Ausgabe 
4.6.1931
 
Einzelbild herunterladen

"Nrtt.

c 11 Wom, »kn tnr Sf'iin.

1,5.|efen. M 4 ft*

Wen S.

nen Deutlj-n e?cn ou t

en SUn8ob' J. Merced^.

Q*,cn "och in "eine über. uÄOft mil ^lchUsch 5° Span. '"Wlunben

Zeit f 5urggatt '71 der Run. '8 Kilometer Met Kraft. !'.7»n«en, Ar «I die §0 Runden w r^d 312Ri[0, '

X

DvvtShauz VWi fernen Weit, drei einige Zweier :Qume, ein bc- n für die Auf- lUs vorhanden. Ecg, der mit ft, W den An- leicht ermög. der SoMrüde in das Land» l demnächst neu x einen um so lls das bisher

r in den noch- )ll, stehen ins« rer und zwei demnächst hier betrieb aus der Steigerung er«

egergruppe nischen Flieger, e Tätigkeit ent» Segelflieger gu dem hiesigen

Kiral, den man iegetn möglich. I Windstille zu '.es Äachnittags , ohne bah eine zu sein braucht. . die Iungslieger

^ohi. lvir kennen icht." jonow. erklären

itoermütige ®e* flüsterte heiser: )Nvto ist tot... errlichen Zaren­sein Besch, ent* hts beraubt ... arquis E^vigne. HotelangesteM -t dies^ Hotels, b der swh sein mf diese Dale Sie nun, m,cm i,t allen Zeichen ,n Mund legen efem Falle... blichen beugtet beft« bekommt Kynll

Stellung.

n Sir wohl ein,

w S®K , einen schein .estig drückte.er L.ME «über Stimme: A Soll ich L GZ 'Es

St** le d°- ®WA ti®, tpÄ eEFer noch :er«fltianu. e,y > gniffon pjanfo eÄnnn-An-r de. Brot, jeboden anOßy

S*iic 61

t)

wieder auf dem Flugplatz und es gelang ihnen, manchen schönen Flug auszuführen.

In den Kreisen der Segelflieger trägt man sich mit dem Gedanken, neben einem zweiten .Zög- lrng", der bereits im Dau ist, noch ein weiteres Flugzeug, das in Fachkreisen unter dem Damen »Hols-der-Teufel" bekannt ist, zu bauen. Auf dre weitere Entwicklung des Segelfluges in unserer Stadt darf man gespannt sein.

Oer Tennisplatz im Walde.

Seit etwa acht Wochen sind die Mitglieder der Freien Tennisvereinigung Drehen damit beschäftigt, sich einen eigenen Tennrsplah S errichten. Die Platzanlage entsteht auf dem De- pde der Gemeinde Wiefeck in dem Waldstück un­terhalb des Triebs, in unmittelbarer Olafe des Sulenkopses. Das Gelände ist aus lange Iahre ge­pachtet.

Die Arbeiten sind schon sehr weit fortgeschritten. Das eigentliche Spielfeld bedarf nut noch der Spieldecke, und muh noch mit dem Oletz umzogen werden. Zur Zeit ist man eifrig damit be­schäftigt, ein kleines Häuschen xu erbauen, das zwei Auskleideräume und einen Aufenthaltsraum bergen soll. Außerdem ist die Schaffung einer Llebungsfläche vorgesehen, die einer Hälfte des Spielfeldes gleichkommt und mit einer Detonwand abgeschlossen werden soll, die den Ansängern die Möglichkeit bietet, mit der Schlag- un& Zieltechnik vertraut zu werden.

Die Freie Tennisvereinigung hat all dies aus eigener Kraft geschaffen, indem sie jedes ihrer Mitglieder zu einem dreistündigen Arbeitsdienst verpflichtete. In 14 Tagen hofft man, den Platz seiner Bestimmung übergeben zu können.

