Ausgabe 
3.11.1931
 
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Wirtschaft

Devlsenmarkl Berlin Frankfurt a. M.

::

Bantnoten.

Das Pfund weiter abgeschwächt

Oie Reichsmark gut behauptet.

Haunfjeim II 2:2.

schung entschieden ablehnen muß.

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40, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30

60, Schwarzwurzeln 30 bis 35, Kürbis 5

ioia Auch ohne, MundstÜQ^.cuncLLind.dick/ KonzernfeeJ

!ie Deckung der Noten durch Gold und ungsfähige Devisen beträgt 26,9 v. Sy gegen 29,4

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uijr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

60, Honig 40 bis 50, Junge Hähne 100, Suppenhühner 80 bis 100, Gänse 90, Nüsse 25 bis 30; das Stück: Eier 13, Blumenkohl 20 bis 60, Salat 10 bis

Pflege Deinen Hals täglich

Gurgle trocken

An den internationalen Devisen­märkten war das englische Pfund gestern wie­der angeboten und schwächte sich weiter ab. Die teilweise Ablösung der französisch-amerikanischen Kredite durch die Bank von England wurde zum Teil wenig günstig beurteilt, und der Goldoerkauf der Bank hat die Vermutung aufkommen lassen, daß die Stabilität des Pfundes nicht so fest ist, wie man allgemein erwartet hatte. Dem Dollar gegenüber schwächte sich das Pfund auf 3,7940 ab. Gegen den Gulden ist das Pfund auf 9,4525, gegen Paris auf 96,43, gegen Mailand auf 74,25, gegen Zürich auf 19,5250 und gegen Madrid auf 43,13 zurückgegangen. Die Reichsmark hat sich gut behauptet, gegen das Pfund zog sie auf 16,0850 an, in Amster­dam war sie mit 58,65 und in Zürich mit 121,30 zu hören. Die Norddevisen waren weiter schwach. Am Nachmittag hat sich das englische Pfund wei­ter abgeschwächt und ging bis auf 3,7540 gegen den Dollar zurück. Die Ansichten über diese neue starke Wertverminderung des Pfundes find geteilt, man verweist auf die festen Getreidemärtte und will wissen, daß für englische Rechnung umfangreiche Käufe an den amerikanischen Getreidemärkten er­folgt sind. Ferner behauptet man, daß die Bank von England französische Franken und Dollar kauft, um

tzr m n f f u r t a. M., 2. Rov. Im Vordergründe )S2-3 nteresses standen heute die Rückkehr Lavals )t>n feiner Amerikareise und die daran geknüpften

Langsdorf, kamen auch noch zusammen. Allen, die sich hilfsbereit gezeigt haben, insbesondere den Fuhrleuten, die eben nur schwer abkommen können, gebührt wärmster Dank.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 3. Rov. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 120 bis 130, Kochbuttcr von 100 an, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Unter- Kohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 10 bis 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 35

Sie Reichsbank am Ultimo Oktober.

|B erlitt, 3. Nov. (WTB. Funkspruch.) Nach dem iisroeis der Reichsbank vom 31. Okto- ir hat sich in der Ultimowoche die gesamte Ka­il o l a n l a g e der Bank in Wechseln und Schecks, kntards und Efsekten um 448,7 Millionen auf 11,9 Millionen Reichsmark erhöht. Im einzelnen hr die Bestände an Handelswechseln und -schecks h.342,6 Millionen auf 4009,5 Millionen Reichs- bt* die Lombardbestände um 106,2 Millionen auf L> Millionen Reichsmark zugenommen. Bestände iDichsschatzwechseln sind nicht vorhanden.

Em Reichsbanknoten und Rentenbank- : n c n zusammen sind 383,8 Millionen Reichs- :k' in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich i Umlauf an Reichsbanknoten um 373,1 Millionen -8745,9 Millionen Reichsmark, diejenige an Ren-

Salatgurken 30 bis 35, Endivien 10 bis 15, Ober- Kohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40 Pfennig. Der Zentner: Kartoffeln 3,20 bis 3,50, Aepfel 4 bis 6, Weiß­kraut 2 bis 2,50, Wirsing 4 bis 5, Rotkraul 4 bis 5 Mark.

