Familie und Beruf im Frauenleben.
In Verbindung mit bem Gießener Lehrerinnen- verein hielt am Samstagabend der Allgemeine Deutsch« Frauenverein, Ortsgruppe Gießen, im Großen Hörsaal der Universität einen Vortragsabend ab. Frau Oberst Naumann, die stellvertretende Vorsitzende des Frauenvereins, begrüßte die in überaus großer Zahl erschienenen Zuhörerinnen, besonders aber Frau Ministerialrat Reichs- tagradgeordne:, i*r. Baumer als die Rednerin des Abends. Für den Gießener Lehrerinnenoerein sprach Frau Rektorin Weitzel einige Worte der Begrüßung
Frau Ministerialrat Dr. Bäumer referierte sodann über das Thema „Familie und Beruf im Frauenleben". D.r Rednerin führte u. a. aus, im Lebei» der Frau herrsche heute mehr als je zuvor eine Spannung zwischen ihrer Tätigkeit in Familie und Beruf. D.e stete Existenzunsicherheit der letzten Jahre Hobe cs mit sich gebracht, daß die Mehrzahl der Mädchen nicht mehr als Haustochter auf die Ehe vorbereitet werden könne, sondern bei ihrem Eintritt in die Ehe aus dem Berufsleben in ihre eigentliche Lebensdeftimmung hinüberwechsle. Ja, viele müßten unter den augenblicklichen Verhältnissen gezwungenermaßen weiterhin beruflich tätig bleiben, um me Familie mit erhalten zu können. Das bringt naturgemäß eine Gefahr, und zwar die Gefahr der Ueberlaflung des weiblichen Organismus, mit sich, denn zur beruflichen Tätigkeit trete noch die anstrengende Hausarbeit hinzu. Der Charakteraufbau des jungen Mädchens vollziehe sich ebenfalls in anderer Form, als das früher der Fall gewesen sei. Allerdings müsse man unterscheiden, daß viele Frauen geradezu selbstverständlich neben ihrer Arbeit in der Familie auch Berufsarbeit leisten. Man müsse an die Landwirtschaft, an das Gewerbe und an den Einzelhandel denken, in denen die Frau auch im Geschäftsbetrieb unmittelbar mit dem Manne zusammenarbeite. Es sei in diesem Zusammenhang nicht ganz verständlich, daß gerade die politische Vertretung dieser Wirtschaftsgruppen die Forderung aufstelle, die Frau müsse aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Es werde naturgemäß nicht verkannt, daß die Betätigung in der Familie das Idealste für die Frau sei. Diese Forderung könne aber in Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Lage nicht erfüllt werden. Die Frage der Entfernung der verheirateten 'Beamtinnen und Lehrerinnen aus ihren Aemtern, mit der sich der Reichstag in der jüngsten Zeit beschäftigt habe, bringe nur eine ganz minimale Erleichterung des Arbeitsmarktes, da nur ein kleiner Teil der Beamtinnen verheiratet sei. Es sei interessant festzustellen, daß die ansteigende Kurve der Arbeitslosigkeit analog der fallender der Eheschließungen sei. Viele der Ehen, die heute geschlossen würden, seien außerdem nur möglich unter der Voraussetzung der Berufstätigkeit der Frau. Unter den heute gegebenen Verhältnissen müsse man den Kampf gegen die Berufstätigkeit der Frau als unfair bezeichnen. Mit generellen Maßnahmen könne man diesem Problem schon gar nicht nahekommen, denn die Frau sei aus der Situation heraus gezwungen, für die Zukunft der Kinder zu arbeiten. Es fei überflüssig zu befürchten, daß die Familie als solche in ihrer Form durch die Berufstätigkeit der Frau erschüttert werde. Das Gegenteil fei der Fall. Der gemeinsame Kampf um die Existenz schaffe ein um fo stärkeres Gefühl der Zu- fammengehörigkeit. Besonders in proletarischen Familien sei dieses Gefühl sehr stark ausgeprägt. Es sei stark genug, um den Zerfall der Familie zu verhindern. Im Zusammenhang mit diesem Fragenkomplex dürfe auch nicht vergessen werden, daß das deutsche Volk ein Volk ohne Raum fei. Infolgedessen könne, was die Nachkommenschaft anlangt, das Bestreben nicht dahingehen, möglichst viele Kinder zu zeugen, wichtiger sei es vielmehr, mehr auf die Qualität, als auf die Quantität der Nachkommen- ’ schäft zu sehen. Es wäre richtiger, von staatlicher Seite anstatt der unmöglichen Prämientasse für das . zwölfte Kind