Der Ium- und Sportverein Wiefeck hat sich ebenfalls eine neue Plahanlage geschaffen. In unmittelbarer Olähe der erst kürzlich geschaffe­nen Waldschenke unt> nur hundert Schritte vom Tennisplatz der Freien Tennisvereinigung entfernt entstand ein Sportplatz, der den Anforderungen des Vereins entsprechen dürfte. Der Platz ist allerdings noch nicht bespielbar, eine Grasnarbe wird noch geschaffen werden müssen, da der Sand­boden den Spielern den Kampf reichlich sauer machen würde.

Wafferfahren in der OT.

Erster Spottlefjrgang.

Der Lehrgang für Wasserfahrer, den die Deutsche Turnerschaft in Worms abhielt, war ein großer Erfolg und für die Entwicklung des Waffer- fahrens im Rahmen der DT. von großer Bedeutung. Trotzdem in der DT. schon seit etwa zehn Jahren das Wassersahren betrieben wird, bemüht man sich erft jetzt, den Wasserfahrern organisatorisch die klare Gestalt zu geben.

Aus allen Teilen des Verbandsgebietes waren die Sportler erschienen. Der Schwimmwart der DT., Bitzsch (Frankfurt) gab zunächst einige geschäft­liche Mitteilungen. Der 2. Schwimmwart der DT. hielt sodann einen Vortrag über dieOrganisation der Wasserfahrer". Wasserbaurat P a b ft (Worms) sprach überRheinpolizeiliche Vorschriften". Die erste Schulungsfahrt unter der Leitung des Turners Salzmann (Gießen) gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung. Am Tage darauf hielt Turner Kobs (der Zwölfkampfsieger des Jahres 1923) Uebungsftunben für Körperschulung ab, die den Wasserfahrern als Ergänzungssport Wertvolles vermittelten. Dr. Weiß (Offenbach) sprach über Rettungsschwimmen und Wiederbelebung" und wies in feinem Vortrag auf die Bedeutung dessen für den Wassersportler hin. 2m Anschluß daran hielt der Turner Salzmann (Gießen) einen Vortrag über Fahrübungen im Kajak" und brachte zugleich seinen Zuhörern ein neues Gerat, den Faltboot-Kanadier, nahe. Weiter fand eine Reihe praktischer Vorfüh­rungen statt, bei denen Startübungen, Kanukampf- spiele, Schul'fahren, Retten vom Boot aus, Kentern und Wiederaufrichten sowie manches andere gezeigt wurde. Den Abschluß der Tagung bildete eine zweite Schulungsfahrt nach Niederwalluf.

Or. pelher in Duisburg.

Eine sehr gute Besetzung hat das nationale Abendsportfest von Preußen Duis­burg am 6.Juni gesunden. Fast alle in Köln siegreich gebliebenen Deutschen werden am Start er- cheinen so Dr. Peltzer, Hobus, Nöller, Mülle, Borch- metjer, Ionath, Kremer, Wolff, Hoffmeister, Lern- perle und Scynackertz. An den Staffeln nehmen Kölner BC., Tus Bochum, Preußen Krefeld, Düssel­dorf 99 und Schwarz-Weiß Essen teil.

Die Westdeutschen Leichtathletik- Meisterschaften werden am 11. und 12.Juli auf der Hessenkampfbahn in Kassel ausgetragen.

Senenitoerfammlung der Z.-G.-FarbenindiWe.

Frankfurt a. M.. 3. Iuni. In der heutigen Generalversammlung der IG. - Farbenindu- st r i e machte Geheimrat Dr. Schmitz u. a. fol­gende Ausführungen: Unsere Delegschast betrug 79 772 Arbeiter und Angestellte am 1. Mai 1931, gegenüber 79 963 Arbeiter und Angestellten am 1. Ianuar 1931. Innerhalb der IG. - Farben Indu­strie und des Leunawerkes wurden im Geschäfts­jahr 1930

rund 300 Millionen Mark an Löhnen und Gehältern

gezahlt. Die Beiträge zur Sozialversicherung be­trugen 17.4 Millionen Mark, oder 5,8 Prozent der Bruttolohn- und Gehaltssumme. Dazu kommen noch die übrigen freiwilligen Wohlfahrtsausga­ben einschließlich sahungsmäßigem Beitrag zur Pensionskasse mit 19,6 Millionen Mark, sie sowie weitere 24,3 Millionen, die neben freiwilligen Pensonen und Unterstützungen auch Abfindungen usw. an aus'geschiedene Arbeiter und Angestellte enthalten, zusammen rund 44 Millionen Mark gleich 14,7 Prozent der Lohn- und Gehaltssumme. Das gibt insgesamt Aufwendungen von 61,4 Mil­lionen Mark gleich 20,5 Prozent der Lohn- und Gehaltssumme, gegen 14,2 Prozent im Vorjahre.

