erfreulicherweise erhebliche Fortschritte in den Leistungen des jungen Vereins festgestellt werden. An der Besichtigung nahm auch Bürgermeister Müller teil, dem als Vertreter der Gemeindeverwaltung für die lieber» lassung des der Gemeinde gehörigen Reitplatzes am „Großen See" gebührender Dank ausgesprochen wurde.
Preufeen.
ftreid Wetzlar.
Hftrofdorf, 3. Dez. Aus der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung von Krofdorf- Gleiberg ist zu berichten: Der Lau flucht« I i n i e n p l a n für das Gelände hinter der Stühl (von der Stuhl bis zum Hainerweg, rechts und links der Gleiberger Straße) fand nicht die Zustimmung der Vertretung. Es wurde zunächst örtliche Besichtigung unter Zuziehung des Kreisbaumeisters gewünscht. — Für die diesjährigen Holzfäl- lungsarbeiten im Gemeindewald wurden folgende Löhne festgesetzt: für 1 Raummeter Derbholz, glc ch welcher Art, auch Eichenknüppel und für einen Fcsimetcr Nutzholz 3 Mark, für Durchforstungs- und Buchenreisig je Raummeter 0,90 Mark, Eichen- reifer 0,50 Mark je Raummeter, Fichtenstangen 1. Kl. 35 Pf., 2. Kl. 25 Pf.. 3 Kl. 20 Pf., 4. Kl. 10 Pf. je Stück, 100 Ehristbäume 5 Mark, Rücker« lohn je Festmeter 0,90 Mark, Ausästen je Baum 4,90 Mark, 1 Raummeter Stockholz 4,20 Mark, ^-chällohn je Festmeter für Stämme 0,90 Mark, Stangen 1,10 Mark. Der Holzhauermeister erhält seinen erarbeiteten Tagelohn und 1,5 Prozent Mei- stergebühren. Für die Beaufsichtigung der Durch-
Vynamitdiebfiahl juaendlicher Personen.
Einige hundert Sprengkapseln im Bahndamm vergraben. — Das Dynamit sollte nach Frankfurt verkauft werden.
WSN. L i m b u r g, 3. Dez. Vier junge Leute aus Niederhadamar im Alter von 16 bis 19 Jahren hatten sich vor dem hiesigen Schöffengericht wegen fortgesetzten Dynamitdiebstahls und Transportgefährdung zu verantworten. Durch mehrere gemeinsam ausaeführte Einbruchsdiebstähle hatten sie aus dem Dynamitlager eines Kalkwerkes in Hadamar größere Mengen Dynamit und über 1 400 Sprengkapseln gestoblen. Einige hundert Spreng- kapseln vergruben sie in dem Bahndamm der nach Limburg führenden Seitenlinie der Westerwachbahn. Diese Menge hätte genügt, um, wie ein Schießmeister erklärte, den Bahndamm völlig in die Luft zu sprengen. Sie haben ihren Plan, dem Führer der Frankfurter Kommunisten das Dynamit zu verkaufen — wie bei der früheren Vernehmung einer der Angeklagten anaab —, später doch nicht durchgeführt. Zwei der Angeklagten hatten sich Aus- landpässe besorgt. Es wurden verurteilt: der Angeklagte B r ö tz wegen gemeinschaftlichen fortae- setzten Einbruchsdiebstahls und Transportgefährdung zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, der Angeklagte Maxheim zu 1 Jahr Gefängnis, der Angeklagte Jung zu 2 Monaten zwei Wochen und der Angeklagte Grammel zu zwei
forftung bekommt der Meister 6,50 Mark Tagelohn. (Diese Lohnfestfeyung bedarf noch der Genehm,- S) Die Geldbeschaffung für die Holzsal«
»arbeiten wurde der Finanzkommission übertragen. Der Gemeindevorsteher soll von Holzhänd« lern Preise für Eichenstammholz einfordern, und er ist ermächtigt, bei angemessenen Angeboten den Zu- schlag zu erteilen. — Der kürzlich gefaßte Beschluß über die Nichterhebung von Verzugszinsen für Steuerrückstände wurde, da er gegen die Rcich^oerordnung über die Erhebung von Verzugszuschlägen verstoßt, wieder aufgehoben, lieber ^tundungsanträge wird von Fall zu Fall entschieden.
O ft r o f b o r f, 3. Dez. Der S e fl ü g e l zu ch t- verein Krofdorf konnte am_ vergangenen Samstag und Sonntag das Jubiläum feines 25jährigen Bestehens feiern. Mit dem Ju- biläum war eine allgemeine Geflügelschau verdun- den, die mit weit über 300 Nummern beschickt war, so daß die Turnhalle kaum ausreichte, lieber 700 Erwachsene besuchten am Sonntag die Ausstellung. Als Preisrichter fungierten Otto S o e d l e r (Nie- der-Gemünden) und H. I ä g e r (Oberhörgern). Eine große Anzahl Ehrenpreise sür die einzelnen Abteilungen und viele Geldpreise standen zur Verfügung. In den sieben Abteilungen (Ziergeflügel, Großge- Hügel, Hühnerstämme, Hühner, Zwerge. Wasserge- flügel und Tauben) konnten insgesamt 49 Ehren- preise, 89 Bewertungen mit sg. 1, 37 mit sg. 2 und 12 mit sg. 3 vergeben werden.