Erziehungsbeihilfen zur Berfüaung zu stellen, mittels derer den Befähigten der Aufstieg t ermöglicht werde. Die Frau müsse, und damit schloß die Vortragende ihre interessanten Ausführungen, F die Familie als den Mittelpunkt ihres Wesens betrachten. Sie müsse aber dafür Sorge tragen und r verhindern helfen, daß nicht durch unsoziale Maßnahmen den Mädchen der Weg zur Familie überhaupt verbaut werde. Im übrigen aber sei es nicht anders möglich, als die Entscheidung über Rücktritt oder über das Verbleiben in Beruf und Erwerb jeder einzelnen zu überlassen. Die Art dieser Entscheidung sei bezeichnend für die Frauenbewegung von heute, und die Fülle dieser Entscheidungen weise die Wege in die Zukunft. Die Lösung dieser Frage überhaupt sei von größerer Bedeutung für das deutsche Schicksal, als je eine andere zuvor.
Oberheffen.
Lanokreis (Sichcii.
£ Wieseck, 3. März. 3n seiner gestrigen Sitzung befaßte sich der Gemeinderat abermals mit der Verpachtung der Schaf weide. Da nur ein Angebot von Wilhelm Haas vorlag, wurde diesem für ein Jahr zum Betrag von 400 Mk. zugestimmt. Die Sandgrube an der ilrfelum wird an Maurermeister Karl Schäfer verpachtet, und zwar je Kubikmeter für 1,46 Mk., und die Sandgrube an der Heide an die Firma Buderus, Collar, auf je drei Jahre. Einem Gesuch der Freien Tennisvereinigung Gießen um Lieberlassung eines Tennisplatzes auf der ilrfelum soll entsprochen werden. Der Pachtpreis soll jährlich 50 Mk. betragen, der Pachtvertrag auf 15 Jahre laufen. Die Platzherrichtung übernimmt der Verein selbst. Bei dieser Gelegenheit wurde abermals über die Schaffung eines zweiten Sportplatzes verhandelt, da die derzeitigen Derhältnisie auf die Dauer unhaltbar sind. Es wurde angeregt, den Wald auf der ilrfelum demnächst zu besichtigen, damit die Arbeiten für die Schaffung des Platzes bald in Angriff genommen werden können. Der Gemeinderat geht hierbei von dem Gedanken aus, daß die Herrichtung und Instandhaltung des Festplahes auf die Dauer viel höhere Kosten beanspruche, als die Herrichtung eines zweiten Platzes auf der ilr- sebim.
y. 5>au6 ringen, 2. März. Gestern sand im großen Saale von 3. Emil Schäfer ein Wohl- tätigtet tskonzert zum Besten der neugegründeten Krankenpflege st ation des Vereins Kinderfreund statt, das trotz der
zur Zeit hier herrschenden Grippeepidemie einen ausgezeichneten Besuch aufwies. Die Altistin Käte Gärtner hatte das gute Programm zusammengestellt und brachte es in Gemeinschaft mit den Herren stud. theol. gt. 21 rn o l ö (Klavier). stud. theol. 2B. 23 o 13 (Violine), W. Wei - m e r (Violine und Viola), H. Schneider (Cello) zur glänzenden Ausführung. Das Programm bot durchweg klassische Musik von Händel, Beethoven, Mozart, Schubert und Brahms und zeigte in seinem ersten Teile, dem Charakter des Volkstrauertages entsprechend, ernstere Darbietungen. Dadurch, daß zwischen den Streichmusikvorträgen die Gesangsvorträge eingestreut waren, bot das Programm eine reizvolle Abwechselung. Der gesangliche Teil wurde von Käte Gärtner allein bestritten, verständnisvoll begleitet von stuck, theol. Arnol d (Klavier) und in manchen Stücken von stuck, theol. Volz (Violine). Die Künstlerin, die über eine umfangreiche Altstimme verfügt, zeigt eine große technische Ausbildung und einen seelenvollen Vortrag, so daß die Indisposition, die ihr das Kommen sehr erschwert hatte, fast nicht zur Geltung kam. Besonders in den oft mit zartestem Pianissimo vorgetragenen Schubert- liebem war hiervon gar nichts zu spüren. Am Schlüsse dankte Dekan Guhmann im 2tamen des Vereins allen Mitwirkenden für die freundliche Art, mit der sie ihre Kunst in den Dienst einer guten Sache gestellt hatten, und betonte, daß dies die rechte Feier eines Volkstrauertages sei, mit seinem Können selbstlos anderen Volksgenossen zu dienen.. Als Zeichen äußeren Dankes überreichte er der Künstlerin einen Blumenstrauß. Reicher, dankbarer Beifall wurde von der großen Versammlung allen Mitwirkenden zuteil.
