Ausgabe 
3.3.1931
 
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Familie und Beruf im Frauenleben.

In Verbindung mit bem Gießener Lehrerinnen- verein hielt am Samstagabend der Allgemeine Deutsch« Frauenverein, Ortsgruppe Gießen, im Großen Hörsaal der Universität einen Vortrags­abend ab. Frau Oberst Naumann, die stellver­tretende Vorsitzende des Frauenvereins, begrüßte die in überaus großer Zahl erschienenen Zuhöre­rinnen, besonders aber Frau Ministerialrat Reichs- tagradgeordne:, i*r. Baumer als die Rednerin des Abends. Für den Gießener Lehrerinnenoerein sprach Frau Rektorin Weitzel einige Worte der Begrüßung

Frau Ministerialrat Dr. Bäumer referierte so­dann über das ThemaFamilie und Beruf im Frauenleben". D.r Rednerin führte u. a. aus, im Lebei» der Frau herrsche heute mehr als je zuvor eine Spannung zwischen ihrer Tätigkeit in Familie und Beruf. D.e stete Existenzunsicherheit der letzten Jahre Hobe cs mit sich gebracht, daß die Mehrzahl der Mädchen nicht mehr als Haustochter auf die Ehe vorbereitet werden könne, sondern bei ihrem Eintritt in die Ehe aus dem Berufsleben in ihre eigentliche Lebensdeftimmung hinüberwechsle. Ja, viele müßten unter den augenblicklichen Verhält­nissen gezwungenermaßen weiterhin beruflich tätig bleiben, um me Familie mit erhalten zu können. Das bringt naturgemäß eine Gefahr, und zwar die Gefahr der Ueberlaflung des weiblichen Organis­mus, mit sich, denn zur beruflichen Tätigkeit trete noch die anstrengende Hausarbeit hinzu. Der Cha­rakteraufbau des jungen Mädchens vollziehe sich ebenfalls in anderer Form, als das früher der Fall gewesen sei. Allerdings müsse man unterscheiden, daß viele Frauen geradezu selbstverständlich neben ihrer Arbeit in der Familie auch Berufsarbeit leisten. Man müsse an die Landwirtschaft, an das Gewerbe und an den Einzelhandel denken, in denen die Frau auch im Geschäftsbetrieb unmittelbar mit dem Manne zusammenarbeite. Es sei in diesem Zu­sammenhang nicht ganz verständlich, daß gerade die politische Vertretung dieser Wirtschaftsgruppen die Forderung aufstelle, die Frau müsse aus dem Er­werbsleben ausscheiden. Es werde naturgemäß nicht verkannt, daß die Betätigung in der Familie das Idealste für die Frau sei. Diese Forderung könne aber in Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Lage nicht erfüllt werden. Die Frage der Entfer­nung der verheirateten 'Beamtinnen und Lehre­rinnen aus ihren Aemtern, mit der sich der Reichs­tag in der jüngsten Zeit beschäftigt habe, bringe nur eine ganz minimale Erleichterung des Arbeitsmark­tes, da nur ein kleiner Teil der Beamtinnen ver­heiratet sei. Es sei interessant festzustellen, daß die an­steigende Kurve der Arbeitslosigkeit analog der fal­lender der Eheschließungen sei. Viele der Ehen, die heute geschlossen würden, seien außerdem nur mög­lich unter der Voraussetzung der Berufstätigkeit der Frau. Unter den heute gegebenen Verhältnissen müsse man den Kampf gegen die Berufstätigkeit der Frau als unfair bezeichnen. Mit generellen Maß­nahmen könne man diesem Problem schon gar nicht nahekommen, denn die Frau sei aus der Situation heraus gezwungen, für die Zukunft der Kinder zu arbeiten. Es fei überflüssig zu befürchten, daß die Familie als solche in ihrer Form durch die Berufs­tätigkeit der Frau erschüttert werde. Das Gegenteil fei der Fall. Der gemeinsame Kampf um die Exi­stenz schaffe ein um fo stärkeres Gefühl der Zu- fammengehörigkeit. Besonders in proletarischen Fa­milien sei dieses Gefühl sehr stark ausgeprägt. Es sei stark genug, um den Zerfall der Familie zu verhindern. Im Zusammenhang mit diesem Fragen­komplex dürfe auch nicht vergessen werden, daß das deutsche Volk ein Volk ohne Raum fei. Infolgedessen könne, was die Nachkommenschaft anlangt, das Be­streben nicht dahingehen, möglichst viele Kinder zu zeugen, wichtiger sei es vielmehr, mehr auf die Qualität, als auf die Quantität der Nachkommen- schäft zu sehen. Es wäre richtiger, von staatlicher Seite anstatt der unmöglichen Prämientasse für das . zwölfte Kind Erziehungsbeihilfen zur Berfüaung zu stellen, mittels derer den Befähigten der Aufstieg t ermöglicht werde. Die Frau müsse, und damit schloß die Vortragende ihre interessanten Ausführungen, F die Familie als den Mittelpunkt ihres Wesens be­trachten. Sie müsse aber dafür Sorge tragen und r verhindern helfen, daß nicht durch unsoziale Maß­nahmen den Mädchen der Weg zur Familie über­haupt verbaut werde. Im übrigen aber sei es nicht anders möglich, als die Entscheidung über Rücktritt oder über das Verbleiben in Beruf und Erwerb jeder einzelnen zu überlassen. Die Art dieser Ent­scheidung sei bezeichnend für die Frauenbewegung von heute, und die Fülle dieser Entscheidungen weise die Wege in die Zukunft. Die Lösung dieser Frage überhaupt sei von größerer Bedeutung für das deutsche Schicksal, als je eine andere zuvor.