Was den bisherigen Okrlauf des neuen Ge­schäftsjahres anbelangt, so konnte auf dem Gebiet der Farbstoffe und Färbereihilfsprodukte bei ziem­lich widerstandsfähigem Inlandmarkt der sonst im Geschäft mit den Industrieländern allgemein auch weiterhin zu beobachtende Ausfall durch

verbesserlen Absatz im überseeischen Geschäft

ausgeglichen werden.

Was unsere finanzielle Lage anbelangt, so ha­ben wir im neuen Iahre die in der Bilanz Ende 1930 ersichtlichen Bankkredite zurückgezahlt. Die zur Verfügung stehenden flüssigen Mittel betragen zur Zeit rund 160 Millionen Mark.

Dr. Tenhaess dankte der Verwaltung, daß sie den Mut gehabt habe, die berechtigte Dividende

von 12 o. H. wieder vorzuschlagen und daß sie dazu beigetragen habe, einen weiteren Kurssturz der I-G.-Aktien an der Börse zu verhindern.

Dr. van Straaten fragte an, ob die Ver­handlungen mit der chilenischen Salpeterindustrie zwecks Verlängerung der Konvention abgeschlossen seien, um einen Konkurrenzkampf zu vermeiden. Geheimrat Schmitz gab auf einige Anfragen und Anregungen der beiden Vorredner Antwort. Be­züglich der

Zusammenschllehung der Bergbauinleressen wurde erklärt, daß die Verhandlungen außerordent- lich schwierig waren, da die Bedingungen des Kohlensyndikats hierbei eine große Rolle spielten. Die Finanzierung der Aktienkäufe der 2. G. fei voll­kommen unabhängig von der American 2. G. aus eigenen Mitteln erfolgt. 2m Bezug auf die Leuna- werke wurde mitgeteilt, daß sich die restlichen Aktien ebenfalls im Besitz einer Konzerngesellschaft befän­den, deren Namen jedoch nicht genannt werden könne. Mit der Mont Cenis seien die Verhandlungen auf sehr große Schwierigkeiten gestoßen. Als sich herausgestellt habe, daß die Produktion in Merse­burg billiger durchgefiihrt werden könne, sei das Werk in Mont Cenis stillgelegt worden. Die Fu­sion innerhalb der Sprengftoffinöu- ft r i e habe sich verzögert, der Beschluß über die Fusion sei erst jetzt gefaßt worden. Hinsichtlich der Fabrikspionage seien alle Maßnahmen zur Sicherung der Fabrikationsgeheimnisse getroffen worden.

Auf die Anfrage des Dr. van S trcraten wurde erwidert, daß die Verhandlungen mit der chilenischen Salpeterindustrie zur Vcrlänge- rung des Vertrages, der am, 1. Iuli abläuft bereits wieder ausgenommen, jedoch noch nicht abgeschlossen seien.

Die Gewinnverleilung sowie der Geschäftsabschluß wurden einstimmig genehmigt.

Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsrats­mitglieder wurden sämtlich wiedergewählt.

Wirtschaft.

Kalle 6c Co., Wiesbaden-Bieb­rich. Aus dem im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Oleingewinn von 786 392 Mk. werden wiederum 10 Prozent Dividende ausgeschüttet.

Süddeutsche Zucker AG., Mann­heim. Die Süddeutsche Zucker AG., Mannheim, die das Cßkrt Züttlingen stillgelegt hat, plant nun auch die Werke Gernsheim und Groß-Um­stadt der Zuckerfabrik Groß-Umstadt G. m. b. H. stillzulegen. Don den zum Konzern gehörenden Rohzuckerfabriken hält nur die Zuckerfabrik Frie­densau ihren Betrieb aufrecht.