Wirtschaft.
Die Leipziger Zrühjahrsmeffe.
Leipzig, 2. März. (WTD.) Der Messe-Mon- tag gilt erfahrungsgemäß der eingehenden Orientierung der Einkäufer. Die Auslandnote kommt in der Besucherzahl heute erfreulicherweise stärker zur Geltung. Die am Sonntag auf der Tex- ti l m e s se erteilten Aufträge erfüllen in der Summe vieler kleiner Bestellungen durchweg die Erwartungen. Auf der Möbel messe herrscht erfreuliche Rachfrage nach billigeren und kleinen Möbeln. Für landwirtschaftliche Maschinen und Antriebsmotoren besteht auf der Technischen Messe reges Interesse. Auf der Baumesse konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf einfach zu bedienende und im Materialverbrauch sparsame Baumaschinen.
* Konkurse und Vergleichsverfahren im Februar. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Februar durch den Reichsanzeiger 1065 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 546 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für Januar stellten sich auf 1085 bzw. 510.
* Adam Opel AG., Rüsselsheim. Obwohl der Automobilgesamtabsatz im Deutschen Reiche im Januar wesentlich hinter dem der gleichen Zeit des Vorjahres zurücksteht, hat die Adam Opel AG., Rüsselsheim, ihren Absatz in der l,l°I-Klasse um rund 25 Prozent verbessert, in der Lastwagenklasse erhöhte sich der prozentuale Anteil der Gesellschaft an den Gesamtumsatzziffern um 36 Prozent. Der Anteil Opels am Gesamtmarkt konnte um 13,1 Prozent gesteigert werden. Der Export lasse sich den Erwartungen entsprechend außerordentlich günstig an, so daß es zur Zeit schwer falle, allen Anforderungen gerecht zu werden, obwohl bereits in zwei und zum Teil in drei Schichten gearbeitet wird.
• Adlerwerke vormals Heinrich Kl eher AG., Frankfurt a. 1 Wie der WTB.-Handelsdicnst von der Verwaltung der Adlerwerle vorm. Heinr. Kleher AG. erfährt, kann das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres als recht befriedigend bezeichnet werden. Es ist gelungen, die Vorräte herunterzudrücken, und auch die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahre wesentlich zurückgegangen. Lieber die Dividendeaussichten kann allerdings noch nichts Bestimmtes gesagt werden, da die Abschlußarbeiten noch im Gange sind. Die Betriebe der Gesellschaft sind derzeit voll beschäftigt, da man auf Vorrat arbeitet, um für die kommende Saison gerüstet zu sein. Die Berliner Automobilausstellung wird von der Verwaltung als
ein außerordentlicher Erfolg bezeichnet; es konnten sehr gute Abschlüsse erzielt werden.
6 Frankfurter Handelsbank A G. (vorm. Frankfurter Viehmarktsbank.) Nach Mitteilung der Geschäftsleitung dringt der Aufsichtsrat eine Dividende von 6 v. H. (i. V. 10 v. H.) in Vorschlag. Die GD. findet am 22. April statt.