Oberheffen.

Lanokreis (Sichcii.

£ Wieseck, 3. März. 3n seiner gestrigen Sitzung befaßte sich der Gemeinderat aber­mals mit der Verpachtung der Schaf weide. Da nur ein Angebot von Wilhelm Haas vorlag, wurde diesem für ein Jahr zum Betrag von 400 Mk. zugestimmt. Die Sandgrube an der ilrfelum wird an Maurermeister Karl Schäfer verpachtet, und zwar je Kubikmeter für 1,46 Mk., und die Sandgrube an der Heide an die Firma Buderus, Collar, auf je drei Jahre. Einem Ge­such der Freien Tennisvereinigung Gießen um Lieberlassung eines Tennisplatzes auf der ilrfelum soll entsprochen werden. Der Pachtpreis soll jährlich 50 Mk. betragen, der Pachtvertrag auf 15 Jahre laufen. Die Platzherrichtung übernimmt der Verein selbst. Bei dieser Gelegenheit wurde abermals über die Schaffung eines zweiten Sportplatzes verhandelt, da die derzeitigen Derhältnisie auf die Dauer unhaltbar sind. Es wurde angeregt, den Wald auf der ilrfelum demnächst zu besichtigen, damit die Arbeiten für die Schaffung des Platzes bald in Angriff ge­nommen werden können. Der Gemeinderat geht hierbei von dem Gedanken aus, daß die Herrich­tung und Instandhaltung des Festplahes auf die Dauer viel höhere Kosten beanspruche, als die Herrichtung eines zweiten Platzes auf der ilr- sebim.

y. 5>au6 ringen, 2. März. Gestern sand im großen Saale von 3. Emil Schäfer ein Wohl- tätigtet tskonzert zum Besten der neu­gegründeten Krankenpflege st ation des Vereins Kinderfreund statt, das trotz der

zur Zeit hier herrschenden Grippeepidemie einen ausgezeichneten Besuch aufwies. Die Altistin Käte Gärtner hatte das gute Programm zusammengestellt und brachte es in Gemeinschaft mit den Herren stud. theol. gt. 21 rn o l ö (Kla­vier). stud. theol. 2B. 23 o 13 (Violine), W. Wei - m e r (Violine und Viola), H. Schneider (Cello) zur glänzenden Ausführung. Das Programm bot durchweg klassische Musik von Händel, Beethoven, Mozart, Schubert und Brahms und zeigte in seinem ersten Teile, dem Charakter des Volks­trauertages entsprechend, ernstere Darbietungen. Dadurch, daß zwischen den Streichmusikvorträgen die Gesangsvorträge eingestreut waren, bot das Programm eine reizvolle Abwechselung. Der ge­sangliche Teil wurde von Käte Gärtner allein bestritten, verständnisvoll begleitet von stuck, theol. Arnol d (Klavier) und in manchen Stücken von stuck, theol. Volz (Violine). Die Künstlerin, die über eine umfangreiche Altstimme verfügt, zeigt eine große technische Ausbildung und einen seelenvollen Vortrag, so daß die Indisposition, die ihr das Kommen sehr erschwert hatte, fast nicht zur Geltung kam. Besonders in den oft mit zartestem Pianissimo vorgetragenen Schubert- liebem war hiervon gar nichts zu spüren. Am Schlüsse dankte Dekan Guhmann im 2tamen des Vereins allen Mitwirkenden für die freund­liche Art, mit der sie ihre Kunst in den Dienst einer guten Sache gestellt hatten, und betonte, daß dies die rechte Feier eines Volkstrauertages sei, mit seinem Können selbstlos anderen Volks­genossen zu dienen.. Als Zeichen äußeren Dankes überreichte er der Künstlerin einen Blumenstrauß. Reicher, dankbarer Beifall wurde von der großen Versammlung allen Mitwirkenden zuteil.

