Oer Wahlkampf
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Tannenbergbund.
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diesem Spiele standen sich Wieseck 2. Jugend
lag über 300 Pieter hinter Gerhard, Dritter
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Großen Linden Jugend im Freundschafts- gegcnüber. Hier konnten die Einheimischen
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Studienrat Balser-Darmstadt. Er beschäftigte sich zunächst mit den mancherlei Krisenerscheinungen und betonte u. a., die jetzige Lage dürfe nicht dazu führen, Volk und Land aufzugeben, vielmehr müsse das deutsche Volk mehr denn je im Vertrauen auf seine immer wieder bewiesene geistige und körperliche Widerstandskraft bemüht sein, aufzubauen, wo
das Spiel für sich und konnte damit gleich- Gruppenmcister werden.
Lollar 1 — Marburg 1 4:1.
Lollar standen sich diese Gegner im Freund-
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Zwei-Gtunden-Dahnlaufen.
Siegel': Siegel, Postsportverein Frankfurt. — Gerhard enttäuscht.
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— Die Deutsche Staatspartei. Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am Freitag, 6. November. im Lass Leib eine Wählerversammlung. Es sprechen Frau Grein (Offenbach). Reichs- tagsabgeordnete Prof. Dr. H e u ß und der preußische Lanßtagsabg. Dannenberg. Nähere- ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
- Dortrag über Küchenherd. Am Mittwoch, 4., und am Donnerstag. 5. November, jeweils 16 und 20 Uhr, finden im Saale des ®af<5 Leib Vorträge über einen Küchenherd statt. Die Vortragsveranstaltungen werden auch praktische Koch- und Bratvorführungen bringen. Näheres in der heutigen Anzeige.
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Handball im Gau Hessen (O.T.)
Die Spiele des Sonntags.
Meist er kl ässe: Tv. Droßen-Vuseck I — Mtv. Gießen I 3:5 (3:5); Tv. 1846 Gießen I — T.- u. Spv. Butzbach I 4:3 (4:2); Tgm. Friedberg I — Spv. 1900 Gießen I 14:2 (5:1); Tv. Kirchhain I — Tv. Goßfelden I 4:3 (2:1).
-Klasse: Tv. Wetzlar II - VfL. Wetzlar II 3:8 (1:2); T.- u. Spv. Vuhbach II — Tv. Pohl- göns I 4:6 (2:4); Pol. Spv. Butzbach II —Tv. Lützellinden I 2:3 (2:3); Tv. Mcrlenfritz I—Tv. Hirzenhain II 0:2 (0:2); Tv. Nieder-Ohrnen I — Tv. Homberg I 2:6 (2:1).
6 - Klasse: Tv. Ebersgöns I — Tv. Griedel I 5:3 (2:1); Tv. Niedergirmes II — Tv. Klein-Linden I 2:1 (1:1).
Jugendklasse: Tv. Niedergirmes 2gd. — Spv. 1900 Gießen Igd. 4:3 (2:2); Tv. Heuchelheim 2gd. - Tv. Wetzlar Jgd. 4:11 (3:6).
Internationale Schwimmwettkämpfe
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als einen Dolksbetrug bezeichnete. Zur Matt- sehung der Geldmacht empfiehlt der Redner die Schaffung eines eigenen deutschen Geldes, gedeckt aus der deutschen Arbeitskraft. Zum Schluß kritisierte er noch die Parteien, die Demokratie, das Parlament usw. usw. 3m zweiten Teile seines Vortrages erläuterte der Vorsitzende den von Ludcndorff empfohlenen artgemäßen Gottglauben, wobei er die Abschaffung der beiden christlichen Kirchen und ihrer Geistlichen forderte.
