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I. Schülermannschaft spielte gegen von Wieseck unentschieden 1:1.
Im Schwimm -Klubkampf besiegte Göp pingen 04 Sparta Ulm mit 6:0 Punkten .
Fortuna Düsseldorf, der westdeutsche Fußballmeister, wurde im Freundscha'tsspiel vom Meidericher Spielverein mit 4:3 (1:0) geschlagen.
lende Reiter eine künstliche Witterung für die Hunde mit. So ist aus der Jagd zu Pferde allmählich eine rein reiterliche Angelegenheit geworden. Und es mag bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen werden, daß der Reitsport — wenn man das Reiten schon so nennen will, um es irgendwie zu klassifizieren — dem Teilnehmer kaum höhere Kosten aufbürdet, als ein anderer Sport. Denn der Tennis- oder Fußballspieler, der Leichtathlet oder Turner bedarf auch besonderer Kleidung, und seine Beteiligung an Wettkämpfen, die doch oft an auswärtigen Orten stattfinden, verursacht auch gewisse Kosten. Die bescheidene Form des Iagdrennsports, wie sie jetzt in Deutschland fast allgemein üblich ist, wurde vornehmlich durch den General von Rosenberg eingeführt, der das freie, weder Pferd noch Reiter schonende und beide trainierende Reiten als unumgänglich und notwendig erklärte. Ihm danken es heute zahllose Reiter, wenn sie nach des Alltags Mühe und Last, einmal vergessend die Rot und Bedrängnis der deutschen Tage, auf dem schwebenden Rücken des Pferdes über die Wiese und unter dem herbstlichen Blätterdach des Waldes dahinfliegen, mehr oder weniger schwere Kiesgruben durchklettern und die natürlichen öder künstlichen Hindernisse im Sprung nehmen können. Dann erkennen sie selbst erst, ob sie „reiten" oder ob sie nur „auf dem Pferd sitzen" können. Und wenn sie sich selber ein- sehen und vor nichts zurückschrecken, dann erleben sie die Wahrheit des alten Kavalleristenspruchs: „Das Paradies der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferdei" So mögen hier am Schluß die Worte stehen, die mir ein begeisterter Reit- .freund geschrieben hat:
zwischen den Platzherren und dem SB. 98 einem 2:2°Spiel zur Punkteteilung.
Siegel (Postsportverein)
Titelverteidiger Hellas (Magdeburg) knapp mit 4:3 (3:2) über Bayern07 Nürnberg gewonnen.
Tilden-Gastspiel in Berlin.
Rajuch-Rühlein schlagen Tilden-5)unler.
Die Wettspiele der Tilben-Tennis-Company in der Berliner Tennishalle hatten eine große Zu- schauerinenge angelockt. Trotz des Sechstagerennens war die Halle fast bis auf den letzten Platz gefüllt und nahezu 3500 Zuschauer verfolgten interessiert die Wettkampfe unter den Tiefstrahlern. Der Höhepunkt der Veranstaltung war der kaum erwartete Sieg des deutschen Paares Najuch- N ü ß l e i n im Doppel über Tilden-Hunter mit 6:0, 6:3. Wenn auch beide Amerikaner stark abgekämpft waren, so überraschte auf der anderen Seite die Frische und Angriffslust der beiden Deutschen,
geblieben. Die Mainzer lieferten gegen Lorsch allerdings nur ein sehr mäßiges Spiel, das sie Inapp 2:1 für sich entschieden. Wiesbaden schlug Dalldorf 4:0 (0:0) und in Urberach tarn
die in wenigen Minuten und ohne Spielverlust den ersten Satz an sich gerissen hatten. Ermuntert durch diesen großen Erfolg gaben Naiuch-Nüßlein auch im zweiten Satz die Führung nicht ab und blieben unter großem 9ubel der Zuschauer siegreich.
Kurze Sportnotizen.
Reue deutsche Schwimmrekorde gab es auf dem Schwimmfest von Hellas Magdeburg. Deiters (Köln) verbesserte den Rekord im 400- Meter-Crawlschwimmen auf 5:04 Minuten und Wittenberg (Berlin) drückte den 100-Meter- Rekord von Erich Rademacher im 100-Meter- Brustschwimmen auf 1:14,4 Minuten.