Wirtschaft.

Die Leipziger Zrühjahrsmeffe.

Leipzig, 2. März. (WTD.) Der Messe-Mon- tag gilt erfahrungsgemäß der eingehenden Orien­tierung der Einkäufer. Die Auslandnote kommt in der Besucherzahl heute erfreulicherweise stär­ker zur Geltung. Die am Sonntag auf der Tex- ti l m e s se erteilten Aufträge erfüllen in der Summe vieler kleiner Bestellungen durchweg die Erwartungen. Auf der Möbel messe herrscht erfreuliche Rachfrage nach billigeren und kleinen Möbeln. Für landwirtschaftliche Maschinen und Antriebsmotoren besteht auf der Technischen Messe reges Interesse. Auf der Baumesse konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf einfach zu bedienende und im Materialverbrauch spar­same Baumaschinen.

* Konkurse und Vergleichsverfahren im Februar. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Februar durch den Reichs­anzeiger 1065 neue Konkurse ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurs­eröffnung und 546 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für Ja­nuar stellten sich auf 1085 bzw. 510.

* Adam Opel AG., Rüsselsheim. Obwohl der Automobilgesamtabsatz im Deutschen Reiche im Januar wesentlich hinter dem der gleichen Zeit des Vorjahres zurücksteht, hat die Adam Opel AG., Rüs­selsheim, ihren Absatz in der l,l°I-Klasse um rund 25 Prozent verbessert, in der Lastwagenklasse er­höhte sich der prozentuale Anteil der Gesellschaft an den Gesamtumsatzziffern um 36 Prozent. Der An­teil Opels am Gesamtmarkt konnte um 13,1 Prozent gesteigert werden. Der Export lasse sich den Erwar­tungen entsprechend außerordentlich günstig an, so daß es zur Zeit schwer falle, allen Anforderungen gerecht zu werden, obwohl bereits in zwei und zum Teil in drei Schichten gearbeitet wird.

Adlerwerke vormals Heinrich Kl eher AG., Frankfurt a. 1 Wie der WTB.-Handelsdicnst von der Verwaltung der Adlerwerle vorm. Heinr. Kleher AG. erfährt, kann das Ergebnis des abgelaufenen Geschäfts­jahres als recht befriedigend bezeichnet werden. Es ist gelungen, die Vorräte herunterzudrücken, und auch die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahre wesentlich zurückgegangen. Lieber die Dividendeaussichten kann allerdings noch nichts Bestimmtes gesagt werden, da die Ab­schlußarbeiten noch im Gange sind. Die Betriebe der Gesellschaft sind derzeit voll beschäftigt, da man auf Vorrat arbeitet, um für die kommende Saison gerüstet zu sein. Die Berliner Automo­bilausstellung wird von der Verwaltung als

ein außerordentlicher Erfolg bezeichnet; es konn­ten sehr gute Abschlüsse erzielt werden.

6 Frankfurter Handelsbank A G. (vorm. Frankfurter Viehmarktsbank.) Nach Mitteilung der Geschäftsleitung dringt der Aufsichtsrat eine Dividende von 6 v. H. (i. V. 10 v. H.) in Vorschlag. Die GD. findet am 22. April statt.