Schweine- nnb Lchafmarkt in Hungen.

l. Hungen, 2. Rov. Zu dem heutigen Schweinemarkt waren 570 Ferkel auf­getrieben. Es wurden bezahlt: bis zu 6 Wochen alte Ferkel 8 Mark, 67 Wochen alte Ferkel 911 Mark, 78 Wochen alte 1113 Mark, 913 Wochen alte 1420 Mark. Der Handel ging gut. Infolge des starken Angebots verblieb einiger Ueberstand. Der Schafmarkt war mit 108 Tieren beschickt. Hammellämmer kosteten 1522 Mark, Jährlingshammel 2330 Mark, . Mutterschafe 23 bis 28 Mark. Der Handel war schleppend, da die Händler bei diesen niedrigen Preisen wenig Abgabeneigung zeigten.

6, Kartoffeln 4, Aepfel 8 bis 10, Birnen 8 10, Dörrobst 30 bis 35, Tauben (Stück)

mtrt eine Zunahme um 33,6 Millionen Reichsmark.

»e Bestände an Gold und deckungs- i«)Egen Devisen haben sich um 12,2 Millionen

1275,3 Millionen Reichsmark vermindert. Im i. icCnen haben die Goldbestände um 33 000 RM. 11 1144,5 Millionen Reich mark, die Bestände an t-ilungsfähigen Devisen um 12,2 Millionen auf 130,7 raionen Reichsmark abgenommen.

Eis sichon ebenso bewertet werden wie die 8-v. H.- H.foßppmbbriefe.

Feste Tendenz in Frankfurt.

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Schöffengericht Wetzlar.

Q Wetzlar. 31. Oft. Wegen Unterschlagung von 25 383,31 Mark sah der frühere Leiter der Filiale Wetzlar der Hessen-Rassauischen-Genos- senschaftsbank W a l d s ch m i d t auf der Anklage­bank. Bekanntlich wurde der Angeklagte am 3. Juni 1931 vermißt gemeldet. Die sofort auf­genommenen Ermittelungen bei der vom Ange­klagten geleiteten Dank ließen keinen Zweifel darüber, daß der Angeklagte sich unter Mitnahme von etwa 25 000 Mark aus dem Staube ge­macht hatte. Längere Zeit hörte man nichts von dem Flüchtigen, vis eines Tages Mitte Au­gust aus Bad Flinsberg in Schlesien Die Festnahme Waldschmidts gemeldet wurde. Bon den veruntreuten Geldern konnte ein Be­trag von 11 300 Mark noch gesichert und der Bank wieder zur Verfügung gestellt werden. Der Angeklagte gab die Unterschlagung des Geldes zu, bei seiner Abreise will er aber nur im Besitz von 19 000 Mark gewesen fein, den Mehrbetrag von 6000 Mark habe er, nach seinen Angaben, schon in der Jahren 1929 und 1930 unterschlagen, eine Entdeckung aber zu verhindern gewußt. Als Grund für seine Handlungsweise gab er an, die Absicht gehabt zu haben, mit dem Gelde im Ausland eine neue Existenz zu beginnen, anderseits hätten ihn Schwierigkeiten privater Ratur zu dem Schritt getrieben. Das Urteil lautete auf 1 Jahr und 6 Monate Ge - f ä n g n is . Eine Anrechnung der erlittenen Un­tersuchungshaft erfolgte nicht.

Ein Oberftcuerfefretär des Wetz­larer Finanzamtes hatte sich Unterschla­gungen in Höhe von 768 Mark zuschulden kom­men lassen, wobei er, um seine Handlungen zu verdecken, Urkundenfälschung beging, sowie Ur­kunden vernichtete. Wegen Verbrechens im Amt unter Anklage gestellt, erhielt er die gesetzliche Mindeststrase von einem Jahr Zuchthaus, sowie eine Geldstrafe von 150 Mark. 2 Monate der Untersuchungshaft wurden auf die Strafe als verbüßt angerechnet.