Fußöall der Gießener Mannschaften.
Die 1. Mannschaft des V f D. konnte gestern das Spiel gegen FC. Ockershausen auf eigenem Platze siegreich beenden. Mit 4:2 Toren gaben sie den Gästen das Rachsehen (Halbzeit 1:1). Das Ergebnis konnte sehr wohl höher lauten, wenn nicht einige zwingende Torchancen unausaenüht gelassen worden wären. Die 2. Mannschaft spielte
„Der Herbst hat mir einen Tag geschenkt, den schönsten im ganzen Jahr.
Sein strahlender Rausch hat mein Pferd gelenkt,
die Ferne in Duft gekleidet: blauseidener Himmel sah die Jagd von Glanz und Glück begleitet.
Flaumige Wolken steigen herauf, es ziehen silberne Strahlen: langsam sinket der Sonne Lauf, fängt an, sie rot zu malen.
Und als die Jagd zu Ende ging, sah ich den Himmel brennen.
Mein Herz von seinem Feuer fing, wird keine Kälte kennen."
* Buderus'sche Eisenwerke Wetzlar. Von der Verwaltung der Buderus'schen Eisenwerke in Wetzlar wird un« mitgeteilt: Infolge des jahres- zeitlichen Rückganges in der Nachfrage nach den Erzeugnissen der M a i n - W e s e r - H ü 11 e in Lollar haben sich die Buderus'schen Eisenwerke veranlaßt gesehen, bei der zuständigen Regierungsstelle die Entlassung von 400 Arbeitern dieses Werkes zum 28. November anzuzelaen. Es handelt sich um eine Maßnahme, wie sie auch in früheren Jahren aus dem gleichen Grunde durchgeführt werden mußte.
' Der Großhandelsindex. Die vom Statistischen Reichsamt für den 28. Oktober berechnete Indexziffer der Großhandelspreise hat
Allherbstlich am St. Hubertustag wird als letzte der Jagden die Hubertusjagd geritten. Sie ist zugleich Höhepunkt und Ausklang der vorhergegangenen schönen Wochen für die Reiter. Das Iagdreiten hat sich aus den Hetzjagden des Mittelalters entwickelt, wie sie besonders im Herrenstand Frankreichs und Englands üblich waren. Dazu bedurfte es großer, ausgedehnter Reviere und guter Schulung von Iagdpersonal, Pferden und Hunden. Als um das Jahr 1200 in Frankreich sich die Parforcejagd auszubilden begann, wurde ein ausgewählter Hirsch oder Fuchs usw. von den Hunden solange gehetzt und von den berittenen Jägern verfolgt, bis er sich den Hunden stellte. Aus diesem Reiten auf der Jagd wurde allmählich ein Iagdreiten, d. h. das Reiten hinter den Hunden wurde mehr und mehr zu einer reiterlichen Uebung. Wohl behielt man auch weiterhin Die feudalen Formen des Iagdsports bei, aber das Schwergewicht für den Iagdherrn und die Jagdgesellschaft, die den berittenen, die Meute führenden Jägern folgte, verlegte sich immer mehr auf die Seite des Reitsports. Im Lause der Zeit steigerte sich der Aufwand für die Parforcejagden außerordentlich: im Mittelalter hatte man sich mit einem Dutzend Hunde begnügt, um die Mitte des 18. Jahrhunderts verlangte man hundert. Die Parforcejagd in England hat sich mangels der Bor- aussehungen nicht so entwickeln können, wie auf dem Festland. Man hatte dort immer mehr Sinn für das ganz ungebundene Geländereiten, für das Einsetzen der Persönlichkeit, für das Sin- stehen mit dem Vermögen, für den Rekord. Unter diesem Gesichtspunkt wurden auch die englischen Fuchsjagden seit dem 18. Jahrhundert geritten. Der übertriebene höfische Prunk der Jagden, wie er vornehmlich am französischen Hof in Uebung war, ging auf dem Festland infolge der politischen und sozialen Entwicklung auf ein vernünftiges Maß zurück. Aber da auch in neuerer Zeit nur ganz wenige sich den Luxus eines Iagdstalles mit all feinem Zubehör leisten konnten, andererseits der Kreis der Reitsport Treibenden immer größer wurde, suchte man nach einem Ersatz, bei dem freilich von der Jagd nur noch ein Symbol übrig blieb. Bei den meisten Iagdreiten liegt der Ton lediglich auf dem Reiten. Ein mit Vorsprung entlassener Iagdteil- nehmer spielt heute die Rolle des Fuchses, die bei der „Hubertusjagd" durch einen an der Schulter befestigten Fuchsschwanz versinnbildlicht wird. Dort, wo man auch heute noch Hundemeuten zur Verfügung hat, führt der den Fuchs spie-
Zreundlichere Stimmung in Berlin.