* Kurzarbeitsabkommen in der chemischen Industrie Mitteldeutsch­land s. In freier 23ereinbarung zwischen Arbeit­nehmern und Arbeitgebern wurde am Samstag ein Kurzarbeitsabkommen fiir Angestellte der che­mischen Industrie Mitteldeutschlands (Sektion Vb, umfassend die Gebiete Provinz Sachsen, Anhalt, Thüringen) mit Geltung bis 30. September ge­troffen. Die Kündigungsfrist zur Einführung von Kurzarbeit mit Gehaltskürzung beträgt vier Wochen, und zwar immer zum Monatsersten. Das neue Abkommen ist bereits mit dem 1. März in Kraft getreten. Die Merseburger Leunawerke haben auf Grund einer neuen Vereinbarung die Kurzarbeit für Angestellte in Form einer wöchent­lichen Feierschicht unter entsprechender Gehalts­kürzung eingeführt.

" Qlrbeitere ntlafJungen auf der Gute Hoffnungs-Hütte. Wie die Gute Hoffnungs-Hütte in Oberhausen mitteilt, sieht sie sich durch den anhaltenden 2lbsahmangel ge­zwungen, verschiedene ihrer Betriebe stillzulegen. Durch die Stillegung wird die Entlassung von 2300 Arbeitern notwendig. 600 weitere Arbeiter hofft man auf den übrigen Zechen unterbringen zu können.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 3.März. Tendenz: freund­lich. Infolge der schwächeren gestrigen Reu- horker Börse und der widerspruchsvollen Be­richte über die Rede Dr. Schachts in Stockholm ergaben sich zu Beginn der amtlichen Börse Kursrückgänge, trotzdem erneut einige Auf­träge des Publikums vorhanden waren. Gleich nach den ersten Rotierungen setzte sich wieder eine freundliche und zuversichtliche Stimmung durch, da die Gründung der Internationalen Bodenkreditbank in Basel günstig nachwirkte. Die Spekulation verhielt sich noch sehr reserviert, da die Berichte der preußischen Industrie- und Han­delskammern, in welchen von keiner Desierung der Gesamtkonjunktur berichtet wurde, etwas geschästs- hemmend wirkten. Die 23eränberungen nach bei­den Seiten sind jedoch nur gering. Stark abge­schwächt lagen am Kunstseidemarkt Bemberg (plus 2 Prozent) und am Zellstoffmarkt Waldhof, die 1,75 Prozent einbüfjten. Anfangs niedriger er­öffneten noch I.-G.-Farben, Licht und Kraft,

Gesfürel, Schuckert, AG. für Verkehrswesen, dis 1,25 Prozent verloren. Dagegen höher eröffneten Scheideanstalt, Elektrische Lieferungen, Salzdet­furth und Schiffahrtswerte bei Besserungen bis 1 Prozent." Der Montanmarkt lag infolge des weiter unbefriedigenden Röhrenberichtes vernach­lässigt, und nur Rheinstahl kamen zunächst mit knapp behaupteten Kursen zur Erstnotiz. Am Bankaktienmarkt setzte Commerzbank 0,75 Prozent niedriger ein. An den übrigen Märkten herrschte infolge der Orderlosigkeit Geschäfts- stille. Am Anleihemarkt blieben deutsche und türkische Renten gehalten. Pfandbriefe ruhig, aber nicht unfreundlich. Im Verlaufe konnte sich das Geschäft etwas beleben, doch blieben die Kurse meist unverändert. Recht fest einige Schiff­fahrtswerte, die bis 2 Prozent höher lagen. Am Bauunternehmungsmarkt lagen Holzmann auf die unveränderte Dividende 2 Prozent fester. Montanwerte kamen schließlich mit Verlusten bis 1 Prozent zur Rotiz. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 5 Prozent weiter etwas erleichtert. Am Devisenmarkt lag das Pfund international schwach. Madrid sehr fest, auch Schweiz konnte sich leicht bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2078, gegen Pfund 20,4390, London gegen Dollar 4,8573, gegen Paris 123,95, gegen Mailand 92,74, gegen Madrid 45,50, gegen Schweiz 25,2290, gegen Amsterdam 12,1125.