Am Samstagabend veranstaltete der Tannen- bergbund in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine öffentliche Versammlung, in der Hans Kurth (München) über Ludendorfss Weg zur Rettung sprach. Der Redner forderte auf, am 15 November nicht zur Wahl zu gehen, wie er auf Grund der gesamten Einstellung des Tannenbergbundes die Wahlen überhaupt ablehnte, um das System von heute zu isolieren und dadurch zu Fall zu bringen. Ludendorff gehe es um eine neue Dollsschöpfung durch Gemeinschaft im Blute, im Seelenleben, im Weltanschaulichen und
Schaaf mit einer Runde und 80 Meter zurück, dann folgten in größeren 21 bständen Herrmann al» Vierter, Jäckel als Fünfter und Reinhard als Sechster. Bei 20 000 Meter wurde auch Siegel von Gerhard überholt, der bis dahin in ganz großer Form und in prächtigem Stil lief. Die 20 Kilometer passierte Gerhard in der Zeit von 1 Stunde, 12 Minuten und 17,2 Sekunden. Siegel folgte in 1:13,53 und Schaaf in 1:16.03 Stunden. Bald daraus gab Reinhard auf, so daß nur noch fünf Monn da» Rennen bestritten Roch hielten die Lauser ein scharfe» Tempo, aber cs dauerte nicht mehr lange, da zeigten sich bei Gerhard und Schaaf Ermüdungserjcheinun- gen, Schaaf begann eine kurze Strecke zu gehen, lief wieder, ging wieder einige Schritte. Gerhard war merklich langsamer geworden, lief schwer. Schaaf verlor durch sein Gehen viel Zeit und Raum, fiel auf den vierten Plag und
bald darauf begann auch Gerhard zur allgemeinen Ueberrafchung ju gehen
und legte eine größere Strecke auf diese Weise zurück. Das kostete ihm den ganzen Vorsprung. Er versuchte rerschiedentlich wieder zu laufen, kam aber nicht recht in Fahrt und ging erst bann wieder energisch aus sich heraus, als er sich von Siegel überholt lab und schließlich auch Herrmann ihn eingeholt und überholt halte. Nunmehr lies Gerhard mit aller Kraft los, halte bald wieder Herrmann hinter sich, konnte den Frankfurter aber nicht mehr erreichen. So blieb ihm nur der zweite Platz. Herrmann wurde Dritter, Schaaf muhte sich mit einem 4. Platz begnügen, während Jäckel nur auf dem 5. Platz landen konnte.
Das Ergebnis des Rei nenS:
1. Siegel (Postsportverein Frankfurt) 30 595,95 Meter; 2. Gerhard (1900) 29717,40 Meters 3 Herrmann ^Sportverein des Jägerbataillo Dassel) 29 615,45 Meter; 4. Schaaf (1900) 28 440, Meter; Jäckel (SC. „Saar" Saarbrücken) 27 Meter.
in Magdeburg.
Der Brustschwimmer Wittenberg stellte auch am zweiten Tage des „Internationalen" von Hellas Magdeburg einen Rekord auf und verbesserte über 200 Meter-Brust den Europarekord des Finnen Reingoldt um 1,7 Sekunden auf 2:46,2. Ebenso glückte ein Rekordversuch in der 6X50-Meter-Lagen- ftaffel durch den 1. Magdeburger Damen-SE. Mit . .n, un —.... . <-°M
im artaemähen Gottalauben Der Redner erläu- I Rekord, blieben jedoch über 6 X 50-Dieter Rraul tote bann bU Weaefürdies^s ZielstrebenE^ mit 3:42,3 trotz der besten Zeit des Jahres unter der polemisierte dabei u. a. gegen die evangelische und bestehenden Höchstleistung. Magdeburg 06 verbesserte die katholische Kirche; beim Christentum handele Ziemer ^ennmanns^ft den deutschen Re- es sich um einen Kommunismus im Geiste; Deutsch- kord über 10X50-Meter-Kraul auf 4.45,3.
tum und Christentum seien zwei ganz verschiedene Ofrbptfpr^urns unft C^Dorfbunö Tinge. Weiter polemisierte er gegen die Frei- **rDener '1/Urn UIW u 1
maurer und gegen Rom, die er als überstaatliche | Diescck I — Gießen I 1:0.
Mächte bezeichnete. Svdann betonte er, die deutsche Einheit fei nur auf der Ebene des deutschen Blutes, des deutschen Artempsindens. der
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bie Kunden sind alle Bequemlichkeiten geschaffen. Als besonders bemerkenswerte Einrichtung steht dem SchuhhauS ein sogenanntes .Pedoskop" zur Verfügung; es handelt sich dabei um einen Rönt- ?;enapparat, mit dem der Kunde b;w. die Der- äuferin sofort prüfen kann, ob der Schuh paßt und dem Fuß durch schlechten Sitz keinen gesundheitlichen Schaden zuzusügen vermag. Die Firma kann mit Befriedigung auf diesen wohlgelungenen Erweiterungsbau blicken.