Berlin, 2. Nov. (WTB. Funkspruch.) Eine hoffnungsvollere Beurteilung der politischen Lage und die Meldungen über zu erwartende Re para» tionsveryandlungen mit Frankreich hatten schon gegen Schluß des Samstagfreiverkehrs mehrprozentige Erholungen zur Folge. Diese freundlichere Stimmung übertrug sich auch auf die neue Woche. Es traten bei etwas größeren Umsätzen sogar weitere 2- bis Zprozentige K u r s - besferungen ein. Die Fragen, ob Zwangskon- vertierung oder nicht, Moratorium zur am 1. Januar 1932 fälligen Aufwertung oder nicht, die Zweifel, ob die Prüfungen bei Schultheis noch neue Ucber- raschungen bringen werden, oder wann die Börse wieder eröffnet wird, alle diese Sorgen sind im Moment zurückgetreten. Das ganze Interesse konzentriert sich auf die Rückkehr Lavals und auf die Verhandlungen, die nunmehr heute von Paris aus eingeleitet werden sollen. Es lagen bei den Banken angeblich einige Kauforders vor, in der Hauptsache handelt es sich bei den heute getätigten Abschlüssen aber doch wohl nur um Deckungen der Spekulation, denn es ist nicht recht ersichtlich, welche Kreise heute gekauft haben sollen. Es wurden sicherlich am Ultimo auch einige Anlagekäufe getätigt, aber das Gros der K a p i t a l f l ü ch t i g e n hat doch wohl sein Geld in Reichsbahnanleihen angelegt, so daß für Effektenkäufe nicht allzu viel übrig geblieben sein dürfte. Das Interesse für Montanpapiere beruhte ebenfalls hauptsächlich wohl auf Intervention, die Kurserholungen waren jedoch hierbei recht beträchtlich und betrugen verschiedentlich bis zu 3 v H. Auch sonst waren Besserungen in diesem Ausmaße keine Seltenheit. Eine bevorzugte Stellung nahmen Siemens und Salzdetfurth ein, während Reichsbankanteile relativ schwache Veranlagung hatten. Am Pfandbriefmarkt roar, das Geschäft ziemlich ruhig, die Kurse konnten sich etwa auf letzter Basis behaupten. Rcichsschuldbutyforderungen waren Im Einklang mit höheren Amsterdamer Notierungen bis zu 1 Prozent fester und hatten einige Nachfrage zu verzeichnen.
fiegf im Zwei-Stunden-Bahnlaufen.
Auf dem Llniversitätssportplah wurde gestern 2um ersten Male ein Zwei-Stunden-Bahnlaufen durchgesührt. Die Spielvereinigung 19 0 0 Hatte es unternommen, die Veranstaltung auszulichten. Sechs Läufer waren am Start. Für 1900 liefen Gerhardt und Schaaf. Jäckel, SC. .Saar" Saarbrücken, Siegel vom Postsportver- <in Frankfurt, sowie die zwei Soldaten aus Kassel Herrmann und Reinhard stellten sich dem «Starter. Das Rennen nahm einen spannenden Verlauf. Allerdings brachte der Kampf auch eine Aeberraschung. Gerhardt, den man als Sieger erwartete, lief bis über 20 000 Meter in gänzender Manier, fiel dann aber merklich ab und mußte, nachdem er ursprünglich mit vier Runden vor Siegel lag. dem Frankfurter die Führung und den ersten Sieg überlassen. Schaaf war auf die lange Strecke sehr gut. Der erste Sieger lief das Rennen »echt zuverlässig und legte in den zwei Stunden 30,595,95 Meter zurück. Jäckel, der erst am Mittwoch in Kauschau den Marathonlauf bestritt, war sehr müde und ging als Fünfter aus dem Rennen hervor. Herrmann, der Divisionsmeister im Ma- »athonlauf, wurde Dritter. Sein Kamerad Reinhard gab auf. Den v' rten Platz hielt Schaaf (1900). Wir werden über das Rennen noch aus- führlich berichten.