Berliner Börse- _

Berlin, 3. März. Nach stillem Vormittagsver­kehr war die Tendenz vorbörslich wieder etwas schwächer, und auch die ersten Kurse setzten meist ihren Rückgang gegen gestern mittag fort. Bei der Börse konnte man eher das Bestreben seststellen, 21 b - gaben vorzunehmen. Der heute veröffentlichte Reichsbankausweis per Ultimo Februar wurde als für ein Ultimo ziemlich normal angesehen. Der Gold­bestand hat sich durch die Käufe russischen Goldes um 19,5 Millionen erhöht, während allerdings der De­visenbestand um 10 Millionen abgenommen hat. Die Kapitalanlage hat sich um 745 Millionen, der Um­lauf an Noten um 773 Millionen erhöht. Die Deckung ist auf 51,6 bzw. 55,3 v. H. zurückgegangen. Das schwache Neuyork, die Rede Schachts in Stockholm, weitere Entlassungen von Bergarbeitern, die ver­schlechterte Lage der Metallwaren-, Papier- und Zell­stoffindustrie, der Bericht der Preußischen Industrie- und Handelskammern für den Monat Februar riefen eine Verstimmung hervor; dagegen wurde die Grün- duna der Internationalen Bodenkreditbank in Basel unter Beteiligung einer Reihe deutscher Banken sehr günstig ausgenommen. Die Tendenz des Renten- marktes war daraufhin fest, besonders für Reichs­bankvorzüge, die bis 1 v. H. anziehen konnten. Die Rückgänge zu den ersten Kursen betrugen bis 2 v. H., doch konnten sich auch verschiedene Werte im selben Ausmaße bessern. Aku, Eisenbahnverkehrsmittel, Chade und Siemens bis 3 v. H. schwächer, Schantung 4,5 v. H. und Svenska auf Abgabe der Arbitrage sogar 8,50 Mark. Schiffahrtswerte bei starkem Inter­esse unverändert. Gerüchte von einer morgen ftatb findenden Aufsichtsratssitzung beim Norddeutschen Lloyd und einer evtl. 6-v. H.-Dividende regten an. Gesfürel waren auf Meldung über die.heutigen Be­ratungen über das Angebot an die Stadt Berlin gefragt. Rheinische Braunkohlen, Julius Berger, Montecattini, Schlesisches Gas und Hacketal fester. Deutsche Anleihen gut behauptet. Von Ausländern Lissaboner 0,5 v. H. fester. Der Geldsatz blieb unver­ändert. Im Verlaufe war es zunächst etwas schwächer, später wurde es allgemein freundlicher und lebhaft bei Besserungen bis 2 v. H.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Ru. rik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung )

Antwort auf die Antwort der Ortskrankenkasse Giehen-Stadt.

Die nicht unbekannte Tatsache, daß die Fest­stellung der Sachbezüge für die Sozialversicherung bzw. für die Steuer von zwei verschiedenen Be­hörden erfolgt, dürfte kein Beweis dafür sein, daß sich nicht eine Liebereinstimmung in der Höhe erreichen liehe, zumal es sich doch um zwei Be­hörden handelt, die in demselben Lande arbeiten. Zum mindesten erscheint es aber angebracht, dah auch die Verwaltungsbehörde der Ortskranken­kassen selbst unter Berücksichtigung des Kran­kengeldes bei Festsetzung der Sachbezüge eine Staffelung vornimmt, wie dies seitens des Reichs­finanzministeriums geschieht. Dann würden auch die Interessen vieler Arbeitgeber Berücksichti­gung finden. K.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Tie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

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Berlin

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Kurs

Datum

2.3.

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3.3.

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2.3.

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2.3.

3.3.

8% Deutsche Reichsanleihe

87,75

£'amburfl.«mertfa 'Batet . .

. 7

68,25

69

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von 1927 .......

7% Deutsche NetchSantethe

84,9

Hamburg-Südam. Dampfschiff

. 8

133

98,9

Hama Dampfschiff ....

10

107

von 19'29 .......

Deutsche Sint.-Ablös^Schuld mii

98,4

Norddeutscher Llovd ....

. f

69,75

70,25

69,65

69,75

54,6

Allgemeine Deutsche Creditanst

10

8(u31o|.'tNr(filcn ....

54,6

54,75

Barmer Bantverein . . .

10

Seefil. ohne AuSIos.-Rechte . .

5,75

5,55

5,5

Berliner Handelsgesellschaft .

12

125

124,5

124,75

125

8% Hell. Aollkslaat von 1929

90,5

Commerz- und Privat,Bank.

11

110,25

109,5

110,25

110,4

<rfid<n6l&. 102%) .....