Büchertisch.

Als Sonderdruck der Beilage zumMareile", dem Boten des Rennsteig-Vereins, vom Juli 1931 (Geschäfts- und Verlagsstelle des Rennsteig-Vereins bei Reinhold Jubelt G. m. b. Sy, Zeitz) ist unter dem TitelNibelungenfahrt von Worms am Rhein zur Etzelburg" eine kleine Broschüre von Paul C l i n g st e i n erschienen, in der der Ver­fasser die gemeinsam mit einem Freunde unter­nommene Reise schildert: sie wurde angeregt durch die Lektüre des BuchesDie Nibelungenwege von Worms über Wien zur Etzelburg" von Geh. Rat Prof. Dr. R. Sommer in Gießen, dem die beiden Wanderer manche Anregung verdankten. (376)

Fritz Zingel: Was die Welt den Deutschen verdankt. Leipzig 1931. Köhler & Amelang, G. m. b. Sy, 295 Seiten 8°. Steifdeckel­band 2,85 Mark. (373) Es gibt in unserer Zeit wohl keine dankbarere Ausgabe, als dem deutschen Volke vor Augen zu halten, in welch überragender Weise die Welt seit Jahrhunderten durch deutschen Erfinder- und Forschergeist gefördert worden ist. Dies volkstümlich und anschaulich geschriebene Buch um­faßt alle Gebiete der Wissenschaft und Technik. Zingel hat den Leidens- und Siegesweg des Grafen Zep­pelin an die Spitze des Buches gestellt. Man soll aber die anderen großen Meister darüber nicht ver­gessen: Robert Koch und Justus von Liebig, Otto von Guericke und Joseph Fraunhofer, Gutenberg und Senefelder, die Lilienthals und die vielen bedeu­tenden Erfinder, die das Flugwesen, das Beleuch­tungswesen, Telegraphie, Telephonie, Telefunken ge­fördert haben, sowie den Organisator des Weltp^- vcreins Heinrich von Stephan. Zu ihnen geselle» sich die großen deutschen Künstler Dürer und Bach, Kant und Beethoven in ihrem Ringen, ihrem Kampf um das Ziel, in ihrer unvergleichlichen Opferwilligkeit im Dienste ihres Volkes und der Menschheitskultur.

Paul Burg: Schiller. Durch Not zur Freiheit. Koehler & Amelang G. m. b. Sy, Leipzig 1931. Steifdeckelband 2,85 Mark. (374) Burg schildert den Dichter als hungernden, ringenden Idea­listen, der sich durch Not, immer nur Not, zu den Sternen ewigen Ruhmes emporringt. Doch auch über fein armseliges, äußeres Leben leuchtet opfernde Frauenliebe. Die drei Lotten (Charlotte von Kalb, Charlotte von Stein und Lotte von Lengefeld, Schil­lers Frau) find von Burg als die drei Parzen, die. des Dichters Schicksal spannen, in ihrem Zusammen­wirken erfaßt. Obwohl Walter von Molos vier- bändiges Schiller-Werk den Stoff in einer für lange Zeit gültigen Form bereits künstlerisch geformt hat, wird auch Burgs populäre Schilderung ihr Publikum finden.

Anakreons Gedichte. In deutsche Verse übertragen von Dr. Karl Mayr. 81 Seiten 8°. Graz. (304) Im Vorwort wird darauf hingewiesen, daß bi.es die erste Uebertragung der leichtgeschürzten Verse des griechischen Lyrikers in deutsche Reime sei. Die vorhergegangenen von Mörike und Junghans sind bloß metrische, meist ohne Reime." Während der Lektüre des Bändchens kommt man indessen schnell zur Ueberzeugung, daß die früheren Uebertragungen, insbesondere die von Mörike, auch fürderhin maß­gebend bleiben werden. Denn abgesehen davon, daß die uns geläufige deutsche Reimsorm der Eigenart des alten Dichters nicht entspricht, sind die Verse an sich so überaus amusisch und hilflos dilettantisch aus­gefallen, daß man das Experiment dieser Verdeut-

ufen.

eniiäuschi-

it-V-akscheinen um 10,7 Millionen auf 421,3 Mil- . ;e n Reichsmark erhöht. Dementsprechend haben ibie Bestände der Reichsbank an Rentenbankschei-

auf 6,1 Millionen Reichsmark vermindert Die faulten Gelder zeigen mit 518,1 Millionen Reichs-

Strafkammer Gießen.