Internationales Schwimmfest in Magdeburg.
Zwei neue deutsche Rekorde.
Ausgezeichnete Leistungen, darunter zwei neue deutsche Rekorde, gab es am ersten Tag des Internationalen Hellas-FesteS im Magdeburger Wil- Helmsbad. Besonders imponierte der deutsche Meister DeiterS (Köln), der über 400-Meter- Crawl den deutschen Rekord auf 5,04 verbesserte. Die zweite deutsche Höchstleistung vollbrachte über 100-Meter-Brust der Berliner W i 11 c u b c r g in 1 14,4. Einen aufregenden Kampf lieferten sich über die lOO-Meter-Freistilstrecke der Ungar Szekely und der Kölner Haas, nur gan- knapp blieb der .Ungar in 1:01 Sieger. Das erste Spiel der Vorschlußrunde um die Deutsche Dasserballmeisterschaft wurde von dem
Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1 9 00 konnte ihr gestriges Spiel gegen die 1. des DfR. Butzbach nach spannendem und überraschend fairem Kampfe knapp mit 5:4 für sich entscheiden. Die Ligareserve war spielfrei. Eine provisorische 3. Mannschaft verlor gegen die sehr spieltüchtige 1. Mannschaft von Lollar mit 3:7. Die 5. Mannschaft blieb über die 2. von Großen-Duseck mit 2:1 Sieger. Die 1. Jugend gewann gegen die 1. Jugend des VfR. Butzbach nach hartem Kampfe mit 3. 1.
Kuhball in Hessen-Hannover.
Was man allgemein kaum erwartet hatte, wurde Tatsache: den Kurhessen gelang es überraschend sicher, den Bezirksmeister SC. 03 Kassel mit 4:1 Toren zu schlagen. SC. 03 hat nach dieser Riederkage bereits sechs Derlustpunkte aufzuwei- ' sen und wird nun Mühe haben, den Anschluß an die Spitzengruppe wieder zu gewinnen. Borussia Fulda konnte seine führende Position in der Gruppe Süd durch einen 2: 0-Sieg über den Lokalrivalen Germania befestigen. Mit 6:2 schlug Germania Marburg Horas und die Elf des VfB. Gießen bezwang Ockershausen mit 4:2. Die Tabellenspitze im Süden wird von Borussia Fulda mit 14:2 Punkten, vor Germania Marburg 13:3 und SC. 03 Kassel 10:6 Punkten eingenommen.
In der Rordgruppe endete der mit Spannung erwartete Kampf Hermania Kassel-Göttingen 05 mit dem überraschend hohen Siege von 7:0 der Göttinger. Sport Kassel konnte Rortheim nur ganz knapp mit 2:1 bezwingen, der FC. Grone schlug Gr. Allmerode 1:0 und die Hersfelder Hessen triumphierten über Tura Kassel 4:0. Die Tabelle wird von SC. 05 Göttinge^ mit 16:2 Punkten angeführt, es folgt Sport KaMck mit 13: 3 und Hermania Kassel mit 12:6 Punkten.
Punktkämpfe in der Gruppe Main.
Erste Klärung in der Spitzengruppe.