90,5

Darmstädter und Olationalbanl

12

138

137,5

137,5

Cberbcjlen Provinz Anleihe Ml'

Deutsche Bant und

RuSlol-Rechten .....

51,5

DiSronto-Gesellschast, . . .

10

108

108,25

108,25

107,75

Teuliche fiumm. Gammclabl.

Dresdner Bant......

1(

108,25

108,25

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107,75

«melde Gerte 1 ...

52,75

52,6

Reichsbant........

12

8% firantf. Hnp.-Bank Goldpse

102,4

Xlll unfüntbat bU 1934 . . .

100,5

A.E.G...........

. 8

102,75

103,13

101,9

7% Krankt. tzvV-Bank Goldpse

Bergmann........

. 9

122

121,9

untüntibar bl« 1932

93,75

Elettr Lleserungsgelellschast.

10

127,5

128

127,25

126,5

4%% Rheinische Hnp.'Bank Stau. Goldpse........

Licht uno Kraft......

10

123,75

122,5

123,25

122,9

89,65

stellen & ©ullleaunte . . . Gesellschaft für Elektrische

7-/,

87

87

87

87

8%Br. £anbcüpfantbriefan(lalt,

yianbbriclr DI. it . .

100,5

100,5

Unternehmungen ....

IC

124,5

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123,5

123,25

8% Pr LondeepianobriesanNalt,

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10

ffomm.-Lbl. >'l. 20 . . .

___

_

Sibclnische Eletlrizität . . .

. 9

118

118

117

7% Pr. l!anbctu-anobriefanflalt,

Schlesische Elektrizität. . . .

10

tMancbrlcIc 9i tl

H.Q.ti) abg. IBonneflB-Dbltßatto-

96,5

96,5

Schuckert & (So.......

11

131

139,25

130,25

130

ziemen» L HcUSke.....

16

177

176,75

178

176

nen. rückzahlbar 1932 . . .

__

Zraneraolo ........

. 8

-

vabmeoer&Go.......

10

131

i% Oesterretchtlche Goldrente . . 4,20% Oesteneichlsche Gllbenente 4% cellerreichliche Einheitliche

24,13

24

24

Buderus.........

. 6

51

51,25

51,5

2,4

2,35

Deutiche Erdöl......

. 6

71

71,5

70,25

70,25

diener Steinkohle.....

. 8

Rente

Gelsenkirchener......

. e

80,5

81

80,5

4% Ungarische Goldrente ....

19,6

19,75

19,8

Harpcner .......

. c

77,5

77,5

74,5

4% Ungarische StaalSrente v. 1910

16,25

16,75

Hoesch Csilen.......

6'/t

68,75

68,75

4^% deSgl. von 1913

3i(e Bergbau.......

10

170,5

170,13

1% Unparildte Kronenrente -

Klöcknerwerke..... .

. 7

62,5

61,65

61,4

4% Türtlfdje gollanleihe von 1911

4

Köln-Neuessen.......

. 7

75,5

75,5

4% Türkisch? Bagdadbahn-Aal

ManneSmann-Rdhre» . . .

. 7

75,9

75,4

74,75

Seriel .

4

3,9

ManSselder Bergbau . . . .

. 7

37

37,5

37,5

4% desgl. Serie II.......

4

4

Oberschles. Ehenbedars . . .

. 5

6% Rumänisch» vereivh. Rente

1 Oberfchlci. Kotöwerke. . . .

. 7

77,25

77,25

von 1903 . . .

<y.% SlumänHdje vereiuh. Rente

9,4

9,4

S'/,

61

60

59,9

60

15,25

Rheinische Braunkohlen . .

U

167

166,75

166,75

167,75

von 1913 ..........

15,1

| Stheinstahl ......

. r

78

75,75

76

75

t% Rumänische Verein-. Heule .

7,8

7,75

7,9

1 Niebeck Montan ......

V.2

84

83,4

Jranttun a. Jlt.

Lerlin

Banknoten.

l<Ubr«

Berlin 2. Mürz

Gelb

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tun'

K 'n

tun

Kur/

Smenkanliche Noten . .

4,192

4,212

fflclnt die Noten -

58,40

58,64

Datum

2.3.

3.3.

2.3.

3.3.

Dänische Noten . . .

112,15

112,59

Englische Noten ....

20,38

20,46

Bereinigte Stahlwerke ....