O Groh-Rechtenbach, 30. Rov. 3m De» meindesaal der neuen Schule fand gestern abend die erste Generalversammlung der Grünlandgenosfenschaft Groß-Rechtenbach statt. Bei Den Wahlen wurde Landwirt Wilhelm Langsdorf I. einstimmig zum Dor- sitzenden wiedergewählt, ebenfalls wiedergewählt wurden die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Friedrich Dreuth und Wilhelm LangV. AIS Vorsitzender des Aufsichtsrates wurden Landwirt Friedrich MüllerVI.. als dessen Stellvertreter Landwirt Wilhelm LangV. gewählt. Bei der Besprechung über das von der Deutschen Bodenkultur AG.. Berlin, gewährte verbilligte Darlehen von 10 000 Mark wurde der Beschluß gefaßt, daß mit dem Darlehen die Rodungen deS Diehweidegeländes restlos ausgeführt werden müssen.
Monaten einem Tag Gefängnis. Während bei den Angeklagten Jung und Grammel die Strafe als durch die Untersuchungshaft verbüßt gilt, wurden
I Bröh und Maxheim hn Gerichtsfaal verhaftet tntb ins Landgerichtsgefängni» verbracht, da Fluchtvee» | dacht besteht.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W Orbach.
"Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw lind zu richten an die Schachredaktion deS ..Gießener Anzeiger-"
Problem Rr. 30#.
Don Fr. Dubbe t, Rostock.
Schwarz, a b C d r I e h
a b c d e < g b Weih.
Weiß zieht und fetzt in drei Zügen matt.
Weiß 8 Steine: Ka4; Dd8; Lc4, f4: Se2, h2;
866, g5.
Schwarz 9 Steine: Ke4; Th4; L64; Sg7, h8; bb3, c6, 67, H3.
Endspiel Rr. 93.
Stuhle von Dr. 3. Schumer. Döslau.
8
6
5
3
2
4
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8
7
6
5
4
3
2
1
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MA g h
Schwarz, c d e
a b c d e
Weitz.
a b
H
Durch welche- sehr feine Manöver erzwingt Weiß, am Zuge, hier noch da- Remis?
Weiß 7 Steine: Ka2; Lc4, 66; Sg3; Ba5, h3, h6.
Schwarz 7 Steine: KH4; Lc2; 862, 63, f3. g6, h7.
Lösung des Problems Rr. 304.
Don D. Mari», Barcelona.
1. Lbl -a2!. Thöxdö. 2. Dh7-c2+! usw. 1 .... 63^*2. 2 Dh7-63 ulm. I..... Kc5 > dö. 2 Dh7
— e?+ usw 1. .. m Kc5—65. 2. La2xb34- usw. 1. . .. e5-e4 2. Dh7-ß+ usw. 1.....beliebig.
2. 666-e44- usw.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redaktionst^sch.
Improvisation.
2n der italienischen Oper in Paris geschah es einmal in den 30cr Jahren des vorigen Jahrhundert-, daß dem Darsteller des St. Bris im 4. Art der „Hugenotten", die damals gerade den Welterfolg Me.'erbeers berbeiführten, da-Trikot platzte. AlS der Darsteller deS Grafen Revers ihm Vorwürfe wegen der negativen Makellosigkeit fe.ner Tochter tnS Gesicht zu schleudern hatte, fang er anstatt des pathetischen Originaltertei: ..Dreh d i ch nicht um. dein Trikot ist geplatzt". Der italienische Botschaster, der der Ausführung beiwohnte und al- einziger im ganzen Hause die italienisch gelungenen Worte verstand, konnte sich nicht beherrschen und begann so zu lachen, daß ein allgemeiner Entrüstung-» sturm deS Publikums losbrach.
Da» Gespenst.
Gute Freunde wollten einmal den berühmten Raturforscher E u v i e r (1769 bi- 1832) mit einem Spuk erschrecken. Als Suvier eine- Rächt- infolge eine- ungewöhnlichen Geräusche- erwachte, erblickte er vor seinem Bett eine fürchterliche Gestalt mit dem Kopfe eine- Ochsen, die ihn anglotzte. „WaS wünschest du?" fragte der unerschrockene Gelehrte. „Dich verschlingen", brummte es. „Mich verschlingen? Wie?" Euvier betrachtete prüfend die Spukgestalt. „Hufe — Hömer: Grasfresser", stellte er sest. „Du kannst mich also gar nicht fressen. Verschwinde!" Und der Spuk verschwand, denn diese Logik war unwiderlegbar.
Sidjere» Zeichen.
äwei Engländer befinden sich auf dem Weae nach Dttlanh. Sie fahren mit dem Auto nordwärts vermuten daß sie bald an der schottischen Grenze sind. T)er eine der Reisenden fragt einen Bauern:
„Können Sie uns sagen, ob wir noch lange bl» zur Grenze haben?"
„3a, aber er ft geben 61 e mir einen Schilling!"
,Hanke sehr", spricht der Engländer, „wir wissen schon, daß wir in Schottland sind." (Lust Bl.)
Schlager.
„So, Herr Direftor". sagte der Schlager-Komponist zum Unternehmer, „das war mein neuestes Werk. Sie haben es akzeptiert. Ich darf nun wohl um einen Vorschuß bitten."
„Vorschuß kann ich Ihnen nicht zahlen", meint der Direktor, „allenfalls könnte e» sich um einen Finderlohn handeln." (Lust Bl.)
(Schluß de» redaktionellen Teil».)
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