In der Spitzengruppe der mainischen Bezirksliga ist am l.Rovember eine erste Klärung eingetreten. Man sieht jetzt deutlich, daß für den Meistertitel nur noch Eintracht in Frage kommt und daß der Kampf um den zweiten Platz allein zwischen Rot-Weiß und Fußballsportverein gehen wird. Während diese drei genannten Spitzen- öereine an diesem Sonntag mit überraschend klaren Siegen aufwarteten, sind die übrigen Mannschaften der bisherigen Kopfgruppe zum Teil entscheidend zurückgefallen. Die größte Ueberraschung des Tages war der 6:2-Sieg von Germania Bieber über Union Riederrad. Isenburg kam gegen Offenbach zu der erwarteten 4.2-Revanche. Eintracht siegte gegen Griesheim nach Belieben 9:0, der FSV. war in Heusenstamm 5:0 siegreich und ebenso sicher siegte Rot- Weiß mit 5:1 in Hanau.
Oie Punkikämpfe in Heften.
In der Spitzengruppe der hessischen Bezirks- liga gab es am 1. Rovember wieder eine kleine Aenderung. Wormatia Worms kam in Langen nur zu einem Punkt (1:1). Da Kastel gleichzeilig in Worms sein Spiel gegen die Alemannia — Venn auch mit Glück — gewinnen konnte, so nehmen jetzt Wormatia und Kastel mit je 17:7 Punkten wieder punktgleich die zweite Tabellenstelle ein. Spitzenreiter ist mit 20:6 Punkten Mainz 05
mit 107,4 gegenüber der Vorwoche leicht (um 0,1 v. H.) angezogen. Die Indexziffern für die Hauptgruppen lauten. Agrarstoffe 99,6 (+ 0,9 v. H.), Kolonialwaren 95.0 (-f- 0,1 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 99,5 (— 0,2 v. H.) und industrielle Fertigwaren 133,0 (= 0,2)
* D i e Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskost en (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats Oktober auf 133,1 gegenüber 134,0 im Vormonat: der Rückgang beträgt somit 0,7 v. H. An dem Rückgang sind hauptsächlich die Bedarfsgruppen Ernährung und Bekleidung beteiligt. Es sind zurückgegangen die Indexziffern für Ernährung um 1,2 v. H. auf 123,4, für Bekleidung um 1,2 v. H. auf 134,2, für „sonstigen Bedarf um 0,4 v. H. auf 182,5. Die Indexziffer für Heizung und Beleuchtung ist um 0,9 v. H. auf 148,8 gestiegen: die Indexziffer für Wohnung hat sich nicht geändert. In dieser Gruppe Ernährung sind hauptsächlich die Ausgaben für Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milcherzeugnisse sowie Gemüse zurückgegangen. Dagegen sind die Preise für Eier weiter gestiegen, auch die Preise für Brot haben im Reichs- ourchfchnitt etwas angezogen.
* Adlerwerke vormals Heinrich K l c y e r A. G. Frankfurt o. M. Angesichts der ungünstigen wirtschaftlichen und finanziellen Lage wurde bei den Adlerwerken mit Wirkung zum 30. Rovember nach der starken Reduzierung der Angestelltenzahl erneut einer größeren Anzahl von Angestellten — man spricht von etwa 100 — gekündigt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 2. Nov. Auftrieb: 1691 Rinder (367 Ochsen, 220 Bullen, 530 Kühe, 518 Färsen), 521 Kälber, 139 Schafe, 5428 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: oollsleischige, ausge- mastete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 34 bis 37 Mark (ältere) 30 bis 33, sonstige vollfleischige (jüngere) 25 bis 29; Bullen: jüngere, vollfleischige, Höch, sten Schlachtwerts 26 bis 30, sonstige vottsleischige oder nusgemä tote 22 bis 25; Kühe: jüngere, voll- fleischige. höchsten Schlachtwerts 26 bis 28, sonstige vollsleiscyige ober ausgemästete 22 bis 25 fleischige 17 bis 21; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): voll- fleischige nusgemäftete, höchsten Schlachtwerts 34 bis 36, vollfleischige 30 bis 33, fleischige 25 bis 29. — Kälber: beste Mast, und Saugkälber 40 bis 43, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39, geringe Kälber 30 bis 34. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 29 bis 32, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 24 bis 28. — S ch w e i n e: vollfleistyige von
?egen die 2. von Ehringshausen Tlnentschieden : 4 (3:1). Die 3. mußte sich von Wiesecks
1. Mannschaft mit 4:7 geschlagen
etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 44 bis 48, von etwa 200 bis 240 Pfund 44 bis 47, von etwa 160 bis 200 Pfund 42 bis 46, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 38 bis 44, Sauen 35 bis 40 Mark. — Marktverkauf: Rinder sehr schlecht, Uebcrftanb, Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine schleppend, ausverkauft.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU.