61,5

62

62,25

61,5

stranzöjische Noten . . .

16,45

16,5t

OtavIMnen .... 16'/,

36,5

36,25

36,5

35,9

Holländische Noten . . .

168,18

168,86

Kaliwerke Aschereleben . . . 10

134

132,5

gtalienssche Noten....

22,06

22 # 14

Kaliwerke Westeregeln ... 10

140

-

140

-__

Norwegische Noten . . .

112,15

112,59

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

204,5

205

204,5

204,5

Deutsch-Oesterreich, » 1OO Echullng Numänische Noten.......

58,89

2,477

59,13

2,497

Schwedische Noten . . .

112,38

112,82

I. G. starben-Industrie ... 12

142,25

141,4

142,5

141,4

Schweizer Noten ....

80,74

81,06

Dynamit Nobel ....... 6

-

Spanische Noten ....

43,83

44,01

ScheideanstaU........9

130,5

Tichechoilowukische Noten.

12,40

12,46

Goldichmldt........5

39,75

41

41

Ungarische Noten

73,07

73,37

NÜtgerSwerke........6

52,25

52

51,75

51,75

Metallgeiellichafk.......8

80

80

81

Devisenmarkt Berlin

- Frankfurt

a. ITC

Philipp Holzmann......7

84,5

86,5

82

85,75

2.M^rz

3. März

Zementwerk Heidelberg . . 10

80

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Eementwerk Karlstadt. ... 10

(Selb

»rie

Geld

»riet

Wovß S strevtag .....8

43

43

43

Amst.-Nott.

168,53

168,87

168,56

168,90

Schultheis Patzenhofer ... 15

175,5

174,5

Vuen.-AireS

1,392

58,58

1,396

58,70

1,396

58,585

1,400

58,705

Cftroerte ..... 12

112,42

112,64

112,42

112,64

Aku .........18

75,25

75,25

77,4

74,5

St n1)nQ'M

112,41

112,63

112,43

112,65

Bemberg...... 14

73

71

72,5

71,5

112,59

112,81

112,58

112,80

Zellstoff Waldhof .... 18'/.

102,25

100,5

101,5

bclfindforS.

10,576

10,596

10,576

10,596

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

75,5

75

yYtaftpn . . .

22,015

22,055

22,015

22,055

Charlottenburger Wasser ... 8

Vnnhoir. . .

20,416

20,456

20,419

20,459

Deliauer Otaä .....9

121,4

120

'I.'eiinarf

4,2025

4,2105

4,2040

4,2120

Daimler Motoren ..... 0

25,5

26,4

25

26

Paris. . . .

16,465

16,505

16,464

16,504

Deutsche Linoleum......

105

100,5

104,25

103,13

Schweiz

80,91

81,07

80,93

81,09

Maschinenbau A.-S. ..... 0

-

Sva tert

43,93

44,01

44,81

44,89

9?at. Automobil ...... 0

Japan . . .

2,081

2,085

2,081

2,085

Lrenstein & Koppel.....6

49,5

49,13

>Hto de Ian.

0,341

0,343

0,349

0,351

Leonhard Tietz......10

115

116,5

115,25

Wien in D--

SvenSka ........

277

-

277,75

269,25

Ceft. abfleft.

59,06

59,18

59,06

59,18

Prag .

12,45

12,47

12,451

12,471

strankstmer Maschinen .... 4

13

13,5

13,25

Bel trad . .

7,385

7,399

7,385

7,399

Griyner ........6

34

34,5

Buonp'st. .

73,26

73,40

/3,26

73,40

Heyligenstaedt......0

lZut arten

3,043

3,049

3,043

3,049

Iunghans....... . 6

_

_

yiffabon

18,82

18,86

18,84

18,89

Lechwerke..........8

_

_

Danzig

81,65

81,81

81,64

81.80

Mainkraftwerke Höchst a.M.. .8

70

Konst nrin.

1,784

1,789

1,784

1,789

Miag..........10

Silben

5,445

5,455

5,445

5,455

ffiebr. Roeder.......10

_

(Janaoa

4,201

4,209

4,202

4,210

Boiflt & Haesfner ...... 9

-'

Uru uay. .

2,997

3,003

3,007

3,013

Süddeutsche Zucker .... 10

131

130

Tatro . .

20,93

20,97

20,93

20,97