* Gießen, 30. Oft. In der letzten Reujahrs­nacht kam es in Butzbach zwischen zwei jungen Leuten zu einer unbedeutenden tätlichen Aus­einandersetzung. Als dann einige Stunden später sich der eine in Begleitung von Bekannten auf dem Rachhauseweg befand, wurde dieser zusam­men mit seinen inzwischen getroffenen Freunden von dem anderen, der zu seiner Unterstützung noch seinen älteren Bruder hinzugezogen hatte, hinterlistig überfallen, wobei der ältere Bruder sich nicht scheute, das Messer zu ziehen und grundlos den ahnungslosen Begleitern ganz er­hebliche Stichverlehungen beizubringen. Der eine von ihnen erhielt dabei einen lebensgefährlichen Stich in den Hals, der andere einen Stich in den Hinterkopf. Die beiden Brüder wurden wegen gefährlicher Körperverletzung durch das Amts­gericht Butzbach zu Gefängnisstrafen von 8 Mo­naten bzw. 3 Monaten verurteilt. Um frei- gesprochen zu werden, verfolgten sie Berufung und behaupteten, in Rotwehr gehandelt zu haben, Die heutige umfangreiche Beweisaufnahme ergab aber wiederum, daß von den Angeklagten der Angriff ausging, und daß die andere Seite hierzu keinen Anlaß gegeben hatte. Mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit sah das Gericht sich veranlaßt, die gegen den Angeklagten, der das Messer gezückt hatte, erkannte Gefängnis­strafe auf 10 Monate zu erhöhen, während die Strafe gegen den anderen Angeklagten auf e i n Monat Gefängnis herabgesetzt wurde, weil diesem die Benutzung eines Messers nicht aus­reichend nachgewiesen war.

Ein junger Mann glaubte sich dadurch an einem .anderen jungen Manne seines Ortes, der seine Schwester wiederholt ernstlich bedroht hatte, rächen zu können, daß er eines Abends auf der Straße diesem aufpaßte und ihn derart ver­prügelte, daß dieser sich in ärztliche Behandlung begeben muhte. Deswegen war er durch das Amtsgericht Butzbach zu einer Geldstrafe von 50 Mark, evtl. 10 Tage Gefängnis verurteilt worden. In der heutigen Derufungsverhandlung behauptete der Angeklagte, er habe kein anderes Mittel mehr gewußt, um seine Schwester vor ihrem Rachsteller zu schützen. Mit Rücksicht auf die besonders gelagerten Umstände des Falles setzte das Gericht die Strafe auf den Betrag von 20 Mark, evtl. 4 Tage Gefängnis herab.

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Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