•• .Unter Palmen und Pyramiden." DaS Lichtspielhaus Bahnhofstraße brachte in Verbindung mit dem Doethebund am Sonntagvormit- tag wieder einen sehenswerten Kulturfilm zur Aufführung. Der Filmstreifen führte die Besucher im Geiste nach Aegypten und ließ sie Land und Leute von der heiteren Seite tennenlcrnen. Von Triest aus führte die Reise durch das Adriatische Meer an Venedig vorbei nach Alexandrien. Mit dem .Weißen Expreß" gelangte man in da- 3n- nere des Landes, auf Karawanenstraßen lernte man Land und Leute kennen; Fellachendörscr unter schwanken Palmen, merkwürdige Ziehbrunnen und Bewässerungsanlagen, die Dauern mit ihrem ut-
EujifibwD m btr Dor t-etnlidifloi Berlin, 3.
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Im Anschluß an da» Rennen nahm Dr. G uyo der Vorsitzende der Spieloereinigung 1900, die Preis- rxrteilung vor. Der 1. Sieger erhi^t eine sehr schön« Plakette, den 2. und 3. Siegern wurden Plaketten zuteil. Mit einem dreifachen „Hipp-Hi^p-Hurra j auf die Sieger sand die Veranstaltung ihren 816* jchluß-
aufzubauen sei. Die Republik habe sich selbst den Gegnern ausgeliefert, die Rechtsprechung liege im Argen, Fürstenabfindungen seinen freigiebig durch- geführt worden, der Staat sei in ein Abhängigkeits- Verhältnis zur Wirtschaft geraten und der Lebensstandard breiter Kreise tief gesunken. Das Wort Republik habe heute keinen Klang mehr. Deshalb gelte für die Radikaldemokratische Partei die Parole, auf der ganzen Linie anzugreifen, zu erneuern, echte Demokratie aufzurichten, die alten Kräfte beiseite ,u schieben und zur Schaffung eines wahrhaft freiheitlichen Staates durchzustoßen, in dem auch dem Arbeiter Recht und Gerechtigkeit widerfahren könne.
Schriftsteller D i e r b ü ch e r - Berlin ging zunächst auf die Zeit vor dem Kriege ein. Dann sagte er u. a. weiter: Heute bestehe nur noch eine Formal- Demokratie. Die deutsche Wirtschaft sei in eine Sackgasse geraten, die Wirtschaftsführer hätten allent- halben versagt, die Ostpolitik beroeae sich in falscher Richtung und das Kapitel „Groß-Agrarierlum und Bauerntum" sei zu einer Machtfrage der Großgrundbesitzer geworden. Allenthalben gehe Eigennutz vor Gemeinnutz, und die deutsche Jugend stehe vor einer düsteren Zukunft. Die Jugend habe sich im Nationalsozialismus verloren, die Studenten seien gegen die Republik, obwohl der Staat durch große Zuschüsse das Studium überhaupt ermögliche. Füp die Radikaldemokratische Partei gelte es deshalb, neue Erziehungsarbeit zu leisten, dem neuen, wahrhaften Dolksstaat die geistige Grundlage zu ver- schaffen. Es gelte jetzt ein reifes Volk zu schaffen, das die großen Aufgaben der Zukunft zu bewältigen imstande sei. Im Mittelpunkt aller Dinge müsse der Mensch stehen. Technik und Maschine dürften nicht weiter den Menschen knechten und brotlos machen. Die Arbeitszeit herabzusetzen und die Realkraft der Löhne zu heben, sei nächste Notwendigkeit, rück- sichtslose Heraufsetzung der Erbschaftssteuer solle die Vorrechte der Geburt auf ein Minimum reduzieren, eine andere Erziehung müsse unserer Jugend zuteil werden.
Zum Schluß sprach noch der Reichsparteileiter der Radikaldemokratischen Partei über die Notwendigkeit der Gründung der Partei und über deren Ziele.
