Ausgabe 
2.11.1931
 
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treiben ist da. Leider lassen die seitherigen Streuen den Verdacht hoch lammen, dah das Hafenjahr eine Enttäuschung sein wird Beim Hasenabschuh auf dem Felde kann besonders in solchen Jahren nicht dringend genug vor dem Abschuh aus der Luche gewarnt werden. Ls ist eine Erfahrung, die auch an dem Beispiel zahl­reicher einheimischer Reviere bewiesen werden kann, dah die Hasenstrecken in kurzer Zeit um das dreifache und mehr ft eigen, wenn die fort­während ausgeübte Luchjagd unterbleibt- Die mit der Suche verbundene Unruhe jagt das Wild über die Grenze, der häufige Schuh spitz von hinten schasst krankes Wild, und schliestlich ist eifrige Suche der sicherste Weg, den letzten Sayhasen im Rucksack verschwinden zu lassen. Damit hat sich die Frage des Rachwuchses für das Folgejahr erledigt. Wer gern seinen Such­hasen schieht und öfters einmal jagen möchte, der behalte sich dafür einen Revierteil vor, der sich vielleicht doch schlecht zum Treiben eignet. Das übrige Revier aber wird nur zur Treibjagd betreten! Bei den hohen Pacht- und den niedri­gen Wildpreisen mühte die wirtschaftlichste Form der Dejagung eine Selbstverständlichkeit sein.

Das Rebhuhn hat noch Schuhzeit, doch kommt ein planmähigcs Besagen nicht mehr in Frage Man denke lieber daran, wie man durch künstliche Deckungen (Reiserhausen u. ä.) den Hühnern dort Schutz gibt, wo Hecken und Ge­strüpp fehlen.

Beim Waldtreiben und im Feld an Hecken, Gräben und verwachsenen Bach- und Teichufern erfreut der Fasan den gewandten Schützen.

Der Balg des Fuchses wird besser, je kälter es wird und lohnt. 3agb und Fang, Treibjagd, Anstand, Luderhütte und Baujagd versprechen alle gute Beute.

Feist sieht der Dachs in warmgepolstertem Bau dem kommenden Winter entgegen. Wo ge­nug Dächse, da lohnt er das Graben.

Wo Eiche und Buche im Revier stehen, brauch? dem Säger vor dem Winter für sein Schalen» wild nicht bange zu sein Aebcrreich ist vor allem die Eichelmast. Die Fütterungen für das Wildgeflüge! sind fertigzustellen und mit weni­gem. aber gutem Futter zu beschicken, dah das Wild weih, wo es etwas sindet, wenn der Winter streng werden sollte. Hubertus.

Kirche und Schule.

o. Ober-Bessingen, l.Noo. Die Film. stelledesÄreisschulamfsGichen brachte auch in unserem Orte für Erwachsene und für Schüler den Film Gunther PlüschowsSilberkondor über Feuerland" zur Aufführung. Lehrer Reinheimer von Grohen-Linden gab kurze er­läuternde Erklärungen, die wesentlich zum Verstand- nis des Bildstreifen» beitrugen. Der Film, der auch in verschiedenen anderen Orten des Kreises Giehen zur Aufführung gelangte und noch weiter vorgeführt werden wird, fand hier eine außerordentlich gute Aufnahme.

(Sdjlufj de» redaktionellen Teil».)

Eie sollten mehr spazieren gehen Daraus haben Sie als Frau ein Recht. 3a. werden S;c denken, wenn das Gefchirraufwafchen nicht wäre! Das mühte iMi wissen! ES würde auf der Stelle zeigen und Ihnen beweisen, dah daS unbeliebte Spülen mit ihm nochmal so schnell gebt. 6609 V

Heute kann nur derjenige vorwärts kommen, der frisch und arbeitssreudig ist und helfen Rer- ven gesund und widerstandsfähig sind Durch die schweren Feiten, die dauernde Krise wird der Körper zermürbt, die Rerven sind abgenützt und bedürfen einer Kräftigung und Stärkung. 3n dieser Rot hilft L e e i f c r t i n , ein sehr an­genehm schmeckendes Präparat, durch welches die Organe wieder arbeitsfähig werden, die in stär­kerem Mähe wieder abgenutzt wurden. 7234V

Oie Jagd im November.