7. Rödgen, 2. Rov. Am gestrigen Sonntag veranstalteten die Vereine des Chormeisters Konrad Ricolai einen Sängertag in Rödgen. Es beteiligten sich daran:Sängerkranz" (Grünberg),Harmonie" (Reiskirchen),Bruder­kette" (Beuern),Sängerkranz" (Großen-Duseck), Heiterkeit" (Großen-Duseck),Sängervereini­gung" (Alten-Duseck),Concordia" (Rödgen) Arion" (Klein-Linden),Liederkranz" (Tr:is); der Frauenchor zu Alten-Duseck und als Gastverein Gesangverein zu Kirchvers, der von Herrn Ri­colai jr. geleitet wird. Mittags versammelten sich die Sänger vor der Kirche und trugen unter der Stabführung ihres Dirigenten zwei Massenchöre exakt und mit guter Wirkung vor. Im Saalbau Wagner sand dann das Einzels in. gen vor sehr zahlreicher Zuhörerschaft statt. Jeder Ver­ein sang als erstes ChorliedWenn alte Drünn- lein fließen", dann einen selbstgewählt^n Chor in einem Wertungssingen. Die ganze Veranstaltung zeigte Chormeister Ricolai als einen ausge­zeichneten Dirigenten, der in seinen Vereinen eine hoch anzuerkennende Arbeit leistet. Der Sängertag war für Sänger und Chorleiter eine bedeutungs­volle Kundgebung ihrer gemeinsamen Arbeit. In einer gutbesuchten Versammlung sprach am Samstagabend Lehrer Falls aus Gießen im hiesigen Leseve rein über seine Reise nach Aegypten und seine Forscherärbeit in der Lydi­schen Wüste, die er mit seinem Vetter ausübte. In der Hauptsache schilderte er Reiseerlebnisse, teils heiterer, teils ernster Ratur, in spannender und bildhafter Weise. Die Zuhörer folgten dem Vortrag mit großer Aufmerksamkeit. Der Redner hat sich bereit erklärt, in einem zweiten Vortrag eingehend über seine Forschüngsergebnisse zu be­richten. Im Anschluß an ^>en Vortrag, der mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, gab Lehrer Leisenheimer einen kurzen Rückblick über die Vereinsarbeit, in der ein erfreulicher Fortschritt zu verzeichnen sei. Der herein zählt zur Zeit 80 Mitglieder.

# Hungen, 2. Rov. Dieser Tage wurde hier wieder ein Eisenbahnwagen Liebes­gaben (Kartoffeln) für das Elisabethenstift in Darmstadt verladen. Langsdorf und Dettenhausen hatten hierzu schon reichlich beigesteuert. Dazu kamen hier je drei Fuhren von Hungen und von Langd, je eine Fuhre von Rodheim, Steinheim, Rabertshausen, Villingen, Ronnenroth, Inheiden und Utphe. Zahlreiche Geldspenden, vornehmlich aus Hungen, außerdem auch aus der Pfarrei

, - . wie dos Putzen DeinerZähne!

RM. 1 und50

sich für die nächste Zeit in fremden Valuten flüssig zu halten. Das Pfund schloß an allen Devisen­plätzen zu den niedrigsten Tageskursen, so in Amsterdam mit 934,50, in Zürich mit 19,40. Der Dollar ging am Nachmittag nach seiner kräftigen Aufwärtsbewegung wieder zurück und. schloß in Amsterdam mit 248,65 und in Zürich mit 513,65. Die Reichsmark zog gegen das Pfund auf 15,8250 an, in Amsterdam war sie mit 58,65 g u t behauptet, dagegen gab sie in Zürich wieder auf 120 nach, nachdem sie noch mit 121,40 gestern früh gehandelt wurde. Der französische Frank war gut gehalten, dagegen schwächten sich die Norddevisen weiter ab.

Oer Börsenverlauf.

Die Amsterdamer Börse war gestern im Verläufe sehrruhig, doch konnten sich die festeren Anfangskurse meist gut behaupten. Deutsche Werte, besonders Dawes- und Pounganleihe, lagen ebenfalls höher.

Die Neu yorker Börse eröffnete die Woche in fester Haltung. Man beurteilte die Lage der Industrie zuversichtlicher, und sah die scharfen Preis- fteigerungen für Weizen und Del als ermutigende I Faktoren an. ,

wtilbnaljme der Gold- und Devisenbestände um 1,2 i liefe öiefe @egner /m MSilioren und die Verringerung der Deckung auf v-Tber. 'M einem 18® rauf) 29,4 d. Sy wurde in Ruhe zur Kenntnis bie ©canet mit einem jeemmen. Wenig bemerkt wurde seither die Er- MMrimg des Scheidemünzenumlaufs um 58,5 Mil- IHlenbotf 15:2. i.bum in der letzten Woche. Nachdem in den gestrigen

y y/ rc:-<iqiiiittag5ftunben gegen die Höchstkurse leichte

- mohrenb bes 5 V Wränge eingetreten waren, konnte sich die Ten- /jen auch w dieser Basis, wie schon anfangs gesagt, etwa