, , v m , Auf der vorzüglichen Aschenbahn des Universitäts-
baukücnbcn Architekten und dem Bauherrn zu Sportplatzes gelangte — wir berichteten bereits suchen^ nicht aber bei der Firma Nohl selbst. Herr gestern kurz darüber — am Sonntag zum erstenmal Loeber bittet uns auf Wunsch der Oeffentlich» ln (gießen ein Zwei Stunden-Bahnlaufen zum Aus- leit von dieser Mitteilung Kenntnis zu geben. trag. Die Veranstaltung fand von feiten des hiesigen
•• Volkshochschule. Die Dienstagkurse Sportpublikums viel Interesse. Das Rennen nahm nehmen heute, 20 Uhr, in der älniversität ihren allerdings nicht den erwarteten Verlauf. Sechs Anfang. „Menschheitsprobleme um das Leben Läufer waren am Start. Siegel (Postsportverein vor der Geburt" von Dr. M alech, „Romantik" I Frankfurt), Jäckel (SC. „Saar" Saarbrücken), Di- von H. Seichter. „Englisch für Fortgeschrittene" visions-Marathonmeister Herrmann vom Sport- soll den Kenntnissen der Teilnehmer entspre- verein des Jägerbataillons Kassel und sein Kamerad chend in zwei Abteilungen geführt werden; der Reinhard vom gleichen Verein, sowie die beiden eine Kurs, der auch als Fortsetzung des Sommer- | 1900er S^ch a a f und Gerhard stellten sich dem semcsters gedacht ist, wird von Dg. Graf geleitet, die Oberstufe wird Studien-Assessor Christ übernehmen. Der Kurs „Atemschulung, Körperbildung" von Maria Kübel findet in der Grabenstraße 11, Hinterhaus, statt. Siehe heutige Anzeige.
alten Hokzpflug. die verschleierten Frauen mit ihren Wasserkrügen aus dem Kopse, der Nil mit seinen fruchtbaren Ufern und mit den skurrilen Segelbooten, die ihm das eigene Gepräge geben, schließlich der gewaltige Staudamm von Schcllal, den die Engländer erbauten und noch manche- andere zog im Bild an den Augen der überragten Besucher vorüber Den Höhepunkt des Filmes bildeten aber die Bilder von den gigantischen Tempelbauten von Karnak und Luksor Eindrucksvoll waren auch die Bilder von den Pyramiden von Gizeh und Memphis, in deren Schatten prunkvolle Hotels liegen, in denen sich heute die moderne Welt ein Stelldichein gibt. Jahrtausende alte Kultur und die Zivilisation der Gegenwart standen sich in merkwürdigem Widerspiel gegenüber. Noch eindrucksvoller wurde dieser Gegensatz und der Zwiespalt in den Bildern der Millionenstadt Kairo offenbar Hier moderne Großstadt und — daneben jahrhunderte alte Moscheen von erhabener Pracht in zeitloser Gestaltung. Der Film, ein llfa- kulturfilm, gestattete einen Einblick in die un- doch immer fremde Welt des Orients.
*• Gekündigtes Arbeitsabkommen. Der Arbeitgeberverband für Lahngau und Ober- Hessen hat den drei tarifbeteiligten Gewerkschaften der Metallindustrie Lahngau und Oberhessen das Kollektivabkommen über die allgemeinen Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit. Akkordregelung, Urlaub usw.) zum 31. Dezember gekündigt. Der Verhandlungstermin über ein neues Abkommen steht noch nicht fest.