' Voigt 6- Haeffner AG., Frank­furt am Main. In der Sitzung des 2101. wurde der Geschäftsabschluß für 1930 vorgelegt. Bei 2,856 (3,331) Mill. Mk. Unkosten und 0,553 (0,742) Mill. Mk. Abschreibungen ergibt sich nach Kürzung des Gewinnvortrages ein Verlust von 258 048 Mk. (i. V. einschließlich 77 676 Mk. Vor­trag ein Reingewinn von 617 758).

21.-®. für Zellstoff- und Papier­fabrikation, Aschaffenburg a. M. Vach dem Geschäftsbericht hat die Gesellschaft bis Ende September 1930 voll gearbeitet, doch mußten grö­ßere Mengen auf Lager genommen werden. Die Papierproduktion konnte zu gedrückten Preisen ab* gesetzt werden. Die Detriebsgewinne gingen im Geschäftsjahr 1930 auf 7,74 (8,82) Mill. Mk. zu­rück: ebenso der Ertrag aus Effekten auf 0,008 (0 37) Mill. Mk. Generalunkosten erforderten 3,53 (3,82) Mill. Mk., Zinsen und Spesen für Hypo­theken und Bankschulden werden mit 1,38 (1,11) OlliII. Mk. ausgewiesen. Vach Abschreibungen auf Fabrikanlagen von 1,56 (1,53) Mill. Mk. ergibt sich einschließlich Vorttag aus 1929 von 0,30 ein Reingewinn von 1 576 444 Mk. (3 027 855 Mk.), aus dein eine Dividende von 6 Prozent (^Pro­zent) verteilt und 205 695 Mk. auf neue Rech­nung vorgetragen werden sollen.

* Daimler-Denz-Werke, Stutt- gart-Untertür kheim. Die Daimler-Benz- Werke weisen für das abgelaufene Geschäftsjahr einen buchmäßigen Qkrluft von 7 477 496 Mk. aus, der insofern als tragbar erscheint, als ihm an deckungsfähigen Reserven nahezu 9,8 Mill. Mk. gegenüberstehen. Die Unkosten konnten bei Ab­schreibungen von 4,4 Mill. Mk. stark gesenkt wer­den, so allein bei den Handlungsunkosten von 12,9 auf 11,4 Mill. Mk., während die inländischen

Verkaufsorganisationen eine Summe von 1,30 Millionen Mark erforderten. Die Gesamtvorräte erscheinen gegenüber dem letzten Iahre um 13,8 Mill. Mk. auf 39,7 Mill. Mk. vermindert: die­ser Bestand genügt noch für dreimonatigen Be­darf. Der Gesamtumsatz betrug etwa 99 Mill. Mk., wovon rund 80 Prozent auf das Inlandgeschäft entfielen, während das Exportgeschäft infolge der Weltwirtschaftskrise nicht so erfolgreich durch­geführt wurde.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 4. 2uni. Tendenz: fest. Die heutige Börse eröffnete in fester Haltung, wobei besonders der feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse maßgebend war, nachdem seit Wochen eine wahre Baissepsychose geherrscht hatte. Schon im Vor­mittagsverkehr taxierte man etwa 1 bis 2 v. H. erhöhte Kurse, die sich auch zu Beginn des amtlichen Börsenverkehrs meist einstellten. Die Spekulation schritt nach den starken Leerabgaben in den letzten Tagen wieder zu verstärkten Deckungen, zumal die Aussichten der Verhandlungen in Chequers etwas besser beurteilt wurden. Anderseits blieben die bevorstehenden Notverordnungen immer noch ein Unsicherheitsmoment, so daß das Geschäft nicht sehr umfangreich war, wobei auch der heutige katholische Feiertag etwas einwirkte, da aus dem Rheinland und aus Bayern keine Aufträge eingetroffen waren. Die weitere Kupferbaisse und ein unverändert schwacher Absatzbericht des Stahlwerksverbandes blieben fast ohne Eindruck. Recht lebhaft war die Nachfrage in einigen Spezialwerten, für die sich durchweg starke Kursbesserungen ein­stellten. So eröffneten IG.-Farben 3,25 v. Sy, Salz­detfurth 6,5 v. Sy, Westeregeln 6 v. H. und Kunst- seideaktien ebenfalls 6 v. H. fester. Am Elektromarkt gewannen Siemens 5,5 v. Sy und Felten auf die amerikanische Lizenz- und Patenterwerbung 4,5 v. Sy Die übrigen Elektrizitätsaktien besserten sich durchweg um 3 o. Sy Hoher lagen ferner Rheinstahl, Gessürel, Deutsche Linoleum, Zellstoff Waldhof bei Kursbesse- rungen von 2 bis 2,5 v. Sy Schiffahrtspapiere fetzten bis 1,75 v. Sy und Bankaktien bis 1 v. Sy freund­licher ein. Mannesmann holten von ihrem heute ab­gehenden Dividenabfchlag von 5,40 etwa 3 v. Sy zurück. Sehr fest notierten außerdem von internatio­nalen Aktien Chade und Svenska, die 10 bzw. 7 Mark anzogen. Anleihen waren ebenfalls fest, besonders Altbesitz mit plus 0,65 d. Sy Von fremden Werten erschienen Mexikaner mit Plus-Plus-Zeichen. Die Taxen betrugen 0,25 bis 0,50 v. Sy höher. Für Liqui­