Banknoten.
31 .Oktober
2. November
«lmtliche
Noiierunq
Amtliche Notierung
(Sei»
Bries
Geld
Dries
Heilliigfor« . ästen. . . .
8,49
58,94
8,51
59,06
8,39
58,94
8,41
59.06
Prag . . .
BudaoeÜ . .
12,47
12,49
12,47
12,49
73,28
73,42
3,078
73,28
73,42
Costa . . .
3,072
3,072
3,078
4'ollanO . .
170,43
170,77
170,23
170,57
ceio. . . . Äoueii&agei.
90,41
90,59
90,16
90,34
91,66
91,84
93.59
91,66
91,84
Stockholm .
93,41
93,41
93,59
London. . . Buenos Atrei
16.14
16,18
16,03
16,07
0,988
0,992
0,988
0,992
Neunork , .
4,209
4,217
4,209
4,217
yrüllcl . . .
58,69
58,81
53,64
58,76
fünften . . .
Varis . . .
21,68
21,72
21,68
21,72
16,58
16,62
16,58
16,62
Schweiz . .
82,02
82,18
82,02
82.18
Spanien . .
37,26
37,34
37,26
37.34
Danzig. . .
82,57
82.73
82.42
82.58
Japan . . . Rtv de Ian..
2,058
2,062
2.053
2.057
0,259
7,473
0,261
0,259
0,261
Iuaoslawie». tilfiabon . .
7,487
7.473
7.487
14,79
14,81
14.69
14,71
»ertln, 31-DMcr UnierItantfdic Notes .......
Belgische Noten.........
Dänische Noten.........
Englische Noten.........
Französische Noten........
Holländische Noten........
Italienische Noten........
Norwegische Noten........
Deutsch-Oesterreich, I 100 Schilling Rumänische Noten........
Schwedische Noten........
Schweizer Noten.........
Svanische Noten.........
Ungartiche Noten........
Geld
4,20 58,53 91,47 16,10 16,57
170,06 21,66 90,22 58,68
2,52 93,21 81,84 37,13 72,75
4,22 58,77 91,83 16,16 16,63
170,74 21,74 90,58 58,92
2,54 93,59 82,16 37,27 73,15
Reichsbankdiskont 8 o. h., Lombardzins uh 10 v. h.
Frankfurter Getreidebörse.
F r o n k f u r t a. M., 2. Nov. Die Frankfurter Produktenbörse zeigte zu Beginn der neuen Woche f e ft e Tendenz. Die Umsatztätigkeit war dagegen gering, da man die erhöhten Forderungen nur selten bewilligte. Anregend wirkten die festen Auslandmeldungen. Das Angebot von Jnlandbrotaetreide roar weiter klein. Am Mehlmarkte bestand für Roggenmehl verstärkte Nachfrage, roährenb Weizenmehl noch keine Veränderung des Geschäftes zu verzeichnen hatte. Am Futtermittelmarkt find Kleiearten weiter fest, ebenso Nachmehle und ölhaltige Futtermittel. Es wurden notiert: Weizen 233,50 bis 235 Mark, Roggen 220 bis 221,50, Sommergerste für Brauzwecke 182,50 bis 187,50, Hafer (inländischer) 160 bis 170, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0 mit Austauschware) 36,50 bis 37,25, Sondermaylung 34,50 bis 35,25 Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austausch- roare) 36,50 bis 37, Sondermahlung 34,50 bis 35, Roggenmehl 31 bis 32,25, Weizenkleie 9 bis 9,25, Roggenkleie 9,50 Erbsen, je nach Qualität für Speise- Zwecke 33 bis 38, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 26 bis 58, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 5, Weizen, und Roggenstroh (drahtgepreßt) 3,50, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 3,50, Treber (getrocknet) 12,25 Mark.
Oer Devisenmarkt am Wochenende.