-Cinben 11:1 Ehcuplen. Schultheis und Dessauer Gas lagen sogar n xu Gast unb bratyi oteiiir fest, auch für Berliner Handelsanteile erhielt - Lollar Sugenb tonnh lotyie Deckungsnachfrage, und für die Montanwerte, ~2 Soren abfertiger-nitir Führung von Rheinischen Braunkohlen und 5cta-li>erein, nannte man recht hohe Kurse. Weiter öftu, eh)-« Angeboten waren wieder festverzinsliche Werte.

:,j Oaft. Da bet »"'ZUs-v. H.-Goldpfanddriefe gaben um zirka 1 d. Sy man sich aus ein Freunc-^,^ riuch die süddeutschen Emissionen konnten ihren Pberlegenf)tii ber Wfäariltcnb nicht voll behaupten. Die Ausnahme dieses Maillss bildeten Liquidationspfandbriefe, die teil-

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d°s Spiel Qusgegiit -in ber Vorwoche.

Mmlich starke Zurückhaltung in Berlin.

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Mm jjuter ber Gin. Je Hin, 3. Nov. (WTB. Funkspruch.) Im heu­er tirmeter brachte für ,lt6il lelephonischen Freiverkehr herrschte ziemlich ur Nieberwöllstabt fiel ft? or E e Zurückhaltung. Eine einheitliche Ten- Man; war nicht festzustellen, im großen und ganzen rbflabl 17:2. 'timten sich die letzten Kurse aber behaupten. Es n ui v , l'ÄM vor allem an neuen anregenden Momenten, -- w lüni auch von der gestrigen Neuyorker Börse war

_ <|? n; ^Dn ^Piel' eil! Beeinflussung der Tendenz nach der einen oder fi!? aÄrcn Seite hin kaum zu erwarten. Das Interesse

n yatbzeit vermochte iMjenlrierte sich weiterhin auf die Entwicklung der f iecn zösisch-deutschen Besprechungen, aafen I 3:4. ocH Äußerungen Lavals nach seiner Ankunft in sich diese Monnschosten die Unterredung mit Herrn von Hoesch ibe jjintetmannidjaften französischen politischen Kreisen scheint die eil leisten, coosen ent- vorzuherrschen, daß es jetzt die Sache -b konnte damit oleich-^'^schla nds wäre, die Re par a tions- f ired e neu anzuschneiden, und in der Tat ... mBb die Entwicklung der Dinge in dieser Richtung oDwiirtsschreiten. Der Gedanke einer Amortisa - [c Gegner im Freund-: Vn s k a s s e für die etwa 7 Milliarden Mark be- äfte (mit nur in Mann nuipriben kurzfristigen Schulden, deren Tilgung man gisch gegen die Angriffe zehn Jahre verteilen will, wurde günstig kom- : cdjiuB tonnte floUar nun tert, ebenso macht die Verlängerung Oes An- irburg erhielte nur bas eiil= des 25-Millionen-Dollar-Kredits seitens der );i"tti)orEer Federal-Reserve-Bank einen guten Ein- brinqen 1 1:4 llnnf Der Ultimoausweis der Reichs- 9 .. ", . xiant zeigte natürlich die übliche Anspan,

ner Deriungten in n nn g; die Zunahme der gesamten Kapitalanlage den erfaMllywalyteii Qj5 burdjaus normal angesehen, auch die Der- j:jcö? rung des Notenumlaufes von 383,8 Millionen,

8-gen Miß- l z.i,

cr Gerhard, S^iusfionen bezüglich des Reparations« nd 80 »»Se6 l e m s. Im Zusammenhang damit wird - f)errmönn die internationale Lage etwas