•• Nachklang jur Gießener Hand- werkertaguna. 3n der Handwerkerverfamm- lung vom 26. Oktober in Gießen hatte der Bäcker- obcrmeister Loeber (Drehen) kritisiert, daß der HandwerkSkammerpräsident Nohl «Darmstadt) durch JnstallationSarbeiten in Lich das dortige JnstallationSgewerbe benachteiligt habe. Wie Herr Loeber uns mitzuteilen bittet, stützte sich diese Kritik auf Informationen von einer Seite, die er als zutreffend unterrichtet anfehen mußte. 3n Mitteilungen, die ihm am letzten Sonntag von dem Handwerkskammerpräsidenten mit einer Erklärung de» bei dem Sicher Bau leitenden Architekten Söder (Darmstadt) zugegangen seien, werde jetzt berichtet, daß Herr Nohl sich um die Arbeit in Lich nicht bemüht habe, vielmehr von dem bauleitenden Architekten Söder ( Darmstadt) zu einem Voranschlag für die Jnstallations. arbeiten aufgefordert und ihm der Auftrag erteilt worden sei, obwohl der Preis höher war. als der von einem JnstallationSgesch-iik in Lich geforderte. Dieses Geschält habe übrigen# die $Kt- AungÄanlagen auSgetührt. Die Ursache für die Arbeit der Firma Nohl in Lich sei allo beim
•* Erweiterung im SchuhhauS Botkina. Seit einiger Zeit war man im Erdgeschoß des Hauses Ecke Seltersweg-Südanlage damit beschäftigt, die Räumlichkeiten umzugestalten, die der hiesigen Filiale deS Dchuhhauses D o t t i n a für ihren erweiterten Geschäftsbetrieb dienen sollen. Am Samstag konnte die Eröffnung ftatt- finden. Der jetzt zur Verfügung stehende Verkaufsraum ist etwa um daS vierfache größer als der bisherige Raum, der den Bedürfnissen des Geschäftes nicht mehr entsprach. Die Erweiteruna wurde vorbildlich durchgeführt. Nicht nur, daß den besonderen Anfordcrunaen, die ein moderner Schuhverkaufsraum an den Innenarchitekten stellt, in hohem Maße entsprochen wurde, hervorgehoben zu werden verdient auch, daß die handwerkliche Durchführung der neuen Einrichtung als gediegen angesprochen werden darf. Die Pläne für den Umbau stammten von dem Spezialarchitektcn des Schuhhauses Dottina; zur Ausführung wurden durchweg Gießener Handwerksmeister herange- zogen. Der ganze Raum, der durch keine Mauer unterbrochen oder abgeteilt wird, ist in freundlichen. Hellen Farben gehalten. Die Stühle und Fußbänke, Regale und Schaufensteranlagen. Kasse und Packtisch, die Verkleidungen der Heizkörper, die besonderen Schränke und Regale für Strümpfe und Schuhe, die frei im Raume stehen, sind in Hellem Eichenholz gehalten und geschickt al- innen- architektonisches Element ausgenützt worden. Für
Starter. Gerhard war als Favorit genannt. Jäckel als scharfer Konkurrent erachtet. Jäckel, der jedoch erst am Mittwoch 42 Kilometer lief und im Kaschaucr Marathonlauf einen sechsten Platz in guter Zeit belegte, außerdem eine lange Eiscnbahnfahrt hinter sich hatte war schlecht in Form, und man war sich bald klar Darüber, daß er den Sieger nicht stellen konnte. Siegel ging mit guten Aussichten in den Kampf. Herrmanns Leistung war zu wenig bekannt, um eine Vorhersage zu ermöglichen. Der Rennverlauf warf aber alle „Tips" über den Hausen. Das Rennen endete mit einigen Überraschungen. Sieger wurde
Sozialdemokratische Partei.
Die Sozialdemokratische Partei in Gießen trat am Sonntag nachmittag mit einer überfüllten Wählerversammlung im Eas6 Leib vor die Oefsentlichkeit. Die Versammlung war auf scharfe Kampfstellung gegen die Nationalsozialisten eingestellt.
Als erster Redner sprach Pros. Dr. Nölting- Frankfurt, der sich insbesondere mit einer Betrachtung der nationalsozialistischen Wirt- schastSpolütk beschäftigte. Er betonte u. a„ die SPD. s« durchaus bereit, jeden vernünftigen Weg in die deutsche Freiheit mitzumachen, aber sie laufe keiner Narretei nach. Den Voungplan betrachte sie als eine Etappe. Der Redner besprach dann den Kapitalismus und seine Auswirkungen, sowie die Stellung der Nationalsozialisten zu diesen Problemen. Durch den Kapitalismus werde nicht nur der Arbeiter und Angestellte, sondern auch der Bauer und das Kleinbürgertum immer mehr bedroht. Der Nationalsozialismus bringe dagegen keine Hilfe, sondern nur der Sozialismus. Weiter beschäftigte er sich mit der Frage einer Binnenmark, 3n» slationssragen, der Stabilität der Reichsmark usw., wobei er sich mit Entschiedenheit gegen alle Pläne und Versuche aussprach, die der Festigkeit der Reichsmark auch nur den geringsten Abbruch tun könnten. Er forderte, daß alles getan werde, um jede Znflationsneigung schon im Keime zu unterdrücken und den Sparsinn und die Sparmoral der Bevölkerung nachdrücklich zu schützen vor jeder Beeinträchtigung. Zum Schlüsse forderte er zu klarer und entschiedener Formierung der Front gegen Hitler auf.