* Kurzarbeitsabkommen in der chemischen Industrie Mitteldeutschland s. In freier 23ereinbarung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wurde am Samstag ein Kurzarbeitsabkommen fiir Angestellte der chemischen Industrie Mitteldeutschlands (Sektion Vb, umfassend die Gebiete Provinz Sachsen, Anhalt, Thüringen) mit Geltung bis 30. September getroffen. Die Kündigungsfrist zur Einführung von Kurzarbeit mit Gehaltskürzung beträgt vier Wochen, und zwar immer zum Monatsersten. Das neue Abkommen ist bereits mit dem 1. März in Kraft getreten. Die Merseburger Leunawerke haben auf Grund einer neuen Vereinbarung die Kurzarbeit für Angestellte in Form einer wöchentlichen Feierschicht unter entsprechender Gehaltskürzung eingeführt.
" Qlrbeitere ntlafJungen auf der Gute Hoffnungs-Hütte. Wie die Gute Hoffnungs-Hütte in Oberhausen mitteilt, sieht sie sich durch den anhaltenden 2lbsahmangel gezwungen, verschiedene ihrer Betriebe stillzulegen. Durch die Stillegung wird die Entlassung von 2300 Arbeitern notwendig. 600 weitere Arbeiter hofft man auf den übrigen Zechen unterbringen zu können.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 3.März. Tendenz: freundlich. — Infolge der schwächeren gestrigen Reu- horker Börse und der widerspruchsvollen Berichte über die Rede Dr. Schachts in Stockholm ergaben sich zu Beginn der amtlichen Börse Kursrückgänge, trotzdem erneut einige Aufträge des Publikums vorhanden waren. Gleich nach den ersten Rotierungen setzte sich wieder eine freundliche und zuversichtliche Stimmung durch, da die Gründung der Internationalen Bodenkreditbank in Basel günstig nachwirkte. Die Spekulation verhielt sich noch sehr reserviert, da die Berichte der preußischen Industrie- und Handelskammern, in welchen von keiner Desierung der Gesamtkonjunktur berichtet wurde, etwas geschästs- hemmend wirkten. Die 23eränberungen nach beiden Seiten sind jedoch nur gering. Stark abgeschwächt lagen am Kunstseidemarkt Bemberg (plus 2 Prozent) und am Zellstoffmarkt Waldhof, die 1,75 Prozent einbüfjten. Anfangs niedriger eröffneten noch I.-G.-Farben, Licht und Kraft,
Gesfürel, Schuckert, AG. für Verkehrswesen, dis 1,25 Prozent verloren. Dagegen höher eröffneten Scheideanstalt, Elektrische Lieferungen, Salzdetfurth und Schiffahrtswerte bei Besserungen bis 1 Prozent." Der Montanmarkt lag infolge des weiter unbefriedigenden Röhrenberichtes vernachlässigt, und nur Rheinstahl kamen zunächst mit knapp behaupteten Kursen zur Erstnotiz. Am Bankaktienmarkt setzte Commerzbank 0,75 Prozent niedriger ein. An den übrigen Märkten herrschte infolge der Orderlosigkeit Geschäfts- stille. Am Anleihemarkt blieben deutsche und türkische Renten gehalten. Pfandbriefe ruhig, aber nicht unfreundlich. Im Verlaufe konnte sich das Geschäft etwas beleben, doch blieben die Kurse meist unverändert. Recht fest einige Schifffahrtswerte, die bis 2 Prozent höher lagen. Am Bauunternehmungsmarkt lagen Holzmann auf die unveränderte Dividende 2 Prozent fester. Montanwerte kamen schließlich mit Verlusten bis 1 Prozent zur Rotiz. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5 Prozent weiter etwas erleichtert. Am Devisenmarkt lag das Pfund international schwach. Madrid sehr fest, auch Schweiz konnte sich leicht bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2078, gegen Pfund 20,4390, London gegen Dollar 4,8573, gegen Paris 123,95, gegen Mailand 92,74, gegen Madrid 45,50, gegen Schweiz 25,2290, gegen Amsterdam 12,1125.