dationspfandbriefe erhielt sich weiteres 2ntercsse bei erneut um 0,25 o. Sy erhöhten Kursen. Goldpfand­briefe fast ohne Geschäft. Sehr fest lagen Rcichs- schuldbuchsorderungen mit plus 1 o. Sy 5,5 o. Sy» Hounganleihe etwa 1 v. Sy befestigt, Stadtanleihe und 2ndustrieobligationen gut gehalten. 2m Verlaufe er­folgten weitere Deckungen der Kulisse. Die meisten Papiere zogen erneut leicht an. Später bröckelten die Kurse verschiedentlich etwas ab. Die Tendenz blieb aber durchaus freundlich. Am Geldmarkt bestand starkes Angebot so daß der Satz erneut um 0,50 auf 3,50 d. Sy ermäßigt wurde. Am Devisenmarkt er­gaben sich gegen gestern keine nennenswerten Dcrän, berungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2110, gegen Pfund 20,4950, London gegen Neuyork 4,8665, gegen Paris 124,22, Mailand 92,97, Madrid 51,30, Schweiz 25,0850, Holland 12,0925.

Berliner Börse.

Berlin, 4. 2uni. Die freundliche Stimmung, die unverkennbar schon die heutige Börse und die gestrige Frankfurter Abendbörse beherrscht hatte, machte heute vormittag unter dem Eindruck der gestrigen, seit langem wieder erholten Neuyork einer ausgesproche­nen Festiykeit Platz. Es scheint sich international eine Beruhigung durchzusötzen, was man auch in dem Aufhören der kurzfristigen Aus- landkreditkündigungen feststcllcn wollte. Einige ungünstige Nachrichten, wie die 2nsolvenz einer kleinen Provinzbank, und die erneute Kupfer- Preisermäßigung auf 8,52 Dollar, verliefen ein- druckslos, da man nach dem Verlauf des SPD.« Parteitages die 2nnenpolitit und nach den Meldun­gen des Auslandes zu Chequers auch die Außen« politit günstiger beurteilte. Besonders wollte man in Der angekündigten Reise des amerikanischen Staats­sekretärs 6 t i m f o n ein Eingreifen Amerikas in die Reparationsverhandlungen nach seiner Europa­reise erkennen. Der heutige katholische Feiertag kam im Ordereingang bei den Banken natürlich zum Aus- druck, bei der Spekulation bestand aber starkes Deckungsbedürfnis, wobei die Märkte noch Material­knappheit aufwiesen, daß auch schon die relativ ge­ringste Nachfrage der Börse selbst genügte, um g a nz erhebliche Kurs st eigerungen hervorzu- rufen. Zirka 15 Terminpapiere erschienen mit Plus- Plus-Zeichen. Gewinne von 2 bis 4 v.H., bei schweren Papieren bis zu 8,5 v. Sy, waren nicht überraschend. Chade zogen um 10,90 Mark an. Die Ausführungen auf der gestrigen 2G -Farben-Generalverfammluna werden im allgemeinen günstig kommentiert. Auch Farben gewannen 3,13 v. Sy Exklusive Dividende no­tierten heute Mannesmann Byk Gulden. Durch schwache Haltung fielen Bank für elektrische Werte mit minus 2,5 o. H. und Schlesisch-Zink mit minus 2 v. Sy auf. Anleihen ebenfalls freundlich, Altbesitz 0,70 v. H. höher. Don den Ausländern Bosnier und Oefterreichifche Gold, auch Mexikaner etwas stärker befestigt. Pfandbriefe sehr still und etwa gehalten taxiert. Reichsschuldbuchforderungen 0,50 bis 0,75 v. H. höher. Am Geldmarkt ging Tagesgeld teilweise noch unter 4,5 bis 6,5 v. Sy zurück. Die übrigen Sätze unverändert. 