Wenn der Rovember gekommen ist und die Weidmänner am 3. November den Tag ihres Schuypatrones feiern, ist die Zeit der Treib- jagöen da.

Die Brunft des Rot- und D a m w t l d e s ist zu Ende gegangen, und in gut gepflegten Re­vieren ist der Abschuh starker Hirsche vorüber. Dagegen hat das Kahlwild jetzt Schulzeit, und auf stillen Drückjagden mit wenig Treioern und einigen sicheren Schützen wird der 3agdherr ver­suchen, seinen Abschuh zu erfüllen und dabei auch den einen oder anderen aus hegerischen Grün- öen den unerwünschten Geweihten wegzunehmen.

Dem Schwarzwild kommt das Mastjahr zustatten, und seist wird es in die Raufchzeit gehen Wo es im Sommer stark zu Schaden ging, wird man jede Reue freudig begrüben und eifrig suchen, die Sauen sestzumachcn.

Das Rehwild hat sich nun vollständig ber- färbt und trägt seine graue Winterdecke. Bei sonnigem Wetter steht cs gern in lichten Höl­zern in der Rähe des Feldes, auf dem ihm die Wintersaat bald Aesung bieten wird. Die Böcke werfen ab und verlieren damit für den Weid­mann an Ontereffe. Dagegen ist es nun an der Zeit, den Abschuh an weiblichem Wild durch­zuführen. Die ungeeignetste Form dazu ist die Treibjagd mit fremden Schützen, womöglich noch mit Schrot, wie dies in Hessen leider noch mög­lich ist. 3n Revieren, wo der Jäger mehr Herz für sein Wild besitzt und mehr Sinn dafür, wie er nachhaltig, d. h. alljährlich, einen bestimmten Abschuh durchführen kann, wird der Abschuh auf Pirsch und Anstand mit der Kugel und unter vorherigem Ansprechen der Stücke durchgesührt. Es wird das Bestreben sein, die wertvollen Stücke, tote die führenden Ricken, die alljährlich zwei oder gar drei Kitze sehen, peinlich zu schonen.

Der Abfchuh wird vorwiegend mit weiblichen Kitzen, Schmalrehen oder alten Ricken, die z. Z. nicht führen, oder nicht mehr setzen werden, durchzuführen sein. Diese Jagd stellt an das weidmännische Können gewisse Anforderungen, denen nur ein tüchtiger Jäger gewachsen ist, der auch seinen Wildstand kennt. Bei dem dies­jährigen Abschuh an Rehwild wird zu beachten sein, dah viele Reviere im Frühjahr erhebliche Verluste erlitten haben. Es sind in heimischen Revieren zum Teil 50 bis 100 Stück Rehwild ge­fallen. Dah hier besondere Vorsicht beim Ab­schiehen geboten ist, versteht sich von selbst. Ausfallend ist das häufige Auftreten schwacher Kitze, wohl eine Folge der Schwächung des mütterlichen Körpers im äsungsarmen Winter 1930. Sie wegzunehmen, dürfte dringend not­wendig sein. Die Schuhzeiten in Hessen und Preuhen sind ganz verschieden, im letzte­ren Land auch wieder durch die Beschlüsse der Bezirksausschüffe beeinsluht. Ilm den Säger vor Llnannchmlichkeiten zu bewahren, geben wir die Bestimmungen für die uns interessierenden Ge­biete wieder: Hessen. Sämtliches Rehwild hat noch Schuhzeit bis zum 30. Rovember. Preu­hen: Der Abfchuh mit Schrot ist verboten. Der R e h b 0 ck hat ab l. Rovember Schonzeit. Weib- lichesRehwildhat Schuhzeit vom 1. Rovem­ber bis zum 31-Dezember. Dagegen sind für den Abschuh von Kitzen folgende Beschlüsse mah- gebcnd: Bezirk Kassel: Bockkihe dürfen nicht geschossen werden, weibliche Kitze nur im Monat Dezember. Bezirk Wiesbaden: Bockkihe kein Abschuh, weibliche Kitze Rovember, Dezem­ber. Bezirk Koblenz: Wie Wiesbaden.

Für den Hasen hat die schlimme Zeit be­gonnen. Vor der Unruhe auf den Feldern hat er sich in den Wald geflüchtet. Die Zeit der Wald­

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