Reichstagsabg. Ritzel (Gießen) als zweiter Redner betonte daß die Entscheidung vom 15. November in Hessen grundlegende Bedeutung für die politische Entwicklung in Deutschland habe. Am 15. November müsse das hessische Volk darüber ent- scheiden, ob künftig Adelung oder Münch- meyer hessischer Staatspräsident sein werde. Er beschäftigte sich bann mit der Frage: „Was will die Front von Harzbura?", bei deren Beantwortung er u. a. erklärte, der Zweck dieser Front lei der Vernichtungskampf gegen die Rechte der Arbeiter, Angestellten und Beamten, die Beseitigung des Für- sorgewesens, des Tarifvertragsrechts, der Arbeitslosenversicherung und der übrigen Sozialversicherungen. Sodann kam er auf Schachts Rede in Harzburg und auf die Binnenmnrkpläne zu sprechen, denen er entschiedene Absage gegenüberstellte. Die Verständi- Omit dem Auslande auf wirtschaftspolitischem etc, die wir zur Exportbelebung dringend nötig hätten, werde durch die Propaganda von Harzburg gestört. Den Nationalsozialisten machte er u. a. auch zum Vorwurf, daß sie im Reichstage bei den Abstimmungen über eine ganze Reihe von Anträgen der SPD., die ihren eigenen Forderungen entsprächen, nicht anwesend gewesen seien. In der Frage der Reichsreform mit dem Ziele des Einheitsstaates verhalte sich die NSDAP, durchaus schweigsam. In der Boden- und Siedlungspolitik hätten die Nationalsozialisten chr früheres Programm verlassen. Hitlers Verbindung mit Hugenberg fei eine ganz unnatürliche politische Front. Die Sozialdemokratie habe bei der jüngsten Abstimmung im Reichstage das Kabinett Brüning nur deshalb unterstützt und gehalten, weil nach einem Kabinett Brüning ein Kabinett Hitler-Hugenberg kommen werde. Ein solches Kabinett fei bisher verhindert worden und müsse weiter verhindert werden. Am 15. November gehe es darum, aber auch um die große Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit.
Im Anschluß an die Reden fand eine Aussprache statt, in der eine Frau für die Sozialistische Arbeiter- Partei und ein Kommunist sprachen, denen Abg. Ritzel im Schlußwort entgegentrat.
Radikaldemokraiische Partei.
Am Sonntagabend sand im „Aquarium Mählerversammlung der Radikaldemokra- tischen Partei statt. Als erster Redner sprach
Siegel.
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Gerhard übernahm vom Start weg die Führung, wurde aber bereits in der zehnten Minute von Siegel abgelöst. Es bildete sich eine Spitzengruppe von Siegel, Gerhard und Schaaf, die dicht beieinander liefen und ein ziemlich rasches Tempo oorlcgten. Bei 5000 Meter übernahm dann Gerhard wieder die Führung, die Spitzengruppe blieb jedoch weiter bei- sammen. (Gerhard, ^chaaf und Siegel hatten die 5000 Meter in 17:36 Minuten zuruckgelegt) Bald Darauf überrundete die Spitzengruppe den Kasseler Reinhard, dann auch Jäckel. Die 10000 Meter passier- ten Gerhard und Siegel in 36:03 und Schaaf in 36:04 Minuten. Nun wurde auch der Divisionsmeister zum erstenmal und Jäckel bereits zum zweitenmal von der immer noch dicht beisammeniiegenden Spitzengruppe überrundet. Als etwa 14 000 Meter zurückgelegl waren, zog Gerhard cnergifch davon und legte ein mächtiges Tempo vor, überrundete Jäckel ein drittesmal, der bereits einen sichtlich ermüdeten Eindruck machte. Die 15000 Meter legte Gerhard allein in 54:29,4 Minuten zurück. Siegel
einen 3:1-Sieg buchen. Wieseck Schüler gegen Wißmar Schüler 4:0.