2m Verlaufe erfuhren die meisten Pa- piere erneut Erhöhungen bis zu 1 v. Sy Später machten sich aber doch einige Ermüdungserscheinun­gen und das starke Fehlen der Kundschaft fühlbar, so daß kleine und auch im Verhältnis zu den vor- angegangenen Steigerungen unbedeutende Abschwä­chungen eintraten.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 4.2uni. Auftrieb: 81 Rin­der, 963 Kälber, 44 Schafe 629 Schweine. Es mür­ben notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 58 bis 63 Mark, mittlere Mast, und Saugkälber 52 bis 57 Mark, geringe Kälber 40 bis 51 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine ruhig, ausverkauft.

Schweinemarkt in Friedberg.

WSV. Friedberg, 3. Iuni. Bei lebhaftem Handel wurden auf dem heutigen Iungtiermarkt bezahlt für sechs Wochen alte Ferkel 1318 Mk., sechs bis acht Wochen alte 1822 Mk., acht bis zwölf Wochen alte 2230 Mk. Von dem Auf­trieb von 655 Stück verblieb etwas Lieberstand.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 5. Juni.

Kapelle auf dem Alten Friedhof. 20.30 Uhr pünkt­lich: Abendandacht für Studenten.

Israelitische Religionsgemeinden.

Israelitische Religionsgesellschast. Sabbatfeier den 6. 2uni. Freitag abend 7.45 Uhr: Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.30. Wochen­gottesdienst: morgens 6.30; abends 7.15 Uhr.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Sjöhe der zuletzt beschißenen Dividende an. - Reichsbantdi-tant 5 p.H, Lambardzinefutz 6 p.H.

Jrantfuri a. 3JI.

3er1in

Schluß­kurs

i«Uhr« flurd

Schluß« furd

«nfang- fturd

Datum

3.6.

4.6.

36.

4.6.

8% Deutsche Ketdrfanlette von 1927 ........ .

84,25

-

84,5

7% Deutlche Relch«anleihe von 1929 ..........

97,8

__

98

»eutfdie Sliil.-Ablbl.-Schuld mit

0ullo|.-9<cd)ten.......

51,9

52,5

51,9

52,6

De »gl. ohne Auslos.-Rechte . .

4,5

4,6

4,5

4,7

8% Hell, yollffiaat von 1929 (rüdjatjlb. 102%) . - - - - -

93

93

Oberteilen Provinz - Anleihe mti

Aullos.-Rechten . . - -

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 . - - - -

ß% firantl. Hyp.-Bant Goldpse

XIII unkündbar bll 1934 . . .

7% firantl. Hvp.-Bank Goldpse unkündbar bi» 1932 . . . . . »%% Rdeinllche Hvp^van!

ßlau. Doldpse.........

50,13

'

50,25

100,25

95

89,4

B% Pr. £anbe»p|an6briefan!lalt, Psandbriele vi.i»......