Berliner Börse- _
Berlin, 3. März. Nach stillem Vormittagsverkehr war die Tendenz vorbörslich wieder etwas schwächer, und auch die ersten Kurse setzten meist ihren Rückgang gegen gestern mittag fort. Bei der Börse konnte man eher das Bestreben seststellen, 21 b - gaben vorzunehmen. Der heute veröffentlichte Reichsbankausweis per Ultimo Februar wurde als für ein Ultimo ziemlich normal angesehen. Der Goldbestand hat sich durch die Käufe russischen Goldes um 19,5 Millionen erhöht, während allerdings der Devisenbestand um 10 Millionen abgenommen hat. Die Kapitalanlage hat sich um 745 Millionen, der Umlauf an Noten um 773 Millionen erhöht. Die Deckung ist auf 51,6 bzw. 55,3 v. H. zurückgegangen. Das schwache Neuyork, die Rede Schachts in Stockholm, weitere Entlassungen von Bergarbeitern, die verschlechterte Lage der Metallwaren-, Papier- und Zellstoffindustrie, der Bericht der Preußischen Industrie- und Handelskammern für den Monat Februar riefen eine Verstimmung hervor; dagegen wurde die Grün- duna der Internationalen Bodenkreditbank in Basel unter Beteiligung einer Reihe deutscher Banken sehr günstig ausgenommen. Die Tendenz des Renten- marktes war daraufhin fest, besonders für Reichsbankvorzüge, die bis 1 v. H. anziehen konnten. Die Rückgänge zu den ersten Kursen betrugen bis 2 v. H., doch konnten sich auch verschiedene Werte im selben Ausmaße bessern. Aku, Eisenbahnverkehrsmittel, Chade und Siemens bis 3 v. H. schwächer, Schantung 4,5 v. H. und Svenska auf Abgabe der Arbitrage sogar 8,50 Mark. Schiffahrtswerte bei starkem Interesse unverändert. Gerüchte von einer morgen ftatb findenden Aufsichtsratssitzung beim Norddeutschen Lloyd und einer evtl. 6-v. H.-Dividende regten an. Gesfürel waren auf Meldung über die.heutigen Beratungen über das Angebot an die Stadt Berlin gefragt. Rheinische Braunkohlen, Julius Berger, Montecattini, Schlesisches Gas und Hacketal fester. Deutsche Anleihen gut behauptet. Von Ausländern Lissaboner 0,5 v. H. fester. Der Geldsatz blieb unverändert. Im Verlaufe war es zunächst etwas schwächer, später wurde es allgemein freundlicher und lebhaft bei Besserungen bis 2 v. H.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Ru. rik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung )
Antwort auf die Antwort der Ortskrankenkasse Giehen-Stadt.
Die nicht unbekannte Tatsache, daß die Feststellung der Sachbezüge für die Sozialversicherung bzw. für die Steuer von zwei verschiedenen Behörden erfolgt, dürfte kein Beweis dafür sein, daß sich nicht eine Liebereinstimmung in der Höhe erreichen liehe, zumal es sich doch um zwei Behörden handelt, die in demselben Lande arbeiten. Zum mindesten erscheint es aber angebracht, dah auch die Verwaltungsbehörde der Ortskrankenkassen — selbst unter Berücksichtigung des Krankengeldes — bei Festsetzung der Sachbezüge eine Staffelung vornimmt, wie dies seitens des Reichsfinanzministeriums geschieht. Dann würden auch die Interessen vieler Arbeitgeber Berücksichtigung finden. K.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Tie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.
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Berlin
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Datum
2.3.
3.3.
2.3.
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Dalum
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3.3.
2.3.
3.3.
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133
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10
—
—
—
—
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124,5
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90,5
Commerz- und Privat,Bank.
11
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RuSlol-Rechten .....
51,5
—
—
—
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10
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7-/,
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—
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—
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—
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—
——
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von 1903 . . .
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—
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Banknoten.
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Smenkanliche Noten . .
4,192
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fflclnt die Noten -••••••
58,40
58,64
Datum
2.3.
3.3.
2.3.
3.3.
Dänische Noten . . .
112,15
112,59
Englische Noten ....
20,38
20,46
Bereinigte Stahlwerke ....
61,5
62
62,25
61,5
stranzöjische Noten . . .
16,45
16,5t
OtavIMnen .... 16'/,
36,5
36,25
36,5
35,9
Holländische Noten . . .
168,18
168,86
Kaliwerke Aschereleben . . . 10
134
132,5
gtalienssche Noten....
22,06
22 # 14
Kaliwerke Westeregeln ... 10
140
-
140
-__
Norwegische Noten . . .