An den internationalen Devisenmärkten hat das Pfund feinen Rückgang fortgesetzt; es erreichte am Samstag wieder einen Kurs, den es seit dem 8. Oktober nicht mehr hatte, nämlich 3,821/3 gegen den Dollar. Im Laufe des Vormittags konnte sich das Pfund wieder leicht auf 3,83'/- erholen. In Amsterdam ging das Pfund auf 9,55 zurück, während der Gulden in London mit 9,51 noch fester lag. Gegen Paris schwächte sich das Pfund auf 97' , ab. gegen Zürich auf 19,77'/.,, gegen Madrid auf 43'/i und gegen Mailand auf 74'/°. Die Rord- devisen waren wieder nur knapp gehalten, ebenfalls die füdamerikanischen Devisen. Die Reichsmark ging gegen das Pfund auf 16,22'/° herauf, in Zürich blieb sie mit 121',in Amsterdam mit 58,52'/z behauptet.
Bücheriisch.
— Verfassungsrechtliche Neben- gesetze und Verordnungen des Deut- I ch e n R e i ch e s. Textausgabe mit kurzen einführen« den Bemerkungen. Von Professor Dr. O Bühler. (Aus Natur und Geisteswelt Bd. 1011.) Geb. 3 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. — (331 — Das Bändchen gilt als Ergänzung des vorn gleichen Verfasser bearbeiteten Buches über die Reichsver« faffung; es enthält die Texte der notwendigen er« gänzenden, gesetzlichen Grundlagen des'Reichsstaats« rechts. Besonders verdient die Ausnahme der Gesetze über die Staatsangehörigkeit sowie über den Schütz der Republik, ferner die Geschäftsordnung für den Reichstag und für die Regierung u. a. m. Erwäh. nung. Die sonst schwer zugängigen Einzelgesetze sind klar und für den Laien verständlich kommentiert. Das Buch kommt in einer Zeit, in der die hier behandelte Materie in den Parlamenten und in der Oeffentlichkeit lebhaft diskutiert werd, sehr zu statten.
— Wirtschaft und Mathematik. Eine Einsübrung iu die mathematische Behandlung wirt, schaftlicher Probleme. Von Professor Dr. F. Drenck« Hahn und Studienrat Dr. E. Schneider. Mit 35 Figuren im Tert. (Mathern.-phys. Bibi. Bd. 77). Kartoniert 1,20 RM. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. — (332) — An einer Reihe von besonders zen- traten Problemen zeigt dieses Bändchen, was mathe- matifche Methoden für die wirtschaftliche Praxis leisten können. Gerade in unserer Zeit dürfte eine mathematische Behandlung des Selbstkosten- und Gewinnproblems ober die Abhängigkeit der Absatz- gebiete von den Kosten und Frachtsätzen auf beson- öers lebhaftes Interesse stoßen. Dieses Bündchen bietet zahlreiche durchgeführte Beispiele und viele Aufgaben zu eigener Bearbeitung. An mathemati- scheu Kenntnissen wird lediglich die Fähigkeit voraus- gesetzt, einfachen infinitesimalen Rechnungen folgen zu können.
— An die besten nordischep Dichter erinnert H. de Vere Stacpooles Roman „Kinder des Meeres". (308 Seiten 8°. Ganzleinen 1,85 Mark. Ullstein, Berlin.) — (341) — Spannend, ohne gemalt» fame Sensation, werden in ihm ungewöhnliche Vorgänge fernliegender Lebenskreise geschildert: Leben der Kabelleger auf hoher See; Dorfidyllen im Fernen Osten; bas Dasein in einem kleinen Fischerbors Is- lanbs; bie einsame Welt seiner Berge, Fjorbe, Seen unb Geiser; harte Arbeit, geschäftliche Rivalität, wahrhafte Männerfreundschaft und phrasenlose Liebe.
— MaxKronberg: DergroßeFimmel. Ein heiterer Roman um Kunst, Politik unb Schön, hcit. 267 Seiten 8°. Kartoniert 3, Leinen 4,50 Mark. I Verlag von Fr. Wilh. Grünow, Leipzig. — (326)