100,5

100,5

8% Pr. 2anbeipfan6briefanftalt, Ikomm.-Lbl. N. 20. . . - - -

7% Pr. Sanbcipfanbbdefanftalt, Psandbricle R. »1 ..... -

B.6.0. abfl- Lorkrieg»-Obligatio­nen, rückzahlbar 1932 .....

96,5

96,5

4% Oesterreichilche ®ol6rente . .

19,5

19,6

20,4

1.20% Oesterreichilche Silberrente

1,7

1% Oesterreichilche Einheitliche Rente -----......

1% Ungarische Goldrente . . . .

16,4

_

16,6

17,4

1% Ungarische Staat»renke v. 1910

15

14,75

1^%-L.ckgl. von 1913.....

15,75

4% Ungarische Kronenrente . . -

4% Türkische Zollanlette von 1911

2,75

2,75

2,75

4% Türkische Vagdadbahn-Anl.

4% teSfll. Serie U .....

2,75

2,75

_

2,75

8% Rumänische veretnh. Rente von 1903 ..........

<%% RumLotsche vereinte Rente von 1913 ... .......

7,2

7

7

12,9

1% Rumänische veretnh. Rente .

5,2

5,15

5,25

Jranffuri a. 2J1.1

3erlln

Schluß-, hird |

1-llht- 1 fiurd |

Schluß« lurd

Anfang« flurd_

Datum

3.6.

4.6.

3.6.

4.6.

fttnnbutfl-amertta Paket ... 7

^amburg-Südam. Tampsschlss. 8

47,5

49,25

47,75

48,75

88,25

90,5

$>an(a Damvllchisl.....10

70

73,75

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine DeutscheEredttanst. 10

49

50

49

50

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

105

105

106

Commerz- und Prival-Bank. 11

100,5

101

100,75

101

Darmstädter und Narionalbank 12

Deutsche Bank und

118

117,5

100,65

119,5

100,5

DUconw-EleseUschaft, ... 10

100,5

100,5

100,25

131

86

101

100,5

101

131

132,25

ne® .........8

88,75

85,9

88,1

68

70

Sleltr. Lielerungrgesellschast. 10

96,75

97,25

Licht und ftraft......10

96

99,5

96,25

99,5

fielken L Guilleaume . . . 7% Gesellschaft für Elektrische

66

70,5

66

89,75

69,65

93,9

Unternehmungen .... 10

89,5

Hamburger ElektrizitätS-Derke 10

Siteinlsche Elektrizität .... 9

95

93

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schocken L Eo.......11

110,25

107,4

110,75

Siemens & Haldke.....16

136,5

142

136,9

143,5

7ran<taDÜ) .........8

_

LabmeyerLEo.......10

102,5

102,5

Buderus........ 6

37

36,65

Deutsche Erd dl ....... 6

59,75

62,5

Essener Steinkohle ...... 8

62,5

64,5

66

Harpener......<*

50

52

Hoelch Eilen. ....... 8%

45,25

46,9

Ilse Bergbau ....... 10 klöcknerwerke .......7

139

138,5

144

47

47,25

48,25

Söln-Ncuellen. ....... 7

50

52,25

Mannesmann-NSbre» 7

64

63,5

60

IRanMelber Bergbau ..... 7

Oterschlel. Siienbedarl .... 5

30

30

30,5

Oberichlel. Roliroede.....7

.

64,4

66,13

Lhönie Bergbau Rheinische Braunkohl« . . 10

44,75

140

45,13

140,5

46,25

146,5

Siheinllahi.........

64

66

64,25

67

| Riebed Starts......7.2

1

Jranffuri a. M.

Schluß« htrd

1-llht« flurd

Schluß« furd

Anfang« Rurd

Datum

3.6.

4.6.

3.6.

4.6.

Bereinigte Stahlwerke.....