. ^infearö als inistischer beurteilt. Im Anschluß an

;,,jT siegel von . die I-efestigung am Samstag eröffnete auch die großer üonn,,u iesnn Woche in recht fester Tendenz. Das MoMler ^Icäilt hat eine wesentliche Delebung noch nicht ;"nhC 12 ^inutr*nni Er m, da man sich vorläufig noch sehr refer- "in 1'13-^un^ 'n '*l5r her6ält und erst den weiteren Gang der .gu's gab ^Pznisse ghzuwarten scheint. Llllgemein waren 1J Mnnn das V'enn.(,, nr lelephonischen Freiverkehr gegenüber dem tunL,licr ein sch°7 lL^enschluh Kursbesserungen um etwa lange, Pfl 2ir 3 v. H. zu beobachten. Vereinzelt ergaben ' irellchiinu.it,a»ch noch stärkere Kursavancen, namentlich gehen, Siemens, die bis 6 v. H. höher gesprochen Gerhard ®6r.Dinir)?-n. Montanaktien, die in den letzten Tagen - ^teütr unter Kursdruck zu leiden hatten, waren

?,n'-U unb NallM, FKz-ut? besser gefragt und konnten ihren Kursstand, ecnuilkf) auf Interventionen, um 1 bis 3 v. H. rflwö tii. Bankaktien ebenfalls befestigt, mit Aus- i<uQre von Reichsbank, die relativ schwach lagen.

Sortfurfe und Vergleichsverfahren I im Oktober.

u lausen. ^er energ1;; Mitteilungen des Statistischen Reichsamts iE-xL» im Okstober durch den Reichsanzeiger - rpn ,holt und R 031 neue Konkurse ohne die wegen .^iijnc>n8 ^cr ^^lAlIfeinangcls abgelehnten Ar. ;äge auf Konkurs- 1 t*)aIL sich, ^jtmlfnung und 1010 eröffnete V er- mann §o b^ lüiich s verfahren bekanntgegeben. Die ent- , mehr e^ Lri^pimtze uden Zahlen für September stellten sich auf

± 743-

2.November

3 November

Amillckie Noilerunq

Amllickie Noiierunq

Meld

»rief

Geld

ZSrlef

Heylngsor» .

8,39

8,41

8,19

8,21

Wien. . . .

58,94

59,06

58,94

59,06

Prag . . .

12,47

12,4°

12,47

12,49

Budapest . .

73,28

73,42

73,28

73,42

Sofia . . .

3,072

3,078

3,072

3,078

Holland . .

170,23

170,57

170,08

170,42

Oiilo....

90,16

90,34

89.41

89,59

ftopenbogen.

91,66

91,84

90,91

91,09

Stockholm .

93,41

93,59

92,66

92,84

London. . .

16,03

16,07

15,58

15,62

Buenos Aires

0,988

0,992

1,008

1,012

Neunork . .

4.209

4,217

4,209

4.217

Brüflel. . .

58,64

58.76

58,64

58,76

Italien. . .

21,68

21,72

21,58

21,62

Poris . . .

16,58

16,62

16,57

16,61

Sckiwetz . .

82,02

82,18

82,02

82,18

Spanien . .

37,26

37,34

36,96

37,04

Dmrzig. . .

82,42

82,58

82,42

82,58

Japan . . .

2,053

2,057

2,058

2,062

Rio de Ian..

0,259

0,261

0,249

0,251

Iugoflawten.

7,473

7,487

7,473

7.487

Liilaboo . .

14,69

14,71

14,24

14,26

Scrlln, 2-November

Geld

»rief

Ameritanifche -Noten .....

4,20

4,22

Aelgilcke Noten .......

58,48

58,72

Tänifckie Noten ........

91,47

91,83

Englifche Noten.........

15,99

16,05

ranzöfifche -Noten........

16,57

16,63

Holländilckic Noten........

169,86

170,54

Italienilckie Noten........

21,66

21,74

Norwcgifche Noten........

89,97

90,33

Deutfcki-Oesterreich, 6 100 Schilling

58,68

58,92

Oiumänifdie Noten........

2,52

2,54

Schwedifche Noten ........

93,21

93,59

Schweizer Noten.........

81,84

82.16

Gpaniidie Noten ........

37,13

Ungarische Noten . .

Reichsbankdiskoni 8 v. Sy, £

ombardzins

10 v. h.