JlleberroöUftabt I — Heuchelheim I 5:1.
_ Heuchelheim war in Niederwöllstadt zu Gast. Schon vom Spielbeginn an zeigte es sich, daß bte Einheimischen leicht überlegen waren und bald mit 2:0 Toren in Führung lagen. So blieb e» bi» Halbzeit. Nach Seitenwechfel war das Spiel ausgegliche- ner. Dann war Niederwöllftadt wieder im Vorteil und erhöhte seine Torzahl auf 4:0. Ein für Heuchelheim gegebener Elfmeter wurde vom Hüter der Einheimischen gehalten, ein zweiter Elfmeter brachte für Heuchelheim das Ehrentor. Für Niederwöllstadt fiel ein 5. Tor.
Naunheim I — Erbsiadt I 7:2.
Erbstadt war in Naunheim zu Gast und mußte eine verdiente Niederlage hinnehmen. Don Spielbeginn an war Naunheim im Vorteil und erzielte Tor auf Tor. In der zweiten Halbzeit vermochte Erbstadt zwei Tore aufzuholen.
Gießen III — Saufen I 3:4.
Auf dem Trieb lieferten sich diese Mannschaften ein flottes Serienspiel. Beide Hintermannschaften mußten reichlich Abwehrarbeit leisten. Saasen ent-
Auf dem Wiesecker Sportvlatz entwickelte sich ein flottes Spiel, bei dem Wieseck vorerst etwas mehr -------• - > . _ - , i >m Angriff lag. Das Spiel wurde dann aber aus- artgemäßen Weltanschauung und oeä art- geglichener, es gelang jedoch keiner Partei vor der gemäßen Gottglaubens zu erreichen. Diesen Weg $aufe ,u Erfolgen zu kommen. Nach dem Seiten- führe Ludendorff. Weiter krttlsierte der Redner wurde das Spiel schärfer. Mehr und mehr
u. a. die Natsoz. Deutsche Arbeiterpartet, Der er machte sich die lleberlegenheit der Einheimischen
nachsagte, sie habe sich durch chr programmatisches bemerkbar. In der Mtte der zweiten Spielhälfte Bekenntnis zum Posttwen Christentum der über- fam ^jefetf zum ersten Tore, das aber vom Uri- staatlichen Macht Rom unterworfen und damit parteiischen nicht anerkannt wurde. Das Spiel nahm aufgehört, eine revolutionäre Bewegung zu fern, schärfere Formen an. Kurz vor Schluß gelang es
Schließlich besprach der Redner u. a. noch in $ßlefe(f, eine Flanke zum einzigen Tor des Tages
breiten Ausführungen die Goldwährung, die er | einzudrücken. Gießen bemühte sich um den Ausgleich, jedoch scheiterten alle Angriffe an der Abwehr der Einheimischen.
schastsspiel gegenüber. Die Gäste (mit nur 10 Mann und Ersatz) mußten sich energisch gegen bie Angriffe der Platzbesitzer mehren'. Bis Schlug konnte Lollar viermal erfolgreich fein. Marburg erzielte nur da» Ehrentor.
Metzlar I — Daubringen I 1:4.
Daubringen war mit einer verjüngten (Elf in Wetzlar zu Gast und konnte den ersatzgeschwächten Einheimischen bas Nachsehen geben.
Großen-Llnden 1 — Raunheim II 2:2.
In Großen-Linben stauben sich biefe Gegner im rürfftänbigen Serienspiel gegenüber. Nach einem flotten Spiel trennten sich bie Gegner mit einem Unentschieben.
Sichertshausen 1 — Aliendorf I 5:2.
Die Einheimischen waren während des ganzen Spieles tonangebend und stellten auch den Sieger.
Leun II — ftlcln-Cinben 1 1:4.
Klein-Linden war in Leun zu Gast und brachte einen 4:1-Sieg nach Haufe. — Lollar Jugend konnte die Jugend von Wißmar mit 3:2 Toren abfertigen.
Handball.
Wißmar war in Wieseck zu Gast. Da der Unparteiische ausblieb einigte man sich auf ein Freundschaftsspiel. das trotz der lleberlegenheit der Platzbesitzer mit 1:1 endete.
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