112,15
112,59
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
204,5
205
204,5
204,5
Deutsch-Oesterreich, » 1OO Echullng Numänische Noten.......
58,89
2,477
59,13
2,497
Schwedische Noten . . .
112,38
112,82
I. G. starben-Industrie ... 12
142,25
141,4
142,5
141,4
Schweizer Noten ....
80,74
81,06
Dynamit Nobel ....... 6
—
—-
—
—
Spanische Noten ....
43,83
44,01
ScheideanstaU........9
130,5
—
—
——
Tichechoilowukische Noten.
12,40
12,46
Goldichmldt........5
39,75
—
41
41
Ungarische Noten
73,07
73,37
NÜtgerSwerke........6
52,25
52
51,75
51,75
Metallgeiellichafk.......8
80
80
81
—
Devisenmarkt Berlin
- Frankfurt
a. ITC
Philipp Holzmann......7
84,5
86,5
82
85,75
2.M^rz
3. März
Zementwerk Heidelberg . . 10
80
—
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Eementwerk Karlstadt. ... 10
—
—
(Selb
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Geld
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Wovß S strevtag .....8
43
43
43
Amst.-Nott.
168,53
168,87
168,56
168,90
Schultheis Patzenhofer ... 15
175,5
174,5
Vuen.-AireS
1,392
58,58
1,396
58,70
1,396
58,585
1,400
58,705
Cftroerte ..... 12
—
112,42
112,64
112,42
112,64
Aku .........18
75,25
75,25
77,4
74,5
St n1)nQ'M
112,41
112,63
112,43
112,65
Bemberg...... 14
73
71
72,5
71,5
112,59
112,81
112,58
112,80
Zellstoff Waldhof .... 18'/.
102,25
100,5
101,5
—
bclfindforS.
10,576
10,596
10,576
10,596
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
75,5
—
75
—
yYtaftpn . . .
22,015
22,055
22,015
22,055
Charlottenburger Wasser ... 8
—
—
—
—
Vnnhoir. . .
20,416
20,456
20,419
20,459
Deliauer Otaä .....9
—
—
121,4
120
'I.'eiinarf • •
4,2025
4,2105
4,2040
4,2120
Daimler Motoren ..... 0
25,5
26,4
25
26
Paris. . . .
16,465
16,505
16,464
16,504
Deutsche Linoleum......
105
100,5
104,25
103,13
Schweiz • •
80,91
81,07
80,93
81,09
Maschinenbau A.-S. ..... 0
—-
—
—
—
Sva tert • ■
43,93
44,01
44,81
44,89
9?at. Automobil ...... 0
—
—
—
—
Japan . . .
2,081
2,085
2,081
2,085
Lrenstein & Koppel.....6
—
—
49,5
49,13
>Hto de Ian.
0,341
0,343
0,349
0,351
Leonhard Tietz......10
115
—
116,5
115,25
Wien in D--
SvenSka ........
277
-
277,75
269,25
Ceft. abfleft.
59,06
59,18
59,06
59,18
Prag • ■ .
12,45
12,47
12,451
12,471
strankstmer Maschinen .... 4
13
13,5
13,25
—•
Bel trad . .
7,385
7,399
7,385
7,399
Griyner ........6
34
34,5
—
Buonp'st. .
73,26
73,40
/3,26
73,40
Heyligenstaedt......0
—
—
lZut arten
3,043
3,049
3,043
3,049
Iunghans....... . 6
_
_
—
—
yiffabon
18,82
18,86
18,84
18,89
Lechwerke..........8
_
_
—
—
Danzig
81,65
81,81
81,64
81.80
Mainkraftwerke Höchst a.M.. .8
70
—
—
—
Konst nrin.
1,784
1,789
1,784
1,789
Miag..........10
—
—
Silben
5,445
5,455
5,445
5,455
ffiebr. Roeder.......10
—
_
——
(Janaoa
4,201
4,209
4,202
4,210
Boiflt & Haesfner ...... 9
—
—
-—'
Uru uay. .
2,997
3,003
3,007
3,013
Süddeutsche Zucker .... 10
131
130
—
Tatro • . .
20,93
20,97
20,93
20,97