44,5

44,25

46,4

Otavi Minen......IS'/,

20,25

20.4

21

Kaliwerke SscherLIeben ... 10

117

116

fialiroerle Westeregeln ... 10

121

127

121,75

Ralitocrte Salzdetfurth ... 15

176

182,5

175

183,5

I. ®. fiarben-Induftrie ... 12

129,4

132,5

129,25

132,4

^vnamit Rotel ....... 6

115

-

37.25

_

37,5

,________

RütgerSwerke ........ 6

46,5

47,25

46,9

47,65

Metallgesellschaft.......8

57

58

57,5

66

_

66,5

68,25

Zementwerk Heidelberg . 10

(Lententwerf Karlstadt. 10

52

Wavb & fireotag......8

20

21

SchulcheU P-chenhoser ... 15

125,5

130,25

Mu ....... 18

60,75

67

59,5

67

Bemterg..... 14

73

78

71,75

76,75

Zelllloss Waldhos .... IS'/.

70,13

67,5

70.5

Zellktoss «schassenbueg ... 12

50

50

ebailottenbutger Wasser ... 8

-

__

107,5

112,5

Daimler Mowren ...... 0

21,5

22

22,25

22,75

Deutsche Linoleum ......

59,75

57

59

Maschinenbau A.-S. ..... 0

Rat. Automobil..... 0

L reich ein & «oppel.....6

38,13

Leonhard Tietz......10

89

0

91,75

Eventka...........

194

1

194

201,4

firankftwker Maschine» .... 4

10

9,25

Griyner...... . . . 6

28

Hevliaenstaedt ....... 0

Iungyanl........ . 6

Lechwerfe..........8

Mainkraftwerfe Höchst a.M.. .8

60,5

Mmg...........10

Sebr. Roeder.......1<

Loigt L Haesfner......

Süddeutsche Zucker .... 10

105

104

Banknoten.

Berlin, 3 . Juni

Kelü

Srlef

Amerikanische Rote»......

4,198

4,218

Belgische Roten.........

58,38

58,62

Dänische Roten.........

112,46

112,90

Englische Roten ........

20,456

20,536

Französische Roten.......

16,45

16,51

Holländische Roten .......

169,06

169,74

Italienische Roten........

21,96

22,04

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling

112,46

112,90

59,11

59,35

Rumänische Noten .......

2,495

2,515

112,53

112,97

81,50

81,82

Evanlsche Roten........

Tschechoslowakische Roten.....

38,72

38.88

12,447

12,507

Ungarische Noten........

73,13

73,43

Devisenmarkt Berlin --Frankfurt a.2TI.

3. Iuni

4-Iuni

Amtliche Notierung «eld | »rief

Amtliche Notierung

Geld | Bries

Surft-9t ott.

169,31

169,65

169,26

169,63

Buen-ArreS

1,261

1,265

1,270

1,274

Brss.-Sntro

58,58

58,70

58,585

58,705

CbrifHantQ.

112,67

112,89

112,90

112,67

112.89

Sopenbagen

112,68

112,68

112,90

Stockholm .

112,59

113.01

112.78

113.00

HelsrngsorS.

10.584

10,604

10,587

10,607

Italien . . .

22,01

22,05

22,015

22,055

London. . .

20,473

20,513

20,471

20,511

Neuyork . .

4,2065

4,2145

4,207

4,215

Pari-....

Schweiz . .

16,475

16,515

16,475

16,515

81,58 -

81,74

81,625

81,785

Spanien . .

39,66

2,083

39,74

39.66

39,74

Japan . . .

9tio de Jan.

2,087

2,082

2,086

0,303

0,305

0,303

0,305

Wien in D-« Ceft abgeft

59,12

59,24

59,12

59.24

fc::

12,464

12,484

12,468

12,488

7,437

7,451

7.440

7.454

Badapeft. .

73,38

73,42

73,39

73,43

Bulgarien .

3,048

3,054

3.048

3,054

Lrfsadon . .

18,68

18,72

18,58

18,62

Danzig. . . eonftauti» Sthen. .

81.81

1,784

5,458

81,97 1,789 5,468

81.82

1,784

5.46

81,98

1,789

5.47

Tanada . .

4,203

| 4,212

4,203

4,211

Uranmo).

2,483

| 2,487

2,448

2,452

Tat« ..

20,99

21,03

20,99

21,03